"Auch wird wohl die Globalisierung zurückgehen"
Mehr Zölle, weniger Welthandel, tendenzieller Zusammenbruch komplexer Strukturen aufgrund starker Umwälzungen etc.
In den 30ern war das alles zu beobachten.
Gruß
S.
22. Februar 2026, 08:30
"Auch wird wohl die Globalisierung zurückgehen"
Mehr Zölle, weniger Welthandel, tendenzieller Zusammenbruch komplexer Strukturen aufgrund starker Umwälzungen etc.
In den 30ern war das alles zu beobachten.
Gruß
S.
Dieses Risiko kann auch das Management nicht einschätzen.
Ich denke aber, daß die Gefahr sehr gering ist, das bulk sample hat zumindest für den mittleren Bereich die Studie mehr als bestätigt. PVG ist eben keine Aktie, die 20% oder mehr des Depots ausmachen sollte. Aktuell würde ich die Grenze vielleicht bei 10% ziehen. Nicht daß mich jemand falsch versteht, es ist ein Risiko, das man über den Preis schwer fassen kann.
Gruß
S.
Das schlimme ist ja, daß wir nicht wissen, woher die Deflation kommt: USA/Europa oder Japan.
Auch wird wohl die Globalisierung zurückgehen. Wie sicher sind dann noch Anlagen in China oder Japan?
Was passiert bei Anleihen? 1928ff haben Anleihen VOR den Aktien ihr Hoch gebildet. Dann gab es NACH dem Aktienkursverfall den Anleihencrash.
Harry Dent, der falsche Crashprophet, der aber immer sehr gutes Research, Charts etc. bietet, spricht bei Immobilien schon nicht mehr von buyer vs. seller sondern von more dyers than buyers.
Gruß
S.
Also ich bin inzwischen so sehr vom deflationären Kollaps überzeugt, daß ich sogar daran denke Gold oder Minenindizes zu shorten, falls es eine Gelegenheit geben sollte. Da 2013 bereits so negativ war, sollte zumindest Q1/Q2 2014 positiv verlaufen. Aber dann?
Einzig positiv ist, daß in den 30ern der Silberpreis erheblich weniger eingebrochen ist als der Dow. Gold war fix, läßt sich also nicht vergleichen. Ich denke aber daß der freie Marktpreisauch damals besser als Silber performt hätte.
Auch darf man nicht vergessen, daß wir inzwischen in einer nicht nur rein westlich geprägten globalisierten Welt leben und daß man das was auf die Deflation folgen wird besser und früher antizipieren wird.
Die große Frage ist eigentlich: Hatte Irving Fisher recht? Kann man eine debt deflation verhindern? Monetär ja. Aber wenn diese monetären Gegenmaßnahmen gleich zu Beginn kommen und somit die Krise nie wirklich ernsthaft (=mit absoluter wirtschaftlicher Vernichtung drohend) einsetzt, fehlt die mentale Änderung der Markteilnehmer. Kann so eine deflationäre Depression verhindert werden?
Fazit: Es könnte ratsam sein, Minenkäufe mit Aktienshorts abzusichern.
Gruß
S.
PEA ist inzwischen draußen.
Im großen und ganzen im Rahmen der Erwartungen. Unklar, ob Troy die 90 mio intern finanzieren kann, wahrscheinlich eher nicht.
Negativ: waste to ore strip ratios von über 9, damit sind die hohen grades von 4-5 g/t auch nicht mehr so toll.
Produktion wären um die 100000 ozs, ca. 600-700000 Reserven.
Gruß
S.
Noch einmal worauf man sich einläßt:
15.3 mio t zu 17.6 g/t.
Ein Block hat 2700t.
Damit 5667 Blöcke.
Das bulk sample hat 4 Blöcke abgebaut (Materialmenge, es wurden waste-Bereiche und mehrere Blöcke angeschnitten)
Produktion am Tag: 1 Block.
Kosten pro Block: $500000 + overhead.
Goldgehalt pro Block background grade: 130 ozs
Goldgehalt pro Block probabilistisches Modell: 1398 ozs
Möglichkeit festzustellen, ob ein Block den probabilistischen Goldgehalt hat: nicht vorhanden
Prozent Verlust der Goldreserven bei 430 g/t top cut: 25%
Bei 150 g/t: >50%
Sobald also Blöcke abgebaut werden, die nicht den rein statistisch angenommenen Goldgehalt aufweisen, sondern nur den gesicherten background grade, macht Pretium $350000-$400000 Verlust pro Tag.
Die Frage wird sein, ob man dann weitermacht wenn man einige Wochen solche Verluste eingefahren hat. Ein schlechtes Jahr kann $150 mio Verlust bedeuten, nur weil man an der falschen Stelle im Vorkommen abbaut. Wenn die hohen Erzgrade nicht an die gleichen geologischen Strukturen gebunden sind wie die 1-2 g/t Erzgehalt, die Brucejack konsistent hat, kommt Pretium in Teufels Küche.
Wie will man dann feststellen, wo die Grenzen des hochgradigen Bereiches liegen? Durch Bohrungen und sampling ist es ja nicht möglich.
Ein Risiko, das mit dem positiven bulk sample Resultat in den Hintergrund getreten ist, aber durchaus noch beachtenswert ist.
Gruß
S.
Labour Court entscheidet wie erwartet zugunsten der Minen, damit kein Streik im Goldsektor, zumindest kein legaler.
Gruß
S.
Amcu hat den Ergebnissen der Verhandlung nie zugestimmt. Mehrheitsbeschluss durch NUM Zustimmung zu den 8.5%. Die Streiks sind illegal, mal sehen was die Gerichte dazu sagen um ob hier erhöhtes Konfliktpotential besteht (Stichworte Aussperrung, Wahlen 2014 etc.)
Das Geld seit Juli hat man jedenfalls gerne genommen.
Gruß
S.
Nächster Streik im Goldsektor bahnt sich an. Driefontein, Großteil der Harmony und Anglogold Minen wären betroffen.
Gruß
S.
Warum ich keine Gold-/Kupfer Vorkommen kaufe
Wie ihr vielleicht wißt, wird ca. 50% aller Explorationsausgaben weltweit in den Goldsektor gepumpt. D.h. die Welt ist viel besser im Goldbereich exploriert als es für Rohstoffe anderer Art der Fall ist. Das bedeutet natürlich, daß langfristig das Entdecken neuer Vorkommen viel schwieriger ist als z.B. ein Kupfervorkommen zu entdecken.
Jährlich werden 18 mio Tonnen Kupfer gefördert. 2675t Gold. Bei $7379/t Kupferpreis entspricht die weltweite Förderung 132.8 Mrd US$. Die weltweite Goldförderung nur $108 Mrd.
Ich sehe damit Gold im Vergleich zu Kupfer deutlich zu tief bewertet. Kupfer wird ja analog zum Gold ebenfalls kaum verbraucht. Fast alles "verbrauchte" Kupfer ist irgendwo verbaut und wird recycled. D.h. Phasen von Infrastrukturaufbau wie in den letzten Jahren in China verbrauchen netto Kupfer. Ab einem gewissen Niveau wird erheblich weniger Kupfer netto benötigt.
Daher investiere ich nur in reine Goldvorkommen.
Gruß
S.
Pretium hat m.E. keinen Strathcona Abschlag mehr. Rechnet man einmal die drei wirklich bewegenden Tage heraus, zweimal Absturz, einmal Anstieg, dann hat man ungefähr das Verhalten von PVG, daß es ohne die Strathcona Kündigung gegeben hätte. Mit dem riesigen Anstieg nach dem Bulk Sample Zwischenergebnis ist die Strathcona Geschichte kurstechnisch aus der Welt. Was aber leider auch bedeutet, daß bei Anzeichen daß doch etwas dran sein könnte der Kurs wieder eine Etage tiefer traden wird, also 20-30% runter.
Der Goldpreis ist eben niedriger als noch vor der Strathcona Geschichte...
Trotzdem haben wir noch Zweifler bei PVG so wie auch vorher, das ist das verbleibende Potential. Mich macht besorgt, daß Brent Cook immer noch nichts positives zu dem ganzen schreibt.
Snowfield ist m.E. wertlos. Liegt am Hang eines Bergs. Wo soll das open pit hin ohne gigantische Mengen waste mit abzubauen? Das strip-ratio zerstört jeglichen Wert von Snowfield. Wie gesagt, eine Option auf höhere Goldpreise wenn irgendwann eine Manie einsetzt.
Noch einmal Brent Cook im Zitat (nicht auf Pretium gemünzt):
Watch for high grade smearing across low grade rock. Many companies that are having a hard time stringing together high grade continuity will push those grades out into waste, hoping to bulk up the deposit (on paper at least). Use the Drill Interval Calculator to check on the residual grade. I also find it useful to calculate what percentage of the grade is carried by what percentage of the rock.
Percent metal in tonnes also works for resource estimates—how much of the resource is in how many tonnes? Ideally, we want to see a fairly even distribution.
Where does the high grade ore lie? If the higher grade ore lies at the bottom of an open pit, the payback period is extended, as the overlying material may not make money. You usually want to start a mine on the best rock in order to pay back capital.
http://www.theaureport.com/pub…mpaign=Gold+Final+1-13-14
Zu den niedrigen Kursen nach dem Strathcona Zwischenfall war es m.E. ein no-brainer. Jetzt muß man schon Experte sein. Ich traue mir eine endgültige Einschätzung nicht zu.
PVG bringt keine Dividenden und ist auch kein Goldexplorer mit viel Potential mehr. 5x, 10x, 20x ist hier nicht mehr drin. Zusätzliche Exploration kann Brucejack nur noch etwas abrunden.
Logisch, daß die firmeninternen Kalkulationen aller Majors heißlaufen. Warum kauft keiner? Die drill-holes haben riesigen Abstand für diese Art von Vorkommen und damit eben weiterhin Unsicherheit.
Ich warte erstmal die nächsten Veröffentlichungen ab.
Gruß
S.
Naja was heißt hoch? 19.7 mio ozs vs 8.7 mio ozs
Macht $10.94 pro Pretium Aktie wenn man die m+i resources umrechnet.
Gruß
S.
Warum machst du dir so viele Gedanken über hätte/wäre/wenn?
Habe die Alamos Zahlen mal überflogen, scheint auf breiter Front überall etwas schlechter als erwartet ausgefallen zu sein: weniger Erzgrad. geringere recoveries, weniger höhergradige stock-piles. Hätte man das vorhersehen können? Vor allem auch 49300 ozs stacked vs 39000 ozs produced (refinery settlement). Ich denke den forecast sollten sie gut erfüllen können. Negativ natürlich, daß der Erzgrad mit 0.96 g/t (runter von 1.17 g/t) immer noch über dem Durchschnitt der p+p reserves liegt (0.90 g/t).
Vielleicht hat langfristiges Halten auch Vorteile gegenüber Trading. Ich würde mir wegen sowas überhaupt keine Gedanken mehr machen, rein zufällige Entwicklungen eben.
Insbesondere verglichen mit Sandstorm, wo inzwischen Zweifel am grundsätzlichen Geschäftsmodell aufkommen...
OCG finde ich persönlich sehr gut. Müßte mich nur nochmal schlau machen, wie die Schuldenstände aussehen. Operativ schätze ich sie als gut ein.
Gruß
S.
Q3 Zahlen umgerechnet auf aktuellen Randkurs bedeuten aktuell $970 all-in costs. Dazu kommen noch Lohnerhöhungen aus der Gehaltsrunde ab September.
Trotzdem hat Sibanye damit ein erhebliches Sicherheitspolster im Gegensatz zu allen anderen Majors.
Die Produktion des Q3 annualisiert liegt ja schon bei 1.55 mio ozs, dazu kommen noch 0.26 mio ozs der Cooke operations. Die Produktion dürfte aber nicht so hoch gehalten werden können, weshalb ich von 1.55 mio ozs Jahresproduktion ausgehe.
Im Q1 werden neue Reserven berechnet. Da auch dort die Wits Gold / Cooke Reserven hinzukommen werden und durch den neuen LOM Plan der bisherigen Minen die Reserven ausgeweitet werden dürften (bislang 13.5 mio ozs unter $1100) dürfte auch dort Sibanye einer der wenigen Werte mit steigenden Reserven sein.
Gruß
S.
Totgesagte leben länger aber in diesem Fall nicht. Das war's.
Nachdem auch bei Luna Probleme auftreten ein klares Fiasko auch für Sandstorm.
Gruß
S.
Und noch eine Anmerkung fundamentaler Natur:
Die Minen scheinen vielfach low-grading zu betreiben. Bei Barrick z.B. bei fast jeder Mine geringerer Erzgrad in der Förderung als in den Reserven. Nur die Australier werden durch high-grading ausgelutscht. Da sind 10% Kosteneinsparung möglich, wenn das low-grading in leichtes high-grading geändert wird.
Gruß
S.
Mir ist etwas aufgefallen.
Sept 2013
Colossus Canada: 15.3 mio net cash
Colossus Brasilien: 15.6 mio net debt
Wir wissen, daß Colossus Brasilien jetzt 30 mio secured und 20 mio unsecured Schulden hat, davon 10 mio bei Sandstorm.
D.h. 25 mio ist die Verschuldung in 3 Monaten gestiegen.
Die burn-rate ist 4.5 mio. Dazu noch Roscoe und etwas weiteres Kapital. D.h. Colossus Brasilien hat die Belastungen der letzten Monate getragen.
D.h. daß Kanada evtl. noch bis zu 15 mio cash haben könnte.
Die Noteholders wurden am 31. nicht bezahlt. 10 Tage später muß Colossus den Default bekannt geben.
Aber gegenüber dem Trustee!!! Und der hat 30 Tage Zeit, es den Noteholders mitzuteilen.
Warum ist das wichtig? Weil ohne offizielle Default Nachricht die Noteholders wahrscheinlich kein Meeting einberufen können.
Deswegen ist wahrscheinlich auch das Financing gescheitert: Die Noteholders haben schön jaja zu dem Plan gesagt, wollten im Meeting aber eine andere Resolution durchbringen, dann hat Arias das ganze abgebrochen und verhindert, daß ein Meeting stattfindet.
Deswegen sind auch die Direktoren zurückgetreten. Rücktritt macht nur Sinn, um keine Verantwortung für Zukünftiges zu übernehmen. Und das sind Tricksereien mit denen Frostiak und Arias das Unternehmen bis zu 3 Monate am Leben erhalten können.
Wahrscheinlich wird Colossus Ende Januar / Anfang Februar delisted. Dann ist der Aktienkurs starr und Sandstorm / Arias können nach Belieben Kapitalerhöhungen durchführen zu dem letzten Kurs -25%.
Die Noteholders können nichts machen, sie werden aber vielleicht am Ende ihr Kapital sehen. Oder es finden auch dort noch weitere Tricksereien statt.
Mal sehen wie es weitergeht.
Gruß
S.
Was sagst du Zwyss? Trotz meiner Skepsis muß ich feststellen, daß so mancher Wert heute Dreieckzonen nach oben verlassen hat. Gold war auch bei 1250 am Abwärtstrend. Könnte durch sein, ist aber wohl noch etwas zu früh.
Vorsicht! Man möchte jetzt nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. Gehen wir davon aus, daß das heute der Anfang vom Platzen der Aktienblase war, eröffnen sich interessante Relationen:
Aktien runter
Gold / Minen steigen
Yen steigt
Rand fällt
Anleihen steigen
Öl fällt
Dollar fällt
Was uns das wohl sagen will?
Gruß
S.
Auf jeden Fall fällt Goldcorp als Käufer von Pretium erst mal aus. Schade.
Mal sehen, ob sich jetzt jemand vorwagt, da ja die Gefahr eines Bietergefechts geringer geworden ist.
Gruß
S.
Währungen und Firmensitz spielen keine Rolle, da FNVs wichtigste Royalty auch aus den USA kommt.
Ehrlich gesagt: Fundamental sind alle royalties zu teuer. Wofür man wirklich bezahlt ist die Fähigkeit des Management, gute Deals zu machen. Pierre Lassende mag alt geworden sein, aber er ist mit Abstand der beste wenn es um Deals geht:
- Erfahrung
- Größtes Kapital = auch Großprojekte möglich, bessere Projekte möglich
- Beste Reputation
Die anderen müssen sich noch beweisen.
Sandstorm ist deutlich billiger, es ist aber derzeit zweifelhaft ob sie in der Summe überhaupt einen positiven Ertrag mit ihren Royalties gemacht haben, wenn Colossus bankrott geht. Auch eine nachrangige Royalty zu vergeben war nicht klug.
Royal Gold würde ich anhand der zugrunde liegenden Royalties in Nevada versuchen zu bewerten.
Gruß
S.