Kurz zurück zur COT Diskusssion.
Ich hatte geschrieben, dass die Long Position der grossen Spekulanten "uninteressant" ist. Das ist natürlich Quatsch bzw. falsch formuliert. Sie ist als Indikator ungeeignet und insgesamt nicht hinreichend. Wenn man die kleinen Spekulanten hinzurechnet, ergibt sich exakt die Gegenposition zu den Commercials. Es reicht also völlig eine von beiden Datenreihen zu betrachten. Welche ist mathematisch völlig gleichgültig, ursächlich ist halt die der Commercials naheliegender. (oder doch die der Spekulanten, wenn die Coms automatisch die gegenposition einnehmen?)
Eines darf man dabei nie vergessen, in Summe ergibt Commercials+Spekulanten immer Null! Alle können noch so bullisch sein, die Hälfte MUSS Short sein! D.h. wenn die Commercials auf die Long Seite wechseln wollen, weil sie Bullisch sind, sinkt zwangsläufig die Long Position der Spekulanten. Genau diesen Effekt hatten wir 2005, 2010, 2011 in Silber und 2011 im Gold. Das ist die super bullische Ausrichtung die Ted Butler immer mal wieder beschreibt, wenn die "Raptoren" bei steigenden Preisen anfangen zu kaufen.
Das was wir aktuell haben ist das genau Gegenteil davon. Die Commercials kaufen bei sinkenden Preisen. Weil sie einfach nur die Gegenposition zu den Spekulanten einnehmen "müssen" ?
Klar ist, die Position der Commercials (oder Spekulanten, je nach Gusto) muss immer im Zusammenhang mit dem Preis (besser der Preisveränderung) und dem Open Interest (besser die OI veränderung) betrachtet werden. Woernie, jetzt versuch mal das in ein Bildchen zu kriegen.
PS: Gibt es eigentlich in der Chartanalyse die erste Ableitung? Als Mass für die (Preis-)veränderung?