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Ist China an allem schuld ?
.. Oder sind es nicht eigentlich wir, die diese Schuhe anziehen, diese Eisschränke mit Bier beladen, mit diesen Fernsehern die Europameisterschaft gucken? Und das alles für wenig Geld, denn „Geiz ist geil“. Zwar muss der chinesische Wanderarbeiter für 300 Euro im Monat schuften.
Aber abends vor der Tagesschau klagen wir über die miserable Lage der Menschenrechte im Reich der Mitte. ![]()
Alte Feindbilder
Auf niemanden lässt sich so fabelhaft einschlagen wie auf die Chinesen. Dank der Globalisierung ist es inzwischen ganz gleich, wo auf der Welt es brennt – in irgendeiner Form wird China schon beteiligt sein. Afrikanische Despoten lenken keine Weltmacht. Indische Politiker sind zwar bestechlich, aber Demokraten. Und Amerika führt Angriffskriege und foltert, aber es weist der Welt den rechten Weg. China indes macht falsch, was nur falsch zu machen ist.
Seine Regierenden sind verknöcherte Parteibonzen, korrupt bis ins Mark. Sie lachen schemenhaft, winken steif, und zum Mittagessen verspeisen sie Dissidenten. Es ist dieses alte Feindbild, es ist diese Sinophobie, es ist der schnell dahergesprochene Satz von der „gelben Gefahr“, die immer dann abgerufen werden, wenn etwas schiefläuft.
Wenn Hollywood-Diva Sharon Stone von Karma schwadroniert, welches als Antwort auf die Tibet-Krise das Erdbeben über die Chinesen habe hereinbrechen lassen, springt sie nicht nur ins Fettnäpfchen. Der Satz der Schauspielerin unterstreicht die Wahrnehmung des Westens – China, die Ausgeburt des Bösen, von Gottes Hand gestraft. Dass das Land – geführt von derselben Partei – Hunderte von Millionen Menschen aus bitterster Armut befreit hat, fällt da leicht unter den Tisch. >>>>>>>>>
Ansichtssache, Fakt ist .....
Richtig aber ist, dass die Vorräte der Erde begrenzt sind.
Eine zweite industrielle Revolution, die genau so viel Rohstoffe und Natur frisst wie die erste, kann sich die Welt nicht leisten.
Erkennt China das aber nicht, wird es düster für ""alle"".