Moin @Seeadler,
bei uns hier ist alles fest in örtlicher Bauernhand und kann gar nicht von Investoren gekauft werden, da die NLG (Niedersächsische Landgesellschaft) ein gesetzliches Vorkaufsrecht hat und selbiges immer ausübt, sofern es sich um keinen Landwirt handelt. Im Osten mittlerweile auch nicht mehr möglich, da die BVVG (staatlicher Bodenhehler) keine großen Flächen mehr an Investoren abgibt. Warum das jetzt die Sozialstruktur zerstören soll, erschließt sich mir nicht. In der Landwirtschaft arbeiten immer weniger Beschäftigte und es werden auch zunehmend weniger, die das wollen. Produktivitätsfortschritte machen es zudem erforderlich, größere Flächen zu bewirtschaften. Mit 100 ha bekommst Du keinen 6-reihigen Rübenroder und Rübenmaus ausgelastet bzw. amortisiert. Die Dinger kosten zusammen mal einen schlappen siebenstelligen Betrag. Übrigens ist ein weiterer Preistreiber in der Region der Staat. Der kauft aktuell Ausgleichsflächen und Flächen für einen Autobahnbau an und zahlt unabhängig von der Flächengüte (kann also auch Brachland sein) mal schlappe 55 TEUR. Allerdings braucht man unter 50 ha nichts anbieten. War mal kurzzeitig versucht, 50-100 ha abzugeben, habe es dann aber doch gelassen. Was will ich mit den Zetteln.
Grüße
Goldhut