Beiträge von Saccard

    Zu Troy:


    Neben der PEA, einigermaßen erfreulich aber mit unsicherer Finanzierung, hat sich auch für Casposo etwas neues ergeben:
    Die Produktion läuft nun besser und je tiefer man Untertage vorankommt, desto höher werden die grades. 20 g/t ca., man muß aber sagen daß Casposo jetzt ein Silbermine ist. 7 g/t Gold und 600-700 g/t Silber.


    Andorinhas wird langsam abgewickelt, ist für die Bewertung kaum noch interessant.


    Langfristig hat Troy in Guyana erhebliches Explorationspotential. Das land package ist um ein mehrfaches größer als bei GUY.


    Troy bleibt also sehr gut und interessant, einer der wenigen Werte die ich mir kaufen würde, aber ich sehe nicht ein für eine 1 oder 2% Position soviel Research zu betreiben.


    Gruß
    S.

    Die Kritik an den Bedingungen in südafrikanischen Bergwerken wäre vor 10 Jahren gerechtfertigt gewesen, inzwischen klingt es doch sehr absurd.


    In welchem anderen Gebiet gibt es illegale "Bergleute", die sich zutritt verschaffen und Feuer auslösen?
    Wo gibt es 4000m tiefe Minen?
    Wo gibt es sonst vorsätzliche Sabotage wie Feuer legen (Beatrix Nr. 4, danach stillgelegt) und Manipulation von Gleisen, um unterirdische Entgleisungen herbeizuführen (jüngst in Driefontein).
    Außerdem gibt es noch jede Menge Schrott-Minen, die von politisch vernetzten Personen betrieben werden. Dort liegen die Sicherheitsbedingungen um Größenordnungen hinter denenen der börsennotierten Gesellschaften. Die Löhne betragen nur einen Bruchteil.


    Man darf auch nicht vergessen, daß Südafrika Minen nicht mechanisiert sind. Wenn 10 oder 15 mal soviele Personen einfach vor Ort sind, dann ist eben viel mehr Angriffsfläche für Katastrophen da. Bei mehreren hundert tausenden Arbeitern unter Tage sind auch viele Opfer zu erwarten.


    Man muß sich nichts vormachen, die Arbeit unter Tage bleibt gefährlich . Dafür verdient ein Arbeiter dort ja auch trotz fehlender Ausbildung - viele können nur begrenzt Lesen oder Schreiben - m ehr als ein Lehrer in Südafrika. Und da die Rahmenbedingungen schlechter sind, kann die Sicherheit selbst bei besten Anstrengungen nicht niedriger werden als z.B. in Australien oder Kanada.


    Klar ist, daß bei so einem Unglück wie in Doornkop, das schwerste seit 5 Jahren, die Mine komplett geschlossen wird. D.h. die Arbeitgeber unternehmen alles, damit keine Unglücksfälle eintreten, da ihr ökonomischer Schaden durch die Schließung extrem ist.


    Erfreuliche Fakten sind jedenfalls, daß langfristig die Zahl der tödlichen Unfälle pro Jahr um 4-5% zurückgeht.


    So liegt z.B. die "number of occupational injuries and lost day injury frequency rate" (LDIFR) bei Sibanye bei 6.47 (2013). Der australische Standard liegt bei 5.


    Vor 10 Jahren hatte Sibanye noch einen Wert von über 15, also drei mal so hoch wie in Australien. In Anbetracht der o.g. Umstände sehe ich 6.47 vs 5 in Australien als nicht mehr statistisch unsicherer an.


    Es ist also schon das bestmögliche getan. um die Unfälle zu verhindern. Einzelne Unternehmen mögen schlechtere Sicherheitsstandards haben, in der Gesamtheit können Unglücksfälle nur noch durch weitere Verminderung der eingesetzten Zahl von Arbeitern verringert werden.


    Wer erfahren möchte, was eine wirkliche Ktastrophe im Minensektor gewesen wäre (mehrere Tausend Tote bei einer Katastrophe wären es gewesen):
    http://www.saimm.co.za/Journal/v069n09p421.pdf


    Gruß
    S.

    Wenn man schon Ted Butler liest... Zeitvergeudung. Deflationäre Zeiten = Gold:Silber auf ca. 100, inflationäre Zeiten = Gold:Silber auf ca. 30


    Wer will kann überschüssiges Geld gedanklich für immer vernichten und sich hinlegen falls man es mal benötigt. Ist vielleicht sogar besser als Gold für diesen Zweck. Ansonsten mag ich Silberminen nicht so sehr, weil die Bewertungen eigentlich immer höher waren als im Goldsektor.


    Vor allem aber: aus Silber ETFs hat es nicht diese massiven Abflüsse gegeben wie beim Gold, da könnte noch was kommen.


    Komisch: mal kollabiert JP Morgan, weil sie gar nicht das Silber haben was sie verkaufen. Dann wieder horten sie es, um den Markt zu cornern. Was denn nun?
    6000t = 100t Gold eq., Sibanye hat ca. 10000t Ressourcen.


    Ich denke Warren Buffett hat es damals beim Silber perfekt gemacht.


    Übrigens denke ich nicht, daß es "morgen" einen Crash gibt. Da teilweise das Sentiment schon schlecht ist, könnte nochmal eine Gegenbewegung für Risk On (=Euro, Aktien, EM Währungen) kommen. Ich denke aber nicht, daß neue Hochs kommen.


    Gruß
    S.

    Ich glaube in Japan wären Börsengewinne früher sogar de facto steuerfrei.


    Soweit ich weiß gabes nämlich eine Wahloption ob man versteuert oder einen Pauschalbetrag des Verkaufserlöses (Gesamtsumme, nicht Gewinn) bezahlt.


    Mache ich Verluste, rechne ich mit meiner normalen Einkommensteuer gegen. Mache ich 50% Plus wähle ich die Pauschaloption und zahle 1% auf alles (also 3% von den 50% Gewinn).


    In der Summe zahlte man also nicht nur keine Steuer auf Aktiengewinne, sondern bekam sogar noch zur Belohnung Nachlässe auf seine anderen Steuern.


    http://en.wikipedia.org/wiki/Capital_gains_tax#Japan


    Wir in Deutschland, mit den höchsten Steuern der Welt - neben Belgien - sind schon immer die Verarschten gewesen. 25% Kapitalertragssteuer


    Realität:
    11 cent Dividende.
    -15% US-Steuer
    -10% verbleibende Abgeltungssteuer in Deutschland
    - 0.55% Soli
    -13.6% (1.5 cent) Spesen aus ADR Programm
    -27% Zinsen (wenn man 20% beliehen hat)
    ---
    33% verbleiben netto.


    Je nach Beleihungsgrad können die Steuern sogar noch höher ausfallen, effektiv auch über 100% gehen.


    Aber weg von den Steuern:
    Nach dem Hoch von 3% bei US-10-jährigen hat pünklich ab 1.1. ein Rückgang der Renditen um 10% eingesetzt. Der Yen ist ebenfalls seitdem wieder gestiegen. Genau wie Gold. Ganz abseits von allen kopfzermaternden Überlegungen stelle ich einfach mal fest, daß Gold, Anleihen und Yen die "guten" assets sind. Dow, Euro und wohl auch Öl und Silber sind die "schlechten". So einfach kann es sein.


    Ich werde jedenfalls keine Gold-Shorts zur Absicherung von Sibanye einsetzen wie ich es überlegt hatte. Wenn es morgen einen 20% Crash gäbe, steht mit diesen Januardaten die Chance gut, daß Gold, Anleihen und Yen danach höher stehen, also im Gegenteil sogar Crashgewinner sind. Mit Minen würde man dreifach gewinnen: Minen vs Gold höher, Gold vs US$ höher, US$ vs Euro höher.


    Gruß
    S.

    Nein, er hat nur das bulk mining in Frage gestellt.


    "Farquharson disagrees. In a confusing twist, it turns out he too expected 4,000 oz. from the bulk sample – but only because Pretium stumbled on an unknown vein while mining the sample. Such stumblings being unreliable, he says the problem is not with the bulk sample but with the rest of the deposit, where he is certain the grade is nothing close to 16 grams gold."


    Hätte Pretium das bulk Sample 60 m weiter westlich durchgeführt wäre das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit bei 1250 ozs statt 6000 gelegen.


    Jedenfalls stammen 90% der Goldausbeute des bulk sample aus Cleopatra. Wäre ich davon ausgegangen, daß Strathcona mit obiger Aussage Recht hätte, dann hätte ich die Verteilung in etwa so angesetzt.


    Den Pretium Aussagen folgend hätte ich max. 70%, vielleicht 75% aus Cleopatra erwartet.


    Bulk mining für Brucejack steht m.E. nach wie vor auf der Kippe. Die Aussage, daß man keine Reserven hat bezieht sich nur auf das Modell: falsches Modell = keine ausweisbaren Reserven.


    Außerdem finde ich die Pretium Aussagen bezüglich des Sample tower sehr irreführend und ablenkend. 1.6 g/t vs 4 g/t ist prozentual die größte Differenz aller cross-cuts, man hat also selektiv das für Strathcona schlechteste Beispiel herausgegriffen. Tatsächlich lag der sample tower teilweise mit 80g/t for 615E deutlich über den Erzgraden dort. Alle Samples zusammen wahrscheinlich 10-30% daneben.


    Vor allem aber geht es ja beim bulk simple um die Sache: ich möchte mein Modell validieren. Die lateral drifts wären sehr sehr wichtig gewesen. Man hat keinen einzigen nicht von Cleopatra Erz beeinflussten. Da hätte ich lieber aus jedem cross-cut etwas aus dem bulk sample herausgehalten und dafür doch noch die lateral drifts gemacht.


    Irgendwie hat Strathcona sehr unglückliche Aussagen gemacht und das Pretium Management hat darauf z.T. emotional reagiert. Ein Projekt ist wie ein Kind, auf das man nichts kommen läßt.


    Ich denke mal am 12. werden Leute, die mehr Ahnung als wir haben, viele Fragen stellen, dann sollte man auf den Kurs achten und eher dem Trend folgen, der sich dann ergibt: Fakt ist, daß JEDER Major interessiert ist und wohl über Strohmänner evtl. Fragen stellen läßt. Man sollte also mal reinhören uns spekulieren wer hinter Fragen stehen könnte und ob eine baldige Übernahme möglich ist.


    Gruß
    S.

    Also ich rate von Pretium jetzt doch stärker ab.


    1. Die Ergebnisse der nicht-Cleo beeinflussten cross-cuts sind viel schlechter als erwartet. 4 g/t von 585E kannten wir ja schon, ich hätte zumindest mehr erwartet als 4.4 g/t und 2.3 g/t
    2. Ob man nun den Cleo Vein Bereich ausschließen muß? Ich denke nicht. trotzdem riskant, da 90% des bulk sample Golds vom Cleo Wein stammen
    3. Wirklich interessant wären weitere lateral drifte gewesen, die ja im ursprünglichen bulk Sample geplant waren. Die hat man dann ausgelassen, da schon genug Tonnage vorhanden war. Ich hätte lieber die lateral drifts gesehen und dafür Material aus den cross-cuts reduziert
    4. Beim Material ist definitiv ein biss festzustellen: Es wurde tendenziell darauf geachtet, möglichst viel Material aus den 615E und L Bereichen zu verwenden.


    Wieso mußte man mit detaillierten Ergebnissen überhaupt bis jetzt warten? Ehrlich gesagt klingt jetzt Strathconas Aussage doch passender zu diesen Ergebnissen.


    Pretium bleibt ein schwieriger Fall, seid euch über die Risiken im klaren! Andererseits wären sie auch nicht so billig, wenn es keine Unsicherheiten geben würde.


    Ich lasse definitiv meine Finger davon. Wer investieren möchte, sollte sich schonmal den 12. vormerken. Pretium macht deine eine Fragestunde zu den Ergebnissen.


    Jedenfalls public relations mäßig haben die alles perfekt gemacht. Diese Ergebnisse hätten im letzten Jahr veröffentlicht den Kurs ins Bodenlose stürzen lassen.


    Gruß
    S.

    Gold Fields wird in Australien gerade in einen title dispute bezüglich St. Ives verstrickt. Das wäre noch die Krönung, dann kann Australien gleich einpacken wenn so etwas Erfolg hätte.


    Alleine schon wenn man sich Newmonts Tanami (Northern Territories) ansieht: geologisch sehr gut, aber dort machen die Eingeborenen einem auch das Leben zur Hölle.


    Schade, Australien war ganz früher mein Favorit. Derzeit sind von Newmonts 6 mio ozs Produktion 3.3 aus ehemaligen Normandy Minen, also australischen Ursprungs. Wenn man in die Tiefe exploriert, sollte Australien noch gewaltiges Potential haben.


    Gruß
    S.

    Evtl. heute capitulation bei Newmont, das Volumen spricht für einen finalen Ausverkauf, der jetzt gerade stattfindet. Fundamental sieht es wirklich nicht gut aus, aber die Produktionszahlen überzeugen. Newmont hat nicht so viele Schulden wie Barrick und bestimmt noch einige Asse im Ärmel in Punkto Kostensenkungen.


    Gruß
    S.

    Ja, kannte ich schon, weil ja aus einer Sibanye Präsentation. Der Rand hat dann doch für etwas Veränderung gesorgt. Außerdem ebtrachte ich die Kosten lieber auf cash-flow Basis. Als owas bleibt unterm Strich wirklich über. Bei vielen Expansionsprojekten kommen Unternehmen bei dieser Betrachtung natürlich schlechter davon.


    Gold Fields expandiert derzeit immer noch mit dem South Deep Projekt. Wenn das planmäßig läuft, kommen die Kosten schon nopch gewaltig runter. Ich vergesse das immer ganz gerne.


    Man muß mal sehen was die neuen Projekte von Sibanye bringen. Am West Rand kann ich bei 30 oder 40 Grad Gefälle der Reefs keine Maschinen einsetzen. Die Reefs der neuen Projekte sind vielleicht horizontal genug, um dort ähnlich vorzugehen wie Gold Fields es bei South Deep macht.


    Man arbeitet eben immer mit Momentaufnahmen, muß viel herumrätseln etc.


    Gruß
    S.

    Ein schlechter Witz? Französische Variante auf Sedar, englische nicht. Was soll man davon halten?


    EDIT: Jetzt ist der Report auch über die englische Sedar Seite verfügbar. Resultate:


    555E = 4.4 g/t
    645E = 2.3 g/t
    585E = 4 g/t
    615E = 39.4 g/t
    615L = 25.5 g/t


    Damit haben alle nicht-Cleopatra Vein crosscuts folgendes Ergebnis:
    5460t (=53% des bulk sample)
    3.5 g/t


    Beim sample tower haben diese "schlechten" cross-cuts noch 56% ausgemacht. Bei der Mill angekommen waren es nur noch 53%. Auch vom ursprünglichen bulk sample Plan für die genutzten cross-cuts ist man abgewichen (60%) und auch die weiteren lateralen drifts hat man nicht mehr gemacht (limit 10000t). Beim ursprünglichen bulk sample Plan wären ca. 65% aus den anderen cross-cuts / lateral drifts gekommen.


    Außerdem bestätigen die mill results die sample tower estimates. Das von Pretium herausgegriffene Beispiel beim ersten Resultat des bulk sample (Strathconas sample tower 1.6 g/t vs 4.4 g/t mill) ist die größte Abweichung von allen Vergleichen. Alle anderen cross-cuts liegen weit besser zusammen, mal liegt der sample tower unter dem mill Resultat mal darüber.


    Gruß
    S.

    Inzwischen ist Colossus delisted, umso mehr ein Grund um über Fehler nachzudenken. Schon seit einiger Zeit habe ich in meinem Depot eine virtuelle Royalty von 5%: 5% aller Nettodividenden verschenke ich. Mein Colossus fehler hat mich zwar "nur" 1.x% meines Depots gekostet, aber wenn darunter andere Menschen leiden müssen ist es natürlich schade. Vielleicht erhöhe ich die Verschenkungsroyalty auf 6%, mal sehen.


    Ansonsten steht auf dem Fahrplan bald wieder ein Ausflug in die Tabakbranche (hyperinflationssicher da nicht kapitalintensiv und Preiserhöhungsmöglichkeiten). Nachdem Aktien nun das Top Anfang Januar (Dow) und Mitte Januar (S&P) gemacht haben, hoffe ich in ca. 1-2 Jahren auf gute Kaufchancen im Bereich analoge Chiptechnik: Analog Devices, Linear Technology. Evtl. auch Texas Instruments oder gar St. Micro.


    Im Goldsektor interessiert mich derzeit nicht viel. Problembelastete Werte wie z.B. Golden Star (Sulphides) werde ich mir nicht antun. Ansonsten schaue ich immer wal wieder bei Newmont, Anglogold und Troy Resources vorbei.


    In Japan habe ich Glücksspiel-Werte (Fuji Shoji, Sammy, Heiwa) auf der Liste, sollten relativ Deflationssicher sein. Dann iweder z.B. Accordia Golf (Golfplätze, Absicherung gegen Hyperinflation).


    Gruß
    S.

    Von der Seite spricht wenig für ein ( stark/schnell) fallenden Rand.


    Denke nicht, daß das eine Rolle spielt. 2010 war die Bilanz besser und der Rand hat danach 1/3 gegenüber Euro verloren. Eigentlich hätte sich die Handelsbilanz ja schon längst verbessern müssen.


    Wie sieht es in Südafrika denn mit der Leistungsbilanz aus? Ein toller Export, wenn z.B. Gold exportiert wird (+ in Handelsbilanz) aber danach Dividenden an ausländische Aktionäre gezahlt werden (- in Leistungsbilanz).


    http://www.tradingeconomics.co…ca/current-account-to-gdp
    zeigt - 6.3% des BIP oder -232 Mrd. Rand an


    Das sind aber nur schnell gegooglete Zahlen.


    Und noch eine Überlegung: Seit 2001 hat sich das BIP in US$ vervierfacht. Ist Südafrika wirklich mit knapp 15% pro Jahr gewachsen? Ich denke nicht. Geht man von einem Wachstum der Realwirtschaft von 6% aus, wären Rand Wechselkurse von über 20 zum US$ "drin". Klar war der Rand 2001/2002 massiv unterbewertet. Ich denke nicht, daß es nochmal so billig wird, aber 15 bis 18 wären sehr sehr realistisch. Damit sehe ich einen Goldpreisverfall auf $800 als relativ gut abgesichert an.


    Gruß
    S.

    $300/oz, das sind die Kosten die Gold Fields derzeit mehr hat. All-in. Dabei nicht vergessen, daß all-in costs auch das Wachstum eines Unternehmens beinhaltet. Daher hat Goldcorp z.B. von den majros die höchsten all-in costs, bei den sustaining costs aber einer der billigsten. Wächst Gold Fields? Oder sind die Investitionen nur dafür da, die Reserven zu halten. Open-pit heißt, daß man Reserven schnell ersetzen muß, sonst ist Schluß. In Südafrika kann ich auch 10 Jahre warten...
    Gold Fields ist m.E. neben Barrick mit der am billigsten fördernde Goldproduzent. Die Minen sind so lala. Reserven sind ein Problem. 2/3 der reserven macht South Deep aus. Ein Sonderfall in Südafrika, als einzige Mine mechanisiert und mit normalen Arbeitstagen (35% mehr Arbeitstage als die anderen Südafrika Minen). Tarkwa wird immer älter, Damang - gekauft von Ranger Minerals, die ich früher schon im Depot hatte - ist eher eine schlechte Mine mit zuletzt sehr guten Bohrergebnissen. Die Austral-Minen sind von WMC und zuletzt Barrick gekauft, waren früher schon schlecht und haben nie geliefert. Aber ich denke, daß Gold Fields durchaus profitieren kann, wenn der A$ fallen sollte. Und sie haben nicht solche Schuldenberge wie Newmont oder Barrick.


    Ehrlich gesagt spekuliere ich etwas mit den Newmont Minen. Wenn man sich die heutige Produktion mal ansieht, aus welchen Minen sie stammt, dann wäre Normandy heute wohl ein 2.5-3 mio ozs Produzent oder sogar besser. Die Ghana Minen sind jedenfalls sehr gut. Ich denke auch, daß Ghana / Westafrika und Australien (revival nach fallendem A$) mittelfristig die interessanteren Regionen sind.


    Derzeit aber ganz klar Südafrika. Unterschätzt den Rand nicht. Da waren m.E. drei Faktoren am Werk
    1. Platinexport / Rohstoffe
    2. Goldexport
    3. Michmädchen-Renditejäger


    Bei 25-30% Arbeitslosigkeit ist Südafrika auf Exporte angewiesen. Ich würde die in Goldsektor und sonstige Rohstoffe einteilen. Gold ist auch ein monetäres Metall. Damit kann es als Anlageklasse sowohl in guten als auch schlechten Szenarien outperformen. In guten besser als Rohstoffe / Aktien, in schlechten nur von AAA Anleihen geschlagen. Die Bedeutung des Goldsektors ist für Südafrika derzeit aber bei weitem nicht mehr so wie früher.
    Platin und Rohstoffe sind derzeit viel wichtiger. Insbesondere Platin ist dabei so etwas wie ein doppelter Rohstoff: Durch Recycling ist die Nachfrage in den Industrienationen quasi bei 0. Nei Netto-Automobilneuproduktion für die emerging markets sorgt für Platinnachfrage. Wenn es dort kracht, dann kracht es bei Platin doppelt.
    Das wichtigste aber sind m.E. die Milchmädchen-Investoren, die blind alles mit Rendite gekauft haben. Zu 1% in Japan geliehen, zu 8% in Südafrika angelegt. 7% Rendite. Die Inflationsdifferenz zwischen Südafrika und Japan ist aber in den letzten 10 Jahren im Schnitt über 7% gewesen.
    Südafrikas Rand wurde also über Jahre durch eine künstliche Finanzblase, losgelöst von der realen Wirtschaft, hochgehalten. Mit Lebensmittelpreisen über dem Nievau von Großbritannien. Daher sehe ich die 11 Rand pro Dollar auch nur als Anfang. M.E. kommt da noch viel mehr.


    Ich verstehe auch nicht, warum der Südafrika Abschlag NUR die Minen treffen soll. Alles andere wird genauso gehandelt wie an jedem anderen emerging market Standort. Nur die Minen haben einen Abschlag.


    Sibanye hat derzeit die Kosten gut im Griff. Trotz Schrottminen $920/oz. Schrottminen deshalb, weil 1/3 bis 50% der Arbeitszeit mit unterirdischen Eisenbahnfahrten verbracht wird, nicht mit Arbeit. Und wenn man das gleiche Schichtsystem wie in South Deep einführen würde, könnte die Zahl der Arbeitstage um 35% gesteigert werden. Für Produktionssteigerungen wäre also Potential da, wenn man die Probleme in den Griff bekommt. Trotzdem hat man derzeit von allem Majors die niedrigsten Kosten. Außer dem bei den Resourcen (m+i) Nr. 1 weltweit.


    Wie ihr wißt gehe ich nach wie vor von einem - erstmal - deflationären Kollaps aus. Sibanye ist durch dann weiter fallende Randkurse und Dividendenzahlungen abgesichert. Auch ist man vor Übernahmen wohl sicher, denn wer bietet für südafrikanische Minen? Diese Sicherehit ist mir erstmal wichtiger. Später wird es um Resourcen-/Reservenkonvertierung gehen. Es sind auch Szenarien vorstellbar, in denen der Goldpreis steigt und der Rand fällt. Dann nämlich, wenn Rohstoffe deutlich schlechter laufen als Gold.


    Das Risiko ist natürlich, daß über 30000 Arbeiter auch mal sauer werden können. Ich sehe dabei Südafrika derzeit auf einem ähnlichen Kurs wie Teile Europas und die USA in den 1970ern: Selbstfindungsphase, politische Agitation, Drogen- und Kriminalitätsproblem. Doch diese Phase wird vorbei gehen. 35 Morde je 100000 Einwohner sind viel höher als in Europa, aber schon besser als noch vor 10 oder 15 Jahren. In Mexiko gibt es Gegenden mit 770 Morden je 100000 Einwohner.


    Für mich ist Sibanye eine abgeschlossene Sache: Ich nehme die Dividenden, reinvestiere noch einen kleinen Teil zurück, den größten Teil aber in andere Werte. In Frage kommen NUR Dividendenwerte und Goldwerte.


    Derzeit kaufe ich z.B. keine Tabakhersteller, trotz guter Dividenden. Die sin im KGV jenseits von Gut und Böse. In Japan gibt es noch den einen oder anderen Wert... aber ich denke die kriege ich noch billiger.


    Ich hatte schon gedacht, Sibanye durch Goldshorts zu hedgen. Das werde ich aber nicht machen. Höchstens Aktienshorts. Wenn man einmal Berichte über 1923 liest, merkt man schnell wie unvorhersehbar doch diese turbulenten Zeiten sind. Geldmengen spielen in einer Hyperinflation z.B. keine Rolle. Die Geldmenge ist 1923 immer weiter geschrumpft, bezogen auf die Preise. Die spätere Einführung der Rentenmark bei 1 : 1 Billion hat dann zur Stabilisierung geführt, obwohl die Rentenmark kein gesetzliches Zahlungsmittel war und die Geldmenge - umgerechnet in Reichsmark - vermehrfacht hat. Es baute alles nur noch auf Vertrauen auf. Ich denke daher, daß in den nächsten Jahren, bis 2020/25 die Gefahr einer Hyperinflation so hoch ist wie sie nie mehr in unserem Leben sein wird. Oder eben Deflation. Vielleicht in starken Staaten Deflation, in schwachen Hyperinflation. Wer geschichtlich bewandert ist, wird die Deflation der Hyperinflation vorziehen.


    Auf jeden Fall werden die Chancen kommen. Wer dann Geld hat kann zuschlagen. Meine Vorahnungen zu Newmont haben sich ja zuletzt bestätigt. Die Weigerung, die Reserven mit $1100 statt $1300 zu berechnen hat erstmal zu -10% geführt. Newmont ist beispielhaft für ein stark cashflow-negatives Unternehmen, das sehr gut von anderen Unternehmen verwertet werden könnte. Nevada zu Barrick, Australien zu Newcrest, Ghana zu Gold Fields o.ä, Szenarien. Anglogold wäre ein zweiter Kandidat.


    Bei Sibanye sollte man auf jeden Fall noch den neuen Life Of Mine Plan, der im ersten Quartal veröffetnlicht werden soll, abwarten. Alleine die konsolidierten Reserven inkl. der Zukäufe liegen schon über 20 mio ozs, sollten mit dem neuen Plan also dann nächer bei 30 als bei 20 mio ozs liegen. Wenn zeitgleich der Rand ein Tief macht hätte man sogar eine kurzfristige Verkaufsmöglichkeit. Langfristig liegt man gegenüber Südafrika (=Harmony / Gold Fields) immer noch um Faktor 2 niedriger, gegenüber Newmont oder Barrick und unter Berücksichtigung der niedrigeren Kosten min. um Faktor 5. Das wird nur realisierbar sein, wenn ein Revival des südafrikanischen Goldsektors gelingt.


    Gruß
    S.

    $1050 zu damaligem Wechselkurs.


    R334000/kg = $930/oz bei R11.16/$


    Die annualisierte Produktion liegt im Q4 bei 1.544 mio ozs, ähnlich wie schon im Q3. Aber ich denke, daß die Produktion im Q4 deutlich zurückgegangen sein sollte (Weihnachten / Hochsommer) und nun die ca. 250000 ozs pro Jahr Produktion der Cooke operations enthalten sein sollte. Dazu passt allerdings nicht, daß die Kosten so gefallen sind (Cooke operations haben höhere Kosten als die alten Sibanye Minen). Wäre die Produktion wirklich noch ohne die Cooke operations wäre es natürlich umso positiver.


    Wichtig für uns: R3.50 mindestens in headline earnings.
    D.h. min. 25% = 87 Rand cent Jahresdividende. Davon als Halbjahresdividende schon 37 cent gezahlt = 50 Rand cent pro Aktie Dividende im März.
    Bei R3.60 headline earnings und 35% Auszahlquote sind theoretisch auch 89 Rand cent Dividende drin.


    Bei derzeitigen Wechselkursen jedenfalls 3.3 bis 5.9 Euro cent Jahresdividende im März.


    EDIT: Ich habe nochmal versucht das closing date für die Cooke operations herauszufinden und konnte bislang nur herausfinden, daß die Übernahme ein halbes Jahr dauern soll (im August 2013 geschrieben). Demnach müßte Q4 noch ohne Cooke operations sein und eine annualisierte Produktion von 1.544 mio ozs wäre für das Dezemberquartal, traditionell immer das schwächste in Südafrika, exzellent.


    Gruß
    S.

    Japan ist ganz klar ein Hyperinflationskandidat.


    Wie soll denn die Inflation aussehen? +3%???


    Das wäre schon das Game Over. Selbst 3% würde bedeuten, daß nur noch die Zentralbank die Anleihen (fast alles Kurzläufer mit wenigen Jahren Restlaufzeit = viel Rollover) kaufen muß. Und wenn das passiert, also alle Anleihekäufe durch die Zentralbank und alle Zinszahlungen durch neue Anleihen, wäre das wohl die Hyperinflation.


    Real gesehen ist eine Hyperinflation nichts anderes als Deflation. Wenn Japan einige Jahre 20-50% Inflation hätte, wird von außen gesehen ein Kauf von z.B. jap. Immobilien viel günstiger sein als heute.


    Und ob die Yen-Abwertung noch hilft weiß ich auch nicht. Soviel exportiert Japan doch gar nicht mehr, viele Fabriken sind nach Südostasien / USA verlagert.


    Also für mich ist Japan heute ein Negativbeispiel dafür wie man es nicht macht. Man hat zwar 20 Jahre lang die wirkliche Krise verhindert, aber wenn da man da raus will kommt auf jeden Fall noch eine Krise.


    M.E. hat Japan die Position hat größter Gläubiger der Welt (>3 Billionen) und vielleicht sogar den Status als Industrienation verspielt.


    Vielleicht war die Deflation in den USA in den 30ern gar nicht so schlecht. Die private Verschuldung wurde von 190% des BIP auf 50% reduziert. Japan heute hat >500% Verschuldung des BIP private und öffentliche zusammen. Nur UK steht ähnlich schlecht da, der erst 250-400% je nach Land.


    Europa steht zwar auch mies da, aber wir haben den großen Vorteil, daß unter den Ländern immer noch ein gewisser Konkurrenzdruck besteht. Japan hat netto 143% des BIP öffentliche Verschuldung, Deutschland unter 60. Niederlande um die 30% herum.


    Gruß
    S.

    -0.5 bis -1% pro Jahr haben die erlebt. Das einzige was gestiegen ist sind die Ölpreise. Wirkliche Importe gibt es in Japan ja nicht, die haben ihre Wirtschaft durch Absurditäten so abgeschottet, daß kein ernsthafter Import möglich ist. Außer Gucci Taschen und natürlich Öl.


    Die Ölpreise sind zwar gestiegen, aber Benzin z.B. ist in Japan immer noch wesentlich billiger als in Europa.


    Mieten sind nicht gestiegen sondern gefallen.


    Manchmal gibt es auch kuriose Geschichten, wenn z.B. ein Anbieter von Tütensuppen den Preis erhöht um 3 oder 5% nach xx Jahren Stabilität und als Folge der Absatz um 45% wegbricht.


    Ich denke auch nicht, daß die Inflation jemals kommen wird, da die junge Generation nicht mehr die Jobs hat wie die Eltern. Keine Anstellung auf Lebenszeit, keine generösen Gehälter von Konzernen. Ich schätze im Schnitt haben sich die Gehälter halbiert wenn man einen 25-jährigen mit einem 60-jährigen vergleicht.


    In Deutschland erleben wir davon auch Ansätze. Wenn die Löhne für die jüngeren nicht 3-5% über der Inflation pro Jahr steigen, wird sich das Lohnniveau massiv Absenken. Wenn 2 Alte gehen und dafür 1.2 junge Arbeitnehmer für im Schnitt vielleicht 60% des Lohnniveaus neu eingestellt werden, zahlt das Unternehmen statt 200 eben nur noch 72.


    Gruß
    S.

    Aber stimmt das mit dem Gelddrucken denn? Haben die Japaner nicht auch schon seit den 90ern QE Programme ohne Ende gefahren? Die Deflation hat es nicht gestört. Und der Yen war zwischenzeitlich auch sehr sehr teuer, 1995 und kurz nach der Jahrtausendwende.


    Letzten Endes sind die Anleihen auch mal fällig und in dem Augenblick verpufft QE und verwandelt sich wegen der durch die Zentralbank kassierten Zinsen ins Gegenteil.


    Wichtig ist es m.E. vernünftige, vorstellbare Szenarien zu sammeln. Vorhersagen kann man den Markt derzeit nicht, er wird uns aber irgendwann offenbaren in welche Richtung es geht, so daß wir dann aus unserer Mottenkiste das passende Szenario ziehen können.


    Also ich favorisiere auf 5-10 Jahre das deflationäre Szenario. Eine mögliche Hyperinflation kommt m.E. - wenn sie kommt - aber auch in den nächsten paar Jahren. Danach dann entweder Inflation oder Währungsreform, je nachdem ob wir jetzt Deflation oder Hyperinflation sehen.


    Gerade der relativ zu Gold sinkende Silberpreis ist ein starkes Deflationszeichen, ich würde am Tief einer möglichen Deflation ein Gold Silber Ratio von 100 vermuten.


    Falls eines Tages die Meldung kommt: Die von der Notenbank gehaltenen Anleihen sind keine wirklichen Schulden... bla bla bla ... und deswegen werden sie gestrichen, dann ist das der Startschuss der Inflation / Hyperinflation. Dann kann die Geldbasis nicht mehr reduziert werden und lauert wie eine Zeitbombe bis die Geschäftsbanken irgendwann bei leihwilliger Wirtschaft die Geldbasis nutzen werden und damit die Geldmenge vermehrfachen.


    Gruß
    S.

    Ich sehe es inzwischen so:


    Top in Aktien wahrscheinlich drin, zunächst langsam abgleitende Kurse.


    Anleihen profitieren noch nicht, Renditen steigen einige Monate weiter.


    Gold unempfindlich gegen steigende Zinsen und steigt als eine der wenigen Anlageklassen überhaupt in den nächsten Monaten.


    Die höheren Zinsen sind dann der Auslöser für den Crash, danach werden wieder Anleihenrenditen sinken ebenso wie die Goldpreise.


    D.h. für 2-3 Monate sehe ich steigende Minenkurse, dann könnte man über eine Absicherung durch Goldverkäufe nachdenken.


    Das aber nur als vorläufiger Fahrplan.


    Gruß
    S.

    Das Problem mit deinen Vorschlägen ist, daß ich quasi al-in in Sibanye bin, durch ADR in Originalaktientausch einfach kein Kapital mehr verfügbar ist. Sämtliche Verkäufe von Sibanye ADRs würden jetzt steuerlich richtig weh tun. Und deine Vorschläge sind zuletzt sehr sehr gut...


    Mir fehlt allerdings auch die Zeit, mich im Detail damit zu beschäftigen.


    Jedenfalls ist heute die 11 im Rand / US$ gefallen. Wir erinnern uns, die all-in Kosten nach dem Lohnabschluss im September, der ja rückwirkend bis Juli war, waren im Q3 339847 R/kg, also derzeit $960/oz. Damit muß man erstmal mitkommen.


    Gruß
    S.