Bislang sind die staatlichen Stützungs- und Rettungsgelder von den Banken in die Spekulation gesteckt worden. Sie erhofften sich vom rechtzeitigen Ausstieg Gewinnmitnahmen, die ihre Bilanzen verbessern. In der Realwirtschaft kam nichts an, weil dort nicht mit Kapitalrenditen von 25% gerechnet werden konnte. Die aber waren notwendig, um aus Tiefrot möglichst schnell Rot machen zu können. Dabei stand von vorn herein fest, daß des einen Gewinne des anderen Verlust werden müßten. Aber das nahm man in der Hoffnung in Kauf, nicht zu den Verlierern zu gehören. Wenn man rechtzeitig handelt.
Kein Staat der Welt kann seine Banken nochmal mit ungedecktem Geld in bisherigen gigantischen Ausmaßen retten, ohne Umwälzungen zu riskieren, die alle Besitzstände und liebgewonnene Gewohnheiten von Bankern in Frage stellen.
Jetzt schlägt deren ständig an die Massen gerichtetes Wort "Eigenverantwortung" auf die Banker zurück. Sie müssen sich selbst retten, wer von denen hätte das jemals zu denken gewagt?
Eigenverantwortlich sollten doch immer die anderen handeln.
Die Banken müssen zur Sicherung der Liquidität ihren Verbindlichkeiten gegenüber aus Positionen austeigen, in denen sie bislang ihr oder richtiger unser Geld gebunden haben.
Aktien, Anleihen, Fonds, Zertis und was es sonst noch an unproduktivem Papierkram gibt.
Wobei noch offen ist, in welcher Reihenfolge das abläuft und wie schnell das insgesamt geschehen wird.
Golddrücker und Spekulanten würden erstmals unfreiwillig Hand in Hand arbeiten.
Bzw. die Golddrücker können erstmals ihre Tätigkeit einstellen oder sogar umkehren.
Fragt sich nur womit?
Was die Versorgungslage betrifft, haben wir ja einschlägige Erfahrungen.
Fallen die Edelmetallpreise heftig, wird alles zurückgehalten, bis eine Bodenbildung zu erkennen ist.
Steigen sie heftig, wird auch alles zurückgehalten, denn warum sollte man die Chance vergeben, mehr zu verdienen?
Stabil ist die Versorgungssituation immer gewesen, wenn es Seitwärtssituationen gegeben hat.
Was bedeutet, daß wir uns nicht über fallende Preise freuen können, den da gibt es ja nichts zu kaufen.
Speziell, wenn alles weit unterbewertet ist.
Es sei denn, es kommt zur Bodenbildung. Dann könnte der Handel auch unterbewertet weitergehen, falls bis dahin nicht ein anderer oder mehrere den großen Staubsauger gespielt haben und deshalb nichts mehr vorhanden ist.
Es war ja absehbar, daß eine Situation eintreten würde, die Aufkäufe im großen Stil ermöglicht.
Danach steigen die Preise und man hat die Ehre, sich um die kläglichen Restbestände zu schlagen.
Good luck, you'll need it.
Natürlich war das für Banker westlichen Zuschnitts nicht zu sehen, die immer nur von der Tapete bis zur Wand denken können.