In den Kommentaren melden sich immer wieder Fachkräfte vom Facharbeiter bis zum Akademiker zu Wort, welche von Arbeitslosigkeit, Schikanen, irrsinnigen Forderungen der AG und niedriger Bezahlung sprechen.
Es gibt keinen Mangel an Fachkräften in Deutschland, es gibt einen Mangel an Fachkräften, die für Hungerlöhne und unter Sklavenbedingungen arbeiten wollen und KÖNNEN!
Warum wohl gehen so viele Deutsche in die Schweiz oder nach Skandinavien? WARUM???
Absolut richtig. Diese Entwicklung ist seit den 90er Jahren zu beobachten und ist für mich ein klares Indiz dafür, dass die BRD als Absatzmarkt von der Industrie längst abgeschrieben ist.
Es geht nur noch darum Produkte, die NOCH nicht in Schwellenländern hergestellt werden können bzw. bei denen "made in Germany" zum Marketing gehört, möglichst billig auf den Weltmärkten zu verramschen.
Zeiten des Wirtschaftswachstums und Gewinne der Industrie gehen an den AN mehr und mehr spurlos vorbei, während Krisenzeiten gnadenlos auf AN und Arbeitsmarkt durchschlagen.
Deutsche Fachkräfte haben (vor allem als Berufseinsteiger) seit gut 20 Jahren Reallohnverluste hin zu nehmen.
Während es früher schon für Facharbeiter normal war, dass die Frau zu Hause bleibt und bei normalem Lebensstandard noch Wohneigentum finanziert, oder ein kleines Vermögen aufgebaut werden kann, ist das heute schon vielen Akademikern nicht mehr möglich.
Die mittleren Privatvermögen, die wir heute in der BRD haben, wurden in der Zeit vor den 90ern aufgebaut bzw. stammen aus Erbschaften.
(Das liegt natürlich nicht nur an sinkenden Löhnen, sondern auch an steigenden Abgaben und der letzten TEURO-Währungsreform,).
Aber hauptsache wir sind Exportweltmeister und deutsche Autos kosten in den USA 30% weniger als bei uns.
Aber so lange sich die deutsche Mittelschicht als Gewinner fühlt, so lange sie sich (bei > 60% Steuern- und Abgabenlast) noch ein überteuertes deutsches Auto leisten kann und es ein Mal im Jahr für den Türkeiurlaub reicht, wird sich am System nichts ändern.
Würden wir nicht seit Jahrzehnten asiatische Arbeiter in der Textil-, Spielzeug und Elektronikbranche um vernünftige Löhne und ihre Gesundheit bringen, sähe es noch finsterer aus.