ZitatOriginal von Oskar
Also ich bin kein Volkswirtschaftler, habe nur verschiedene Werke der unterschiedlichen Herren gelesen. Aber das was du sagst, erscheint mir eher falsch. Da verwechselst Du irgendwie die Mechanismen. Kredit bedeutet nicht Versprechen, sondern Schuld.
Hallo Oskar,
vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt, sorry. Ich denke, Kredit bedeutet sowohl Schuld, als auch Versprechen. Der Schuldner gibt das Versprechen, seine Schuld zu tilgen. Das eine geht also nicht ohne das andere. Ergo sum ist der Gläubiger auf Gedeih und Verderb diesem Versprechen ausgeliefert. Er hat dann "nichts in der Hand". Man beachte auch den Begriff "Gut haben" oder "Gläubiger" (an was der wohl glaubt?). ![]()
Hat er ein Guthaben, dann gibt es eben kein Versprechen, sondern er hat real irgendeinen Wert in der Hand oder kann sich zumindest real an etwas erfreuen, das er besitzt.
Papiergeld kann man zwar auch besitzen, dann hat man aber eigentlich nur das Papier (fast wertlos) in Besitz, der Rest, d. h. das Versprechen, ist aufgedruckte Druckertinte.
Mit Gold hat man den realen Wert in der Hand, der maximal durch Atomstrahlung unbrauchtbar gemacht werden könnte (was den Wert dann ja auch drastisch senken würde). Das ist dann auch häufig mit "innerem Wert" gemeint. Es ist egal, ob da Heraeus oder Krugerrand draufsteht, was zählt, das ist das physische Gold. Es ist kein Versprechen, sondern da, fassbar, real.