"Amerika ist inzwischen eine schlechte Autokratie"
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Auszug:
".Es geht Trump nicht um das amerikanische Volk, sondern um sich. Er ist ein New Yorker Immobilienmensch und letztlich ein Kleptokrat. Und er ist ein Entertainer. Beides läuft zurzeit ziemlich gut für ihn. Er macht unglaubliche Geschäfte. Vielleicht ist er darin nicht mehr persönlich involviert, aber seine Familie und sein Umfeld. Und durch sein Entertainment, das ich "Powertainment" nenne, ist er ständig Gesprächsthema auf der ganzen Welt. Das alles hat eine Zielfunktion: sich, seine Familie und sein Umfeld zu bereichern.
Trump geht es nicht darum, irgendwelche wirtschaftlichen Verbesserungen zu erreichen. Das ist ein typischer Denkfehler. Man kann seine Handlungen nicht rationalisieren. So darf man Trump nicht analysieren. Wenn man ihn mit diesen normalen politischen Kategorien misst, landet man zwangsläufig in Paradoxien.
Man könnte argumentieren, dass ihm sein Vermächtnis aber doch wichtig ist.
Neben Trumps Ignoranz gibt es wie in jeder Autokratie noch etwas, was zu diesem dauerhaften Chaos führen kann. Als Machthaber ist er fast nur noch von Schmeichlern umgeben. Wir sehen ja ständig solche Szenen, in denen seine Regierungsmitglieder nur damit beschäftigt sind, ihm zu gefallen und ihm zu sagen, wie toll er ist.
Trump soll von seinen Beratern nur per Best-of-Videos über den aktuellen Iran-Krieg informiert werden. Darin werden offenbar nur Siege präsentiert, heißt es.
Genau. Und das kann sein Urteilsvermögen einschränken. Das ist ein typisches Merkmal schlechter Autokratien. Und Amerika ist inzwischen eine schlechte Autokratie"
https://www.t-online.de/nachri…urce=firefox-newtab-de-de
Grüsse
Edel