Beiträge von Reinhard_Köln

    Hallo elpollo,
    alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. Ohne Zweifel hat deine Münze die Erhaltung "schön", wer die neueste money-trend zur Hand hat möge deren Bewertung dort nachsehen. Auf der Titelseite das Hauptthema und zwar das Gold des Kaiserreiches wieder gefragt ist. Im Bewertungsteil werden dann tatsächliche Verkaufskurse aus deren Datenbank aufgeführt, bitte nachsehen.
    Über die Gründe warum es so ist, lässt sich streiten. Meiner Meinung ist es eine Mischung aus folgendem:
    - Etwa 300 bis 350 Euro pro Goldmünze respektive 20 Markstück können die meisten hinlegen, dies war vor Jahren auch der Preis einer Goldunze. Die Einkommen haben in den vergangenen Jahren nicht so zugenommen, die Neben- und Lebenshaltungskosten aber schon. Insofern ist frei verfügbares Geld knapp.
    - Die 10 Markstücke z.B. von Bayern und Württemberg sind in den letzten Jahren kaum gestiegen, zumindest im Vergleich zu den 20 Markstücken. Dies deute ich so, daß eher Gold als Sammerstücke gefragt sind.
    - Geschichtsmorhologisch zeigt sich das die Deutschen mit einem System sehr lange Geduld haben. Aber wenn es dann bricht, das richtig und sehr schnell. Vom Matrosenaufstand 1918 bis hin zu Leipzig 1989. Auch jetzt stehen wir wieder vor einem Epochenwechsel, auch wenn in den Massenmedien Randthemen hochgespielt werden. Und dann gibt es eine Rückbesinnung auf wirkliche Werte. Und so ein 20 MarkStück hat noch nie seinen Wert verloren. Zugegeben in den vergangenen Jahrzehnten schwankte es im Wert, aber es wurde nie wertlos. Zum Vergleich möge man einen Geldschein vom Kaiserreich, der Weimarer Republik oder der DDR in die Hand nehmen. Die bekommt man heute für Kleinstbeträge bei e****. Und mit den Eurobanknoten wird es auf lange Sicht genauso sein!
    Freundliche Grüße
    Reinhard

    Kopfschüttel, Kopfschüttel...


    Die Münzen des Kaiserreiches waren noch echte Umlaufmünzen, entsprechend haben die zum Teil auch ordentlich Kratzer. Wir haben es hier nicht mit hochsterilen (Farb-) münzen von den Jungferninseln und Co zu tun, die in noch nie "ihrem Heimatland" waren und dort als Zahlungsmittel völlig unbekannt sind. Dafür aber die Geldbeutel von Prägestätten in der Schweiz und deren Vertriebsorganisation füllen.
    Wenn Du original Sachsen-Meiningen in dieser Erhaltung hast, dann zahle ich gerne deutlich mehr als den Goldpreis :)

    Lieber Kroesus,


    bereits ab 1890 warnte Georg von Sachsen-Meiningen vor dem kommenden "großen Krieg" und das Deutschland dabei maximal den status-quo halten könne. Rein formal, aber nur rein formal, war das Deutsche Kaiserreich ein Bundesstaat von gleichberechtigten Fürstentümern bzw. freien Städten. Tatsächlich war es Willy II aber völlig egal, was ein Fürst in Meiningen von sich gab. Und zügig das Flottenwettrüsten mit England forcierte, was zu einer immer weiteren Verschuldung und Inflation führte.


    Der Goldbestand der Reichsbank betrug 1890 513,6 Millionen Mark, 1900 570,7 Millionen Mark, 1910 777,8 Millionen Mark, 1913 1067,6 Millionen Mark und am 31.Juli 1914 1253,2 Millionen Mark. Zusätzlich standen bei Kriegsausbruch die im Juliusturm eingelagerten 120 Millionen Mark in Gold zur Verfügung. Im Juli 1913 wurden zusätzliche 120 Millionen in Papierscheinen ausgegeben und 85 Millionen in Gold eingezogen, diese Münzen wurde als Goldreserve des Reiches zurückgelegt. Die zusätzlichen 35 Millionen Mark, also eine Erhöhung der Geldmenge, verstärkten die Inflation. Es war damals selbstverständlich, dass Warenlieferung im Kriegsfall aus dem neutralen Ausland mit Gold bezahlt werden mussten. Und insofern kann man das deutliche Aufstocken der Goldreserven als Kriegsvorbereitungen deuten. Zudem gibt es Aussagen, daß ein Teil der Goldreserven der Reichsbank absichtlich in britischen Sovereigns gehalten wurde. Das britische Pfund, die damalige Weltleitwährung, sollte ermöglichen in neutralen Ländern unauffällig zu bezahlen.


    Spätestens seit der Marokkokrise von 1911 zeichnete sich auch in Öffentlichkeit der kommende Krieg ab. In weiss von Leuten im Böhmerwald, die im Frühjahr 1914 sagten: Dies Jahr geht es los! Ob dies auch den Reichsbänkern klar war, was Landwirt Sepp schon lange wusste kann ich Dir nicht beantworten.


    Freundliche Grüße
    Reinhard

    Die Münze ist echt, allerdings hat sie nur den Erhaltungsgrad "schön" (abgenutztes Wappenschild etc.). Dies ist halt eine typische Umlaufmünze zu Beginn des Kaiserreiches, welche durchaus mal runterfallen darf ohne einen Wertverlust zu erleidigen. Typisch ist auch die Rändelung, tief eingestanzt und in einer Höhe. Bei Fälschungen ist die Randschrift häufig flach, teilweise tanzen die Buchstaben auch (manuell in unterschiedlicher Höhe geändelt, statt maschinell).


    Generell sollte zu denken geben, daß zu Beginn des Kaiserreiches sehr viele Goldmünzen umliefen. Und dann nach und nach durch Papiergeld ersetzt wurden. Nur so konnte die damals immer größere Staatsverschuldung u.a. wegen der Aufrüstung finanziert werden.
    Das Gold wurde dann vom Staat bzw. der Zentralbank für den bevorstehenden Krieg gehortet.

    "Ist die deutsche Melkkuh platt und gibt keine Milch mehr, wird man sie schlachten! Es glaubt doch wohl keiner hier in der Runde ernsthaft, dass wir von irgendwoher Hilfe erwarten koennen.... "


    Doch werden wir. Das war 1945 schon so, da war Äthiopien das erste Land das Deutschland holf (mit Decken und Kaffee). Dann einmal wird es Brasilien sein...

    China war bis vor 5 Jahren Silberexporteur, heute ist China der größte Importeur von Silber. Die haben halt aus der Krise von 2008/2009 dazugelernt. Strategische Reserven anlegen und das Volk zum sparen in Gold und Silber animieren. Wer mal mit China Geschäfte gemacht hat, wird wissen, daß die Zeit wo Dollars willkommen waren schon lange zurück liegt.


    "Im Artikel steht, daß der Autohersteller soviel Silber kauft wie er nur kriegen kann. Mit Verlaub, das ist lächerlich."


    Hatten wir aber schon mal! Gegen Ende des 2. Weltkrieges hatte ein großer Autohersteller soviel Metalle gekauft wie möglich und heimlich gehortet. Für die Zeit "danach" und somit stand dieser dann beim Neustart deshalb wieder halbwegs gut da...

    Silber ist hochinteresant für die Batterietechnik, wenn man einige Probleme in den Griff bekommt.
    Das Stichwort hier lautet "Leistungsgewicht". Das spielt beim Auto als auch in der Luftfahrt eine große Rolle.
    Dazu kommt die Fähigkeit von Silber-Akkumulatoren, sehr hohe Leistungen freizusetzen.
    Boeing hatte aus Gewichtsgründen beim 787 Lithium-Ionen-Akkus gewählt und damit verloren.
    Silber-Zink-Akkus sind jedoch, obwohl teuer, leichter und so bewährt, dass sie seit Jahrzehnten bei Raumfahrt-Missionen erste (wahrscheinlich einzige) Wahl sind.


    Silberoxidbatterien (enthalten rund 30 Prozent Silber) sind bei Torpedos und Marschflugkörpern wegen der kurzfristig notwendigen hohen Leistungsfreisetzung alternativlos. Ebenso bei Drohnen :-), hier allerdings als Silber-Zink Akkus.

    Wer sich mal genauer mit dem "flash crash" vom 6.Mai 2010 beschäftigt hat, wird schnell merken, daß dies kein Zufall war. Eher eine Aufwärmung für etwas Größeres... Und wenn es dann soweit ist, dann werden fast alle überrumpelt dastehen und einige sogar in Panik ausbrechen. Und dann wird es zu spät sein, relativ günstig Gold, Silber und Lebensmittel zu kaufen (wie jetzt möglich). Ich gehe sogar so weit zu sagen, daß der von den Medien veranstallte Hype um den zu Ende gehenden Maya-Kalender völlige Absicht war, um jegliche Prophezeiung und Vorhersagen zu diskreditieren.