Beiträge von GermanLong

    Noch ein paar Funde aus der Fondsweb-Liste für VL-fähige Fonds, ohne jede Wertung zu verstehen, und auch nicht weiter auf Richtigkeit recherchiert:


    DWS Goldminenaktien Typ O (aber hier doch gleich eine Wertung: http://tinyurl.com/35545j )
    DWS Invest Energy LC
    DWS-Energiefonds
    DWS-Rohstoffonds


    Komisch, die Allianz-dit von Bembelpetzer stehn da gar nicht drin... auch nicht in der BVI-Liste... Ja gibt es denn außer unserer angefangenen Sammlung hier keine vollständige und zuverlässige Quelle für das Gesuchte?


    Davon abgesehen frage ich mich, ob ich mich jetzt festlegen würde, für die nächsten 7 Jahre mein Geld mit gutem Gefühl in diesem Sektor zu sparen - oder überhaupt in einem bestimmten Sektor des Aktienmarktes - oder im Aktienmarkt allgemein. Hm. Oder verstehe ich da was nicht? VL-Einzahlungen kann man zwar stoppen, aber das war es doch schon mit Gestaltungsmöglichkeiten über die Laufzeit des VL-Vertrages.


    Gruß, GL


    Hi Thor,


    die letzten 4 sind jedenfalls lt. Fondsweb NICHT VL-förderfähig. Die beiden ersten finde ich dort nicht.

    Insofern eine interessante und knifflige Frage von bc-99. Bin gespannt, was seine Recherche ergibt.


    Eine Liste der "aktiv angebotenen VL-fähigen Fonds" gibts beim BVI:
    http://www.bvi.de/de/investmen…it_fonds/vl/vl_liste.html
    Ich weiß nicht, in wieweit diese Liste vollständig ist. Es sind scheinbar nur Fonds von BVI-Mitgliedern drin, sowie "von ausländischen Anbietern deutscher Provenienz". ?(
    "Aktiv angeboten" scheint zu heißen, daß die Fondsgesellschaft direkt ein VL-Sperrdepot einrichtet. Vielleicht kann uns das aber ein Experte genauer erklären. Kann es sein, daß eine Bank selber einen Fonds VL-fähig anbietet, der nicht in diesem Sinne "aktiv als VL-fähig angeboten" gilt???


    Aus der Liste jedenfalls kommen DWS Zukunftsresourcen und DWS Invest New Resources auf den ersten Blick dem gewünschten Anlageschwerpunkt von BC-99 am nächsten, scheint mir.


    Gruß, GL

    Hallo,


    es dürfte nicht unbedingt einfach sein, überhaupt eine nennenswerte Fondsauswahl mit gewünschtem Schwerpunkt zu finden, die VL-förder- und sparplanfähig ist.


    Weg 1
    Willst Du den Sparplan über Hausbank, Broker, Fondsgesellschaft laufen lassen? Das wäre die erste Entscheidung.


    Frag sie nach ihrer Auswahl VL-sparplanfähiger Fonds. Hier: http://www.investmentfondsdire…lle%20VL%20Fondsliste.pdf
    gibt es z.B. von einem willkürlich rausgepickten Anbieter eine solche Liste. Die dürfte aber bei jedem Anbieter anders aussehen.


    Die Liste siehst Du dann danach durch, welche der Fonds Deinen gewünschten Anlageschwerpunkt haben. Kannst noch z.B. über Fondsweb.de weiter über die Fonds recherchieren, Performancevergleiche anstellen etc.


    Weg 2
    Du suchst z.B. bei Fondsweb.de die VL-fähigen Fonds mit der "erweiterten Fondssuche"
    http://fondsweb.de/fonds/?PROFI=1 ,
    und schaust was nach Deinem Geschmack ist.
    Dann geht es wahrscheinlich umgekehrt los, daß Du Dir einen Anbieter suchen mußt, der Dir einen VL-Sparplan mit dem ausgewählten Fonds anbietet.
    Eventuell lohnt eine Anfrage direkt bei der Fondsgesellschaft? Dann hast Du aber auch ein zusätzliches Depot am Bein.


    Wenn Du am Ende überhaupt mehrere Fonds zur Auswahl hast, kannst Du ja diese hier konkret nochmal vorstellen, mit eventuellen Fragen dazu.


    Gruß, GL

    Zitat

    ich hab letztens irgendwo gehört, das russland an sich auch noch eine menge gold hat, mit dem der goldpreis gedrückt werden könnte. Was ist da dran?


    Genau, die kaufen das Gold, die Russen, damit sie den Preis hinterher drücken können... :D :D :D :D :D :D :D


    Zitat

    Original von EG999 oben im Thread:
    Russland hat so viel Gold, daß sie wahrscheinlich sofort eine Goldbindung ihrer Währung einführen könnten. Sie werden sich hüten Gold zu verkaufen. Viel wahrscheinlicher ist, daß Russland Dollarbestände auflöst und Gold KAUFT.


    Nur meine Meinung !!


    Mit der Goldbindung dürfte es bei 5-10% Goldanteil der Reserven wohl nicht weit her sein (s. nächstes Zitat). Von Berichten über die Geldmengenausweitung von um die 50% p.a. in Rußland ganz zu schweigen.


    Deutschland zum Vergleich hat an die 50% der Währungsreserven in Gold (oder Goldforderungen, aber das ist ein anderes Thema). Nur hat Deutschland keine eigene Währung mehr, die damit gedeckt werden könnte.


    "Dollarbestände auflösen" ist übrigens gar nicht erforderlich, damit Rußland Gold kauft. Bei den Zuflüssen aus dem Außenhandel die Goldquote von 5-10% der Reserven zu halten, dürfte schon eine Herausforderung an sich sein.



    Aus dem NZZ-Artikel von EG999:

    Zitat

    Auch in der Schweiz hat man die Notenbank von der Pflicht der Golddeckung befreit


    Die Schweiz wurde 1992 Mitglied des IWF. Soweit ich weiß, verbieten die Statuten den Mitgliedern eine Bindung ihrer Währungen an Gold. Ganz simpel.


    Auch sonst finde ich den Artikel vollkommen nebulös bis vollkommen verkehrt oder schlicht nicht nachvollziehbar in den hergestellten Zusammenhängen. Das ist eher Desinformation. Auf sowas stehe ich ja. X(


    Ansonsten hätte ich für alle Freunde von interessanten Theorien da noch ein paar Artikel über massenweise vor den Japanern verstecktes Gold auf gewissen Pazifischen Inseln, das einige Abenteurer bald finden und auf den Markt werfen werden. Dann noch die Technik, Gold entweder aus Meerwasser, oder durch Protonenbeschuß anderer Atome herzustellen. Davon abgesehen, daß auch der Erdkern laut großer deutscher Publikationen im Wesentlichen aus Gold ist. Sachen gibt´s! Wohl dem, der dabei klar im Kopf bleibt.


    GL

    Hallo zusammen,


    Wüstenrot versucht es offenbar auch, nur (im Moment noch) netter verpackt als BHW, Altkunden mit höheren Guthabenverzinsungen aus ihren Bausparverträgen zu bekommen.


    Ich habe einen alten Bausparvertrag von Wüstenrot mit 4,5% wählbarer Guthabenverzinsung bei Darlehensverzicht.


    Letzte Woche gab es Post von Wüstenrot: "Jetzt gönn´ ich mir was". Scheinbarer Anlaß war das "Ende der 7-jährigen Bindungsfrist" (ist bei mir ja auch erst 5 Jahre her!). Inhalt war ein Anschreiben und ein Kündigungsvordruck ("Mein Abrufscheck") zur "freiwilligen" Kündigung durch den Kunden. Netterweise verzichtet Wüstenrot sogar auf die normale 1% Vorfälligkeitsgebühr bei sofortiger Auszahlung, wenn man bis Ende November den Vertrag kündigt.


    Ist das nicht toll? Ja, für wie blöd halten die einen denn? Sowas nennt man wohl gezielte Desinformation.


    Denn natürlich erwähnen sie im Anschreiben nicht, daß normale Zuteilung und Darlehensverzicht eine Alternative ist, und dabei im Gegensatz zu einer Kündigung
    - die wählbare Höherverzinsung von 4,5% über die gesamte Laufzeit erhalten bleibt , während es bei Kündigung bei 2,5% Grundverzinsung bleibt, und
    - die Abschlußgebühr (1% der Bausparsumme) erstattet wird.
    Ganz davon abgesehen, daß die simple Weiterführung des Vertrags natürlich auch eine Möglichkeit ist, wenn man der Wüstenrot als "Guthabenverwahrer" (sprich: Schuldner) traut.


    In meinem Fall würde ich bei Kündigung im Gegensatz zur Zuteilung auf knappe 4000 € verzichten. Aber versuchen kann man es ja mal, liebe Wüstenrot :rolleyes:.


    Ich wüßte gerne wieviele Leute ihnen auf den Leim gehen. Aber wer weiß, vielleicht sind die Kündigungen für die Altverträge auch bei Wüstenrot ja schon gedruckt....


    Gruß, GL

    Hallo zusammen,


    ich finde es mittlerweile extrem schwierig und mühsam, beim Thema "Derivaterisiken" (auch in Kredite eingebettete Derivate) Licht ins Dunkel zu bekommen. Antworten von Cusac und ... na, ich weiß es schon nicht mehr... sind keine gekommen.


    Ähnlich schwer scheint es den Freunden beim Goldtent zu fallen
    http://www.goldtent.com/phpbb_…s=0&postorder=asc&start=0
    Auf Gold-Eagle auch nur sehr sehr gelegentliche Meldungen zu dem Thema.


    Ich fühle mich da mittlerweile etwas entmutigt. :(


    Und wenn es positive HInweise hinsichtlich Derivaterisiken geben soll, dann arbeiten z.B. ECU oder First Majestic in Mexico, wo die politische Lage ziemlich instabil zu sein scheint. Von freundlichen Ländern wie Venezuela und Ghana mal abgesehen. Suuuper. Da kommt einem doch das Kotzen. Vielmehr bekomme ich vielleicht eine kleine Idee, was für ein schwieriges Geschäft dieses Goldgraben sein muß.


    Als Alternativstrategien überlege ich mir schon einmal, und immer öfter,
    a) einfach langsam mehr ins Physische zu gehen
    b) auf den Tip von JS hin das Übergewicht von RGLD und TRE weiter auszubauen (ist aber auch das Prinzip "Hoffnung")
    c) und die übrigen Minen als reine Lotterietickets zu betrachten, bei denen - egal was einer erzählt - bei Verdreifachung die Hälfte vom Tisch genommen wird, und keine Einzige einen wirklich nennenswerten Depotanteil bekommt (es sei denn die ganze Anfangsinvestition ist schon wieder rausgenommen).


    Ich vermute, daß sich da eine extreme Spannung aufbauen wird:
    - einerseits wird bei einer spekulativ-manischen Aufwärtsbewegung im Sektor das Risiko fast völlig ignoriert werden
    - andererseits knallt es dann völlig unerwartet die Finanzen von einigen Gesellschaften zusammen, und das auf Jahre.


    Derzeit haben RGLD und TRE bei mir zusammen 15% Depotanteil (im Papierdepot, meine ich), der PEH-Q Goldmines ebenfalls. Der Rest teilt sich auf einen erschreckend großen Haufen von kleinen und noch kleineren Positionen auf, bei denen ich immer mehr zum Verkauf jeglicher Risiken neige.


    Hups, konträr betrachtet könnten diese Sorgen (noch) fürs Halten sprechen. Vielleicht bis ca. 1000 USG POG / 1200 HUI ?(


    GL

    Zitat

    Original von romario
    Der WORLD MINING FUND ist momentan sowas wie die Benchmark bei den Fonds aller MINENWERTE. Ein Top Investmentfonds. Mit 11.352 MIO Fondsvolumen.


    Der Autor hält das Volumen eines Fonds für ein Merkmal für... ? Das erklärt er leider nicht.
    Sicherlich ist es kein generelles Qualitätsmerkmal, wie er hier zu suggerieren scheint.


    Allgemein waren die Goldminenfonds das Thema, da fällt der MLIIF World Mining Fund im engen Sinne nicht drunter. Ich hatte mich auf diese Gruppe bezogen, da wird der falsche Zusammenhang hergestellt.


    Zitat

    Aber auch dir Gratulation zu über + 7 0 0 % in 5 Jahren !


    Nochmal: Vor dem Schreiben sollte man genau lesen. Es war vom MLIIF World Gold Fund die Rede.


    Der Autor berücksichtigt außerdem notorisch keine Wechselkurse bzw. Basiswährungen.


    Richtigstellung:


    Auf Eurobasis hat der MLIIF World Mining lt. Consors um ca. 400% zugelegt:
    http://tinyurl.com/2vdhsm .


    Der hier besprochene MLIIF World Gold Fund liegt auf Eurobasis bei um 150% Zuwachs in 5 Jahren http://tinyurl.com/3dz762 .


    Zitat


    Bewirb dich doch mal bei Merrill Lynch, wenn Du besser bist als jeder Fonds hast Du gute Chancen Fondsmanager zu werden. Die Top Leute sind rar.


    Diesem Autor scheint es regelmäßig sowohl beim Lesen als auch beim Veröffentlichen von Beiträgen nicht zu gelingen, die persönliche Ebene wegzulassen.
    romario: Also laß es, oder troll Dich.


    Zitat

    wieviel % waren es denn genau bei dir, denn der World Mining Fund hat in 5 Jahren + 691,08% gemacht (Stand heute)


    Zur Richtigstellung von Fondsname und Performance auf Eurobasis siehe oben.


    Das Andere geht eine Öffentlichkeit (nicht nur diesen Autor) nichts an und wird nicht beantwortet.
    Hinzu kommt: Offene oder unterschwellige Herausforderungen zum Wettstreit machen keinen Sinn und stören eher, die Leute streiten sich schon genug.


    Zitat

    Also ich weiß nicht was dich an 1,75% Managementgebühr im Jahr stört, oder soll der Fondsmanager umsonst arbeiten?


    Auch hier hat der Autor nicht genau gelesen. Es ging um die Performance Fees. Siehe auch hier: http://www.goldseitenforum.de/thread.php?threadid=6799


    GL


    PS romario
    Nicht daß Du meine Reaktion für ein Gespräch mit Dir hältst. Es geht mir um Enthüllung falscher oder verzerrter Fakten und Zusammenhänge, damit die Meinungsbildung hier rational verlaufen kann.

    Zitat

    Original von py-ro


    ICH weiß es nicht, deswegen frage ich ja?


    Ich würde auseinanderhalten, was man meint:


    1) Short als Strategie: Einmal gibt es die "Short-Positionierung" eines Markt-Akteurs, also die Positionierung auf fallende Kurse.


    2) Short als konkretes Vehikel , mit denen man bei fallenden Kursen Gewinn macht, aber Verluste bei steigenden Preisen.


    Mit einem "Leerverkauf" ist man zwar strategisch "short", aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, um diese Strategie umzusetzen. Z.B. eine Put-Option.


    GL

    Ich würde es mal grundsätzlich als Strategie der Positionierung auf fallende Preise im weitesten Sinne definieren - auch zur Absicherung, z.B. beim Produzentenhedging. Ein fest vereinbarter Preis um den es geht ist immer dabei, so gesehen die Preisfixierung.


    Mittel gibts mehrere, um die Strategie umzusetzen.
    Ob "jederzeit" oder zu einem fixen Termin (Future-Kontrakte), verpflichtende oder optionale Ausübung, ob mit "unendlichem" Verlustrisiko mit Nachschußpflicht oder begrenzt auf Totalverlust (Put-Option), jedenfalls erwartest Du als Short einen fallenden Preis. Ob Du tatsächlich bekommst was Du verkaufen willst, es bereits ausgeliehen hast, oder einfach nur das Lieferversprechen an sich verkaufst, dürfte erstmal zweitrangig sein.


    Im EM-Sektor speziell
    In den COT-Reports dürften die Future-Kontrakte - und zwar die Vorwärtsverkäufe als Short - aufgeführt werden.


    Die meisten der Mittel dürften mit einer gegenwärtigen Angebotsvergrößerung einhergehen, d.h. wenn jemand short geht, ist das damit verbunden daß er eben z.B. jetzt Gold für Dezember verkauft. Damit drückt das Shorten selber den Preis - quasi wie Leerverkäufe bei Aktien, nur daß es eben
    - weder grundsätzlich "leer" sein muß z:B. beim Produzenten der seine spätere Produktin jetzt schon mal zu fixem Preis verkauft
    - noch sichergestellt ist, daß es überhaupt je "zu füllen" ist, wenn jemand jetzt einfach das Versprechen auf einen Berg Gold im Dezember verkauft.


    Edit: Ach die Verlustfrage. wie beim Leerverkauf.


    Bin kein Experte, daher dankbar für das Übliche.


    GL

    Hallo zusammen,


    als Diskussionsgrundlage schlage ich mal diese zwei Stellen vor:


    1. Feitens Fiat-Money Spezial
    http://www.new-sense.net/wirts…iges/fiatmoneyspecial.pdf
    Gibt schon mal ein gutes Grundverständnis von Papier- vs. Rohstoffwährung, wenn auch er sich bei der Deflationsfrage dann verstrickt.


    2. "Money is Debt", Film, 45min. Englisch mit deutschen Untertiteln
    http://www.nuoviso.de/filmeDetail_moneydept.htm
    Da kapiert man dann die Funktion und Folgen des Fractional Reserve Banking unter einem Schuldengeld. Höchst unterhaltsam!!!
    Zu meiner Freude wird die Verbindung hergestellt, wie und warum unser Geldsystem einen nicht nachhaltigen Expansionszwang mit sich bringt.
    Zum Glück wird in dem Film keine Lösung als die seligmachende präsentiert, sondern am Schluß die richtige Frage gestellt. Facts - not fiction - endlich mal ideologiefrei.
    Meine Wertung: TOP!


    Danach dürfte dann immerhin die Definition von Inflation und Deflation klar werden, deren unterschiedliche Auffassung ja leicht zu unnötigen Diskussionen führen kann. ;)
    Ebenso entsteht ein Verständnis der Mechanismen unseres Geldsystems.


    Wenn jemand etwas gegen die Kernaussagen insbesondere des Films hat, sollten wir erst einmal darüber sprechen, Mißverständnisse ausräumen etc., um auf einen Nenner zu kommen.


    Wer dann einfach nicht glauben will, wie es sich mit unserem Geldsystem verhält, mit dem kann ich jedenfalls nicht weiter diskutieren, weil wir dann in verschiedenen Parallelwelten leben. Verschwörungstheorien haben sich dann auch erledigt. Rostendes Geld ("Freigeld") dito.


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von SalonHelga
    Der Artikel von Fekete klingt ja nicht ermutigend für einen Barrick Investor. Ich bin über den MLIFF Gold auch in Barrick investiert, sollte man da jetzt aussteigen?


    Wieso? ABX geht doch gerade richtig ab, der MLIIF ebenso. Insider-Sellinig hin oder her. Feketes Meinungen zum Hedging-Problem jedenfalls waren ziemlich umstritten.


    Sinclair sieht ABX längerfristig als DEN Konsolidator der Industrie, der massiv Kleine mit ihren Reserven aufkauft, nachdem sie sich im Hedging und den Absicherungsgeschäften bei den Krediten verfangen haben.


    Das unter der Voraussetzung, daß die Kreditgeber von ABX das mitmachen und ihnen das Geld dafür leihen. Werden sie gerne tun, so geht die Story, weil sie auch die Counterparts der eingebauten Vorwärtsverkäufe zur Kreditabsicherung sein dürften. Dann werden sie für die unter Wasser stehenden Vorwärtsverkäufe Gold zum Preis von 300-400 USD je Umze geliefert bekommen werden. Je höher dann der Goldpreis, umso größer ihr Gewinn. Und umso tiefer Barrick in Schuld bei Ihnen. GS & Co. am Drücker.


    Sinclair prognostiziert Freude für Alle: Das Gold billig geht an die Großbanken; der ABX-Kurs steigt trotzt geringer Gewinne, weil die Assets (Gold im Boden) im fortgeschrittenen Goldbullen die Bewertungsgrundlage wird anstelle der Gewinne; und die verstrickten Kleinen werden auch zu einem ordentlichen Preis oder für schön steigende ABX-Aktien den Investoren abgekauft.


    Mir stinkt am MLIIF eher, daß er die Indizes meist deutlich outperformte in Abwärtsphasen. Da wird doch nicht jemand mit unserem Geld short auf Goldminen gegangen sein? Oder "unsere" Aktien verliehen haben, damit jemand anderer damit short gehen und "unsere" Goldaktien verprügeln kann? Das machen sie jedenfalls gut, sind halt Insider, und eigentlich ist es eigennützig gesehen blöd, auf diesen Trick zu verzichten.


    GL

    Hallo Liberty,


    schwierige Frage und gutes Thema, das mich auch lange beschäftigt hatte. Jedenfalls bin ich überzeugt daß es dann Zeit wird alles im EM-Sektor zu verkaufen, wenn die Hausbank der Oma einen Spezialfonds mit Goldexplorern, Schwerpunkt Ghana, andreht . Wir werden es erleben. Aber das nur nebenbei vorweg.


    Zu den Stabilitas-Fonds findest Du hier was, incl. Performance auf den Faxtsheets:
    http://www.era-resources.com/de/fonds1.html Für den Junior-Fonds soll man anfragen.


    Die Anlagestrategie von Fonds ist eine Sache, die finde ich subjektiv zu bewerten und schwer für die Zukunft auf Tragfähigkeit bzw. Erfolgsaussicht zu beurteilen.


    Davon abgesehen, gucke ich auch auf andere Kriterien, zuerst: "Kosten".


    Was mich bei der Fondsfamilie Stabilitas stören würde, ist das Erfolgshonorar von "10% der Steigerung des Anteilswertes" lt. Factsheets. Heißt: Verdoppelung der Aktien = 5% vom Gesamtwert zusätzlich abdrücken. Diesen Vorsprung muß der Fonds gegenüber anderen erstmal erarbeiten! Ob er das wohl schafft? Ich halte das Vergütungsmodell jedenfalls für Abzocke.


    Der Craton Capital hat auch 10% Performancegebühr, aber die betrifft "nur" die Outperformance gegenüber dem FT Goldminenindex (heißt das eigentlich Financial Times, oder FTSE?). Siehe http://www.fondsweb.de/fonds/profil.php?ID=9371#


    Siegel kriegt beim PEH-Q Goldmines übrigens 20% der übertreffenden Performance über der Benchmark FTSE Goldmines. Finde ich saftig zugelangt, und über die Regel zur Berechnung müßte ich erstmal eine Weile nachdenken. Siehe Seite 42 hier: http://www.peh.de/files/wkn986366/dl_verkaufsprospekt.pdf


    Nu zur Performance:


    Hier mal der Performance-Vergleich zwischen dem Stabilitas Gold+Resourcen, Craton Capital, MLIIF und PEH-Q-Goldmines Fonds. Die Grafik ist in Euro, die Performancedaten in der Tabelle sind aber je in Fondswährung und deshalb nicht direkt vergleichbar.
    http://tinyurl.com/3dayca


    Für längerfristige Grafiken müßtest Du die neueren Fonds jeweils rauswerfen. Das kann dann so aussehen: http://tinyurl.com/2xedwk
    oder so: http://tinyurl.com/2kyqt3


    Da sieht man ziemlich deutlich, daß der PEH (mit vielen kleineren und Explorernahen Werten) in den letzten 5 Jahren vom MLIIF World Gold Fund deutlich abgehängt wurde. In der Seitwärtsbewegung der letzten 1,5 Jahre hat Siegel wieder besser Tritt gefaßt. Craton und Stabilitas haben überdurchschnittlich in Abwärtsphasen verloren - hat nicht geklappt mit "Hedging, Absicherung, Valuesteigerung" und was die Brüder so alles versprechen. Es zeigt m.E. daß es mehr oder weniger Glückssache ist, ob Du für Deinen Anlagezeitraum einen "guten" Fonds oder eine Gurke erwischst.


    Man muß sich m.E. das nochmal ganz klar machen: bei (einem Fonds mit) EM-Aktien-Spezialitäten und Juniors können erhebliche Phasen von Unterperformance gegenüber den Indizes oder Peers auftreten (größere Volatilität und Beta).


    Timing


    Konsequenz der differenzierten Performancebetrachtung: Der maximal mögliche Gewinn in der Aufwärtsphase ist zwar vielleicht größer in Fonds mit kleineren Werten, aber das Timing spielt eine große Rolle, um das auch zu nutzen.


    Meine Überzeugung: Wichtiger als die Fondsauswahl ist das Timing, z.B. daß man im Mai und im Oktober 2006 oder August 2007 den Mut und die Überzeugung hatte, konträr einzusteigen. Möglicherweise auch prozyklisch genau HEUTE bzw. gestern abend zum Handelsschluß in USA, aber das wissen wir hinterher.
    Das macht mehr aus, als die erhofften paar Prozente in einem Fonds mit kleineren Werten, von denen zwar einige "explodieren" können, aber andere einfach Rohrkrepierer sind. Wie dieser Explorer z.B.: http://tinyurl.com/28xbfd . Siegel hatte z.B. die Gurke Croesus im PEH-Q Goldmines.


    Erst kommt also zuerst auf das "überhaupt", und dann auf das "zum richtigen Zeitpunkt" in diesen Bullen investiert sein an. Danach kommt die Überlegung der kleineren Werte und ihrer Fonds, die sich meist verspätet gegenüber den Indizes (große Werte) bewegen, dann aber explosiv, und ebenso wieder zusammenbrechen. "Fortgeschrittenes Timing" wäre also, eine Rotation in Betracht zu ziehen: nahe dem Tief in Standardwerte(-fonds), in der späteren Aufschwungphase in kleinere Werte, am wahrscheinlichen Top teils in Cash und teils wieder in die stabileren größeren Werte.


    (Das Rezept für eine "automatische" Rotation wäre Rebalancing:
    - fixe Portfolioanteile festlegen für Cash, EM, große EM-Aktien, kleine EM-Aktien
    - halbjährlich, bei großen Verschiebungen oder an Charttechnischen Wendepunkten den ursprünglichen Verteilungssatz wieder herstellen.)


    Mein Fazit


    Meine Erfahrung ist es, daß ein eigenes Einzelwerteportfolio mit gelegentlichen Trades nicht schlechter abschneidet, als die Fonds. Für mich gibt es den Ausschlag, daß ich gerne die Dinge selber in der Hand habe. Deshalb habe ich gar keinen MLIIF mehr (auch und weil sie mit unserem Geld evtl. massiv und effektiv shorten), und den PEH habe ich im letzten Anstieg zugunsten von nachhängenden Einzelwerten (RGLD, TRE) reduziert. (Aber frag bitte keiner, wieviel Zeit das gekostet hat. Das muß man als Hobby sehen)


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von Anzugpunk
    Die sagen einfach wenn es ihnen nicht passt wie wir es verwalten ziehen sie ihr Geld doch einfach ab.


    Aktueller Stand:


    ich habe einen Anruf von einer Dame der Skandia-Niederlassung Berlin bekommen.


    Es gebe 3 Herren, die in der Deutschland-Niederlassung Überwachung und Qualitätskontrolle der angebotenen Fonds machen, und deshalb auch an der Auswahl der Anlagemöglichkeiten beteiligt sind. Die seien allerdings derzeit auf Reisen zu Fondsmanagern bzw. länger im Ausland, und einer im Urlaub.


    Man wolle mir keine Standardantwort geben, sondern gerne qualifiziert antworten. Deshalb wird sich der eine der Herrn nach seinem Urlaub bei mir telefonisch melden. Nach seiner schon abgegebenen Einschätzung eigne sich eine briefliche Antwort zu dem Thema nicht, sondern man solle sich fachlich miteinander unterhalten.


    Na, mehr als erwartet. Der Brief an sich wurde ernst genommen. Jetzt testen sie, ob sie mich als Gesprächspartner ernst nehmen. So werte ich das jedenfalls.


    Wenn es Leute gibt, die selber von einer Fondspolice der Skandia "betroffen" sind, und könnt Ihr gerne PN schicken. Denn sollte ich als Gesprächspartner ernst genommen werden, wäre der nächste Schritt, der Sache durch eine Menge von Leuten dahinter etwas mehr Gewicht zu geben, als es nur eine einzelne Kundenanfrage hätte.


    GL

    Na dann willkommen im Klub.


    Es ist übrigens der Klub, bei dem alle gerne eine Kristallkugel hätten, keiner hat eine, aber fast jeder vermutet oder hofft, Irgendwer könnte doch eine versteckt haben. Obwohl auch wieder fast jeder ziemlich sicher ist, daß es gar keine Kristallkugeln mehr gibt, die vernünftig funktionieren. Und wenn einer so tut als hätte er eine, dann kommen ziemlich Viele hinter ihm hergelaufen. Je mehr man Ihnen was vormacht, umso mehr sind sie begeistert. Manchmal tun auch zwei so, als hätten sie beide eine Kristallkugel, und versuchen zu beweisen, daß die vom Anderen aber falsch geht. Enttäuschen kann man sie alle nur, indem man die Wahrheit sagt, nämlich daß man auch nicht weiß. Dann gehen sie weg und vergessen sogar zu fragen, was es denn ist, das man nicht weiß. Und suchen eben einen anderen mit einer Kristallkugel.


    Gute Nacht. GL

    Zitat

    Original von Liberty01
    Ernsthafte Antworten erbeten.
    Gruß,
    Liberty


    Deine Fragen sind im Prinzip gut und richtig:



    Wirklich ernsthaft: ich habe schon manchen Leuten, leider teilweise auch ungefragt, zu diesen Sachen irgendetwas gesagt. Mittlerweile sage ich immer weniger, weil an diesen Ratschlägen eine Masse Verantwortung hängt. Vor Allem, wenn der Andere nur vor die Wahl gestellt wird, ob er einen Rat zu einer Sache befolgt oder nicht, die er selber nicht überblickt. Im Endeffekt: ob er mir "glaubt" - oder nicht.


    Und wenn ich Deine oben stehende Sammlung von guten Fragen betrachte, dann schließe ich auf einen Stand der Beschäftigung mit dem Thema bei Dir, bei dem sich das angefragte Segment "Explorationsunternehmen von Edelmetallen" schlicht verbietet. Das ist wirklich nicht abwertend gemeint.


    Wenn Du Dir die Fragen - und noch viele andere mehr, vor allem über die Fonds und ihren Inhalt, ihre TER und die Bedeutung ihres Währungsbreakdowns - selber beantworten kannst, erst dann würde ich ernsthaft jemandem empfehlen, nennenswert Geld in so eine riskante Sache wie das Gesuchte zu stecken.


    Und mit dem MLIIF World Gold Fund hast Du doch einen der Topperformer unter den Edelmetallfonds. Was willst Du mehr?


    Einen wirklich wohlmeinenden Gruß, GL

    Zitat

    Original von romario
    ja,
    kann ich nur empfehlen in Aktienfonds zu gehen.
    Hier ein guter Minenfonds:


    http://funds.fidelityfnw.onvis…D_CONTINGENT=3&VIEW=popup


    @ romario,


    wenn schon eine unbegründete Anlageempfehlung, dann nimm wenigstens die Eurovariante des Fonds. Sonst gibt es ein verzerrtes Bild und falsche Erwartungen bei Leuten, die nicht auf die Idee kommen, daß es bei Performancekurven Währungsdifferenzen zu berücksichtigen gibt. X( X( X(


    Hier der von Dir gezeigte Fonds in Euro:
    http://fondsweb.de/fonds/profil.php?ID=9308


    :rolleyes:


    GL

    Juhu eine Chartecke. :D :D :D


    auratico,
    mit Deinem Angebot von Chart komme ich nicht wirklich klar. Die Linien der Trends sind teilweise nicht parallel, die Fibs sehen willkürlich gesetzt aus, da nur 2 Berührungspunkte mit der Chartlinie.... ach jetzt sehe ichs, ist von aholbroke. Komisch, sonst konnte ich seine Annotations meistens nachvollziehen.


    Ich bin ja auch ein Fan von hübschen Prognosen, vor allem geklauten. Also, die hier sind alle geklaut:


    - von North, G-E Forum: http://stockcharts.com/h-sc/ui?s=$HUI&p=W&yr=7&mn=1&dy=0&id=p78696185434&a=101131856


    - von Rambus, G-E Forum. Schon vor etlichen Monaten gebookmarkt, und bisher paßt es. Sowas gefällt mir, und es gibt einen Track Record der einzelnen Propheten. (Nur die Anmerkungen sind verrutscht, das kommt vom Selbstaktualisieren des Charts über die Zeit)
    http://stockcharts.com/h-sc/ui?s=$hui&p=D&yr=2&mn=6&dy=0&id=p13802281356&a=94943449&listNum=100


    - goldrunner, G-E Forum:
    http://aycu38.webshots.com/ima…004020448104883141_rs.jpg
    (leider nicht updatend)


    Gruß, GL