Beiträge von Patou

    jemanden, der nicht weil er EWIG und IMMER recht haben will (vermutlich hängt das gesamte selbstwertgefühl daran) den "diskussionspartner" zwanghaft mit texten überschüttet, das dann "beweise" oder "nachweise" nennt und von dem diskussionspartner dann auch noch verlangt, auf diese ebene einzusteigen.


    Tut mir ja leid (aber nicht weh), aber die Diskussionsbeiträge sowohl von Opus als auch Milly beziehen sich nicht auf das Thema, um das es hier in diesem Thread geht - das zum Einen... Zum anderen ist es so, dass natürlich immer wieder Behauptungen aufgestellt werden - und es hier ganz klar Fakt ist, das diese nicht belegt werden.


    Und ja - wenn man mir etwas vorwirft, unterstellt... wenn gemutmaßt wird, was meine politische Ausrichtung angeht... oder einfach behauptet wird, dass das, was ich denke und vertrete, Quatsch sei... dann sollte man auch argumentieren können, warum man das so sieht - und hier kommen leider nur Allgemeinplätze, Ausflüchte... irgendwelche Diskreditierungen von wegen "Sirenen"... plattes Links-rechts-Bashing.


    Ich finde das ebenfalls traurig - und stell dir vor - auch meine Zeit, ist mir für hohle, inhaltslose Phrasen zu schade - und ja, ich darf das so für mich feststellen.


    PS @ Apu: Ich bin Mitte, bestimmt nicht rechts. Ich hab' mir nur die Scheuklappen abgewöhnt


    Fein, dann gewöhne dir doch die "linken" Scheuklappen auch gleich ab...



    ... und den ganzen völlig überflüssigen Ballast aus deinem Rucksack, den dir das Leben auf den Rücken geschnallt hat... oder aber - du akzeptierst Menschen mit ihren eigenen Rucksäcken als ein Teil der Gesellschaft ohne in "edel" und "unedel" zu unterscheiden...

    das Gedenken der 1939-1945 zu Unrecht Verfolgten beschädigen.


    Wurde auch jemand zu Recht verfolgt in dieser Zeit? :hae:


    Zitat

    Ansonsten, wie sagte gleich Wef - erstmal 2 Wochen nachdenken


    ... dann fang mal damit an... bei deiner Sprachschöpfung hilft das vielleicht.


    Ach ja - und noch etwas - mir ist egal, wie andere ihr Leben und das anderer Menschen unterteilen... ich unterscheide nach (für mich!) richtig oder falsch und danach in "kann ich verstehen, nachvollziehen" oder eben nicht...


    ... und dann erst bewerte ich - aber ich bleibe dabei ganz bei mir - vielleicht solltest du das auch einmal versuchen.

    Patou, in dieser Gesellschaft sind doch bestimmte Gruppen die "Edlen", z.B. Frauen, Benachteiligte, Schwule, Migranten, Alleinerziehende, etc. pp., und die "Schmutzigen" sind andere - welche wohl!? Du gehörst doch sowas zur Gruppe der "Edlen".


    ... ich habe keine Idee, wie du darauf kommst, dass ich so denke... ich teile die Gesellschaft nicht in "edel" oder "unedel"; das wäre etwas zu einfach...


    Zitat

    Ansonsten scheint es Dir, in diesem Land der Meinungsfreiheit :sleeping: , noch an ein paar grundlegenden Dingen der Aufklärung zu fehlen. Das sollen aber andere übernehmen, z.B. Tacheles.


    ... dann hoffe ich, dass sich Tacheles hier meldet und mir das schreibt, was du zwischen den Zeilen ständig offen lässt...


    Zitat

    Du sprichst eine bestimmte Sprache nicht und kriegst mithin Dinge nicht mit, die wir halt aufgrund der herrschenden "Meinungsfreiheit" etwas vorsichtig formulieren müssen :| Von daher ist Dein vorletztes Posting ... sorry ... sinnfrei


    Ah ja - es ist also sinnfrei nach Begründungen für Behauptungen zu fragen?


    Zitat

    Und hier laufen mir auch ein paar rum, die von Sirenenklängen betört sind, deswegen mal meine "Maßnahme" [smilie_blume]


    ... eine Behauptung, die du auch nicht belegen wirst...

    Patou, Opus hat hier einige extrem wahre Worte geschrieben!


    Was denn speziell - und wie begründet?


    Zitat

    Es ist leider die Tragik der aus der linken Ecke kommenden Systemkritiker, daß sie bestimmte Ursachen für die für jedermann offensichtlichen schädlichen Entwicklungen, aufgrund ihres eigenen Denkens in "Korrektheitsschablonen", von vornherein ausblenden. Aus der falschen Analyse folgt dann eine falsche und damit schädliche Therapie.


    Wo bleibt der Beweis für diese Theorie?


    Zitat

    Patou, Gaston, Fragezeichen & Co.; ihr steht dabei allerdings nur beispielhaft für viele Linke.


    Wer ist denn mit & Co angesprochen?


    Richtig - es geht nicht um Inhalte - es geht nur um Aufstellung unbelegter Behauptungen - zu den Inhalten selbst wird auch lieber gar nichts geschrieben, weil man sich dann selbst mit seiner Meinung angreifbar machen könnte... ein bisschen seicht, oder?


    Gaston hat seit Wochen hier nichts geschrieben...


    Fragezeichen scheint mir nicht links zu sein


    ... und ich bin weder links noch link (das Feld überlasse ich auch gern anderen)


    Ich habe aus meiner Position geschrieben, wie ich die Dinge sehe - aus meinem Erfahrungshorizont, über Berichte anderer, Gespräche und Beobachtungen... und auch aus eigenem Erleben. Das muss niemanden gefallen - jeder hat das Recht eine andere Meinung zu vertreten - aber meine Meinung muss deswegen nicht falsch sein... und wenn das einige hier verstehen - das zu einer angenehmen, zielführenden Kommunikation auch gehört, dem anderen seine Meinung nicht zu nehmen, ihn deswegen auch nicht abwerten zu müssen, dann würde auch inhaltlich mehr kommen... Natürlich muss kontrovers diskutiert werden - aber es läuft hier eigentlich immer so ab, dass eine Meinung X nicht gefällt und unbegründet bleibt, warum das so ist...


    Ob dauerhaft die Vermutung linkslastiger Ausrichtung ausreicht, um Diskutanten zu diskreditieren, weiß ich nicht - ich hoffe nicht.


    Zitat

    Aber wenn wir Euch näheres liefern, z.B. bestimmte "Protokolle",


    ... dann liefer doch einmal etwas - und wer ist überhaupt "wir"?


    Zitat

    dann stellt Ihr uns unweigerlich in eine schmutzige Ecke.


    ... du meinst aber jetzt nicht die schmutzige Ecke, in der ich seit einem Monat "dauergeparkt" werde... nicht berühren... du könntest dir schmutzige Finger holen...


    Nein, im Ernst... nenne mir Threads - in der ich jemanden böswillig in eine schmutzige Ecke gestellt habe - aber nenne jetzt nicht den Thread, in dem ich mich dann entschuldigt habe - das wäre kontraproduktiv.


    Ansonsten... bleibt es einfach eine Behauptung von dir - und ja klar - ich weiß, das sich das "wir" nach diesem meinen Posting gleich formieren wird....


    Zitat

    Ihr kommt Euch dabei auch noch edel vor, und doch seit ihr damit bloß die nützlichen Idioten des herrschenden Regimes.


    ... ich sehe mich nicht als Idiot, wenn ich meine Meinung vertrete (wenigstens habe ich eine und muss mich keiner bequemen Mehrheit anschließen) - das du mich als Idiot siehst und dafür ständig dein Ignore abschaltest, um das überhaupt mutmaßen zu können, macht dich selbst unglaubwürdig.

    Trotz dem sympathischen Auftreten von Patou, ihrer Fachkenntnisse und ihrem großen Engagement mit ihrer Forenarbeit, ist sie mir eines der tragischten Beispiele wie durch falsche unvollständige Analysen unter dem Strich was den Nutzen für die Allgemeinheit angeht ein Minus steht, es ist wohlmeinende und freundliche Irreführung auf hohem Niveau. Das Gleiche sehe ich bisher auch bei einigen anderen hier. Obwohl wir alle gegen die Jugendarbeitslosigkeit und ihre Folgeprobleme sind, haben wir fundamentale Gegensätze in der Bewertung der Situation.
    Ich sehe hier keine gemeinsame Basis, deshalb verlasse ich den Thread nach dieser Positionsbestimmung jetzt wieder


    Fein... und Begründungen für deine Mutmaßungen, der Bewertung meiner Person, wie auch für eine -in welcher Art- anderslautenden Analyse (haben wir analysiert ? ), bleibst du schuldig? Und wo bleibt deine Bewertung?


    Das wäre so, als würde ich in irgend eines deiner Themen gehen, dort posten, dass du oder andere falsch liegen, aber nicht begründe, warum ich das so sähe... und selbst zum Thema auch keine Einschätzung schreibe... und dann verabschiede ich mich dezent aus dem Thema... so gleitet man wie ein Aal durchs Leben - bloß keine Angriffsfläche bieten...

    Wann hatten es Jugendliche besser als heute?"


    Vielleicht in den 70/80er Jahren des 20. Jh., wo die Arbeitslosigkeit noch nicht so hoch war und auch noch bessere Löhne gezahlt wurden. Aber sonst? Waren die Jugendlichen im Mief der 50er und 60er Jahre besser dran? Unter Adolf in den 30er und 40er Jahren?
    Zu Kriegs- und Wirtschaftskrisenzeiten 1914 bis 1929? Oder etwa im Kaiserreich 1870 bis 1918?


    Nun, meine Großmutter (Jahrgang 1920) hat auf Anhieb bei der Post eine Anlernstelle gefunden... mein Vater (Jahrgang 1945) erzählte etwas von Lehrstelle völlig frei aussuchen können... ich kann mich noch erinnern, dass ich als Teenie gedacht habe, der spinnt doch...


    ... diejenigen aus seiner Klasse, die keine Ausbildung gemacht haben, konnten sofort Geld verdienen und waren trotz fehlender Ausbildung nicht schlecht angesehen.... Meine Mutter fand mit einem Mittelschulabschluss sofort einen Ausbildungsplatz in einer Bank (heute ohne Abi undenkbar)... ich Jahrgang 1968, habe nach einem verfehlten Berufswunsch immerhin 1,5 Jahre jobben können bis zum zweiten Anlauf einer besseren Ausbildung... mit mir - in meiner Klasse damals hatte nur eine weitere Person überhaupt einen Ausbildungsplatz erhalten, der Rest versuchte sich am Abi, ging auf die Handelschule, machte ein Berufsgrundbildungsjahr etc. - ich denke, wir sind gerade noch so "durchgerutscht"...


    ... die heutige Jugend hat weder Auswahl noch Perspektive - es sei denn, sie steuern wirklich "die" richtige (!)Top-Laufbahn an oder finden einen der wenigen "Lückenberufe"... Top-Postionen hält aber nicht jeder mental und psychisch durch... und auch hier lauern unbezahlte Praktikas und irgendwann die Erkenntnis, auf´s "falsche Pferd" gesetzt zu haben... plötzlich ist man einer von vielen arbeitslosen Betriebswirten, Maschinenbauing´s etc. pp.


    Aber klar - wir können uns ruhig der Vergangenheit zuwenden, wir steuern ja auch direkt darauf zu - nur mit dem Wissen, dass es heute nicht mehr so sein müsste, wie früher... und der Rest der Welt auch irgendwie nicht stehengeblieben ist.

    @Fragezeichen - ebenfalls ganz uneingeschnappt...


    hast du Pfefferminzöl oder Tigerbalm weiß im Hause? Ein Hauch auf die Schläfen... ansonsten hilft kaltes Wasser - einfach über den Puls der Hände laufen lassen... Plan C - ganz gruselig - aber hilft oft... Kaffee schwarz mit einem Spritzer Zitronensaft (bitte echte Zitrone). Hilft das nicht - eine Ibuprofen einnehmen ;)


    Zum Thema - ich denke, ich bin schon ganz gut auf dich eingegangen... ganz ohne Nebenbotschaften mag ich dann auch nicht posten - schon gar nicht wenn es um verstaatlichte Einkaufsäffchen als Lösungsansatz geht... es liegt mir auf jeden Fall fern, dein Thema zu schreddern, ich finde es auch wichtig, dass wir darüber diskutieren. [smilie_blume]


    Vielleicht wäre es gut, wenn du ganz klar vorgibst, was du dir in Bezug auf dein Thema konkret vorstellst und es (für die anderen) weniger wissenschaftlich formulierst...

    @Fragezeichen


    ... sag du´s mir...


    Vermutlich zu hohe Steuern... höhere Personalkosten zu starke Gewerkschaftliche Einflüsse...


    Letztlich hat mich der dänische Arbeitgeber beeindruckt, man muss ihn nicht zwingen, fair zu seinen Mitarbeitern zu sein... und offenbar schaut in Dänemark auch niemand in den Lebenslauf - da geht es nur darum, wer kann was, brauche ich denjenigen und dann stelle ich ihn ein - Punkt.


    Hier in Deutschland muss man erst einmal in die Rechtfertigungshaltung gehen, wenn im Lebenslauf mehr als zwei Arbeitgeber verzeichnet sind... jede kleine Lücke muss dargelegt werden... es scheint nicht wichtig zu sein, ob man etwas kann, was für den Unternehmer zweckdienlich ist, sondern wie sehr man sich in der Vergangenheit an Kontinuität gehalten hat... Sehr verlogen, weil uns Flexibiltät abgefordert wird und es kaum noch nicht-befristete Arbeit gibt.


    ... man möchte also im Grunde den Arbeitnehmer mit Ewigkeitsoption, der hinter dem Unternehmen steht, hochmotiviert Höchstleistungen aus Überzeugung vollbringt... aber... man möchte ihn auch schnell loswerden, man möchte über den Mitarbeiter als Mensch eigentlich nichts wissen, man verlangt Kontinuität, Flexibilität, Mitarbeiterbindung ohne Mitarbeiterbindung... und Lücken im Lebenslauf, die der Arbeitgeber davor und der Arbeitgeber davor usw. zu verantworten haben, möchte man bitte nicht sehen, obwohl man sich genauso verhalten wird...


    ... und Arbeitslosigkeit ist hierzulande ein Vermittlungshemmnis und ein gesellschaftliches No-Go - ein Stigma... auch das scheint in Dänemark kein Problem zu sein.

    Lösungsvorschläge/Perspektiven schaffen:


    Nun ja... Lösungsvorschläge kamen schon... z.B. Tagelöhner einzuführen, die ausgerechnet vom Staat vermittelt werden sollen (blacki)


    Zu den Ursachen... mir fehlt in dem Stichpunktkatalog immer noch die Flucht von U18 jährigen Mädels in die Schwangerschaft (als Alternative zum fehlenden oder sowieso sinnlosen Ausbildungsplatz)...


    Es tut mir auch leid, wenn ich etwas polemisch wirke - aber die Ursachen sind doch woanders zu suchen... die Eltern (also ehedem die Kinder der 80er) müssen beide arbeiten, um ein auskömmliches Einkommen zu generieren, die Mütter dieser Generation wollen arbeiten (Selbstverwirklichung, eigenes Geld verdienen etc)... mittlerweile müssen sie sogar arbeiten - sogar als Alleinerziehende. Flächendeckende Ganztagsschulen gibt es nicht, die zuverlässige Grundschule ist ein Witz... die Kinder sind sich also Teile des Tages selbst überlassen... Abends kurz Hausaufgabenkontrolle, Abendbrot, Bett... Feierabend - tagein - tagaus.... Gespräche - überhaupt Zeit dafür = Fehlanzeige... Kinder laufen einfach nur noch mit... wenn man Glück hat, klappt es in der Schule - ansonsten wird Nachhilfe geordert (wer es sich leisten kann) - aber selbst kümmern... lebenspraktische Kenntnisse vermitteln - das geht doch komplett unter - und die Schulen fangen dieses Defizit nicht auf.


    Es ist super, wenn die Friseurin vor Ausbildungsantritt den Realschulabschluss mit zwei Fremdsprachen geschafft hat - aber Zukunftsaussichten... hat sie doch nicht... eigener Salon - neben den Billigketten... ohne Eigenkapital? Ohne Kredite (die sie mit ihren Gehalt ohnehin nicht bekommt)?


    Also ist doch schon einmal ganz klar, dass 90% der Jugendlichen hinten runter fallen - also alle diejenigen, die kein Abi machen, kein Studium in möglichst einem sinnvollen, gerade gefragten Beruf beginnen...


    Wo sollen da Lösungsansätze herkommen - die Regel - nicht für die Lehrer/Eltern, sondern für das Leben lernen wir (ich habe sie so meinen Eltern noch gehört), die greift doch gar nicht mehr... und sorry - nicht alle Kinder sind Wunderkinder... wollen sie auch gar nicht sein (wir aber müssen sie in diese Funktion zwingen), weil sie sonst in Tagelöhnerpostionen gezwungen werden... nur wenn das so ist... wozu dann Realschule und Ausbildung... Heckenschneiden dürfte in einer Stunde angelernt sein... Rasenmähen... machen schon Kinder sehr gut (mindestens ich habe mir damals meinen Heiermann bei Oma damit verdient), "Einkaufsäffchen"... dazu fällt mir gar nichts mehr ein... aber für solche "Karriere" die Kinder zum lebenslangen Lernen anhalten... wie glaubwürdig ist das denn?


    Ich wollte Mitte der 90-er so einen Betrieb für Dienstleistungen aufziehen "alles aus einer Hand" von der verstopften Toilette bis zum Schreibservice. Als ich die ersten Kleinanzeigen geschaltet hatte, um Vorzufühlen und Arbeitslose zu finden, die an einem solchen Projekt mitwirken würden (denn nur sie haben die Zeit für Arbeit auf Abruf!), stellten sich ersten Probleme... weder konnte ich Einkommensgrößen garantieren, noch sicherstellen, wann welche Einsätze erforderlich würden... dann wurde ich dezent auf Handwerksrolle, Meisterzwang und andere bürokratische Hürden hingewiesen... meine Serviceliste wurde zur Streichliste, der Businessplan geriet zum Witz... bei meiner Bank habe ich dann gar nicht mehr vorgesprochen...


    ... und auch wenn es nervt... Mitte der 90-er hatten die Menschen noch Geld für solche Dienstbarkeiten, die Energiekosten waren weit geringer... es gab keine Feinstaubregelungen und andere "Bremsen", Benzin war noch bezahlbar, wir hatten auch noch keinen Euro - und trotzdem - in Deutschland sind solche Projekte undurchführbar... und heutzutage - zahlt doch niemand 6 Euro die Stunde für´s Heckenschneiden - sorry aber... da säble ich selbst die Hecke - und bis zu einer Größenordnung von 2000 Euro brutto auf dem Gehaltszettel sehe ich mindestens keine finanziellen Lücken um Dienstleistungen für den Dienstleister auskömmlich abrufen zu können.


    In der Hand des Staates halte ich solche Projekte zudem für gefährlich... wir haben bereits einen dritten Arbeitsmarkt - es reicht!


    Wenn hier überhaupt noch irgendetwas gehen soll, müssen wir uns unabhängig vom Export machen... wir müssen den Binnenmarkt stärken... das Geld für diese Belange muss von denen kommen, die es haben, der Euro muss weg, Die Steuergesetzgebung muss vereinfacht werden, zig unnötige Gesetze und Verordnungen gehören auf die Streichliste, dann müssen wir dahin kommen, das auch einfachste Tätigkeiten gesellschaftlich akzeptiert sind, Landwirtschaft muss aktiviert werden... die Produktion notwendiger Güter muss wieder hierher usw. usf. Es muss wieder möglich sein, dass ein Gehalt in der Familie zum Leben - und zwar zu einem guten Leben, reicht... wenn Frauen halbtags arbeiten wollen, ok - aber nachmittags sollte Zeit für die eigenen Kinder da sein... damit die in der Lage sind, sich einen Fahrschein kaufen zu könen, ohne zuvor in Foren Hilfestellung zu benötigen... weg mit überflüssiger Automatisierung und wenn Automatisierung, dann sollte der finanzielle Vorteil für alle gleichermaßen nutzbar sein. In den Schulen sollte es nicht mehr nur um abstraktes Wissen gehen, sondern es sollten auch einfachste Belange vermittelt werden - praktisches Wissen...


    Und weil das alles nicht passieren wird, reden wir - was Lösungsansätze angeht - in der Runde... wenn überhaupt wird nur an den Symptomen herumgedoktert.... und alles noch viel schlimmer.

    jede krise hat auch ihre chance.
    also schaun wir mal, ob wir eine finden.


    ... also wenn alle Erwachsenen so gut und so überaus feinfühlig vorfitten, wie du das machst:


    IHR werdet es ausbaden müssen. schaut euch die ganzen hartzis an. ihr werdet die alle ernähren müssen, die chinesen werden es nicht tun. also kümmert euch. laßt euch etwas einfallen.


    ... dann wird das schon... und wer weiß, vielleicht bekommen wir die PPP-Autobahnen dann auch wieder retoure...


    Bis dahin aber: http://www.humor-kamensky.sk/i…0830px/kamensky_331_b.jpg


    ... nur die "Hartzies" müssen nicht.... "die" haben nämlich jetzt schon nichts.


    Siehst Du Deine Stichpunkte als überwiegend jugendspezifisch? Die Flucht in die Ehe habe ich ja schon entsprechend rot markiert.


    Oh je... da war ich wohl zu "kurz"... ja, ich denke schon, dass nicht mehr so wirklich geschaut wird, "was passt" - gerade für junge Menschen scheint der Partner eine Art "Allheilsbringerfunktion" einnehmen zu müssen, für alles, was im eigenen Leben fehlt bzw. nicht möglich gemacht werden kann... und das klappt natürlich nicht - wie sollte es auch?


    Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist, Fragezeichen - aber ich denke unsere Generation hatte schon gut zu kämpfen - mit dem Anspruch auch als Frau unabhängig zu sein, gutes Geld zu verdienen, Erfolg auch im Beruf zu haben... und dem Recht "Liebesehen" einzugehen - ich möchte es so umschreiben - die ehedem weggeworfenen BH´s und die vermeintliche Chance, Familie mit der Pille ins Unendliche zu schieben durch unsere Elterngeneration sind uns schon gut um die Ohren geflogen.


    Wir hatten aber auch noch die Chance, diesen Weg verhältnismäßig störungsfrei zu gehen... bei der jetzigen Generation junger Frauen sehe ich eher Aussichtslosigkeit - gleichzeitig aber wird ihnen abverlangt, was uns auch abverlangt wurde... nur eben befristet - einseitig flexibel (Arbeit auf Abruf) und ohne Anerkennung der Gesellschaft.... weder für den Job "draußen" noch für den Job als Mutter... Dazu kommt - Kinder gelten als Vermittlungshemmnis - junge Frauen aber können zumeist gar nicht auf Hilfe durch die Großeltern zählen, denn sie sind noch jung, wollen ihr eigenes Leben leben, haben Anforderungen und Zwänge im Beruf... da z.B. mit Kind eine Ausbildung zu absolvieren, kann man schon als Wunder werten, wenn das erfolgreich gelingt... Ich ziehe meinen Hut vor diesen Mädels, die das packen!


    Wenn man dann aber erfährt, dass man sich umsonst durch Prüfungen gequält hat - vielleicht viel zu wenig Zeit für das Kind hatte... und dann doch keinen auskömmlichen Job bekommt...


    Was bleibt denn da noch?


    Wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich unter Emanzipation verstehe, dass jede Frau (und natürlich auch jeder Mann!) ihren eigenen Weg für sich finden muss und nicht, dass wir 24 Stunden am Tag alles perfekt abwickeln müssen... Beruf, Kinder, glückliche Beziehung, Haushalt, Zusammenhalt, Netzwerk etc. pp. wird das dann falsch verstanden?


    ... und ich glaube, das haben wir immer noch nicht drauf - wir funktionieren innerhalb der Gesellschaft - wenn aber die Gesellschaft Funktionen nicht anerkennt, wo ist denn da der Lebenssinn - wo die Motivation. Eigentlich bewegen wir uns immer noch wie Steinzeitmenschen... nur mit I-Pod.

    Ach so - du sammelst Stichpunkte - ok...


    - evtl. Flucht in eine wenig stabile Ehe, um eine eigene Wohnung zu erhalten


    .. und - um überhaupt zeitnah selbstständig zu werden - oder gerade eben nicht selbstständig werden zu müssen


    Flucht in die eigene Familiengründung, ohne diese zu dieser Zeit wirklich zu wollen, um der Abhängigkeit des Elternhauses entrinnen aber auch um sich überhaupt selbst verwirklichen zu können (fehlende gesellschaftliche Anerkennung, zu geringes Selbstbewusstsein, Kompensation eines Mangels)


    Zunehmend mentale Verarmung - es wird nur noch für den Beruf notwendiges Wissen erworben und auch das mit immer weniger Motivation - dadurch Einschränkung der eigenen Entwicklung - die fehlende berufliche Perspektive muss betäubt werden über schnelle Beziehungswechsel,Onlinespiele, TV-Konsum, weil kaum andere Kompensationsmöglichkeiten erlernt worden sind (Gespräche, Aushalten können, Tagebuch führen, lesen, sich in der Natur aufhalten, Hilfsbereitschaft etc. pp.)

    Ziemlich rund dein Beitrag, Fragezeichen, was sollte man noch ergänzen?


    Allerdings sehe ich weniger eine Erhöhung der Protest- und/oder Gewaltbereitschaft, sondern eher eine Abstumpfung gepaart mit vermeintlicher Anpassung und einer zunehmenden Unselbstständigkeit, mindestens zeichnet sich das in der BRD ab, weil hier das Familiengefüge eben auch anders, weniger gefestigt ist, als z.B. im südeuropäischen Raum.


    Die sog. U25-Generation erhält kaum noch Ausbildungsplätze, wird in irgendwelchen EQJ-Maßnahmen "zwischengeparkt" oder gleich auf Ein-Euro-Ebene "vermittelt"; haben die Eltern Geld und reißt der Jugendliche nicht quasi über seinen Ausbildungsplatzmangel die ganze Familie in die Bedürftigkeit (auch so etwas gibt es), ist es noch aushaltbar - je nach Toleranz, Verständnis und monitärer Machbarkeit durch die Eltern.


    Der Rest dieser jungen Menschen allerdings darf bis zum 25 Lebensjahr nicht ausziehen; bringt über seine Bedürftigkeit, Eltern und Geschwister in Zwänge - vor allem dann, wenn nach der Ablehnung einer "Maßnahme" oder eines Ein-Euro-Job´s sofort eine 100 % Sanktion des Regelsatzes erfolgt (für 3 Monate) und im Wiederholungsfall innerhalb eines Jahres neben der 100 % Kürzung auch der Mietanteil wegfällt, den die Eltern und Geschwister - in Sippenhaft quasi - schultern müssen. Auch die Weigerung, eine völlig unzureichende und nicht angemessene Eingliederunsvereinbahrung zu unterschreiben, führt zu einer Sanktion.


    Sollten die Eltern ihrerseits ohnehin im Hartz IV-Bezug stehen z.B. als arbeitende, aber nicht ausreichend verdienende Aufstocker, gehört der Jugendliche mit Abschluss der 10 Klasse (kommt auf das Bundesland an) zu den Mitgliedern einer Bedarfsgemeinschaft mit der vollumfänglichen Verpflichtung zur Minimierung der sog. "Hilfebedürftigkeit"; da kommt es zu einigen Merkwürdigkeiten... der Jugendliche fällt z.B. mit dem Beginn der Ausbildung aus der Bedarfsgemeinschaft heraus, dennoch wird sein Einkommen zum Unterhalt der Eltern rechnerisch herangezogen - ausziehen darf der Jugendliche freilich nicht, wenn er sich nicht selbst unterhalten kann... oder aber... die Jugendlichen werden aufgrund des ALG II-Bezuges der Eltern von vornherein nicht von der BA, sondern von der ArGe oder zuständigen optierenden Kommune betreut - es besteht überdies kein Anspruch eine Ausbildung etwa der Arbeit (als Ungelernter) vorzuziehen; die Jugendlichen werden also schnell "fallengelassen". Oft genug zu schnell...


    Bereits im frühen Jugendalter, also vor dem 15.ten Lebensjahr werden die jungen Menschen über Anrechnungsmodalitäte z.B. aus einem Ferienjob konditioniert dahingehend, dass sich Arbeit nicht lohnt; der Freibetrag für U15 liegt derzeit bei 100 Euro monatlich - mit dem Überschuss aus eigener Arbeit muss der Jugendliche seine Bedarfsgemeinschaft "unterstützen".


    Im höher qualifizierten Segment sieht es auch nicht besser aus - Generation Praktikum ist in aller Munde und auch Fakt - bis da jemand nach dem Studium oder zwischendurch in´s "Verdienen" kommt, ist schnell das 30.ste Lebensjahr erreicht - dadurch verschiebt sich natürlich auch die ganze weitere Lebensplanung nach hinten.


    Viele junge Frauen flüchten sich angesichts der Aussichtslosigkeit auf eine Lehrstelle in die Aufgabe als Mutter - quasi die einzige Chance überhaupt ein selbstständiges Leben führen zu dürfen, weil dann vor dem 25. Lebensjahr das Elternhaus verlassen werden kann... die Aussicht etwa gut verheiratet, geborgen eine eigene Familie gründen zu können, schrumpft gen Null - weil durch den ohnehin brüchigen Freundes- und Bekanntenkreis eher Ehen und Verbindungen im eigenen Betroffenheitsrahmen geschlossen werden; diese sind wiederum wenig haltbar, weil junge Männer eigentlich nur allein überhaupt den Hauch einer Chance hätten, der Bedürftigkeitsspirale zu entrinnen - alleinstehend reichen ca. 800 Euro netto um von Hartz IV "wegzukommen" - mit Freundin/Frau und Kind müssen es schon um die 1.500 Euro netto sein - solche Löhne werden in vielen Städten auch in qualifizierten Handwerksberufen kaum noch gezahlt - mindestens nicht in den ersten Berufsjahren bzw. wenn das Unternehmen nicht im Arbeitgeberverband ist.


    Insgesamt zeichnet sich für mich eine Resignation der jungen Leute ab... sie tun gerade noch so viel, dass sie irgendwie durchs Leben kommen, wirken in vielen praktischen Belangen geradezu lebensuntüchtig und perfiderweise ist das auch keine Frage der Schichtzugehörigkeit oder des Bildungsgrades - selbst die Bafög-Foren- und Hilfeportale zeichnen da ein klares Bild - Abitur bestanden - Note gut... aber in Trotzhaltung alles klein schreibend... kaum fehlerfreie Rechtschreibung, nicht in der Lage einfachste Anträge auszufüllen, sich überhaupt für sich selbst stark zu machen... entsozialisierte "Spezialisten", kaum gewillt haltbare Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen - die Abhängigkeit zum Elternhaus für eine Art ewige Bequemlichkeit nutzend... und mit dem Mitleidbonus der "verlorenen Generation" ausgestattet... nur darauf programmiert entweder um jeden Preis Erfolg zu haben, beruflich weiterzukommen - oder aber irgendwie zu überleben. Beide Extreme sind gleichermaßen folgenreich.


    Die Gesellschaft steht quasi daneben und staunt über die Computerspezialisten, kalten Verkaufsprofis oder "Lebenskünstler" - sieht aber das Gefahrenpotential dahinter nicht - oder will es nicht sehen. Das Konfliktpotential spielt sich überwiegend hinter geschlossenen Türen ab, wenn die Eltern-Generation der 80-er Jahre, selbst auch schon "degeneriert" aber noch nicht ganz so unten, gleichsam hilflos nicht weiß, wie sie Fleiß in der Schule - um der Erfolgsaussichten willen überhaupt vermitteln kann, wenn doch die Realität so ganz anders aussieht, fühlen sich in der Elternrolle als Versager, sind aber gleichzeitig dazu verdammt, für das Unvermögen von etwa 30 Jahren Politik monitär aufzukommen, so sie denn können. Die Kraft und Zeit die Jugendlichen auch noch mental zu stärken fehlt angesichts eigener Zwänge, Jobbrüche und Existenzangst.


    Wenn sie nicht oder nicht mehr können, weil sie selbst am Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt sind, leben sie mit einem U25 auf Gedeih und Verderb in viel zu kleinen Wohnungen, haben keine Privatsphäre - ebenso wenig, wie die betroffenen Jugendlichen selbst - es setzt eine nachhaltige, weitere Versingelung ein, weil das Leben an einer ganzen Generation mehr oder weniger vorbeiläuft. Alles Weitere ist dann die Folge unserer allgemeinen Unstetigkeit - uns als sogenannte Flexibilität "verkauft" - wir arbeiten und wir konsumieren, damit wir nicht merken, wie armseelig unsere Lebensmaxime geworden ist - und die Generationen nach uns schauen es sich von uns ab und perfektionieren es...

    Zitat

    Deshalb werde ich Nachfragen/Angriffe/Sonstiges... frühestens nach 24 Stunden beantworten! Wer nicht die Geduld hat solange zu warten und nachzulesen und zu überlegen, der kann mich mal "am Arsch lecken".


    ... also ich muss für das, was ich jetzt schreiben möchte, keine 24 Std. nachdenken... Was möchte ich schreiben?


    Das du einen (aber nicht irgendeinen!) Thread wieder hoch geholt hast, der seit gestern ca. 19 Uhr in der Versenkung verschwunden war (und in dieser Versenkung vermutlich auch geblieben wäre)... und mit deinem Anliegen nichts zu tun hat, oder doch?


    Witzigerweise auch gleich mit der Ankündigung versehen... in 24 Std. für eine erneute Belebung des Unthemas zu sorgen...


    Den Rest meiner Fragen verkneife ich mir.... bin schon ganz gut "konditioniert". 8)

    Klar aus Unternehmersicht war das genau richtig - die konnten über 10 jahre zusätzlich von der Lohnzurückhaltung profitieren.


    :hae:


    Zitat

    Das ist so ziemlich gequirlte Scheisse


    :?:


    Zitat

    (...) , das man die Einkommen so sehr beschnitten hat , dass die Binnennachfrage sinkt ??--


    ?)


    Zitat

    und ist in einen unzutreffenden Zusammenhang gesetzt


    ...


    Zitat

    Widerspruch ? Bin gespannt ...


    Offensichtlich ja - und scheinbar von den "richtigen Postern" [smilie_blume]