Beiträge von Patou

    konnte oder wollte (oder durfte ?) halt
    das "arm im Geiste" oder gar das "armselig", was ihn (und Andere) stört, nicht ganz soo deutlich sagen.
    Im Prinzip hat er vollkommen recht.


    Das ganze Sozialgesetzbuch ist auch bloße Theorie, weil die Leute von allen darin aufgeführten Rechten+Pflichten in der Praxis nämlich NUR Rechte und absolut keinerlei Pflichten haben.


    (Ja, sorry, ich "darf" demnächst ein paar solche Leute mit NUR "Rechten", übersteigerten Ansprüchen - aber keinerlei Pflichten - aus ner Wohnung rausekeln+klagen ...
    Der Staat züchtet sich eine höchst anspruchsvolle "Behinderten"kaste heran, soll der diese Art irgendwo unterbringen,beschäftigen+versorgen.)


    Hallo Noma,


    ... und weil irgendwelche Mieter nicht "funktionieren" (in welchem Sinne auch immer = ? ), überträgst du das auf alle anderen Menschen, die im Bezug irgendwelcher ergänzenden Leistungen stehen?


    Keine Pflichten?


    Das wäre mir neu - aber deine Vorposterin wartet ja nur darauf, dass ich hier das Gegenteil belege... und das geht nun einmal ohne §§ nicht.

    ... Mittelstand


    Da geht doch das Herz auf, gell?


    Zitat

    Hartz-IV-Debatte: Sarrazin legt nach


    Sarrazin, der jetzt aus Frankfurt am Main in seine alte Heimat Berlin gereist war, legte wieder politisches Feuer. Er, der Bedürftigen schon einmal kaltes Duschen und warme Pullover zwecks Senkung der Energiekosten empfohlen hatte, sagte, es gebe keine materielle Armut im Land, vielmehr eine Bildungs-, Bewegungs- und Verhaltensarmut.


    Der Leistungsethiker aus einer Hugenottenfamilie, die sich gesellschaftlich emporgerackert hat, fuhr fort: "Menschen können es vielleicht nicht ändern, dass sie keine Arbeit haben, aber sie können entscheiden, ob sie morgens im Bett liegenbleiben oder aufstehen und ihren Kindern ein Schulbrot machen." Rumms – ein "echter Sarrazin". In Fahrt geraten, knöpfte er sich den Appetit der Sprösslinge aus Hartz-IV-Kreisen auf TV-Berieselung vor. In knapp der Hälfte der Kinderzimmer im sozial schwachen Berliner Bezirk Wedding stünden Fernseher; die Vergleichszahl aus dem bürgerlichen Berlin-Charlottenburg laute: fünf Prozent.


    http://nachrichten.rp-online.d…-Sarrazin-legt-nach/73613


    Mich würde ja interessieren, woher Sarrazin seine Erkenntnisse nimmt - er wird ja wohl kaum Familien zahlreich im Wedding besuchen, zudem noch Kinderzimmerbegehung vollziehen... Letztlich aber, ist das auch völlig egal...


    ... er behauptet... die Presse übernimmt es... die Mittelschichtfamilien lesen es... und glauben es - oder?


    Wenigstens räumt er ein, dass das mit der Arbeit vielleicht doch nicht ganz so sonnig ist... bleibt aber die Behauptung im Raum stehen, dass Hartz IV-Kinder kein Frühstück erhalten... dabei sehe ich allmorgendlich per Pedes auf dem Weg zum Kindergarten vielfach gehetzte Eltern in noblen Autos, die mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind - in einer Straße mit zahlreichen Schulen und Kindergärten, die ihre Kinder einfach so vor dem Haupteingängen der Institutionen rauskegeln... wer da wohl zu wenig Zeit für die Bereitung des Frühstücksbrotes hat?


    Kenne ich sogar aus meiner Schulzeit (30 Jahre her), die Familien mit wenig Geld bereiten Frühstücksbrote - der Rest - die Kinder der Besserverdienenden bekommt Geld mit für den Schulkiosk... für Matschbrötchen (Brötchen mit Schokokuss), Pommes rot/weiß und Capri-Sonne... Neid-Faktor inklusive... Guten Appetit.

    ... und weil mein vorheriger Beitrag sonst zu lang geworden wäre:


    Zitat

    Die Banken haben faule Hypothekenkredite zusammen gepackt und als rentierlich innovative Finanzprodukte weiterverkauft. Und wieder andere haben diese gebündelten faulen Forderungen, von denen sie eigentlich wissen mussten, dass sie ihren Preis nicht wert waren, weiterverkauft. In der Umgangssprache nennt man das Hehlerei.


    Nach Betrug und Hehlerei folgte die Erpressung. Anlässlich der Rettungsaktion der Hypo Real Estate wurde von den Bankern behauptet, dass über 100 Milliarden Euro ungesicherte Verbindlichkeiten überwiegend bei Renten-, Sozialversicherungen und Kirchenkassen lägen.
    Die später im Tagesspiegel veröffentlichte Liste der „Geretteten“ belegte, dass diese Behauptung eine glatte Lüge war.
    In der dramatisch inszenierten Nachtsitzung am 28. September drohte der Deutsche Bank-Chef Ackermann mit dem „Tod des deutschen Bankensystems“ als er und die in Frankfurt versammelten Top-Banker von der Kanzlerin und dem Finanzminister die erste Tranche Staatsgelder und Garantieren abpressten. Danach mussten insgesamt 100 Milliarden an Kapitaleinlagen und Garantien nachgeschossen werden.
    Sich durch Androhung eines empfindlichen Übels zu Lasten eines anderen zu bereichern, das erfüllt den Tatbestand der Erpressung.


    Die Finanzkrise offenbart eine Krise des Strafrechts – Too big to fail, too big for justice


    ... vielleicht liest sich das ja mal jemand durch und hinterfragt das alles... vor allem aber - vielleicht überlegt auch jemand - wie das in Relation zu setzen ist mit Sozialleistungsbetrug, der von 2 % der Bezieher (meistens übrigens unabsichtlich - Jobaufnahme zu spät gemeldet etc.) verursacht wird... und wenn man dann einmal weitergeht und sich überlegt in welchem Verhältnis die Ausgaben für Sozialleistungen zu dem o.a. Belangen steht, müsste sich doch eigentlich etwas regen... Gewissen, Teilnahme, Gerechtigkeitsgefühl, Zusammenhalt?


    ... und um das endlich einmal zu klären - ich möchte von diesem "System" gar keine "Almosen" - die meisten Betroffenen möchten auch keine in sich höheren Sozialleistungen - sondern sie wollen Arbeit, sie wollen Teilhabe, Anerkennung - ein auskömmliches Einkommen - aber.. so lange das eben nicht möglich ist oder von der Politik, den politisch Verantwortlichen (!) nicht möglich gemacht wird, so lange sollten die Sozialleistungen dem Einzelfall angemessen sein - ohne das 2/3 der Bevölkerung sich willfährig aufhetzen lassen... und 1/3 erniedrigt wird. Viele hier scheinen wirklich zu denken, es macht Fun, so zu leben =?


    Es muss doch möglich sein, dahin zu kommen, dass auch einfache Berufe/Dienstleistungen gefragt und auch real unbürokratisch umsetzbar sind, dass gerecht besteuert wird (gerade bei den kleinen und mittelständischen Betrieben und den einfachen Arbeitnehmern (Progressionsvorbehalt, kalte Progression etc. pp). Bin ich wirklich so ein Phantast, wenn ich mir das wünsche? Bin ich ein Sozialist, wenn ich denke, dass Menschen mit größerem Einkommen auch stärker zu belasten sind?


    Nur wie kommen wir dahin, wenn wir uns gegeneinander ausspielen lassen - ja nicht einmal die Perfidität dieser Brot- und Spiele- Mentalität, die man uns als lebenswert verkauft, durchschauen?

    Patou und Kaiserwetter: Dann nennt doch das Kind doch wenigstens beim Namen. Ihr wollt Verstaatlichung und Enteignung! Und wer soll dann alles enteignet werden? Wo wird die Grenze gesetzt? Betrachtet ihr das realitiv wie bei den Armutsdefinitionen oder seit ihr eher für absolute Vermögenswerte, die man dann ggfs. flexibel anpasst.


    Tja. DDR 1.0.


    Totschlagargument... künstliches Angstmachen mit vermeintlichen Sozialismus...


    Und letztlich eine schlichte Denkblockade - da werden Begrifflichkeiten mit rechts/links etc. "gleichgesetzt" und die große Panik bricht aus - das bestimmte Handlungen oder auch Notwendigkeiten nicht immer mit Sozialismus einhergehen müssen, dürfte die schwierigste aller Denkhürden sein - schon klar...


    Kaiserwetter möchte ich an dieser Stelle in Schutz nehmen - ich denke nicht, dass er auch nur annähernd Gedankengänge hegt, wie du sie einfach als vorhanden voraussetzt; was meine Gedanken zum Thema angeht, so sind diese bei Weitem noch nicht ausgereift... aber ich räume durchaus ein, dass ich Potential bei den Bevölkerungsanteil sehe (1% ? ), dass seine Vermögen um 150 Milliarden ( nicht doch mehr ? ) hat vermehren können. Muss ich mich deswegen jetzt in eine dunkle Ecke verziehen und schämen?


    Und ja.. ich denke Versorgungsunternehmen z.B. gehören in staatliche Hand.... wir brauchen weder zig Banken, noch Krankenkassen etc. und noch einmal ja - da ist Einiges an Sparpotential... Aber ich habe auch keine Lust, mich hier wegen meiner Gedanken "zerlegen" zu lassen...


    Lassen wir es einfach, wie es ist - ihr glaubt an eure Wahrheit und ich an meine... und wenn zwischendurch hier einmal jemand in´s Grübeln käme, ohne auf "Hartzies" eintreten zu müssen oder sich an Artikeln zu erfreuen, die dies gleichfalls vortrefflich tun (Zuschauen ist ja auch schön; bleibt das eigene Gewissen wenigstens sauber), dann würde mir das schon völlig ausreichen.


    Liste der "Geretteten": http://www.tagesspiegel.de/wir…ankenkrise;art130,2898376

    Wollen die unteren /mittleren Einkommen ihre Standards aufrechterhalten , können sie ihr evtl. Vermögen nicht vergrössern
    oder müssen sogar ihre Reserven einsetzen.


    Genau!


    ... und damit es nicht bemerkt wird bzw. die Verantwortlichen von sich ablenken können, wird eben medial die Aufmerksamkeit nach unten gerichtet.


    Und nur darum geht es mir - und nicht um irgendwelche Neiddiskussionen (lt. Thodie).


    Ergänzend:


    Zitat

    Vom 9. bis 11. April findet ein von attac organisiertes Bankentribunal in der Volksbühne in Berlin statt. Lesen Sie die zivilgesellschaftliche Anklageschrift[PDF - 2 MB].


    http://www.nachdenkseiten.de/?p=5062


    ergänzend: http://www.attac.de/aktuell/krisen/bankentribunal/

    Zitat

    Das Getöse um die Frage, ob Hartz-IV-Empfänger Sozialschmarotzer sind oder nicht, lenkt davon ab, was am anderen Ende der Gesellschaft passiert. Der durchschnittliche Deutsche hat sein Vermögen zwischen 2002 und 2007 praktisch nicht steigern können, gerade einmal von 15 000 auf 15288 Euro. Anders war dies bei den oberen zehn Prozent mit einem Vermögen von mindestens 222 295 Euro, die um 6,6 Prozent zulegen konnten. Und richtig gewonnen hat in dieser Zeit das eine Prozent an der Spitze, mit Vermögen ab 817 181 Euro netto. Sie haben in fünf Jahren zehn Prozent dazugewonnen. Das heißt, dass dieser sehr kleine Teil der Bevölkerung, der nahezu ein Viertel des gesamten Vermögens in Händen hält, fast 150 Milliarden dazugewonnen hat. Darüber wird nicht geredet; dabei wäre es doch naheliegend zu fragen, ob nicht sie ihren Anteil leisten müssten. Schließlich hat die staatliche Rettung der Banken vor allem ihr Geld gesichert.


    Danach müsste die Masse der Steuerzahler fragen.


    Das zu verhindern ist der Sinn all dieser Äußerungen. Die Mittelschichten sollen glauben, mit denen oben in einem Boot zu sitzen. Sloterdijk weitete seinen Begriff der Leistungsträger von Interview zu Interview mehr aus, selbst Westerwelle spricht inzwischen von der Krankenschwester, die man in Schutz nehmen müsse gegen die Hartz-IV-Empfänger, die von ihren Steuern lebten. Es gibt einen massiven Versuch, die Fronten so zu ziehen. Und er scheint zu funktionieren


    Quelle und vollständiger Artikel: http://www.tagesspiegel.de/pol…o-Sarrazin;art771,3076083

    fragezeichen,


    ich bedaure es auch, dass du weg bist


    Schließe mich an - wie hier:



    Um Fragezeichen finde ich es schade - wenn man politische Vorurteile - von denen man nicht einmal weiß, ob sie überhaupt zutreffen (!) einfach einmal ausblendet, bleiben viele gute Postings von ihr, die es künftig nicht mehr geben wird.


    Deutschland's missbrauchte Kinder , brechen ihr schweigen , immer mehr heutige Erwachsene prangern an .


    bereits geschrieben.


    Zur Stromlinienförmigkeit liegt mir etwas auf der Zunge - aber das schlucke ich besser runter, weil eine andere Handlungsweise eben dieser doch geforderten und gleichzeitig verleugneten Stromlinienförmigkeit zuwider liefe.


    Übrigens finde ich es auch merkwürdig, wenn ein User um Löschung bittet, gelöscht wird, sich dann anders entschließt, sich erneut anmeldet, dann ohne Verzug erneut gelöscht wird... also behandelt wird... wie jemand, der eben nicht von sich aus gegangen ist, sondern rausgeschmissen wurde und hier nicht willkommen ist.


    Darf ich das schreiben?

    Frauen sind Wähler


    Männer doch auch....


    Vielleicht einigen wir uns einfach darauf, dass weder Männer noch Frauen wirklich gefragt werden, was wann wie zweckdienlich oder... auf der anderen Seite völlig kontraproduktiv ist... und dies völlig unabhängig vom jeweiligen Thema.


    ... oder anders ausgedrückt - etwas provokant: wir alle sind im Grunde "Wahlvieh"

    Ja keine Sorge, eine Mütterquote findet keine Emanzenlobby, wirds nie geben.


    :?:


    Ansonsten... die Mehrzahl der Frauen, die wirklich Karriere machen wollen - mit eisernem Willen... wird bewusst auf Familie verzichten. Ob das am Ende dann die richtige Lebensentscheidung war - ob es sich gelohnt hat, das steht auf einem anderen Papier.

    Von meinem Gefühl her lösen Quotenregelungen das glatte Gegenteil aus; ich würde mir jedenfalls als Unternehmerin nicht vorschreiben lassen wollen, ob ich einen Mann oder eine Frau befördere... ich würde nach der Qualifikation urteilen und entscheiden - in dem Moment, in dem ich mich einer Quote unterordnen müsste, würde ich womöglich intuitiv/unbewusst gegen die Frau entscheiden, auch wenn sie die bessere Wahl für eine Position wäre...

    Zitat

    Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten machen in neuerer Zeit immer wieder darauf aufmerksam, dass sie vor der Gefahr einer Inflation gewarnt werden. (...)
    Vorweg noch eine Anmerkung zur Sache: Wir stehen sehr viel näher vor einer heftigen Deflation als vor einer Inflation. Überall gibt es unterausgenutzte Kapazitäten an Maschinen und Anlagen und hohe Arbeitslosigkeit. Auch die Preisentwicklung zeigt keine Anzeichen für eine inflationäre Entwicklung, die vorhandene Nachfrage sowieso nicht.


    Quelle und vollständiger Artikel: http://www.nachdenkseiten.de/?p=5009

    schwangerschaftsabsicherung


    Sollte kaum noch ein Faktor sein - Dank Umlageverfahren U2:


    http://www.dak.de/content/dakprfirmenservice/u2.html


    http://de.wikipedia.org/wiki/Umlage_U2


    Zitat

    Das Umlageverfahren (U1) kann man sich wie eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung vorstellen. Der Arbeitgeber versichert sich gegen die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Er zahlt einen bestimmten individuellen Beitragssatz und bekommt einen bestimmten Prozentsatz (aber nie 100%) von der Lohnfortzahlung, die im Krankheitsfall geleistet wurde, wieder.


    Das Umlageverfahren (U2) kann man sich wie eine Kaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung vorstellen. Der Arbeitgeber versichert sich gegen die Arbeitgeberaufwendungen für Mutterschaftsleistungen. Er zahlt einen bestimmten individuellen Beitragssatz und bekommt generell 100% der geleisteten Aufwendungen wieder.


    http://www.lohn-info.de/umlageverfahren.html


    und danach?


    Mütter in der Elternzeit - vor oder kurz nach Wiedereintritt in das Unternehmen, können die Betriebe auch gut loswerden:


    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/072/1607280.pdf


    ... und bei befristeten Verträgen läuft der Arbeitsvertrag so oder so zeitgerecht aus.

    "Jugendarbeitslosigkeit - oder warum es vielleicht gut ist, daß die Herrschaft des Westens zu Ende geht"


    ... ist kein Thema zu dem ich nennenswert etwas hätte schreiben können; überlege noch, ob ich meine, nun nach der Titeländerung, unpassenden Postings lösche... mir fehlt das Wissen um die Politik für Jugendliche im asiatischen Raum... ich weiß nur, dass z.B. in China immer noch zahlreiche Mädchen sterben müssen, damit die "wertvolleren" Jungen überhaupt geboren werden dürfen und ich könnte mir auch vorstellen, dass die Chinesen für ihre Politik irgendwann einen Preis zahlen müssen.


    mox - wir können uns gern unterhalten, wenn du den Unterschied zwischen Sozialhilfe und ALG II nachvollziehen möchtest - aber ich darf dir verraten, dass ich weder jung bin, noch verbittert und auch keine Sozialhilfe beziehe... ich könnte aber junge Frauen wie auch Männer verstehen, die vor dem System schon nackt stehend, von diesem gleichsam aussortiert - an irgendeinem Punkt sich selbst aufgeben... natürlich gehört die Manager-Gattin mit 1800 Euro "Sozialhilfe" - Tschuldigung "Elterngeld" nicht dazu...

    Zitat

    Das ist auch daran zu erkennen, dass junge Frauen zum Zeitpunkt, wo sie Kinder kriegen, noch nie signifikant gearbeitet haben (Beweis: Elterngeldstatistik: deutlich mehr als 50% kriegen Mindestsatz).


    Du hast recht. Eine Frau die mit 23 ihr erstes Kind hat, sollte bis dahin locker soviel verdient haben, dass sie mehr als den Mindestsatz Elterngeld bekommt.


    Wahnsinn, was hier für ein Halbwissen verbreitet wird 8|


    In welchem Altersrahmen der Kinder (!) beziehen Mütter/Väter/Eltern sog. Elterngeld?


    = Monat 1 - 14 (weit vor der möglichen Fremdunterbringungsphase!)


    Wann darf Mama ihren Arbeitslosengeld I-Anspruch geltend machen?


    = bei gesicherter Tagesunterbringung für die Kinder


    Wenn Mama keinen Kinder- oder Krippenplatz hat, bekommt sie dann Arbeitslosengeld I?


    NEIN! Ebenso hat sie sich während Ferienzeiten (die gibt es auch in Kitas und nicht alle bieten Ferienbetreuung an!) bei der zuständigen Arbeitsagentur zu melden, weil sie in dieser Zeit keinen Anspruch auf ALG I hat...


    Wovon leben alleinerziehende Mütter, wenn Papa die Familie verlassen hat, wenn das Kind U4 ist?



    = Meistens nicht vom Elterngeld, denn sobald ihr Einkommen nicht auskömmlich ist (kein ALG I, zu wenig Unterhalt, nur Kindesunterhalt nach Düdo-Tabelle.).. wird sie zusammen mit dem Kind ALG II beziehen müssen - und wenn sie ALG II bezieht, wird alles von ihrem Elterngeld, was 300/150 Euro (je nach Regelungsdauer/Vätermonate etc.) übersteigt auf ALG II angerechnet (übrigens auch der volle Unterhalt und das Kindergeld - auch wenn immer wieder gern anderes behauptet wird); sie wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit den Mindestsatz Eltergeld erhalten...


    Wie hoch ist überhaupt der Höchstsatz Elterngeld?


    = 1800 Euro (Kappungsgrenze) ansonsten 67 % vom letzten Nettoeinkommen (Berechnungsgrundlage die letzten 12 Monate = also dann, wenn die Mama wegen irgendwelcher Vorschriften weniger arbeiten darf und auch Zulagen etc. wegfallen), die Betonung liegt hier auf Nettogehalt... wenn also Mama und Papa nicht verheiratet waren, wird Mama in der Schwangerschaft unter Steuerklasse 1 fallen... hat also weniger Netto...


    Aha... und wieviel Elterngeld muss Mama nun erhalten, um dem Steuerzahler nicht zur Last zu fallen?


    Falsche Fragestellung - weil Elterngeld natürlich den Steuerzahler belastet - auch der Höchstsatz, der gezahlt wird, obwohl Papa weiterhin als Arzt, Manager etc. arbeitet, während Mama mit 1800 Euro zusätzlich pausiert...


    Aber... wenn sie keinen akademischen Grad hat und ihr Verdienst somit deutlich unter 2.700 Euro netto lag... und wenn Papa keinen Unterhalt für das Kind zahlt... dann sollte sie innerhalb der Schwangerschaft zwischen 1.300 und 1500 Euro netto verdient haben, sonst wird sie vom Elterngeld allein mit Kind nicht leben können...


    Und was passiert, wenn sie vom Elterngeld allein nicht leben kann?


    = dann erhält sie den Mindestsatz Elterngeld und aufstockend Leistungen aus dem SGB II - oder wie das hier gern umschrieben wird... sie ist dann Hartzerin!


    Och menno, das ist aber eine ungerechte Regelung, da zahlen wir ja für Akademiker-Eltern viel mehr?


    = ja, genauso läuft das... übrigens auch dann, wenn Mama vom gutverdienenden Papa Unterhalt für sich und das Kind in ausreichendem Maße erhält; sich eine Kinderfrau leistet und darüberhinaus 30 Std. wöchentlich arbeiten ginge (was sie dann ja frühzeitig wieder könnte)... nur die Etikettierung ist eine andere... das Geld kommt aber aus dem gleichen Topf.


    Und was ist, wenn Mama nach der Elternzeit keinen Kindergartenplatz erhält und kein Geld für eine Tagesmutter da ist?


    Tja - in Städten mit sog. 4. Quartalsregelung (Kind zu Beginn des Kindergartenjahres noch keine 3 Jahre alt!) kann das geschehen - einen gesicherten Rechtsanspruch auf zumeist 4 Std. Kindertagesbetreuung gibt es erst mit dem vollendeten 3. Lebensjahr des Kindes - und erst dann kann man die Kommune auch verklagen (theoretisch) und bekommt, wenn man das macht - ganz am anderen Ende der Stadt auch den Kindergartenplatz.... Alle anderen Mütter verlieren übrigens ihren ALG I-Anspruch - für den sie vor und während der Schwangerschaft gearbeitet haben und bleiben durchgehend auf Hartz IV.


    Och, das ist aber ungünstig für die Mama, das wusste ich ja gar nicht?


    Ist es... unsere letzte Familienministerin wollte aber für 1/3 aller unter 3-jährigen Kinder ausreichend Tagesbetreuung schaffen bis 2013 - unklar ist allerdings noch, ob man es mit einem einklagbaren Rechtsanspruch verknüpfen möchte; spielt aber auch keine tragende Rolle, weil die anderen 2/3 dann nach wie vor keine Kindertagesbetreuung nutzen können - demzufolge können die Frauen auch nicht arbeiten.


    Wieviel ALG I erhält Mama denn, wenn sie einen 4-Std.-Platz Kindertagesbetreuung nachweisen kann?


    Dann steht sie dem Arbeitsmarkt - je nach Verbringungszeiten des Kindes - für 3-4 Std. täglich zur Verfügung, erhält also die Hälfte von 67 % ihres letzten Gehaltes; das wird dann auch für ehedem gut verdienende Frauen finanziell sehr eng - die meisten sind dann sog. Aufstocker, weil das erarbeitete ALG I nicht bedarfsdeckend ist.... und in den Ferienzeiten muss sie bei je zwei Behörden (AA und ArGe) ensprechende Änderungsanträge stellen und zwar je 2x - einmal zu Beginn der Ferien und einmal zum Ende... Erfahrungsgemäß kommt es häufig zu Kuddel-Muddel, verspätet einsetzenden Leistungen/Ergänzungsleistungen.


    Nun ja... aber Mama hat ja 300 oder 150 Euro Mindestsatz Elterngeld ohne Anrechnung - sie könnte ja sparen?


    Nicht wirklich - erstens darf sie während des ALG II-Bezuges kein Vermögen bilden und demzufolge lediglich 750 Euro max. sparen und zum anderen ist der Sozialgeldsatz für das Kind (derzeit 215 Euro unter Anrechnung von Unterhalt und Kindergeld) etwas sehr knapp bemessen, weil in dieser Phase viele Ausgaben anfallen (Windeln, Energiekosten, Kleidung durch das Wachstum, Hochstuhl, Buggy usw. usf.)

    Patou, Dir sollte man echt mal die Buchstaben rationieren


    Wird schon noch passieren - du arbeitest ja eifrig daran - irgendwann wird dich schon ein Moderator erhören! Wäre ja auch schlimm, wenn du dir die Knie so aufscheuerst...


    Den Thread von Fragezeichen hat es ja nun völlig zerlegt - ich für meinen Teil bitte um Entschuldigung und hoffe, Fragezeichen hegt ein gewisses Verständnis.

    Ich sehe das alles immer noch als Versuch der feindlichen Übernahme des GS-Forums. Und gegen den wehre ich mich nun mal. Punkt.


    Ach ja stimmt... das hatte ich ganz in meiner eben geposteten Auflistung vergessen - so was Dummes aber auch.


    @G.O.


    ... ich bitte die Einlassung von Milly noch zu ergänzen - auch wenn dieser Vorwurf der abstruseste von allen ist... und natürlich (Unschuldsvermutung gilt nur für andere!) ebenfalls nie begründet wird.

    Und genau an dem Punkt werden von den linken Kreisen immer die Nebelkerzen gezündet.


    Was ist das für eine Aussage?


    immer?


    Zutreffend - oder nur Behauptung


    Wenn zutreffend - Warum?


    Was sind Nebelkerzen?


    Müssen "Nebelkerzen" negativ sein - oder werden sie nur als solche hingestellt?


    Das sind fiktive Fragen, die sich jeder stellen sollte, wenn er mit solchen Aussagen konfrontiert wird.


    Zitat

    haben wir fundamentale Gegensätze in der Bewertung der Situation.


    war die Aussage von Opus... schreibt er warum? Nein... Schreibt er wie er die Situation bewertet? Ebenfalls nein.


    Aber er erhält Bestätigung von Milly und Jeronimus - die ebenfalls nicht begründen, warum...