Beiträge von Saccard

    Wobei man dazu sagen muß, daß die Zentralbankbilanzen nicht die Geldmengen erhöht haben.


    Beispiel Japan:
    1. Bank besitzt Anleihe
    2. Bank verkauft Anleihe an BOJ
    3. BOJ hält nun die Anleihe, die Bank hat einen Betrag auf ihrem Zentralbankkonto, dieses gehört zur Geldbasis, die Geldbasis aber eben nicht zu M1 und weiteren Geldmengen. Dieses Geld kann nicht zum kaufen verwendet werden, ist also nicht inflationär.


    Aber: irgendwann, wenn die Unternehmen wieder Kredite aufnehmen, kann die Bank ihre Einlagen bei der BOJ als Reserve für Kreditvergabe nutzen und durch ihre Kreditvergabe die Geldmenge um min. das 10-fache der vorher geschaffenen Geldbasismenge aufblähen. Daher das verzögerte Hyperinflationspotential von QE.


    In den USA läuft es etwas anders:
    1. Bank hält Anleihe
    2. Tochterfirma primary dealer verschuldet sich in Höhe der Anleihe bei der Muttergesellschaft, erhält dafür von der Bank Guthaben in gleicher Höhe aufs Konto gutgeschrieben (Schulden + Guthaben = 0)
    3. primary dealer kauft die Anleihe von der Bank, die Schulden verbleiben beim primary dealer, das Guthaben wandert zur Bank
    4. primary dealer verkauft Anleihe an FED, erhält dafür Zentralbankeinlage
    5. Stand damit: Fed hält Anleihe, primary dealer hat Guthaben in gleicher Höhe bei der FED (Geldbasis), primary dealer hat Schulden in gleicher Höhe bei der Bank, die Bank hat Guthaben in Höhe des Anleihebetrages (Geldmenge M1)


    D.h. in den USA schlägt QE zumindest 1:1 auf die Geldmenge durch. Wobei auch hier die Nutzung als Reserve zur späteren Kreditvergabe mit Multiplikator min. 10 das Hyperinflationspotential bildet.


    Hier ganz gut erklärt, was zu welcher Geldmenge gehört:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Money_supply


    Bei QE geht es also nicht um die 4.5 Billionen der FED wovon 4 Billionen Geldbasis sind, sondern um die möglichen 100 oder 200 Billionen Geldmenge, die damit möglich wären. Zum Vergleich: M2 ist derzeit 11.4 Billionen in den USA.


    Soll die Hyperinflation ausbleiben, dann muß die FED die Anleihen auslaufen lassen und der Staat muß die Anleihen bei der FED durch neue durch den Privatsektor finanzierte Anleihen ersetzen (ZUSÄTZLICH zur jetzigen Defizitfinanzierung), außerdem müssen die Notenbanken extrem streng bei den Zinssätzen sein, läßt man erst einmal 3-4% Inflation zu, ist es wohl schon zu spät. D.h. Jahre (Jahrzehnte?) Krüppelwirtschaft oder Hyperinflation.


    M.E. kommt 2015 die erste Zinserhöhung. Man sieht, wir brauchen gar keine Rezessionen mehr für eine negative Entwicklung des Finanzsektors. Aktien dürften bei der Gewinnentwicklung positiv überraschen wenn längerfristig denkt, Finanzierungskosten, höhere Löhne und sinkende KGVs werden m.E. dafür sorgen, daß die Kurse lange Zeit nicht mehr steigen werden.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel,


    ich würde nicht soviel hinein interpretieren, Fakt ist doch, daß Manipulationen langristigen Anlegern zugute kommen, wenn Preiseinbrüche temporär sind.


    Unsere Aufgabe ist es, den korrekten Preis zu ermitteln.


    Meines Erachtens war Gold 1999 stark unterbewertet, allerdings weniger als ich es damals dachte. Können wir uns auf $400 als fairen Preis 1999 einigen? Gold ist ja eine Währung und Währungen bewegen sich 10 oder 20%, nicht 500%. Zumindest noch als die Welt in Ordnung war.


    Betrachten wir mal die US Geldmenge anhand von M2:


    11.4 Billionen 2014
    4.6 im Jahr 2000
    3.5 im Jahr 1995


    Wir sehen also, daß die Geldmenge sich seit 2000 ver-2.5-facht hat. Damit kommt man schonmal auf $1000 Goldpreis heute. Die Inflation seit 2000 lag damit bei 6.7%, ziehen wir 1.8% Produktivitätssteigerung ab verbleiben 5%. Klingt unrealistisch, aber die Warenpreise sind ja durch China nicht in dem Maß gestiegen und wir dürfen auch nicht Preissteigerungen bei Energie und Immobilien vergessen.


    Das sind also die Fakten, der Goldpreis ist verglichen mit der Geldmenge definitiv zu teuer.


    Was aber immer ausgeblendet wird ist QE. Die USA hat derzeit ca. 4 Billionen M0 Geldbasis. Davon werden nur 200 Mrd. als Reserven für Kreditvergaben benötigt.


    Die restlichen 3.8 Billionen können theoretisch aus den ca. 11.5 Billionen M2 Geldmenge 230 Billionen Geldmenge machen. Das nenne ich Inflation. Und NUR darum geht es beim Goldpreis heute, der Goldpreis spiegelt nicht die 5% vergangene Inflation wider sondern diese ungeheuer hohe Inflationsrisiko durch QE. Sicher, die FED wird das Problem in den Griff bekommen, aber nur durch Erhöhung der Reserveanforderungen, VERKAUF von Anleihen und vor allem höhere Zinsen.


    Ich gehe in diesem optimistischen Szenario von 10% "friction costs" aus, also den Betrag, den die FED nicht mehr einsammeln kann. Das sind 380 Mrd. US$ Geldbasis! Genug, um M2 immer noch auf ca. 35 Billionen US$ zu bringen. $2000-$3000 Goldpreis werden wir in Zukunft m.E. daher sehen. Und wenn die FED nicht gegensteuert (ich schrieb von Anleihen VERKAUFEN, nicht nur vom Stopp der Käufe), geht es eben noch höher.


    Man sollte auch einen Blick auf flow of funds Daten werfen:
    https://churlsgonewild.files.w…japan-usa-and-europe1.jpg


    Jedes Jahr hat sich die USA mit 3-4% im Ausland bedient. In Japan genau das Gegenteil. Ca. 2.5% jedes Jahr Kreditvergabe ins Ausland, kumuliert ca. 40% vom BIP, d.h. die Carry Trades liegen inzwischen bei über $2 Billionen.


    Die USA müssen sich auf eine Phase von ca. 20 Jahren gefasst machen, in der jedes Jahr 3-4% Ersparnisse ans Ausland gezahlt werden. D.h. 3-4% muß der Privatsektor sparen, die vom US-Staat nicht als Kredit aufgenommen werden können, so daß die USA beim Finanzieren von Konjunkturprogrammen extrem limitiert sein werden.


    Ich sehe die US Wirtschaft durchaus positiv. Der große Aufschwung, der ja 1995 urplötzlich einsetzte, ist aber wohl zum Großteil auf Yen Carry Trades gebaut, denn die starteten genau 1995.


    M.E. sehen wir daher in Zukunft eine wirtschaftlich positive Phase mit hohen Ersparnisbildungen durch hohe Gewinne der US-Unternehmen und gleichzeitig Auflösung dieser Gewinne in Rückzahlungen der Carry Trades. Da die KGVs seit 1995 permanent über dem historischen Durchschnitt lagen, könnte das durchschnittliche KGV von Aktien in den nächsten 20 Jahren bei 10-13 liegen. D.h. die Börsen werden extrem lange auf der Stelle treten.


    Noch einmal möchte ich das wirtschaftlich positive Szenario betonen und die QE Probleme. Anleihen werden also dann keine Alternative mehr sein.


    Gold steht dann bei $2000-$3000 + x sehr gut da.


    Unsere Minen haben ihre eigenen Probleme. Ich weiß nicht ob es tiefer geht, habe aber letzte Woche nochmal kräftigst Iamgold gekauft.


    Gruß
    S.

    All in sustaining costs bei $1116/oz. Dürfte im Laufe des Jahres aber noch etwas sinken.


    Im letzten Jahr wurde im September gestreikt, daher überrascht der 10% Produktionsanstieg nicht.


    1 Jahr läuft das agreement noch, dann wird wieder über Löhne verhandelt. Dann wohl mit AMCU als majority union statt NUM.


    Randentwicklung (Sibanye kalkuliert mit 10.8 gegen den US$) und Löhne im nächsten Jahr werden über die weiteren all-in sustaining costs entscheiden.


    Gruß
    S.

    Hallo,


    nachdem ich Gerüchte um einen bzw. mehrere bedeutende Funde Iamgolds noch nicht hereingesetzt hatte, kommen nun erfreuliche Bohrergebnisse aus Westafrika.


    http://www.iamgold.com/English…ject-Senegal/default.aspx


    DBDD-2200 38m 5.85 g/t...


    Und westlich von DBDD-2200 wurde nicht gebohrt, könnte also sein, daß es da weiter geht. 5.85 g/t sing in Westafrika natürlich bombastisch. Vielleicht ist es etwas früh, aber Boto hat zusammen mit zwei anderen Projekten /JVs das Potential mehr Reserven zu beinhalten als Iamgold derzeit hat.


    Und im Gegensatz zu den diversen juniors, die erstmal Kapital aufnehmen müssen, zahlt man dafür nichts, man zahlt nur für die laufenden Minen. Noch besser: Da Iamgold Liquidität im Milliardenbereich besitzt, besteht die Finanzierung bereits.


    Gruß
    S.

    Die Niobgewinne waren nie in den AISC drin. Allerdings fallen von dem $750 mio revolver nun $250 weg, die waren an die Niobmine gebunden.


    Rechnet man Sadiola heraus liegt Iamgold schon unter $1100.


    Ich hatte mal im Zusammenhang mit Sibanye VIEL höhere Kosten für Iamgold anhand der Cashflows berechnet, diese Berechnungen beinhalten natürlich auch Kapitalausgaben für neue Minen wobei es immer eine Streitfrage ist, ob nun neue Mine oder sustainable capex. Sibanye hat dieses Problem ja nicht. Iamgold hat Westwood errichtet, ist zu einem guten Teil wohl dadurch bedingt.


    Hier noch ein Link u.a. zu Westwood:
    http://seekingalpha.com/articl…ents-a-unique-opportunity


    Gruß
    S.

    Gute Einschätzung, Iamgold ganz klar nicht kaufen. Eldorado Gold dagegen spannend und interessant.


    Ich kann dazu nur eines feststellen:
    1. Eldorado Gold US$6600/oz Produktion
    2. Iamgold $600 $700/oz Produktion


    Gruß
    S.

    Geldmenge.


    Im UK liegt sie bei nur 85% des Stands von 2007/8. Auch in den USA kein Wachstum, in Japan 6%. Über all die Jahre.


    Wie ich schon sagte: rein fundamental gesehen zu teuer, aber der Aktienmarkt ist min. genauso überbewertet. Die Goldförderung spielt sowieso gar keine Rolle. Die 3000t Jahresproduktion sind nicht maßgeblich für den Preis, da ja 170000t noch existieren.


    Es gab auch schon Zeiten, in denen keine Goldproduktion wie heute existierte. Da gab es Südafrika und sonst sehr sehr wenige profitable Minen.


    Südafrika hat vor allem ein Kostenproblem bei den Löhnen, abseits vom Minensektor wird nur ein Bruchteil bezahlt. D.h. über die Löhne sind die Minen eigentlich längst enteignet worden. Auch findet im Platinsektor eine Aufspaltung in mechanisierte Produktion und manuellem Abbau statt. Wenn irgendwann in Rustenburg gar nichts mehr läuft, so what? Die Goldminen von Anglo und Sibanye können etwas länger durchhalten, Harmony nicht. Wenn der Rand schwächer werden sollte wäre das alles kein Problem.


    Ich würde jedenfalls nicht sagen, daß ich die Südafrika Situation gerade den Rand betreffend verstehe.


    Warten wir es einfach ab, die Minen sind ja auf dem Stand wo sie schon bei $300-$500 Goldpreis waren. Da ist also viel viel mehr Potential als es der Goldpreis vermuten lassen würde, aber eben auf der Kostenseite.


    Keine Krise dauert ewig und wenn die US Wirtschaft wieder besser läuft, dann wird investiert und die Ersparnisse des Privatsektors, fallen weg. Mich würde daher eine wirtschaftlich starke Phase mit schwachen Aktienkursen und extrem hohen kurzfristigen Zinsen nicht überraschen und das ist dann die Phase wo der Goldpreis usn noch viel Freude machen wird. Analysen, die den Bruch im System nach 2008 außen vor lassen bringen einen nicht weiter.


    Wenn z.B. in 8 Jahren die kurzfristigen Zinsen bei 6-8% sind, dann nur wenn die Wirtschaft wieder wächst, die Steuereinnahmen sprudeln, die Kredite und Geldmengen entsprechend wachsen und wir eine höhere Inflation haben mit gleichzeitiger Angst vor Hyperinflation durch die hohe Geldbasis. Wenn man bis 2% Inflation wartet bevor man gegensteuert (VERKAUF der von der Fed gehaltenen Anleihen) ist es eigentlich schon zu spät.


    Gruß
    S.

    Kleines Update: Nun ist auch Barclays Africa rausgeflogen. Ich und eine Bank, das hätte man ahnen können...
    Sibanye ebenfalls raus.


    Zugekauft nun eine größere Position IAG.


    Damit sind jetzt im Depot nur noch die 5 Pachinko Werte, dazu Avon (turnaround Spekulation) und IAG.


    Ich denke ich habe die Minen zu früh aufgegeben. Seit 2008 ist die Wirtschaft in einer Krise, da die Finanzspekulationen vor 2008 zu einer Überschuldung des Privatsektors geführt haben. Der Privatsektor, vor allem die Haushalte und weniger die Unternehmen, sparen je nach Land inzwischen 3-10% des BIP.
    Gleichzeitig haben die Notenbanken der USA und Japans QE Programme aufgelegt und SÄMTLICHES Neuangebot an Anleihen aufgekauft.


    Das wird sich noch bitter rächen, da nun die Geldbasis beim 10-20 fachen des Benötigten liegt. Wenn in einigen Jahren also die Wirtschaft wieder anspringt, wird es interessant wie die Notenbanken das wieder einkassieren können, um die sonst nahze sichere Hyperinflation zu stoppen. M.E. nur durch Ausgabe von sehr hoch rentierender kurzfristiger Anleihen.


    Nun aber zur aktuellen Situation: Das Sparen des Privatsektors und das gleichzeitige Blockieren des Auswegs in Anleihen durch die Notenbanken haben dazu geführt, das ALLES andere gestiegen ist. Gold, Silber, Immobilien, Aktien, Rohstoffe, Fremdwährungen, Euro etc. etc. und alles zu teuer. Gold ist m.E. fundamental gesehen 50% über dem fairen Kurs. Aber eben vieles andere auch.


    Der Goldpreis ist in 2013 im Zusammenhang mit dem Tapern der FED gecrasht. Aber der Markt übersieht, daß Gold ja nur eines von vielen assets war, das durch QE gestiegen ist. Aktien, Fremdwährungen und Rohstoffe müssen auch im Preis runterkommen, wenn die FED nun Ernst macht. Wenn sie sich aus dem Anleihemarkt zurückzieht, kann zum. ein Teil der privaten Neuersparnisse wieder in Anleihen fließen (da es evtl. weniger sein wird - Vertrauensverlust - als das was die FED in Anleihen gepumpt hat, können auch Anleihen fallen).


    Ich gehe jetzt von einer zumindest relativen Stärke des Goldpreises aus, sinkende Rohstoffpreise und Rohstoffwährungen sollten zu höheren Margen bei den Minen führen.


    Gruß
    S.

    Also WENN irgendwo Ebola zuschlägt, dann in Südafrika.


    Was soll in Westafrika denn passieren? Erstmal ist da alles sehr weitläufig, die wenigen Minenarbeiter haben evtl. kaum Kontakt zu ärmeren Bevölkerungsschichten, Dörfer sind relativ abgetrennt. Im Fall der Fälle wird die Mine erstmal dichtgemacht. Klar trifft es trotzdem hart.


    Aber Südafrika? Mit x-mal höherem Arbeiterbedarf, slumähnliche Behausungen (weil man die housing allowance lieber an die Familie in z.B. Mozambique überweist als kostenlos in einem gestellten Haus zu wohnen), Ansteckung Untertage bei hoher Luftfeuchtigkeit, 28 Grad und engstem Kontakt dürfte wohl auch höher sein.


    Ebola kann man eh nicht ändern, Zeitverschwendung darüber nachzudenken.


    Gruß
    S.

    Iamgold ist m.E. genau das richtige, um auf eine Gegenerholung, vielleicht $1250-$1300, zu setzen. Danach muß man sehen.


    Auch vermeintlich sicherere Minen wie Sibanye taugen nichts, wenn der Goldpreis jetzt auf $1000 geht. Investieren kann man jetzt in Goldminen ohnehin nicht, da Gewinnmargen von <10% eben ganz schnell weg sind. Bei den $750 mio Kreditlinie würde ich auch von einer eventuellen Streichung ausgehen. Klar kann Iamgold jetzt ganz schnell nochmal 20-30% verlieren, so etwas ist nicht vorhersehbar. Solche Rückgänge können auch ein Geschenk des Himmels sein.


    Trotz meiner eher negativen Sicht zum Goldpreis: Das Sentiment ist im Keller und wie sagte Richard Koo so schön, die Menschheit hat 5000 Jahre mit goldgedeckten Währungen gelebt und erst seit 1971 nicht mehr. Und die ersten 10 Jahre davon gab es double digit inflation rates.


    M.E. wird sich QE als nicht so einfach umkehrbar herausstellen. Und wenn dann die Zinsen nur wenige % steigen, sitzt die FED auf $500 Mrd. Verlusten, ist also pleite. Theoretisch nicht weiter wichtig, in der Praxis wird das Vetrauen in solch eine Währung dann aber weg sein, es sei denn man trickst noch einmal mit Gold, sprich bringt es wieder irgendwie als eine Komponente ins Währungssystem ein.


    Gruß
    S.

    Dann rechnen wir mal, Sibanye war ja mal mein Steckenpferd.
    898 mio Aktien ausstehend, $8.20 Kursje ADR = $2.05 je Aktie, market cap $1841
    223 mio current assets
    415 mio current liabilities
    120 mio non-current borrowings
    Wir rechnen deferred taxation, obligations und provisions nicht mit, da nicht unmittel cash betreffend, schmälert nur die zukünftigen Gewinne.
    Netto Position also -312 mio US$
    Sibanye "kostet" also $2153 mio. Geplante Produktion 1.59 mio ozs. $1354 pro Unze Jahresproduktion.


    Iamgold hat 377 mio Aktien ausstehend zu $2.24, macht $844 mio market cap.
    Dazu current assets $586 mio
    $65 mio unrealisierte Gewinne aus Gold in current assets
    dazu $530 mio aus dem Niobec Verkauf
    $202 mio current liabilities
    $641 mio long term debt
    = $338 mio netto cash
    Bewertung damit $506 mio für 865000 ozs Produktion. Das sind $585 pro Unze.


    Sibanye hat mehr Reserven, dafür hat Iamgold 1% Diavik Royalty, 2% Royalty auf bestimmte Niobium Lagerstätten und Côté, ein 0.9g/t bulk Projekt mit hohen Kosten, das 7 mio ozs zusätzliche Reserven brächte. Derzeit wohl wertlos.


    Ich denke soviel schlechter sind die Reserven bei Iamgold gar nicht.


    Sibanye dürfte derzeit mit Kosten von $1050-$1100 je Unze produzieren. Die AISC waren bei Iamgold im letzten Quartal $1146, also schon fast vergleichbar. M.E. kann Iamgold von sinkenden Ölpreisen und einem sinkenden C$ profitieren, wenn Gold weiter fällt. Bei Sibanye steigen dei Löhne jedes Jahr um 7-12%, gleubt ihr das hört abrupt auf? Auch die Strompreise gehen weiter hoch. Sibanye meckert schon bei 4-5 cent, wenn Südafrika weiter wächst, konkurriert man eben um den wenigen Strom. Sprich: die Kosten steigern in Rand weiter mit min 6%. Wenn der Rand fällt ist das kein Problem, aber der Rand ist schon 20% vom Tief 2001 weg, wenn man das ganze inflationsbereinigt sieht. Und 2001 dürfte ein Tief sein, das mehrere Jahrzehnte einmal auftritt.


    Kurz gesagt: Iamgold ist kein purer Hochkostenproduzent, sie haben sowohl moderat hohe Kosten als auch Potential, diese Kosten zu senken.
    Außerdem die Cashposition: $586 mio + $65 mio + $530 mio + $750 mio (Kreditlinie) = $1931, mehr als das doppelte der market cap. Nie im Leben geht Iamgold pleite, im Gegenteil: sie könnten mit ihrem Cashbestand in einer Goldschwächephase Minen mit niedrigen Kosten dazukaufen und das Profil noch einmal komplett umkrempeln.


    Gruß
    S.

    Iamgold hat jetzt ca. 90% Verlust innerhalb von nicht einmal 3 Jahren gemacht. Wahnsinn.


    Ich bin mir nicht so sicher was ich daraus machen soll. Von den Reserven her ist Iamgold immer noch deutlich teurer als Sibanye, spielt aber in ähnlicher Liga. Vonden Kosten her eine Katastrophe. Iamgold MUSS high-grading betreiben, um langfristig zu überleben. Und die Westafrika Minen sind zu alt, zu schwächlich, um nochmal neu definierte pits zu überstehen, d.h. Schließungen. Man wird wohl von den Reserven mehrere Millionen Unzen streichen dürfen, Verluste wegen high-grading.


    Andererseits: Wenn es jetzt dreht, dann ist Iamgold relativ zur Produktion sehr günstig bewertet, da kommt nichtmal Sibanye mit. Und cash haben sie ja auch genügend, um damit nochmal was zu machen.


    Neben Iamgold gibt es ja viele weitere Werte mit neuen lows: Harmony, Troy, Anglogold, Barrick evtl. auch. Aber jeder hat irgendwelche Probleme, und ich würde für keinen davon außer Barrick unterschreiben, daß sie noch in einigen Jahren existieren.


    Gruß
    S.

    Nachdem Sibanye ganz gut zurückgekommen ist und im Vergleich mit z.B. Anglogold (nach spinoff wäre der SA Teil 50-100% teurer als Sibanye gewesen) immer noch billig ist, habe ich mir wieder ein paar Stücke gekauft. Auch ist der Rand schwächer als ich erwartet hätte, was die Gewinnmarge ganz gut puffert.


    Gruß
    S.

    Das Grundmodell ist ganz gut, Direktvertrieb an der Haustür, keine Margen an Retailer, daher höhere Marge für Avon bei niedrigerem Preis für den Endkunden.


    In den letzten Jahren wurde allerdings so einiges falsch gemacht. Kurs/Umsatz ist sehr günstig.


    Derzeit nur eine Probeposition, ob sie es schaffen zu einer größeren Position aufzusteigen muß sich noch zeigen.


    Wichtigste Änderungen am Depot waren ja eher Verkauf von Bijou Brigitte
    -rel. hohes KGV, das nur bei einem Turnaround Sinn macht
    -unsichere Marktposition, selbst in D -1.7% in den letzten Zahlen
    -implizite Verschuldung durch langlaufende Mietverträge


    Philip Morris CR ist wegen meiner Bedenken zur Krone rausgeflogen.


    Gekauft vor allem Heiwa und Sega Sammy.


    Gruß
    S.

    Im Depot ist ausgemistet worden, jetzt
    1. Sega Sammy
    2. Fuji Shoji
    3. Heiwa
    4. Sankyo
    5. Barclays Africa
    6. Universal Entertainment
    7. Avon


    Also mal wieder sehr Japan lastig.


    Ich habe mich außerdem mit den REER Daten der BIS beschäftigt, dei sich z.T. ganz gut mit meinen Ansichten decken:
    Brit. Pfund, Yen, Won, Rand mehr als 20% unterbewertet.
    US$ und Euro angeblich ca. da wo sie sein müßten, dabei der US$ etwas günstiger als Euro.
    A$, C$, Rubel überbewertet > 10%.
    Yuen 30% überbewertet.
    Überraschenderweise ist auch die tschechische Krone deutlich überbewertet.
    Kleinere EM Währungen ebenso.
    Und die Norw. Krone angeblich nicht.


    Gruß
    S.

    Ja sie fördern, derzeit noch sehr wenig - nicht zuletzt deswegen hat man die Cooke Operations von Gold One erworben, die haben ein Uran Plant errichtet, das Sibanye jetzt auch für Driefontein/Kloof nutzen kann -, aber Uran wird immer Beiwerk bleiben.


    Im Freestate sind die Uranerzgrade um ein Mehrfaches höher, Beatrix #4 (Oryx) war früher als Uranmine (Beisa) konzipiert.


    Gruß
    S.