Stimme mit den im letzten Teil doch recht vernünftig gewordenen Überlebensstrategien ziemlich überein. Was jedoch hier noch nicht besprochen wurde, ist die rechtzeitige Umschau (möglichst vor dem totalem Absacken) nach geeigneten Gefolgsschaften. Eine Familie oder Mensch allein wird im ärgsten Fall nicht viel zustande bringen. Zudem sind die Familien und Verwandtschaftsgrößen heute in Europa wesentlich kleiner als zu den schlimmsten Zeiten.
Was mir von meinen "Alten" immer wieder gesagt wurde war, dass Dich in Notzeiten nur die persönlichen Freundschaften (wenn auch teilweise viele falsche dabei waren) über lebensbedrohende Situationen gebracht hatten. Der heutige Ego - Trip - Selbstverwirklichungs Mensch (Geld macht ja unabhängig von den Anderen) wird m. E. nicht so gefragt sein in diesen Situationen.
Was ich selbst in ärmeren Gegenden (Mexico) beobachtet habe war, dass eben viele Freundschaften, Verwandschaften das Netz bilden in dem man etwas bekommt und welches man auch bedienen muss um dabei zu sein. Eigentlich, kommt mir vor, sind die Leute dort zwar ärmer an monetären Mitteln, jedoch wesentlich reicher an Wohlbefinden.
Allerdings ist auch zu beoachten, dass jene Elemente die derzeit schon in Armut und evtl. krimineller Art leben solche Netzwerke schon haben und deswegen m. E. auch in solch krisenhaften Situationen dann auch schnell die Gewalt über alle ausüben können. Eine einzelne Zimmerflak wird dagegen wenig ausrichten...