Beiträge von Saccard

    Hallo,


    BEE ist zweitrangig. Sibanye ist z.B. noch nicht durch (da die alten Gold Fields BEE Sachen wohl nicht mehr gelten gelassen werden), hat dafür aber für die Angestellten Häuser gebaut. Lonmin ist "durch", muß aber noch den Angestellten ein paar Geschenke machen.
    Harmony hat so hohe Kosten, daß sie mehr oder weniger Schrott sind.


    Aber, 50% von Golpu, nach Einstieg der Regierung dann nur noch 35%... das beste Goldvorkommen derzeit, besser als Red Lake, besser als Pretium. Wir sprechen hier von vierstelligen negativen Produktionskosten, voll auf Höhe von Grasberg.


    Würde mich nicht wundern, wenn da ein Deal ausgehandelt wird mit Newcrest, vorher sperrt Harmony die Pforten nicht zu.


    Habe gerade wieder welche gekauft.


    Gruß
    S.

    Seine Charts mit den Megafon Formationen


    Genau das halte ich ja für unsinnig, wenn man es mehrere Erklärungen gibt, ist meistens die einfachste richtig.


    Durch die immer wiederkehrenden Phasen einer balance sheet recession nach Richard Koo, zuletzt in den 1930er Jahren, davor wahrscheinlich vor und während des amerikanischen Bürgerkriegs, werden Schulden abbezahlt und eben keine neuen Investitionen getätigt. Damit aber ist das faire Aktien / Gold Ratio nicht permanent steigend sondern macht 15-20 jährige Pausen, sprich es kommt zu Brüchen und Plateaus im Chart.


    Auch ohne Megafon halte ich derzeit $1500 Goldpreis - gerade im Hinblick auf Aktien - für fair bewertet und ein drittes leg up beim Gold - relativ - für wahrscheinlich.


    Wenn man das ganze mit guten Juniors spielt, wird man m.E. auch die 50- und 100-bagger wie Ende der Siebziger schaffen. Wohin es kurzfristig noch runter geht weiß keiner, Pleiten könnten wir eben auch noch sehen.


    Und während die Welt noch von Deflation schwafelt, kann man längst einen Schritt weiter sein, siehe jüngste Äußerungen über Kapitalabflüsse aus China, wohl um die 1 Billion US$ annualisiert.
    Ich unterschätze den Crash in China nicht, ich denke er wird viel heftiger als die meisten denken. Und "wir" (als Europa + USA) sind ja nicht mehr die großen Exporteure wie noch vor knapp 100 Jahren. Wenn die Deflation China trifft, die Währungsreserven aufschmelzen und gigantische Mengen an Treasuries verkauft werden, dann steigen eben die Zinsen in den USA.


    Gruß
    S.

    Das mit dem Hedging war mal.


    Und wie wir heute wissen ist Hedging gar nicht so verkehrt. Das Problem ist, daß die Minen die Margen hätten hedgen sollen (also vor allem die explodierenden Lohnkosten und Royalties der Staaten).


    1999-2002 haben die Minen nur dank der hedges überlebt, geht es beim Goldpreis weiter runter dürfte es wesentlich mehr Pleiten geben.


    Sinkende Metallpreise, schrumpfende Margen, Verluste wohin das Auge blickt. Gibt es einen Grund derzeit Goldminen zu kaufen? Nein... scheinbar. Deswegen könnte man so langsam an einen Boden denken, vor allem steigen ja auch die Umsätze.


    Ich für meinen Teil habe gefühlt zuwenig Goldminen, kaufe also immer noch nach.


    Gruß
    S.

    Die Shanghai Erklärung trifft es, ich hatte ja schon angedeutet, daß uns der China Crash treffen wird. Alleine was in den letzten Wochen bei einer meiner jap. in Hong Kong gelisteten Aktien abging..


    Dann verkaufen die Chinesen halt Gold und Immobilien, um weiterhin ihre KGV 2000 Schrottwerte auf margin zu kaufen. Pause beim Aktiencrash, Verlagerung des Crash auf den Immobiliensektor.


    Ich kaufe weiter, aber langsam und beständig.


    Gruß
    S.

    Nächster Wackelkandidat ist Dynam...


    Hatten immer so 18% Kapitalrendite, damit jetzt ca. ein KGV von 7.5, kein Netto Cash.


    Mit diesen Kennzahlen waren 6-7% Dividendenrendite + 8% Wachstum bei der Hallenzahl drin.


    Im jüngsten Geschäftsbericht hat Dynam aber -47% netto gehabt, damit nur noch 8% Kapitalrendite und KGV größer 10.


    Entweder man zahlt jetzt weiter Dividende ODER man wächst. Beides geht nicht mehr.


    20 Jahre leases auf Land bedeuten versteckte Schulden. Bei Fuji kriege ich das gleiche KGV wie bei Dynamo im besten Fall, dazu netto Cash.


    Dann lieber Goldminen. Gefahr für mich ist ein schwächerer US$ und damit ein schwächerer Yen gegenüber Euro, Minen würden dieses Risiko perfekt abfangen.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    Universal flog nach knapp 50% Plus raus, es wären eigentlich mehrere hundert Prozent drin gewesen, wenn das Casino in Manila fertig würde.


    1. Bestechung des ehemaligen Pagcor Vorsitzenden seitens Universal ist ziemlich sicher
    2. 40 mio US$ Zahlung selbst nach Universale Angaben "unnötig"
    3. FBI, Japan, Hong Kong ermitteln noch, Philippinen angeblich nicht mehr
    4. Illegaler Landbesitz über zwei Holdings und philippinische Briefkastenfirma wurde inzwischen gelöst
    5. Zeit bis Q1 2017, wenn dann Manila Bay Resorts nicht fertig ist, verfällt wohl die Lizenz
    6. Universal soll sich bis ca. Mitte Juli erklären, warum die provisional license nicht entzogen werden soll, bis März waren weniger als 50% von Manila Bay Resorts fertig
    7. Bei Nachweis von Bestechung verfallen die US gaming licenses
    8. Klage gegen Wynn in der Sache aussichtslos, die Höhe des Betrags könnte aber zugunsten von Universal ausfallen, Termin 2017.


    Universal hat evtl. keine liquiden Mittel mehr, um Manila Bay Resorts ohne Schulden fertig zu stellen...


    Gruß
    S.

    Depot Aktien nach Positionsgröße:
    1. Fuji Shoji (JP:6257)
    2. Heiwa (JP:6412)
    3. Sankyo (JP:6417)
    4. Dynam Holdings (HK:6889)
    5. Mars Engineering (JP:6419)
    6. Sega Sammy (JP:6460)


    Depot Pt/Goldminen:
    1. Lonmin
    2. Golden Star
    3. Troy Resources
    4. Teranga
    5. True Gold
    6. Harmony


    Gruß
    S.

    Was habe ich 2013 denn für einen unverständlichen Quatsch geschrieben, Mponeng ist natürlich von Anglogold (und immer noch die beste West Wits Mine).


    Ich habe doch tatsächlich heute mal ein paar Harmony ins Depot genommen, aber so wenig daß mir ein Totalverlust nichtmal auffallen würde. So eine Art kurzfristiger Knock-Out Call auf den Goldpreis.


    Ich denke mal Harmony hat nur noch das Papua Projekt zum Verscherbeln und evtl. Joel (Free State) an Sibanye, dann sind die Perlen weg.


    Andererseits mit der stärkste Hebel auf den Goldpreis (es gab mal die Zeiten wo wir nach so etwas gesucht haben, lange ist es her).


    Gruß
    S.

    Ja, aber die heutige GSS ist ein fast ganz anderer Wert, auch wenn die Minen die gleichen sind. Im Wesentlichen von Royalgold gesteuert.


    Bei Lonmin muß man aufpassen, ganz klar. Die sind so hochvolatil, daß da auch tiefere Tiefs drin sind. Aber ich habe ja nicht gekauft, um mit +5 oder +10% herauszugehen.


    Und ob man auf die Marktpreise soviel geben kann weiß ich auch nicht, gerade bei Platin gibt es langfristige Verträge. Wenn z.B. eine BASF am Spotmarkt billig kauft, kann es sein daß ab 2018 wenn wieder ein Defizit herrscht es dann Beschaffungsprobleme gibt.


    Gruß
    S.

    Ihr wißt doch wie das ist nach Benjamin Graham:
    “In the short run, the market is a voting machine but in the long run, it is a weighing machine.”


    Ein weiteres positives Indiz:
    Die CoT Zahlen geben her, daß die commercials so wenig short sind wie zuletzt Anfang November 2014.


    Ich würde beim Goldpreis von einem langsam drehenden Trend ausgehen, rounding bottom.


    Abwarten, die Wahrscheinlichkeit für kurzfristige starke Goldpreisanstiege ist eher gering, payoff bei den derzeitigen Minenkursen aber sehr hoch, Chance:Risiko Verhältnis passt m.E., man sollte nur die Depotgewichtung noch nicht zu hoch aufbauen.


    Gruß
    S.

    Würde alles erklären:
    1. Goldstandard, mit dem prinzipiell gleichen Geldsystem wie heute, aber mit automatisiertem Ausgleichmechanismus bei Handelsbilanzdefiziten -> quasi Dauerrezessionen alle paar Jahre, kein Aufbau langfristiger Unausgeglichenheiten
    2. In Balance Sheet Recession werden Schulden abgebaut, kein Wirtschaftswachstum mehr, kein Anstieg des Ratios
    3. Im Fiat System zunächst keine Auswirkungen
    4. kein unnötig kompliziertes Trompetenmuster
    5. Ab dem ersten Problem im Fiat-System (1929), Keynesianisches Gegensteuern ohne automatischen Ausgleich, dadurch Aufbau langfristiger Unausgeglichenheiten mit abschließenden größeren Crashs -> das Ratio bleibt symmetrisch, die Amplitude erhöht sich


    Fazit wäre dann:
    1. Goldpreis im Verhältnis zu CPI zu teuer ($1150 vs $900?)
    2. Goldpreis muß sich am Finanzmarkt orientieren, dort ist er zu billig, quasi das geringste Übel
    3. 2000-2013 Fall des Ratios von ca. 48 auf ca. 8, 2013-2015/16 Anstieg auf 16 -> 2015/2016-2030? Fall von 15 auf 3? Wäre eine symmetrische ABC Korrektur.
    4. Fairer Dow vs. CPI 10000-11000


    Mögliches Szenario wäre dann
    1. Anleihecrash 2015-2017?
    2. Umschichtung von Anleihen in Aktien, dadurch Dow 24000, eher deflationäre Phase
    3. Dann Gleichbleiben des Dow bis 2030, gleichzeitig 5-6% Preissteigerung, 2030 wäre der Dow dann bei 24000 fair bewertet
    4. Gleichzeitig Goldpreis Anstieg auf $8000, worst case (fair value) $2000.
    5. Alternativ keine Preissteigerungen, dafür Fall des Dow bis 2030 auf 10500, Goldpreis auf $3500, worst case (fair value) $875, nach 15 Jahren NullInflation und ca. 60% Aktienmarktverfall immer noch besser als so ziemlich alles andere


    Dann kämen alle Ratios bis 2030 wieder auf historische Durchschnitte. Auf jeden Fall etwas das ich im Hinterkopf behalten werde.


    Gruß
    S.

    Eine Überlegung zum fairen Preis von Gold...


    Man nehme das Dow/Gold Ratio. Warum funktioniert das so gut? Weil der Dow ein Kursindex ist, ohne Dividendenberücksichtigung. Er spiegelt quasi den Marktpreis von Produktivmitteln wider. Ca. die Hälfte der Gewinne wird intern investiert, für "Wachstum", in Wirklichkeit aber um obsolete Anlegen zu ersetzen und auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben. Damit partizipieren die Produktivmittel voll am Produktivitätswachstum der Wirtschaft, langfristig real ca. 1.5%. Die andere Hälfte wird als Dividende ausgezahlt.
    Macht real 1.5% Kurssteigerung pro Jahr und 5%, nach Steuern vielleicht 3.5%, an Dividenden.


    Gold degegen steigt real nicht, stabil zu Warenpreisen. Gold würde auch um diese 1.5% steigen, wenn es keine Neuförderung gäbe. Meine These ist schon seit Jahren, daß die jährliche Goldproduktion geteilt durch den Weltgoldbestand dem weltweiten Produktivitätswachstum entspricht.


    Nehmen wir folgende Grafik:
    http://bullmarketthinking.com/…03/dow-ratio-chart-21.jpg
    und beachten wir mal die roten, sehr gewagten Markierungen nicht. Nur die grüne Linie.


    Faires Ratio war im Jahr 2000 ca. 18, jetzt ca. 22. Doch Stopp, stimmt das überhaupt?


    Nein. Das Problem ist, daß das ganze nur solange funktioniert solange das oben beschriebene Modell funktioniert. Leider ist das nicht immer der Fall:
    -1929-37: Balance Sheet recession nach Koo, in dieser Zeit wurden Schulden zurückgezahlt, es fand aber kein Produktivitätswachstum statt. Damit müßte das Dow/Gold Ratio über diesen Zeitraum konstant geblieben sein (Grafik zeigt Anstieg von ca. 4 auf 6)
    -1995-2015: Entnahmen aus dem reinvestierten Kapital durch Finanzsektor und gierige Manager, m.E. kein Wachstum mehr
    -2015-2030: die große Deflation? Wie in Japan? Schulden abtragen, wieder kein Produktivitätswachstum.


    Demnach wäre das faire Dow/Gold Ratio im Jahr 2000 bei 12 gewesen und nicht 18. Und es läge immer noch bei 12 und wird es wahrscheinlich auch bis 2030 bleiben.


    Und oh Wunder: ca. 1970 hätte es bei bei 6 gelegen. Diese Trompetenformation ist dann absoluter Schwachsinn (stattdessen verläuft die grüne Linie nach 1945/50 einfach mit einem Versatz 1/3 tiefer weiter). Der Zyklus mit dem Tief im Ratio 1980 wäre dann keine Jahrhundertanomalie gewesen, sondern voll gültiger Tiefpunkt, das Hoch im Jahr 2000 symmetrisches Hoch zu 1966. Geht man von einem symmetrischen Tief zum Tief 1980 aus, und von 48 im Jahr 2000 realem Ratio = 4x das faire Ratio, dann könnten wir als Tief 1/4 vom fairen Ratio, also 3 erwarten.


    Also ist realwirtschaftlich betrachtet doch noch deutliches Abwärtspotential gegeben. In einer volatilen Phase (Zinswende, Anleihecrash?) Ratio 3, dann mehrere Jahrzehnte Schwankungen um 12 herum.


    Das ist die Spekulation, Potential bis $6000.


    Fair Value wäre m.E. dann $1500 bei einem Dow von 18000.


    Wahrscheinlich müßte man für die Zeit um den Bürgerkrieg 1860-65 (auch damals wirtschaftliche Probleme) ebenfalls eine Korrektur durchführen...


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    Lonmin produziert ja neben Platin noch Palladium und Rhodium... den vollen Platinpreis erhalten sie also nicht für ihre PGM Produktion.


    Ich denke die cash costs pro Unze liegen bei R10500. Was immer davon auch in der Bilanz übrigbleibt.


    Lonmin hilft vor allem ein fallender Rand. Ölpreis praktisch gar nicht.


    TGM hatte ich mir angesehen, ich finde aber Troy besser, GSS eigentlich auch. Was mich da stört sind die hohen Royalties und vor allem die sehr hohen Schulden. Die market cap ist für GSS ein Witz.


    Die Minen sehen irgendwie nach Boden aus, der Goldpreis so gar nicht. Ich lasse mich überraschen. Evtl. erleben wir ja den Preisrückgang auf $900 auch nur relativ zu Aktien. Wenn Aktien bis 2017/18 nochmal zulegen sollten und der Goldpreis so bleibt wo er jetzt ist, dürften die Minen aufgrund steigender Margen genauso gut oder besser als Standardaktien performen.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    Lonmin ist derzeit deutlich cash flow negativ, netto haben die aber nicht soviele Schulden (ich meine es wären so um die $250 mio herum, net debt wirklich als Schulden, nicht so wie ich es immer berechne). Trotzdem werden die Schulden sinken im 2. HJ, da man Schwierigkeiten mit der Raffinierung hatte und dort 200000 ozs zusätzlich in der Pipeline stecken.


    Trotzdem ist es einen Kauf wert...


    -Platinpreis unter Goldpreis, das kommt selten vor
    -Lohnerhöhungen schon durch, im Goldsektor wird darüber noch verhandelt
    -BEE 26% schon durch, kommt bei den Goldminen noch
    -Glencore hat seinen Anteil, ich meine es wären 26% gewesen, an die Aktionäre ausgeschüttet, = geschenke Aktie mit negativem Bild -> das flog/fliegt zu jedem Preis raus, spinoff Effekt also
    -Sibanye hatte ja mal angekündigt, man könne "problemlos" $1 bn. in Schulden machen, um im Platinsektor zuzukaufen, ob es so kommt sei mal dahingestellt
    -Platin ist im Überangebot, 2018 soll wieder ein deutliches Defizit herrschen (ich habe Prognosen gelesen wonach Platin in den nächsten Jahren auf $1400 gehen soll, Gold auf $900, teile ich nicht, denke aber daß die Richtung so stimmt)


    Man muß dazu sagen, daß ich einen Totalverlust hier auch verkraften könnte.


    Ansonsten habe ich noch deine Teranga im Depot, GSS (endlich Schluß mit sulphides, soll AISC-mäßig auf <$800 sinken) und Troy Resources. September/Oktober soll dort das Projekt in Guyana fertig sein. 1.15 mio ozs und 200-220t ozs Produktion für $75 mio.


    Von den Zahlen her schlagen nur wenige Goldminen Lonmin, gerade in $/produzierter Unze. GSS und Troy halte ich dabei für mit am interessantesten.


    Der Goldpreis sieht schwach aus, Sentiment bei den Minen ist aber total im Keller und die Volumen sind auch nicht mehr hoch.


    M.E. sollte man von einem $900 Goldpreisszenario ausgehen, aber trotzdem nach und nach Minen einsammeln, d.h. niedrige Produktionskosten. Neben diesen billigen Goldminen, von denen es wenige gibt und die meist auch einen Haken haben, ist Lonmin eine gute Wahl, um im Edelmetallbereich zu sein und nicht gleich bei sinkendem Goldpreis allzuhohe Verluste zu machen.


    Gruß
    S.

    So sieht es leider aus woernie.


    Neben Lonmin habe ich heute noch kleinere Positionen Teranga und Golden Star gekauft.


    Ich denke Produktion, niedrige Bewertung und AISC unter $900, eher Richtung $700, scheint der richtige Ansatz zu sein. Dazu am besten noch Explorationspotential, das durch bisherigen Cashmangel nicht genutzt werden konnte.


    Bei Golden Star scheint sich ja viel getan zu haben, genaueres muß ich mir noch ansehen.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel,


    Rußland und China sehe ich gerade als Problem. Irrsinnige Spekulationen wie über 7 Billionen US$ Zuwachs an market cap in einem Jahr, dann so viele margin credits wie nie zuvor in der Geschichte. Alles um Plastikregenschirmhersteller mit KGVs von 2000 zu kaufen.
    Die Konsumenten schrauben jedenfalls aufgrund der Aktienverluste ihre Käufe zurück. Autoabsatz 2015 wird negativ sein. VW verkauft die Hälfte nach China z.B.


    Ich denke von China wird viel Druck auf Rohstoffpreise kommen. Nachdem China ja auch ein wichtiger Nachfrager im Goldbereich ist, sieht es von dort m.E. schlecht aus.
    Andererseits könnte der monetäre Charakter von Gold zum tragen kommen. Die Chinesen haben nach 2000 durch die hohe Inflation sehr negative Erfahrungen mit Sparprodukten gemacht. Aktien sind nun auch verbrannt. Der Staat wiederum dürfte auch finanzielle Probleme bekommen, hält aber 1.3 Billionen US$ in Treasuries.


    Mir scheint es so als wäre nun der Zug abgefahren. Nur die Richtung ist noch unklar. Im Verlauf des Jahres wird er an Geschwindigkeit zulegen.


    Nach meinen 55000 Lonmins heute werde ich auch noch etwas Goldjuniors kaufen. Noch in der Erwartung fallender Kurse, aber man weiß ja nie...


    Gruß
    S.

    gutso


    Aber natürlich ist Gold keine Anlage, da eben keine Rendite. Wenn ich Gold langfristig halte, werde ich nicht reicher. Nenne es Spekulation, Währungsspekulation vielleicht.


    Gold bleibt langfristig stabil relativ zu Warenpreisen, das war es auch schon. Reich wird man damit mit Sicherheit nicht.


    Ich denke die Supermarktpreise sind heute so 50-70% höher als vor 15 Jahren. Damals stand Gold bei 300 Euro. Heute wären es so 500-550. Dann noch berücksichtigen , das Gold damals deutlich unterbewertet war und man kommt auf einen vernünftigen, realen Preis.


    Auch im Goldstandard haben Warenpreise im übrigen um den Faktor 3 geschwankt. D.h. der Goldpreis kann auch mal 50% discount oder Aufschlag haben. Spielt langfristig alles keine Rolle, über Jahrzehnte entspricht so etwas 1,x%.


    Gegen richtige Anlagen sieht so etwas sehr schlecht aus. Richtige Anlagen wie z.B. Aktien als Derivat von Produktionsmitteln. Da hatte man langfristig eine interne Rendite von 10% wovon 5% ausgezahlt wurden und 5% reinvestiert wurden. Die Reinvestitionen dienten zu 3.5% dem Inflationsausgleich und Ersatz von obsoleten Anlagen, 1.5% waren Produktivitätswachstum. D.h.nach Inflation bringen Produktionsmittel seit ca. 200 Jahren 1.5% Wertsteigerung, auch gegenüber Warenpreisen und Gold, sowie 5% Ausschüttung zum Verbrauch, die berühmten 6-7% reale Rendite.


    Leider ein permanenter Ritt auf dem Vulkan, denn wenn es nicht min. 20-30 Jahre Stabilität gibt, ist das Kapital weg. Oktoberrevolution z.B.


    Und das ist eben das Problem, wo gibt es denn noch Stabilität?


    Auch meine Pachinko Werte sind keine Anlagen, entweder Cash oder Land.


    Gruß
    S.

    Hallo Rhein-Main-Gebiet,


    ist denn Harmony wirklich billig? Viele Reserven, vor allem Resourcen, teilweise noch nicht einmal exploriert. Da müßte man nur noch drillen und 40-50 Millionen neue Unzen kämen dazu. Nur ist das alles nicht rentabel, ein Schacht kostet mal schnell 1 Mrd. US$


    Firmen wie Sibanye, Anglogold oder Harmony leben mit 10-20 Schächten also von der Substanz, die Replacement Kosten wären ein Mehrfaches der heutigen market caps.


    Trotzdem: Harmony hat die schlechtesten Reserven, die höchsten Kosten.


    US$ 520 mio market cap. Kosten pro Unze angeblich $1250, nach meinen Berechnungen (= was unterm Strich in der Bilanz ankommt) wesentlich mehr. Reserven 50 mio Unzen, Produktion 1.15 mio Unzen. Von den Reserven sind 20 mio. in derzeit betriebenen Minen, der Rest in tailings bzw. Papua Neuguinea. Macht also $62 pro Reserveunze, ca. $1100/jährlich produzierter Unze. Auf Schulden gehe ich nicht ein.


    Ich habe die Sibanye zahlen nicht mehr im Kopf, dürfte aber ähnlich aussehen mit dem Unterschied, daß bei Sibanye die Kosten erheblich niedriger sind.


    Auf der sicheren Seite ist man in Südafrika wohl nur mit Gold Fields, $2000/produzierter Unze und weniger Probleme mit Gewerkschaften.


    Worauf ich hinaus möchte ist, daß eigentlich alle Minen ähnliche Probleme haben. Die Gewinnexplosion, auf die wir 2000 gehofft hatten, ist gekommen. Nur nicht bei den Minen sondern bei Staaten (Steuern, royalties), Arbeitern (Lohnerhöhungen um mehrere hundert Prozent) etc. Bei einer normalen Entwicklung, wenn die Gewinne wirklich zu den Aktionären durchgekommen wären, hätten wir 2013 das doppelte im KGV und vielleicht das 3-fache bei den Gewinnen gesehen, XAU und HUI hätten beim sechsfachen Stand liegen können. M.E. wurden die Goldmineninvestoren damals um die Früchte der Hausse regelrecht betrogen und verbleiben nun mit irrationalen Vorstellungen wie daß die Minen bei zurückgehendem Goldpreis weniger stark fallen müssten.


    Warum soll denn der Goldpreis bis 2016 nicht auf unter $900 sinken? Auch wenn solche Vorhersagen aufgrund des heutigen Umfelds alles andere als sicher sind, m.E. ist es aber das wahrscheinlichste Szenario. Das andere Szenrario wäre eine Preissteigerung aufgrund externer Faktoren, wo es dann keine Rolle spielen würde ob man Gold, Platin, Silber oder sonstwas gekauft hätte.


    Von den Minen spricht mich derzeit keine so richtig an, im speziellen steht Südafrika vor gravierenden Problemen aufgrund der Gehaltsverhandlungen. Entweder langer Streik oder zu hohe Kosten und langsames Verbluten. Den Goldpreis steuern können die Minen nicht.


    Wenn ich mich dagegen im Platinsektor umsehe:
    -Lohnsteigerungen, über die im Goldsektor verhandelt wird, sind längst durch
    -Platinpreis $1030, impliziert schon längst einen Goldpreis bei ca. $900
    -keine 170000t Bestand vs 2600t Produktion, im Platinbereich gibt es weniger Bestand und jeder Produzent hat erheblichen Anteil ander Weltproduktion, Raffinierung des Endprodukts ist kompliziert und keinesfalls von illegalen Mineuren zu machen -> die Gesellschaften haben wenigstens zu einem kleinen Teil Einfluß auf den Preis


    Eine Lonmin gibt es für $700 mio. Vor gar nicht mal sovielen Jahren wurden nach $10 Mrd. Übernahmepreis als zu gering abgelehnt... M.E. ein weit besseres Investment als jede größere Goldmine.


    Dann gibt es im Goldsektor ja noch die Zwerge. Einige haben geringere Kosten als die üblichen $1000-$1000. Ich habe da z.B. einen im Auge, $75 mio market cap, 1.18 mio Unzen "Reserven" (davon die Hälfte nicht ausgewiesen, aber im Abbauplan enthalten), 130000 Unzen Produktion, durch neue Mine bald 220000 Unzen. $64/reserve ounce, $340/jährlich produzierter Unze, das läßt sich schon besser sehen.
    Und vor allem: produzierende Zwerge ersetzen meist ihre abgebauten Reserven die Exploration.


    Der Goldsektor ist also trotz aller Probleme zumindest interessant, eine Basis für langfristige Anlagen sollte man sich dazu parallel aufbauen, ich habe mich ja wie bekannt für den auch langsam schwächelnden Pachinko Sektor entschieden:
    -6419 (Mars Engineering, Pachinko Kugel Dispenser, steht neben jeder Pachinko Maschine), KGV 10, ca. 90-95% der market cap net cash
    -6257 (Fuji Shoji); KGV 8, 130% der market cap net cash
    -6417 (Sankyo), KGV 40-50, 75-80% der market cap in net cash
    -6412 (Heiwa), KGV ca. 8-9, kein net cash dafür 125 Golfplätze mit je ca. 40ha
    -6889 (Hong Kong stock code, Dynam Holdings), Pachinko Kette mit hoher Dividendenrendite, die aber bald gekürzt werden dürfte nach jüngstem Gewinnrückgang. Wachstumspotential durch neue Filialen, dafür versteckte Schulden wegen land leases
    Alles in einem Land, dessen REER Wechselkurs inzwischen tiefer liegt als 1982.


    Früher oder später werden die Zinsen steigen, noch sparen die Arbeiter der westlichen Welt fürs Alter, aber schon viel weniger als früher. Die Nettoentnahmen in spätestens wenigen Jahren werden für Kapitalvernichtungen und damit höheren Realzinsen führen. D.h. geringere Immobilienpreise (multiples), geringere KGVs bei Aktien. Kurseinbrüche bei Anleihen. Cash gibt es de facto für Großanleger nicht. Kontostände sind Schulden der Banken und Bargeld ist unpraktikabel. Der Cashcharakter von Gold bei steigenden Zinsen läßt mich wenigstens langfristig hoffen.


    Gruß
    S.

    Hallo zusammen,
    da ich ja im letzten Jahr meine Sibanye Aktien verkauft hatte, bin ich vom dümpelnden Rückgang der Minenkurse nicht erwischt worden.


    Edel hat schon Recht, für langfristige Anlagen sind weder Minen noch Gold geeignet. Minen wegen des Kapitalbedarfs, Gold da es keine Rendite bringt.


    Man muß auch sagen, daß mein Sibanye Investment aufgrund fehlender Gegenhedges nicht so gut gelaufen ist. Man stelle sich vor man hätte 2013 Harmony geshortet.


    M.E. ist der durch die Verbraucherpreisinflation gerechtfertigte Goldpreis immer noch bei unter 900 US$, da ist noch mehr nach unten drin. Gold ist zuletzt gegenüber Silber und Platin sehr sehr teuer.


    Kommt es zu einer einem Abtaucher des Goldpreis, dann war es das mit vielen Minen. Heute sind die Margen vielmals kleiner als 1999/2000, dafür haben die Minen keine hedges mehr und die Steuern und staatlichen Royalties sind extrem hoch. Evtl. senken viele Staaten ihre Royalties auch wenn der Goldpreis unter $1000 gehen sollte.


    M.E. ist vor allem der Crash in China ein game changer. M.E. wird es für China weit schlimmer kommen als die Initialphase von 1929 = -50%. +7 Billionen US$ market cap, 80% der urbanen Haushalte mit je 30% ihrer liquiden Mittel, die größte margin position in der Geschichte der Finanzmärkte... m.E. ist damit das Wachstum in China Geschichte. Rohstoffpreise wie z.B. für Kupfer haben unendlich viel Abwärtspotential, da Nettoverbrauch fast nur bei neuer Infrastruktur entsteht.
    Für Gold wird das auch sehr negativ sein. Ich habe die Hoffnung, daß Chinas Zuversicht in die Parteibonzen inzwischen so gesunken ist, daß statt des jetzt eigentlich zu erwartenden deflationären Angstsparens wie in Japan evtl. eine Umschichtung in Gold erfolgt. Nur eine Hoffnung.


    Ich persönlich habe jetzt zum ersten mal seit vielen Monaten wieder Kauforders für Minen gegeben. Zum einen in Australien, zum anderen im Platinsektor.


    Aus meinen jap. net-nets erhalte ich aber auch genug Dividenden, um eine evtl. Abwärtsbewegung des Goldpreis in die 800er Bereiche durchzustehen.


    Gruß
    S.

    Aktuell wird ja schon wieder verhandelt, akut wird es aber erst August bis September.


    Die Einstiegsgehälter im Goldsektor sind bei 5700 Rand. Gold Fields verhandelt nicht mehr in der Chamber of Mines und hat die Einstiegsgehälter auf 9000 Rand erhöht - über 3 Jahre verteilt. Dazu kommen noch 7000 Rand sonstige benefits pro Angestelltem. Die normalen Gehälter erhöht Gold Fields um 9% pro Jahr über 3 Jahre.
    NUM fordert nun 85%, AMCU 120% bei den Einstiegsgehältern, beides über dem GFI Abschluss.
    Im Platinsektor hat AMCU den mehrmonatigen Streik letzten Endes gewonnen mit 12500 Rand, auch hier die Erhöhung über mehrere Jahre.
    Vor diesem Hintergrund sehe ich nicht warum die Gewerkschaften einlenken sollten. Wahrscheinlich sind 7% Kostensteigerung pro Jahr so daß die AISC 2018 bei über 1300 liegen dürften.


    Das eigentliche Problem ist, daß die Gewerkschaften bei einem Streik erstmal besiegt werden müßten, so ein Streik wird aber sehr lange und blutig sein, vor allem da AMCU sich selbst als Mehrheitsgewerkschaft sieht, die offiziellen Zahlen aber 54% NUM, 29% AMCU ausweisen. D.h. ein Streit zwischen den Gewerkschaften spielt auch noch rein.


    Und bald wird auch der Marikana Report veröffentlicht. Man kann streiten, aber bei wohl min. 17 Toten kann man nur von Mord sprechen, dieser Report wird den Minen sehr schaden.


    Dazu kommt die 26% BEE Verpflichtung. Erfüllt derzeit keine Goldmine. M.E. sollten 26% preferred shares nicht übertragbar an die schwarzen Angestellten ausgegeben werden, so hat man labour problem und BEE gelöst.


    Gruß,
    S.