Beiträge von Argus

    http://www.welt.de/wirtschaft/…ils-zu-weit-gegangen.html


    :cursing:

    Heute wurde unter dem Titel "End of the Road. How money became worthless" eine neue Dokumentation veröffentlicht, die den Niedergang unseres Finanzsystems und insbesondere den Zusammenbruch des Schuldgeldsystems nachzeichnet. Die Interviewpartner, die im Film zu Wort kommen, sind einem sicherlich namentlich bekannt, wenn man sich schon eine Weile mit dem Thema beschäftigt:


    Peter Schiff
    Eric Sprott
    James Turk
    Bill Murphy
    Alasdair Macleod
    Jim Puplava
    G Edward Griffin

    Mike Maloney
    James G Rickards
    Adam Fergusson MEP
    Dimitri Speck


    Hier ein kurzer Teaser-Trailer auf YouTube:


    [tube]

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    Den vollständigen Film gibt's (zurzeit? ) kostenlos auf der Webseite des Filmstudios zu sehen: http://100thmonkeyfilms.com/endoftheroad/

    Nach der Reform der europäischen Einlagensicherung sollen die Banken bis 2027 gemeinsam einen Einlagensicherungsfond aufstellen. Interessant sind die Zahlen der "Sicherung" im Verhältnis der Einlagen. Dass diese Sicherungsfonds schon bei einer mittleren Krise überfordert sein würden, haben wir hier ja schon häufiger gemutmaßt. Ich hatte bislang aber keine konkreten Zahlen über die tatsächlichen Volumina gelesen:


    http://www.faz.net/aktuell/fin…pitalflucht-11764172.html

    Zitat

    [ab 2027: ] Für die 3.653 Milliarden Euro Einlagen der 35 größten europäischen Banken würde dann ein Fondsvolumen von 55 Milliarden Euro bereitstehen, für die 7.136 Milliarden Euro Einlagen aller europäischen Banken ein Sicherungsfonds von 107 Milliarden Euro. Selbst dann aber würde dieses Volumen nur reichen, um die Einleger einer Großbank oder einiger Kleinbanken zu entschädigen.


    Das sind gerade mal 1,5 % der Einlagen :!:


    Bedeutet: wenn man bei einem Bankrun nicht zu den ersten 15 von 1000 Kunden einer Bank gehört, die ihr Geld abziehen, ginge man leer aus ... Das ist, was wir immer vermutet haben: keine Sicherung, sondern ein potemkinsches Dorf

    Ja stimmt, in der Vergangenheit war das oft so. Vielleicht bleibt Gold aber auch unter Druck, wenn große Papierspieler weiterhin alles zu Geld machen, was sich noch verkaufen lässt. Die Situation ist momentan so irrational, dass ich mir auch so ein Szenario vorstellen kann.


    Denn warum geht Gold nicht längst durch die Decke? In mehreren europäischen Ländern findet ein versteckter Bankrun statt. Der Austritt Griechenlands ist inzwischen eher eine Frage der Zeit als eine Frage nach dem "ob". Die darauf basierenden Unsicherheiten bezüglich des Euro als Währung, der eigenen Anlagen etc. müssten an sich längst zu einer starken Nachfrage nach Gold und Silber führen. Aber davon ist bislang wenig zu sehen. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich verblüfft.


    ..einzig allein der Glaube daran fehlt mir. Sprichst Du von einer Erholung des EUR gegenüber Gold oder gegen Dolores?


    Ich meinte, wenn der Euro gegenüber dem Dollar an Kaufkraft gewinnt, der Goldkurs in Dollar aber angenommen gleich bliebe, dann wird Gold in Euro gerechnet "billiger" - und dann erst werden wir in Euroland die Korrektur, die Gold in den letzten Wochen in Dollar hingelegt hat, richtig mitmachen.


    In Euro gerechnet ist Gold ja bislang nicht sehr viel "billiger" gworden. Wie gesagt: eine Unze bleibt bei ca. 1300 Euro. Da hab ich aus dem vergangenen Jahr noch wesentlich günstigere Kurse in Erinnerung.

    Hat jemand von euch schon mal Erfahrungen mit der Zollabfertigung bei der Einfuhr von Goldmünzen (Anlagegold) aus den USA gemacht? FedEx will für die Zollabfertigung Einfuhrumsatzsteuer auf einen Gold Eagle erheben.


    Nach allem was ich bislang gelesen habe, ist ein Gold Eagle als Anlagegold auch 2012 von der Umsatzsteuer befreit (Quelle) und unterliegt damit keinen Zollgebühren (Quelle 1) und Quelle 2.


    Richtig oder falsch?


    Was mache ich denn, wenn FedEx diese Meinung nicht teilt und die Sendung nicht unverzollt freigeben will? Kann man sich die Zollgebühren irgendwo wiederholen? Welche Unterlagen braucht man dazu beim Zoll? An wen wendet man sich da am besten - das örtliche Hauptzollamt?

    In Euro liegt die Unze Au bei ungefähr 1.300! Das ist für mich ein Grund zu jammern - schon seit Längerem warte ich darauf, dass ich einen Buffalo für 1.200 oder besser 1.100 EUR bekomme. Aber nix ist. ;(


    Ich glaube, den richtigen Preisverfall sehen wir erst, wenn sich der Euro mal kurzfristig erholt. Bis jetzt war der Rückgang ja eher moderat.

    Protokoll der Krise:


    Hmm, halte ich nicht für realistisch. Wenn GR den Euro verließe, könnte sich der Euro wieder stabilisieren. Zugegeben, die Gefahr, dass Portugal oder sogar Spanien folgen könnten, ist groß ... vielleicht sogar größer.


    Die EZB hat jedenfalls schon signalisiert, dass sie zwar das griechische Bankensystem stabilisieren wolle, aber nach einem Austritt Griechenlands keine weiteren direkten Hilfen an den Staat mehr leisten werde. Die Grundlagen für eine Hyperinflation durch den Austritt Griechenlands sehe ich daher nicht. Eher verringert sich durch das Abschreiben von Schulden die Geldmenge (Deflation).


    Klar, wenn die EZB infolge einer Ausweitung der Krise auf Spanien die Märkte erneut mit Liquidität flutet, könnte es doch noch zu einer stärkeren Inflation kommen. Aber mit Blick auf die nächsten sechs Monate sehe ich in Euroland keine Hyperinflation. (Hoffentlich irre ich mich da nicht! ;) )

    "Keine Einlösung des Gutscheins auf Edelmetalle."


    Ich habe heute von DHL eine Art Rabattgutschein zugeschickt bekommen. Das Übliche: melde dich bei unserer Webseite an und reduziere deinen ersten Einkauf um 10 %.


    Klingt soweit nicht besonders interessant. Aber im Kleingedruckten steht dann o.g. Satz. Da bin ich schon stutzig geworden: 1. dass man EM überhaupt separat erwähnt (sonst sind immer preisgebundene Güter wie Bücher, Presseartikel etc. ausgeschlossen) und 2. dass EM nicht reduziert wird. Klar: den Rest von dem Merchandise-Tinneff kann man wohl 10 % herunterpreisen und verdient immer noch Geld daran. Aber EM? Die lassen sich eben nicht beliebig herstellen und rabattieren.


    Aber: Ob wirklich so viele Leute in Deutschland derzeit EM kaufen, dass man EM eigens vom Rabatt ausschließen muss? Wer denkt denn in der Marketingabteilung an so was? :hae:

    Hinter den Kulissen läuft bereits eine detaillierte Planung, wie Griechenland die Eurozone verlassen könnte. Mal sehen, ob sie davon auch Gebrauch machen oder im letzten Moment doch noch vor den Folgen zurückschrecken werden ...


    http://deutsche-wirtschafts-na…n-fuer-griechen-austritt/

    Zitat

    Euro-Gruppe verlangt von jedem Staat Notfallplan für Griechen-Austritt


    Jedes Land der Eurozone soll nun einen individuellen Notfallplan für den Austritt Griechenlands aus dem Euro erarbeiten, um die Folgen eines solchen Ausstiegs zu ermitteln, bestätigten Beamte der Euro-Gruppe.



    http://deutsche-wirtschafts-na…-einfuehrung-der-drachme/

    Zitat

    Zeitplan: Griechenland hat 46 Stunden zur Einführung der Drachme


    Nun liegt der Zeitplan vor: Griechenland hat genau ein Wochenende Zeit, um die Drachme einzuführen. In 46 Stunden muss alles generalstabsmäßig vor sich gehen. Denn es muss gelingen, die Operation in der Zeit über die Bühne zu bringen, in der alle Börsen der Welt im Wochenende sind.

    Als Ergänzung für meine Sammlung habe ich heute einen meiner ersten Exoten erstanden. Für viele hier im Thread wahrscheinlich schnöde Bullion-Massenware - da gibt's ja durchaus noch andere exotischere Münzen als die "Arche Noah" aus Armenien.


    Die Prägung ist sauber ausgeführt und recht hochwertig. Besonders der Strahlenkranz rund um die Sonne ist sehr filigran und sehr gut gelungen! Der Rand ist geriffelt, und die Größe entspricht fast dem Silber-Philharmoniker. Die "Arche" hat einen minimal größeren Durchmesser.


    - -

    Allein wenn man sich die Standorte von Fessenheim oder Cattenom ansoeht, kann man nur den Kopf darüber schütteln, dass diese Anlagen immer noch am Netz sind bzw. überhaput gebaut werden durften. Bei der vorherrschenden Windrichtung von West nach Ost werden die angrenzenden deutschen Gebiete immer maximal betroffen sein. Dort leben dann in Freiburg, Karlsruhe, Saarbrücken und weiter im Inland in der Rhein-Main-Region mehrere Millionen Menschen.


    An Evakuierung ist da genau wie im Großraum Tokio nicht zu denken!

    Dazu passt ein aktueller Kommentar von Wolfgang Münchau in der FT:



    weiterlesen

    Ich meine alles so wie ich es geschrieben habe.
    (...)
    Aber hier im Forum ist es ja eher angesagt, an abstruse individuelle Theorien zu glauben als an die Tatsachen. Hauptsache man ist gegen das System und unterstellt, alles läuft ganz anders. Ein Hoch auf die EINBildung!


    Lieber Thomas,


    du bist schon auf einem guten Weg.


    Offensichtlich verfügst du über detailliertes Fachwissen im Bankenbereich. Leider weißt du aber nicht, was ein Forum ist und wie man sich darin bewegt. Ein Forum dient dazu, Meinungen und Informationen auszutauschen.


    Wenn du zukünftig vielleicht darauf verzichten könntest, deine persönlichen Emotionen und Angriffe in deine Postings zu schreiben, wären deine Beiträge sogar eine inhaltliche Bereicherung. In der jetzigen provozierenden Form sind sie überflüssig und lenken vom eigentlichen Thema des Threads ab.


    Damit wir uns nicht falsch verstehen: die Hintergrundinfos sind interessant zu lesen, deine Provokationen nicht.


    Gruß
    Argus

    Ach, der Oettinger ist doch von der Industrie bzw. den Kraftwerkskonzernen bezahlt! Anders kann ich mir nicht vorstellen, dass man einen so unqualifizierten Mitarbeiter in einer so verantworlichen Position einstellt ...


    Die erneuerbaren Energien tragen bereits heute zu einem wesentlichen Anteil zur Deckung des Strombedarfs bei. Die Kosten pro kw/h sind bei Solarstrom nahe dem Haushaltspreis. Noch ein paar Jahre weitere Entwicklung und Ausbau und die Erneuerbaren könnten zusammen mit einer dezentralen Netzsteuerung den Neubau von weiteren Großkraftwerken überflüssig machen. Aber das bedeutet auch Aufgabe der zentralen Kontrolle und des Oligopols der wenigen Konzerne ...


    PV-Leistung in Deutschland
    weitere Infos

    Was wird mir denn im Zweifelsfall garantiert? Ein Kontostand - mehr nicht (vielleicht nicht mal das). Welche Garantie gibt es über den Wert dieses Kontostandes. (...)


    Für den Euro gilt das nicht??


    Da hast du Recht - für den Euro gilt das Gleiche wie für Aktien. In die gleiche Richtung gehen auch die Befürchtungen der Zentralbanker in dem von Fragezeichen oben verlinkten Artikel der Welt am Sonntag. Wenn immer mehr Euro in Form von ELA-Krediten geschöpft werden, erhöht sich die Geldmenge = Inflation. Ob dadurch auch die Preise steigen, wird davon abhängen, ob die Menschen das Vertrauen in das Papiergeld verlieren und es lieber ausgeben (Umlaufgeschwindigkeit).


    Daher: ja, Deutschland und Frankreich könnten für alle Verbindlichkeiten auf diesem Planeten bürgen. Damit ginge aber der Wert gegen Null - auch wenn die Gläubiger nominell vollständig ausbezahlt werden würden. Wären ihre Spareinlagen etc. in einem solchen Fall dann aber wirklich sicher (Kaufkraft)?


    Fazit: die Garantien wären nichts wert! Die Fähigkeiten Deutschlands und Frankreichs werden massiv überschätzt.