Global Economic Collapse

  • Das Ganze ist ja nicht von heute auf morgen gekommen, die US.Konsumenten waren schon vor 20 Jahren bekannt für hohe Verschuldung und
    niedrige Sparquoten, was der Wirtschaft drüben immer einen Vorspruch gegenüber und armen Sparbrötchen gebracht hat.
    Da es nichts umsonst gibt, ist das was dran, mit Zunkunft verschleudern .. aber das sind keine Fonds, die als schwarze Löcher das Ersparte verschwinden lassen.
    Wir .. oder in grösserem Masse die Amis .. haben eben zuviel konsumiert, und das muss die nächste Generation jetzt abbezahlen.


    Besonders offenkundig ist das ja bei den Immobilien .. das habe ich nie verstanden, weder damals in Japan, noch heute in Spanien, Irland, England:
    wie kann man Preise zahlen, die jenseits aller Vernunft liegen ?
    Damit meine ich: wenn ich eine Immobilie zum drin wohnen kaufe, dann muss der Preis in der Dimension liegen,
    die ich bis zu meinem Ruhestand spätestens abbezahlt habe. Klar kann da was schieflaufen, aber normalerweise
    funktioniert das so. Eine Wohnung für 150,000 finanzier mit 20% Eigenkapital, ergibt einen Kredit, der bei 1% Tilung und 4 % Zinsen im Monat
    500 Euro kostet .. dass passt für Durchschnittsverdiener .. 300.000 sind auch finanzierbar für ein Häuschen und ein bisschen mehr Eigenkapital.
    Aber wenn die Preise abheben, wenn das Häuschen plötzlich eine Mio kostet, und die Einkommen keineswegs so steigen, dann würde ich die
    Finger davon lassen, auch wenn die Bank die Million als Schätzwert akzeptiert (Ungeprüft und zu 120% ist Quatsch: die machen immer
    eine Wertschätzung, und wenn in der Nachbarschaft bei dieser Momentaufnahme Objekte für 1 Mio weggehen, dann kann man das ja mit
    850.000 beleihen .. ist doch kein Risiko :boese: , ausserdem, letztes Jahr hat es nur 900.000 gekostet und nächstes Jahr kostet es 1,1 Mio 8o )


    So ist das eben jahrelang gegangen .. die Wert wurden als real angesehen, und die Preise wurden gezahlt.
    Wer arbeitslos war nach 3 Jahren, der hatte für 700.000 gekauft, und konnte seine Schulden abbezahlen und
    noch ein paar Jahresgehälter als Gewinn verbuchen. In so einer Situation springen alle auf den fahrenden Zug,
    Wetten: wenn der Goldpreis über 1000 Euro ist, dann wird gekauft wie verrückt .. wenn er jetzt die 70 Euro wieder
    aufholt, dann wird verkauft, weil der Schock von den Buchverlusten noch spürbar ist.


    Aber zurück zu den Banken: plötzlich brechen die Preise ein, die Kredite sind höher als die neuen Schätzwerte,
    und die Kunden müssten eigentlich verkaufen, (oder zwangsverkaufen), was aber keine Option ist !
    Weil das ist wohl klar: wenn 1 Mio Häuser verkauft werden würden, dann sinkt der Preis ins Bodenlose.
    Woran keiner interessiert ist: weder der Staat, der die Obdachlosen versorgen müsste, noch die Banken, die dann
    gar kein Geld mehr sehen würden, die Betroffenen sowieso nicht .. auch nicht die Hausbesitzer, die ihre Schulden
    ohne Probleme bedienen können oder Schuldenfrei sind.


    Also lässt man die Kredite laufen, holt staatliche Hilfen .. und findet auf dem Globalen Markt auch noch Dumme, die diese
    Zusammenhänge nicht verstehen, und nur sehen: da bekomme ich Anleihen mit Rabatt, Super Renditen statt
    Sparbuchzinsen (auch die Banken wie die IKB bekommt nur die Geldmarktzinsen für sicheres Geld) ... Und schwupps,
    hat man die ganze Krise globalisiert ! Das ist die Schweinerei, aber es ist für mich weniger Schuld der Verkäufer, sondern
    Dummheit der Käufer solcher Konstrukte. Was habe ich mir schon den Mund fusselig geredet, Bekannten und Freunden
    Anlagen in Hedgefonds oder Hebelpapiere auszureden .. die Bankberater hatten immer leichtes Spiel:
    nur 2 % auf dem Festgeld, und Aktien ,,,, da muss man sich auskennen, da gibt es schon mal chrashs .. gebt uns doch das Geld :wall: !


    Was man aber auch bedenken sollte: die Immobilien stehen ja noch ! Da wohnen Leute drin, die breit sind Geld zu
    zahlen und zu erwirtschaften .. diese Hypotheken werden also irgendwann irgentwie auch vom Sachwert Immobilie
    aufgefangen ... darum ist es nicht so, dass die Milliarden die der Staat jetzt übernimmt, völlig verloren sind ...
    ... es wird schon funktionieren: die Zahl der Privat-Pleiten wird begrenzt, die Preise werde nicht ins Bodenlose stürzen,
    .. da würden Russen und Chinesen schon zuschlagen .. was ja bei Büroimmobilien und Firmen schon passiert ..
    Zum halben Preis ist da schon das Vertrauen da, dass US.Bürger und Firmen letztlich Miete zahlen werden und
    letztlich die Preise auch wieder steigen. Und steigen werden die Preise, weil die Geldmenge = Inflation und
    am Ende werden die Häuser in 10 vielleicht auch mehr Jahren wieder soviele DOllars kosten wie beim Kauf.
    Nur das das dann .. siehe oben .. wieder in Line mit den Einkommen, Mieten und sonstigen Kosten ist.

  • Wunderbar erklärt.Und nun statt Immos Aktien,Anleihen,Gold,Öl oder Tulpenzwiebeln (sonstige Zettelversprechen /Derrivate,EFTs nicht zu vergessen)einsetzen,dann kapierts vielleicht jeder.Heute schreien die "Experten" zu billig,steigt weiter bis sie ihre Assets teuer (mit Gewinn)an den (vorzugsweise kleinen)Mann gebracht haben. Danach vice versa die selben Typen zu teuer fällt weiter etc.bis alles wieder kollabiert.Der ewige Kreislauf des (zu)billigen Geldes.Mein Tipp zur nächsten Blase : US-Dollar und Bankaktien wären logisch,oder?

    2 Mal editiert, zuletzt von Strong $ ()

  • Strong $ .... du wirst lachen ... UBS steht auf meiner Watchlist .. ich trau mich nur noch nicht ... ich denke, es gibt noch einen Einbruch, und
    dann sind solche Aktien wieder eine Top Chance ...


    Tollar ... klar, da war es zu früh, auf ein Ende der Krise zu spekulieren .. die Schlieflagen waren aber soviel ich weiss schon
    seit 3 oder 4 Jahren publik ... so what, wenn die Aktionäre mit einem blauen Auge davon kommen würden, das wäre ja wohl
    so falsch wie etwas falsch sein kann ... die Firma ist pleite, der Staat übernimmt die Geschäfte, aber muss ja wohl nicht den
    Aktionären eine Entschädigung zahlen ... ich weiss dass aus bitterer Erfahrung, die Türkische demir bank war mal eine Börsenliebling,
    und ich musste ca. 7000 Euro abschreiben, als die Bank vom türkischen Staat aufgefangen wurde und die Aktien wertlos wurden.
    Habe mich tierisch aufgeregt .. 1999/ 2000 ... aber ist nunmal Marktwirtschaft ... demir Bank gibts heute noch ...

  • Allgemein, und in der aktuellen politischen Situation ganz besonders, muss Russland die feindliche Währung abstossen, komplett.

    Mit Verlaub: Unfug.
    Weder Russland noch China noch sonst wer wird Dollars "abstossen" oder mit den Worten eines gewissen Hartwährungs-Fanatikers "abverkaufen". Das sind allenfalls Wunschträume von eindimensional denkenden Crash-Vorbetern. Zu solch einem Szenario wird es nicht kommen, denn es nützt niemandem etwas. Und was niemandem nützt, geschieht auch nicht.

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

  • @Köniswasser ... kann nur sagen: so isses ...


    was nützt es China oder Russland, wenn es eine grosse Dollar-USA-Währungskrise geben würde ?
    gar nichts !!! Im Gegenteil, Chinas Wohlstand und Wirtschaftswachstum begründet sich darauf, dass die USA (und Rest of World) China Waren gegen Dollars abnimmt,
    und bei Russland sind es Energie und Rohstoffe !

  • z.B. dass der überlegender US-Militärmacht dann so ähnlich ergeht wie der UdSSR?


    da fallen mir 2 Antworten zu ein ... kannst Dir eine aussuchen:


    1.) ja die UDSSR hat Konkurs angemeldet, weil sie ein Wirtschaftssystem hatte, dass nicht funktionierte
    mit der Folge, dass sie 10 Jahre danach, nach einigen Geburtswehen, stärker denn je da stand.


    2.) ja, die UDSSR als Gegner hat eine Menge gekostet, an Verteidigungsausgaben ...
    nur ... hat Russland heute ein Einsparpotenzial, wenn USA als Militärmacht strauchelt ?
    ( .. ob die UDSSR zu ihrem Ende eine reale Bedrohung darstellte, ist eine andere Frage)
    und .. würde die USA, wenn sie eine heftige Wirtschaftskrise erleben würde, erstens ihren
    Militärausgaben kürzen, damit die Bürger weiter Hummer fahren können ? eher nicht !
    Und würden sie berechenbarer oder harmloser sein, wenn die Dollars im Staatshaushalt knapp würden ????

  • Zum Thema Russland - Europa - USA & Banken (Deutsche Bank) eine Einschätzung aus dem Juni (Selbstzitat):

    2 Mal editiert, zuletzt von GOLD_Baron ()


  • Berlin (Reuters) - Die Bundesbank lehnt den Verkauf ihrer Goldreserven zur Finanzierung von Konjunkturprogrammen ab.
    Mit rund 3400 Tonnen verfügt die Bundesbank nach der US-Notenbank Fed über die zweitgrößten Goldreserven weltweit.


    Die Sage vom Nibelungenschatz finde ich wesentlich glaubwürdiger als das Gerücht, die BuBa hätte 3400 Tonnen Gold.


    Die wissen doch ebensogut wie ihre Banker-Kollegen aus der Privatwirtschaft, dass niemand für ein bisschen Bilanzfälschung bestraft wird. Und sie haben es sogar noch bequemer. Der Staat prüft seine Bilanzen selbst. Da wird es niemals unbequeme Fragen geben.


    Wo sind diese phantastisch großen Goldmengen? Wer hat sie jemals gesehen? Wer hat sie jemals überprüfen dürfen? Vladimir Putin lässt sich gerne beim persönlichen Überprüfen von Wagenladungen frischer Goldbarren ablichten, die regelmäßig in Moskau eintreffen. Das kommt an. Das ist gut fürs Prestige. Komisch, dass deutsche Politiker solch prestigeträchtige Auftritte vermeiden. So wie sie überhaupt jede Frage zu diesem Thema vermeiden. Komisch, wo sie doch angeblich viel mehr Gold haben als die Russen.


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  • Im Mainstream erwähnt, wenn auch nur im Din A 5 Format:


    Süddeutsche Zeitung:
    'Die Rettung der IKB kostet jeden Bundesbürger 111 Euro'. Wacht die Presse jetzt doch langsam auf?


    Und Freitag gab es einen tollen Kommentar einer Dame des Bayrischen Rundfunkes zum IKB Verkauf. Klartext!


    Wachen die Medien doch langsam auf?

    Delphin
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    "Whee! This investing stuff is easy!"
    (Mogambo Guru)

  • .....]Die Frage war ob es den Mächten Russland und China nutzen würde, wenn die US-Wirtschaft kollabiert.
    Von China habe ich zuwenig Ahnung, von Russland vermute ich - ja, das könnte ihnen nutzen.......


    Die Frage ist vielmehr, welcher Nutzen für China, Russland, Deutschland, Japan und einige andere Länder darin besteht, einen großen Teil der von ihnen hergestellten Waren bzw. exportierten Rohstoffe gegen Dollars herzugeben....


    .....und weil die Gründe für die verschiedenen Länder unterschiedlicher Natur sein dürften, stellt sich dann noch die Frage, ob, wann und wenn bei welchem Land die jetzt vielleicht noch bestehenden Gründe demnächst in einem Maße wegfallen könnten, daß es beginnt, sich von seinen Dollars zu trennen indem es den Gegenwert in Waren und Sachwerten einfordert.

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

    2 Mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

  • Die Frage ist doch ob ein "nicht existierender Staat" im Besitz von 3400 Tonnen Gold sein kann. ;)


    Die Diskussion über das "deutsche Gold" ist hier wohl die groteskeste überhaupt. Eine Phantasiediskussion bezogen auf das Wort "deutsch", welches Staatsbesitz (Besitz des Bürgerkollektivs) implizieren soll!


    Entscheidend ist: Wo fließt das Gold wirklich hin?


    Unter Umständen, vielleicht, mal sehen in die Hände derer welche es schon immer besessen haben und für die kommenden Jahre eine transatlantische (!) Währungsreform planen.
    (Offizielle Dokumente und Veröffentlichungen existieren dazu bereits und sind im Internet erhältlich).

    Einmal editiert, zuletzt von GOLD_Baron ()

  • Wachen die Medien doch langsam auf?

    Wie oft hatten wir die Diskussion hier schon wem die Medien gehören?


    "Die Medien" wachen nicht auf, sondern werden aufgewacht!


    Sind Bürgerunruhen und Auflehnungen geplant, so schalten sich die Medien ein, um die Bürger dazu zu bewegen.

    Einmal editiert, zuletzt von GOLD_Baron ()

  • moooooooooooment !


    beziehen sich die 3400 to nicht auf "Gold und Goldforderungen" ?


    ....was wohl einen riesenunterschied machen dürfte. in Frankfurt lagern doch höchstens ein paar unzen...

  • moooooooooooment !


    beziehen sich die 3400 to nicht auf "Gold und Goldforderungen" ?


    ....was wohl einen riesenunterschied machen dürfte. in Frankfurt lagern doch höchstens ein paar unzen...

    Ca. 80t sollen es wohl sein.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:


  • Napoleon Bonaparte: "Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde."

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