Charles Munger ist Partner von Warren Buffett und wohl ein ziemlich cleveres Kerlchen, weshalb Buffett so grosse stücke auf ihn häl
Er hat auf viele Vorträgen empfohlen, multiple "mentale Modelle " für Analysen einzusetzen, die aus allen möglichen Bereichen kommen : MAthe, Physik, Chemie, Biologie, auch Ökonomie und Psychologie. Bei letzterer bemängelt er, dass sie einerseits sehr wichtig ist bei Handels-Entscheidungen aber die wissenschaftliche Psychologie soviele blinde Flecken habe.
JEdenfalls gibt es wohl kein Buch von charles munger aber eines das über seine Ideen geschrieben wurde: "from Darwin to Munger" Peter Bevelin, musste ich mir umständlich aus USA schicken lassen, amazon usa hatdas nicht...
Deshalb hier mein Exzerpt, hatte mir erst überlegt, einen Bücher-thread zu beginnen, aber Weisheiten für die Börse sind ja auch nicht schlecht.
Das Buch geht am Anfang auf die biologischen Gründe ein, warum wir ticken wie wir ticken, das habe ich sehr gerafft als mir das durch meine Ausbildung klar ist. Wichtig sind die 28 Psychologischen Gründe, warum wir uns manchmal/oft fehlentscheiden.
Und jetzt gehts los:
[i]IWas wir fühlen und denken hängt von unseren Neuronen ab
Gene kontrollieren unsere HirnChemie, aber die Umwelt entscheidet darüber,welche Gene an oder abgeschaltet werden.
Neuronale Verschaltungen werden durch das Leben geformt
Die Evolution hat die Verbindungen selektiert, die für Gesundheit und Reproduktion (der Jäger und Sammler) wichtig waren
Das Verhalten hat sich auch für Überleben und Reproduktion angepasst:
Das Individuum kommt zuerst,
ï® aber oft ist Kooperation in unserem besten Interesse
Menschen tendieren dazu sich zu fürchten (rechtzeitige Flucht ermöglich überleben)
Menschen suchen Erklärungen
Machen schnelle Beurteilungen
Männer und Frauen haben unterschiedliche Prioritäten
Der Mensch als soziales Tier:
Die Meinung anderer ist wichtig
Wir verhalten uns öffentlich anders als anonym
Aus vielen Gründen (s.u.) verhalten wir uns oft nicht in unserem besten Eigeninteresse (obwohl wir das wollen).
die psychologischen Gründe für Fehlentscheidungen/BIAS (Anmerkungen; das im Original verwendete Wort BIAS hab ich mal so mal so übersetzt, wie es meiner Meinung nach passte):
1. Voreingenommenheit durch Assoziation (zeitlich, räumlich) durch automatische (unbewusste) Verbindung von Stimulus mit Freude/Schmerz. Inkl. Syndrom des „Überbringer schlechter Nachrichten“ (Boten vermeiden schlechte Nachrichten, da sie wissen, deswegen nicht gemocht zu werden etc.)
2. Unterschätzen von Anreizen durch Belohnung/Bestrafung. Menschen passen ihr Verhalten auf Belohnung/Bestrafung hin an
3. Die eigenen Voreingenommenheit unterschätzen, die durch eigene Vorteile/Eigeninteressen entstehen (z.B. eigener Bonus)
4. zu positive Voreingenommenheit der eigenen Fähigkeiten/Zukunft. Inklusive Über-Optimismus
5. Selbsttäuschung und Selbstbetrug – Die Wirklichkeit wird verdreht um Schmerz zu vermeiden/Freude zu vergrössern
6. Tendenz, mit sich selbst und früheren Entscheidungen/Verhaltensweisen konsistent zu sein – selbst wenn dieses konsistente Verhalten uns selbst schadet. Enthält auch BestätigungsBiasVoururteil, durch den man vor allem Informationen verarbeitet, die einen bestätigen
7. DeprivationsSndrom: Menschen reagieren übermässig/unverhältnismäßig, wenn ihnen etwas, das sie mögen und besitzen oder beinahe besitzen m weggenommen wird oder ein Verlust droht. Enthält die Tatsache, dass wir das mehr schätzen, was knapp ist oder ausserhalb unserer Reichweite liegt
8. Status Quo Neigung und „Tu-nichts-Snydrom“: oftmals gehen Menschen den leichten Weg, alles beim alten zu lassen
9. Ungeduld: wenn die Gegenwart gegenüber der Zukunft bevorzugt wird
10. Voreingenommenheit durch Neid und Übelnehmen
11. Verzerrung durch Kontrastierende Vergleiche: etwas wird relativ zu anderem gemessen was zeitlich oder räumlich wahrgenommen wurde, anstelle es für sich zu betrachten (und mit objektiveren Kriterien)
12. Ankern: manch Fakten verankern sich so tief, dass sie andere Fakten als Referenzpunkt beeinflussen beeinflussen (z.b. zuletzt gehörte Zahlen beeinflussen unser Empfinden, ob eine daraufhin präsentierte Zahl gross oder klein ist)
13. zu grosse Beeinflussung durch kurz zuvor präsentierte Fakten oder besonders dramatische Fakten
14. Blinde Flecken und Blindheit für Abstraktes – wenn man vor allem auf die Stimuli achtet, die einem präsentiert werden (und nicht bemerkt, was alles an Info fehlt) und wenn dem konkreten Beispiel mehr Gewicht zugemessen wird als abstrakten Gedanken/Statistiken
15. Tendenz zur „Reziprokation“: Menschen zahlen gerne in gleicher Münze zurück (Gefallen gegen Gefallen (Werbegeschenke nutzen das) oder Angriff mit Angriff. Verhindert darüber nachzudenken,was man eigentlich tun will
16. Beeinflussung durch die Tendenz, Informationen von Leuten die wir mögen positiver aufzunehmen als von Menschen, die wir nicht mögen - wo doch der Übermittler und die Info erstmal unabhängig voneinander zu prüfen sind. Hierzu gehört auch Infos von Leuten, die wir nicht mögen, eher zu verwerfen. Auch Gruppendynamik zählt hierzu (um sozial nicht aus der Rolle zu fallen, schweigt man bei Fehlern die man sieht, die aber auch kein anderer bemängelt)
17. Voreingenommenheit durch die Tatsache, dass etwas sozial akzeptiert ist. Kann bis zum Wahnsinn einer Menschenmenge gehen oder Mob
18. Voreingenommenheit wegen Autoritätsgläubigkeit
19. Rationalisieren – Erklärungen werden konstruiert, die das Resultat erklären. Hierzu gehört auch das Problem, zu schnell zu Erklärungen zu kommen (bevor alles duchdacht ist/alle Fakten gesammelt sind) . Auch der Bias der entsteht, dass man frühere Ergebnisse als besser vorhersehbar definiert als sie zum Zeitpunkt eigentlich gewesen sind
20. Begründungsgläubigkeit: Oft werden Behauptungen nur deshalb geglaubt, weil sie (überhaupt) begründet sind, egal wie haltlos/irrelevant die Begründungen sind. Häufig wird unterschätzt, wie sehr Menschen durch „Gründe“ beeinflussbar sind.
21. Die Tendenz des Menschen, erst zu glauben und später zu zweifeln, insbesondere wenn man abgelenkt ist
22. Gedächtnis-Limits. Wir erinnern falsch und lückenhaft, und sind beeinflussbar (suggestibel)
23. „Tu-Was-Syndrom“: - wenn man ohne plausiblen Grund handelt (obwohl abwarten vielleicht besser wäre)
24. Verwirrung durch das „Sag Was Syndrom“. Wenn man das Gefühl hat, etwas sagen zu müssen – aber nichts zu sagen hat.
25. Emotionale Beeinflussung. Wenn unter großen Emotionen voreilige Urteile gefällt werden.
26. Verwirrung durch Stress
27. Verwirrung durch Schmerz (physisch oder psychologisch) durch Medikamente, Drogen, Krankheiten
28. Beeinflussung durch Kombinationen der bisher genannten Beeinflussungen.
Kontextuelle Beeinflussung
Wir überschätzen persönliche Faktoren und unterschätzen situationale Faktoren (GruppenDruck,Systemfehler) und beklagen uns deshalb manchmal über Leute die nur Pech hatten oder preisen Leute, die Glück hatten. Wenn man gute Leute in schlechte Situationen steckt ändert sich ihr Verhalten. Anonymität verstärkt Destruktivität. Je weniger wir von einer Sache verstehen, umso mehr werden wir durch deren Präsentation beeinflusst
Wir sehen was wir zu sehen erwarten und sehen oft nicht, was wir nicht zu sehen erwarten.
„Das Leben ist eine Pokerrunde, wo man auch manchmal ein vielgeliebtes Blatt aufgeben muss“
Man muss lernen, Fehler zu korrigieren und Fakten anzuerkennen, die die bisherigen Annahmen zertrümmern
Zwei-Schritt-Analyse: 1. was sind die echten Interessen bei der Entscheidung, rational erfasst 2. welche unbewussten Einflussgfaktoren gibt es noch, die die Entscheidung beinflussen (wollen)
Nimm alle GrundPrinzipien der Psychologie und benutze sie als checkliste um alle möglichen Resultate einer Entscheidung zu testen(Überprüfen (rewiew)
3. Teil
Physik und Mathematik der Fehlentscheidungen
1. Systemdenken
a. - Fehler entstehen wenn man vergisst zu bedenken dass:
- Aktionen ziehen gewünschte und unerwünschte Folgen nach sich ziehen
- Das ganze System bedacht werden muss, mit allen Aktionen und
Reaktionen,deren Verbindungen und Auswirkungen auf de Ergebnisse
- die Reaktionen der anderen wichtig sind, Die besten Ergebnisse hängen
manchmal von Dritten ab
- eine gewonnene Auktion nur heisst, zuviel bezahlt zu haben
- die Wahrscheinlichkeit, dass eigene Vorhersagen eintreffen oft überschätzt werden oder man nutzt „Unwissenbares“ für seine Vorhersagen
2. Skala und Grenzen
Grössenänderungen beeinflussen Form, Funktion und Verhalten (Bsp Volumen/Gewicht bei Grössenwachstum und die resultierenden unterschiedlichen Auswirkungen der Schwerkraft. In der Wirtschaft Monopole , Kostenreduktionen, Wasserköpfe)
Es gibt Sollbruchstellen, Limits und Grenzwerte
Das schwächste Glied bestimmt die Stärke des Systems
3. Ursachen
Wenn man nicht die eigentlich Ursachen versteht
Wenn man denkt, dass Ursache und Effekt sich gleich verhalten: ein grosser Effekt muss nicht immer eine grosse Ursache haben
Wenn man den Zufall von Ergebnissen unterschätzt
Wenn man die Wirkung für die Ursache hält. Verschiedene Auswirkungen haben oft eine gemeinsame Ursache.
Wenn ein Effekt nur einer Ursache zugeordnet wird
Wenn eine Korrelation zu einer Ursache-Wirkungskette fehlinterpetiert wird.
Wenn man keine alternativen Erklärungen für einen Effekt in Betracht zieht
…steigt die Zahl der Fehleinschätzungen
....den Rest des Buches stelle ich ein, wenn ich ihn erneut gelesen habe um es zu exzerpieren...
Gruss
Goofy