Beiträge von Saccard

    Tja, vorbei ist sie die gute alte Zeit.


    Die größte Tragödie ist doch, daß man mit den Minen nicht wirklich am Goldbullenmarkt teilgenommen hat. 1999 habe ich gedacht: $700, vielleicht $1000 sind möglich. Ist viel mehr geworden. Bei den Minen hätte ich mit 2000, 3000% gerechnet, auch bei so einigen majors. Bei Newmont ist ja letzten Endes nach der Normandy Übernahme gar nichts passiert.


    Warum das ganze? Weil man nicht auf die Kosten geachtet hat. Wie kann es sein, daß ein Geologe in Australien 250000$ verdient? Wieso wahnsinnig hohe Einstiegsgehälter? Warum Löhne in Südafrika wo am "freien Markt", den stillgelegten alten Minen und deren illegale Arbeiter, sich die Leute mit 1/10 zufrieden geben?


    Gold Fields, Barrick, Normandy, die haben früher alle zu $200 cash costs produziert. Heute reden wir von $1000 all in costs allen ernstes davon das wäre billig.


    Ich hoffe nur daß es das noch nicht war, ich habe gerade "the day the bubble burst" gelesen, 1929 als ob man dabei gewesen wäre. Das gibt einem auch ein gutes Gefühl dafür wie sich Preise verändert haben. Und die Preise haben vielleicht um Faktor 15-40 erhöht wobei 40 schon arg hoch gegriffen ist, aber niemals um Faktor 65 wie es der jetzige Goldpreis impliziert. Interessanterweise kommt ein alter paul van eeden Artikel zu einem ganz ähnlichen Resultat: http://www.paulvaneeden.com/Gold


    Wenn der "faire" Goldpreis nun bei $800-$1000 liegt und er weiter sinkt aufgrund von Deflation, dann können wir bei einer Übertreibung nach unten noch ganz andere Kurse als $800 sehen. Aktien sind so teuer wie nicht mehr seit 1929, 2000 und 2007. Von 1929 bis 2000 waren es 71 Jahre. Sollen wir erwarten, daß wir innerhalb von 15 Jahren 3x ein Ereignis haben das sonst nur alle 70 Jahre auftritt? Und es soll nichts passieren? Diesmal wird es nicht bei -50% enden, entweder es geht viel tiefer oder die Kurse erholen sich einfach nie wieder in unserer Zeit. Giannini von der Bank of America hat in den 40ern als er gestorben ist nicht mehr Vermögen gehabt als 1906, 40 Jahre ohne Zuwachs.


    Worst case Szenario ist für mich bei einer Deflation $3000 Dow mit parallel zum Dow fallendem Goldpreis. Die Minen können dann nur mit drastischsten Kostensenkungen überleben. Die einzige Alternative die ich sehe ist die Hyperinflation, aber die will und will nicht kommen.


    Gruß
    S.

    Für mich erstmal non-events, in die QE Sachen etc. wurde so viel hereininterpretiert, daß man am Ende die Wahrheit gar nicht mehr sieht.


    1. Trotz QE (Anleihekäufe) sind die Renditen gestiegen -> private Marktakteure haben mehr Anleihen verkauft als die Notenbanken gekauft haben


    2. Ende QE damit sehr negativ für Aktien, Rohstoffe, Carry Trades etc.


    3. Ein Aktienmarkt "Crash" ist auch ohne fallende Kurse möglich, wenn die Notenbanken Aktien kaufen -> aber die privaten Marktakteure können dann über ihr herausgezogenes Kapital verfügen und z.B. Anleihen kaufen oder später evtl. Gold.


    Realwirtschaftlich hat das alles keine Auswirkungen bis auf Fehlallokationen, dadurch schlechter laufende Wirtschaft. Deflationäre Tendenzen sehe ich ungebrochen.


    Einzig ein Ausbuchen von Anleihen oder ein massiver Wertverfall der Positionen in den Notenbankbilanzen wären wohl der Startschuß zur Inflation.


    Mit öffentlichen Institutionen sind übrigens auch Staatsfonds wie der von Norwegen gemeint...


    Gruß
    S.

    Nochmal zur Klarheit: Ich habe Sibanye nicht verkauft, weil da unter den Arbeitern ein guter Teil absolut durchgedrehter, aber- und zaubergläubiger ist. Ich habe verkauft, weil m.E. die Dividende so nicht aufrecht erhalten werden kann. Höhere Aktienzahl, höhere Kosten, niedrigerer Goldpreis. Sibanye macht zwar Gewinn, ist aber durch die geringe Marge stark gehebelt.


    Die Situation mit den Gewerkschaften (immer noch kein Ende beim Platinstreik, gab es noch nie) bedeutet nur, daß man nicht darauf setzen kann, daß es langfristig schon gut gehen wird. Soltlen kurzfristig Probleme kommen, kann es sein daß sich der Kurs nie mehr davon erholt.


    Heute war die positive Meldung, daß nun endlich ca. 33 mio Unzen Reserven offiziell ausgewiesen sind. Das konnte man sich zwar vorher zusammenrechnen aber so mancher kriegt es ja nicht mit. Der Kurs jedenfalls hat darauf trotz +67% Reserven nicht positiv reagiert.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel,


    evtl. auch per bank financing.


    Und nein, 5 g/t ist nicht konservativ. Du mußt den cut-off grade imemr in Relation zu den Reserven sehen. Nehmen wir mal an der cut-off wäre 2 g/t... dann hätte das weitere Material einen grade von 3.5 g/t bei Annahme linear verlaufenden grades. Und nehmen wir dazu mal an, daß sich das Material verdoppelt.
    Dann hätten wir 1 mio ozs zu 11.5 g/t und 2.7 mio Erz bis zum cut-off von 5 g/t.
    Die weiteren 2.7 mio t hätten dann 3.5 g/t und damit nur noch 300000 ozs. Die Kosten für diese 300000 ozs wären aber bis zu 3x so hoch wie für die 1 mio ozs innerhalb der 5 g/t Zone.
    Die haben in Zone 55 noch mehr in der Tiefe, aber das ist alles mehr als 1km tief.
    Bei Troys Casposo sieht es da schon besser aus: in den Reserven nur Inca 1, Inca 2 dürfte nochmal genauso viel haben und an Inca 3 wird herumexploriert, wenige hundert m tief. Weiter im Trend liegt Inca 4 als Explorationsziel. Pro Inca schätze ich 150-250k ozs ein, aber alles fast nur Silber in Goldeq.


    Roxgold soll erstmal abbauen und dann weitersehen. Tiefer gehen können sie später immer noch und erstmal wäre es wichtiger neue targets zu Projekten zu machen. In 10 Jahren kann eine Menge passieren.


    Gruß
    S.

    Die Zone 55 economics sind $590 all in sustaining costs und 80000 ozs Produktion über 10 Jahre. Explorationspotential ist in die Tiefe gegeben, würde dann aber schon 1km überschreiten. Dazu hat Roxgold viele weitere Explorationsziele auf gleichem Projekt. 70 mio $ fehlen noch für die Finanzierung.


    Ich habe mich dabei wieder an Troy Resources erinnert. Andorinhas ist mehr oder weniger Schrott, da wird es aber eine iron ore royalty geben.
    Troy hat Casposo auf owner mining umgestellt. All in sustaining costs derzeit bei $690, 70000 ozs Produktion. Die Produktion wird im Jahresverlauf auf ca. 80000 ozs steigen. Die Reserven reichen 3 Jahre, mehr hat Troy nicht definiert. M.E. reicht es aber für 6-9 Jahre, alles noch relativ flach mit wenigen hundert m Tiefe. Casposo kommt also schon fast an Zone 55 heran. Und produziert vor allem schon. Und auch Casposo hat viele weitere Explorationsziele. Bohrergebnisse z.B. 14.7m 7.79 g/t Gold und 1292 g/t Silber.
    Market cap ist etwas höher als bei Roxgold (10%). Dafür hat man cash und Kreditlinien für ca. $120 mio. Die werden benötigt für die Entwicklung von Karouni in Guyana. Geplant sind 7 Jahre / 90000 ozs pro Jahr. All in cash costs $805. After tax IRR 44.2% auf die US$86.8 mio Kosten. Explorationspotential ist vor allem der 8000 km" große East Block, das größter land package in Guyana.


    Im großen und ganzen könnte Troy also billiger als Roxgold sein. Qualitativ schwächeln sie im Vergleich etwas. Aber auch sie können noch Gewinne bei $1000 Goldpreis machen und sind schon jetzt finanziert. Zumindest eine Alternative zu Roxgold, kein Ersatz.


    Gruß
    S.

    Der Lohn von diesem Elliott Fond ist immer noch nicht zurückgezahlt, mit dem jüngsten Kursrückgang beim Goldpreis ist Avocet damit wohl die Top-Adresse wenn es um die Wahl des nächsten Pleitekandidaten geht.


    Reserven 0.5 mio ozs
    Resourcen 10 mio ozs
    Market cap 28.3 mio


    Da Elliott Management 28% der Aktien besitzt sowie 15 mio Kredit vergeben hat, wird früher oder später wohl eine Ausgabe einer gigantischen Menge von Aktien diesen Kredit ablösen. Falls man noch Zukunft sieht bei den horrend hohen cash costs.


    $2.83 / resource oz könnte allerdings Weltrekord sein.


    Gruß
    S.

    Nachdem zu Beginn der Woche die letzten Sibanye aus dem Depot wanderten hier die aktuelle Übersicht, Basisbildung um dauerhaft Cash zu generieren für weitere Käufe im Goldsektor.


    1. US Anleihe 2037 (3.2% Rendite)
    2. Cash & Festgeld (0.5% Verzinsung)
    3. Heiwa (6412) (3.8% Dividendenrendite)
    4. Nintendo (7974) (1% Dividendenrendite)
    5. Fuji Shoji (6257) (4.2% Dividendenrendite)
    6. Sega Sammy (6460) (2% Dividendenrendite)
    7. Sankyo (6417) (3.9% Dividendenrendite, ausgezahlt aus Cash, Gewinn sehr niedrig)
    8. Philip Morris CR (7.9% Dividendenrendite)
    9. Pan African Resources (5.3% Dividendenrendite, bei niedrigerem Goldpreis nicht zu halten)
    10. Troy Resources
    11. Universal Entertainment (6425) keine Dividende
    12. Bijou Brigitte (4.3% Dividendenrendite, dürfte weiter sinken)
    13. Roxgold
    14. Teranga Gold


    Position 1 hat die 42-fache Gewichtung wie Position 11. Position 1+2 bilden ca. 50% des Depots.


    Da mir die Roxgold Idee sehr gut gefällt, sehe ich mich im Goldsektor nach neuen Käufen um.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo, Roxgold ist auch in Afrika... diese ganzen Standortfragen klammere ich gerne aus, zu kompliziert.


    Bei $2500 Goldpreis ist Sibanye klar das bessere Unternehmen, da dann gewaltige Mengen an Ressourcen in Reserven konvertiert werden können. Sie haben ja die größte Basis aller Unternehmen.


    Aber leider leider muß man sich darüber im Klaren sein, daß Sibanye nicht Gold abbaut. Sondern Gold mit manueller Arbeit. Bei der Colossus Geschichte gab es sehr gut informierte Anleger aus der Branche (hat ihnen auch nichts genutzt...) und die haben an Kanada erinnert, wo nach dem zweiten Weltkrieg auch per longwall mining manuell abgebaut wurde. Hintergrund war, daß diese Arbeiter in den 30/40er Jahren angefangen hatten, weil nichts anderes da war, und dann ihr Leben lang dabei blieben. Neuen Arbeitnehmern waren diese Arbeitsbedingungen nicht zuzumuten.


    Ist es nicht in Südafrika das gleiche? Die jetzigen Arbeiter werden jetzt sehr gut bezahlt, aber sollte sich das Land stabilisieren ist so oder so in maximal 20 Jahren Schluß, d.h. die jetzigen Arbeiter werden nicht mehr durch jüngere Nachfolger ersetzt. D.h. Reserveleben von mehr als 20 Jahren ist nie gegeben, wenn nicht viel automatisiert wird.


    Bei Roxgold wird es bei den 1 mio ozs bleiben, die haben ganz gut exploriert. Aber der Erzkörper ist schon ein Knaller, genau die passende Dicke und alles nahezu vertikal, nicht sehr tief, 1/2 oz/t, wenig unnötiges Verschieben von Gestein. Die niedrigen Kosten kommen nicht von ungefähr. Wenn du so etwas hast ist die Finanzierung gar kein Problem, jedenfalls bei $100 mio.


    Roxgold ist also erstmal ein gutes Investment unabhängig vom Goldpreis, sehr gut abgesichert nach unten. Was aus dem Unternehmen wird, wird sich erst danach zeigen: Das Projekt hat 160 km² und noch genügend weitere Explorationsziele. Es ist natürlich sehr unwahrscheinlich, daß noch einmal etwas in genau dieser Konstellation entdeckt wird, aber mehrere mio Unzen Potential sind da drin, nur eben dann mit normalen Abbaukosten. Und diese Projekte werden sie mit den Gewinnen aus der 55 Zone intern finanzieren können.


    Gruß
    S.

    Roxgold ist in der Tat beeindruckend. Sie sind natürlich schon recht teuer pro Unze und wenn man bedenkt daß es eben noch kein fertiges Projekt ist.


    Aber vergleichen wir mal mit Sibanye. Goldpreis $1000. Gibt der Rand etwas nach, vielleicht 10%, dann wird Sibanye dann gerade so den break even point schaffen. Andere sind teilweise von der Pleite bedroht. Daher würde ich auch nicht auf Übernahmen setzen. Pretium hat z.B. das Problem, daß sie finanzieren müssen oder auf eine Übernahme hoffen. Beides schlecht in diesem Umfeld.


    Bei $600 Gesamtkosten, $1000 Goldpreis, 30% Steuern und 100 mio Abschreibesumme hat Roxgold bei 1 mio ozs einen Wert (ohne corporate overhead) von ca. $310 mio. $50-100 mio Kapitalerhöhungen könnten sie vielleicht noch benötigen, um in Produktion zu gehen. Das sind immer noch ca. 20%+ vom jetzigen Niveau bei dem $1000 Goldpreis Szenario.


    Gruß
    S.

    Sibanye wird auch bei $1000 Goldpreis nicht pleite gehen, im Gegensatz zu einigen anderen. Aber Dividenden gibt es dann eben nicht mehr.


    LDIFR übrigens bei Kloof und Driefontein 7, bei Beatrix 3. Spiegelt m.E. die Situation ganz gut wieder. Ob nun die erhöhte Unfallgefahr am West Rand durch die Tiefe oder durch die sozialen Spannungen kommt ist nicht so leicht zu beantworten. Beatrix liegt auf Weltklasse Niveau. Pan African hat im ganzen Unternehmen eine Unfallrate von 3.


    Interessant könnte jetzt auch DRDGold sein: Kosten in Rand aber eben fast keine Angestellten und somit keine Gefahr längerer Arbeitsausfälle.


    Inzwischen sieht es für mich mehr und mehr nach $1000 Goldpreis aus. Hoffen wir daß es noch im 1200er Bereich dreht.


    Die letzten 10% Sibanye sind Anfang der Woche aus dem Depot geflogen.


    Gruß
    S.

    QE Japan = stützt die japanische Wirtschaft
    QE USA = stützt die US Wirtschaft


    gleichzeitig haben europäische Banken die auch durch QE niedrigeren Zinsen in den USA und Japan genutzt und US$ sowie Yen geliehen sowie verkauft und gegen Euro getauscht. Zu den niedrigeren Finanzierungskosten kamen Währungsgewinne.


    Wenn nun die EZB QE startet dürfte das den Euro unter Druck setzen, so wie QE USA und Japan Yen bzw. Dollar zum absinken gebracht haben. Wenn aber der Euro sinkt, machen die Banken Europas riesige Währungsverluste. Oder sie sammeln eben wieder Geld ein und zahlen Yen bzw. US$ zurück, d.h. weniger Kreditvergabe in Europa.


    Das bedeutet nichts anderes als daß QE in Europa im Gegensatz zu den USA und Japan gar nichts bringen wird, evtl. sogar zu einer verschlechterung der Lage führen wird. Die USA und Japan haben diese Probleme nicht gehabt, da dort die Zinsen unter den europäischen lagen und keine Carry Trades stattfanden.


    Gruß
    S.

    Nur mal so als Überlegung... warum lief es in Europe in den letzten Jahren denn vergleichsweise gut ohne QE?


    Und was passiert, wenn die EZB nun Anleihekäufe in größerem Rahmen startet? Für Juni angekündigt, die EZB kann schlecht das Gesicht waren wenn nun iweder nichts kommt.


    In Europa lief es gut, weil man sich einfach an den QE Programmen in Japan und den USA bedient hat. Die europäischen Banken sind ganz massiv in US$ finanziert.


    Kommt nun Euro-QE, so kollidieren Carry Trades und QE. M.E. würde ein niedrigerer Euro-Zinssatz als in den USA und/oder Japan den finanziellen Kurzschluss bedeuten.


    Gruß
    S.

    Ich habe mal überschlagen wie es mit dem Gewinn aussieht. Sibanye hatte ja im letzten Jahr knapp 800 mio operating profit, daraus wurden 265 mio (ca., aus dem Kopf) headline earnings. 35% der headline earnings werden als Dividende gezahlt.


    Im Q1 hatte Sibanye 161 mio operating profit. Durch den starken Rand dürften die Kosten wieder auf $1100 gestiegen sein. Q1 hatte sehr wenig Produktion wegen der schwachen Zeit um Weihnachten herum. Bei angenommenen 1.5 mio ozs aus bestehenden Minen und $1270 Goldpreis dürfte die Marge um 1/3 gefallen sein. Also ca. $110 mio operating profit pro Quartal. Im besten Fall sind das 60 mio fcf. Bei gleicher Umsetzung von operating profit zu headline earnings wie im letzten Jahr bleiben pro Jahr nur noch ca. 150 mio headline earnings. Dividende ca. 50 mio.


    Grob geschätzt ergibt sich ein KGV von 10-16 und eine Dividendenrendite von u.U. nur noch 2.x%


    Die Cooke operations machen keinen Gewinn, bedeuten aber 150 mio zusätzliche Aktien.


    Sibanye ist zwar einer der wenigen Goldkonzerne mit Gewinn, aber man ist trotzdem unglaublich gehebelt. Ich denke wir dürfen nicht mehr durch Stützung durch eine gute Dividende ausgehen... schade daß der Goldpreis nicht gestiegen ist, denn $100/oz mehr hätten eine weitere Kursexplosion bedeutet. Der Chart sieht inzwischen ziemlich kaputt aus: Dreieck mit Ausbruch nach unten.


    Gruß
    S.

    Heiwa (6412)
    Kurs 2080, Gewinn Prognose 300 = KGV 6.9


    Fuji Shoji (6257)
    Kurs 1168, Gewinnprognose 135 = KGV 8.7


    Dazu kommt daß Heiwa Golfplätze hat die verglichen mit Accordia Golf ca. 1600 Yen je Aktie wert sind.
    Fuji Shoji hat netto cash von mehr als 1600 Yen je Aktie.


    Also einmal mit Cash Komponente, einmal Land als inflationssichere Alternative.


    Sibanye hat ein niedriges KGV, aber keine auszahlbaren assets... also zumindest interessante Alternativen.


    Daneben habe ich noch andere spekulativere Positionen, Sega Sammy, Sankyo, Universal Entertainment, Nintendo...


    In Südafrika sind inzwischen Harmony, Pan African oder auch Gold Fields brauchbare Alternativen zu Sibanye.


    Was wenn der Goldpreis auf $1000 fällt? Dann zahlt Sibanye keine Dividende mehr. Die Frage ist wie stark der Kurs Dividenden gestützt ist.


    Gruß
    S.

    Ich habe in der letzten Woche meine SIbanye Poisition noch einmal überdacht und habe 90% meiner Position verkauft.


    1. >98% Depotgewichtung
    2. Zu den jetzigen Kursen gibt es Alternativen mit KGV<10
    3. Platinstreik


    Ich denke ich habe das politische Risiko in Südafrika falsch eingeschätzt. Wir haben ja immer in die Richtung Verstaatlichung gedacht.. ein Irrtum. Amcu zeigt wo es langgeht, die Arbeiter bleiben einfach weg.


    Das sind m.E. auch keine Streiks. Ich rate jedem, sich die Videos von 2012 in Marikana noch einmal anzusehen. Das ist kein Unglück oder eine verbrecherische Polizeiaktion wie es z.T. hingestellt wird, man sieht im Video sehr deutlich wie die "Streikenden" mit Knüppeln und macheten bewaffnet auf die Polzei losstürmen. Es blieb einfach nichts anderes als das Feuer zu eröffnen. Fragt sich nur wie jemand so irrational handeln kann. Die Wahrheit ist, daß dort keine Streikenden mit Gewerkschaft agierten, sondern ein zaubergläubiger Stamm bedingungslos seinen Führern und Medizinmännern. Wer sich dank diverser Zauberrituale für unverwundbar hält agiert wie auf den Videos. Tage zuvor wurde ja ein Wachmann von Lonmin mit Macheten kleingehackt. Das Kinn fehlte, ein begehrter Bestandteil diverser Zauberrituale so sagt man.


    Noch ist bei Sibanye alles ruhig, aber wie lange geht der Platinstreik weiter? Wenn man davon ausgeht, daß es eben kein richtiger Streik ist, sondern andere Mentalität und irrationale Zaubergläubigkeit eine große Rolle spielen, gehe ich nicht mehr von einem Ende des Streiks aus. Ich frage mich eher: Nur noch ein gutes Jahr bis im Goldsektor auch wieder verhandelt wird. Evtl. greift der Streik auch illegal auf den Goldsektor über.


    Dazu gibt es noch neue BEE runden, wo man wieder 26% der Minen haben möchte, Sibanye ist ja durch die Gold Fields deals 100% BEE konform für die Vergangenheit, da kämen Klagen vor dem obersten Gericht.


    Ich bin von Sibanye nach wie vor überzeugt, aber nicht mehr als quasi 100% Position. Ich habe sie jetzt auf gut 10% reduziert, kann also im Fall der Fälle nachkaufen.


    Gruß
    S.