Schön und gut. Neutralisiert Kochen auch chemikalische Giftstoffe und Schwermetalle? Davon ist hier nämlich alles verseucht wenns hart auf hart kommt.
Selbst Radioaktive Partikel soll man ja zu einem gewissen Teil mit Keramikfiltern entfernen können (naja die Filterkartusche kann man dann wohl irgendwann als Brennstab verwenden).
Einfaches Kochen kann durchaus chemische Verunreinigungen beseitigen, hängt halt davon ab, wie der Stoff im Wasser vorhanden ist (Schweb- und Trübstoffe, gelöste Stoffe, gelöste Gase, an die Moleküle "geheftet"). Gegen Schwermetalle hilft es genau garnix. Für unterwegs reicht es jedoch, besonders dann, wenn die Alternative der vorgestellte Filter ist. Gegen Chemie ist der nämlich allemal nutzlos und das wirklich große Problem ist das liebe Kleinvieh, wie zum Beispiel die 3 besten Freunde des Menschen (Cholera, Ruhr und Typhus), im landwirtschaftlichen Raum ggf. auch Salmonellen oder meinetwegen auch was grundsätzlich harmloses, was aber einen ziemlichen Durchfall und üble Bauchschmerzen zur Folge hat.
Radioaktive Partikel per Keramikfilter entfernen? Also um da wirklich exakte Antworten geben zu können, wie man sowas wieder rausbekommt, müßte ich mich mal ziemlich lange mit einem entfernten Bekannten unterhalten aber eins kann ich Dir versprechen: Radioaktivität kriegst Du nicht mit einem Keramikfilter aus dem Wasser. Ich hatte dazu mal was von jemand gelesen, der sich durch Kompetenz in strahlenden Angelegenheiten hervorgetan hat...bloß den Link muß ich noch finden, werde ich nachreichen.
Willst Du Chemie und Schwermetalle loswerden, dann bleibt im Endeffekt nur Aktivkohle, wenn gefiltert wird, übrig. Hatte das ja auf der letzten Seite schon angesprochen und auf langsames Pumpen hingewiesen. Bei Aktivkohle ist nämlich die Kontaktzeit entscheidend und halt die Frage, was die Kohle an sich taugt, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Wenn man möglichst nah an die 100% kommen will, dann kann man nur auf Destillation oder Umkehrosmose setzen. Am besten beides kombinieren, durch die Umkehrosmose bekommt man alles raus, was größer als Wassermoleküle ist und es dürfte außer gelösten Gasen nicht mehr viel übrig bleiben, die man per Destillation los wird. Umkehrosmose würde ich aber keinem empfehlen, da sowas ganz schön in's Geld geht, wenig mobil ist und eine Menge Abwasser produziert. Wer nicht gerade Meerwasserauqaristik betreibt dürfte kaum so eine Anlage benötigen hierzulande. Gute und meist handliche Geräte finden sich wohl nur beim Schiffsausrüster, sowas wird recht häufig als Backuplösung bei Hochseeyachten oder als Pflichtausstattung (zumindest meiner Meinung nach) für Rettungsboote genutzt.