Ansonsten, gibt es jenseits von "all in" noch Strategien?
Ich für mich sehe "all in" als riskant an. Kann sein, dass ich mich irre. Aber in der jetzigen Situation gibt es keine risikolose Anlage mehr. Auch EM könnten in einem deflationären Umfeld noch mal stark nachgeben. Deflationator hat darauf ja immer wieder ausführlich hingewiesen.
Hinzu kommt, dass sich die Situation für uns in Deutschland vielleicht sogar besser entwickeln könnte, als aktuell angenommen. Wenn es zur Bildung eines stärkeren Nord-Euros käme, würden EM in dieser Währung gerechnet zunächst einmal abwerten. Über mehrere Jahrzehnte gesehen, haben Papiergeldwährungen allerdings immer gegen EM verloren - es kommt also auch auf den Anlagehorizont an.
Ich habe für mich entschieden, einen Teil des Eurogeldes zu halten (eben nicht "all in"), um auf einen günstigen Einstieg in Aktien zu warten. Das ist riskant, aber ich habe bereits einen Teil mit EM abgesichert. Sollte das Fiat-Geld wirklich wertlos werden (worst case), dann würde ich diese "Versicherung" in Anspruch nehmen. Mit dem Rest bin ich zurzeit flexibler, um auf veränderte Marktgegebenheiten reagieren zu können.
So viel Geld, dass es für Wald- und Ackerflächen oder eine international diversifizierte Anlagestrategie reichen würde, habe ich nicht. Für Menschen mit solchen Anlageentscheidungen gibt es bestimmt noch andere Möglichkeiten.