Ein schon ein paar Tage alter Artikel auf Seeking Alpha,
Ui. Interessant. Aber ich hab zwei Probleme an dem Bewertungsansatz.
Erstens werden nur die Erträge der letzten Zeit berücksichtigt. Prospektives Wachstum durch neu hinzukommende Produktion (was teilweise ja absehbar ist, mit allen Unwägbarkeiten dabei) wird zumindest in den Zahlenwerken nicht berücksichtigt, wenn ich das richtig verstehe. (Vgl. die berühmte Darstellung des EV/EBITDA bei - wo? - SAND glaub ich in der Präsentation, was diesen Wert im Vergleich mit Peers bis 2023 darstellt.)
Dh bei zwei Unternehmen mit gleichem Ertrag je Unternehmenswert wären auch dann gleich bewertet, wenn bei dem Einen übermorgen zwei neue fette Royalties in Produktion gehen würden, während bei dem Anderen zwei produzierende Royalties ans Ende ihrer Förderung gelangten.
Das zweite ist der Ansatz am Free Cash Flow. OR wird für starke Sprünge ("erratic") kritisiert. Das ist m.E. bei dem Geschäftsmodell der falsche Bewertungsansatz. Denn dabei wird vom Cash Flow der Aufwand für Investitionstätigkeit (das ist hier meist der Kauf bzw. die Begründung von Royalties!!) abgezogen. Diese Investitionstätigkeit ist aber die Grundlage für spätere Erträge, und im Fall des Royalty-Modells sind das dicke Brocken und keine recht kontinuierlich laufenden Investitionen, wie z.B. in neue Maschinen hier und da etc.
Was nicht heißt, dass neue Royalty-Investitionen immer gut sind - siehe der zu teure Cobalt-Stream bei WPM mit nachfolgendem Abschreibungsbedarf, oder die verkalkulierte (d.h. zu Lasten der Mine zu hohe) SAND-Royalty auf San Dimas, die später niedriger neu verhandelt werden musste, was die Erträge der vormaligen Investition drückt.
Doch wäre ein bereingtes EBITDA nicht besser zu verwenden als der Free Cash Flow?
(Nebenbei spielt der Metalle-Mix keinerlei Rolle bei der Betrachtung: Gold, Silber, Sonstiges. Aber das ist eher spekulativ, nun gut.)
Insofern - hmmmmm.
Gruß, GL