GOLD : Märkte und Informationen

  • Was machen erfolgreiche Goldinvestoren mit ihrer Kohle?


    Graham Birch, der bis vor Kurzem zusammen mit Evy Hambro den 7 Milliarden schweren und höchst erfolgreichen Goldminenfonds von Blackrock (übrigens mein erstes Goldinvestment vor etlichen Jahren noch unter dem alten Namen) gemanaged hat, zieht es in die Landwirtschaft - er produziert nun neuerdings 3 Millionen Liter Milch pro Jahr auf seinen Gütern. Ein Grund sei, dass er "Abstand von der Londoner City" suche, was man ihm nachfühlen kann.


    Forumsmitglied Patrone wüsste sicher anzugeben, was diese Menge Milch an Subventionen bedeutet.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…to-run-UK-dairy-farm.html


    Grüße
    auratico

    • Offizieller Beitrag

    Was machen erfolgreiche Goldinvestoren mit ihrer Kohle?


    Graham Birch, der bis vor Kurzem zusammen mit Evy Hambro den 7 Milliarden schweren und höchst erfolgreichen Goldminenfonds von Blackrock (übrigens mein erstes Goldinvestment vor etlichen Jahren noch unter dem alten Namen) gemanaged hat, zieht es in die Landwirtschaft - er produziert nun neuerdings 3 Millionen Liter Milch pro Jahr auf seinen Gütern. Ein Grund sei, dass er "Abstand von der Londoner City" suche, was man ihm nachfühlen kann.(....)


    Grüße
    auratico


    Nunja, auch Jim Rogers sieht eher auf den Agrarsektor als auf Edelmetalle. Nahrung geht immer, Gold bleibt hingegen. :)


    Das letzte Argument von Birch betrifft die Relation beider Gebiete auch nicht, überzeugte Goldbugs auch nicht...


    Grüsse
    Edel

  • Zum Eichelburg-Leserbrief mit den gefälschten 1kG Barren:


    Vor einiger Zeit lief im Fernsehen ein Bericht über Gold, da wurde kurz ein kleiner gefälschter (vermutlich 1kG) Barren gezeigt. Auch wenn man das natürlich nicht als Beweis für die Existenz grösserer Mengen hernehmen kann.
    Wenn man aber mal die Richtigkeit des gezeigten Bildmaterials unterstellt, gibt es sehrwohl gefälschte kleinere Barren.


    Für mich persönlich liest sich die Zuschrift bei Eichelburg jedoch wie ein Fake.


    dkm

  • es zeigt sich gerade, in welche Richtung die aktuelle Diskussuion um Obergrenzen für Positionen geht:


    Für Erdöl und Erdgas, Orangensaft & Co soll es Obergrenzen geben, für Kupfer, Silber und Gold nicht:


    de facto läuft es also bei Energie zielgerichtet in die Richtung, das Anlagen von Papiergeld in Öl und Gas zu behindern, denn dadurch würde Inflation sichtbatr werden .


    Bei Gold und Silber dagegegen wird das aktuelle marktverzerrender Treiben erlaubt: d.h. eine explizite Marktmanipulation ist offiziell gewünscht.


    Die Vorgaben enthalten Obergrenzen, die Händler an den Terminmärkten nicht überschreiten dürften. Dabei geht es nicht nur um den Handel an der Rohstoffbörse New York Mercantile Exchange, sondern auch um das Geschäft an der Intercontinental Exchange in Atlanta. Bisher gelten die Vorschläge nicht für den Handel mit Metallen wie Gold, Silber und Kupfer.


    http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E5A0761AB92874B0D88D2B5CE3834288D~ATpl~Ecommon~Scontent.html


    es würde mich extrem erstaunen, wenn sich das ädnern sollte.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

    • Offizieller Beitrag


    Dieser Nachtrag in dem zurückliegenden Posting, danke auratico, ist etwas untergegangen, deshalb noch einmal aufgefrischt. Auch Sinclair stellt diesen Geab Nr.41 heute nacht heraus.
    Hier einige Auszüge:


    "Die US-Zentralbank ist nicht mehr in der Lage, ihren Jahrzehnte langen Kampf gegen Gold unter dem Schlagwort vom „Überbleibsel aus barbarischen Zeiten“ führen, mit dem die alles überragende Stellung des Dollars im internationalen Währungssystem gesichert werden sollte. Nach unserer Auffassung wird im kommenden Jahrzehnt Gold den Dollar aus dem Ring des internationalen Währungssystems prügeln, während die anderen großen Währungen zumindest vor ihm auf die Knie gegen werden.


    Wir haben schon des Öfteren in vorhergehenden Ausgaben des GEAB darauf hingewiesen : Gold ist sowohl eine mittel- bis langfristig geeignete Anlageform, um sein Vermögen gegen Wertverluste von Papierwährungen und Wertpapieren abzusichern als auch ein Zahlungsmittel in Zeiten schwerster Währungskrisen. In beiden Fällen ist die Entscheidung, ein Teil seines Vermögens in Gold zu tauschen Ausdruck einer gewissen Einschätzungen über die Risiken der nächsten Jahre, nicht der nächsten Wochen und Monate....


    Zur Erinnerung: Seit der Veröffentlichung der 34. Ausgabe hat Gold im Verhältnis zum Dollar eine Wertsteigerung von 30% zu verzeichnen, und im Verhältnis zum Euro von 23%. Seit unseren ersten Kaufempfehlungen 2006 hat es 100% im Verhältnis zum Dollar und 85% im Verhältnis zum Euro zugelegt...."


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Dieser Thread heißt „GOLD: Märkte und Informationen“. Insoweit besonders Gold in seiner Bedeutung als Anlage –und Währungmetall im Gespräch, andererseits werden aber auch gelegentlich die Aktienmärkte erörtert.


    Aus gegebenem Anlaß wieder ein Vergleich, den ich im Depot anstellte, mit 2 aussagefähigenCharts.


    Depotstruktur -- Märkte und Edelmetalle im Vergleich


    Trotz des sehr erfreulichen Entwicklung der beiden Edelmetalle (Platin und Palladium waren iÜ.deutlich besser) übertrafen ausgesuchte Juniors und Explorer Großminen, Indices und die Edelmetalle um ein Vielfaches.
    Das soll allerdings keine Anlageempfehlung sein, ist eher für Trader angedacht: Mit Gewinnen aus Minengeschäften kann man den physischen Bestand gut aufstocken. [smilie_blume]


    Grüsse

  • Hallo,
    ich war die letzten 2 Tage verhindert, weshalb ich leider nicht direkt auf
    die Antworten zu meinen Beiträgen 8399/8404 (p. 560/561) erwidern
    konnte. Das will ich jetzt nachholen:


    Zitat

    Masu


    Zitat von »PreciousTiger«


    Möglicherweise derjenige, der erkannt hat, daß Silber die niedrigste Reichweite von allen Industrie- und Edelmetallen besitzt (nur noch rund 13 Jahre).
    Das heißt, hier geht es nicht um kurzfristige Preisspitzen und Förderkosten, sondern um eine irreversible Verknappung des Angebots bei gleichzeitigem Nachfrageanstieg nach der Rezession.

    Auch eine irgendwann eintretende Verknappung rechtfertigt meiner Ansicht nach heute keineswegs irgendwelche Mondpreise (wie 50$).


    Nach meinen Zahlen (von ~ 2007) beträgt die Reichweite bei Silber übrigens
    bei gleichem Verbrauch wie heute ca. 20 - 25 Jahre (würde mich aber sehr interessieren, wenn es andere
    Aufstellungen gibt).


    Für die wesentliche Argumentation ist das aber egal:


    Solange es heute und in absehbarer Zukunft (z.B. 5 J. für einen Industrie-Produzenten)
    noch genügend Silber gibt, macht es keinen Sinn für einen solchen Produzenten,
    Silber heute zu einem irrsinnig hohen Preis zu kaufen, nur weil das Silber irgendwann
    mal ausgeht.
    Er mag die zukünftigen Preissteigerungen aufgrund der höheren Gestehungskosten wg. sich
    abzeichnender Verknappung einkalkulieren und deshalb bereit sein, einen etwas höheren Preis als die
    momentanen Gestehungskosten zu bezahlen, aber keine Mondpreise.


    Er weiss ja, dass es in 5 Jahren immer noch genügend AG auf dem Markt geben wird
    und die Preise um die dann etwas höheren Gestehungskosten schwanken werden.


    Irgendwann aber (in vielleicht 20 jahren) ist tatsächlich "Schicht im Schacht", die letzte Unze
    wurde - unter grossem Trauer-Gefeiere meinetwegen - aus dem Boden geholt, und jetzt ist die
    Erdkruste leer, es gibt keine einzige neue Unze Silber mehr (so absolut und exakt wird's nicht sein, aber egal),
    was passiert dann ?


    Silber kann dann nur noch durch Recycling und Verkauf von Investmentreserven
    gewonnen werden.
    Die Preisobergrenze für dieses Silber kann dann nur der Preis sein, den
    Produzenten (also Silberverbraucher) maximal bereit sein werden, dafür
    zu bezahlen, ohne dass ihre eigenen Produkte so teuer werden, dass sie ihnen einfach
    niemand mehr abkauft.


    Dieser Preisobergrenze wird sich der Silberpreis dann nach Ausfall der Neuproduktion
    langsam annähern (nicht schlagartig, da einige Zeit noch genügend Angebot
    aus den Quellen Recycling/Investmentreserven zur Verfügung stehen wird).


    Irgendwann ist dann aber auch dieses zu jenem Preis zur Verfügung stehende Silber verbraucht,
    es bleibt dann ein globaler Restbestand aus Schmuck und Investmentreserven, die einfach nicht
    zu jenem Preis verkauft werden wollen.
    Der letzte Produzent, der bis jener Preisobergrenze gegangen war, muss jetzt seine
    Produktion einstellen (oder durch substitution sein Produkt verschlechtern).


    Silber wird dann nicht mehr verbraucht, sondern es stellt sich ein Gleichgewicht aus
    Schmuckherstellung/Recycling/Investment-Kauf und Verkauf ein.


    Der Silberpreis wird dann davon abhängen, wieviel rein "ideellen" Wert die Schmuck-Liebhaber
    dem Metall durchschnittl. zugestehen werden, weil es "so schön" ist.
    Dieser Preis wird dann etwas oberhalb der genannten Preisobergrenze für Produzenten liegen, aber
    nicht sehr viel, da die globalen finanziellen Möglichkeiten der durchschnittl. Bevölkerung sich in Zukunft
    eher verschlechtern werden und die wenigen Reichen sicher nicht soviel Silberschmuck
    kaufen werden. (Die werden sich anderes zulegen)




    Was ich damit sagen will, ist folgendes:


    Der Preis wird auch bei Knappheits-Szenarien nicht "unendlich* werden, sondern
    auf fundamentalem Boden bleiben.


    Und vor allem:
    Die vielbeschworene Investment-Nachfrage kann überhaupt keinen dauerhaften Preisanstieg
    bewirken, da diese ja rein spekulativ ist.
    Der investor braucht das Ag ja nicht selber, sondern hofft, dass andere
    (tatsächliche Silberverbraucher) es brauchen werden und deshalb einen gewissen Preis
    dafür bereit sein werden zu bezahlen.


    Das langfristige Preisniveau wird deshalb nur durch die reale Produktions-/Verbraucher-Situation
    und nicht Investment-Nachfrage bestimmt. Kurzfristig kann letzteres natürlich die
    Preise nach oben oder unten jagen.


    Würde ein Metall nur zwischen Investoren hin- und hergeschoben und hätte keinerlei
    Gebrauchswert (und sei es auch nur als Schmuck), dann wäre sein Preis bald null !


    Grüsse
    PT


  • Erdöl ist das beste Beispiel, wo wir eben keinen freien Markt haben, sondern Monopole
    und darüber hinaus im wesentlichen keine Investment-Nachfrage.
    Die Verbraucher werden an ihrem Lebensnerv getroffen, wenn sie den Saft nicht ausreichend und
    kontinuierlich bekommen.


    Bei Gold/Silber gehe ich jetzt mal von keiner Monopol-Bildung der Produzenten aus, ausserdem
    wäre die Erpressungsmöglichkeit wesentlich geringer;
    die könnte nur beim realen Verbrauch (als Schmuck oder bei Silber auch in der Produktion) liegen,
    keineswegs aber bei der Investmentnachfrage.


    => bei Gold/Silber wäre ein Preisniveau derart weit über den Gestehungskosten eine
    komplette Spekulationsblase.


    Grüsse PT


  • da hast du dich aber mächtig verrannt.


    nimm allein deinen letzten satz...
    gold hat praktisch keinerlei gebrauchswert (außer für schmuck) und kostet dennoch mehr als 25.000,- € per kg.

  • naja, ich bin eigentlich nicht das PPT ...,
    (das ich auch gar nicht so gut finde..)


    Da ich davon ausgehe, dass reine Spekulation und Investmentnachfrage
    den EM-Preis nicht dauerhaft nach oben oder unten dücken können,
    (wenn das Material eben real zu einem bestimmten Preis gefördert
    wird und ausreichend auf den Markt kommt - wie bei Gold u. Silber -),
    denke ich auch, dass die Comex-Manipulationen den kurzfristigen future-Preis sehr wohl
    beinflussen, aber nicht das langfristige Niveau !


    Die machen das, um den $ bei bestimmten events nicht zu schlecht dastehen zu lassen, d.h.
    "hässliche" Sprünge bei z.B. hohen Arbeitslosenzahlen usw. zu "glätten".
    Darüberhinaus verdienen sie ja sehr viel Geld damit, da sie den longs regelmässig
    die "Hosen ausziehen". Wieso soll die das was kosten ?


    Mittelfristig (d.h. auf ein Jahr oder so) glaube ich nicht,
    dass sie das durchschnittl. Preisniveau damit senken.


    => Würde das PPT nicht agieren, glaube ich nicht, dass das mittlere Preisniveau
    wesentlich höher wären, da meiner Ansicht nach spekulative Käufe/Verkäufe alleine so was nicht vermögen.



    Oh je, mit dieser Aussage habe ich in ein Wespennetz gestochen, ich weiss, aber ich lasse
    die Reaktionen gelassen auf mich zukommen ..


    Grüsse PT

  • Gold ist etwas Anderes, es wird ja auch als Währung gehandelt aber man könnte ja in diesem Zusammenhang mal Platin und Palladium ansprechen. Die Platinmetalle befriedigen die Nachfrage noch weit über 150 Jahre und ich persönlich halte Silber im Gesamtvergleich mit seinen mickrigen 18$ als sehr unterbewertet. Ich könnte mir einen angemessenen Preis bei 250 $ die Unze vorstellen.

  • da hast du dich aber mächtig verrannt.


    nimm allein deinen letzten satz...
    gold hat praktisch keinerlei gebrauchswert (außer für schmuck) und kostet dennoch mehr als 25.000,- € per kg.

    Aber Schmuck ist doch ein Gebrauchswert !!
    Genau darum geht es doch, dass man etwas mit dem Goldbarren anfangen könnte, wenn man wollte.

  • Gold ist etwas Anderes, es wird ja auch als Währung gehandelt aber man könnte ja in diesem Zusammenhang mal Platin und Palladium ansprechen. Die Platinmetalle befriedigen die Nachfrage noch weit über 150 Jahre und ich persönlich halte Silber im Gesamtvergleich mit seinen mickrigen 18$ als sehr unterbewertet. Ich könnte mir einen angemessenen Preis bei 250 $ die Unze vorstellen.

    Rein das Vorkommen in der Erdkruste betrachtet:


    Silber ist ca. 10 mal häufiger als Palladium und ca. 20 x mal häufiger
    als Gold und Platin.
    Das ist ein grober Anhaltspunkt, natürlich zählt die
    tatsächliche Konzentration abbaubaren Materials, aber grob wird damit schon das Preisniveau
    erklärt.
    Hast du Zahlen über die Reichweite der Platinmetalle (würde mich interessieren) ?


    Gruss PT

  • Aber Schmuck ist doch ein Gebrauchswert !!
    Genau darum geht es doch, dass man etwas mit dem Goldbarren anfangen könnte, wenn man wollte.


    .. dann hast du dich zumindest missverständlich ausgedrückt.


    aber gold ist doch nicht so teuer, weil es auch als schmuck verwendet wird!
    gold ist teuer, weil investoren es "hin und her schieben" oder horten, weil es eine hohe wertdichte hat.
    die investoren machen den preis.


  • So pauschal kann man das m.E. nicht sagen.
    Was wäre ein reicher, verdurstender Mensch bereit, für eine Flasche Trinkwasser zu bezahlen, die ihn bis zur nächsten Oase über die Runden bringt? Angebot und Nachfrage.


    Bei Silber wird es genauso sein. Mit dem Aufbrauchen des verfügbaren Silbers steigt der Preis. Zuerst beginnen die Produkte uninteressant zu werden und vom Markt zu erschwinden, bei welchen der Silberpreisansteig einen so großen Kostenanstieg bewirkt, daß sie nciht mehr nachgefragt werden. Es stellt sich ein Gleichgewicht ein, aber dieses Marktgleichgewicht liegt nicht bei den Produktionskosten, sd liegt immer dort, wo sich Angebot und Nachfrage die Waage halten.


    Dazu eine Überlegung: RFID-Chips verwenden heute Silber. Relativ viel. ABER: gemessen am Einsatzzweck, kosten sie so gut wie nichts. Das bedeutet, daß es Anwendungen gibt, die weltweit einen enormen Bedarf eines Rohstoffes aufweisen können, der Anteil der Kosten dieses Rohstoffes sich nur minimal auf den Endpreis des eigentlichen Produktes auswirkt (Bsp. Platinkosten für Kat im Vergleich zu den Kosten des Autos). Der Platinpreis kann sich verzehnfachen ohne daß der Autoabsatz signifikant zurückgehen würde. Nur für den Investor in Platin ändert sich eine ganze Menge. 8) Es kann also bei bestimmten Stoffen, auf die obengenannte Kriterien zutreffen, zu regelrechten Preisexplosionen kommen, OHNE daß diese sich auf den Preis des Endproduktes signifikant auswirken.
    Das ist z.B. bei Energieträgern ja etwas ganz anderes, weil Energie neben den Arbeitskosten den Großteil der Produktionskosten ausmacht.


    Unter diesem Gesichtspunkt bieten Investitionen in rare Edelmetalle, die nur in kleinen Spuren pro Proddukt eingesetzt werden und kaum einen Einfluß auf den Produktpreis bewirken, gewlatige Preissteigerungsmöglichkeiten, OHNE daß die weltweite Nachfrage deswegen stark zurückgehen muß. Das trifft halt nicht auf den Investmentbereich zu, aber auf den Industriebereich. Und da ist SIlber eben ein sehr wichtiges Gut, auf das diese Eingenschaften zutreffen.


    Nun zur Behauptung, daß der Erdölmarkt kein freier Markt sei, aber der Silbermarkt schon und deswegen Silber nicht nach oben schießen könnte: Man braucht sich dafür nur die Mengen verfügbaren und abbaubaren Silbers ansehen und wieviel es kosten würde, sich in Besitz des überwiegenden Teiles dieses Silbers zu bringen. Die Summe soll gar nicht so astronomisch hoch sein und sogar für einzelne Superreiche zu stemmen sein. Bei Erdöl ist das z.B. nicht möglich, der Markt ist viel zu groß. Hier funktioniert die Preismanipulation nur über Kartelle, nicht durch Monpole.
    Was ich damit sagen will: wenn sich die Chance zur Monopolbildung eröffnet, so wird sie irgendwann auch ergriffen werden. Das ist das ureigenste Streben des Kapitalismus: Die Bildung von Monopolen, denn sie maximieren den Gewinn. D.h., wenn es die Möglichkeit für Investoren gibt, sich ein de facto Monopol über Silber zu sichern, so wird dieser Versuch auch früher oder später unternommen werden.
    Ich wundere mich eigentlich, warum seit den Brüdern Hunt noch niemand diesen Versuch unternommen hat. Es erscheint mir heute noch leichter als damals.

  • Schau mal unter Silberjunge,


    http://www.silberjunge.de/pdf/…lberschlaglicht-probe.pdf



    Silber wird aber auch 10 und 20 mal so häufig verbraucht, da sich in Zukunft wohl nichts daran ändern wird.....ist ohne Zweifel bald Schicht im Schacht.

  • Schau mal unter Silberjunge,


    http://www.silberjunge.de/pdf/…lberschlaglicht-probe.pdf



    Silber wird aber auch 10 und 20 mal so häufig verbraucht, da sich in Zukunft wohl nichts daran ändern wird.....ist ohne Zweifel bald Schicht im Schacht.

  • .. dann hast du dich zumindest missverständlich ausgedrückt.


    aber gold ist doch nicht so teuer, weil es auch als schmuck verwendet wird!
    gold ist teuer, weil investoren es "hin und her schieben" oder horten, weil es eine hohe wertdichte hat.
    die investoren machen den preis.

    Gold ist so teuer und hat eine so hohe Wertdichte, weil es so aufwendig ist, dieses aus der Erde zu holen,
    weil es so selten ist.
    Seit Menschengedenken wird es sehr gerne als Schmuck verwendet und jeder Schmuckliebhaber muss
    deshalb bereit sein, diese hohen Gestehungskosten zu bezahlen.
    Der Investor hortet das Material nur und hofft, dass es auf dem Markt immer einen Schmucklieberhaber
    gäbe, der es im abkaufen würde, sollte er denn verkaufen wollen.
    Der investor macht nicht den Preis, sondern die Gestehungskosten, die der Schmuckliebhaber bereit sein muss zu bezahlen.
    der Investor hängt sich nur "dran".

  • Gold ist so teuer und hat eine so hohe Wertdichte, weil es so aufwendig ist, dieses aus der Erde zu holen,
    weil es so selten ist.


    Also bitte!
    Angebot und Nachfrage bestimmen in einem freien Markt den Preis.


    Ein Gedankenexperiment zeigt das:
    Stell Dir vor, Du besitzt ein Grundstück, auf dem es ein Vorkommen eines Stoffes gibt, den es nur auf Deinem Grundstück gibt.


    Variante A) Jeder will diesen Stoff haben. Er liegt sogar an der Oberfläche. Es entstehen Dir keine Kosten. Er schmückt die Frauen, von ihm geht die Magie der Schönheit aus, wenn man ihn angreift und ansieht.
    Welchen Preis kannst Du dafür verlangen?


    Variante B) Der Stoff sind halbverweste Leichen. Es ist ein Friedhof. Du mußt sie mühsam ausgraben, es entstehen Kosten.
    Was kannst Du dafür verlangen?


    Somit ist hinreichend bewiesen, daß NICHT die Produktionskosten von Bedeutung sind, sd. das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Ein hoher Preis ist also die FOLGE, nicht die URSACHE. Die hohen Produktionskosten von Gold, sind also eine FOLGE davon, daß es ein so begehrter Stoff ist, der noch dazu rar ist. Der Stoff ist so begehrt, daß die Menschen bereit sind, um an ihn zu gelangen, immer tiefer zu graben (früher konnte man das Gold noch oberflächlich finden).


    Du verwechselst also Ursache und Wirkung. Etwas ist nicht kostbar und wertvoll, weil es teuer herzustellen oder aus der Erde zu holen ist, sd.
    A) weil es die Menschen haben wollen, oder brauchen UND
    B) weil es ein begrenztes Gut ist.


  • So pauschal kann man das m.E. nicht sagen.
    Was wäre ein reicher, verdurstender Mensch bereit, für eine Flasche Trinkwasser zu bezahlen, die ihn bis zur nächsten Oase über die Runden bringt? Angebot und Nachfrage.

    Der würde alles Gold der Welt für ein Glas Wasser geben, das ist schon klar.
    Aber wir reden nicht von solch einer Extrem-Situation, sondern von einem halbwegs ausgeglichenen Markt.


    Bei Silber wird es genauso sein. Mit dem Aufbrauchen des verfügbaren Silbers steigt der Preis. Zuerst beginnen die Produkte uninteressant zu werden und vom Markt zu erschwinden, bei welchen der Silberpreisansteig einen so großen Kostenanstieg bewirkt, daß sie nciht mehr nachgefragt werden. Es stellt sich ein Gleichgewicht ein, aber dieses Marktgleichgewicht liegt nicht bei den Produktionskosten, sd liegt immer dort, wo sich Angebot und Nachfrage die Waage halten.

    das versuchte ich ja gerade darzulegen:
    solange es noch genügend Material gibt (also noch ca. 20 Jahre, meinetwegen 15) , bestimmen die Produktionskosten
    den Preis, danach tatsächlich die fundamentale Angebot / Nachfrage -Situation.
    Diese wird aber nicht von Investmentkäufen/Verkäufen festgelegt, sondern von den Bedürfnissen der Produzenten
    und der Verfügbarkeit des Recycling-Materials.
    Die vielbeschworene Investoren-Nachfrage ist dabei ein Nullsummen-Spiel, das um diese fundamentalen Faktoren
    herum kreist und sich im Miittel "rauskürzt".

    Nun zur Behauptung, daß der Erdölmarkt kein freier Markt sei, aber der Silbermarkt schon und deswegen Silber nicht nach oben schießen könnte: Man braucht sich dafür nur die Mengen verfügbaren und abbaubaren Silbers ansehen und wieviel es kosten würde, sich in Besitz des überwiegenden Teiles dieses Silbers zu bringen. Die Summe soll gar nicht so astronomisch hoch sein und sogar für einzelne Superreiche zu stemmen sein. Bei Erdöl ist das z.B. nicht möglich, der Markt ist viel zu groß. Hier funktioniert die Preismanipulation nur über Kartelle, nicht durch Monpole.
    Was ich damit sagen will: wenn sich die Chance zur Monopolbildung eröffnet, so wird sie irgendwann auch ergriffen werden. Das ist das ureigenste Streben des Kapitalismus: Die Bildung von Monopolen, denn sie maximieren den Gewinn. D.h., wenn es die Möglichkeit für Investoren gibt, sich ein de facto Monopol über Silber zu sichern, so wird dieser Versuch auch früher oder später unternommen werden.
    Ich wundere mich eigentlich, warum seit den Brüdern Hunt noch niemand diesen Versuch unternommen hat. Es erscheint mir heute noch leichter als damals.

    Bei Erdöl haben wir also Kartelle (oder ein Monopol, ist ja egal) bei Silber derzeit keines, könnten aber theoretisch eines
    haben, wenn ein Superreicher das wollte ?
    Ja das kann sein, aber was ich meine ist, dass selbst dann (genauso wie wenn kein Silber mehr im Boden ist) der Erpressungsspielraum
    nach oben sehr begrenzt ist, da keine Volkswirtschaft steht, wenn's kein Silber mehr gibt; bei Erdöl aber schon.
    Und Investoren sind am allerwenigsten erpressbar, irgendetwas überteuert zu kaufen.

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