Global Economic Collapse

  • Zitat

    Denen wird das Lachen möglicherweise schnell vergehen.

    Richtig, aber sie würden bitterlich weinen, wenn sich freiwillig auf das vorherige Lachen verzichtet hätten. Ab ins Mittelalter, da hatte die "Kirche" den armen Menschen versprochen, im Später "dem Himmel" bekommen sie das "Dolce Vita", denn das Jetzt gehört in den Klingelbeutel. Ach ja, die Hölle kennt keine Energieprobleme. :thumbsup:

  • Sie hat ihnen auch die Hölle versprochen. Wenn man zum Beispiel seinen Enkeln absichtlich und aus Eigennutz eine dicke Suppe einbrockt.


    (bekanntlich ist die Hölle exotherm, muss also nachgeheizt werden: http://www.geistigenahrung.org/ftopic1815.html )


    Damit kein Missverständnis aufkommt, ich meine ihnen wird das Lachen noch zu Lebzeiten vergehen.

    Wasser und Sand, gibt auch ne Wand.

    Deutschland fehlen die Eier! An Ostern droht Rationierung!

    4 Mal editiert, zuletzt von O. Jemineh ()

  • "Die Flut ist abwendbar" hat nichts mit dem Verhältnis zwischen Herrschenden und Beherrschenden, Armen und Reichen etc. zu tun. Es ist die logische Schlusszene im "exponentiellen Pyramiden / Hütchenspiel" oder wie man es auch immer bezeichnen mag. Der Kollaps des Spiels ist unvermindbar. Aber wer wird denn heulen deswegen. Es wird ganz einfach etwas neues kommen und es wird Veränderungen geben. Das ist alles.


    Schleichwerbung für Toyota?! Aber, aber - wer wird denn gleich 8) Aber sonst: "Schön ,dass ich verstanden wurde, mit dem, was ich sagen wollte!"


    LOGISCH .... weil wir uns ja alle so rational verhalten?! Es ist kein Spiel und die Frage wird sein, WANN tritt ein Kollaps ein und WIE sieht er aus. Weinen hilft da nicht weiter - richtig. Dann lassen wir uns alle mal von der zerstörerischen Kraft der Schöpfung überraschen.


    ... da fällt mir die Titelzeile eines Gedichts in einem kleinen Büchlein ein: ... Wenn´s doch nur so einfach wäre ... 8)

    NICHT WEIL ES SCHWER IST, WAGEN WIR ES NICHT, SONDERN WEIL WIR ES NICHT WAGEN, IST ES SCHWER.
    Lucius Annaeus Seneca
    End corruption or at least let me participate in it!

  • LOGISCH .... weil wir uns ja alle so rational verhalten?! Es ist kein Spiel und die Frage wird sein, WANN tritt ein Kollaps ein und WIE sieht er aus. Weinen hilft da nicht weiter - richtig. Dann lassen wir uns alle mal von der zerstörerischen Kraft der Schöpfung überraschen.


    ... da fällt mir die Titelzeile eines Gedichts in einem kleinen Büchlein ein: ... Wenn´s doch nur so einfach wäre ... 8)

    Nein LOGISCH weil es logisch ist das ein Ponzi Schema zusammenbrechen muss. Ich meine das rein technisch. Die menschliche Variable des Irrsinns und der Rationalität spielt dann eine Rolle wenn wir über den Verlauf und die Verhältnisse während des Zusammenbruchs sprechen, also das was du mit WIE bezeichnest. Das der Zusammenbruch kommen muss ist jedoch systembedingt (mathematisch), also logisch. Ueberraschen brauchen wir uns nicht zu lassen, das Ende ist ja logisch. Nach Kräften könnten wir u.U mitgestalten. Ob wir schon soweit sind?


    Es ist so einfach. Wir sind die Passagiere im Zugabteil. Wir können vielleicht bestimmen wo wir im Zugabteil sitzen, mit wem wir uns unterhalten und was wir beim Schaffner zu Trinken bestellen. Die Richtung des Zug's jedoch können wir nicht ändern. Natürlich gibt es noch metaphysische Untervarianten wie "vom Zug abspringen", "die Führerlok kapern" etc. Aber das sind extravagante Methoden welche in Einzelfällen verwircklicht werden können, nicht aber von der Masse. Wenn der Zug dann ankommt (Systemende), hoppsen die Menschen in einen neuen Zug.


    Andere benutzen die Analogie von "Die Welt ist eine Bühne".


    Ausserdem reden wir vom Ende von Systemen und nicht vom Ende der Menschheit.

  • ... wird endlich gut. Die Zielgerade bei den US-Staatsanleihen ist erreicht. Just in dem Moment, da die Fed plant, sogar erstmals in der Geschichte eigene Anleihen herauszugeben, fällt die Rendite der US-Kurzläufer über 28 Tage auf Null. Durch das gewaltige Interesse im Handelsverlauf wurde die Rendite sogar noch negativ.
    Auch das hat es noch nie gegeben. Hier bietet selbst die Matratze noch bessere Bedingungen.


    grüsse
    auratico

  • Mit was will Super Obama eigentlich das Konjunkturprogramm finanzieren, wenn schon die Fed um Geld bettelt?


    Heute wurde in deutschen Landen übrigens publik, dass die Bürger den Bausparer wiederentdecken und auf Sachwerte setzen. Offensichtlich wachen Michel und Micheline langsam auf, dass man mit Papier keinen Blumentopf mehr gewinnen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Gaudibursch ()

  • Na, wenn man ihn jetzt erst entdeckt wird das schwierig. Ausser man macht so eine Kredit+Bausparer-zur-Schnelltilgung-Konstruktion mit der Doppelten Monatsbelastung...nicht so schlau das ganze.

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  • Mit was will Super Obama eigentlich das Konjunkturprogramm finanzieren, wenn schon die Fed um Geld bettelt?


    Im Moment sieht die Lage aber noch umgekehrt aus. Es sind die Anleger, die sich darum raufen, bei der US-Regierung (und bald auch bei der Fed ? ) Geld anlegen zu dürfen, sodass zum ersten Mal ,seit überhaupt Anleihen begeben wurden (1929), die Nominalrenditen negativ geworden sind, d.h. die Anleger nehmen sogar einen Verlust in Kauf, nur um ihr Geld - zumindest über die Jahreswende - dort im neuen Stall von Bethlehem unterstellen zu dürfen. So gewaltig ist inzwischen der Vertrauensverlust in den privaten Bankensektor geworden, dass man zumindest unter dem Weihnachtsbaum nicht von einer weiteren Pleite überrascht werden möchte.


    Kein Wunder, wenn man sich die neuesten Nachrichten vom Skandalversicherer AIG ansieht - bis vor kurzem die grösste Versicherungsgesellschaft der USA. Da fehlen nun trotz des irrsinnigen staatlichen Rettungspaketes von 150 Milliarden $ nochmals 10 Milliarden. Diese sind nicht durch das Rettungspaket gedeckt, weil es Verluste aus reinen Derivatwetten ohne jedes Collateral sind - und das bei einer Versicherungsgesellschaft! Nicht verwundern kann mehr, dass die Spur auch hier wieder zu Goldman Sachs führt:



    AIG's problem: The rescue plan calls for a company funded largely by the Federal Reserve to buy about $65 billion in troubled CDO securities underlying the credit-default swaps that AIG had written, so as to free AIG from its obligations under those contracts. But there are no actual securities backing the speculative positions that the insurer is losing money on. Instead, these bets were made on the performance of pools of mortgage assets and corporate debt, and AIG now finds itself in a position of having to raise funds to pay off its partners because those assets have fallen significantly in value...


    Some of AIG's speculative bets were tied to a group of collateralized debt obligations named "Abacus," created by Goldman Sachs.


    Quelle: AIG Faces $10 Billion in Losses on Bad Bets


    http://online.wsj.com/article/SB122887203792493481.html


    grüsse


    auratico

  • Dies (sehr hohes Interesse an den Bonds) wird so kommuniziert - bleibt die Frage nach dem Wahrheitsgehalt dieser Aussagen.
    Den Veröffentlichungen von amerikanischen Finanzzahlen stehe ich sehr skeptisch gegenüber - ebenso deren Art mit stichfesten Beweisen Dieses oder Jenes für wahr hinzustellen (angesichts weltweit ausstehender US-Bonds,-Treasuries, ... -- M(oney)-Vernichtungswaffen (Saddam H.)

    2 Mal editiert, zuletzt von Goldregen ()

  • Nobelpreisträger Joe Stiglitz in der amerikanischen Vanity Fair-Ausgabe vom Januar 2009 mit einer Generalabrechnung der "Capitalist Fools".


    Die entscheidenden Stufen:


    1) Reagan setzt Alan Greenspan als Fed- Chef ein.


    2) Abschaffung des Glass-Steagall Acts (= freie Fahrt für Investmentbanken) und kultische Beteuerung der Selbstregulierung


    3) Steuersenkungen für Reiche, Grossunternehmen und Spekulanten


    4) Zu langes Ignorieren von massiven Buchhaltungstricks und exzessive Vergütungsschemata mit falschem Anreizcharakter


    5) Das hastige Schnüren von enormen Rettungspaketen, ohne sich um die wahren Ursachen der ökonomischen Verwerfungen zu bekümmern


    Quelle: The Economic Crisis
    Capitalist Fools


    http://www.vanityfair.com/magazine/2009/01/stiglitz200901


    grüsse


    auratico


    PS: das angehängte Bild von Kate Winslet als Deneuve-Double befindet sich auf der selben Internet-Seite rechts, sozusagen als Kompensation für all den täglichen Wahnsinn. Irgendwann kann man die Visagen von Paulson & Co ja nicht mehr aushalten...

  • Advice for Obama: $1T Stimulus Needed to 'Keep Economy from Collapsing'

    • Massive spending on infrastructure, including alternative energy technologies (as Obama has recommended).
    • Tax relief for working Americans and increased Social Security benefits for seniors.
    • Mortgage workouts on a mass scale, akin to Depression-era Home Owners' Loan Corp.
    • Major support for state and local governments via a Nixon-era program of unrestricted Federal grants.

    http://finance.yahoo.com/tech-ticker/article/143086/Advice-for-Obama-1T-Stimulus-Needed-to-%27Keep-Economy-from-Collapsing%27?tickers=^dji,^gspc,^ixic,QQQQ,SPY,DIA,TLT

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Wie sich die Abläufe wiederholen... Goldman Sachs als ehemals grosse Adresse im Verkauf von Suprime-Hypothekenanleihen hatte diese bekanntlich selbst geshortet und dennoch fleissig weiter an Kunden weiterverkauft, obwohl sie selbst längst ausgestiegen waren. Nun raten sie zum Kauf von Ausfallsderivaten auf US-Kommunal - und Länderanleihen, an deren Verbriefung sie seit Jahren selbst beteiligt sind.


    Inzwischen sind die Spreads tüchtig angestiegen, und während alle Welt weiterhin wie besessen T-Bills (und wahrscheinlich bald auch die geplante Kreation "F-Bills "der Fed) kauft, steigt und steigt derweil das Ausfallsrisiko bei den Anleihen der einzelnen Bundestaaten innerhalb der USA.
    Die Politiker sind natürlich schwer verärgert, doch das ist Goldman Sachs egal und Paulson als Finanzminister in einigen Wochen Geschichte. Sie wollen wie üblich in allen Richtungen Kohle machen, jetzt erst recht:


    Dec. 10 (Bloomberg) -- Goldman Sachs Group Inc., one of the top five U.S. municipal bond underwriters, is angering politicians and public-finance officials in New Jersey, Wisconsin, California and Florida by recommending that investors purchase credit-default swaps to bet against 11 states’ debt.


    Bets against public debt, once unheard of on bonds considered safe enough for retirees, have soared as the National Conference of State Legislatures projects recession-fueled budget crises will cause $97 billion of shortfalls nationwide over the next 18 to 24 months.


    It’s “disturbing” to advise investors to bet against the financial health of a state whose bonds Goldman helps sell, Assemblyman Gary S. Schaer, a Democrat who chairs the Financial Institutions and Insurance Committee, said last week in a letter to Chief Executive Officer Lloyd C. Blankfein.


    http://www.bloomberg.com/apps/…V.yzTCNw&refer=govt_bonds


    grüsse
    auratico

  • Advice for Obama: $1T Stimulus Needed to 'Keep Economy from Collapsing'

    • Massive spending on infrastructure, including alternative energy technologies (as Obama has recommended).
    • Tax relief for working Americans and increased Social Security benefits for seniors.
    • Mortgage workouts on a mass scale, akin to Depression-era Home Owners' Loan Corp.
    • Major support for state and local governments via a Nixon-era program of unrestricted Federal grants.

    http://finance.yahoo.com/tech-ticker/article/143086/Advice-for-Obama-1T-Stimulus-Needed-to-%27Keep-Economy-from-Collapsing%27?tickers=^dji,^gspc,^ixic,QQQQ,SPY,DIA,TLT

    Danke für den Link, Tollar. James Galbraith ist ein exzellenter Ökonom, übrigens Sohn von John Galbraith, der das m.E. beste Buch über den 1929er Crash geschrieben hat. (Jetzt wieder gebunden auf deutsch erschienen: Der Grosse Crash: Ursachen, Verlauf, Folgen ). Wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat... [smilie_blume]

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Königswasser ()

  • (Jetzt wieder gebunden auf deutsch erschienen: Der Grosse Crash: Ursachen, Verlauf, Folgen ). Wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat... [smilie_blume]

    Die Krise wird sicher auch zum Kulturereignis des Jahrhunderts ... Buecher, Filme, TV-Shows, Computergames ... vielleicht kommt ja so die Wirtschaft wieder auf die Beine :thumbsup:

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.

  • Inzwischen sind die Spreads tüchtig angestiegen, und während alle Welt weiterhin wie besessen T-Bills (und wahrscheinlich bald auch die geplante Kreation "F-Bills "der Fed) kauft, steigt und steigt derweil das Ausfallsrisiko bei den Anleihen der einzelnen Bundestaaten innerhalb der USA.
    Die Politiker sind natürlich schwer verärgert,...

    Danke fuer den Link. Dies belegt doch die These aufs neue: Banken koennen erst in Krisen ihre Profite so richtig maximierien. Die Wirtschaftszyklen sind nicht Phaenomen, sondern werden bewusst herbeigefuehrt.

    Ausser den realwirtschaftlichen Indikatoren und Daten gibt es keinen Grund fuer einen Aktiencrash.


  • Danke für den Link, Tollar. James Galbraith ist ein exzellenter Ökonom, übrigens Sohn von John Galbraith, der das m.E. beste Buch über den 1929er Crash geschrieben hat. (Jetzt wieder gebunden auf deutsch erschienen: Der Grosse Crash: Ursachen, Verlauf, Folgen ). Wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat... [smilie_blume]

    Wäre ich US-Präsident würde ich es auch so machen: Der Exitus des Dollars ist nur noch eine Frage der Zeit. Das ganze noch 3 - 4 Jahre rauszögern, und währenddessen gigantische Infrastrukturprojekte auf Pump durchziehen. Strassen sanieren, Schulen renovieren etc. ppt. Wenn dann die Infrastruktur erledigt ist, lässt man den Dollar kollapsen und (teil)entschuldet sich durch eine Währungsreform.

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