Beiträge von Saccard

    Ich lasse davon meine Finger, da ich das deposit nicht verstehe.


    Brent Cook sagt es am besten (noch vor dem bulk sample!)


    The feasibility study, although quite promising, is underpinned by a resource model that is, in turn, based on unpredictability. The actual mined grades could be 5 or 20 grams per tonne as far as I can tell. Although the results of the 10,000 tonne bulk sample will, in reality, only be representative of the area tested, these results should provide us with a much better understanding of how the deposit relates to the resource model, how it might behave, and what the grades are more likely to be (relative to the resource model).


    http://ceo.ca/brent-cook-pvg-june-16-2013/#more-16308


    Pretium könnte später auch ein spekulativer Produzent sein.
    In einem Jahr 20 g/t, Kosten unter $500. Dann 5 g/t, riesige Verluste, weil der high grade Anteil ausbleibt. Dann z.B. 7 g/t, +/-0. Wenn sie dann vom Markt abgeschrieben werden kommt mal wieder sowas wie 20 g/t. D.h. das Unternehmen muß die Mine mit entsprechenden Kapitalrücklagen versehen, um diese Schwankungen auszugleichen.


    EDIT: auch noch ein interessanter Link, stimme mit dem Inhalt zwar nicht überein, aber es ist gut so etwas hier der Vollständigkeit halber zu haben.
    http://www.incakolanews.blogsp…together-pretium-pvg.html


    Gruß
    S.

    Nein, man zahlt in Deutschland auch Steuern ohne Gewinn. Ersatzbemessungsgrundlage, 30% auf den Verkaufserlös.


    Genauso wie mit Dividenden auf ADRs:
    Würde Sibanye z.B. 3 cent pro ADR Dividende zahlen und man hätte 10000 ADRs:
    $300 Dividende
    -$45 US Quellensteuer
    -$150 Gebühren für das ADR Programm führende Bankinstitut (pauschal 1,5 cent pro Dividende)
    -$75 Abgeltungssteuer Deutschland, darauf $45 US Abgeltungssteuer anrechenbar = $30 Abgeltungssteuer Deutschland
    -5.5% Soli auf $30 = $1.65
    =$28.35 netto


    Wenn du einen Freistellungsauftrag hast... macht nichts, gilt nicht für ADRs.


    Zum Glück zahlt Sibanye ja etwas mehr Dividende, so daß die pauschalen 1.5 cent nicht so stark ins Gewicht fallen. Ich hatte effektiv 37% Steuern- und Abgabenlast auf meine ADR Dividenden (letzte Halbjahresdividende).


    So, ich habe meinen Troy Verkauf in Südafrika reinvestiert. Ich entscheide mich dann heute nachmittag ob ich Sibanye ADRs abstoße aus dem Altbestand, der noch nicht unter die Ersatzbemessungsgrundlage fällt.


    Gruß
    S.

    Ich muß einfach irgend etwas vom Tisch nehmen, ist halt Troy.


    Wer halten will (sie sind m.E. mit einer der besten Werte derzeit):
    -bald wird PEA für West Omai erwartet
    -Kosten in Argentinien werden deutlich fallen in 2014
    -bei niedrigerem Goldpreis ist die West Omai Finanzierung ohne Fremdkapital nicht möglich
    -Direktoren kaufen derzeit (auch nicht allwissend...)
    -Januareffekt positiv für kleine Werte


    Vielleicht sind es die Spätschäden von 2008, aber irgend etwas gefällt mir derzeit nicht.


    Gruß
    S.

    Langfristig schon, wer meint er müßte physisches verkaufen was er dann vielleicht nicht wieder zurückbekommt.


    Also ich bin mit derzeit 100% all in in mining stocks zu tief drin, es ist klar daß wahrscheinlich sehr bald etwas an den Aktienmärkten passiert. Flash Crash mäßig, d.h. man wird nicht reagieren können.


    Gold hat 2008 30% verloren, der Rand 33%. Das ist für mich erstmal die Hausnummer. Da Gold im letzten Jahr stark konträr zu den Aktienmärkten gelaufen ist, kann es auch der Befreiungsschlag sein, wer weiß.


    Ich bin kein Hellseher, ich für mich persönlich denke jetzt jedenfalls an vermeiden von Risiken. Sibanye muß ich sowieso auch wegen steuerlichen Gründen halten. Da besteht ja die theoretische Chance, daß der Rand die Entwicklung etwas abfedert.


    Bitte auch daran denken, daß 2008 und 2002 keine Maßstäbe sind, was wenn man nicht handeln kann und auf seinen Positionen 1/2 Jahr sitzen bleiben muß? Welche Werte würde man dann noch haben wollen?


    Ich reduziere meine Minenpositionen insgesamt nur um wenige Prozentpunkte...


    Gruß
    S.

    Troy habe ich zu Handelsbeginn vorhin abgestoßen. 2014 wird zwar die Produktion erhöht, aber einen weiteren Einbruch beim Goldpreis würden sie nicht unbeschadet überstehen, da dann Omai nicht finanziert werden kann.


    Gruß
    S.

    So langsam komme ich wieder in den groove, ich denke all die Spekulationen was man kaufen soll... sind eben nur Spekulation. Ich denke an den Aktienmärkten ist die Zeit gekommen. Das ist die größte Blase aller Zeiten, das ist das replay von 1929. 2000 und 2007 waren die Vorbeben. Wenn es kommt, wird es plötzlich kommen. Flash crash. 20-30%. Wie wird sich Gold verhalten?


    März 2014 Gold unter 900 und Rand über 16 (ich spreche nicht vom Euro...)?


    Die Angst aus 2008 ist jedenfalls bei mir zurück.


    Gruß
    S.

    Genau das sehe ich auch so. Wobei der Kostenvorteil derzeit erheblich ist. Hier mal meine ca. Berechnungen der Kosten für einige Majors:


    1. Barrick $1230/oz
    2. Goldcorp $1680/oz
    3. Anglogold $1400-$1500
    4. Harmony $1380
    5. Newmont $1470
    6. Gold Fields $1250
    7. Sibanye $1050


    Alles auf cashflow Basis, damit wohl näher an all-in costs als an a--in-sustainable costs. Goldcorp gibt selbst ca. $1500 all-in costs an. Aber die haben auch noch riesige Kapitalausgaben für Wachstum, was ja in all-in und meine cashflow basierte Berechnung einfließt.


    Wie gesagt, ein guter Dividendenwert. Ich würde Sibanye nicht mehr verkaufen, von der Dividende einfach andere Werte nach und nach zukaufen.


    Eins ist wirklich schade: bei den derzeitigen Kosten in Australien würde man eine Normandy Mining jetzt zum Schnäppchenpreis kaufen können. Das Abwärtungspotential des A$ dürfte gewaltig sein. Leider gibt es das ganze nur im Bundle mit Nevada zu Premiumkursen. Und rein kanadische Minen sind auch rar.


    Gruß
    S.

    In Ghana hat man ja fast nur open-pit Minen, da laufen prozentual erheblich mehr expats herum, die wohl den Hauptanteil der Gehälter einstreichen dürften. Ich gehe davon aus, daß eine kanadische gesellschaft ihre Geologen in Ghana entweder mit C$ oder US$ bezahlt. Bei Australiern eben A$ oder US$. Und die kleinen norwendigen Mauscheleien in Ghana selbst dürften wohl in US$ abgewickelt werden. Also vor allem US$ Ausgaben.


    Die Stromversorgung ist eh so mies, daß man selbst produzieren muß und wieder US$ für Öl ausgeben muß.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    ich wäre für net debt berechnet wie folgt:
    long term borrowings - working capital


    Also current liabilities + long term borrowings - current assets. Das würde auch die provisions / reserves nicht beachten.


    Grund: im Gegensatz zu manch anderem Posten sind provisions zwar reale Verpflichtungen, aber die routinemäßigen provisions sind Posten, an denen wohl kein Unternehmen bankrott gehen wird. Kommen außergewöhnliche provisions (Umweltkatastrophe durch gebrochenen tailings dam o.ä.), reichen die provisions wohl nicht.
    Vor allem aber sind provisions zwischen verschiedenen Unternehmen sehr sehr schlecht vergleichbar.


    Long term borrowings - working capital ist eine sehr harte Zahl und zu jeder Verpflichtung ist auch ein Gläubiger bekannt.


    Falls notes oder bonds im Spiel sind, darauf achten, daß zu nominalem Wert und nicht zu Marktwert bilanziert wird.


    Also ich denke folgende Gesichtspunkte müssen stimmen:
    -Bewertung auf Produktionsbasis
    -Reserveleben
    -Kosten (auf Cashflowbasis, NICHT AISC, die das gleiche Problem haben wie net earnings vs. owner earnings)
    -Potential / Alleinstellungsmerkmal (Niobium bei Iamgold, geringe Arbeitszeit + Rand bei den Südafrikanern, Währung bei den Australiern)


    Und noch ein Problem: minority interests sollten auch einfließen, tauchen in der Bilanz neuerdings auch gerne unter equity auf.


    Gruß
    S.

    nochmal Neo


    Die deferred tax liability kannst du getrost streichen. Nehmen wir an, ich habe eine Investition von $1 Mrd. Die schreibe ich jetzt über 20 Jahre in der Bilanz ab.


    Nun ändert der Staat Gesetze und ich darf steuerlich diese Investition schon in 10 Jahren abschreiben. Meine Bilanzregeln verlangen aber weiterhin 20 Jahre.


    Dann ist nach 10 Jahren der steuerliche Wert meiner Investition bei 0. In der Bilanz habe ich noch 500 mio stehen. Und dafür ist nun die deferred tax liability gedacht. Wenn ich es so mache, habe ich nämlich auf der liability Seite $500 mio deferred tax stehen.
    In der Summe ergibt dann mein $500 mio Investment auf der asset Seite zusammen mit den $500 mio deferred tax liability 0.


    Da wir in der Berechnung keine non-current assets einbeziehen, bin ich der Meinung daß wir das bilanzielle Gegenstück, die deferred tax liability, fast immer aus der Rechnung bereinigen müssen. Analoges galt ja schon für negative goodwill.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo, stimmt, da hat mir mein Gedächtnis einen Streich gespielt.


    Aber ich habe herausgefunden wie Sibanye die net debt Zahlen berechnet: borrowings + current portion of long-term loans - cash.
    Sämtliche Verpflichtungen gegenüber Lieferanten, Angestellten, Staat bleiben außen vor.


    Differenz current assets - total liabilities = -925.7 mio US$ (müßte derzeit auf 750 mio gesunken sein).
    Diese Zahl ist im Vergleich mit den anderen Minen die bisher genannt wurden die richtige. Ergibt $1310/oz. Inzwischen denke ich, daß eine so einfache Differenz keine Rolle spielt, z.B. hat uns Colossus damit eine um $40 mio bessere Bilanz vorgegaukelt als wirklich da war. Das kurioseste Beispiel für die Nichteignung dieses Wertes als Vergleich habe ich bei Heiwa erlebt, nach Übernahme von eines Unternehmens unter Buchwert wurden unter non-current liabilities dutzende Millionen negativer goodwill verbucht (vereinfacht gesagt ist goodwill eine Luftbuchung, um Differenzen zwischen Buchwert und Kaufpreis in der Bilanz auszugleichen).


    Mit den ETF Beständen möchte ich ausdrücken, daß der Abverkauf auch noch eine ganze Weile länger dauern kann.


    Eagle
    Ob wir nur eine Korrektur im Abwärtstrend sehen oder das nun der Boden ist, weiß ich nicht. Fakt ist, daß die Minen sehr viele Aktien emittiert haben in den letzten Jahren, XAU:Gold Ratio etc. also keine wirkliche Bedeutung mehr hat.


    Und selbst wenn der Goldpreis wieder auf $1400 steigt heißt das nur, daß z.B. Newmont langsamer stirbt. Bleibt es so wie jetzt, dann sind sie in ca. 2-3 Jahren fertig, da credit facilities schon vorher gekünfigt werden.


    Ich würde auch nicht große Minen per se als sicher ansehen. Newmont ist es z.B. nicht. Die hohen Kosten stammen zu einem Großteil auch durch den hoch bewerteten A$.


    Deine 5 Szenarien sind auf jeden Fall die richtige Denkweise. Die nächsten 1-2 Monate dürften uns zeigen, wohin das Pendel ausschlägt. Ich bin überzeugt von Szenario 4, denke aber zuletzt mehr in Richtung 5 und 1.


    Normalerweise stehen die Aktienmärkte genau jetzt am Ende, die letzen Aufschwünge etc. bevor es Mitte Januar nach unten gehen sollte. Es kann allerdings auch sein, daß bei 1.6% Rendite 30-jähriger und 3% Inflationserwartung der jap. Anleihenmarkt zusammenbricht. Das könnte u.U. den Abwärtsdruck bei uns eine zeitlang aufhalten oder aber beschleunigen, wer weiß das schon.
    Ein Käuferstreik der jap. Anleihekäufer würde zu noch höherem QE in Japan führen, mitzunächst wohl noch niedrigerer Währung.Je nach Zinsen in Japan kann der Yen aber auch böse überraschen.


    Fakt ist jedenfalls, daß nur Gold keinen automatischen Wertverlust bei steigenden Zinsen bringt wie z.B. Anleihen und Aktien.


    Gruß
    S.

    Ich habe bei Newmont nochmal das Q3 berechnet und komme auf $1470 Gesamtkosten...
    Cashflow from continuing operations - investments in property, plant and mine development + mining tax (aus dem income statement, taucht im cashflow nicht auf, dort versteckt im net earnings Posten).


    Stellen wir und mal die Frage: Investiert Newmont derzeit mehr als notwendig wäre, um die ca. 5 mio ozs Produktion aufrecht zu erhalten? Ich denke nicht... Auch ist der Steuerabzug, den ich vorgenommen habe, eher zu konservativ. Denn selbst wenn der Goldpreis unter die Kosten fällt, heißt das noch lange nicht, daß Newmont keine Steuern mehr zahlt. Teilweise existieren ja Steuern, die unabhängig vom Gewinn zu zahlen sind. Royalties an Staaten etc., außerdem wird ja nicht der capex vom Gewinn abgesetzt, sondern capex mit einer Verzögerung von einigen Jahren. Bei 10-15% Kostensteigerung pro Jahr bedeutet das, daß bei weitem nicht der realistische Kapitalaufwand abgesetzt werden kann.


    Newmont gibt für Q3 erheblich niedrigere AISC an. Sowie einen Nettogewinn. Tatsächlich waren es auf Cashflow Basis 350 mio Verlust. Steuern herausgerechnet nur noch $200 mio Verlust (darauf sind die $1470/oz berechnet).


    Grund für die Diskrepanz zwischen "Nettogewinn" und tatsächlichem Gewinn auf cashflow Basis sind wieder die Abschreibungen der Kapitalaufwendungen, die erheblich niedriger sind als die jetzt erfolgten Kapitalausgaben.


    Newmont benötigt langfristig einen Goldpreis von $1600. Beim jetzigen Goldpreis von $1240 ergibt sich auf Jahressicht ein negativer Cashflow von $1.2 Mrd.


    D.h. in 4 Jahren sind alle Cashbestände und credit facilities aufgebraucht und Newmont steht vor der Pleite. Evtl. noch eher.


    Für den Sektor sieht es wirklich nicht gut aus. Davon kurzfristig aber nicht bange machen lassen.


    Was mich nachdenklich macht ist, daß von ca. 90 mio ozs in ETFs laut aktuellem Zerohedge Artikel 30 mio ozs abverkauft wurden. 2003 gab es noch keine ETFs. 2/3 werden noch gehalten.


    Gruß
    S.

    Mein Kommentar war eigentlich bezogen auf die Iamgold Minen. Naja, trifft aber genauso auf alle Unternehmen derzeit zu.


    Wir haben ja auch schon gesehen, daß SBM und GSS z.B. sehr gute Performer waren.


    Beim vorhersehen von Börsentrends war ich noch nie gut. Ich denke, daß erstmal eine kleine oder größere Erholung beim Goldpreis einsetzt und damit eben auch vor allem die ausgebombten Werte gut performen werden. 2-4 Monate.


    Aber was dann? Gute Fundamentaldaten sind immer das Netz, daß einen uch längere Durststrecken durchstehen läßt.


    Ich denke es ist ganz klar, daß die $1400 einfach nicht reichen. Wird nicht zu einer Erholung der Minen führen, sondern nur zu einem Verlagern der Pleitewelle, die ich auf uns zurollen sehe.


    Auch scheinen die AISC nicht so ganz einfach zu berechnen sein. Bei Newmont habe ich schon Werte mit einer Spanne von fast 300$ gesehen.


    1999/2000 war der Goldpreis im Tief bei $255. Geholfen haben hedging und high-grading. Dieser Goldpreis entspricht nach der Kosteniunflation der letzten 14 Jahre heute $1250. Wir haben also längst inflationsbereinigt aus Sicht der Minen neue all time lows im Goldpreis. Hier steht der komplette Sektor vor dem Aus.


    Die Kapitalmärkte für Minen sind zu, es gibt nichts mehr. Ein weiterer Grund für Pleiten. Beispiele sind ja z.B. die Colossus Pleite, die gestrichene credit facility für Richmont, die wohl kommenden Probleme für die Finanzierung von Avocet. Die Probleme der junirs in Mittelamerika etc.


    Auch hedges sind keine Rettung: an sich teilweise sinnvoll wenn man vor dem Goldpreiseinbruch verkauft. Auch dürfte nicht der nominale Goldpreis gehegt sein, sondern vor allem relativ zur Kosteninflation.


    Auch haben wir das Damoklesschwert der vollkommen überbewerteten Aktienmärkte. Und die 1.6% Rendite jap. 30-jähriger bei erwarteten 3% Inflation. 10 Billionen US$ Anleihemarkt, fast so groß wie der der USA mit 60% zu refinanzieren in den nächsten Jahren. Das kann gewaltige Umschichtungen aus Japan in internationale Aktienmärkte bedeuten. Kurz: auch hier gewaltige Unsicherheiten.


    Ich denke so langsam wir sollten einfach die Investitionsquote hoch lassen und dann mal sehen, ob der jetzige sich anbahnende Preisanstieg beim Gold in 2-4 Monaten ins Stocken gerät.


    Statt sich zu viele Juniors anzusehen, wären evtl. die Majors interessanter: In der Vergangenheit haben die Juniors die Projekte entwickelt, die Majors dann gebaut und produziert. Jetzt haben wir bei einigen Minen der Majors riesige Verluste und das Ausgliedern von hochpreisigen Minen wie z.B. Boddington könnte den Markt von oben umkrempeln, da eben wieder vieles auf den Markt käme.


    EDIT: Auch nachdenklich machend die Zahlen von Newmont (2012)
    4,78 mio ozs production
    $1662/oz received
    net cash from operations $2388 mio
    capex $3210 mio (2010 $1402 mio)
    income before tax $3114 mio
    = $1011 costs/oz (earnings before tax)
    = $1455 costs/oz (cashflow - 2010 capex)
    = $1833 costs/oz (cashflow - 2012 capex)
    Spannende Frage, wofür capex bei Newmont verwendet wird, sustaining oder neue Projekte (2010er capex könnte ein Proxy für die sustaining costs sein). Die Kosten auf cashflow Basis sind wohl noch um die Steuerzahlungen zu reduzieren, ca. $170/oz weniger... Ich habe die Bemerkungen im annual report nicht gelesen, wird wohl interessant sein.


    Gruß
    S.

    Die Minen sind alle nicht so das wahre. Cambiors Brot und Butter Kanada Minen mit hohen Lohnkosten durch den C$, Coté mit ultraniedrigen grades. Suriname natürlich sehr interessant. Aber die Westafrika Minen sind auch nur um die 1.5 g/t, alt, tief und es geht langsam immer mehr Richtung sulphides. Niobium ist noch der heimliche Star von Iamgold.


    Also trotz etwas positiver Überraschung lasse ich Perseus außen vor. 1.1 g/t tue ich mir nicht an. Aber sie scheinen entgegen meinem ersten Eindruck besser als GSS zu sein.


    Mal sehen was von Resolute zu halten ist. Ich meine mich zu erinnern, daß die immer metallurgische Probleme gehabt haben.


    Alles was man sich so heraus sucht ist keine wirkliche Alternative. Man darf nicht vergessen, daß die Minenbetreiber ja keine Amateure sind, die meinen lso operativ sehr gut betrieben werden. Nur wo ist da das Aufwärtspotential?


    Die Sibanye Minen arbeiten überhaupt nicht professionell. Das läßt Potential nach oben. Würden die Schichten so ausgedehnt wie sie derzeit bei Gold Fields in South Deep laufen, würde die Produktion um 35% steigen. Strom, Kühlung, Ventilation sind Fixkosten, die Lohnkosten müßten vielleicht um 25% steigen. Wären 2 mio ozs zu $900 all-in.
    Nicht machbar in dem politischen Umfeld, aber solche zumindest in der Theorie bestehenden Potentiale bieten low-grade open pit Minen nicht.


    Gruß
    S.

    All-in costs sind reiner Schwachsinn, weil da auch die Kapitalkosten für Wachstum drin stecken. AISC sind genau das passende, um die wahren Kosten aller Minen eines Unternehmens darzustellen. Die Tabelle ist eine wahrer Schatz.


    Ich gehe etwas anders vor: Cash flow from operations, etwas bereinigt, davon Kapitalkosten abziehen. Wobei es vielfach sehr schwer zu sehen ist, welche Kapitalkosten anzusetzen sind. Wenn z.B. gerade eine Mill gekauft wird oder ein neues Projekt gekauft wird sollten die Kosten nicht rein, die laufenden Kapitalkosten wie sie typisch für z.B. ZA sind schon. Steuerzahlungen müssen natürlich wieder zum verdienten cash hinzugerechnet werden.
    Dann kann ich über den durchschnittlich erhaltenen Goldpreis die Kosten pro Unze berechnen. Natürlich sehr fehleranfällig, wenn man das Unternehmen nicht genau kennt.


    Bislang kann ich sagen, daß Harmony deutlich schlechter zu sein scheint als die angegebenen AISC. Ebenso Golden Star. Perseus wäre eine kleine Sensation, da muß ich nochmal genauer hinsehen. Da sie anscheinend gerade im Aufbau sind, kann es da Verschiebungen geben...


    Die Sibanye und Harmony Zahlen sind sehr fest und sind eher noch schöngerechnet, da der sinkende Rand nicht 1:1 im Gewinn auftaucht (höhere Importpreise) und die Löhne auch gestiegen sind.


    Mein Vorgehen ist top-down AISC is bottom-up. Müßte theoretisch das gleiche ergeben.


    EDIT: https://research.canaccordgenu…teviewer.aspx?pubid=96205
    Empfiehlt Beadell (AU:BDR)



    Gruß
    S.

    Differenz 940-188 = 752


    Entspricht ca. provisions und deferred tax liabilities, also keine direkten Schulden.


    Bei Harmony entsprechen die gleichen Positionen ca. $500 mio.


    "Because there are differences between what a company can deduct for tax and accounting purposes, there will be a difference between a company's taxable income and income before tax. A deferred tax liability records the fact that the company will, in the future, pay more income tax because of a transaction that took place during the current period, such as an installment sale receivable."


    Gruß
    S.

    Ja, perfekt erklärt. Aber was ist z.B. long term debt? Non-current liabilities? Da sind auch Rückstellungen drin für Ereignisse, die vielleicht niemals eintreten.


    Erst einmal bin ich mehr an den Kosten weiterer Gesellschaften interessiert.
    1. Troy (1120)
    2. Perseus (1260-1100, falls eine Kostenposition entfällt, sieht nach Beechnungsfehler aus oder es wird in hedges geliefert)
    3. St. Barbara (1400)
    4. RIC
    5. RMX
    6. Resolute


    Kann ja sein, daß 2014 der Goldpreis auf $1400 steigt und wir trotzdem eine Pleitewelle erleben.


    Gruß
    S.

    Mir fallen für die letzten Monate zwei Fehler ein, die ich gemacht habe.


    1. Sibanye net debt Angaben des Unternehmens für bare Münze genommen
    2. Notes bei Colossus


    Der erste Fehler ist verständlich, da wir bis vor kurzem ja noch keine Bilanzen des spin-offs hatten. Einfach vergleichen mit anderen Unternehmen wo ich dann mit total liabilities - current assets gerechnet habe als net debt ist aber nicht vergleichbar.


    Der zweite Fehler ist tragischer. Colossus hatte 86 mio in Notes ausstehend, also 86 mio Schulden. In der bilanz stand dieser Posten aber nur mit market value von 40 mio, da die notes eben so stark gefallen waren. Für Colossus spielt das aber keine Rolle, da sind nur die $86 mio maßgeblich.


    D.h. in punkto Bilanzanalyse muß aufgerüstet werden und ich muß in Zukunft genauer hinsehen. Und vielleicht andere Ratios verwenden.


    Gruß
    S.

    Also ohne deferred taxes und provisions hat Harmony keine Schulden, netto +/- 0. Diese Posten belaufen sich bei Sibanye auch auf viele hundert mio US$ ohne daß sie die in net debt Zahlen einberechnen. Da herrscht Gleichstand.


    Bis Juni 2013 hat Sibanye 375 mio cash verdient aus den Minen, ohne Kapitalkosten. Grob Überschlagen $600 marge pro Unze. 1500 Goldpreis, $900 Kosten. Kapitalkosten $80 mio pro Quartal.
    Harmony hat In diesem Zeitraum grob überschlagen $50 mio cash eingespielt, dafür pro Quartal nur 50 mio Kapital investieren müssen.


    Ich denke man müßte die Zahlen mal genauer durchspielen, aber die Kosten scheinen bei Harmony extrem viel höher zu sein wobei die headline Zahlen irgendwie imemr wieder sehr vergleichbar zu Sibanye aussehen (all-in-sustaining-costs etc.)


    Auf jeden Fall muß für Sibanye bei höherer Produktion auch 25% mehr market cap drin sein. auf diesen Wert hat Sibanye immer noch einen 24% Discount. D.h. eher Sibanye nachkaufen als Harmony.


    Rein rechnerisch ergeben sich aus der Vergangenheit Kosten für alles vor Steuern für Sibanye $1220/oz. Harmony $1660/oz. Nach Randabschwächung: $1053/oz Sibanye, $1380/oz Harmony. Bei Golden Star komme ich nach cash flow Berechnungen für das Jahr 2012 gar auf $1690/oz Kosten. D.h. Golden Star fasse ich definitiv nicht mehr an.


    Gruß
    S.