Zurecht m.E., erst jetzt - nach Bärenmarkt bei Lonmin und Anstieg bei Sibanye - kann man von ähnlicher Bewertung sprechen.
Ich möchte hier auf Richard Koos QE Trap Konzept hinweisen:
http://www.businessinsider.com…uantitative-easing-2013-9
http://fabiusmaximus.com/2014/03/26/richard-koo-qe-66849/
Auch interessant der Vortrag:
http://blogs.cfainstitute.org/…ns-and-the-qe-trap-video/
Wie geht es also weiter?
Zunächst einmal kann man die Deflationsszenarien ad acta legen. Das ist als ob man den letzten Krieg kämpft, alles 2008 abgehandelt. Auch eine Inflation wird es nicht geben, das war der vorletzte Krieg.
Keine Kreditvergabe an private = keine Inflation. In Großbritannien liegen die Kredite des Privatsektors bei 85% des Stands von vor 2008, also kann man eher von Deflation als von Inflation sprechen.
Die QE Notenbanken haben aber so gewaltige Geldbasismengen geschaffen, daß eine Hyperinflation von 2000% (USA), 1400% (Japan) und 1000% (UK) erfolgen würde, wenn die Geldbasis auch in entsprechende Kredite an den Privatsektor umgesetzt würde. D.h. die Notenbanken MÜSSEN Anleihen wieder verkaufen, müssen Anleihen auslaufen lassen und damit die Geldbasis wieder abschöpfen. Ein Ausbuchen der Anleihen (Notenbank = Staat = "keine richtigen Schulden" Denkweise) führt mit Sicherheit zur Hyperinflation. Selbst eine moderate Inflation (=sinkende Anleihekurse) nimmt den Notenbanken die Möglichkeit, die Geldbasis zu verringern, da diese größer ist als die dann verbliebenen Restwerte der Anleihen. Also müssen die Notenbanken auch überraschend aggressiv bei den Zinserhöhungen sein.
Für langlaufende Anleihen heißt das, daß wir eher am kurzfristigen Tiefpunkt der Renditen sind als an einem Hoch. eine Schwankung in einem Bereich von 0.8% mit steigender Tendenz (5.2% in 5-8 Jahen z.B.) ist zu erwarten.
Daher sind aus meinem Depot alle Anleihen rausgeflogen.
Was heißt das für Aktien? Zunächst mal keinen Crash. Aber die Märkte haben wohl immer noch nicht verstanden, daß QE ab nun nicht mehr hilfreich ist, sondern als Bremse fungiert und fungieren muß da sonst die Hyperinflation logische Konsequenz wäre. Einen Crash wie 1987 (also ohne Auswirkungen auf die Wirtschaft) könnte es durchaus geben. Langfristig dürften die KGVs auf 10 Jahressicht fallen. Außerdem sollten die Gewinne durch immer weiter steigende Zinszahlungen und höhere Löhne unter Druck stehen.
Die Realzinsen in den QE Ländern sollten über viele Jahre 1% über Normalniveau liegen. D.h. ich erwarte auch steigenden US$ und steigenden Yen.
Der Euro schließlich dürfte zerbrechen, Er ist nichts anderes als ein moderner ungedeckter Goldstandard in dem Sinne als daß die Ersparnisse eines sich entschuldenden Privatsektors aufgrund fehlenden Währungsrisikos nicht mehr zwangsläufig in Staatsanleihen des jeweiligen Staates fließen und damit in der Summe eine deflationäre Entwicklung entsteht, die letztendlich zu einem Austritt des jeweiligen Staates aus der Währung führen muß. Ebenso werden die Volkswirtschaften des Währungsgebietes nicht nach und nach synchronisiert sondern laufen immer weiter auseinander.
Gold ist derzeit 50% teurer als es fundamental sein dürfte. Das zurecht, da ja ein gewisses Restrisiko einer 2000% Hyperinflation besteht. Am Ende des QE Trap werden die Zinsen deutlich höher sein, zudem werden die meisten Anleihen wieder verkauft sein, die Geldbasis wird wieder zurückgefahren sein bzw ein Teil wird durch gestiegene Kreditvergabe in Inflation umgewandelt worden sein. Wahrscheinlich dürfte es daher sein, daß in 10 Jahren der Goldpreis leichter unter dem jetzigen Niveau notiert. Bis dahin ist Gold aber dei einzige Versicherung gegen da Hypoerinflationsrestrisiko.
Sieht so aus als ob stock picking die besten Resultate bringen wird.
Gruß
S.