Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    @ edel
    der Chart ist natürlich etwas grob, nach meinem Kenntnisstand war 1980 zumindest tageweise das Verhältnis 10:1 erreicht.... intraday-GS-Verhältnis aus diesen Tagen hab ich leider nicht


    @ wef
    Auch wenn manche die Ansicht nicht teilen, ich orientiere mich an den Abbaukosten, die waren vor 300 Jahren bei Silber viel viel höher, hab mal ein Buch über Bergbau in Sachsen gelesen, die Jahresproduktion einer Mine hat mancher aus dem Forum im Tresor rumliegen. Von daher bin ich mir recht sicher, dass wir 1:15 nicht mehr sehen werden. Wäre schön, wenn ich mich täusche, meine eigene Anlage ist stark übergewichtet in physisches AG (gekauft allerdings zu anderen Kursen wie heute)

    @ cyberworky
    das GS-ratio hat in den letzten 32 Jahren zwischen 1:10 und 1:100 geschwankt. Das heißt, mit Umschichten in Extremsituationen und Rückkonvertierung bei Normalisierung konnte man seinen Metallbestand ohne Risiko erheblich ausbauen. Ich bin auf demselben Trip :)

    @ Opa Knack
    Bin mir zu 99,9 % sicher, dass das kein Silber, da ich die Punzierung nicht kenne (sammle nur Massivsilber, keinen versilberten Kram, daher kenne ich nur die Silberpunzen, aber nicht die für versilberte Ware).
    Feile mal an und nimm Prüfsäure, dann hast Du 100 % Sicherheit

    Dass schon die 35 eine so solide Unterstützung darstellen, ist bullisch zu werten, nach dem starken Anstieg innerhalb Jahresfrist hätte ich die tragende Unterstützung eher bei 31 oder 25 gesehen. Noch 2 oder 3 Monate Konsolidierung während der Sommermonate, dann könnte im Herbst zumindest die 40er-Marke wieder in Angriff genommen werden...... zumindest rein charttechnisch betrachtet..... bei aufkommenden Rezessionsängsten in USA oder einer Wachstumsdelle in Asien werden die Karten neu gemischt...... es spielen derzeit so viele Faktoren eine Rolle, dass ich bei Anfragen, ob man schon kaufen solle oder lieber noch warten solle, besser mit den Schultern zucke als mich weit aus dem Fenster zu lehnen.

    @ foxele
    Ich würde es nicht schmelzen. Es ist komplett und Robbe ist von den deutschen Herstellern einer der gesuchtesten und teuersten.
    Denselben Preis wie ein Georg Jensen-Besteck wird es sicher nicht bringen, aber ich denke, dennoch einiges über Metallwert.


    Wenn Du derzeit nicht unbedingt Papier brauchst, würde ich es aber nicht verkaufen, die gezahlten Sammlerpreise bei Antiksilber sind derzeit so nah am "inneren Wert" wie seit langem nicht mehr.
    Daher meine Meinung: liegenlassen (ggf. auch mal benutzen), es könnte durchaus die Zeit kommen, wo so was mal wieder gesucht und gut bezahlt wird (auch vor dem Hintergrund, dass durch den gestiegenen Silberpreis derzeit viel eingeschmolzen wird und diese Bestecke somit auch seltener werden).

    @ woernie
    Ist nicht leicht mit Alternativen, aber ich bin extrem silberlastig und gebe mir zumindest Mühe. Bei 1:30 wollte ich einen Teil in Gold umschichten ..... Misanthrops Kursziel von 1:15 halte ich für utopisch. Bei 1:31 hats ja gedreht, sehr ärgerlich, hatte schon eine Goldquelle aufgetan :)
    Vielleicht ergibt sich nochmals die Chance. Platin sollte man m.E. auch im Auge behalten und für Umschichtungen in Erwägung ziehen.
    Spreads sind nicht so das Problem, wie es auf den ersten Blick aussieht. Bankan- und Verkaufskurse sollte man nicht als Referenz heranziehen, Barren sind in großen Stückzahlen immer irgendwo in der Mitte kauf- bzw. verkaufbar.Bei der extremen Volatilität ist Silber m.E. das falsche Metall, um es einmal zu kaufen und dann für 30 Jahre drauf zu hocken.

    Ehrt Dich , das Du trotz substantieller Verkäufe nicht auf 'Katastrophenszenarios' setzt und den 'Realitäten' tapfer ins Auge schaust.


    Die "substanziellen Verkäufe" sind bei mir kleinere Umschichtungen :) , außer Edelmetall fällt mir derzeit keine andere Anlageform ein.
    Meine Erwartungen einer Seitwärtsbewegung würden ja in den Chart passen, wenn etwa in 6 Monaten die untere Begrenzung des Trendkanas getestet würde (und hoffentlich hält)

    Danke, woerni, lese Deine Analysen immer gerne, denn sie sind nicht mit den weit verbreiteten Silberscheuklappen geschrieben.
    Beim Silber müsste demnach in wenigen Wochen spätestens die Entscheidung kommen, auf welcher Seite es aus dem Dreieck ausbricht.....oder???
    Ich könnte mir allerdings eher eine längerfristige Seitwärtsbewegung zwischen 33 und 39 vorstellen, auch wenn das in keine Chartformation passt, würde aber m.E. zur fundamentalen Lage passen (eingekeilt zwischen Rezessionsängsten und Inflationsängsten).

    @ wef
    Die Märkte sind nicht logisch. Zinserhöhung spricht für steigenden Euro, stattdessen steigt der Dollar. Vielleicht die Angst, dass die Konjunktur im Euroraum absäuft. Das würde wieder bedeuten, dass bei den PICS endgültig die Lichter ausgehen .... wiederum positiv für Edelmetalle .... ziemlich konstruiert, aber eine bessere Idee hab ich nicht.
    Kapiere genauso wenig, warum der DAX 1,5 % steigt, wenn eine Zinserhöhung angekündigt wird.

    @ wef
    Meinst Du, der Silberchart ist als Fahnenstange zu charakterisieren?
    Für mich ist Fahnenstange was anderes, so in etwa der Nemax um das Jahr 2001 rum.


    Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass wir die 25 nochmals sehen. Jeden Tag neue Krisen an den Fronten der Staatsverschuldung.
    Der starke Anstieg spiegelt eher wider, dass immer mehr Leute versuchen, ihr Papier vor dem nahenden Tsunami zu retten. Und dieser Trend wird m.E. anhalten.


    Wäre schön, wenn ich mich täusche, könnte man nochmals billig nachkaufen :)

    P.S. .... bevor ich Prüfsäure hatte, hab ich immer mit Sulfid getestet, schwarzer Fleck von Silbersulfid. Die Chromatmethode ist aber wesentlcih zuverlässiger und gibt anhand der Intensität der Rotfärbung auch schon mal Hinweise auf den Feingehalt. Gute Silberschmiede sollen ja über die Färbung des Strichs auf der Schieferplatte den Feingehalt bestimmen können ..... ich kriege es nicht hin.

    SirVival .... wir hatten ähnliche Ideen in der Jugend, wie war doch die Anleitung in meinem Chemiebuch: man leite Chlor in warme Kalilauge ein, bis sich ein Niederschlag von Kaliumperchlorat bildet. Das brauchte ich zur Sprengstoffherstellung. Leider gabs auch nach 3 Stunden Chlor-einleiten noch keinen Niederschlag, meine Vorräte an Permanganat und Salzsäure waren erschöpft und nachts dann keine Luft mehr gekriegt :)


    Aber im Ernst, Prüfsäure ist für jeden Sammler von Antiksilber unverzichtlich, es gibt so viele falsche Punzen und nur nach dem Klang versilberten Schrott von Echtsilber zu unterscheiden, fällt selbst mir mit ziemlich viel Erfahrung auf dem Gebiet nicht immer einfach.


    Für quantitative Zwecke gibts gute Spektrometer ... hab letzte Woche eines bei einem Händler getestet, einfach Prüfling drauf legen, starten, 30 Sekunden später kommt die Metallanalyse am Bildschirm, wirklich geniales Gerät. Kostete 50 k ... nicht billig, aber wenn man viel mit Edelmetallen rummacht, amortisiert sich das ggf. irgendwann.

    @ SirVival
    Hab ich Dich recht verstanden, dass die Silberprüfsäure mit Kaliumdichromat aus dem Handel genommen wird? Gibts denn Ersatz? Gerade die Bildung von Silberchromat ist doch spezifisch für die Prüfung, oder?


    Ich hab übrigens viel herumexperimentiert, um für den Silbernachweis die optimale Dichromat-Konzentration und Salpetersäure-Konzentration herauszufinden, bin aber auch vom Fach und hab diese Experimente im geschlossenen Abzug durchgeführt. Ergebnisse behalte ich für mich, um keine Nachahmer zu animieren (und die gekaufte war nicht wesentlich schlechter).


    Vor Experimenten im heimischen Keller sei dringend gewarnt (weiß ich spätestens seit meinem 15. Lebensjahr, als meine Eltern nachts den Notarzt nach meinen chemischen Versuchen mit Chlorgas holen mussten).

    Ich hoffe, Du bist Dir darüber im Klaren, welche Gefahren hier lauern.


    Kaliumdichromat ist giftig und kanzerogen, 30 %ige Salpetersäure ist stark ätzend.


    Wegen 10 Euro Einsparung für ein Fläschchen Prüfsäure, welches für etwa 1000 Prüfungen reicht (und meist schon vorher entsorgt wird, weil sich die Säure zu stark verfärbt hat), sollte ein Laie m.E. nicht zum Hantieren mit derartigen Chemikalien ermuntert werden.

    @ Xray1
    Bezüglich der Heraeus-Infos kann ich nur den Kopf schütteln. "Barrennachfrage extrem gesunken....."...........da fragt man sich, warum die meisten Scheideanstalten derzeit keine Barren liefern bzw. extrem lange Wartezeiten haben. Das passt einfach nicht zu meinen Beobachtungen.
    Und wer läßt freiwillig Barren einschmelzen.... auch ältere??? Da hat nur einer einen Vorteil, nämlich Heraeus. Ich nenn so was Propaganda.
    Was mich auch wundert, dass Heraeus immer wieder von "geplatzer Blase ..... maßlose Übertreibung....." spricht. Hier in dem Forum kam mal da Gerücht auf, Heraeus sei short positioniert. Habe ich anfangs für kompletten Unsinn gehalten, weil im Gegensatz zu Produzenten oder Industrieverbrauch eine Scheideanstalt das Metall nur entsprechend umarbeitet (von der Theorie her). Allmählich kriege ich aber Zweifel, ob dem wirklich so ist.
    Wenn jemand nicht nur Gerüchte, sondern Tatsachen beitragen kann..... wäre sicher interessant.


    @ Aurum non olet
    Barren haben auch ihre Vorteile: im "Sekundärhandel" einigt man sich ja i.d.R. auf einen Preis zwischen Bankankauf und Bankverkauf bei Barren.
    Das heißt, bei kräftig steigendem Silberwert bekommt man hier durch den gestiegenen MwSt.-Anteil sogar noch einen kleinen Extrabonus zu Metallwert.
    Investoren, welche richtig große Mengen einlagern, tun das auch i.d.R. lieber in Barrenform als in Münzen.

    Die USA und pleite??? Niemals
    http://www.ftd.de/politik/inte…en-abzahlen/60054112.html
    Simon Johnson - Die USA werden ihre Schulden abzahlen


    Auf den ersten Blick haben die Amis eben den Vorteil, dass sie in eigener Währung verschuldet sind, dito Japaner und auch überwiegend Europäer.


    Der Mann könnte recht haben, dass die USA bezahlen....... Frage ist nur, ob man mit dem Papier besser heizt oder die Klopapierrollen bestückt.
    Darauf geht der gute Mann nicht ein ...... wie so viele "Experten" nicht.


    Noch ein nettes Zitat aus dem Artikel "Zumindest kurzfristig ist die Chance, dass die USA ihre Schulden nicht bedienen werden, verschwindend gering - sie hat vielleicht dieselbe Größenordnung wie ein Einschlag eines großen Meteoriten auf der Erde".


    Der gute Mann sollte sich mal etwas mit wissenschaftlichen Quellen auseinandersetzen. Etwa alle 1 bis 10 Millionen Jahre passiert der Einschlag eines großen Meteoriten (definiert mit einem Durchmesser größer als 500 m".


    Ja ja, also alle Million Jahre können die Amis kurzfristig ihre Schulden nicht bedienen, selten so gelacht :)

    Wenn ich diese Berichte lese, dass auf 10 Käufer nur 1 Verkäufer kommt, dann kommen mir immer die Tränen (vor Lachen).
    Dieser eine muss dann ziemlich blöd sein .... hier, in der Bucht und sonst wo bekommt man (fast) immer bessere Verkaufskurse als beim Händler oder in der Bank, von daher ist diese Statistik ohne jede Aussagekraft .... ich glaub nicht, dass man hier jemals mehr Verkäufer als Käufer findet (vielleicht eine kleine Ausnahme im Jahr 1980).

    Meinst Du wirklich, dass so was von Interesse ist? Ich kenne Antiquitätenhändler, wo 5 Kumpels den Auktionspreis in schwindelerregende Höhe treiben .... und dann wartet man auf den Doofkopf, der einen Euro mehr bietet. Wenn kein Doofkopf: Auktion wird später storniert, positiv bewertet, Gebühren kriegt man wieder und versucht es 6 Monate später nochmals. Solche Auktionen sind ohne jede Aussagekraft.
    Von daher würde ich solchen Einzelfällen keine Relevanz zubilligen

    In vielen Bereichen hat ebay ein Monopol und kann die Daumenschrauben beliebig anziehen. Was hat man sich in der Vergangenheit nicht schon alles an Unverschämtheiten geleistet, man denke nur an Abschaffung des Käuferschutzes, die erste Erhöhung auf 8 %, Abschaffung der Bewertung der Käufer ...... jetzt dieser Hammer.
    Shareholder value ..... das ist das EINZIGE, was hier zählt.


    Bei Münzen mag es Alternativen geben, bei Antiquitäten aus Silber, womit ich mich mehr beschäftige, gibts im Netz keine Alternative. Wenn man die Gebühren der klassischen Auktionshäuser sieht (Henry`s etc.), dann kommen da über 40 % zusammen, was von Käufer und Verkäufer abkassiert wird. Ich hab einige hochwertige Sachen, die ich gerne mal zu Henrys gebracht hätte, aber nach Durchlesen des "Kleingedruckten" sofort die Planung verworfen hatte.


    Was tun, wenn man auch ab und zu was verkaufen will? Eine Möglichkeit ist, in der Bucht an den Tagen mit kostenlosem Einstellen mit nur 1 Bild und überteuertem Startpreis in die Bucht, zarte, aber unmissverständliche Hinweise im Text, dass man weitere Bilder schickt sowie lieber außerhalb der Bucht verkaufen will ... noch ne Handynummer und die Bucht ist raus aus dem Geschäft ...... hat bei mir schon öfters geklappt und das wird mein Zukunftsmodell sein. Einziger Nachteil: man sollte schon ziemlich gut wissen, welchen Wert das Objekt besitzt.
    Das war seither eben das Faszinierende an der Bucht, man hat ein Teil, von dem man den Wert überhaupt nicht einschätzen kann, macht gute Fotos und das Teil bringt 10 mal so viel, wie man geglaubt hatte. Das würde sich zwar auch noch mit 9 % Gebühr rechnen, aber schließlich gehts ums Prinzip, von mir gibts für normale Auktionen ab Juni die rote Karte.