Beiträge von Felix Krull

    Hier ist so ein Prachtstück österreichischer Industriekunst, sieht aus wie von Waldi höchstselbst auf seiner Kaiseralm gekeltert :


    (Schmelze ohnehin schon gewiss...)








    Schlimmer ist es nicht geworden.... Wichtig ist nicht fest drücken beim Reiben und genug Wasser, damit es ne feine Paste wird.


    Zu genau darf man die Dinger dann trotzdem nicht anschauen, aber es ist lediglich Bullion Massenkram...

    Jep genau das. Kaiser Natron um genau zu sein.


    Achtung:


    das ist ebenfalls abrasiv, genau wie Radiergummi und Silberputztuch. Die längsgestreifte Oberflächenstruktur von einem maple leaf bleibt aber erhalten, und der optische Eindruck ohne Lupe ist "neu". Bei Vergrösserung mit Lupe sieht man aber leichte Schleifspuren. Das Natron wird auch schwarz beim Behandeln, also geht Silber ab. Allerdings zuwenig, um es mit einer Präzisionswaage festzustellen.


    Glücklich macht es mich auch nicht, aber es ist eine definitive optische Verbesserung.


    Hab den Mist jetzt mit 70% Ethanol abgespült und mit Handschuhen in die Tubes. Dann vakuumiert. in einem Jahr schau ich wieder nach :)


    NGC & Co bieten ja auch spot removal an. Ich vermute aber, dass der Dreck beim Pressen mit grosser Wucht da eingearbeitet wurde. Von Aceton über Diethylether bis zu Laugen und Säuren hat nix irgendwas gebracht. Also muss dort auch Material abgetragen werden....

    Naja der grüne Belag wird aber nichts groß am "Wert" eine Münze ändern.


    Die Milchflecken auf Bullion Kram ergeben bestimmt "Gezicke" beim Verkauf, vor allem bei Händlern, für die das ein willkommener Anlass ist, erstmal Schmelzpreis anzubieten. (Obwohl sie einem den Kram evtl. selber, mit noch nicht sichtbaren Milchflecken, angedreht haben).


    Da bei so Massenkram wie Silber Maples sowieso das Kind mit den Flecken bereits in den Brunnen gefallen ist, finde ich die Natronpulver Methode halbwegs legitim. Was Schlimmeres als Schmelzpreis wird sowieso nicht mehr passieren... Alle anderen Sachen würde ich immer in Ruhe lassen.


    Definitiv ist der Milchbelag kein Silberchlorid, sonst würde man das mit Ammoniak (Silberdiaminkomplex) zumindest anlösen können...

    Ich habe jetzt längere Zeit mit Milchflecken auf Silber Bullion experimentiert. Hab berufsbedingt ein ziemlich komplettes Chemielabor zur Verfügung.


    - Ultraschall
    - alle organischen Lösungsmittel
    - alle Säuren
    - Ammoniak, egal welche Konzentration


    bringen überhaupt keinen Effekt. Die Flecken sind fest mit der Oberfläche verbunden. Ohne irgend ein abrasives Verfahren wird es nix werden.


    Funktioniert haben:


    Feine Silberputztücher (zerstört die Münze sichtbar)
    Sanftes "Peeling" mit Natronpulver (hält einer Sichtprobe ziemlich gut stand.)


    Meine Prüfobjekte waren Maple Leafs und Philharmoniker: Bilder nach Natronbehandlung




    Muss nun jeder selber wissen, was er mit seinen Fleckmünzen anfängt...


    Sofern irgend ein Sammlerwert in der Münze steckt (Panda, proof etc), würd ich sie in Ruhe lassen. Die Stücke auf den Bildern waren so extrem fies befallen, (kompletter Rand ringsum) dass ich den Eindruck jedoch jetzt besser finde.


    Gruß


    Felix

    hm ist genauso Banane... :D Mit dem Eiffelturm da 'drangepfuscht.


    Wirkt wie eine Springbock Antilope mit Angela Merkel auf der Rückseite der Münze :D


    Werd in 100 Jahren nicht verstehen, warum man keine Drachenmünze bringt. Ist Bestandteil unserer Mythologie (Nibelungen etc..), und könnte man auch jedes Jahr neu gestalten.

    Das hängt sehr sehr stark von der Ausgestaltung des Finanzsystems in den kommenden Jahrzehnten ab.


    Wenn Gold als Vermögensbestandteil wieder so "normal" wird, wie es Apple Aktien im Depot jetzt sind, und gleichzeitig halbwegs Erwerbseinkommen möglich sein wird, halte ich es für logisch, dass die früheren Ausgaben von Bullionserien die es dann noch immer gibt, explodieren werden.


    Es ist typisch menschlich zu sammeln und "komplett" haben zu wollen. Daran wird sich nie etwas ändern.


    (Die absurden Oldtimer Preise werden z.B. derzeit von reichen, alten Männern gemacht, die sich jetzt die Karren kaufen, die sie mit 18 nicht leisten konnten. In der nächsten Generation sind das aber nicht mehr die Träume der aktuellen Jugend)


    Sollte das Gold > 5000 USD Szenario eintreten, geht kein Sammeln da zu wenig Mitspieler mitspielen können.


    Sollte Gold preislich nix werden, bleiben wir die "Sonderlinge", die wir jetzt sind. :)

    Selbstverständlich hast Du Recht, sehe ich nicht anders.Gelegendlich verschenke ich auch mal ne Münze an einen vieleicht Neusammler, um das Interesse zu wecken.
    Natürlich nicht uneigennützig. Bei Münzen egal ob zu Anlagezwecken oder aus numismatischem Interesse läuft es doch nur solange rund, solange genügend Nachwuchs vorhanden ist.
    Nachtwächter

    Ich denke man muss hier zwischen klassischer Numismatik und den ganzen modernen Bullion - Abspaltungen zum Sammeln unterscheiden. Bei historischen Münzen habe ich Bedenken, ob nicht zum Beispiel die 60000 €, die Degussa für seinen Paradiesvogel haben will, bereits der absolute Zenit oder darüber sind. Da ist durchaus "Briefmarkengefahr", und ich glaub nicht, dass sich übermäßig viele junge Menschen dafür interessieren.


    Dann haben wir die ungelöste Finanzkrise, und eine gerade ganz langsam begonnene Rückbesinnung auf Edelmetalle. Das ist was völlig anderes als Numismatik. Wenn man aber die ganzen "Stacker" Videos auf Youtube betrachtet, dann fällt einem schon auf, dass die alle nach einiger Zeit anfangen, mit Slabs zu hantieren, oder proof oder spezielle Jahrgänge zeigen. Das ist eine ganz normale menschliche Regung, und ein ganz neuer Markt, der gerade erst langsam entsteht. Die Apmex Homepage z.B. zielt zu 99% genau auf diese Zielgruppe. Nicht besonders erfolglos, wie ich meine...


    Was daraus entsteht kann jetzt noch niemand sagen, aber die Käufer sind nicht nur alternde Männer, die langsam wegsterben...

    Hm da musste schon einen fast 20 Jahre alten China Panda rauskramen, dass das Berlin Ding halbwegs erträglich aussieht...


    Sollte prägetechnisch 2016 in einem modernen Industrieland nicht mehr möglich sein ? Sollte es generell nicht möglich sein, sich eine EIGENE Serie auszudenken, statt billig zu kopieren ?


    Ich gebe zu bedenken, dass speziell bei Panda Sammlern sehr viel Emotion im Spiel ist, wodurch auch die Preise zustande kommen. Ob diese Leute ein Plagiat mögen werden ? Ich denke, dass die das eher ärgert. Zumindest war "Ärger" das erste Gefühl, das ich verspürt habe, als ich von dem Ding aus Berlin gehört habe.


    Ausserdem denke ich, dass Du Auflagen überschätzt. Gibt genug Mini Auflagen von irgendwelchem Zeug, das Keinen interessiert. Wertsteigerung kommt zuerst durch Bekanntheit, am besten weltweit. Dann über den Verlust von guten Exemplaren mit den Jahren.


    Der Berlin Panda mag ein gutes Silber Investment sein, wenn der Silberpreis steigt. Aura hat er 0,0.


    Eine hübsche Medaille aus 2016 sieht so aus:



    Auch hier erwarte ich überhaupt nichts was Wertsteigerung angeht, es ist ein Hobby und für die Krise hab ich Krugerrands :rolleyes:

    Ich finde es ein wenig traurig, dass deutsche Münzen immer so extrem lieblos sein müssen.


    Der Panda aus Berlin reiht sich da für mich nahtlos in die sonstigen identitätsarmen Kreationen ein.


    Es gibt überhaupt kein spezifisch deutsches Bullion Investment, was man ernst nehmen , oder bei dem man Freude empfinden kann, wenn man es anschaut


    Bei diesen Dingern hat man sich halt den grössten Münzenhype der Gegenwart rausgesucht, und das dann ohne allzuviel Herzblut aufzuwenden kopiert.


    Möchte ihn persönlich nicht haben. Keine Emotion. Wenn das das einzige verfügbare EM auf der Welt wäre, würd ich Axien kaufen :)


    Wünsche trotzdem allen Erfolg mit ihren Berlin Pandas... (das war ein rein emotionales, subjektives Post)

    Ihr Zwei seid mir und wohl auch dem Forum


    zu Recht wohl sehr "Willkommen" ...

    Nachdem wir uns nun alle lieb begrüßt haben, könntest Du mir Deinen Drachen zum Kauf anbieten <3


    (immerhin bist Du ein mildtätiger Heiliger..)


    Oder wenigstens Bilder von Münzen in Deinen neuen thread posten, auf die ich noch nicht gekommen bin :)


    (früher gabs hier mehr Inspiration im Forum)

    Nee ich glaube das war vorsorglich für alles Mögliche, einfach weil man es grade konnte. Da sind mehrere Interessen befriedigt worden, und jemand konnte wohl auch kurzfristig Geld machen.


    Wahrscheinlich kommt im Dezember ne Mini Zinserhöhung, und dann wieder das ganze Erwartungsspiel...
    Also rechne ich damit, dass sie 0,25% anheben und dann ankündigen bald in mehreren Schritten auf 4% anheben zu wollen. Das geht halt gut, bis es das nächste Mal knallt.


    Hab nix dagegen, wenn ich noch ein bis zwei Jahre akkumulieren kann. Im übertragenen Sinne mach ich halt aus meinem Häuslein auf der Schloßallee noch ein Hotel, jedes mal wenn ich über Los komme gibt's Knete :D

    naja... gejammert wird immer, mich interessiert nur noch der Schnitt... und der sieht trotz auch mitunter höherer Erwerbspreise eigentlich ganz prima aus. Also was soll sein?
    Wer mag jammert rum, verkauft aus Angst oder kauft auch nach...eigentlich alles nix Neues, war vor 10 Jahren auch nicht anders, obwohl...eines schon...der POG :thumbup: [smilie_blume]

    Die alten Threads sind im Forum ja noch vorhanden, Thai Guru usw... nur andere Namen heute.


    "Wat ?? 600€ die Unze ?? Hamm die nen Vogel ?? Kein Stück kauf ich mehr, nächstes Jahr isses wieder bei 400, blah, blah..." (die Lektüre macht heute fast noch mehr Freude)


    1. Gold ist die nachweislich einzige bekannte funktionierende Zeitkapsel für monetäre Belange


    2. Gold ist das einzige Geld, dass sich staatlicher Kontrolle entzieht seit die Schweizer ihr Geschäftsmodell verraten haben :D


    Vor mir auf dem Schreibtisch liegt ein Double Eagle von 1925. Steht "Twenty Dollars" drauf. Das genügt mir als Beweis :D Immer wenn Gold mal schlechter läuft, glotz ich den einige Zeit an :D


    Nur werden wir aus dem Forumskreis das leider nicht erleben, weil wir uns vorher verabschieden werden, weil es so grausam wird diesen Abstieg mitzumachen, dass wir das Handtuch werfen werden.

    Nicht jeder kauft sich EM, und sitzt dann da, in der Hoffnung auf baldigen Reichtum...


    Es kommt halt jeden Monat FIAT rein, und irgendwo muss es ja hin. Wenn man halbwegs versucht zu diversifizieren (3 Speichen Regel o.Ä.), bleibt einem derzeit nichts anderes übrig, als weiter EM zu kaufen. Auch hypothetische Kurse unter 700€ (an die ich nicht so recht glaube) würden für mich daran nichts ändern. Im Gegenteil würden so stark fallende Kurse mich zwingen, noch weit stärker in EM zu gehen als jetzt, um die Balance, die ich mir für meine "Werte" vorstelle, wieder herzustellen.


    Wenn man generationsübergreifend denkt, können EM ganz schön drastisch fallen, ohne dass eventueller Nachwuchs wirklich weniger rausbekommt. Immerhin kann dieser dann selber entscheiden, ob er es bei der Erbschaftssteuer angeben mag oder nicht ;)


    Wenigstens das ist dann nicht mehr mein Problem hehe.