Beiträge von Argus

    Konkurrenz belebt das Geschäft, könnte man meinen. Nachdem MP Edelmetalle nach Pro Aurum vor Kurzem ebenfalls einen Shop in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt eröffnet hat, mussten die Münchner wohl mit einer aufmerksamkeitsstarken Werbeaktion kontern. Was auch immer der Grund war, der "Big Phil", wie die Münze liebevoll von PA-Angestellten genannt wird, ist durchaus eindrucksvoll.


    Bis zur Prägung des Riesen-Maple-Leafs durch die Royal Canadian Mint 2007 war der Big Phil mit seinen 1.000 Unzen und einer Miniauflage von nur 15 Stück die weltweit größte Goldmünze. Beeindruckend ist nicht nur die Größe, sondern vor allem die geringe Dicke. Fast ist man geneigt "Dünne" zu schreiben: sie beträgt gerade einmal 19 mm!


    PA hat sie nach eigenen Angaben 2004 zu 400.000 Euro gekauft. Der reine Materialwert liegt aktuell bei etwa 1,25 Mio. Der Sammlerwert dürfte bei der geringen Auflage noch wesentlich höher liegen.


    Hier ein paar Fotos von heute für alle, die den Big Phil nicht live sehen konnten:


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    Ein herzliches Willkommen an die neuen Mitglieder hier im Forum! Ich freu mich darüber, dass die ungewöhnliche Anmeldeprozedur nicht zu einem Erliegen der Neuanmeldungen führt.

    Bin nicht sicher aber vermute dass EU eine bessere durchschnittliche Neuverschuldung als usa japan und uk hat, und ebenso, durchschnittlich, ein besseres Verhältnis Bip/Schuldenstand


    Ich habe es nicht geschafft die Zahlen der durchschnittlichen Neuverschuldung und Bip/Schuldenstand für die EU zu finden... :(
    Ein Vergleich mit usa japan und uk mit genaueren Zahlen wäre extrem interessant



    Bei Wikipedia gibt's immerhin Zahlen aus 2008 und 2009:
    http://de.wikipedia.org/wiki/S…internationalen_Vergleich


    Weitere Zahlen - auch zu 2010 - findest du unter Staatsverschuldung.de:
    http://www.staatsverschuldung.de/ausland.htm

    Ganz interessantes Interview mit Dirk Müller, in dem er auch die Frage beantwortet, was aus seiner Sicht mit den Assetpreisen - inklusive EM - passieren wird, wenn die Immobilienblase in China platzt und/oder die chinesische Wirtschaftsentwicklung nachlässt: --> kurzfristiger Deflationsschock (mehrere Monate) und dann (Hyper-)Inflation.


    ab Minute 5:05


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    Die portugiesische Zentralbank hat sich laut Informationen des Handelsblatts im März überraschend viel Geld von der EZB geliehen. Das Volumen soll etwa das Dreifache dessen betragen, das sich die Geschäftsbanken im Rahmen des dreijährigen Tenders zu Beginn des Jahres von der EZB geliehen haben. Wofür genau das Geld bestimmt ist und warum das Volumen so hoch ausgefallen ist, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass der heimische Bankenmarkt von den internationalen Kreditgebern gemieden wird.


    Zusammen mit der o. g. Meldung aus Spanien ergibt sich ein deutliches Bild. Danach knirscht es gewaltig im Gebälk der Südschiene ... :(

    Deutschland importiert weniger als 1 % der Gesamtölmenge aus dem Iran. Die wichtigsten Lieferländer sind Russland und UK (Nordsee-Öl). Für Spanien und v. a. Griechenland, das bei anderen Exporteuren als dem Iran angeblich keinen Kredit mehr bekommt, sieht die Lage anders aus.

    Greg Hunter, Gründer von USAWatchdog kommt in einem auf den Dollar konzipierten Artikel auf Jim Sinclair zurück, auch auf sehr frühe von ihm in den 80er Jahren. Dessen Goldprognosen hatten wir wiederholt hier diskutiert, weil sie zwar im Großen und Ganzen eintrafen, aber das Timimg gelegentlich verfehlt wurde.


    Während wir derzeit durchaus begründet um einige Prozente herauf und herunter debattieren, ist sein mögliches Endziel erwähnenswert:
    $12 500 nach 2015 . :huh:
    Dies scheint Hunter im Hinblick auf SWIFT und Iran „viel weniger weit hergeholt.“
    (...)


    Ich lese zurzeit die Studie "When money dies" über die Hyperinflation in der Weimarer Republik. Danach finde ich "große" Zahlen ohne Bezugpunkt nicht überzeugend. 12.500 USD/Unze erscheinen uns heute viel, weil wir sie nach der heutigen Kaufkraft beurteilen. Wie viel Kaufkraft werden 12.500 USD aber haben, wenn für eine Unze Gold so viel Papier auf den Tisch gelegt werden muss?


    Genau: eine Unze! ;) Es ist müßig, Gold in Papier bewerten zu wollen, wenn Letzteres kontinuierlich an Wert verliert. Was an Jim Sinclairs Prognosen allerdings (für mich) viel wichtiger ist, ist sein zeitlicher Rahmen, den er dem Kaufkraftverfall des USD zugrunde legt. 12.500 USD in ca. 3 Jahren bedeuten einen rapiden Anstieg der Inflation in USD. Da neben Gold auch andere Rohstoffe in USD abgerechnet werden, würde das zu drastischen Verwerfungen im Welthandel führen. Hoffen wir, dass Sinclair sich diesmal im Zeitpunkt irrt ...

    Hier ein freundlicher Hinweis für die türkischen Leser und Mitglieder des Forums, wie sich das Verhältnis von Lira und Gold in den vergangenen 20 Jahren entwickelt hat. Der Chart ist logarhythmisch aufgebaut und zeigt am Ende der Entwicklung ein Verhältnis von 1:3.000!


    Wenn also die Verzinsung der Goldkonten in 20 Jahren nicht mindestens das 3.000-fache der heutigen Einlage abwirft, ist es eine dumme Idee, das Gold abzugeben. In meinen Augen ist es das noch aus verschiedenen anderen Gründen, aber das muss jeder selbst entscheiden.


    [Blockierte Grafik: http://goldsilver.com/re/common/images/images/Lira_Gold.png]


    Quelle

    Querschüsse.de berichtet davon, dass die griechische Zentralbank dazu übergegangen ist, in großem Umfang Geld zu drucken. Das ist den nationalen Notenbanken im Rahmen kurzfristiger Liquiditätshilfen für die eigenen Banken durchaus erlaubt. Gedacht ist es aber eben als zeitlich eng begrenzte Maßnahme, um Banken zu helfen, die solide sind, aber ein kurzfristiges Liquiditätsproblem haben. Das lässt sich von den meisten griechischen Instituten nicht sagen. Diese leiden vielmehr unter einer anhaltenden Kapitalflucht und einem dauerhaft zusammengebrochenen Interbankengeschäft.


    Die Folge ist, dass sich die Bilanz der griechischen ZB weiter aufbläht und der Euro für alle inflationiert wird. Man könnte sagen: das Flaggschiff Euro hat unter der Wasserlinie ein großes Loch bekommen und läuft langsam voll ...


    [Blockierte Grafik: http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2012/04/1a25.jpg]


    Mehr Infos: http://www.querschuesse.de/ban…reece-im-letzten-gefecht/

    Beim Diesel dagegen gehört der private Verbrauch eingeschränkt, da Dieselkraftstoff in direkter Konkurrenz zum Heizöl steht. Wie gesagt, heizen muss jeder, aber fahren in der Dieselkutsche? Das sollten wirklich nur LKWs, Busse und Bahnen. Die Unternehmen aller Art, von der Produktion bis zur Logistik, können die Kraftstoffsteuern eh' absetzen. So sollte die kraftstoffgetriebene Inflation auf lebensnotwendige Güter eigentlich vermieden werden können.


    Sag mal, mit welchem Recht willst du mir vorschreiben, mit welchem Treibstoff ich mein Auto befülle?


    So Leute wie dich, die sich über andere erheben und ihnen Vorschriften machen wollen, habe ich gefressen. Stück für Stück wird die Freiheit des Einzelnen durch gut gemeinte, aber nicht gut gemachte Vorschriften und Beschränkungen eingeschränkt. Bis nichts mehr übrig bleibt.

    Insofern hoffe ich, dass auch die Medien irgendwann ihr Schweigen brechen. Es ist schlimm, wenn Menschen aus Angst um ihren Job nicht schreiben können, was sie meinen.


    Recht hast du! Es gibt Tabus in der deutschen Medienlandschaft, über die man tunlich nicht berichtet, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Eine Schande.


    Eine seltene Ausnahme davon war ein Bericht im Weltspiegel über die Verrohung einer Region in Großbritannien im vergangenen Jahr. Das Video ist nicht im Internet abrufbar, aber der Text des Beitrags - reicht auch.


    http://www.daserste.de/weltspi…d,ma3r7mazffoknxpz~cm.asp

    Das ganze Rettungsschirmgedöhns seit fast zwei Jahren wird ja zunehmend unverständlicher und ist schon lange nicht mehr nachzuvollziehen. Doch jetzt wird's richtig bizarr: ein elfjähriger Niederländer löst das Problem, wie ein Land aus der Eurozone austreten könnte (konkret: Griechenland), wird lobend erwähnt und erhält einen Preis.


    Dass man in diesem Alter glaubt, alles ganz einfach lösen zu können und fantasievolle Dinge zu Papier bringt, ist noch normal. Aber der Presserummel, der sich jetzt um die Ideen des Elfjährigen entwickelt, löst bei mir nur noch heftiges Kopfschütteln aus. Alles nur ein Alptraum hier? Ich hoffe es. Gute Nacht ...


    http://www.spiegel.de/schulspi…ben/0,1518,825604,00.html


    [Blockierte Grafik: http://cdn4.spiegel.de/images/image-335473-galleryV9-zmhk.jpg]

    Ich kann der Deflationsthese nicht folgen. Ja, es ist richtig, dass die wirtschaftliche Entwicklung nach den vielen Blasen an den Finanzmärkten eine Entspannung bräuchte und auch mal "ausatmen" dürfen sollte, statt immer weiter "einzuatmen", bis die nächste Blase platzt. Wären die Märkte nicht so weitreichend manipuliert, würde das wahrscheinlich auch passieren --> Deflation.


    Aber die Märkte sind nicht "frei". Die Zentralbanken werden es nicht zur Deflation kommen lassen. Sie schöpfen notfalls unbegrenzt (!) Geld. EZB in wenigen Wochen >1.000 Millarden Euro --> Inflation


    Diese Inflation ist meines Erachtens vonseiten der USA auch durchaus gewollt: wenn der Dollar weniger Kaufkraft aufweist, dann braucht es mehr davon, um die weltweit gehandelten Rohstoffe handeln zu können. Der Kaufkraftverlust bezogen auf Rohstoffe heizt die weltweite Nachfrage nach Dollar sogar noch an! Nicht vergessen: der Dollar ist immer noch Reservewährung.


    Dass die BRICS-Staaten mittlerweile nach alternativen Zahlungsmitteln suchen und bilaterale Handelsabkommen abschließen, zeigt aber, dass sie das Spiel durchschaut haben und nicht ein zweites Mal wie in den 70er-Jahren (Ölpreisschock) bereit sind, mitzuspielen. Aber noch ist es nicht so weit, noch gibt es diese Alternativen nicht. Sollten sie irgendwann in ferner Zukunft mal den Dollar als Weltreservewährung ablösen, würde der Lebensstandard der USA ins Bodenlose fallen. Außerdem würde sich das militärische Imperium nicht mehr weiter finanzieren lassen (was aus Sicht der herrschenden Elite vermutlich noch gravierender wäre als der sinkende verfallende Lebensstandard). Zu welchen Mitteln die USA dann greifen, möchte ich mir nicht vorstellen. Jedenfalls glaube ich nicht daran, dass wir noch mal das unglaubliche Glück haben werden, dass eine Weltmacht ohne Krieg von der Bühne abtritt, wie es die SU 1989/90 vorgemacht hat.


    Der Euro kann bei diesem Zukunftsszenario nur verlieren. Jedenfalls ist nicht erkennbar, dass die BRICS-Staaten den Euro als Thronnachfolger anstelle des Dollar auserkoren hätten. Sie handeln Öl lieber in Renminbi oder Gold ... ;)

    Heute Diesel 1,429/l - in der Rhein-Ruhr-Region. Ich dachte Ostern naht und die Mineralölkonzerne rauben uns aus? In den Nachrichten war was von 1,549 und mehr für Diesel zu hören. Alles nur Tintengekleckse der Redakteure?

    Auch wenn es thematisch nicht ganz in den Faden passt, muss ich die Anekdote als Ergänzung zum Hinweis auf Schottland posten. Ich hatte vor ein paar Wochen meinem Chef davon erzählt, dass die Schotten ein Referendum planen und dass sich sogar der britische Premierminister in Edinburg mit dem Thema beschäftigen musste.


    Die Reaktion war ausgesprochen emotional und überraschend! Er ist Brite Engländer, lebt aber seit vielen Jahren in Deutschland. Bislang wahrte er eine vornehme Zurückhaltung, wenn es um politische Fragen ging. Von dem Referendum hatte er aber noch nichts gehört, und seine erste Reaktion war eher explosionsartig! :D


    So in die Richtung: dann marschieren wir Engländer halt wieder in Schottland ein und Kopf ab mit allen Separatisten. Von wegen, das hätte die Krone schon immer so gemacht und dann würden sie es den Schotten halt noch mal zeigen.


    Ich war vor vielen Jahren schon mal in Schottland und habe dort mit einem schottischen Patrioten über das Thema gesprochen. Er reagierte ähnlich emotional wie mein Chef - nur eben aus einer gegensätzlichen Perspektive. Für mich damals sehr überraschend.


    Jedenfalls gibt es bei dem Thema sehr viel Konfliktpotenzial, das uns Festlandeuropäern gar nicht bewusst ist. Nach Schottland würde ich aus dem Grund erst mal nicht auswandern, obwohl es ein wunderschönes Land ist! Stichwort: Zerfall Jugoslawiens ...

    hammwolln: Na ja, Papademos hat erkannt, dass es wieder etwas zu verteilen gibt, da hat er gleich mal Bedarf angemeldet. Das funktioniert im öffentlichen Dienst ja genauso. Immer wenn Geld da ist, wird es restlos verplant - und sei es erst mal durch Bedarfsanmeldungen. :D


    @Fragezeichen: RE: andere Bankenart. Ich bin nicht sicher, ob das ausreichen würde, die Banken nur noch auf ein Einlagen- und einfaches Kreditgeschäft zu reduzieren. Wie würden dann z. B. größere Finanzierungen von ganz neuen Geschäftsideen erfolgen können, bei denen Risikokapital eben nicht an gut gesicherte Unternehmen, sondern an eine "Idee" fließt?


    Dass der Finanzsektor in den Teilen, wo er sich von der Realwirtschaft entkoppelt hat, wieder auf ein gesellschaflich sinnvolles Maß zurückgeführt werden müsste, da stimme ich uneingeschänkt zu. Vielleicht wäre die strikte Trennung von Anlage/Kreditbanken und Spekulationsbanken, wie zuletzt häufig vorgeschlagen, tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung.


    In jedem Fall müssen Risiko und Verantwortung wieder zusammenfallen!

    Bei den Summen, die im Gefolge einer Pleite in Spanien auf die Banken zukommen, verstehe ich Olaf Henkels Forderung, dass er als allerersten Schritt eine Verstaatlichung der Banken anstrebt. Darüber war ich im Interview doch überrascht. Aber im Grunde hat er Recht: warum sollen die Steuerzahler die Banken zum Nulltarif retten, ohne an späteren Gewinnen beteiligt zu werden!


    Nur halte ich einen solchen Eingriff in die Marktordnung für trotzdem bedenklich. Warum nicht dem schweizerischen Modell folgen? Die Schweiz hatte den Banken Geld geliehen, sich dafür aber Anteile und damit Stimmrechte übertragen lassen. Das wäre marktkonform und ließe den Banken die Perspektive, nach Rückzahlung der Bürgschaften bzw. Kredite wieder unabhängig von staatlichen Eingriffen zu sein.


    Denn eines sollte auch klar sein: der Staat ist nicht zwingend der bessere Bänker! Das haben wir im Falle der West LB und anderer Landeszentralbanken deutlich sehen können ...

    Tja, Wayne, vielleicht hast du Recht. Aber auf dieses Game-Over-Szenario (GO) kann ich mich nicht vorbereiten. Der Mensch ist aber so gestrickt, dass er versucht, gegen die gängigsten Wechselfälle des Lebens Vorbereitungen zu treffen. Ob diese letztlich immer in voller Konsequenz sinnvoll sind?


    Ich kann dein Argument nicht widerlegen, dass bei einem dauerhaften und vor allem flächendeckenden Stromausfall ein Risiko bei der Kühlung der Kernkraftwerke und Abklingbecken existiert. Nur darf man nicht vergessen, dass in Fukushima durch den Tsunami alle Sicherungssysteme ausgefallen waren. In Deutschland könnte es immerhin Notstromaggregate geben, die eine Kühlung für einen längeren Zeitraum als im Kraftwerk Daiichi ermöglichen.


    Oder es kommt nur regional zu Stromausfällen, die keinen Einfluss auf die Kühlung der AKWs haben. Die möglichen Szenarien bzw. ihre Abstufungen zum GO sind vielfältig. Auf alles kann man sich sicherlich nicht vorbereiten, da stimme ich dir zu. In anderen Szenarien könnte eine kleine Inselanlage vielleicht doch nützlich sein. Mal sehen ...