Ich wage es nicht, die kommenden Ereignisse in Kurvenform zu gießen.
Aber als Anregung für die Fachwelt vielleicht ein paar unbedeutende Gedanken.
Eine erneute Bankenrettung auf Steuerzahlers Kosten scheidet aus.
Zumindest bei den sogenannten systemrelevanten Banken, es reicht nicht für alle.
Die Druckerpresse wird es wohl auch nicht richten.
Dieses geschenkte Geld sucht nach gewinnträchtigen Anlagemöglichkeiten.
Wobei das von den Zentralbanken zugeteilte Geld vom Verbleib her, keinem Land mehr zugeordnet werden kann. Das ist die Finanzglobalisierung.
Das heißt, es wird zum Währungskrieg eingesetzt.
Letztenendes versuchen alle Banken, sich selbst zu retten.
Sie versuchen es, indem sie andere Banken und Bankengruppen überrumpeln.
Um solche Überraschungsangriffe gegen Währungen, Minen, Rohstoffe und andere Assets fahren zu können, müssen sie sich von langfristigen Bindungen lösen, um mit der gewonnenen Liquidität kurzfristig handlungsfähig zu werden.
Nun ist ja vieles mehrfach und über Kreuz gesichert, so daß ein Durchbruch schwer vorstellbar ist. Das kostet und der Erfolg ist ungewiß. Vor allem bei populären Anlageformen wie Aktien und Immobilien gibt es zwar Möglichkeiten, aber nur so begrenzt, daß der Aufwand den Erfolg nicht mehr lohnt. Es sei denn, man setzt auf den Totalcrash, der aber die eigenen Rekonstruktionsbedingungen in Frage stellen würde.
Eine offene Flanke haben die für unpopulär gehaltenen Rohstoffe geliefert, die Edelmetalle.
Das war die Chance, Liquidität zu schaffen.
Vor allem wegen des krassen Mißverhältnisses zwischen Zetteln und Realem.
Dazu die jahrelangen Wachstumsphantasien, durch die Finanzkrise genährt, gerechtfertigt und somit unantastbar.
Solche psychologischen Barrieren und Igelstellungen überwinden zu können, hielt keiner für möglich.
Gefestigt und vermint durch die Charttechnik, ein schier unüberwindliches Bollwerk.
Die Praxis hat gezeigt, daß man an diesen Popanzen einfach vorbeifahren konnte, sich voll und ganz darauf verlassend, daß die wandernen Kessel im Hinterland schon ihre Selbstliquidation betreiben werden.
Besser konnten sich die Zettelheinis nicht selber vorführen.
Das war eine interessante Lektion und am Mittwoch Morgen, gab es einen weiteren Versuch der gewaltsamen Frontaufklärung.
Festigkeit der Front abtasten, getarnte Bereitstellungsräume in Augenschein nehmen und Rückzug hinter die Ausgangslinie.
Spritfrage klären, Munifrage klären, Durchbruchsstellen festlegen und das vorläufige Durchmarschziel definieren.
Ohne das was an den Feind durchsickert.
Durchsickern dürfen nur unsichtbare Einheiten, die weder Brücken noch Straßen benutzen.
Man darf dabei nie außer acht lassen, daß es Banken und Bankengruppen sind, die sich an der Front unversönlich gegenüberstehen.
Die müssen um ihre Liquidität, Integrität und damit Souveränität kämpfen.
Wobei jähe Seitenwechsel vorprogrammiert sind.
Wer will schon Verlierer sein?
Das reicht von Kleinbanken, Kanonenfutter, bis zu Zentralbanken, Kartentisch.