@Frühaufsteher
Ja ich habs auch kapiert mittlerweile daß es verschiedene Meinungen zu dem Thema gibt, hätt ich nicht gedacht, echt. ![]()
GL
17. August 2026, 08:32
@Frühaufsteher
Ja ich habs auch kapiert mittlerweile daß es verschiedene Meinungen zu dem Thema gibt, hätt ich nicht gedacht, echt. ![]()
GL
O du schöner Sräd, wo bist Du hin gekommen? ![]()
ZitatOriginal von cfour
somit bleibt eine Frage: Was kündigen ? Bauspar oder Fond-Rentenversicherung..
klv und berufsunfähig v. lass ich erstmal weiter laufen wie bisher..
1) Versicherungen zu haben finde ich auch rational, solang es gezielt und nicht zu viel ist. Muß ich auch, weil ich welche habe.
(BU und Fondsrente)
KLV - für Deine Frau als Absicherung? Zumindest wenn Du nicht so schnell stirbst gibt die Rentenversicherung höchst wahrscheinlich mehr Rendite, da kein Risikoschutz in der Ansparphase abgezogen wird.
2) Vor- und Nachteile der anderen Alternativen würde ich mal auf die Schnelle so sehen
Bauspar:
+ als Sparguthaben "fast" sowas wie liquide Mittel; keine Aktienexposition o.ä.
- nicht ganz so schnell erreichbar wie Tagesgeld
- niedrige Guthabenzinsen im Inflationsfall
+ feste Guthabenzinsen, die o.k. sind falls Niedrigzinspolitik o.ä. käme
- bei Bankenkrise Insolvenzgefahr des Instituts
+ Zulagen steigern bei kleineren Sparbeiträgen den Ertrag recht schön über den nominal gezahlten Zinssatz (bei Selbständigen weiß ich das aber nicht)
Fondsrentenversicherung
a) von der Konstruktion her - wenn sie meiner ähnelt:
- nicht oder nur mit Verlust komplett zu liquidieren (da hohe Kosten am Anfang abgedrückt): das eingezahlte Geld sitzt quasi bis ins Rentenalter fest; bei meiner ist nur einmalig Teil-Liquidierung bis in Höhe der geleisteten Beiträge möglich
+ Der Anlagestock ist bei Insolvenz des Versicherers Dein Eigentum - bitte diese Aussage ggf. individuell prüfen!
+ eventuell noch Steuerfreiheit auf die Gewinne festgeschrieben? Kommt aufs Baujahr der Versicherung an, die Gesetzeslage hat sich m.W. geändert. In dem Punkt würde sie jede andere Sparform toppen -> Abgeltungsstuer ab 2009
b) vom Anlagevehikel her (Aktienfonds? Mischfonds? Oder gibts Wahlmöglichkeiten)
+ Anlage in Aktien=Sachwerte im Inflationsfall
- das kann man aber auch anders sehen, und keine Aktien mehr anpacken, solange die Aktienmärkte in Gold bewertet noch fallen. (Demnach noch ca. 10-15 Jahre in Gold bleiben, bevor man wieder in Aktien anlegt) Man könnte auch sagen: solange man noch "Wirtschaftskrise" vor sich sieht.
Zum LV-Doktor: ob die bei einer neueren Fondsrente mit langer Restlaufzeit überhaupt was tun, würde ich an Deiner Stelle aber erstmal prüfen. Ich kenn das nur für ältere LV mit garantierter Verzinsung. Drei Kriterien (LV, geringere Restlaufzeit, Mindestverzinsung) treffen hier nicht zu!
Wenn Du Dich gar nicht entscheiden kannst, kannst Du ja die Beiträge in den Bauspar und eine der Versicherungen ermäßigen.
Ich habs so gemacht:
Gerade meinen 1986er Bausparvertrag ermäßigt, daß er am 1.1.08 zur Zuteilung kommt. Dann wird er geknackt. Mir ist das Verlustrisiko durch Pleite zu hoch, das hat Priorität. Meine kleine Paranoia. Nur schade um die 4,5 % Zinsen, mich erklären auch Einige für bescheuert.
Meine Fondsrente gibt einen Edelmetallaktienfonds zur Wahl her, ist noch steuerfrei bei Auszahlung... die führe ich weiter.
Die LV, die meine lieben Eltern mir mit 16 abgeschlossen haben, ist schon lange gekündigt. Leider ohne den Doktor, ich hatte keine Ahnung damals.
GL
Gruß, GL
Erstmal an alle: ein schöner Thread!
cfour: Ja, für einen Selbständigen ist Dein Einkommen wirklich nicht übertrieben. Bei meinem eigenen Sicherheitsbedürfnis würde ich eher noch wesentlich mehr davon zurücklegen wollen fürs Alter, Arbeitslosigkeit, und ein Häuschen aus der Tasche kaufen (mein Motto: niemals Hartz IV ), aber...
... das ist ja die Aufgabe:
wenn wir schon keine Kristallkugel haben, die uns Grundlagen für die "garantiert richtigen Entscheidungen" hergibt, müssen wir eben die persönliche Balance finden zwischen Sicherheits- und Risikoneigung, also z.B. EM und anderen Sparformen, zwischen "Alles sparen was geht" und "Jetzt leben".... und das sind persönliche Präferenzen. Ich finde, da hast Du ziemlich klar was Du willst.
Nur eins bleibt: man kann den Kuchen nicht essen und zugleich behalten.
Gruß, GL
PS Freut mich immer Leute "kennzulernen", die ihre Verantwortung annehmen, und versuchen unter der existierenden Uneindeutigkeit umzusetzen.
ZitatOriginal von cfour
Irgendwie muss ich als Selbstständiger aber auch an meine Altersvorsorge denken und dafür sind EM nicht wirklich geeignet. Meine Idee ist daher folgende: ich zahle wieder freiwillig in die gesetzliche Altersvorsorge..nicht viel..5% meines Einkommens..
Eeeek! Gesetzliche Altersvorsorge... ist für mich ein Reizwort. Wieso sollten die EM nicht geeignet sein? Ich würde sie für annähernd perfekt zu dem Zweck halten. Wenn man sie nicht vorher verbrät natürlich.
ZitatAlles anzeigenMeine Strategie wäre dann folgende..von 100% (600 EUR) gehen monatlich:
- 20% in gesetzliche Altersvorsorge
- 30% in EM
- 10% noch nen kleiner Bausparer
- 30% cash sparen
- 10% KLV (rediziert)
Was wäre davon zu halten ?
Gruss, cfour
Na, das sieht doch nach einer guten Mischung aus, finde ich. Wobei ich mir die ges. Rentenversicherung überlegen würde, zugunsten von mehr EM. Ansonsten bist Du so gut gemischt aufgestellt, ohne überflüssige Risiken, und kannst mal sehen wie sich die Situation so entwickelt.
GL
Hi cfour,
Ich stimme den anderen Ratschlägen hier schon zu. Immerhin hast Du das Glück, daß Du nicht auf viel Geld sitzt, um das Du Angst haben müßtest. ![]()
Dein Ziel ist ja eher Vermögensaufbau - also die Frage, wo/wie spare ich denn ab jetzt. (Daß Du das jetzt schon siehst, bedeutet einen Vorsprung vor immer noch 95% der Leute). Ob Du dann eine "Versicherung" als Sparform eher beitragsfrei stellst, oder ganz kündigst, weil Du in diese Form kein Geld mehr stecken willst, ist bei der Frage eher marginal.
Ich würde mich für das Ziel "Sparen" erstmal um die Senkung der Ausgaben fürs Leben kümmern, damit mehr fürs Sparen in Gold oder wasauchimmer übrigbleibt. Sonst sind bei den steigenden Kosten bald keine 600€ monatlich fürs Sparen da.
Ich würde also in dem Bereich alles ernsthaft abchecken, Du wirst es selber am Besten wissen, aber mal als Beispiele:
- das neue Auto auf Pump überdenken finde ich eine gute Idee, gebraucht kostet im Monat weniger
- wenn Du genug fährst, in einen Benziner eine LPG-Gasanlage für 2300 € reinbauen und ab sofort für 45-65 €ct je Liter tanken. Ich habe sowas, berate Dich gerne per PN.
- mittelfristig evtl. in eine kleinere Wohnung, aber auf jeden Fall in eine mit weniger Heizungskosten ziehen, falls es das gibt.
- Billigurlaub machen: mit Fahrrad und Zelt, als Helfer auf einem Öko-Bauernhof http://www.wwoof.de ...
- Gemüse im Garten pflanzen (naja...)
Das wird eine neue Perspektive geben, man wächst in eine Ethik wie bei Oma und Opa rein: muß dieser Luxus sein, habe ich das Geld dafür schon zusammen, kaufe ich den neuesten Fernseher wirklich oder hebe ich das Geld lieber in Münzen für schlechtere Tage auf... Verzicht ist dann nicht schlimm, weil Du dafür ja auch was in die Hand kriegst: echtes Geld. Und wenn man das mal kapiert hat... So wie Du... macht es Spaß... und Du kannst das Leben genießen weil Du Dir weniger Sorgen machst.
Alles Gute! GL
ZitatOriginal von freefly
Falls jemand von euch eine fondsgebundene Lebensversicherung oder Rentenversicherung mit Geldmarktfonds hat - fragt doch mal schriftlich nach, ob diese ABS oder MBS beinhalten
Hallo Freefly,
solche Aktivitäten mit leicht subversivem Charakter mag ich auch immer wieder gern.
In Deinem Fall kann man kann auch die Fondsgesellschaften an sich fragen, bzw. ihre Internetauftritte, ob in den betreffenden Geldmarktfonds ABS sind, die man im Rahmen der Fondspolice wählen kann. Wenn es keine klare Auskunft gibt, kann man sich ansehen ob es in den letzten Wochen Dellen in der Performance nach unten gab (was bei Geldmarkt nicht sein kann/darf). Aktuellste Charts der Fondsperformance gibt es notfalls bei Onlinebrokern.
Zum Thema "Fondsgebundene Versicherungen" habe ich in einem anderen Thread noch ein paar Vorschläge gemacht:
http://www.goldseitenforum.de/thread.php?threadid=6642
Gruß, GL
Hallo,
Goldankauf gibt es hier auch. Ständig im Versandhaus-Shop, und auch mal als kurze Ankaufs-Aktion (mit viel Reklame) in einem leerstehenden Ladenlokal.
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, mit einem Schmuckstück und einer 1/10 Unze Maple in Folie zu der Aktion zu gehen.
Gab für alles Gold 7 € je Gramm feingehalt . "Aber das hier ist doch ein Münze, die ist bei der Bank viel mehr wert!" - "Nein, wir schmelzen das alles ein."
Die verkaufen die Leute für dumm, die Bevölkerung ist eben noch nicht im Bilde.
Leider kam in der Zeit keiner mit Münzen vorbei, ich hätte ihm glatt 8 € je Gramm geboten...
GL
@ Eldo
Ja, es gibt da einen Haufen Möglichkeiten... was mich immer extrem ankratzt, ist die Performance Fee an die Manger... und die Tatsache, daß mein selbstgemixtes Depot inklusiver sämtlicher Rohrkrepierer genau so gut oder besser als jeder Fonds performt hat.
@ Genesis
ich kann es nicht erkennen, sind die Charts alle auf Eurobasis? Sonst taugen die Vergleiche nix. Den MLIIF gibts auf Euro- und auf Dollarbasis.
Gruß, GL
ZitatOriginal von osix
Aber soll ich jetzt wirklich die 30% Marke mit EMs von meinem Gesparten überschreiten ?
Bisher hab ich die 30% beherzigt, als jahrhunderte lange goldene Regel...
Andereseits, wenn ich so lese, was mit Zertifikaten in einer sogenannten "Marktstörung" alles los ist, dann hab ich keine Lust mehr auf so einen Sch...
Hi osix,
wenn ich das so lese bin ich nicht sicher ob ich Deine Situation richtig verstehe:
hast Du 30% EM und ZUSÄTZLICH Zertifikate?
Dann wären die Zertis hinsichtlich der Vermögensaufteilung doch ebenfalls dem EM-Anteil von Deinem Ersparten zuzurechnen, wenn auch eben in Papierform.
Ansonsten gilt für Deine Frage dasselbe wie für jede seriöse "Vermögensberatung": Man kann man nur richtig was dazu sagen, wenn man das Gesamtbild betrachtet
- die Verteilung der übrigen 70%,
- die gesamte Größenordnung des Ersparten
- Dein Ziel das Du für Dein Erspartes (z.B.mit EM) erreichen möchtest (primär Absicherung, primär Gewinnmaximierung...)
- Alter, Einkommenssituation, Bedarf mittelfristig mal aufs Ersparte zurückzugreifen, zukünftige Jobsicherheit etc. spielen sicher auch eine Rolle.
Vielleicht willst Du Dich ja zu den Punkten nicht öffentlich äußern, würde ich auch nicht. Immerhin können sie als Hinweise dienen.
Ich würde auf jeden Fall sagen, daß Du mit 30% in EM (physisch und im eigenen Besitz) im Bankencrash- oder Inflationsszenario schon mal sehr gut dastehst, und besser als wahrscheinlich 99% aller Bundesbürger sowieso.
Gruß, GL
ZitatOriginal von gutso
Hallo GL!
Gute Idee mal wieder etwas "Selbstgebasteltes" einzubringen.
Habe anlässlich Deiner Idee mal das HUI:XAU Verhältnis geplottet.
Man bekommt den Eindruck, dass der HUI gegenüber dem XAU wieder besser rennen dürfte, mittelfristig!
Hallo gutso,
ich sehe da bisher noch nichts von einem vollzogenen Trendwechsel.
ZitatAngesichts der Finanzkrise macht dies wohl auch fundamental Sinn.
Wenn man den Peak im August 2007 sieht und die Hintergründe dazu kennt, unterstützt dies diese These zusätzlich.
Gruss,
gutso
Ich verstehe nicht, was Du meinst. Vor allem der Zusammenhang mit der aktuellen Krise ist mir nicht klar.
Ich frage mich übrigens, wie lange die Regelmäßigkeit noch erhalten bleibt, daß der HUI den XAU in Anstiegen outperformt. Die Stärke des XAU geht doch derzeit ganz wesentlich auf Barrick (ABX) zurück. Lt. Sinclair der Konsolidator der goldproduzierenden Industrie, Zitat: "aufgrund der Stärke seiner Kreditgeber".
Wenn ich die Position von ABX - wie von Sinclair beschrieben - mal als fundamentale Grundannahme nehme, und wenn demgegenüber viele Produzenten doch Derivaterisiken in ihren Krediten haben - so daß sie trotz steigendem POG nix verdienen oder gar Geld verlieren, bis ABX sie dann kauft - dann kann man doch für die Aktienperformance annehmen:
- ABX (Barrick) läuft mindestens so gut wie der HUI, vor allem wenn das große Geld aus Investmentnachfrage in den Goldmarkt geht;
- bei manchen Produzenten wird es böse Überraschungen geben, auch wenn sie erstmal als "ungehedgt" gelten und im HUI sind, der dementsprechend leidet;
- dann taugen allenfalls noch die Explorer ohne Schulden und ohne Joint Ventures als Lotterietickets. Allerdings müssen die kräftig verwässern, wenn sie nicht eine der toxischen Finanzierungsweisen eingehen wollen.
Ganz ehrlich, ich habe einen kleinen Teil meines Aktienportfolios in Fonds (Siegel) und überlege, ob ich nicht mal wieder in den MLIIF World Gold Fund einsteigen soll. Gegen den hatte ich immer Ressentiments, u.a. weil er die Hedger hält, und die Schwächephasen meist verdächtig gut überstanden hat. Aber vor dem Hintergrund fragt man sich doch, ob man deren "Insiderwissen" nicht mit nutzen sollte.
Das ganze wird dann noch garniert mit ein paar Explorern, sowie einer gewaltigen Portion Royalty Companies - fertig ist die Minensuppe.
GL
Edit: PS habe mal den schicken Chart vom HUI angehängt. Platz nach oben ist auch noch deswegen, weil wir gerade mal wieder den Aufwärtstrend zurückerobert haben.
ZitatOriginal von sidha
Wo war der Anstieg den gewaltig?
Im Vergleich zum letzten Jahr hat er noch nicht mal 50% dieses Anstiegs ausgemacht.
Jetzt wird erstmal aufgeblasen, bevor man die Luft aus dem Ballon lässt, kleine Korrekturen mal abgesehen.
Hi,
ich erlaube mir mal empirische Daten zu Eurer Diskussion beizutragen.
Irgendwie habt Ihr alle recht:
Klar gab es einen recht geradlinigen Anstieg von den August-Paniktiefs. Daß Gold nochmal seinen Ausbruch um oder knapp unter 500 € testet , oder daß der HUI (hier auf Eurobasis) auf kurzfristige Sicht von wenigen Wochen zurückfällt, das kann gut passieren.
Hut ab vor dem, der bei einem Spread von über 15 € je Unzen-Münze Gold dabei einen Tradinggewinn realisieren kann, der auch noch in vernünftigem Verhältnis zum Risiko steht. (Bei den Aktien mag das ein wenig anders sein, wenn man entweder echt gut ist, oder echt Glück hat).
Mittelfristig (nächste Monate) sollte man nach dem Verhalten in den vergangenen Jahren damit rechnen, daß es so gerade eben einmal losgeht. Man würde annehmen, daß sich die Preise in ähnlicher Weise von ihren 200-Tage-Linien lösen, wie in den anderen nachhaltigen Anstiegen seit 2002.
Konkret ging der HUI immer mal bis zu 50% über sein 200-Tage-GD (gleitender Durchschnitt),
Gold um 15-20% über sein GD (Naja schon auch mal mehr, aber echt selten). Hinzu kam ein Stand des 50-Tage-GD deutlich über dem 200-Tage-GD.
Momentan sind 200-Tage-GD und 50-Tage-GD in beiden Fällen fast gleichauf.
GL
ZitatAlles anzeigenOriginal von Alan_Greenhorn
Wenn man über Staatsanleihen/Obligationen über UBS AG (Zürich) im Wert von ca. 50.000euro verfügt, was kann man beim kommenden Crash
sich noch von diesen "Wertpapieren" erhoffen?
Oder sind diese dann einfach nur wertlose Papiere:
- Ono finance (madrid) spanisches Kabelnetz
- Louis No. 1 PLC (amsterdam/TNT Post) niederl. Logistik
- NXP B V /NXP-funding LLC (amsterdam/Philips Chips) niederl. Anfertigung
- INEOS group holdings (london) british pharmacie/Vorlieferant
Hallo AG,
vielleicht sollte man das in einen neuen Thread packen? Hier ist ja echt was (Anderes) los, und jetzt fetzen sich noch Einige.
Mit meinem unfachmännischen Halbwissensblick will ich das mal aufgliedern.
- bist Du sicher, daß Du Staatsanleihen hast? Die aufgeführten Papiere haben Unternehmensnamen, und wenn es Anleihen sind, dann sind es wohl Unternehmensanleihen
- dann unterliegen sie einerseits dem Risiko, bei Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens recht wertlos zu werden. Wie geht es den Unternehmen, bzw. wie werden sie in der Zukunft wohl dastehen, das ist dann die Frage.
Das Konkursrisiko hat man bei vielen Staatsanleihen in gewissem Sinne ja nicht so drastisch, möchte ich mal sagen.
Interessant finde ich die Frage nach dem Sinn, Staatsanleihen zu halten, und wenn ja wann und welche, und wie. Gibt es schon einen Thread dafür?
Welche?
Ich würde differenzieren und untersuchen nach a) Ausfallrisiko, das es dennoch geben kann ("Bananenrepublik"?), und b) der relativen Tendenz der Wertentwicklung der Währung auf die sie lauten - Faktoren vielleicht: Euroraum, "rohstoffnahe" Währungen oder nicht, wirtschaftliche Aussichten des Staates.
Die wenigsten "Chancen und Risiken" dürften für uns Deutsche Anleihen auf Eurobasis haben. Zukünftig starke Währungen zu wählen wäre natürlich prima.
Sinnfragen
- Eventuell eintretende weltweite Inflation würde einerseits eine Entwertung des Kapitalstocks und der Zinseinkünfte hinsichtlich Kaufkraft nach sich ziehen, so wie alle Schulden und Ersparnisse gegenüber Gütern abwerten würden.
- Noch weiter und extremer gefaßt: glaubt man, daß es diese Währungen die wir heute kennen in 10, 20 Jahren noch gibt?
Zeitfragen - wann?
- Sind die Niedrigzinsen vorbei, oder kommen sie erst noch? Steigende Zinsen würden den Kurs der Papiere drücken, wenn man sie nicht bis zum Ende hält.
In dem Zusammenhang empfehlen manche Leute, Anleihen erst in der Schlußphase des Kondratieff-Winters zu kaufen, wenn die Zinsen hoch und die Kurse der Anleihen in den Keller schießen (der lehrbuchmäßige kurz anhaltende Zinsspike, der mit den letzten Insolvenzen einhergeht, aber auch die Inflation stoppt). Ich kenne Leute, die hatten (wohl in den frühen 80ern) Geld zu über 10% auf lange Jahre angelegt. Davon hatten sie noch lange was, nachdem der Inflationsdruck längst nachgelassen hatte.
Frage: ist ein allmählicher Zinsanstieg oder ein heftiger Zinsspike zwingend? Hatte Japan einen seit 1990?
Wie?
- Am Rande fragst Du noch nach der Verwahrart, wenn ich das richtig verstehe? Gute Frage, irgendwo wurde in diesem Forum schon mal diskutiert, wie sicher Wertpapierdepots bei Bank-/Brokerpleiten sind.
Kommt wieder mal drauf an, welches persönliche Paranoia-Level (PPL) Du hast.
Rechtlich gehören sie wohl Dir, auch bei Insolvenz des Verwahrers. Wann man in diesem Falle wieder drankommt? Keine Ahnung. Wie man verkauft oder das Eigentum nachweist, wenn das Internet uns alle Elektronik flach liegt
? Wer soll es nach der Bombe noch erben???--- PPL halt.
ZitatUnd dann noch eine Frage:
Wie wird sich eigentlich der nahende Iran-Krieg auf die Finanzmärkte und letztendlich auf die vielen vielen Greenhorns hierzulande und weltweit auswirken???
(Alle pc-geilen jetzt mal weghören.)
Sie machen munter weiter neue kleine Greenhörner und erwarten selbstverständlich, daß der Staat dafür bezahlt.
GL
ZitatOriginal von Anzugpunk
Die einzige sinnvolle Vorsorge ist imho vor dem Rentenalter finanziell unabhängiger Millionär zu werden.
Wir arbeiten dran! Versprochen. Und wenn der Weg noch so weit ist... ![]()
GL
Hi,
bin auch mal gespannt was sie sagen. Verwalten tue ich allerdings selber, im Rahmen der ca. 20-30 Fonds zur Auswahl.
Auslaufen lassen? Ich kann wahlweise zu 100% in einen Goldaktienfonds einzahlen und steuerfrei die Gewinne haben, auch als Kapitalauszahlung. Mir fehlt bei den gebotenen Anlagemöglichkeiten nur der halbwegs sichere Hafen, in den ich die Gewinne dann umschichten kann.
Mit der Abschaffung der Spekulationsfrist sieht so eine (damals noch) steuerfreie Fondspolice gar nicht so übel aus.
Schreib doch mal die DWS an und fordere Edelmetallanlagen als Wahlmöglichkeiten, falls es das nicht gibt.
Gruß, GL
Hallo zusammen,
ich habe eine Skandia-Rentenversicherung (fondsgebunden).
Sinn und Unsinn der Versicherung an sich will ich hier nicht diskutieren. Sie ist nun mal da, und eine Kündigung macht derzeit für mich keinen Sinn. Die Skandia bietet immerhin den MLIIF World Gold Fund zur Anlage an. Das ist besser als nix. Hinzu kommt die staatlich versprochene Steuerfreiheit auf die Kursgewinne, da die Versicherung kein ganz neues Baujahr mehr ist - und das ist angesichts der bald abgeschafften Spekulationsfristregelung auch gar nicht so übel.
Nun habe ich festgestellt, daß (mindestens) drei Dinge im Fonds- und Anlageangebot fehlen:
1) ein echter Geldmarktfonds. Der angebotene DWS Geldmarkt Plus kann ABS halten, das ist für die nominal niedrigste Risikoklasse nicht akzeptabel.
2) ein Rentenfonds, der ausschließlich erstklassige Euro-Staatsanleihen halten darf. Unter bestimmten wirtschaftlichen Bedingungen sind Obligationen von Banken und Unternehmen nämlich mit qualitativ anderen Risiken - dem Konkursrisiko - behaftet, das ich nicht haben will
3) Die Anlagebeteiligung an physischem Edelmetall fehlt komplett als Anlageklasse. Zwingende Kriterien müßten sein: kein Emittentenrisiko (wie z.B. bei Zertifikaten, Baskets etc.); in jedem Fall direkte Besitzbeteiligung an lokalisiertem physischem Bestand. ETF´s sind in der Hinsicht wohl auch eher als dubios einzustufen, wenn man die Masse widersprüchlicher Veröffentlichungen dazu ansieht. Ich kenne nur den Central Fund of Canada als gangbare Konstruktion, die sich qualifizieren würde - aber das muß nicht abschließend sein.
Ich habe der Direktion der Skandia geschrieben und Umsetzung noch in diesem Jahr dringend gewünscht.
Mir ist (Ihr werdet es erraten) Punkt 3 am wichtigsten.
Hier möchte ich Euch aufrufen, die Anbieter Fondsgebundener Versicherungen massenweise in ähnlichem Sinn anzuschreiben, um vor allem taugliche Anlagemöglichkeiten in Edelmetalle einzufordern, so wie Ihr es für richtig haltet.
Nicht vergessen den Satz: Ihre Stellungnahme erwarte ich mit großem Interesse.
Vielleicht sollten wir mal eine Kundenvereinigung in diesem Sinne gründen. Das würde auch das Thema Edelmetallanlage in der Öffentlichkeit produktiv befördern. Vielleicht macht ja auch die DEG mit. Na, Herr Reymann?
Gruß, GL
ZitatOriginal von Anzugpunk
Das stand aber nicht im Kleingedruckten? Oder?
Hallo Anzugpunk,
ich nehme die Frage mal als Satire. Um hier klarzustellen, daß ich nicht spekuliere:
z.B. beim UBS Gold Tracker steht im Prospekt:
"Vertrauen Sie deshalb nicht darauf, dass Sie das Zertifikat zu einer bestimmten Zeit oder zu einem bestimmten Kurs veräußern können."
Hier: http://keyinvest.ibb.ubs.com/k…au_33337-6710_x-20797.pdf
auf Seite 6 unter Punkt 5.
Punkt 8 kann man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen:
"Im Falle besonderer Marktsituationen... kann es zu ... zeitweisen Ausweitungen der Spanne zwischen An- und Verkaufspreisen kommen, um die wirtschaftlichen Risiken der Emittentin einzugrenzen."
Und in den Zertifikatsbedingungen:
- Seite 29 § 7 Marktstörungen
"Wenn nach Auffassung der Emittentin [meine Hervorhebung, GL] eine Marktstörung... vorliegt, dann wird der Bewertungstag auf den nachfolgenden Bankgeschäftstag, an dem keine Marktstörung mehr vorliegt, verschoben."
Marktstörungen werden dann zwar scheinbar genauer definiert, aber die "wesentliche Einschränkung des Handels" festzustellen, bleibt nach meiner Auffassung im Zweifelsfall im Ermessen der Emittentin.
Marktstörungen, besondere Marktsituationen.... Mein Schluß: das hält ziemlich viele Türen für die Emittentin offen.
Leider kann ich hier nicht mehr zeigen , daß die Handelsbeschränkungen tatsächlich eintraten, als es in 2006 gegen die 720 USD beim Gold ging. Hat jemand eine Quelle, wo solche Nachrichten archiviert werden? Der Handel an der EUWAX war nach meiner Erinnerung gleichfalls betroffen.
Für mich gilt weiterhin: Finger weg von Zertis - außer vielleicht kurzfristig, das muß jeder selber wissen. Aber definitiv nix für Krisenvorsorge.
Gruß, GL
ZitatOriginal von CARLOS
Papiergold! Letzte Woche konnte ich ihn dann davon überzeugen, daß papiergold in einer Kriese u.U. weg ist, wenn die Bank pleite geht. Also hat er jetzt die Hälfte der Zertis in Krügerrand getauscht. Nur die Hälfte! Aber immer noch besser als gar nichts. Das die Deutsche Bank mal pleite geht, kann er sich allerdings nicht vorstellen, daher hat er die Hälfte der Zertis behalten.
Hoffen wir mal das die deutsche Bank überlebt
Hallo Carlos,
es ist gar nicht notwendig daß der Emittent pleite geht. In der massiven Phase des Goldpreisanstiegs 2006 wurden für die Gold-Zertifikate von vielen Emittenten EINFACH TAGELANG KEINE PREISE MEHR GESTELLT !!!
"Wegen der starken Marktschwankungen können wir derzeit keine Preise feststellen." Nach dem Motto: Mit Ihrem Verkaufswunsch kommen Sie bitte zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Dann werden wir vielleicht darüber nachdenken.
Der erste Satz stand tatsächlich so in den Nachrichten zu den Zertifikaten. Leider habe ich die nicht als Bild aufbewahrt.
In jedem Fall widersprechen Zertifikate also den Grundqualitäten, die dem Gold anhaften: "Sicherheit" und "Liquidität" - also dem, was wir von unserem Geld wollen.
Gruß, GL
ZitatAlles anzeigenOriginal von Silberbaron1
Hallo erst mal.
Vermehre schon seit einem Jahr fleissig meinen Edelmetallvorrat. Habe bisher fast immer bei muenzdiscount gekauft.
Meine Frage: Falls ich arbeitslos werden würde, kommt das Sozialamt dahinter, dass ich einen Vorrat habe und kann verlangen, dies "aufzubrauchen". Oder sollte ich alles gleich verprassen, dann hab ich auch nix(war nur Spaß).
Falls ja woher anonym Gold/Silber beziehen ?
Danke schon mal für Antworten.
Wie wäre es damit sich zum Ziel setzen, daß Du unter Anderem durch Dein Edelmetallinvestment niemals in die Situation kommst, staatliche Hilfe zu benötigen?
Dann brauchst Du auch nie (Hartz IV) zu nehmen, obwohl Du noch was (Edelmetall) hast - das würde ich auch ganz klar Schmarotzen nennen.
Irgendwie muß man sich doch mal entscheiden:
Entweder Freiheit und Selbstverantwortung (beides kann hart sein),
oder Unfreiheit/Kontrolle und sozialisiert organisierte Sicherheit.
Ich hab den Eindruck Du hättest gerne das Vorteilhafteste von Beidem für Dich. Daß das so funktionieren kann, glaube ich aber nicht.
GL
PS Gerade gestern noch mit einem Bekannten besprochen - genau das macht auch meinen rein gefühlsmäßigen Vorbehalt am Modell "Grundeinkommen" von Götz Werner aus:
Es soll tatsächlich gehen, völlige (individuelle ökonomische) Handlungsfreiheit zu vereinbaren mit vollkommener (ökonomischer) Absicherung.
Wo ist denn da die Fußangel? Wieso waren unsere Vorfahren über Jahrtausende zu blöd, auf so eine Idee zu kommen, wenn sie funktioniert?
Wie gesagt, alles rein "gefühlsmäßig". Oder wenn man so will, vom kaum reflektierten Axiom über den Widerspruch von Freiheit und Sicherheit abgeleitet.
Faber, hilf!
Hallo zusammen,
Zur Kurzinfo - Nur vom Hörensagen - und nicht weiter von mir geprüft :
First Majestic soll lt. einem Beitrag im Gold-Eagle Forum kein Derivaterisiko haben. ( Beitrag von Sep 10, 08:50 ).
Bin aus dem Urlaub zurück und werde mir ansehen, was in den vergangenen 3 Wochen hier passiert ist - das ist ja Einiges. Arbeitsvorschläge für mich habe ich auch gesehen - oho.
Gruß, GL