Global Economic Collapse

  • Scheint, da tickt schon die nächste Bombe:


    FTD-Ticker :
    Brüssel fürchtet weitere EU-Pleitestaaten


    Die EU-Kommission fürchtet, dass nach Ungarn noch weitere Mitgliedstaaten in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten. Die Brüsseler Behörde forderte die EU-Regierungen deshalb am Freitag offiziell auf, die Höchstgrenze für Kredite an notleidende Mitgliedstaaten von 12 Mrd. Euro auf 25 Mrd. Euro zu erhöhen. Solche Notkredite dürfen nur EU-Staaten gewährt werden, die der Eurozone nicht angehören. Eine EU-Kommissionssprecherin nannte die vorgeschlagene Aufstockung "eine Vorsichtsmaßnahme, um weiteren Ländern helfen zu können. Wir hoffen natürlich, dass das nicht nötig sein wird, aber wir müssen in diesen schwierigen Zeiten gewappnet sein."

  • Kreditkartenschulden


    Amerikaner konsumieren auf Pump – ihre immensen Kreditkartenschulden bedrohen das ohnehin angeschlagene Finanzsystem.


    Von Henrik Mortsiefer
    19.10.2008 0:00 Uhr



    Berlin - Den Finanzmärkten stehen weitere Erschütterungen bevor. Nachdem US-Ramschhypotheken Banken und Börsen weltweit in den Abgrund gerissen haben, rollt nach Meinung von Experten nun eine zweite Welle auf die Institute zu: geplatzte Forderungen aus Kreditkartenverträgen. Das Ausfallrisiko könnte eine ähnliche Dimension wie im Fall der Immobilienkredite haben. Die Ratingagentur Moody’s schätzt das Volumen der Wertpapiere, die auf Forderungen aus US-Kreditkarten basieren, auf insgesamt 450 Milliarden Dollar.


    „Hier hat sich in den vergangenen zehn Jahren eine enorme Bedrohung aufgebaut“, warnt der Bochumer Finanzwissenschaftler Stephan Paul. „Das Risiko ist erheblich.“ Gefährlich könnte es werden, wenn die US-Wirtschaft wegen der Finanzkrise in den kommenden Monaten in eine tiefe Rezession rutscht. „Dann werden noch viel mehr verschuldete US-Verbraucher große finanzielle Probleme bekommen“, sagt Bankenanalyst Konrad Becker von Merck Fink. Stagnierende Realeinkommen und steigende Arbeitslosigkeit würden die Privatinsolvenzen in die Höhe treiben. Viele Amerikaner, die in der Vergangenheit auf Pump konsumiert und ihre Kreditkarten belastet hätten, seien dann nicht mehr in der Lage, ihre Schulden zurückzuzahlen. Mit fatalen Folgen für das ohnehin schon geschwächte Finanzsystem.


    Denn die Kreditkartenfirmen und die meisten US-Banken haben – nach dem Muster der Immobilienfinanzierer – ihre Forderungen aus Kreditkarten und Verbraucherdarlehen gebündelt und weiterverkauft. Wie bei den Ramschhypotheken wurden dabei Risiken gemischt und in komplizierte und intransparente Wertpapiere umgewandelt. Versehen mit dem Gütesiegel der Ratingagenturen wurden so aus Kreditforderungen handelbare Anlageprodukte, die hohe Renditen versprachen. In einem Umfang, den Experten für bedrohlich halten. Denn die Erfahrung aus der Finanzkrise lehrt, dass die in sogenannten forderungsbesicherten Wertpapieren (ABS) versteckten Risiken zwar aus den Bilanzen einiger Finanzinstitute verschwinden, nicht aber aus dem Finanzsystem insgesamt. Platzen die den Papieren zugrunde liegenden Kredite massenhaft, kann eine gefährliche Kettenreaktion ausgelöst werden.


    „Konsumfinanzierung per Kredit spielt in den USA eine große Rolle“, sagt Michael Schubert, Abteilungsleiter Research bei der Landesbank Berlin. Shoppen auf Kredit ist in den USA keine Ausnahme, sondern die Regel. Die Sparquote lag nach Angaben von HSBC Trinkaus &Burkhardt in den USA im Durchschnitt der letzten drei Jahre nur bei 0,4 Prozent. In Deutschland beträgt sie rund zehn Prozent. Dem „Wall Street Journal“ zufolge gehen in einem durchschnittlichen US-Haushalt von jedem verdienten Dollar 15 Cent fürs Abzahlen von Autokrediten, Hypotheken, Kreditkarten und anderen Schulden drauf, in Kalifornien sogar 19 Cent. Denn US-Kreditkarten funktionieren anders als das in Deutschland genutzte Plastikgeld. Die per Karte gezahlten Beträge werden nicht – innerhalb eines festen Verfügungsrahmens – monatlich abgebucht, sondern sammeln sich über längere Zeit wie ein laufender Kredit an. „Ähnlich wie beim Dispokredit entsteht so ein wachsender Schuldensaldo“, erklärt Finanzexperte Paul. Statt in schlechten Zeiten zu sparen, hätten viele Amerikaner in den vergangenen Monaten erst recht Geld auf Pump ausgegeben, um Zahlungsengpässe zu überbrücken. „Die Auslastung der US-Kreditkarten ist zuletzt noch einmal deutlich gestiegen“, sagt Paul. Eine tickende Zeitbombe.


    Überschulden sich viele US-Haushalte und platzen die Kreditkartendarlehen in großer Zahl, seien die Ratingagenturen zu einem „Downgrade“, also Herunterstufen der entsprechenden ABS-Papiere gezwungen. Das Finanzsystem stünde vor einer weiteren Kernschmelze. Wie bei den Immobilienkrediten entstünde ein riesiger Wertberichtigungsbedarf bei allen Finanzinstituten und Investoren, die solche Papiere in ihren Büchern stehen haben. Einige Pakete sind zwar schon zusammen mit den Immobilienkrediten abgeschrieben worden. „Das größte steht aber noch aus“, befürchtet Paul. Schwacher Trost: Deutsche Banken haben nach Einschätzung von Branchenkennern auf dem Markt für verbriefte US-Kreditkartenschulden nur am Rande mitgemischt.



    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Fi…;art271,2639682


    Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.10.2008

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

    2 Mal editiert, zuletzt von Ersatzkasse ()

  • 30.10.2008 16:12 Uhr


    Trügerische Ruhe bei Visa
    Experten befürchten eine zweite Welle der Kreditkrise: Denn immer mehr US-Bürger können ihre Kreditkartenschulden nicht bezahlen. Der weltgrößte Kreditkartenanbieter Visa ist offenbar immun dagegen.


    Visa hat im vierten Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zu. Zwar rutschte der weltgrößte Kreditkartenkonzern durch einen Milliardenvergleich mit dem Konkurrenten Discover in die roten Zahlen. Doch ohne die Sonderbelastung und andere Einmaleffekte erzielte der Konzern im vierten Geschäftsquartal dank höherer Zahlungen mit Visa-Karten einen Gewinn von 448 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel im Vergleich zum Vorjahr.


    Visa und Mastercard fein raus?
    Dabei gelten enorme Kreditkartenrückstände in den USA eigentlich als das nächste große Risiko für die Finanzmärkte nach den Hausdarlehen, die der Auslöser der weltweiten Kreditkrise waren.


    Doch Visa und auch der zweitgrößte Anbieter Mastercard leiden bisher weniger darunter, da sie an den Abwicklungsgebühren verdienen und die Kredite nicht selbst vergeben. Die Darlehen werden von den Banken gewährt, die Karten der beiden Anbieter ausgeben.


    Amex steht schlechter da
    Ganz anders sieht es beim Konkurrenten American Express aus: Amex trägt das Risiko selbst. Durch immer mehr unbezahlte Kreditkartenschulden fiel der Überschuss zuletzt um fast ein Viertel auf 815 Millionen Dollar (umgerechnet 612 Millionen Euro). Seine Gewinnprognose für dieses Jahr hatte Amex schon vor Monaten kassiert.


    Allerdings bekommt auch Visa die Finanzkrise indirekt zu spüren: Wegen der daraus resultierenden Wirtschaftsflaute besonders in den USA sei bis 2010 nur noch mit einem Umsatzplus am unteren Ende der bisherigen Erwartungen zu rechnen, warnte Visa.

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

  • aus dem DGF (http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=52386)


    Die "Menschen" reagieren bereits


    verfasst von Kater Karlo , 31.10.2008, 22:34


    .... weil sie dem Versprechen nicht trauen - wie auch dem ganzen anderen Geschwätz. Boni für Finanzmanager, Boni bei der Deutschen Bahn ... das sind Themen, über die man die Menschen im Vorübergehen sprechen hört. Auch die eigenen Ängste .... und immer wieder: Geld!!!


    Heute bot sich mir ein Bild bei Kaufland, das ich so noch nie gesehen habe: Ausverkaufte Regale bei Grundnahrungsmitteln und Billig-Ware wie Nudeln, Dosentomaten, Rotkraut im Glas (45 Cent), aber auch die TK-Truhen waren geräumt, z.B. bei Gemüsen, billigen Pizzen etc.
    Normalerweise traut man sich dort kaum was aus den Regalen zu nehmen, weil 30 mal die gleiche Marke zu einer Art Produktwand aufgestapelt ist.


    Letzte Woche stand ich bei Marktkauf vor Regalen, in denen die Packungen einzeln schräg eingeordnet waren oder einzeln nebeneinander - nicht hintereinander, also jeweils eine Packung vorn, dahinter NICHTS!


    Discounter besuche ich nicht. Wie es dort wohl aussieht? Die Regierenden wissen gar nicht, was im Land los ist.


    (Ich muß dazu sagen, ich wohne in der reichen Hauptstadt eines südlichen Bundeslandes, nicht im Ruhrpott!!!)


    Übrigens: In den Tresoren der Regierungspräsidien liegen bereits die Lebensmittelmarken gestapelt - für alle Fälle! (Insiderwissen)

    NICHT WEIL ES SCHWER IST, WAGEN WIR ES NICHT, SONDERN WEIL WIR ES NICHT WAGEN, IST ES SCHWER.
    Lucius Annaeus Seneca
    End corruption or at least let me participate in it!

  • Ich liebe es mal wieder Steuern zu zahlen um damit die Banken die den US Kunden Kreditkarten gegeben haben aus der scheiße zu ziehen :cursing: :cursing:

    Wer ist John Galt ?


  • (Ich muß dazu sagen, ich wohne in der reichen Hauptstadt eines südlichen Bundeslandes, nicht im Ruhrpott!!!)

    Ich wohne während des Studiums in Nürnberg. Da ich immer regelmäßig mit meinen Kumpel alle 2 Tage einkaufen gehe ( wir kaufen immer Konserven usw. ) aber halt so das es nicht extrem auffällt. Dabei haben wir festgestellt das im Mercado ( REAL ) Einkaufszentrum in den Regalen die Konserven zum großteil auch nur ganz vorne aufgestellt wurden. Dahinter dann gähnende Leere , als wir mit dem Konservenkauf vor 4 Wochen in Nürnberg begonnen hatten waren die Regale immer wieder komplett aufgefüllt aber in dieser Woche ist uns eben mehrmals das Gegenteil aufgefallen. Geschätzt dürfte momentan nur noch 1/4 der üblichen Ware in den Regalen stehen , zumindest bei den Konserven bei anderen Gütern konnte ich keine Veränderung erkennen.

  • Es funktioniert eben nach wie vor hervorragend :cursing:


    Naja, das war bei den Deutschen doch schon immer so: Lieber bekämpfte man sich gegenseitig INNERHALB in der Bevölkerung (ob es nun die Juden oder Komunnisten waren), aber gegen die Obrigkeit vorgehen: NIE UND NIMMER... der typische deutsche Michel wird sich auch net ändern. Frankreich, Italien und Griechenland machen vor wie es geht: Hundertausende gemeinsam auf die Straße, hier undenkbar ! :wall: Lieber wird mal auf wahlweise auf den Arbeitslosen oder Ausländer eingeprügelt... :hae:

  • zumindest bei den Konserven bei anderen Gütern konnte ich keine Veränderung erkennen.


    Solange noch genug Klopapier auf Lager ist, ist noch alles normal. Wird Klopapier aber knapp, kann Panik ausbrechen, Klopapier ist der absolute INDIKATOR !

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Solange noch genug Klopapier auf Lager ist, ist noch alles normal. Wird Klopapier aber knapp, kann Panik ausbrechen, Klopapier ist der absolute INDIKATOR !


    Klopapier geht dank Fed nie aus: ;)

    Gibts dazu nen Chart? :D


    [Blockierte Grafik: http://www.winkelried.info/wp-content/uploads/2008/04/ta_media1.jpg]

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson

  • Gibts dazu nen Chart? :D

    Nee, leider nicht. Habe aber folgende Meldung aus militärischen Kreisen zum inflationären Klopapierkonsum:


    Kaliber 8,8 Blatt


    Demnach verbraucht jeder Angehörige der Bundesstreitkräfte statistisch gesehen 10 Rollen Klopapier pro Tag ( oder waren es nur 8,8 Blatt pro Popo? ). Jetzt wissen wir, wie die Inflation in Schach gehalten wird. Überschüssiges Geld ist für den A... :D

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    3 Mal editiert, zuletzt von Königswasser ()

  • Nee, leider nicht. Habe aber folgende Meldung aus militärischen Kreisen zum inflationären Klopapierkonsum:


    Kaliber 8,8 Blatt


    Demnach verbraucht jeder Angehörige der Bundesstreitkräfte statistisch gesehen 10 Rollen Klopapier pro Tag ( oder waren es nur 8,8 Blatt pro Popo? ). Jetzt wissen wir, wie die Inflation in Schach gehalten wird. Überschüssiges Geld ist für den A... :D

    Beeindruckend!
    Da hat wohl der Versorgungs-Uffz bei der Bestellung anstatt "Schießen", "Schei..n" geschrieben... :thumbsup:

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson


  • Dahinter dann gähnende Leere , als wir mit dem Konservenkauf vor 4 Wochen in Nürnberg begonnen hatten waren die Regale immer wieder komplett aufgefüllt aber in dieser Woche ist uns eben mehrmals das Gegenteil aufgefallen. Geschätzt dürfte momentan nur noch 1/4 der üblichen Ware in den Regalen stehen , zumindest bei den Konserven bei anderen Gütern konnte ich keine Veränderung erkennen.


    Tiefkühlware ähnlich. Fisch, speziell Garnelen der größeren Sorte, seit ca. 3-4 Monaten bei Discountern nicht mehr verfügbar, nur mehr Edeka, C+C etc. Offenbar ist hier die Lieferkette bereits im Sommer abgerissen.


    Empfehlung: Großeinkauf bei C+C oder Metro

  • "In einem ungewöhnlich freimütigen Artikel, der am Samstag in der New York Times erschien, enthüllt der Wirtschaftskommentator der Zeitung, Jo Nocera, das schmutzige kleine Geheimnis der Bankwirtschaft: nämlich die Tatsache, dass sie kein Interesse daran hat, das Geld aus dem Rettungsfonds der Regierung zur Vergabe neuer Kredite einzusetzen."

    Hier der OriginalArtikel:
    http://www.nytimes.com/2008/10/25/business/25nocera.html


    2 Mal editiert, zuletzt von chefboss ()

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