Beiträge von Saccard

    Franco-Nevada. Aboslute Profis über jeden Zweifel erhaben.


    Sandstorm ist qualitativ viel schlechter, die haben meist irgendwelche kleinen Klitschen, die es vielleicht nicht in die Produktion schaffen. Ob der Preis es schon kompensiert?


    Gruß
    S.

    Natürlich ist der Anstieg erfreulich, bedenklich stimmt mich, daß die Erholung mit dem Einsetzen der typischen risk-on trades kam (höherer Euro, Aktien etc.).


    Ich lese gerade Didier Sornettes "Why Stock Markets Crash", sehr interessant.


    Er beweist mal so nebenbei, daß der random walk nicht zu gebrauchen ist und daß bestehende Erklärungen Marktentwicklungen zwar erklären können, es aber einige ganz wenige Ausnahmen gibt, die dem exponentiellen Muster nicht folgen. Im Prinzip Talebs Schwarzer Schwan.


    Der Unterschied zwischen Sornette und Taleb ist: Sornette hat die Erklärung schon 2001 gehabt und Nassim Talebs Konzept vom Schwarzen Schwan könnte sogar falsch sein. Mir kam das Medienecho schon immer seltsam vor, als ob die Leute Taleb nicht wirklich verstanden hätten.
    Der Unterschied: Bei Sornette werden die außergewöhnlichen Crashereignisse vom komplexen System selbst generiert, sie sind sogar eher vorhersagbar als die normalen Bewegungen der Märkte. Talebs Schwarzer Schwan ist ein externes Ereignis, das unvorhersehbar ist.


    Mitte bis Ende Januar soll es ja mal wieder soweit sein, mal sehen ob die höchste Crashgefahr dann in einen Crash mündet oder ob die Blase langsam Luft ablassen wird.


    Keine Ahnung wie Gold / Minen sich dann verhalten werden...


    Gruß
    S.

    Da in Südafrika fast alles über Strom läuft hätte es wohl keine Auswirkungen. Man hat allerdings auch eigene Notgeneratoren gewaltiger Kapazität.


    In Ghana sieht es schon anders aus: Wenn ich an Golden Star mit den Sulphides denke. Alles per Biox oxidiert und Strom muß selbst erzeugt werden wegen der häufigen Ausfälle dort.


    Pauschal würde ich sagen open-pit = hoher Ölverbrauch, Untertage = hoher Stromverbrauch


    Die Arbeitskosten sind nach wie vor das größte Problem. In Australien liegen die Gehälter bei 100-300000$, auch die normalen Angestellten. Ein Zugführer verdient angeblich A$250000.


    Gruß
    S.

    Du weißt schon was das letzte Projekt war, das der jetzige CEO auf die Beine gestellt hat und angeblich voll finanziert (auch mit einem dreistelligen Millionenbetrag) hinterlassen hat?


    Gruß
    S.

    Es gehen Gerüchte um, daß Colossus gestern um 17h in Brasilien Konkurs angemeldet hat.


    Ob die kanadische Mutter auch Konkurs geht ist unklar. Ende September hatten sie noch ca. 15 mio $. Einziges asset: $170 mio, die Colossus Brasilien ihnen schuldet. Einzige Gläubiger: Die Noteholders mit $86 mio.


    Je nachdem wie der Konkurs in Brasilien ausgeht (sie erhalten ca. 65% des Liquidationserlöses aus Brasilien, der über $30 mio hinausgeht), können interessante Zahlen dabei herauskommen.


    $50 mio Liquidation würde z.B. bis zu ca. $30 mio für Colossus Kanada bringen. Für die Aktionäre bleibt nichts mehr, aber die Notes könnten am Ende einiges erhalten.


    Gruß
    S.

    Außer es geht so schnell, daß man gar nicht mehr reagieren kann. Ich kenne einen Kollegen, der trotz stop loss 50% verloren hat, so schnell ging es (war kein Goldwert).


    Eine Frage, die ich mir Stelle: sind wir eigentlich die Schlauberger oder die Lemminge? Ich denke nach 2013 ist die breite Masse aus den Minen gegangen und wir tummeln uns jetzt als einzige im Haifischbecken. Contrarian Ansätze sehe ich daher skeptisch.


    Ohne Teilhabe der breiten Masse am Goldsektor können wir nicht das allgemeine negative Sentiment zu Gold als Contrarian-Faktor sehen sondern müssen vielmehr unser eigenes derzeit eher positives Sentiment im kleinen Kreis der Goldfreunde als Contrarian Merkmal sehen.


    Moodys hat gerade den Goldpreis für 2014 auf $1100 gesenkt, dementsprechend werden die credit ratings der Unternehmen in den nächsten Monaten kaputtgestrichen.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel,


    seltsamerweise passt der aktuelle Kurs von PVG ja so richtig zu der Kurve.


    Ich tue mich etwas schwer PVG zeitlich auf der Kuve einzuordnen. Feasibility study haben sie zwar, aber keine richtige auf finalen Daten. Das Vorkommen ist definiert, aber es sind noch 1, 2 offene Fragen. Außerdem geht es mit der Exploration etwas weiter, ist ja noch in alle Richtungen offen.


    Seth Klarman hat ja schon wieder verkauft. Naja. Aber immerhin.


    Es dürfte jedenfalls klar sein, daß es nun mit Pretium nach unten geht, wenn sie selbst versuchen, das Vorhaben umzusetzen.


    Etwas Cash haben sie ja. Cleopatra usw.


    Wenn man also nun Cleopatra abbaut, den Cashbestand etwas aufbaut, vielleicht selektiv andere veins abbaut, wäre man evtl. kostenneutral. Brucejack finanziert bekommen sie damit nicht, aber sie können evtl. die Exploration aufrechterhalten ohne Finanzierungen durchführen zu müssen. Also so eine Art Mini-Produzent, selbstfinanzierender Explorer.


    Das hieße nach Schaubild oben weiteres Verbleiben auf der sehr positiven Explorerkurve anstatt in das Vorproduzenten-Loch zu fallen. Und mit jedem Vergrößern des Vorkommens setzen sie gleichzeitig evtl. Aufkäufer in Zugzwang.


    Gruß
    S.

    Andererseits:


    Die Ressourcen sind quasi fertig. Es folgt noch eine weitere Evaluierung von Snowden. Dann kommt noch etwas Exploration + Cleopatra Definition hinzu.


    Dann käme nach Schema F:
    - feasibility study
    - financing
    - construction
    - ramp up
    - production


    Nach dem typischen Explorations-/Produktions-Bewertungszyklus wäre demnach zeitlich jetzt bzw. in einigen Wochen/Monaten das Hoch, der Bewerungszyklus dreht dann wieder nach unten und steigt dann erst wieder bis zum Produktionsbeginn. Der Zyklus hat jetzt ein Fenster für eine Übernahme.


    http://media.resourceinvestor.…-ei-concept-to-mining.PNG


    Gruß
    S.

    Wenn pretivm gut ist, werden sie es nicht hergeben, jedenfalls nicht zu heutigen Preisen. Und ist es nicht gut, so wird es keiner haben wollen. Sicher gibt es Leute, die darüber mehr wissen als wir.


    Kein Problem, zahle eine 30%-70% Prämie und du hast gute Aussicht auf Erfolg. Vorher noch einen größeren Aktionär gewinnen. Aktionäre sind sich selten einig. Meistens hast du als größte Aktionäre auch nur nominees, hinter denen sich viele kleine verbergen.


    Wenn man von $1200 Goldpreis ausgeht, $500 cash costs, $700 AISC, 30% Steuern: $350 Nettomarge pro Unze.
    $2.8 Mrd. undiskontiert. Ca. $1.25 Mrd mit 10% abdiskontiert (17 Jahre Minenleben).
    Dann $660 mio Kosten für den Bau der Mine abziehen. Verbleiben $590, nur etwas mehr als die jetzige market cap.


    Je nach Parametern ist das ganze derzeit also grenzwertig, jedenfalls für jemanden der es seinen Aktionären präsentieren möchte. Bei 5% Diskontrate wird da auch noch ein saftiges Aufgeld drin sein, ca. $600 mio mehr.


    Ein Verfünffacher ist Pretium jedenfalls nicht mehr. Das kann nur klappen, wenn weitere Explorationserfolge kommen oder irgendwie eine eigene Finanzierung geschafft wird.


    Gruß
    S.

    Und hier auch noch etwas sehr gutes, was für Pretium wichtig ist: Präzedenzfall Great Basin Gold, an einem geologischen Problem pleite gegangen.


    http://www.witsgold.com/invest…e_acquisition_15jul13.pdf


    Sieh mal ab Seite 10.


    Und dann
    http://www.miningmx.com/page/n…rm-needs-60m#.Us3JLrQa6OY


    Great Basin hat $800 investiert und einfach die Produktion gestartet. Resultat:
    "Cash costs of $2,325/oz were nearly double RBC Capital Market's expectation of $1,350/oz for the quarter, a performance stemming from lower production, which came in at 6,325 oz against guidance of 17,790 oz. "This poor performance was attributed to ongoing water management and underground infrastructure issues," said Guy in his note. "


    "The Great Basin Gold board has also established a committee to find ways of raising the $60m."


    Kommentar eines Lesers zum Artikel:
    "SNOWDEN wrote a report detailing the lack of resources at burnstone."


    Interessant ist, daß der Fall einige Ähnlichkeiten mit PVG hat, Geologie natürlich komplett unterschiedlich, hier anscheinend Snowden den bösen Buhmann gespielt hat. Und sie hatten Recht. Es ist auf jeden Fall positiv für Pretium, daß sie ihr model nicht selbst erarbeitet haben wie Great Basin. Auch interesant am Great Basin Fall sind die Parallelen zu Serra Pelada, wer weiß: vielleicht wurde das Wasserproblem vorgeschoben nachdem das bulk sample (das nicht verarbeitet wurde, wo aber unveröffentlichte assays durchgeführt wurden) das geologische Modell zerstört hatte?


    Du kannst also davon ausgehen, daß Snowden genau weiß wie man mit solchen Fällen umgeht. Wenn da also schludrig gearbeitet wurde, wird das von Snowden in Kanada zu verantworten sein. Man wird sich bei SNowden also um eine Lösung bemühen und auch finden wenn es denn ein Problem ist.


    Interessant finde ich zurückblickend, wie naiv ich war anzunehmen, das bulk sample von Pretium könnte schlecht ausfallen. Das war immer klar, daß das Ergebnis sehr gut sein würde. Warum ist denn Strathcona zurückgetreten? Denen ist das Ergebnis vollkommen egal. Ein schlechtes Ergebnis hätte für sich gesprochen. Ein gutes Ergebnis hat sie zum Zurücktreten gebracht, da ihrer Meinung nach das resource model eben nicht 100% wasserfest ist. Im Umkehrschluß hat hat das bulk sample aber auch nichts von Strathconas Ansichten widerlegt. Eigentlich sind es nur Ansichten und Intuitionen...


    Im NI43-101 kann stehen was will, da wurde noch nie jemand zur Rechenschaft gezogen.


    Also wie wird es weitergehen? Snowden ist jetzt der entscheidene Faktor, die werden jetzt das ganze der kanadischen Tochter aus der Hand nehmen und mit ihren besten Leuten prüfen. Entweder sie geben dann Entwarnung oder sie stellen fest, daß das resource model nicht der geologischen Realität entspricht. In diesem Fall werden sie trotzdem das resource model so lassen, denn eine Änderung würde ja wegen der Klagen sehr riskant sein. Snowden wird aber die majors, die ja gute Kunden sind, wissen lassen was Sache ist.


    Ich sehe daher Brucejack nur zu 85-90% gesichert an, d.h. mit weiterem enormen Researchaufwand für Investoren und der Notwendigkeit, sämtlichen Newflow zeitnah zu verfolgen. Cashierte negative Äußerungen zu Brucejack seitens Snowden sind dabei besonders zu suchen. Wer die Zeit nicht hat, muß den Depotanteil gering halten.


    Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die Ende Januar erscheinenden detaillierten Resultate der cross-cuts.


    Gruß
    S.

    Warum hypothetisch?


    Pretium mit 2 mio ozs, gleichem grade und 150 mio market cap... die wären längst weggekauft.


    8 mio ozs, selbst wenn die jemand haben möchte, er müßte auf die ca. $500 mio ja noch eine Prämie zahlen. Käme im derzeitigen Umfeld nicht so gut an, das zahlt man nicht aus der Portokasse. Ist eben ein großer Brocken.


    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß z.B. Goldcorp sich nicht Brucejack sehr sehr genau angesehen hat.


    Weltklasse assets sind sehr selten und wirklich viel höher bepreist als irgendwelcher 08/15 Schrott, den sich kein Major ans Bein binden würde. Und wenn die Daten so stimmen ist Brucejack ein Weltklasse asset.


    Snowfield ist im derzeitigen Markt wertlos. Liegt glaube ich an der Flanke eines Bergs, der Abbau wird damit extrem teuer. Jedenfalls wird keiner 3.6 Mrd capex für ein low-grade Projekt ausgeben. Für Pretium ist das egal, Snowfield ist da nur die Zuckerglasur. Seabridge baut die ganze Bewertung auf so einem Projekt auf...


    Gruß
    S.

    Weil aus "temporär" schnell "für immer" wird.


    Die Wahrscheinlichkeiten spielen für mich nicht so dir Rolle, denn man muß eine Wahrscheinlichkeit immer im Zusammenhang mit dem payoff / Risiko sehen.


    Also ich kaufe nichts, was ich nicht durch dick und dünn halte. Die Qualität ist eben Plan B, um das Risiko zu begrenzen wenn das negative Szenario eintritt.


    Gruß
    S.

    Resources einmal anders... Gold Fields hat die below infrastructure resources einfach komplett gestrichen. Andere z.T. nicht (Anglogold, Harmony). Ich rechne mal die Resourcen so:
    2008er Resourcen von Gold Fields für Kloof, Driefontein, Beatrix - Produktion 2008-2013
    + 74% der Cooke resources
    + Wits Gold resources
    + Burnstone resources (Great Basin Gold)


    Und von allem nur die measured + indicated, inferred wird natürlich nicht inkludiert.


    Ergebnis: 263.7 mio ozs ($3.97 market cap / resource oz)


    Reserven:
    Sibanye 13.5
    + Cooke (74%) 1.1
    + Wits Gold 8.5
    + Great Basin (Burnstone) 6.4
    = 29.5 mio ozs ($35 market cap / reserve oz)


    Gruß
    S.

    Also charttechnisch alles weiter im Abwärtstrend.


    Für mich wäre äußerstes Negativszenario beim Gold Tief aus 2008 und beim HUI die Hochs von 2002/2003 (150), damals galten diese Stände teilweise als unknackbar.


    Ich denke der Goldmarkt ist ab 2008 fundamental anders als davor: Ab da hieß es jetzt käme die Inflation/Hyperinflation. 2013 hat man dann erkannt, daß die Inflation nicht kommt (also QE keine Inflation erzeugt) und somit ist Gold gecrasht.


    Folgerichtig müßte man erwarten, daß der Markt bald den nächsten Schritt macht: QE erzeugt nicht nur keine Inflation sondern auch kein Wirtschaftswachstum, d.h. 2014 Crash des Aktienmarktes.


    Damit sehe ich den Goldpreis eher nur den Börsen vorauseilend als konträr zu Aktien. D.h. ich erwarte crashende Aktienmärkte und einen davon abgekoppelten, aber nicht steigenden Goldpreis. Kommt es hart auf hart sehen wir $880 Gold, $10 Silber und den HUI entsprechend tiefer (min. 150/160). Hört sich schlimm an, aber die sonstigen Indizes dürften dann min. 60% verloren haben.


    Und wer überlebt (und dann noch Reserven hat): Stark aufwärts mit vielleicht niemals wieder fallendem Kurs durch neuen Goldstandard, Mitte der 20er bis Anfang der 30er.


    Trotz Rekordausgaben im zweistelligen Mrd. Bereich wurde in den letzten Jahren nicht mehr nennenswert Gold gefunden... Minensupply wird sich in 5-7 Jahren wohl halbiert haben.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel,


    wie gesagt, ich fasse sie nicht mehr an. Vielleicht einfach mentale Erschöpfung meinerseits.


    Brent Cook hält so etwas wie Seabridge für wertlos. Recht hat er. Es geht nur um Marge. Er hat auf Youtube gute Präsentationen. Z.B. wurden zum relativ gleichen Zeitpunkt Projekte mit 15 $/oz und mit 1200$/oz verkauft, nur wegen der Qualität.


    Das Snowden Modell ist sowieso wertlos. Kein Major kauft so etwas wegen eines resource Models. Die Majors haben selbst so gute Research Möglichkeiten, daß sie alles selbst noch einmal evaluieren und wenn es gut aussieht wird gekauft.


    Da Pretium bislang nicht gekauft wurde, gibt es nur zwei Möglichkeiten
    1. Brucejack ist trotz Snowden Modell und trotz bulk Sample Schrott
    2. Jemand möchte kaufen, wartet aber ab... die nächste Finanzierung kommt bestimmt


    Sibanye hat ja auch auf die Pleite von Wist Gold gewartet.


    Im Prinzip ist Pretium also ein waiting game geworden. Quartermain muß sich gelassen zeigen, möglichst lange mit dem Geld auskommen. Demonstrieren, daß man es auch selbst oder mit Hilfe von SSRI machen könnte.


    Die Majors warten einfach weiter. Und hoffen, daß ihnen niemand zuvorkommt.


    Stell dir eine Frage: Hätte Brucejack nur 2 mio Unzen statt 8 bei ansonsten gleicher Qualität... Wären sie schon aufgekauft worden oder nicht?


    Gruß
    S.

    “I think Neal is poised to do the ultimate consolidation in South Africa’s gold industry. Apart from the fact that Wits Gold is a natural extension of Beatrix (its DBM is adjacent to Sibanye Gold’s mature Beatrix mine in the Free State), I think Neal has got the power and the energy to pull this off,” he says.


    Fleming sticks by his view that South Africa will once again become the focus of global gold company interest. “It’s where the gold is. I cannot believe the world will never come back here. What we’re seeing now is temporary noise; it will dissipate,” he says.


    http://www.miningmx.com/page/n…e-to-Sibanye#.UsyLvLT-vIU


    Gruß
    S.

    Müßte ich nachrechnen, ich denke wenn sie Geld sparen möchten und auf 25% Auszahlquote gehen, wird die Dividende ähnlich wie die Halbjahresdividende. Wenn sie bei 35% bleiben müßte es so bei 50-60 Randcent liegen.


    Denk daran, daß für die Dividende die headline earnings zählen! Unter $1200/oz sieht es mau aus. Es ist ja sehr selten, daß bei einer Mine cashflow höher als der Gewinn ist. Das hat hier auch mit den verschiedenen Abschreibungszeiträumen zu tun, Bilanz vs Steuern. Daher auch die deferred tax liability.


    Ich denke ich weiß jetzt auch, wonach ich in letzter Zeit gesucht habe: Altman Z-Score zur Beurteilung der finanziellen Situation eines Unternehmens. Deckt sich sehr gut mit meiner intuitiven Einschätzung.


    Sibanye 1.2, was eigentlich im kritischen Raum liegt. Ein, wenn nicht der wichtigste Faktor sind retained earnings. Und die hat Sibanye eben nicht, über 1.3 Mrd $ Verlust angehäuft, da in der Vergangenheit gigantische Dividenden an Gold Fields ausgekehrt wurden. Setzt man 0 für retained earnings an (Neuanfang als spin-off) oder rechnet man die jetzige Gewinn und Dividendensituation für die Vergangenheit zurück, kommt man auf sehr gute Werte.


    Troy Resources mit 3.15 jedenfalls exzellent. Goldcorp und Yamana wären auch zu nennen.


    Siehe auch hier:
    http://seekingalpha.com/articl…major-gold-miner-go-broke


    ABX NYQ Barrick Gold Corporation 0.6
    GG NYQ Goldcorp Inc 4.2
    NEM NYQ Newmont Mining Corporation 0.6
    AUY NYQ Yamana Gold Inc 3.0
    KGC NYQ Kinross Gold Corporation 1.2
    AU NYQ AngloGold Ashanti Ltd 0.6
    AEM NYQ Agnico Eagle Mines Limited 2.4
    EGO NYQ Eldorado Gold Corp 3.6
    RGLD NMS Royal Gold Inc 6.0
    BVN NYQ Compa 6.6
    NGD ASE New Gold Inc 1.8


    Interessant auch, daß auch die von mir genannten Anglogold und Newmont mit besonders hohen Kosten im Vergleich den niedrigsten Z-Score haben und die Wahrscheinlichkeit der Pleite im verlinkten Artikel mit 43% auf zwei Jahren sich mit den von mir genannten 5 Jahren sehr gut decken. Barrick könnte es auch sein, aber sie leiten jetzt Gegenmaßnahmen ein und haben viel niedrigere Kosten.


    Laut Brent Cook kommt ja ab Q4 (Berichtsveröffentlichung) die nächste Abschreibungsrunde: Reserven werden gesenkt und dem aktuellen Goldpreis angepasst. Die Gefahr für Sibanye sehe ich da nicht, da die 20 oder 22 mio ozs von vor dem spin-off frühzeitig zusammengestrichen wurden und jetzt mit den Wits Gold Reserven wieder Richtung 20 mio ozs gehen dürften.
    Der tiefgestapelte Sibanye Anteil ohne Wits Gold ist 13.5 mio ozs zu $1100. Barrick verwendet für die Reserveberechnung z.B. $1500.


    Schon interessant, daß der Markt dann für Newmonts zusammengestrichene 80 mio ozs 17 Mrd US$ bezahlt und für Sibanyes 20 mio ozs 1 Mrd.
    Ich denke $1100 statt $1400 Goldpreis würde Newmonts Reserven um 10-15% fallen lassen. Bislang 99 mio. Das Problem: Boddington mit 0.55 g/t ist wahrscheinlich gar nicht mehr zu retten, 18 mio ozs Reserven. Das würde 69-73 mio ozs Reserven bedeuten... Und da sehen die Milliarden an Schulden plötzlich sehr sehr kritisch aus.
    Und wenn Newmont Boddington nicht abschreibt, was wirklich ein extrem heftiger Schlag wäre, machen sie weiter Verluste.


    Die ADRs habe ich heute übrigens nicht abgestoßen, also effektiv Troy in Sibanye getauscht.


    Gruß
    S.