Guten Morgen
Genau Focusianer, die groessten Erkenntnisse konnte ich hier immer gewinnen, wenn jemand eine andere Meinung vertreten hat und dadurch die Argumente ins Fliessen kamen!
Es gibt die Theorien von Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit zu dem Thema Inflation/ Deflation.
Durch QE wird Geld "geschaffen". Geld wird in die Wirtschaft gepumpt, aber dieses Geld kommt nicht beim Verbraucher an, sondern es werden Blasen geschaffen. Wuerde dieses Geld in der Realwirtschaft ankommen, haette es andere Konsequenzen, als wenn es in den Finanzmaerkten steck.Genau so ist es- Das neu geschaffene Geld gibt es nur EINMAL- dieses kann aber entweder in die ASSETS-Märkte oder in die Gütermärkte fliessen. Im ersteren Fall pumpt es z.B. Axtien und Edelmetalle auf (deren preis steigt) und alle finden es TOLL, im zweiten Fall werden Güterpreise, also z.B. Lebensmittel teurer und alle finden es SCHEIXXE, aber in beiden Fällen handelt es sich um eine TEUERUNG, im Volksmunde Inflation genannt!
Im ersten Fall waere die Folge wohl inflationaer. Der zweite Fall wuerde wohl so ablaufen, wie wir es gesehen haben an z.B. der Immobilienblase in den USA, also deflationaer. Nach deren Platzen war diese Blase -so wie ALLE platzenden Blasen- richtiger Weise deflationär... und die Immobilienpreise in USA werden nmE in den nächsten Monaten auch noch weiter runter gehen.....
Wird Geld aus dem Nichts geschaffen, sollte es inflationaer wirken (wenn es wie gesagt auch in der Realwirtschaft ankommen wuerde), d.h. Anleger waeren hauptsaechlich in Aktien, da man in der Vergangenheit darin in einer Inflation profitieren konnt.
Dem koennte nun entgegenstehen, dass die Anleger kein Vertrauen in die Waehrung/Volkswirtschaft haben und daher Aktien meiden.Bei nem Aktienkauf gilt: Kauft man eine NEUEMMISION, bekommt die Aktienbesellschaft den Emmisionserlös. Nur in diesem SPEZIALFALL fliesst das Geld für den Aktienkauf wirklich in die "PRODUKTIVE Wirtschaft". Kauft man eine Aktie ganz normal wie in 99% der Fälle an der BÖRSE, bekommt nur der Aktienverkäufer das Geld für die Aktie, der ja seine Aktie verkauft hat! Das Geld fliesst ALSO NICHT direkt in die "PRODUKTIVE Volkswirtschaft", sondern es bleibt an der Börse / IN DER SPEKULATION
Wichtiger Aspekt, der oft nicht beachtet wird!
Die Theorien und Erfahrungen aus der Vergangenheit gehen von einem offenen Markt aus, d.h. das Angebot und Nachfrage sich aufeinander abstimmen. Sieht man z.B. in Deutschland auf Energiekonzerne und Pharmaindustrie kann man davon nicht mehr sprechen, die koennen hier die Preise machen, wie es ihnen gefaellt. Wir haben in meinen Augen in Deutschland nur zu maximal 50% einen OFFENEN MARKT! Grund: Eine Volkswirtschaft besteht immer aus einem Güter-, einem Arbeits- und einem Geldmarkt. Der Geldmarkt und der Zins ist zu 100% zentralistisch/sozialistisch/monopolistisch von der Zentralbank/Regierung gesteuert, er ist also zu 0% "offen". Der primäre Arbeitsmarkt ist frei, der sekundäre Arbeitsmarkt in der BRD (also z.B. die 1-EUR-Jobber) ist vollkommen von der Regierung gesteuert. Den Arbeitsmarkt würde ich deshalb zu 50% als OFFEN bezeichnen. Unser Gütermarkt in BRD ist tatsächlich zu fast 100% frei (Sprit hat zwar 80 Steuern drauf, aber seis drum). Summa-Summarum über alle volkswirtschäftlichen Märkte würde ich die Bundesrepublik damit als eine zu 50% FREIE MARKTWIRTSCHAFT Bezeichnen... nicht mehr!
Gold wurde bis vor kurzem als Rohstoff angesehen, jetzt geht die Sichtweise immer mehr in Richtung Waehrung. Gold ist in meinen Augen kein Rohstoff.Würde morgen alles Gold dieser Erde verschwinden, würde die Erde weiter existieren wie bisher. würde morgen alles Silber dieser Erde verschwinden, würden z.B: unsere Handies auf einmal sehr wertvoll, weil man zum Bau eines Handies 25 mgr. Silber benötigt. Unsere Welt funktioniert nicht ohne Silber! Deshalb bin ich auch Silberbug!
Misan ist Silberbug, weil er so große Kellergewölbe, Tresore und viel PLATZ hat...
Es gab noch nie so viele Schulden, auf der anderen Seite sind die, anders als in der Vergangenheit, eigenlich virtuell. Zu den Schulden verweise ich nochmal auf mein Anhang weiter oben von Herrn Prof. Dr. Binswanger, Universität Sankt Gallen, der in dem Vortrag/Artikel deutlich erklärt, warum unser gegenwärtiges Geldsystem ZWINGEND auf ein DAUERNDES WEITERES SChuldenwachstum angewiesen ist!!! Kommen nicht ständig neue Schulden zur Zahlung des Zinses und Zinseszines hinzu, bricht unser FIAT-Geldsystem zusammen!!!!
Es gab vor WW1 schon Globalisierung, die heutige Globalisierung ist allerdings mit nichts vergangenem vergleichbar. Yuupp. Der positive Teil der Globalisierung ist unser riesiges, preisgünstiges Warenangebot in Supermärkten, Diskountern, Kaufhäusern usw. Der negative Teil ist unser Arbeitslosigkeit, weil immer mehr niedrig- und inzwischen auch höherpreisige Arbeit in den Ostblock-, in den asiatischen Raum oder sonstwo ins Ausland verlagert wird. Irgendwann gibts dann keine Lohnbezieher mehr, die die schönen Sachen kaufen können... die Ammis sind uns hierbei aber ein paar jahre voraus- da kann man immer schön in die Zukunft gucken, wenn man zu den Buben rüber schaut...
Meine Frage an alle, was muss man beruecksichtigen/ was ist anders an dieser Situation, als alles was vorher war? Die Situation hat sich über 60 Jahre Papiergeldsystem entwickelt, die Schulden müssen aufgrund von Herrn Prof. Binswanger immer weiter wachsen, um den Zins- und Zineeszins zu bezahlen- das reale Warenwachstum unserer kommt in einer gesättigten Volkswirtschaft wie unserer nicht mehr mit der mathematisch zwingenden Wachstumsforderung des KREDIT-FIAT-Geldes nicht mehr mit - Unbeding den o.a. Artikel lesen, der beantwortet dir nmE die Frage - viell. haben Andere hier drin auch noch besser Antworten als Prof. Binswanger...
Wie kann ich die neuen Fakten nutzen um besser erkennen zu koennen was kommt. Das ist ja gerade die große Frage, und die Deflationisten/Inflationisten diskutieren genau deshalb in diesem FRED hier zo emotional, weil jeder von einer anderen Perspektive überzeugt ist und sich auch entsprechend positioniert hat...
Um es verstaendlicher zu machen: Ich glaube nicht, dass man mit altgergebrachten Wirtschaftstheorien die derzeitige/ kommende Situation beschreiben kann. Welche Faktoren muss ich einrechnen? Ich glaube schon, dass kurzfristig die neoliberale oder auch die keynesinische Theroie sehr gute Erlärungsansätze in ihren Modellannahmen liefert, dass für mittel- und langfristige wirtschaftliche Entwicklungen aber ausschliesslich die österreichische Lehre gute bis sehr gute Erklärungsansätze liefert. Wer Hayek nicht kennt, kann in meinen Augen auch die Krise nicht verstehen... Nichts desto trotz haben aber ALLE Wirtschaftstheorien der genannten hohen Lehren in meinen Augen ihre Daseinsberechtigung!
Teddy