Gold und Silber... Informationen und Vermutungen I

  • Zitat

    Original von Blaubronco
    Hallo,


    es kaufen nun vermehrt Banker und private Vermögensberater. Und der normale Bürger verkauft seinen Schmuck und seine 2 - 100Euro Münzen.


    Gruß Blaubronco



    Hast du Beweise für den ersten Teil deiner Aussage?



    Grüße


    T.

    • Offizieller Beitrag

    @ Minos
    Mit Währung kann man Steuern zahlen, Gold ist demnach keine Währung. Es ist kein gesetzliches Zahlungsmittel.


    terekest
    Uns Blaubronco hat da schon einen ganz guten Riecher, auch mir ist dies zu Ohren gekommen.


    Trollfeind
    Mal wieder pro Silber, wenngleich es das Metall für die etwas härteren ist und wohl auch bleiben wird. Mehr Volatilität :]


    MbG
    DMR

  • Es gibt so viele Gründe, warum Edelmetall zurzeit extrem gen Süden fällt. EM in unzähligen Papierformen ( auch hier im Board) sind einfach eine unübersehbare Realität.


    Für die Banken u.s.w. sind diese Papiertiger ein gefundenes Fressen. Da wird dann, nach Absprache, der erste Stein geworfen, schon haben wir den berüchtigten Dominoeffekt. Dieser Effekt wird noch mit dem Verkauf von physischem EM leicht verstärkt.


    Zum Jahresultimo in Japan (31.03.) sind diese Spielchen mit den Papiergoldtigern und Papiersilbertigern eine leichte Beute. Zum Ultimo ist Bares was Wahres.


    Der Tag ist nicht so fern, da werden die EM-Heuschrecken aufhören zu zirpen, denn sie haben, sehenden Auges, Papier gekauft und kein Edelmetall.



    Frohe Ostern von Ersatzkasse

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

  • Okay, danke. Mich macht allerdings der Screenshot auf der vorigen Seite eher stutzig - die Masse liegt schließlich eigentlich immer falsch.


    Grüße


    Terekest

  • Zitat

    Original von Talleyrand


    Was mich viel mehr umtreibt als der momentane Preis von Gold und Silber ist die Frage, ob nun erst die Inflation kommt oder doch die Deflation?


    ich denke erst kommt deflation (wenn auch nicht lange.. d.h. 1-3 monate[das müssen monate sein wo in den zeitungen und tv explizit von deflation geredet wird) daraufhin wird der staat programme starten um die wirtschaft wieder auf trapp zu bringen...-> inflation


    bloß die frage ist ob das was bringt? da die leute in der deflation gefeuert werden und in der inflation sich nichts mehr leisten können. könnte enden wie japan. geld ohne ende reingepumpt yen schön entwertet, aber viel geändert hat sich nichts..

    Der Taler in der Schüssel klingt, die Seele in den Himmel springt :]


    --= I know what to do =--


    "Banken sind gefährlicher als stehende Armeen"
    Thomas Jefferson

  • nach meinem Verständnis kann es nicht erst eine Inflation und daran direkt anschließend eine Deflation geben, von daher Zustimmung, just.


    Grüße


    Terekest

  • Zitat

    Original von Auric Silberfaust
    Cassius Clay


    Hallo alter Mann! Der heißt schon seit Jahrzehnten Mohammed Ali.


    Zitat

    [
    Woran lags? Gewinnmitnahmen? Banken die durch Metallverkäufe wieder zu Kohle kommen wollen?


    Glaub ich nicht. Die bekommen doch das Papiergeld von den Zentralbanken in den Arsch geblasen. Niemand darf Pleite gehen. Die brauchen nichts zu verkaufen, um zu Geld zu kommen. Einfach nur die Hand aufhalten.


    X(

    Freund schöner Frauen und edler Metalle.

  • 70er Jahre waren ja deflationär bei Geldanlagen und inflationär bei Lebenshaltungskosten.


    Die Anfänge des 'De-Leveraging', also des Enthebelns der weltweiten Finanzmärkte erleben wir gerade. Kurzfristig fallen alle Preise.
    Mitelfristig im Preis fallen wird alles außer vielleicht Lebensmittel? Öl? Gold?


    Neuverteilung des Kuchens: Im Währungskarussell kann man ein Vermögen machen, wenn man den jetzt noch starken EURO verkauft gegen eine jetzt günstige 'Verrechnungseinheit':
    Ackerland in China?
    Nestle in Schweizer Franken?
    Statoil in norwegischer Krone?
    Mit Gold macht man nix verkehrt.

    Einmal editiert, zuletzt von Talleyrand ()

  • Ach noch ´ne Frage hintendran: Wozu brauchen die Geld über Ostern? Da sind die Banken doch geschlossen. Am Dienstag muss die Knete angeblich wieder zurückgezahlt werden. Wer braucht so etwas?

    Freund schöner Frauen und edler Metalle.

  • War ja mal wieder mächtig Hektik im Hühnerstall heute :D
    Ich kann nur raten macht es wie ich ... Chillt auf Silber und Gold!
    Time is on our Side .. don´t trust no one from Massmedia, don´t trust their numbers. In diesem Sinne frohe Ostern.

    Ich schätz mal, aber wer weiss das schon ?

  • Zitat

    Mit Währung kann man Steuern zahlen, Gold ist demnach keine Währung. Es ist kein gesetzliches Zahlungsmittel.


    Schon mal versucht deine deutsche Steuer in sagen wir russischen Rubeln zu bezahlen? ;)


    Gold ist sehr wohl eine Währung - bloß weil es keine gesetzliches Zahlungsmittel ist, heißt es nicht, dass es keine Währung ist. So ist z.B. die DM seit dem 1.1.2001 kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr in Deutschland, aber nach wie vor eine Währung...

    Jener stellt' auf die Glut unbändiges Erz in den Tiegeln,
    Auch gepriesenes Gold, und Zinn, und leuchtendes Silber;
    Richtete dann auf dem Block den Amboß, nahm mit der Rechten
    Drauf den gewaltigen Hammer, und nahm mit der Linken die Zange.

    • Offizieller Beitrag

    Moin Hephaistos,


    wir könnten uns nun drüber streiten, lassen wir aber besser oder?


    In Teilen hast du jedenfalls Recht. Hier in der Liste der 160 findet sich Gold allerdings nicht http://de.wikipedia.org/wiki/ISO_4217


    Auch wenn Gold nach irgendeiner Definition tatsächlich keine Währung ist, so ist es immer noch Geld und das weltweit.


    MbG
    DMR

  • klar - nur keinen Streit...


    ich war nur etwas überrascht, dass der Vorsitzende der DEG die in diesem Forum doch ziemlich weit verbreitete These vom Gold als Währung ablehnt...


    Die Ansicht wird übrigens nicht nur in diesem Forum vertreten, auch doch einigermaßen unstrittige Experten wie Bruno Bandult oder Uwe Bergold sehen Gold als Währung an. Aber dein Schlusssatz:


    "Auch wenn Gold nach irgendeiner Definition tatsächlich keine Währung ist, so ist es immer noch Geld und das weltweit."


    versöhnt mich auf alle Fälle... :]

    Jener stellt' auf die Glut unbändiges Erz in den Tiegeln,
    Auch gepriesenes Gold, und Zinn, und leuchtendes Silber;
    Richtete dann auf dem Block den Amboß, nahm mit der Rechten
    Drauf den gewaltigen Hammer, und nahm mit der Linken die Zange.

    Einmal editiert, zuletzt von Hephaistos ()

  • Zitat

    Original von Hephaistos
    klar - nur keinen Streit...


    ich war nur etwas überrascht, dass der Vorsitzende der DEG die in diesem Forum doch ziemlich weit verbreitete These vom Gold als Währung ablehnt...


    Manchmal ist der "Generalsekretär" und Vorsitzende etwas unentspannt, aber totgesagte leben länger. "Den Goldpreis in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf".


    Rohe Ostern! :D

    Freund schöner Frauen und edler Metalle.

  • Wikipedia:


    Währungen werden von einem Emittenten herausgegeben. Meist handelt es sich dabei um eine staatlich beauftragte Zentralbank. Sie ist in der Regel gesetzlich mit der Herstellung und der Emittierung der Währung beauftragt. Ihre vordergründige Aufgabe ist dabei in den meisten Ländern, die Geldmenge so zu steuern, dass eine Preisstabilität gewährleistet werden kann.


    Dann ist Gold besser keine Währung :D, sondern ein weltweit anerkanntes Zahlungmittel. :D


    P.S. Meine Geldmenge möchte ich auch mal steuern, Herr Acker :DDBank

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

    Einmal editiert, zuletzt von Ersatzkasse ()

  • Zitat

    Original von Minos
    ..
    Nur, diesmal wird es anders sein. Die Krise auf dem Immobilienmarkt wird erst Ende 2008 Ihren Höhepunkt erreichen. Folgekrisen sind nicht unwahrscheinlich.
    ...


    Es ist die Frage, was man unter dem Hoehepunkt der Immobilienkrise versteht.


    Der Tiefpunkt der US-Immobilienpreise ist realistisch erst in 4..8 Jahren zu erwarten. Die Immobilienzyklen sind langanhaltende, bestaendige Zyklen. Die Immobilienpreise vom letzten Peak werden inflationsbereinigt in den naechsten 100 Jahren wohl nie wieder erreicht.



    Der naechste Tiefpunkt fuer die Finanzinstitute wird 2010 eintreten, wenn eine zweite Welle von Zins-Resets auftritt. Auf die zweite Welle wird man zwar besser vorbereitet sein, jedoch wird sie die bereits laedierten Finanzhaeuser treffen. Ob die Auswirkungen der zweiten Well staerker oder schwaecher als die erste Welle ausfaellt, kann man nur raten. In der Zwischenzeit sehe ich aber eine Beruhigung der Lage in den USA. Die Massnahmen der US-Regierung und FED werden das schlimmste verhindern und abfedern, aber den Immobilienzyklus werden sie damit nicht nachhaltig beeinflussen.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Moin all


    Als ich mir den 3 Tageschart beim Silber in den letzten paar Tagen angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass London und NY der Kurs fällt, sich in Hongkong und Sydney jedoch wieder stabilisiert und sogar leicht setigt. Besonders schön ist das am derzeitigen Chart zu sehen.


    Was könnte das bedeuten?


    Doch kein Durchmarsch bis auf 16 $?


    Oder ist der Grund darin zu sehen, dasss die Menschen in Europa und den USA sich fluchtartig aus ihrem Papiersilber verabschieden, weil sie den emittierenden Banken nicht mehr trauen (wie ich auch)?

    Einmal editiert, zuletzt von totokotojo ()

  • Über New York und London handeln
    1. die Kreise, die an hohen EM-Preisen gar kein Interesse haben (Fed & Konsorten)
    2. die meisten Rohstoff-Zocker-Fonds, die jetzt massenhaft Papiergold und -silber verkauft haben und den irren Preisrutsch (21% in 3 Tagen beim Silber!) ausgelöst haben. Auf hartgeld.com heißt es, daß Gerüchte über erhöhte Margin (Sicherheiten) Anforderungen das Ganze ausgelöst hat. Klingt plausibel.


    Überall lese ich heute morgen, daß EM-Händler seit dem Preissturz geradezu gestürmt werden. Es herrscht Mangel an physischer Ware. Vielleicht erholen sich die Preise dann doch ziemlich schnell - oder es bilden sich Schwarzmarktstrukturen mit Aufpreisen für schnelle Lieferung. Vor allem die Asiaten werden sich die weltfremden Spotpreise aus New York/London nicht ewig bieten lassen, wenn bei diesen Preisen kein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herrscht.

  • Zitat

    Original von Tollar
    Der Tiefpunkt der US-Immobilienpreise ist realistisch erst in 4..8 Jahren zu erwarten. Die Immobilienzyklen sind langanhaltende, bestaendige Zyklen. Die Immobilienpreise vom letzten Peak werden inflationsbereinigt in den naechsten 100 Jahren wohl nie wieder erreicht.



    Der naechste Tiefpunkt fuer die Finanzinstitute wird 2010 eintreten, wenn eine zweite Welle von Zins-Resets auftritt. Auf die zweite Welle wird man zwar besser vorbereitet sein, jedoch wird sie die bereits laedierten Finanzhaeuser treffen. Ob die Auswirkungen der zweiten Well staerker oder schwaecher als die erste Welle ausfaellt, kann man nur raten. In der Zwischenzeit sehe ich aber eine Beruhigung der Lage in den USA. Die Massnahmen der US-Regierung und FED werden das schlimmste verhindern und abfedern, aber den Immobilienzyklus werden sie damit nicht nachhaltig beeinflussen.


    Die US Immobilienpreise werden sich auf das Langjahresmittel von 3 Jahresgehältern der jeweiligen Region einpendeln.
    Ob die FED das Schlimmste verhindern kann bleibt abzuwarten. Ich glaube es nicht, Der abrutschende Derivateberg wird noch viele Banken, Hedgefonds etc. mitreissen und die Pensionskassen der ganzen Babyboomergeneration vernichten. Ob Ben die nächsten Jahre den Dollar retten kann oder ob er ihn bricht, darauf gehe ich besser keine Wetten ein aber es sieht IMHO nicht gut aus.

    Einmal editiert, zuletzt von PMChris ()

  • Noch eine allgemeine Information, betrifft vor allem das Silber. Ein Schweizer "Sekundärhändler", bei dem ich in unregelmässigen Abständen vorbeigehe, hat mir letztes Jahr mehrfach gesagt, Anfang 2008 könne er dann haufenweise Ware kaufen, das sei immer so gewesen Anfang Jahr. Da würden die Leute ausmisten und brauchten Geld.


    Bisher hat er im neuen Jahr noch fast nichts erhalten. Ein paar vereinzelte Unzen, sonst nichts. Er wundert sich selber, dass nichts reinkommt. Bei Gold kann er etwas mehr ankaufen, es kommen aber auch nicht die erhofften Mengen. :D

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