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Ted hat eine neue Theorie entwickelt. Musste er auch. Nachdem die Marktkonzentration von JPM in den letzten Wochen drastisch abgenommen hat, ist hier kein Ansatzpunkt mehr. Der Dieb ist weg, mit Beute, aber bei Weitem nicht unerkannt.
Nun sagt der gute Ted, dass sich die Commercials immer einheitlich bewegen. Damit hat er zweifellos ein gutes Argument. Es mag zwar vereinzelte Gegenbeispiele geben, aber in der Mehrheit hat er sicher Recht!
Bei der praktischen Ausführung habe ich aber extreme Zweifel. Laut Ted sind es 40 Commercials. Laut COT sind es aktuell 60 Händler. Wenn man rechnet, dass es ja mindestens Stellvertreter und Stell-Stellvertreter geben muss, müssten 180 Personen kurzfristig "gelenkt" werden. Über Emails ist das heutzutage kein Problem. Nur muss man beachten, dass der Inhalt der Mail alle Empfänger sehr sehr lange ins Gefängnis schicken könnte. Preisabsprache an der Comex, sofern sie den bewiesen würde, führt in den USA mit Sicherheit zu extrem schweren Strafen.
Nur: aktuell sind 31 zu 29 Trader long! Commercials minus TREX sind satte 9000 Kontrakte oder 45 Millionen Unzen LONG! Diese 9000 Kontrakte oder 31 Trader verlieren seit der Marke von ca. 29,5 USD stetig Geld. Gut, auf der Gegenseite sind 26.000 Kontrakte die gewinnen. Nur wie wird das verrechnet? Sind alle 60 Commercials 100% Töchter von JPM? Wohl kaum! Wieviel "persönlichen" Verlust nimmt eine Einheit auf sich, um JPM zu Gewinn zu verhelfen?
Wenn alle oder auch nur viele der Commercials zusammenarbeiten, ist es erforderlich, dass der POS zwischendurch stark ansteigt. Sonst bleiben die (verbündeten) Longs auf der Strecke.
Und die entscheidende Frage: wenn die Commercials den Markt nach Belieben kontrollieren, warum haben sie beim Silber zwischen 02/2011 und 05/2011 etwa 15.000 Kontrakte zu stark steigenden Preisen zurückkaufen müssen? Der Verlust damals war etwa 75 Mio Unzen * 13 USD Preisanstieg. Also etwa 1 Milliarde USD was die Commercials an Verlust realisiert haben müssten.
Bei Gold war die selbe Situation zwischen 2.8.2011 und 6.9.2011. Die Commercials haben 60.000 Kontrakte oder 6 Mio Unzen zurückgekauft. Der Preis ist in dieser Zeit um etwa 250 USD gestiegen. Der mögliche Verlust errechnet sich also auf etwa 1,5 Milliarden Dollar.
Die Buchverluste in diesen Zeiträumen lagen aber weit höher. Nur dürften diese Verluste längst zurückgeholt sein worden.
Die Mär von den bösen Commercials die alle unter einer Decke stecken, halte ich für Unfug! Aber Ted hat natürlich einen interessanten Punkt aufgebracht: das "Schwarmverhalten" der Commercials!??