Beiträge von Saccard

    Doch natürlich würde das die GeldBASIS reduzieren. Denn der Staat zahlt am Ende der Laufzeit der Fed den Nominalbetrag zurück. Dafür muß der Staat Steuern erheben.


    Woernie, du hast schon den Haken erkannt. Derzeit hält die FED m.W. ca. 5.5 Billionen in Anleihen. D.h. so Größenordnungsmäßig 500 Mrd. pro Jahr ZUSÄTZLICHES Anleiheangebot. Da muß auch der Staat ganz gewaltig sparen, was natürlich ebenfalls die Wirtschaft drosselt.


    Derzeit ist es ja eher so:
    +1 Billion Anleiheangebot durch Staat
    -500 Mrd. Käufe der FED
    -500 Mrd. Käufe vom Privatsektor.


    Wenn die Fed nicht nur Tapering betreibt sondern Anleihen tatsächlich verkauft:
    +1 Billion Staat
    +500 Mrd FED
    -1.5 Billionen Käufe vom Privatsektor


    Und das ist eher untertrieben gerechnet und gilt für 10 Jahre.


    Ich denke es wird eher 20 Jahre dauern...


    Weiteres Problem beim Auslaufenlassen der Anleihen: Kein Problem bei kurzfristigen, siehe Japan vor 2007. Aber langfristige, die laufen eben erst z.B. 2038 aus.


    Auch wenn in diesem Szenario keine Deflation vorkommt und wir von Wirtschaftswachstum sprechen, ein Zuckerschlecken wird das nicht, und für Aktien evtl. auch nicht positiv, da Wirtschaftswachstum bei höheren Löhnen und höheren Steuern eben auch stagnierende oder fallende Gewinne bedeuten kann.


    Gruß
    S.

    Dann ersetze den Begriff durch Kaufkraftkonstantenwert. Daß der Preis auch mal 10, 20 Jahre davon abweicht ist eher die Regel. 1914-1918 z.B. war Gold ein sehr schlechter Inflationsschutz. 1920 war Gold gegenüber Rohstoffen so billig wie seit jahrhunderten nicht und 1935 so teuer wie seit Jahrhunderten nicht.


    Ich halte die Theorie trotzdem für sehr gut, da sie vieles erklärt und nicht kompliziert ist. Vor allem hat das ja auchch positive Seiten. Ich denke nicht, daß wir in absehbarer Zeit unter unter diesen Wert gehen. Und solange QE nicht aus dem System ist... bleibt Gold deutlich höher als dieser Wert. Für die Minen bedeutet das alles mittelfristig wenig, die werden über die Rohstoffpreise ihre Gewinnmargen z.T. zurückbekommen. Dumm nur die hohen Löhne und Steuern, die gehen nicht so schnell wieder weg.


    Gruß
    S.

    25% Auszahlquote werden angestrebt langfristig. Daß man nun bereit ist, die Quote anzuheben ist nur umso erfreulicher.


    Viel wichtiger: der Amplats deal ist vom Tisch. Nachdem es von den Zahlen her nicht hingehauen hat ein Befreiungsschlag. Sibanye verhandelt mit min. 4 anderen... und da die Geldquellen nicht sofort sprudeln werden, muß man im Platinsektor verkaufen.


    Sibanye ist stark gehebelt und der Goldpreis dürfte fallen, aber wir haben hier ein KGV von 10 während andernorts längst tiefe Verluste gefahren werden. Wir haben die Aussicht, daß vernünftige deals im Platinsektor kommen. Wenn wir eine Durchwurschtelwirtschaft über 10 Jahre haben, dürfte Platin gegenüber Gold besser abschneiden. Dann die vielen Projekte.


    Aber nicht zuletzt: die wirkliche Gefahr für Sibanye ist ein starker Rand. Und für diesen Fall kann man sich gut eine der vielen südafrikanischen Banken, die auf den gesamten afrikanischen Kontinent expandieren, als hedge kaufen.


    Gruß
    S.

    Gold liefert keine Erträg und hat keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen. Zur Bewertung kann daher nur ein Maßstab dienen: Gold ist langfristig wertstabil. Über Jahrhunderte änderte sich die Kaufkraft kaum, auch wenn es kurzfristig teilweise gewaltige Schwankungen gab.


    Zur Bestimmung des fairen Niveaus möchte ich auf Roy Jastram . The Golden Constant und auf die Publikationen von Paul van Eeden verweisen (http://www.paulvaneeden.com/Gold).


    Ich persönlich gehe von einem etwas niedrigeren Wert, etwa $850 aus.


    Gold scheint also viel zu teuer zu sein. Sehen wir uns am besten an, was seit 1999 geschah:
    1999-2002: Gold notierte teilweise bei $255 und damit weit unter dem damaligen fairen Wert von vielleicht $600
    2002-2006: Gold stieg wieder auf den fairen Wert und überschritt ihn 2006 sogar etwas, die Minen waren große Profiteure
    2006-2008: durch das weltweite Wirtschaftswachstum und die damit verbundenen Kreditvergaben stieg der faire Wert von Gold, der Preis folgte dem Wert. Gleichzeitig stiegen auch Rohstoffe. 2008 war Gold dann mit $1000 deutlich zu teuer. Die Minen konnten nicht sehr profitieren, da die Gewinne durch gestiegene Rohstoffkosten aufgefressen wurden.
    2008: Deflationskrise und drohender Kollaps, der Goldpreis fällt um 25%. Der faire Wert auch damals schon ca. $750-$800
    2008-2011: Da die Geldmengen nicht mehr steigen, die private Kreditvergabe nicht steigt oder sogar zurückgeht (-15% in UK), steigt der faire Wert nicht mehr. Der Goldpreis steigt von $750 auf fast $2000, die größte Übertreibung zum fairen Wert nach 1980. Was ist geschehen? Durch QE wurden sowohl die langfristigen Zinsen gesenkt (wirkungsvolle Konjunkturmaßnahme, da weniger Kreditrückgang/Pleiten als es sonst der Fall gewesen wäre) als auch die Geldbasis-Mengen erhöht. Wirkungslos, da der private Sektor nur begrenzt nachfragt und die Reserven von den Banken nicht genutzt werden können. Resultat: 20x erhöhte Geldbasis, damit potentiell 2000% Hyperinflation. Geht man von $800 fairem Wert aus und $16000 Wert bei einer Hyperinflation, so hat 2011 der Goldpreis von $1930 uns gesagt, daß der Markt von einem 7.5% Risiko ausgeht, daß die Geldbasis zur Hyperinflation genutzt werden wird, wenn die FED nicht mehr gegensteuern kann.
    2011-2013: Tapering, die Wirtschaft läuft wieder besser und die FED kann QE zurückfahren, d.h. Anleihen verkaufen. Geringeres Hyperinflationsrisiko und damit geringerer Goldpreis. Durch QE Tapering Androhung sinkende Anleihekurse. Gold bewegt sich aufgrund der möglichen Folgen des QE, Anleihen aufgrund der Ursache, QE selbst.
    2014: Abnahme der Tapering Erwartungen, dadurch Entspannung bei Anleihen und Gold.


    Es ist also ganz simpel. Es gibt nur 3 Szenarien.
    1. Deflation: die Notenbanken müssen QE verstärken, statt Jahren wird es Jahrzehnte dauern bevor die Folgen wieder beseitigt sind. Sehr hohes Hyperinflationsrisiko in der Folge, damit steigender Goldpreis. Ebenfall steigende Anleihen.
    2. Hyperinflation: QE spielt keine Rolle, Anleihen vernichtet, Gold 1:1 beim höheren fairen Wert ($16000). Wird nur eintreten bei unvorsichtiger FED.
    3. Leichte Inflation + Wirtschaftswachstum: Nach und nach kann die FED über 5-10 Jahre, wahrscheinlich länger, ihre Anleihebestände abbauen. Sie wird dies auch gnadenlos machen, da sie genauestens über die Hyperinflationsrisiken der hohen Geldbasis Bescheid weiß. Erstmal aus dem Ruder gelaufene Inflationsraten, damit niedrigere Anleihekurse und weniger Möglichkeit, die Geldbasis wieder einzusammeln, wären das Ende. Die Anleiherenditen steigen, ein ewiges hin und her zwischen drohender Rezession und wieder besser laufender Wirtschaft. Der faire Wert von Gold steigt von $850 auf $950-$1000. Gleichzeitig wird die Hyperinflationsprämie mit jedem Jahr weniger, da ja die Anleiheverkäufe das Risiko von Jahr zu Jahr reduzieren.


    Gruß
    S.

    Katastrophe bei Troy oder Übertreibung nach unten? Innerhalb von zwei Tagen -33%.


    Troy hat mit Casposo eine sehr gute Mine in Argentinien mit Goldgehalten von äquivalent >30g/t. Schon vor einiger Zeit gab es einen rock fall, wodurch die Produktion geringer als erwartet ausgefallen ist. Den Zahlen nach nichts dramatisches. Die Veröffentlichung des jüngsten Quartalsberichts beinhaltet aber in den Aussichten, daß auch im nächsten Quartal die Prouktion auf diesem niedrigeren Niveau verharren soll. Wieder nichts dramatisches den Zahlen nach.


    Warum aber der Absturz? Fakt ist, daß schlicht und ergreifend nicht die vorgesehenen Blöcke mit sehr hohen Erzgraden abgebaut werden können. Die betroffenen Bereiche werden nun mit Zement abgesichert. Vereinfacht gesagt steht der komplette Abbauplan und es wird aus anderen Bereichen Ersatzmaterial abgebaut.


    Troy reagiert auf den Kurssturz mit einer Präsentation der neuen Projekte in Guyana. Macht sehr nachdenklich... Auch ist der alte CEO Paul Benson ist (vor dem rockfall) zurückgetreten.


    Das Problem das Troy hat ist, daß Andorinhas vor der Schließung steht, Casposo schlecht läuft und evtl. sogar bei weiteren Problemen viel schlechter laufen könnte während die Projekte in Guyana entwickelt werden müssen.


    Gruß
    S.

    Hallo zusammen,


    ich habe ja auch darauf hingewiesen, daß es gewisse Gründe geben kann, warum der Kurs über einem gewissen Wert steht. So etwas kann lange anhalten.
    Systemkollaps ist durchaus drin, dann wäre Gold immer noch 1/3 zu teuer gegenüber alltäglichen Dingen, aber ich denke niemand möchte seine Lebensersparnisse in Broten anlegen.


    Ich halte das Gerede vom Goldbullenmarkt sowieso für Schwachsinn. Denn was bringt es? 1999-2001 war Gold so billig, daß sich ein Investment quasi aufzwang. Aber heute? Und die Minen sind auch bis 2006 sehr gut gelaufen, ab dann nicht mehr trotz Bullenmarkt.


    Ich sehe einfach daß
    -die Minen zwar im großen und ganzen seit 1999 gut zugelegt haben gegenüber Aktien, aber daß in Einzelphasen viel viel mehr drin war. Stichwort Randabwertung 2001/2002, Stichwort Erholung nach 2008. Man konnte so häufig 200-400% in kurzen Zeiträumen von teilweise nichtmal einem Jahr machen
    -langfristig sind Minen tendenziell Kapitalvernichter da zu kapitalintensiv. Wer ist mit 30 Jahren in Minen investieren (buy and hold) reich geworden?
    -trotz Bärenmarkt 1980-1999 hat Franco Nevada ganz gut performt. In den 80ern auch Barrick z.B.


    Was bringt mir also das Gerede von irgendwelchen Bullenmärkten? M.E. sind die Minen quasi die Formel 1 Wagen in der Investmentwelt. Sehr schnelle Beschleunigung, aber wenn man einen Fehler macht klebt man vor der Wand wie Ayrton Senna.


    Fest steht, daß wir seit 2008 mehrere Brüche hatten. Die Zeit vor 2008. Die Zeit des Crash. Dann die Zeit des QE (wo Gold und 30-jährige ihre Hochs gemacht haben) und dann eben die Zeit nach der Ankündigung des Tapering. 2011 ist soweit weg... Und historische Vergleiche führen uns nicht weiter, die Zeit 1937-1946 wäre so in etwa das vergleichbare. Aber damals eben durch den Krieg ganz anderes Verhalten.


    Interessant ist jedenfalls die merkwürdige Korrelation zwischen langfristigen Anleihen und Goldpreis. QE ist gut für beide, könnte also die Synchronität herbeigeführt haben. Sentiment bei Anleihen ist im Moment positiv wenn man die Zahlen von Animusx ansieht. Topbildung bei Aktien (also weiter hoch), steigende langfristige Renditen und schwache Goldpreise, wäre doch ein Szenario bis Jahresende. Wenn es so kommt, werden wir dann nämlich den nächsten Bruch haben: Zum ersten mal höhere Renditen bei langfristigen Anleihen als beim vorherigen Renditehoch = definitives Ende des Anleihenbullenmarkts. Wer weiß wie die Märkte darauf reagieren... dann sollte man für Goldkäufe/-nachkäufe noch Pulver haben.


    Für die Zeit danach erwarte ich höheres Wirtschaftswachstum, weiterhin gute Unternehmensgewinne, die durch das Wachstum gestützt und durch höhere Löhne gedrosselt werden und langsam sinkende KGVs wegen steigender langfristiger Zinsen. D.h. Aktien werden dann lange nicht mehr gut laufen, das wäre dann wohl auch eine gute Zeit für den Goldpreis.


    Gruß
    S.

    M.E. ist Bijou einer der Werte mit der potentiell höchsten Eigenkapitalrendite in Deutschland. Den Kennzahlen der vergangenen Jahre nach würde ich sagen vielleicht sogar die beste Aktie aus Deutschland. Dann kam ja in den letzten Jahren der große Einbruch. Man darf nicht vergessen, daß Bijou mietet. Mietverträge haben häufig extrem lange Laufzeiten, 10 Jahre. D.h. ich muß bei Verlusten weitermachen bis die Mietfristen vobei sind. M.E. macht Bijou derzeit viel Verlust in Portugal und Spanien und sehr viel Gewinn in Deutschland. Langsam werden die schlechten Standorte wieder geschlossen, d.h. bei den Gewinnrückgängen sollte langsam mal ein Ende gefunden werden.
    Und es ist ja nicht so, daß es so schlechte Phasen nicht schonmal gegeben hätte. 1995 ja auch schon. M.E. ist Bijou ein Valuewert, dessen grundlegendes Geschäft durch einen Schweinezyklus geprägt ist.
    Alternative Sichtweise wäre natürlich, daß Bijou keine Wettbewerbvorteile hat und langfristig vor die Hunde geht. Dachte ich früher auch... aber m.E. kommt es auf die Details an: Management des Filialnetzes (Überexpansion = tödlich), Warenwirtschaftssystem, wie schnell sind meine Produkte in der Filiale, wie schnell ist Nachschub da, kann ich Trends setzen?, kann ich den Bedarf einschätzen?


    Die Käufe erfolgen also mit Sicht auf einen Turnaround in 1-2 Jahren. Wann gab es Bijou schonmal so billig? 2004 und da sah der Umsatz noch anders aus.


    ca. EUR 20 je Aktie halten sie ja in cash.


    Gruß
    S.

    Zeit für ein neues Depotupdate nachdem die Anleihen draußen sind.


    1. Fuji Shoji
    2. Bijou Brigitte
    3. Heiwa
    3. Philip Morris CR
    5. Sega Sammy
    6. Sankyo
    7. Barclays Africa
    8. Universal Entertainment
    9. Sibanye
    10. Nintendo
    11. Drägerwerk


    10 und 11 nur kleine Testpositionen.
    Wie man sieht vor allem Zukäufe bei Bijou Brigitte. Ob es ein Fehler war?


    Gruß
    S.

    Also ich habe mir heute zu Börsenbeginn in Johannesburg einige Stücke gekauft. Dazu allerdings noch einige Barclays Africa, so daß sich beide Positionen währungsmäßig ergänzen (steigender Rand = gut für Barclays, schlecht für Sibanye und umgekehrt).


    Gruß
    S.

    museo del oro


    $800 -$900 kann man im Vergleich mit vielen Warenpreisen, Immobilienpreisen oder auch im Verhältnis zum Aktienmarkt herleiten. Ich habe die Zahlen immer mit etwas Skepsis gesehen bis ich über die Zahlen von Paul van Eeden gestolpert bin, der zum gleichen Ergebnis kam ausgehend von adjustierten Geldmengen.


    Positiv ist ja schon mal, daß es nicht schnurgerade nach unten geht, sondern wir wohl zumindest einen sehr guten Markt zum Traden von Minen bekommen sollten bis irgendwann mal die Prämie zum fairen Preis abgebaut ist. Vielleicht dauert das auch Jahrzehnte.


    Wichtig ist für mich, daß Anleihen - sie könnten durchaus weitersteigen diese Jahr - langfristig keine neuen Höhen erklimmen werden. Also raus damit. Ich gehe davon aus, daß bald die Zinsen nach unten drehen (<5 Jahre) und bei den langfristigen bald steigen. Auf neue Höhen im Vergleich zu 2013 steigen (>4%), damit ist dann klar, daß der Bond-Bullenmarkt der letzten Jahrzehnte tot ist.


    Seltsamerweise laufen 30-Jährige und Gold ziemlich synchron seit 2012. Also marginale neue lows beim Goldpreis?


    Aktienmärkte sind gerade dabei ein Top hinzulegen. Evtl. via Three Peaks and a Domed House pattern mit ca. 10500 als top im Dax. Würde auch gut zu den Anleihen passen. So Ende 2014, 1HJ 2015 könnte es dann bei Erreichen eines ersten höheren Hochs bei den Renditen 30-jähriger einen Aktienmarktcrash geben, der Aber nicht deflationär sein sollte.


    Gruß
    S.

    Hallo,


    erst einmal Dank an woernie, m.E. war die Ausbruchanalyse genau richtig, ob man nun auf Schlußkurse hätte warten müssen... kleinere fehlerhafte Ausbrüche kann es immer geben.


    Der scheinbare Ausbruch nach unten war nicht vorhersehbar, da durch eine plötzliche fundamentale Meldung ausgelöst. So etwas ist einfach der Haken bei jeder technischen Analyse und der Grund warum technische Analyse allein eben nicht funktioniert. In Zeiten ohne neue Nachrichten ist sie m.E. aber sehr gut.
    Die negative Stimmung wurde wohl auch durch die Rand Refinery Sache mit dem fehlenden Gold ausgelöst. Da bei Harmony und Anglogold kein Crash kam, überwiegt m.E. das "schlechte" operative Abschneiden. Die gute Dividende ist mit Sichérheit hin. KGV im niedrigen 10er Bereich immer noch sehr günstig.


    Für mich heßt das, das man jetzt evtl. eine kurzfristige Kaufgelegenheit hat, Sibanye sollte weiterhin im Dreieck bleiben und noch einmal Richtung 11 laufen, vielleicht auch zweimal.


    Danach dürfte der Kurs aber nach unten aus dem Dreieck ausbrechen. Der Rand ist überraschend stark und könnte bald nicht nur einfach eine Pause vom Abwärtstrend machen sondern sogar zulegen gegenüber Euro und Dollar. Das wäre eine Hiobsbotschaft für Sibanye.


    Aber wer positiv gegenüber Goldminen eingestellt ist - ich bin es derzeit eher nicht - sollte durchaus einen Trade wagen.


    Gruß
    S.

    dazu kommt es zu der annahme, dass Gold derzeit 50% teurer als die funamentals notiert
    wer beurteilt und wer legt fest, was der faire preis ist ?


    Ganz einfach: der Wert von Gold besteht gerade darin, daß die Kaufkraft langfristig konstant bleibt. Und dieser langfristige Durchschnitt liegt derzeit im Bereich $800-$900. Eine gewaltige Kreditvergabe und Inflation in Zukunft hat der Goldpreis also schon vorweggenommen.


    Natürlich erwarte ich keine Sprünge mehr beim Goldpreis, wenn die Hyperinflation nicht eintritt - und die Notenbanken können Sie verhindern - wird natürlich der Goldpreis mittelfristig sinken. Wenn sie eintritt, z.B. wegen fehlender Disziplin, die Rückführung von QE wird auf Staatsseite hohe Steuern erforderlich machen, wird Gold gegenüber z.B. Konservenbüchsen 1/3 verlieren aber wird eben trotzdem der Gewinnergegenüber allen anderen Finanzassets sein.


    Kurz gesagt: Gold ist überbewertet abe es gibt gute Gründe für diese Bewertung. und bevor ich mir über die nächsten 2-3 Jahre Sorgen mache habe ich das Problem, daß die nächsten 3-6 Monate viel schwieriger vorhersehbar sind. Je kürzer der Zeitraum desto schwerer die Prognose...


    Neo
    Die Notenbanken steuern die kurzfristigen Zinsen. Zinserhöhung am kurzen Ende = weniger Inflation langfristig = sinkende langfristige Renditen. Kommt aber immer darauf an ob die FED der Inflation zuvorkommt oder hinterherhinkt. Ich rechne generell mit einer sehr flachen Zinskurve für die nächsten Jahre.


    Gruß
    S.

    Das scheint der Markt zu denken, warum sonst war Sibanye zuletzt so stark? Ich persönlich sehe eine Diskrepanz zwischen den genannten 1-2 Mrd. von Seiten der Analysten, den ca. $500 mio die ich errechnet hatte und Sibanyes Einschätzung. Mal hört man man könne bis 1 Mrd. ohne Probleme aufbringen, dann wieder daß so hohe Summen nicht zu Debatte stünden.


    Gruß
    S.

    Trading update von heute jedenfalls eine Katastrophe. Im ersten Halbjahr headline earnings $59 mio. Keine Ahnung wie das zweite Halbjahr wird. Die Aktienzahl wird nochmal höher sein, aber auch die Produktion. Dafür haben die neuen Minen von Cooke & co. sehr hohe Kosten. Wenn die headline earnings im 2. HJ auch so bleiben, reden wir nur noch von 1.x% Dividendenrendite.


    Da die Absicherung durch eine hohe Dividendenrendite weggefallen ist - es war ja schon vor einiger Zeit erkennbar- dürfte Sibanye erstmal nur noch eine reine Spekulation auf die evtl. Amplats Platinminenübernahme sein.


    EDIT: Hauütgrund für die negative Überraschung ist der Verlust durch die fehlenden 2.7t Gold in der Rand Refinery, an der Sibanye 1/3 hält.
    Headline earnings wären sonst R1.20 pro Aktie, also Jahreswerte R2.4 je Aktie (KGV 12) und R0.60 Jahresdividende (2%) berechnet mit R30 Aktienkurs (jetzt wohl 10% tiefer).


    Gruß
    S.

    Zurecht m.E., erst jetzt - nach Bärenmarkt bei Lonmin und Anstieg bei Sibanye - kann man von ähnlicher Bewertung sprechen.


    Ich möchte hier auf Richard Koos QE Trap Konzept hinweisen:
    http://www.businessinsider.com…uantitative-easing-2013-9
    http://fabiusmaximus.com/2014/03/26/richard-koo-qe-66849/


    Auch interessant der Vortrag:
    http://blogs.cfainstitute.org/…ns-and-the-qe-trap-video/


    Wie geht es also weiter?
    Zunächst einmal kann man die Deflationsszenarien ad acta legen. Das ist als ob man den letzten Krieg kämpft, alles 2008 abgehandelt. Auch eine Inflation wird es nicht geben, das war der vorletzte Krieg.


    Keine Kreditvergabe an private = keine Inflation. In Großbritannien liegen die Kredite des Privatsektors bei 85% des Stands von vor 2008, also kann man eher von Deflation als von Inflation sprechen.
    Die QE Notenbanken haben aber so gewaltige Geldbasismengen geschaffen, daß eine Hyperinflation von 2000% (USA), 1400% (Japan) und 1000% (UK) erfolgen würde, wenn die Geldbasis auch in entsprechende Kredite an den Privatsektor umgesetzt würde. D.h. die Notenbanken MÜSSEN Anleihen wieder verkaufen, müssen Anleihen auslaufen lassen und damit die Geldbasis wieder abschöpfen. Ein Ausbuchen der Anleihen (Notenbank = Staat = "keine richtigen Schulden" Denkweise) führt mit Sicherheit zur Hyperinflation. Selbst eine moderate Inflation (=sinkende Anleihekurse) nimmt den Notenbanken die Möglichkeit, die Geldbasis zu verringern, da diese größer ist als die dann verbliebenen Restwerte der Anleihen. Also müssen die Notenbanken auch überraschend aggressiv bei den Zinserhöhungen sein.


    Für langlaufende Anleihen heißt das, daß wir eher am kurzfristigen Tiefpunkt der Renditen sind als an einem Hoch. eine Schwankung in einem Bereich von 0.8% mit steigender Tendenz (5.2% in 5-8 Jahen z.B.) ist zu erwarten.


    Daher sind aus meinem Depot alle Anleihen rausgeflogen.


    Was heißt das für Aktien? Zunächst mal keinen Crash. Aber die Märkte haben wohl immer noch nicht verstanden, daß QE ab nun nicht mehr hilfreich ist, sondern als Bremse fungiert und fungieren muß da sonst die Hyperinflation logische Konsequenz wäre. Einen Crash wie 1987 (also ohne Auswirkungen auf die Wirtschaft) könnte es durchaus geben. Langfristig dürften die KGVs auf 10 Jahressicht fallen. Außerdem sollten die Gewinne durch immer weiter steigende Zinszahlungen und höhere Löhne unter Druck stehen.


    Die Realzinsen in den QE Ländern sollten über viele Jahre 1% über Normalniveau liegen. D.h. ich erwarte auch steigenden US$ und steigenden Yen.


    Der Euro schließlich dürfte zerbrechen, Er ist nichts anderes als ein moderner ungedeckter Goldstandard in dem Sinne als daß die Ersparnisse eines sich entschuldenden Privatsektors aufgrund fehlenden Währungsrisikos nicht mehr zwangsläufig in Staatsanleihen des jeweiligen Staates fließen und damit in der Summe eine deflationäre Entwicklung entsteht, die letztendlich zu einem Austritt des jeweiligen Staates aus der Währung führen muß. Ebenso werden die Volkswirtschaften des Währungsgebietes nicht nach und nach synchronisiert sondern laufen immer weiter auseinander.


    Gold ist derzeit 50% teurer als es fundamental sein dürfte. Das zurecht, da ja ein gewisses Restrisiko einer 2000% Hyperinflation besteht. Am Ende des QE Trap werden die Zinsen deutlich höher sein, zudem werden die meisten Anleihen wieder verkauft sein, die Geldbasis wird wieder zurückgefahren sein bzw ein Teil wird durch gestiegene Kreditvergabe in Inflation umgewandelt worden sein. Wahrscheinlich dürfte es daher sein, daß in 10 Jahren der Goldpreis leichter unter dem jetzigen Niveau notiert. Bis dahin ist Gold aber dei einzige Versicherung gegen da Hypoerinflationsrestrisiko.


    Sieht so aus als ob stock picking die besten Resultate bringen wird.


    Gruß
    S.

    Sieht wirklich sehr stark aus, trotzdem gefällt mir die Platinsache nicht.


    -nach meiner Rechnung ca. $500 mio möglich, um die Dividendenrendite nicht abzuschwächen
    -Amplats Rustenburg Minen $1-$2 Mrd. laut Analysten
    -keine Raffinerien, smelter in der Rustenburg area, die möchte Amplats behalten


    Alles deutet auf eine Finanzierung seitens der Chinesen hin (wir erinnern uns an die Gold One Aktionäre, 90% ein chinesisches Konsortium), wahrscheinlich machen die Druck, weil die Zugriff auf Platin haben möchten.


    Wenn es doch mehr Informationen gäbe, damit man es mal genauer durchrechnen könnte...


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    Punkt 2 heißt, daß das Ende von QE nicht Anleihen, sondern Aktien treffen wird.


    Solange die Notenbanken für ihre Anleihen wieder cash reinbekommen, können sie die Geldbasis wieder zurückfahren. Bucht man Anleihen aus (Gläubiger = Notenbank, Schuldner = Staat, damit angeblich keine "richtigen" Schulden), kann die Geldbasis nicht mehr zurückgefahren werden, zur Wirkung käme sie aber erst wenn die Kreditvergabe auch entsprechend ist. Wenn die Notenbanken Aktien überteuert kaufen gilt das gleiche nur ohne Streichen von Anleihen.


    Da mir die Stimmung im Goldsektor etwas zu positiv geworden ist, habe ich heute alles ausgekehrt. Roxgold, Teranga, Troy. Vielleicht ein Fehler, aber es wird so langsam kritisch über den Sommer. Ich rechne für Herbst mit deutlich niedrigeren Anleiherenditen und deutlich höherem Yenkurs. Da die Positionierung der Goldmarktakteure schon wieder ähnlich wie Anfang 2013 ist, könnte da auch eine böse Überraschung kommen.


    Gruß
    S.