Beiträge von Argus

    Wie sieht es eigentlich anders herum aus? Gibt es bei Gold-Bullionmünzen, die zugleich offizielles Zahlungsmittel im Ausgabeland sind, irgendwelche Einfuhrgrenzen? Steuer dürfte in Deutschland doch eigentlich nicht anfallen, da sie MWSt-frei sind? Geldwäsche könnte vielleicht ein Thema sein, also 15.000 EUR?

    Sollte Griechenland tatsächlich innerhalb der kommenden Monate aus der Eurozone austreten, wird der Euro voraussichtlich um einige Prozent aufwerten - entsprechend sollten EM in Euro gerechnet nachgeben. Das könnte der letzte günstige Zeitpunkt sein, um Papier in EM zu tauschen. Denn kurze Zeit später könnten die Banken in der Eurozone durch die Verwerfungen, die der Austritt Griechenlands nach sich zöge, unter Druck geraten und den Euro wieder in die andere Richtung schicken. Die anglo-amerikanischen Finanzkreise werden diese Bewegung sicher nach Kräften unterstützen, um den Dollar zu stützen.

    hier die versprochenen Bilder zum Problem.


    Das gleiche Phänomen habe ich bei zwei australischen Münzen. Wobei es eher nach Fett oder einer anderen Art von Schmutz aussieht. Ein Goldbad habe ich noch nicht versucht, ist aber ein guter Tipp.


    -- --

    Danke erst mal für die spannenden Antworten! Ich habe EM auch mit einer langfristigen Anlageperspektive gekauft - eher gedacht als Inflationsschutz und Teil der Alterssicherung - und nicht als schnelle Spekulation. Aber aus dieser Motivation heraus ist EM an sich auch nur Mittel zum Zweck. Das bedeutet, dass es einen Zeitpunkt geben könnte, an dem der Wechsel der Anlageklasse sinnvoll ist, um die bis dahin konservierte Kaufkraft nicht wieder (teilweise) einzubüßen. Das fiele mir bei einigen Stücken tatsächlich schwer - und das beunruhigt mich.


    Geld ist in meinen Augen nur gespeicherte Arbeitskraft/-zeit. Sobald man genügend davon hat, verfügt man über die Freiheit, das tun zu können, was man will und nicht was man muss, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Gold und Silber haben da unbestreitbare Vorteile, da sie frei von Zahlungsversprechen Dritter sind und als Eigentum außerhalb staatlicher Kontrolle verwahrt werden können. Alle anderen Assets schneiden in dieser Hinsicht schlechter ab. Trotzdem könnte es notwendig sein, einen wesentlichen Teil umzuschichten, um die übergeordneten Anlageziele erreichen zu können.


    Hmm, vielleicht sollte ich zusätzlich ein paar Tafelbarren kaufen, um im Fall des Falles die Exit-Strategie und den folgenden Entzug mit kleinen und sich langsam steigernden Dosen zu üben ... :D

    Ich glaube nicht, dass wir längerfristig ein Preisverhältnis von 1:15 sehen werden.


    Ehrlich gesagt glaube ich das auch nicht. Das Verhältnis wird m. E. noch wesentlich stärker zugunsten von Silber ausfallen. In dem Moment, wo Silber physisch nur noch schwierig zu bekommen sein wird, geht der Preis durch die Decke.


    Das wird eine Situation sein, in der sich die Wirtschaft positiv entwickelt (sonst würde von dem Industriemetall weniger nachgefragt). In einem solchen Umfeld wird Gold schwächer. Das wiederum begünstigt ein Verhältnis von G/S zugunsten von Silber!



    Zitat von Pandadler

    Gerade weil Silber ein Industrierohstoff ist und es bei einem Aufschwung stärker nachgefragt sein wird, darf Silber nicht ins unermessliche teuer werden, denn wenn Silber zu teuer wird, dann werden gleichfalls die Produkte teurer. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Silber in solch einem Aufschwungsszenario schön billig bleibt, damit man gut und billig produzieren kann.


    Nein, die Ansicht teile ich nicht. Silber wird industriell nur in sehr kleinen Mengen pro hergestelltem Produkt gebraucht. Die Menge an Produkten macht den großen Verbrauch aus. Das bedeutet aber auch, dass selbst bei einer Vervierfachung des heutigen Preises (30 --> 120 USD; = G/S-Ratio 1:13) der Preis für das einzelne Produkt nur minimal steigen müsste.


    Das G/S-Ratio kann übrigens auch durch einen Preisrückgang bei Gold auf 1:15 oder 1:10 steigen. Angenommen der POS verdreifacht sich auf 90 USD und Gold kommt zurück auf 1.350 USD, dann wären wir ebenfalls bei 1:15. 1.350 USD sind in einem inflationären Umfeld, wie wir es aktuell erleben, unwahrscheinlich, aber nicht völlig utopisch. ;)


    Alles was ich mit meinem ursprünglichen Posting ausdrücken wollte, war, eben nicht alles auf Gold zu setzen, wie KROESUS es vorgeschlagen hat. Ich glaube, dass in Silber aktuell die größere Volatilität, aber auch die größeren Chancen stecken.

    Ich möchte die ursprüngliche Frage des Threads mal umdrehen und aus einer anderen Richtung stellen:


    Seid ihr in der Lage, große Teile (80 %+) eures Gold- und Silber-Investments zu verkaufen, wenn ihr für euch erkannt habt, dass der finanziell richtige Zeitpunkt gekommen ist? Könntet ihr euch innerlich von all den schönen Sammlerstücken trennen, die ihr über die Jahre zusammengetragen habt? (Sammlerstück meint in diesem Zusammenhang nicht zwingend Sammlermünzen, sondern auch schnöde Bullionware, mit der man eine Erwerbsgeschichte verbindet.)


    Ich komme auf die Frage, nachdem ich ein Video von Mike Maloney gesehen habe, in dem er über die Schwierigkeit spricht, sich von EM zu trennen, um den Buchgewinn in eine neue Anlageklasse umzuwandeln. Wir diskutieren hier in verschiedenen Threads darüber, wie weit Gold und Silber steigen könnten und wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Aber um daraus einen Nutzen zu ziehen, müsste man große Teile des EM irgendwann wieder abstoßen. Für euch kein Problem oder seid ihr dem EM verfallen und könntet euch nicht oder nur schwer davon trennen?


    Genau wie man an der Börse davor warnt, sich in "seine" Lieblingsaktie zu verlieben, um weiterhin eine rationale Anlageentscheidung treffen zu können, gilt das auch für EM. Hier ist es vielleicht sogar noch schwieriger, eine emotionale Distanz zu halten, da es sich um eine physische Anlage handelt, die man nicht so schnell wieder aus der Hand geben will.


    [tube]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/tube]

    kein Silber, weil es für eine eventuell notwendige Flucht zu schwer ist und der Abschlag beim Rückkaufwert viel grösser als bei Gold ist


    Mit dem Rest bin ich einverstanden, aber bei der Einschätzung zu Silber habe ich eine andere Meinung.


    1) Flucht: wohin denn? Wenn man nicht bereit ist, den Kontinent zu verlassen, ist Flucht sinnlos.
    2) Spread: ja, die 7 % MWSt bekommt man erst durch gestiegene Kurse wieder. ABER: für Silber sprechen gewichtige Gründe ...


    3) Industrierohstoff: dadurch steigt und fällt Silber in Abhängigkeit zur Konjunktur. Da es einer der Rohstoffe ist, der auf unserem Planeten zuerst ausgehen wird, sind die Chancen für den langfristig orientierten Anleger aber sogar besser als bei Gold! Nach einer Krise wird der Wert von Gold fallen, während Silber durch einen Aufschwung stärker profitieren dürfte.


    4) es gibt weniger Silber als Gold (jedenfalls oberirdisch gelagert). Das Verhältnis von Wert zwischen Gold und Silber war über Jahrtausende (!) 1:13 bzw. 1:15. Heute steht es bei 1:50. Wenn also EM an Wert verlieren sollten, dann hat Gold das größere Verlustpotenzial (sollte Silber konstant bleiben). Oder Silber hat das größere Nachholpotenzial, um auf das Niveau zu Gold zu kommen, das 1:15 entspricht. Beide Varianten sprechen eher für Silber als für Gold.
    5) Goldverbot: denkbar. Vielleicht sogar wahrscheinlich. Beim Industrierohstoff Silber eher unwahrscheinlich.


    Daher: Risiken streuen! Und nicht alles auf eine Karte setzen. Gold UND Silber. Und nach einem Börsencrash auch Aktien.


    Wer mehr Geld anzulegen hat, der kann auch zusätzlich über Wald- und Ackerland nachdenken. Wer darüber hinaus etwas paranoid ist, kann diese Anlagestrategie noch international diversifizieren, aber das dürfte für die meisten von uns mit den paar Kröten keine Option sein. Wir sind ja nicht alle Marc Faber. :)

    Also, wenn ich deine These richtig verstanden habe, wäre die Renationalisierung der Schulden alarmierend nicht so sehr für Spanien oder Italien einzeln betrachtet sondern zunächst für die gesamte Währungsunion, und nur als Folge davon für Spanien und Italien


    Ja, richtig. Durch die Rückführung der Schulden auf die Banken des jeweiligen Schuldnerlandes, verringert sich potenziell die Bereitschaft der nicht betroffenen (Euro-)Länder, die Banken der anderen zu stützen. Das wiederum zöge ein Auseinanderfallen der Währungsunion nach sich.


    Bei Japan kann keine Währungsunion Schaden nehmen. In diesem Zusammenhang sehe ich die Warnungen vor einem Abzug der Investitionen von ausländischen Kapitalanlegern in Spanien und Italien.


    Der eigentliche Zusammenbruch des Bankensystems als Folge wäre dann in Japan und Spanien/Italien aber gleichermaßen dramatisch. Da hast du sicher Recht mit deinem Hinweis, dass du da keinen Unterschied zwischen der Verschuldungssituation in Japan und in Europa erkennen kannst.

    Das WSJ hat ein interessantes Interview mit Thomas Mayer, scheidender Chef-Volkswirt bei der DB, veröffentlicht.


    Danach sieht er 2012 als Jahr, in dem die Weichen gestellt werden, ob es den Euro bis zum Ende des Jahrzehnts noch geben wird. Wenn vor allem Italien und/oder Spanien vom Sparkurs abwichen, wäre es an der Zeit für die Bundesrepublik, ihr Verbleiben im Euro zu überdenken.


    Zur Frage, ob er Deutschland den Mut zutraut, den Euro zu verlassen:


    Zitat

    Das ist ein längerer politischer Prozess. (...) Die Einführung des Euro war hochpolitisch. Andererseits ist die Frage der Stabilität der Währung immer eine hochpolitische Frage. Wenn die nicht gewährleistet ist, dann denke ich, wird man Mittel finden, etwas anderes zu machen. Ich halte nichts von dem Merkelschen Satz: Scheitert der Euro, scheitert Europa. Sie sollte diesen Satz zurücknehmen.


    Auf die Frage nach Risiken für europäische Banken durch ihr Engagement in weiteren Ländern der Eurozone (außer Griechenland):


    Zitat

    Man sollte für den Fall Vorsorge schaffen, weil Abschreibungen möglich sind. (...) Im Euroland gibt es keine risikofreien Assets mehr.


    Darüber hinaus kritisiert er die Geldvergabe der EZB, da diese nicht der Realwirtschaft weiterhelfe, sondern den Banken relativ risikolos und ohne Eigenkapital ermögliche, "schöne Gewinne" einzufahren. In diesem Zusammenhang spricht er ebenfalls von einer "Renationalisierung des Bankensystems" und der Gefahr, "dass sich Problemstaaten aneinanderketten". (Das hatten wir weiter oben in der Diskussion des Unterschieds zwischen Japan und Italien/Spanien auch schon besprochen.)


    Zur Lage in den USA und zum Status des USD als Weltreservewährung hat Herr Mayer ebenfalls eine deutliche Meinung:


    Zitat

    Insofern fühle ich mich bei den USA nicht ganz wohl. (...) wenn es letztendlich zu einem Dollar-Crash käme. Wenn es tatsächlich zu einem Inflationsschock kommen sollte und die Fed Schwierigkeiten mit dem Exit bekommt, wenn die Anleger das Vertrauen in dieses System verlieren, dann gibt es eine Flucht. Was dann passiert, ist ein negativer Währungsschock, der das Wachstum durcheinander bringt. (...)


    Die letzten 70 Jahre haben sie auf Pump gelebt. Aber 70 Jahre sind gar nichts in der längeren Wirtschaftsgeschichte. Die USA haben sich in dem Status eingerichtet, die wichtigste Reservewährung der Welt anbieten zu können. (...) Wenn das Vertrauen verloren geht, war's das dann. Dann wird jemand anderes die Reserverwährung anbieten.


    Da sich die Bundesregierung in der Vergangenheit immer wieder gerne durch die DB hat beraten lassen, halte ich die hier vertretenen Positionen für sehr interessant. Auch ihre Veröffentlichung im WSJ könnte ein klares Signal an die Regierung in Washington sein, um die eigene Besorgnis öffentlich zu machen.


    Weiterlesen: http://www.wallstreetjournal.d…04577379853445209174.html

    Wie erwähnt, das radioaktive Palladium hat zwar eine deutlich höhere Zerfallsrate als Uran, aber laut Wiki eine sehr geringe Beta-Energie und es wandelt sich direkt in stabiles Silber um.
    Der meiste Teil der Betastrahlung würde vom Palladium selbst absorbiert. Nur direkt die Oberfläche der Münze würde Betateilchen
    aussenden die ihrerseits schon von einem Blatt Papier aufgehalten werden würden. (Sehr geringe Beta-Energie bei Palladium-107.)


    Wäre es dann nicht hochinteressant, dass Palladium zu gewinnen und zu nutzen? Wenn die Strahlung so wenig Energie aufweist, dann hat sie kaum Potenzial, das Erbgut oder die Zellen zu schädigen. Dann wäre es mit anderen Worten sicher, es anderweitig zu verwenden, anstatt es zusammen mit dem anderen strahlenden Abfall zu entsorgen.


    Wenn Atommüll jedes Jahr weltweit im fünfstelligen (? ) Tonnenbereich anfällt, dann kämen doch signifikante Mengen Palladium zusammen? Oder ist die Abscheidung zu aufwendig (= teuer) ?

    nein goldmob den unterschied begreife ich nicht


    warum wenn japaner ihre staatsanleihen kaufen wird von den experten als ein zeichen der stabilität bewertet während wenn spanier ihre staatsanleihen kaufen wird als alarmierend gesehen?
    was in spanien und italien passiert ist nichts anders als das was damals in japan passiert ist. auslandsverschuldung niedrig in vergleich zu inlandsverschuldung. das wird von ratingsagenturen und experten als ein zeichen der stabilität bewertet.
    warum ist in spanien und italien etwas alarmierend was für japan für stabilität spricht


    Der Unterschied liegt darin, dass Japan im Gegensatz zu Spanien und Italien NICHT Teil einer Währungsunion ist!


    Das bedeutet bei der Bewertung des Investitionsverhaltens, dass die Verflechtung innerhalb der europäischen Finanzmärkte ein Stück weit zurückgedreht wird und eine Renationalisierung der Schulden einsetzt. Das wiederum KÖNNTE aber zur Folge haben, dass die weniger verschuldeten Staaten zukünftig weniger Anreize sehen, die Banken eines anderen Staates zu "retten" finanzieren durchzufüttern, wenn die eigenen Banken eben sehr viel weniger direkt von einem Zusammenbruch betroffen sein werden, als das in der Vergangenheit bei einer viel stärkeren Verflechtung der Fall gewesen ist.


    Das gibt es in Japan nicht. Darin besteht der Unterschied. ;)


    Ich würde in einem Baumarkt oder Gartenfachhandel nach Kunststoffrohren suchen, die den von dir gewünschten Innendurchmesser haben. Dann auf die gewünschte Länge schneiden (lassen) und zu Hause deine Abschlusskappen aufsetzen.

    Schon toll, jetzt wird alles zusammengeschmissen, hurra endlich darf nun unsere Kohle auch in irgentwelchen bankrotten Scheixxbanken versickern die ohnehin nicht "rettbar" sind. Überhaupt ist diese ganze "Retterei" nichts anderes als eine kriminelle Insolvenzverschleppung, pleite bleibt pleite und das bischen Zeit das man sich stets erneut mit diesen sogenannten "Rettungspaketen und -schirmchen" fortlaufend erkauft wird von mal zu mal teurer. :cursing:
    (...)
    Langsam fehlen einem echt die Worte. Die Eutanic sichtet den Eisberg und es ertönt der Befehl "Volle Kraft voraus" und der Eisberg wird angefunkt sofort den Weg frei zu machen! Alle komplett irre :boese:
    Wünsche
    ...einen goldigen Tag
    Tut


    Dein Titanic-Vergleich ist auch anderswo schon gefallen - du solltest in die Politik gehen, Tut! ;)


    Der spanische Außenminister hat am Freitag im Radio ganz ähnliche Worte gefunden:


    Zitat

    "... das Land [befinde sich] in einer sehr gefährlichen Lage. Die ganze Europäische Union sei in einer Situation wir die Titanic: Der sichere Untergang könne nur verhindert werden, wenn alle Passagiere zu ihrer Rettung zusammenarbeiten."


    Konkret bedeutet das nach seiner Vorstellung, "dass die EU bei der bevorstehenden Bankenrettung hilft – ein Unterfangen, das die Spanier wegen des hohen Defizits allein nicht mehr bewerkstelligen können." Mehr von dem Quatsch hier bei den DWN.


    Gähn! :tired: Immer das gleiche Spiel: wenn das Geld nicht mehr reicht, dann wird der Untergang des Abendlandes an die Wand gemalt! Das haben die Spanier aber gut von den Griechen gelernt. Das Einzige, was untergeht, sind die Sparguthaben der Nordeurozone und dann der Euro an sich, wenn wir weiter so Geld transferieren.


    Deshalb Geldhahn zu! Und Rückkehr zu nationalen Währungen!


    Aber mit den ganzen Träumerle am Ruder, wird das wohl nichts. Hier ein Blick in die Zukunft ...


    [tube]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/tube]

    Ich kann einen Geigerzähler zur Verfügung stellen. Aber München ist mir zu weit weg. Solltest du mal irgendwann in der Rhein-Ruhr-Region sein, schick mir eine PM und wir machen einen Treffpunkt aus.


    Oder du gehst wirklich mal zur nächsten Feuerwache in deiner Gegend und erzählst ihnen etwas von möglicherweise strahlenden Münzen und Gerüchten aus dem Internet. Vielleicht hast du ja Glück und sie sind mindestens genauso neugierig wie du. Weiß aber nicht, was passiert, falls dann doch etwas strahlen sollte ... ;)

    Dass die Strategie falsch ist, eine Überschuldungssituation mit immer neuen Schulden lösen zu wollen, haben wir hier schon lang und breit diskutiert. Die Argumente werden jetzt auch zunehmend in der medialen Öffentlichkeit thematisiert. So berichtet das Handelsblatt über die Kritik mehrerer großer Wirtschaftsforschungsinstitute an dieser Rettungsstrategie. Auch und gerade die EZB mit ihrem Füllhorn an zusätzlicher Liquidität gerät in die Schusslinie:


    http://www.handelsblatt.com/po…brandstifter/6529520.html


    Frühjahrsgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute


    Zitat

    In ihrer Gemeinschaftsdiagnose üben die Spitzenökonomen deutliche Kritik an der Krisenpolitik in Europa. „Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) stehen auf dem Spiel“ (...)
    „Es besteht die Gefahr, dass die Geldpolitik aus ihrer inzwischen eingetretenen Zwangslage nicht mehr freikommt“


    Das nach Veröffentlichung des Gutachtens zu erwartende Sperrfeuer der Oppositionsparteien im Bundestag überrascht nicht. Inhaltlich ist es trotzdem interessant, denn es beschreibt sehr genau die Kritikpunkte, die wir auch hier immer wieder diskutiert haben. Dass die Oppositionsparteien nichts anders machen würden, wären sie in der Regierungsverantwortung, ist klar. Aber die Aussagen dokumentieren, dass den Abgeordneten sonnenklar ist, was zurzeit von der EZB praktiziert wird und dass die aktuellen Rettungsstrategien gegen geltende Rechtsnormen verstoßen. Da sage später niemand, er habe von alldem nichts gewusst! :!:


    Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider:

    Zitat

    Die EZB sei gezwungen worden, einzugreifen und sogar Staatsanleihen zu kaufen. „Im Ergebnis ist das einerseits monetäre Staatsfinanzierung durch die Hintertür, andererseits ein Rettungsprogramm für marode Banken“, sagte Schneider. Die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse sei aber bei Einführung des Euro strikt ausgeschlossen worden, und die Bankenrettung müsse endlich mal ein Ende haben.


    Der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick:

    Zitat

    „Das miserable Krisenmanagement insbesondere der Regierung Merkel hat die EZB in die Rolle des wichtigsten Bankenretters der Eurozone gezwungen“ Aus dieser Rolle müsse die EZB daher „schnellstmöglich“ befreit werden. „Denn diese Bankenrettung durch die EZB mittels ‚Dicker Berta’ ist die schlechteste denkbare Art, den Finanzmarkt zu stabilisieren: ohne Kontrolle und Transparenz, ohne Bedingungen und Gegenleistungen, ohne Zielgenauigkeit und bei hohen Mitnahmeeffekten und ungewissen Erfolgsaussichten.“

    Könnten wir auf diese Weise nicht beispielsweise Rohstoffe nach D importieren und im Gegenzug - durch ein paar Mausklicks - den Target-Überschuss abbauen?


    Oder ist das von mir zu einfach gedacht? Wo liegen die Gründe es nicht so zu machen? Bitte um Aufklärung...


    Vorweg: ich bin auch kein Target2-Spezialist. Aber so wie ich es verstanden habe, haben die Geschäftsbanken eines Landes über ihre jeweilige nationale Zentralbank eine Forderung, die diese an die EZB an die Zentralbank des Schuldnerlandes und diese an die jeweiligen nationalen Schuldner-Geschäftsbanken weiterreichen.


    Also hat nicht Deutschland oder die Bundesbank als Gesamtheit eine Forderung, sondern die vielen einzelnen Geschäftsbanken in der Eurozone, die über ihre Zentralbanken/die EZB Geld verschieben (buchen). Daher kann auch Deutschland oder die BuBa nicht einfach die Forderungen über den Bezug von Sachwerten auflösen.


    Grundsätzlich ist dein Gedanke aber richtig: Nachfrager in Deutschland müssten Sachwerte (z. B. Anlagen, Maschinen, Konsumgüter, Rohstoffe, Dienstleistungen) im Euro-Ausland bestellen und Geld zur Bezahlung dorthin überweisen. Das würde die Target2-Bilanz reduzieren. Oder die deutschen Sparer plündern die Konten und legen ihr Geld auf ausländischen Tagesgeldkonten an, die durch die europäische Einlagensicherung gedeckt sind. Das würde die Bilanz ebenfalls reduzieren. ;)

    Wie bitte soll ein "Staat" pleitegehen, der sich in Bits+Bytes quasi unbegrenzt (neu)verschulden kann (ie das bestehende Zahlungsmittel weiterverwässert)


    Er ist in dem Moment pleite, wenn die Mehrheit das Geld nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Nicht die Fähigkeit Geld zu drucken, ist entscheidend, sondern die Bereitschaft Dritter, dieses Geld als Zahlungsmittel zu akzeptieren. ;)


    Du hast ja ganz richtig darauf hingewiesen, dass viele Menschen immer noch ihr Papiergeld zur Bank bringen, um darin zu sparen. Sie vertrauen also diesem Zahlungsmittel noch hinsichtlich seiner Wertspeicherfunktion. Das ist entscheidend, nicht wie viel der Staat (oder die EZB) davon in Umlauf bringen können.