Beiträge von wef

    Goofy,


    ich bin noch weit vom Plädoyer entfernt. Ich sammle nur Indizien! Wir haben eine neue Situation beim Silber. Die Manipulateure können oder wollen nicht mehr so stark shorten. Der Anstieg Herbst 2010 ist mit keinem der vorhergegangenen vergleichbar. Aus ihm gleich eine (starke) Regel abzuleiten, wäre zu früh!


    Ich verstehe Dein Problem mit den KO Hebeln, aber sehe es etwas anders.
    Ich gehe immer noch davon aus, dass ich Einstiegspunkte bestimmen kann, von denen der Kurs nicht mehr "weit" fallen wird. Dh. ich kann beim Einstieg mit der KO Schwelle relativ dicht an den aktuellen Kurs rücken und erziele damit ausreichend Hebel.


    Schönes Beispiel in 2010 ist der GS2ZRX. Am 31.8. zu 1,28 gekauft, am 14.12. war er 8,75 EUR wert. Faktor 6,8. POS von ca. 19,30 auf ca. 29,60 = Faktor 1,53. D.h. der Gewinn durch den Schein etwa 11 mal höher als im POS in USD. Damit kann und muss man mehr als zufrieden sein!
    Die KO Schwelle war nie in Gefahr. Nach dem ersten Anstieg war sie weit weg.


    Um das investierte Kapital zu sichern, kann man natürlich auch die KO Schwelle nachziehen. Den Schein in einen anderen mit höherer Schwelle tauschen. Bei gleicher Unzenzahl sichert man damit Kapital.

    Kroesus,


    um auf einen mittel- bis langfristig steigenden Goldpreis in EUR zu setzen, ist physisches Gold doch recht gut geeignet. Um die Abgeltungssteuer wieder reinzuholen, müßte man ordentlich hebeln. Und holt sich dabei ordentlich Risiken ins Boot. Die von Dir genannten Produkte würde ich nicht empfehlen.


    Der Thread ist ja mal so entstanden, dass man den steigenden POG in USD nur wirklich mit Papier ausnutzen kann. Die Griechenland/Euro Krise hat da eine gewisse Ausnahme gebildet.


    Die allermeisten Signale beziehen sich auf Gold in USD. Wenn man Gold in EUR haben will, müsste man EUR/USD hinzuziehen. Und verdoppelt damit das Timingproblem...

    Diese dämliche Drücker an der NYMEX können nicht mal ihren Job anständig machen!


    Ich brauche eine Korrektur! Bis 25 USD wäre perfekt. Mit diesem ziellosen hin und hergezacke der letzten Wochen ist niemand geholfen.


    Wie passt das wohl in Peter Böhringers 100% Beweis? Fallende Kurse in Hongkong und (kräftige) Anstiege am Di, Mi und Do jeweils bei Handelsbeginn an der Nymex.


    Tja, Ferdinand Lips hat in der Goldverschwörung noch geschrieben, dass in den 70ern jeder Goldpreisanstieg von den Minen angeführt wurde. Minen hatten damals auch eine grosse Outperformance. Diese schönen Zeiten sind wohl vorbei.


    Wenn ich HUI und POG übereinanderlege, sehe ich keinerlei phasenverschiebung im HUI zum Gold. Manchmal ist er etwas früher dran manchmal etwas später meistens verläuft es parallel.
    Selbst wenn ich wüsste der HUI fällt mit 90% Wahrscheinlichkeit vor dem POG, ist das als Ausstiegssignal immernoch sehr schwach. Er könnte ja auch sofort wieder steigen?


    Wenn ich mir den Silber Chart von letztem Herbst anschaue, wann wären die perfekten Ausstiegssignale gewesen?
    (Am 9.11. und 16.11. kamen Signale zum Einstieg)(jetzt wieder am 18.1. und 25.1.)


    Gut wäre es gewesen am 9.11. auszusteigen und am 16.11. wieder rein. Und am 3.1. raus und am 25.1. wieder rein. Aber man könnte auch sagen, für die allermeisten Derivate wäre ein Halten vom 23.8. bis 3.1. perfekt gewesen. Eigentlich haben wir in letzter Zeit überhaupt kein Ausstiegssignal gebraucht?

    Leider haben wir schon lange einen Gesetzgeber und ein Steuersystem, das dem Bürger das moralische Handeln systematisch abgewöhnt hat. Wenn jetzt "die Steuereintreiber" wirklich fair und anständig vorgehen würden, würden sie nur mehr die allergrössten Idioten unter den Steuerhinziehern erwischen können.

    "Kaufquittung. Dann kommt als nächste Frage: HabenSie dort ein Konto? Nein? Wo haben Sie denn in D ein Konto und welches Finanzamt ist für Sie zuständig? Dieses prüft dann nach, ob du ein Einkommen versteuert hast, das deinen Metallbesitz erklären kann."


    Kaufquittung ist sehr gut wiederverwendbar. Einmal kaufen x mal "schmuggeln". Denn Münze ist Münze: Vielleicht sollte man einen Krügerrand nicht unbedingt als Maple Leaf deklarieren, aber sonst?


    In meinem Fall hätte das Finanzamt ganz schön viel zu rechnen. Denn meine Vermögenswerte waren schon lange nicht mehr meldepflichtig. Nur steuerfreie Kursgewinne, keine Zinseinkünfte.

    Danke Goofy, sehr schöner Beitrag. Du fasst einiges sehr gut zusammen.


    Meine Ergänzung:


    Die Chartanalyse liefert gelegentlich sehr sehr gute Einstiegssignale, ganz ähnlich wie der COT. Genau wie bei COT muss man aber die Geduld haben darauf zu warten. Seltsamerweise gibt es aber viele "Anleger" die haben 10.000 Euro und müssen sie genau heute anlegen. Völliger Irrsinn.
    Bei den Charts sind ein Doppelboden oder eine klare inverse SKS sehr starke Signale die weit über 50% liegen. Ich hatte mal die Strategie ausschliesslich Qualitätsaktien mit guten Fundamentaldaten an solchen Punkten zu kaufen. Funktioniert wunderbar, ausser in starken Aufwärts- oder Abwärtstrends des Gesamtmarkts. Und die hatten wir die letzten Jahre fast ausschliesslich.


    Leider liefert der COT keine oder nur sehr schlechte Ausstiegssignale oder ich kann sie noch nicht erkennen. Genau wie in der Chartanalyse werden beim COT im Überschwang bei allen Indikatoren Extremwerte überschritten. Beim Silber hätte man schon Mitte September 2010 laut COT (NSP der Comms rekordhoch) verkaufen müssen! Als Charttrendfolger wäre man wohl Mitte Oktober bei 23 USD rausgeflogen und hätte bei der nachfolgenden Volatilität nicht mehr viel Spass gehabt. Silber hat in diesem Anstieg einige Sondereffekte gehabt, die man auch bei einer grundsätzlichen Strategie nicht ausser Acht lassen darf.


    Wie gesagt, halte ich Stop Loss in Aufwärtstrends für eher enttäuschend. Mein aktuelles Konzept ist eigentlich stufenweise einsteigen (was aktuell nicht gelungen ist) und stufenweise wieder aussteigen. Dabei versuche ich schon mich etwas an der Vergangenheit zu orientieren. Beim Silber ist das halt extrem schwer, weil alle Extreme möglich sind. (Bei grossen Qualitätsaktien dagegen auf Verdoppler im Aktienkurs zu warten, ist überoptimistisch).
    Für bessere Konzepte beim Ausstieg wäre ich sehr dankbar.


    Beim Einstieg oder Ausstieg sollte man sich auch nicht auf eine Information stützen, sondern mehrere Fakten bündeln. Nur vor den endlosen Kommentaren im Internet die oft bewusst manipulativ sind, muss man sich schützen.

    Vielen Dank Buddhalf!


    Ich verstehe das so, dass es innerhalb der EU keine Begrenzungen gibt, solange man die Herkunft des Bargeldes bzw. der Edelmetalle nachweisen kann. Was immer dafür nötig ist?


    Das heisst eigentlich, dass es keine unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze innerhalb der EU geben kann/sollte. Denn dem Arbitrageur sind buchstäblich keine Grenzen gesetzt. Funktioniert doch mit EU Neuwagen genauso?


    Ist nicht genau deshalb vor einigen Jahre die Mwst für Gold gefallen? Ich selbst habe meine ersten Krügerrands von befreundeten Bankangestellten in der Salzburger Filiale der LBB gekauft und "schmuggeln lassen". (damals war es völlig ausgeschlossen, ad hoc zum Tages- oder gar Stundenkurs irgendetwas zu kaufen. Nicht mal Wertpapiere!)

    Libertad,


    noch was. Du bist bei 27,90 rein und 30,40 raus und hast nur 30% Gewinn erzielt? Was heisst dabei "Netto"?


    Ich bin bei 1320 rein und 1364 raus und habe 40% Gewinn erzielt. Allerdings Gold und Zerti. Bei Dir Silber und OS.


    Bei mir 3,3% im Underlying. Ich habe also ca. Hebel 13 realisiert. Bei Dir 8,9% im Underlying und 30% im Schein macht Hebel 3,3.


    Wenn das Alles so war, hast Du ein ganz beschissenes Produkt gehalten!????????

    Libertad,


    es war andersrum gemeint! Drüber reden ist völlig okay, wenn man es schafft die persönlichen Eitelkeiten zu unterdrücken!

    Argus:


    ich bin immernoch der Meinung, dass die 7% keine Rolle spielen, sondern vielmehr der Einkaufszeitpunkt. Nachdem wir gerade wieder einen schnellen 10% Sprung nach oben gesehen haben...
    Wenn Du Silber im Ausland lagern willst, sollten die 7% erst Recht keine Rolle spielen, sondern die restlichen Rahmenbedingungen..


    Wenn Du natürlich an dem Tag an dem Silber gerade besonders günstig zu haben ist, schnell ohne irgendwelche Kosten in ein x beliebiges Land reisen kannst um dort Silber zu kaufen? Frage ich mich wie geht das? Und ab welcher Menge Silber lohnt der Gedanke überhaupt? Dabei kommt das lästige Gewicht von Silber auch sehr schnell ins Spiel. Gibt es in diesem Land auch Schliessfächer von beachtlicher Grösse die halbwegs sicher sind?
    Wenn ich bei Pro Aurum (oder einem anderen bekannten Händler) hier in Deutschland online bestelle, hab ich gute Möglichkeiten bequem und sicher zum meiner Meinung nach günstigsten Kurs einzukaufen. Bevor Du das im Ausland abgeklopft hast, ist Dir der Silberpreis um mehr als 7% weggelaufen. Denke ich...


    By the way: welche Bargeld oder EM Mengen darf man denn überhaupt legal in der EU von Land zu Land transportieren?

    Goofy,
    dann wünsch ich uns Beiden jetzt viel Glück! Dass wir noch einen weiteren guten Einstieg finden in den nächsten Tagen. Aber auf alle Fälle, gratuliere zum Gewinn!


    Ich hab inzwischen mal wieder bei Larry Williams geblättert. Die 2 schwersten Fehler die ein Trader machen kann sind:


    Seinen Trade mitteilen und
    sich zuviel informieren.


    Zum Glück bin ich kein Trader, sonst wäre ich echt im Arsch! Wobei ich das mit dem zuviel informieren wirklich zu vermeiden versuche. Wenn man zuviel Internet liest wird man IMHO entscheidungsunfähig. Larry sieht das ähnlich.


    Wenn man seine Trades bespricht, will man aus persönlicher Eitelkeit beweisen, dass man Recht hat und hängt deshalb einem schlechten Trade viel zu lange nach, statt schnell die Notbremse zu ziehen. Sollte man darauf achten!

    wef: dachte Du wärst teilweise bei 30,xx aus dem Silber rausgegangen?


    wie auch immer, es gab einen Gewinn, haben wir etwas zum Spenden, ist doch gut!


    :thumbsup:


    Kroesus, da bringst Du was durcheinander. Ich habe viele Positionen zu ganz unterschiedlichen Kursen verkauft. Gespendet habe ich den halben Gewinn aus GS1PUR und den halben Gewinn aus GS2ZRX. Siehe Posting 282. GS2ZRX hat einen satten Spendenbetrag ergeben.


    Ich spende nicht grundsätzlich immer den halben Gewinn. Was ich dieses Jahr spende werde ich mir wieder zum Jahresende überlegen. Bzw. bei einzelnen Deals vorher "versprechen" um die Götter milde zu stimmen.

    Goofy,


    an welcher Börse handelst Du eigentlich? Frankfurt meldet mir heute vormittag einen Kurs von 5,60. Die 5,79 waren der Vortageskurs. Dein Schein müsste also bei Börseneröffnung schon unter Stop Loss gewesen sein?

    Goofy,


    Du sagst es, es ist die ganz ganz schwierige Preisfrage wann man Gewinne mitnimmt oder laufenlässt. Die "sogenannten Profis" wollen Gewinne immer durch nachziehen der Stop Loss Marken "sichern". Das ist IMHO voll für den Arsch!
    Erstens verkaufst Du damit grundsätzlich immer weit unter Höchstkurs!
    Zweitens ist die Abwicklung in volatilen Märkten technisch gar nicht möglich.


    Wo sollte denn aktuell der Stop Loss sein um von 40% Gewinn noch wirklich was übrig zu lassen?


    Der Ausstieg war natürlich rein emotional, aber durch Charts verursacht. Die Chartartisten gehen auch von einem nochmaligen Rückschlag und Anstieg ab Ende Februar aus. Das passt auch gut zum COT. Der COT wird nur höchst selten den absoluten Tiefpunkt anzeigen, sondern meist zu früh signalisieren. Ich denke dass wird diesmal der Fall sein und der endgültige Sprung nach oben kommt erst in 1 bis 2 Wochen. Durch die Ägypten Krise haben wir aber wieder eine Sondersituation


    Aber mittelfristig sicherer und profitabler wäre es vermutlich gewesen, nachzukaufen statt Gewinne mitzunehmen.


    Aber richtig weh tut der Verkauf meiner Silber Scheine bei 27,60. Ohne wirkliche Chance wieder einzusteigen. Das sind jetzt fast 3 USD pro Stück, die ich da weggeworfen habe. Zur Not muss man da prozyklisch wieder einsteigen? Sollte es ein neues High geben, müssten die Large Specs kaufen wie verrückt!


    PS: den GS3G5G würde ich unbedingt gegen was mit weniger Hebel eintauschen!

    Ich bin unter die kurzfristigen Trader gegangen und habe mein Gold Zerti schon wieder verkauft. Einstieg bei ca. 1320, Ausstieg bei ca. 1364 macht selbst bei "vernünftigem" Hebel immerhin 40% Gewinn.


    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass wir beim Gold einen Doppelboden sehen werden. Also nochmal runter bis etwa 1310. Deshalb habe ich jetzt verkauft und hoffe auf die 2. Chance.


    Ich habe aber einiges in Münzen und Minenwerten nachgekauft, so dass ich nicht ganz aussen vor bin, wenn es jetzt doch in einem Zug nach oben geht.

    In 2010 ist der Silberpreis in EUR um über 80% gestiegen. Bei Investments in Münzen dürfte es selbst der grösste Trottel schaffen die Abgeltungssteuer zu vermeiden. Dennoch wollen Viele noch die 7% Mwst vermeiden und überlegen sich abenteuerliche (Zoll-)Vergehen.


    Oh tempora oh mores!


    Vor vielen Jahren waren "Steuersparmodelle" in Deutschland extrem modern. Vor allem bei Fussballprofis. Uli Hoeness hat mal gesagt, er hat nie was davon gehalten. Er hat lieber das Doppelte verdient.


    Kennt Ihr das Märchen vom Fischer und seiner Frau? Geh nach Haus Argus!


    PS: ich persönlich zahle viel lieber Steuern als auch nur einen Euro an einen der allgegenwärtigen Berater zu zahlen! Seien es Steuer-, Rechts-, Vermögens-, Versicherungs-, Fonds-.....Berater! Sicherlich werden die Steuern verschwendet, aber was meint ihr macht der Berater damit? Er produziert NICHTS, sondern sorgt nur für die GERECHTE Verteilung. Durch seine Existenz nimmt leider das zu verteilende Gut schon beträchtlich ab..


    PPS: Mea Culpa! Durch meine berufliche Existenz sorge ich hauptsächlich dafür, dass die Verteilungsprozesse noch etwas komplizierter ablaufen können! Was für ein Irrsinn!

    Das extrem wertvolle Kaufsignal am 20.7.2010 kam eine Woche zu früh und mindestens 20 USD zu hoch. Für kurzfristiges Traden also völlig unbrauchbar und bei weitem nicht perfekt.
    Die üblichen prozyklischen Kaufsignale der Chartanalyse kommen immer zu spät. Hier bietet sich eine Synthese an?


    Das letzte 4fach Hoch beim Gold hatten wir übrigens am 9.2.2010. Damals war es ein perfektes Signal am Tiefpunkt. Durch die Verzögerung des COT war es aber erst später nutzbar. Statt 1040 wäre es erst bei etwa 1100 nutzbar geworden.

    Wieso haben die Goldpreismanipulateure jetzt nicht einfach jene 60.000 Kontrakte mehr verkauft? So wie sie das im Sommer 2010 gemacht haben?


    60.000 verkaufte Kontrakte hätten den Goldpreis sicherlich sehr viel weiter nach unten bewegt als das bisher der Fall war.
    Oder wissen die Shorts etwa, dass sich bei etwas niedrigeren Preisen viele neue Käufer finden? Manfred Gburek hat behauptet bei 1300 wären viele Kauflimits im Markt. Ich selber hätte den GD200 und die Aufwärtstrendlinie als massive Widerstände angesehen. Die 60.000 Leerkontrakte würden dann mit wenig Wirkung verpuffen?


    Für mich sind das klare Indizien, dass der Goldpreis NICHT (mehr) beliebig manipulierbar ist. Und schon gar nicht steuerbar.



    PI13,


    ich würde gerne auf Deine oben zitierte Prognose zurückkommen. Am Anfang war alles durchaus zutreffend, jetzt stimmt aber gar nichts mehr. Für mich ein schönes Beispiel dass Prognosen umso peinlicher werden, je detailierter sie sind.