Beiträge von Saccard

    Mir erschließt sich nicht wie diese "Steuern" berechnet wurden. Denn der Staat verdient ja nicht nur an Unternehmenssteuern. Auch Royalties, Zwangsanteile (10% in Ghana), Steuern auf löhne der Arbeiter etc.


    Ich sehe es pragmatisch: je höher die Steuern, desto besser. Hohe Steuern können kaum noch erhöht werden, niedrige Steuern werden mit Sicherheit in Zukunft erhöht. Kennzahlen wie KGVs sind ja NACH den Steuern berechnet. KGV 10 bei 40% Steuern ist besser als KGV 10 bei 20% Steuern.


    Schön, daß sich African Barrick so gut entwickelt hat. Trotzdem sind sie deutlich teurer als z.B. Sibanye und haben auch höhere Kosten. Ich habe mich an die Ashanti Übernahme erinnert, die ja 50% von Geita hatten. Tanzania ist mit Sicherheit eines der besseren Gebiete in Afrika, African Barrick ist jedenfalls einer der Werte, die ich hätte, wenn ich mehr diversifizieren würde.


    Ob wir nun in Zkunft eine Hyperinflation sehen werden... keine Ahnung. Ich denke daß eine Inflation auf jeden Fall auszuschließen ist. Die entsteht durch Nachfrage. Junge Menschen, die noch unproduktiv sind. Ende 60er bis Anfang 80er Stuchwort Babyboomer. Das wird es nicht geben. Also eine Deflation. Das Problem bei der Hyperinflation ist, daß es eben keine lineare Fortsetzung der Inflation ist. Eine Hyperinflation ist m.E. auch kein monetäres Phänomen, da ja in der Hyperinflation z.B. die Geldmenge relativ zu den Warenpreisen sinkt. Von außen gesehen ist eine Hyperinflation immer eine Deflation. Lateinamerika in den 80ern, Zimbabwe ab 2000, insbesondere 2005-2009. Da gibt es auch ein wahrscheinlich interessantes Buch von Gideon Gono, damaliger Zentralbankchef von Zimbabwe.
    Überhaupt gibt einem Zimbabwe Rätsel auf. Ungebildete Schwarze, Bananenrepublik hätte man erwartet. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: In alten Interviews aus den 70ern kommt Mugabe extrem gebildet rüber. Auch andere Schwarze Aktivisten. Und Bestechung hat immer ganz gut in Westafrika geklappt, in Zimbabwe gehen die Schwarzen stumpf nach Schema F vor, Anweisungen werden 1:1 eingehalten. Für alles und jedes gibt es eine Vorschrift. Die Hyperinflation ist entstanden, da Mugabe seine Leute bei Laune halten mußte. Die Geburtenrate ist ja schon sehr hoch und irgendwann kamen dann junge "Unabhängigkeitskämpfer" (zu Zeiten des Unabhängigkeitskrieges noch nicht einmal geboren) und wurden dann eben mit den Farmen der Weißen abgelenkt. Mangels Verschuldungsmöglichkeit wurde dann Bargeld gedruckt, letzten Endes fehlten einfach die Exporte wegen der wegbrechenden Agrarproduktion. Sehr interessant auch die Kommentare von Weißen aus zimbabwe zu Südafrika. Ich denke nur die diversifiziertere Wirtschaft, der höhere Anteil an Weißen und Mischlingen sowie die geringeren Geburtenraten haben da ähnliche Resultate verhindert.


    Wie will man denn zur jetzigen Situation z.B. der USA eine Vorhersage machen? Wir sind heute global. QE heißt vielleicht Blase in Schwellenländern und danach Crash dort. Was hätten Landesweite Aufstände und Zerfall Chinas bzw. Umlenken der Unruhen auf einen äußeren Feind, also Krieg mit Japan, für Konsequenzen?


    Jedenfalls sieht man derzeit am Beispiel Ukraine sehr gut, daß die Schwellenländer erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben. Die Ukraine hat sehr viele Kredite in Fremdwährung, Yen und Schweizer Franken. Österreichische Banken sind besonders involviert. Ich denke mal crashende Währungskurse und einsetzende Inflation inder Ukraine sind ein Beispiel in welche Richtung es geht. Und daß man plötzlich von quasi Enteignung russischer Vermögen im Westen und westlicher Vermögen in Rußland spricht ist auch ein Wink mit dem Zaunpfahl. Die heutige globalisierte Wirtschaft hat eben sehr viele Gefahren geschaffen, die früher oder später zum Tragen kommen können. Rußland lebt ja fast überwiegend von Gaspreisverträgen mit Europa, die ein mehrfaches des Weltmarktpreises betragen. Ohne Öl- und Gaseinnahmen ist die russische Wirtschaft bankrott.


    Wichtig ist m.E. nur, daß Unternehmen Hyperinflationssicher sind. Klar müssen sie auch in einer Deflation überleben können. Solche Werte wie z.B. VW würde ich zu den typischen Deflationsverlierern rechnen.


    Gruß
    S.

    Neuausrichtung im Depot.


    Ich werde ab jetzt - neben den Minen - keine Tabakwerte mehr mit ins Depot nehmen. Grund: Deflation oder Inflation, eine Hyperinflation in den nächsten 10-20 Jahren ist durchaus möglich. Ich möchte nur Werte besitzen, die hyperinflationssicher sind. Tabakwerte sind es theoretisch: bei z.B. 5 Euro Packungspreis und 1 Euro Herstellerpreis ist bei den Preisen Spielraum nach oben. Aber in einer Hyperinflation brechen Logistik und Netzwerke zusammen, dann sind gänzlich unversteuerte Produkte problemlos absetzbar, da extrem viel über den Schwarzmarkt laufen wird. Wenn der Konsument dann schon gegen Gesetze verstoßen muß, dann ist ihm auch die Tabaksteuer egal.


    Japanische net-nets fallen da ebenso drunter, auch die kommen nicht mehr ins Depot.


    Zum Goldpreis: Ich bin seit längerer Zeit der Meinung, fundamental gerechtfertigt (Vergleich mit Dow Jones) sind vielleicht $500-$800. Diese Annahme kann ein Trugschluß sein. Denn: Gold war eben nicht das gleiche wie Geld, auch im Goldstandard nicht. Gold war die monetäre Basis, Geldbasis M0. Die Banken haben auch früher Kredite vergeben ohne daß alles durch Gold abgedeckt war. Gerade deswegen ist ja die Federal Reserve geschaffen worden. Unternehmen nimmt Kredit auf, Bank gibt Gold heraus, Unternehmen investiert und bezahlt Lieferanten mit Gold, Lieferant zahlt Gold auf ein Konto bei z.B. derselben Bank ein und die Bank kann das Gold wieder für den nächsten Kredit verwenden. Der Vorzug des Goldstandard war eben, daß die Geldbasis langfristig mit der Produktivität der Wirtschaft mitwuchs, keine Spielchen wie heute.


    Nur mal als Vergleiche:
    http://www.macrotrends.net/1444/gold-to-monetary-base-ratio
    http://goldsilverworlds.com/mo…ng-term-charts-till-2012/


    Man sieht im ersten Chart des unteren Link sehr schön, daß wir 1980 im Goldpreis ganz klar eine Blase hatten. Bestätigt meine persönliche Einschätzung. 1970 wird eine klare Unterbewertung des Goldpreis um Faktor 3 angezeigt. Ebenso Ende der 90er. Der Goldpreis ist aber nie wirklich gegenüber M0 auf ein historisch normales Maß gestiegen, die Unterbewertung der 90er wurde nur zu einem ganz kleinen Teil aufgelöst. Der Goldpreis hat heute einen "fairen" Wert von $3500 und kann in einer Blase wie 1980 - unwahrscheinlich daß sie sich wiederholt - problemlos auf über $10000/oz steigen. Wenn sich nichts ändert.


    Spannend wird die weitere Entwicklung der Geldbasis sein. Denn noch ist die Geldbasis von den Banken noch nicht zur Kreditvergabe genutzt worden. Noch kann sie auch wieder durch Anleiheverkäufe der Notenbanken gesenkt werden. Wenn die Lust zur Aufnahme neuer privater Kredite in Japan entflammt oder wenn Anleihen im Besitz der Notenbanken "ausgebucht" werden, ist für mich das Startsignal zur hohen Inflation gegeben.


    Gruß
    S.

    Trotz aller Unsicherheiten ist Pretium wohl eine der wenigen Alternativen die Anlegern bleibt.


    Brent Cook schreibt z.B. zum gegenwärtigen Stand des Goldsektors:
    http://www.321gold.com/editorials/cook_b/cook_b022014.html


    Kinross wird 2021 nur noch 1 mio ozs Produktion haben. Bei 7 Mrd. Börsenbewertung. Trotz steigendem Goldpreis kann man damit wohl - da Kinross nur Beispiel für viele andere ist - die Minen allgemein vergessen. In den nächsten Jahren werden die jetzigen Reserven aufgebraucht ohne daß Gewinn entsteht. Gewinn jetzt ist nur durch high-grading möglich, damit wird aber ein Großteil der Reserven unökonomisch. Auch bei höherem Goldpreis. Für eine Mine macht es Sinn +/- 0 zu arbeiten, da dadurch der maximale Wert der Option vorhandener Goldreserven auf höhere Goldpreise optimiert wird. Wenn der höhere Goldpreis (rel. zu Öl etc.) nicht kommt bevor die Option abgelaufen ist...


    Erschreckend die Reserveverluste alleine für 2013:
    Barrick -26%
    Goldcorp -11%
    Newcrest -11%
    Agnico -9%
    Kinross -20%
    Newmont -11% (gestrige news, nicht im Report von Brent Cook).


    Es sieht also für die 08/15 Majors düster aus. Niemand hätte so etwas wie Pretium vor 15 Jahren finanziert. Heute aber ist und bleibt es eine Rosine im Kuchen der Goldprojekte. Besser mit evtl. Unsicherheiten leben als den sicheren Tod hinzunehmen.


    Der Tisch ist eben abgedeckt. Es gibt keine Goldprojekte mehr, alles vorhandene oberflächennahe wurde exploriert. Weltweit.


    Brent Cook:
    "There are very few outcropping ore bodies left; therefore, we are forced to look under cover for blind ore bodies. Advances in geophysics, geochemistry, and geologic knowledge have improved our ability to see into the unknown--some. But testing any theory (story) becomes considerably more expensive these days due to increased depths and the geologic uncertainty resulting from the lack of surface rock exposure. In essence, we are now using drill holes to collect basic rock samples that we formerly were able to gather from the surface."


    Ich erinnere noch einmal an Superior Mining (pleite oder Pleitekandidat, dient als Beispiel).
    http://superiormining.com/properties/south_africa/mangalisa/
    "The Phase 1 drilling program was aimed at confirming the original drill hole PG-1 intersection, which is recorded as returning values of 50 g/t gold and 5 kg/t uranium over one metre at a depth of 776 m."


    Wenn ich in Südafrika 1m mit 50 g/t finde, habe ich aller Wahrscheinlichkeit nach einen neuen Reef entdeckt. D.h. 10, 20, 50 mio ozs neue Resourcen. 776m ist als neue Mine noch leicht finanzierbar. Die 4000m Minen, die derzeit in Betrieb sind, könnte man natürlich nicht neu errichten, die leben von Ausgaben, die vor langer Zeit getätigt wurden.


    Die Zukunft der Exploration ist also ganz klar Südafrika. In den letzten Jahren hat dort niemand ernsthaft exploriert. Ziele bis 1000m sind von der Exploration her und von den zu erwartenden Kapitalausgaben her machbar. Der Joker ist die einzigartige Geologie, die fast garantiert, daß man ein ökonomisches Projekt erhält wenn etwas gefunden wird.


    Oder soll man in Australien planlos 1000m tief bohren in der Hoffnung zufällig etwas zu finden? Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß überall außer in Südafrika die Projekte so klein ausfallen werden, daß sich selbst ein Fund nicht lohnen würde.


    D.h. Goldminen in großem Stil wird es auf lange Sicht (nach 2020/30) wohl (wieder) nur noch in Südafrika geben. Der Carlin Trend hat wohl auch noch gewaltiges Potential in der Tiefe.


    Wer nun nicht in Südafrika investieren möchte und langfristige Projekte sucht, kommt an Pretium nun einmal nicht vorbei. Welche Projekte existieren denn sonst noch, die jetzt sehr profitabel wären und in 15 Jahren noch produzieren würden?


    Nebenbei gesagt: verglichen mit JEDER größeren Gesellschaft ist Sibanye derzeit immer noch mit Faktor 2.5-7 unterbewertet geht man rein nach den derzeitigen Kennzahlen. Ich bin daher nicht positiv für den Goldsektor gestimmt und würde jedem raten, seine Bestände von den 08/15 produzierenden Todeskandidaten nach und nach in die Werte mit langfristigem Potential umzutauschen. In Südafrika Sibanye, aber auch Harmony. Masimong hat Potential mehrere dutzend mio ozs in Reserven zu bringen (südlich von Mangalisa). Dann natürlich Pretium. Aber auch Unternehmen, die Explorationsgebiet in den Regionen haben, wo eben geologische Ablagerungen eine Beurteilung der zugrundeliegenden Geologie unmöglich machen und die damit noch sehr viele Goldvorkommen haben, die sich sehr schwer entdecken lassen. Guyana oder Brasilien sind z.B. solche Regionen.


    Gruß
    S.

    Gut, im wesentlichen aber unwichtig, da schon lange keine Produktion mehr.


    Verkaufte Minen haben keine Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands mehr. Außerdem hat Troy eine kleine Royalty vereinbart.


    Gruß
    S.

    Ich denke die Szenarien, die wir 1999-2001 hatten haben über all die Jahre doch ihre Gültigkeit nicht verloren.


    Die USA, ein Land das ich eigentlich sehr mag, sind moralisch fertig. 5000 Tote durch Polizeieinsätze in der letzten Dekade. Wo bleiben die Bürgerrechte? Der amerikanische Traum war immer Freiheit, nicht Demokratie. Freiheit des Einzelnen. Europa ist ähnlich kaputt. Aber wir haben noch sehr viele regionale Differenzen. Bei uns konnten die Verfolgten damals noch in die Schweiz oder nach Großbritannien ausreisen. Käme es wirklich zu einer schlimme(ere)n Diktatur dort, die Resultate wären noch verheerender als bei uns. Zum Glück hat das amerikanische Volk die Gabe, im letzten Moment noch einzuschwenken und das Unheil abzuwenden. Hoffen wir also das beste für die USA.


    Hier noch einige passende Zitate von RR vom 03.02.


    It should come as no surprise to subscribers that the stock market got whacked badly today. Today I received a clear sell signal on the point & figure chart of the Dow, which suggests continued selling. Once the market is oversold, I expect a good rally, which will take the Dow close to the previous high. When that rally deteriorates and declines, I expect the market to embark on an extended and frightening bear market decline.
    I expect steady bear market deterioration in the US economy to continue from here, regardless of what the market does. Already I hear talk of a possible 10% correction. These people are wrong. This is not a correction. It's a continuation of the bear market.
    http://kingworldnews.com/kingw…_The_Edge_Of_A_Crash.html


    Ich denke der derzeit im Netz herumgereichte Dow1929 Chart is Unsinn. Da ist nichts gleich, alleine der Maßstab stimmt nicht. Was gleich ist: das Endpattern. Three peaks and a domed house. Hatten wir 1929, 1973 und eben jetzt auch wieder. Three peaks and a domed house ist ein Pattern, das die Endphase einer log-periodic bubble nach Didier Sornette wiederspiegelt. In seinem Buch (habe es fast durch, ohne den mathematischen Teil im Detail zu verstehen) weist er nach, daß die bisherigen Entdeckungen des Musters eine sehr geringe Fehlerquote hatten. Er hatte Anfang / Mitte Januar als Ziel angegeben.


    Ich denke es wird nun sehr bald einen Crash geben. Nach dem ominösen Dow1929 Vergleichschart runter bis 13000 im Dow. Ich denke aber, daß evtl. schon das hier vor einiger Zeit besprochene Trompetenmuster mit 6000 innerhalb von einem Jahr im extremsten Fall erreicht werden könnte. Jedenfalls denke ich, daß 13000 eher optimistisch ist. Reaktion der Marktteilnehmer: Weigerung zu verkaufen, da man durch den schnellen Crash (der Anfang wird schneller sein als 2000/2007, 10-15% vielleicht an einem Tag) schon drin sitzt. "1987 ging es auch wieder rauf". Der Rest der bärisch ist, wurde über Jahre trainiert nach einem Crash zu kaufen. Also nichts mit verkaufen.
    Dann wird Mitte/Ende 2014/Anfang 2015 die Gegenbewegung kommen. Und dann wird es den richtigen Bärenmarkt geben. Lange Zeit nach unten. Eigentlich. Zielzone so 3000 wie von Richard Russell vor Jahren angekündigt (Dow and gold will cross, probably at 3000).
    Und genau an diesem Punkt wird evtl. die Abweichung vom historischen Normalfall kommen: nämlich das Ausbleiben des letzten Absturzes (1929 war diese Phase (1930-1932) -80%). Stattdessen Hyperinflation. Für Japan sehr wahrscheinlich, in unseren Märkten muß man es abwarten. Dow 50-75000 mit einer Kaufkraft von einem jetzigen Wertvon 3000... cross wird es trotzdem geben.


    Das wäre so mein Fahrplan des Möglichen. Man kann es natürlich nicht wissen, gerade die Inflation und anschließende Stabilisierung (eine stabile Währung muß irgendwann kommen) führen zu nicht vorhersagbaren Effekten. Siehe 1923.


    Sehr zu empfehlen sind übrigens folgende Bücher:
    When Money Dies (Adam Fergusson), behandelt 1923
    The Day the Bubble Burst (Gordon Thomas, Max Morgan Witts), 1929
    Berichte, wie es wirklich zugeht. Abseits von diesen ewigen theoretischen Abhandlungen.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel Man,


    Rüssel kritisiert m.E. die US Regierung nur stellvertretend für viele Regierungen. Die "Programme" unterscheiden sich in Details, im Timing usw., aber letzten Endes haben Japan, die USA und Europa ähnlich viel getrickst. Unterschied ist wohl nur, daß die europäischen Staaten zu den um ihre Goldbestände betrogenen gehören.


    Auch interessant, daß 1974 der 50% Goldpreisverfall genau einsetzte als die Bevölkerung endlich wieder Gold kaufen durfte. In jüngster Vergangenheit wollte die Bundesbank ihre Bestände haben und genau da ging der Preisverfall los.


    Russell wird auch immer älter und ist nicht mehr so gut wie früher. Aber ich vergesse nie, daß er früher selbst eine Depression erlebt hat und selbst sein Leben an Bord eines amerikanischen Bombers riskiert hat. Solche Personen gibt es heute nicht mehr. Und er sagt ganz klar daß wir längst eine Depression haben. Und was sonst soll eine Depression sein? Es ist keine übermächtige mythische Vorstellung, in den 30ern war es wirtschaftlich auch wieder nicht so schlecht wie uns heute glauben gemacht wird. Eben mies mit schlechten Jobchancen, mieser Bezahlung, Massenarbeitslosigkeit etc. Heute wird es nur sehr schöngeredet.


    Alleine in Deutschland haben wir seit 1990 fallende reale Einzelhandelsumsätze. Pro Person real um mehr als 20% gefallen.


    Nach den jüngsten Sentiment-Daten kann der Crash immer noch kommen. Three peaks and a domed house, ganz klassisch. JETZT. Siehe auch Mark Hulbert.


    Ich bleibe daher bei nach unten abgesicherten Goldwerten. Stellt sich heraus, daß Gold tatsächlich Gewinner im Crash ist, kaufe ich auch spekulativere Werte. Vielleicht in einigen Monaten jap. Substanzwerte (=Land). Derzeit aber definitiv entweder Gold oder eben Aktien short. Nichts anderes, absoluter Fokus ist jetzt notwendig.


    Nach all den Jahren frage ich mich, ob Gata nicht doch Recht hat.


    Gruß
    S.

    Und wenn man schon von Pleite spricht... hier ein Artikel, der besagt, daß Anglogold schon pleite IST:
    http://news.peacefmonline.com/…2/189256.php?storyid=100&
    Gemeint ist wohlgemerkt die Tochter in Ghana.


    Hier geht man "nur" von zwei Jahren Schließung aus:
    http://www.bdlive.co.za/busine…ers-two-year-mine-closure


    Anglogold hat einen irrsinnigen Overhead (habe mal $380 mio/Jahr aufgeschnappt). Obuasi gilt als die komplexeste Mine der Welt. Mponeng kann nicht abgestoßen werden ohne daß die Reservenbasis zusammenbricht.


    Sibanye hängt in der Ghana Situation auch etwas drin, da es einen alten ausstehenden Gold Fields Bond gibt, für den auch Sibanye bürgt. Gold Fields hat Sibanye aus der Bürgschaft entlassen, was bei einer Gold Fields Pleite bedeutet, daß Sibanye zwar diesen Bond trotzdem bezahlen muß, sich aber an Gold Fields Konkursmasse schadlos halten kann. Naja, Gold Fields ist nicht Anglogold...


    Gruß
    S.

    Finanzierungsprobleme?


    Interessanter Artikel über Bonds von Anglogold und Gold Fields:
    http://www.moneyweb.co.za/mone…-turn-to-bank-loans-nick-


    Anglogold:
    Yields on AngloGold Ashanti's (JSE:ANG) $750 million of bonds due in August 2022 climbed 225 basis points, or 2.25 percentage points, since the start of last year to 9.1 percent,


    Sibanye:
    Sibanye Gold (JSE:SGL), a South African producer of the metal with three operations, in December arranged 4.5 billion rand of credit facilities linked to the three-month Johannesburg interbank agreed rate, which is 5.68 percent. This includes a term loan at 2.75 percentage points above Jibar and a revolving credit facility that’s 2.85 percentage points above the rate.


    Da eine 8-jährige Anleihe eine Duration von 6-7 Jahren hat, würde ich für die Aktien, die ja eine viel höhere Duration haben, viel mehr haben wollen. Min. das dreifache. Gehe ich von 5% Inflation in ZA aus, dann benötige ich für das Risiko der erheblich längeren Duration (20-25 Jahre) real 12%. D.h. mehr als KGV 8 ist für Anglogold nicht drin. Und da liegen sie weit drüber.


    Sind die Bonds von Goldminen-Werten also evtl. eine Alternative?


    Gruß
    S.

    Heute Reserveanpassung. Bei derzeitigem Randkurs berechnet bei $1176/oz.
    Driefontein + Kloof + Beatrix +46% auf knapp 20 mio ozs.


    Dazu kommen später noch die Reserven von Cooke und Wits Gold, insgesamt ca. 30 mio. Burnstone wird nochmals einige mio ozs addieren.


    Gruß
    S.

    Der amerikanische Aktienmarkt kann nicht einbrechen, weil er nicht einbrechen darf. Es sind höchstens Korrekturen "erlaubt" und eine solche haben wir eben hinter uns. Bei Krisen flieht das Geld Richtung US-Dollar und Dow Jones. Die FED wird in kritischen Fällen noch viiieeel mehr Geld fluten.


    Sehe ich nicht so. Die Japaner haben auch QE probiert, es hat nichts geholfen. Wenn wir Japan 1:1 nachmachen, wird z.B. das Nasdaq 2024 so ca. auf 1000 stehen, zwischenzeitlich vielleicht auf 500 runterrutschen.


    Außerdem hat ja QE nichts direkt mit dem Dow zu tun. Die Fed kauft eben Anleihen. Aber die Aktien werden von den Banken gekauft. Und die können immer zum Kaufkurs bilanzieren. Ich sehe die Phase ab 2009 als eine von Milchmädchen-Bankenheinis getriebe Hausse an. Kann auch schiefgehen.


    Den kurzfristigen Sentimentindikatoren nach sieht es aber wirklich nicht nach Crash aus.


    Gruß
    S.

    Wenn der Goldpreis auf 2000 geht müsste sich SBGL da nicht verzehnfachen oder meinst Du dann kommende die bremsenden Kräfte des "ZAR Erstarken" und "Aufstände der Arbeiter" wieder doppelt zurück ...?


    Das würde dann bedeuten, dass wir ggf. auf halbem Weg auf eine andere Mine umsteigen müssten.


    So oder so bietet dann jetzt aktuelle SBGL doch mehr Hebel als PVG - oder ?


    Hallo Neo,


    ich halte solche Aussagen für nicht wirklich machbar. Die Bewertung von Sibanye ist derzeit sicherlich relativ zu den Majors noch niedriger als Pretium. Aber der Rand hat ja schon etwas aufgeholt. Mein Gefühl ist, daß bei einem stabilen Goldpreis ($1100-$1600) Sibanye der deutlich bessere Wert im unteren Bereich der Range ist, Pretium evtl. im oberen Bereich besser wäre.


    Vergiss nie, wie heftig ein Wert steigen kann, wenn Explorationserfolge kommen. Unwahrscheinlich, da Brucejack ja schon ziemlich durchlöchert ist, aber in einige Richtungen ist es eben noch offen.


    Geht es richtig nach oben, wird Sibanye etwas von den >300 mio ozs m+i resources in Reserven umweandeln können und auch so mehr Aufwärtspotential bieten. Pretium hat noch Snowfield... nicht lineare Effekte. Würdest du irgend etwas bereuen, wenn es nur 5x so hoch gestiegen wäre statt 10x? Ich denke wer hier im Plus ist sollte eben bei Pretium bleiben. Wechselt man in Sibanye sind erstmal 26.375% an Steuern weg, Kapital das nicht mehr im eigenen Depot arbeiten kann. Genauso verkaufe ich keine Sibanye vor allem aus steuerlichen Gründen.


    Was mich wirklich an Pretium stört: Eigentlich ein sehr guter Wert für einen schwachen Goldpreis. Aber genau hier versagt Pretium durch die noch fehlende Finanzierung, denn die wird bei niedrigerem Goldpreis schwerer.


    Und wer weiß, wenn das hier wirklich der Boden beim Gold war, dann wird für die nächsten Jahre sowieso irgend ein niedrig kapitalisierter Schrottwert wie Golden Star bester Performer.


    Gruß
    S.

    Ich denke der Markt wertet jetzt PVG definitiv positiv. Glückwunsch nochmal an Edel Man, der als einer der wenigen immer an PVG geglaubt hat. Ich würde jetzt meinen Bestand zurückkaufen, wenn nicht alles in SIbanye gebunden wäre.


    Kursziel $14-$15 RELATIV. Wenn der Goldpreis auf 2000 Geht, verdreifachen sich die Majors und PVG versechsfacht sich wahrscheinlich.


    Gruß
    S.

    Der Einschätzung schließe ich mich an. Auf Animusx.de gibt es einen sehr guten Sentimentindikator, passt für D immer ganz gut. Würde mich interessieren, wo der Wert heute liegt, veröffentlicht wird leider 1x pro Woche. Wenn das Sentiment wieder oben ist, dürfte es bei Aktien gewaltig runter gehen.


    Gruß
    S.

    Früher oder später wird South Deep klappen. Es ist eben alles mechanisch, man hat keine 30 Grad und mehr Gefälle im Reef und daher kann man mit Fahrzeugen herumfahren.


    Unterschätze Heisa nicht, die haben ganz gut aufgeholt und ein KGV von 7-8, d.h. es kommt auch viel Geld herein, was bei den meisten Japanern nicht der Fall ist. Netto-Verschuldung so 50-60 Mrd. Yen, die Schulden sitzen in den Büchern von PGM Holdings (die Golfplätze). Natürlich verdient man mit Golfplätzen kein Geld. Aber sie haben 130 davon, einige gehören ihnen auch nicht selbst, aber über 110 auf jeden Fall. Ein Golfplatz hat 30ha, in Japan vielleicht nur 15ha. 110 * 15ha * 10000 qm/ha = 16.5 mio qm
    Kaufpreis für Heiwa lag bei 60 Euro/qm wenn man PGMs Schulden mutberücksichtigt, ganz grob aus dem Gedächtnis gesagt. Mir ist ein Licht aufgegangen, als ein Stück Land in Saitama (nördlich von Tokio) für ein Bauprojekt benötigt wurde und Pacific Golf dafür umgerechnet mehrere Tausend Euro pro qm erhalten hat. Die Preise dort liegen so bei 1500 Euro im Markt. In Tokio auch mehr, Minato bis 10000/qm Immer noch billig für solche Lagen, in Europa zahlt man für vergleichbare Lage (Paris/London) mehr.
    Der Golfplatz von Kobe ist z.B. sehr berühmt, liegt auf Hügeln mitten in der Stadt. 1a Lagen eben (gehört aber nicht PGM/Heiwa). Viele Golfplätze haben auch direkten Blick auf den Pazifik. Hier sind Heias Plätze: http://www.golf-in-japan.com/courses-pgm.php


    Denke ich mal 10 Jahre voraus... wird dann das günstig bewertete Land oder Cash die bessere Wahl gewesen sein? Ich denke ein Deflationsschub kann noch kommen, dann aber rasten die Japaner wohl richtig aus, jedenfalls sehe ich Cash dort langfristig als eher kritisch.


    Demographisch sieht es nicht so schlecht aus. Zwei Bevölkerungsspitzen bei ca. 65 Jahren und bei ca. 40 Jahren. Diese zweite Spitze (kaum kleiner als die der 65 jährigen) rückt derzeit in immer spendablere Altersklassen vor. Zudem hat Japan eine Erbschaftssteuer von 55%. Z.B. haben die Erben von Nintendo-Monarch Yamauchi ihre Aktien verkauft und davon ihre Steuerschulden gezahlt.


    Und auch eine Überlegung: Die USA hat eine Geburtenrate von 2.0, wir von 1.4. Aber in den USA reifen 1/3 der Bevölkerung nicht zu produktiven Bürgern heran. Bei uns ca. 15%. Gehe ich davon aus, daß pro unproduktivem Neugeborenen 1/2 Neugeborener späterer produktiver Bürger zur Unterstützung benötigt wird, sind die produktiven Geburtenraten bei uns 1.1 Geburten pro Frau, in den USA nur noch 1. Nur produktives Wachstum ist gut, das gilt auch für die Bevölkerungsstruktur.


    Sankyo hat schlechte Zahlen gebracht, Modelle ins nächste Jahr verschoben, daher der Crash. Ob das nun eine Kaufchance ist... ich tendiere mehr Richtung Heiwa.


    Philip Morris CR. hat zwei Vorteile: 1. Keine Schulden wie die anderen Tabakfirmen, 2. Preis je Packung ca. 30 Eurocent, allgemein üblich ist eher so etwas um 1 Euro herum. Eines der modernsten Werke in Europa, es wird sehr viel zu Schleuderpreisen (30 cent) an die Mutter verkauft, die es dann im europäischen Ausland vertreibt. Kurswunder sind hier nicht zu erwarten. Eher sollte man das Währungsrisiko der Krone berücksichtigen.


    Tesco finde ich unter 300p interessant. Kennzahlen ähnlich wie bei Sainsbury, aber die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist fast doppelt so hoch. D.h. Tesco kann mit viel weniger Kapitalinvestition wachsen als Sainsbury. Die Grundstücke und der einigermaßen stabile Cashflow sind wohl die Pluspunkte bei Tesco. Aldi und Lidl kommen aber auch in UK mehr und mehr.


    Mehr als 8-14% wird man mit keinem der genannten Werte erreichen können.


    Gruß
    S.

    Ich meine nur die Entwicklung ab dem 12., da standen die Geologen Rede und Antwort. Zuerst ging es nach oben, aber im Verlauf des Tages Abverkauf. Heute dann wieder Abverkauf, mit Dreh am Ende. Ganz Am Ende leider wieder etwas nachgegeben. Also mag der Kurs nun das was gestern passierte? Schwer zu sagen. Ich denke schon. Ich schließe mich der Einschätzung des Marktes einfach mal an.


    Letzten Endes bleibt PVG ein Investment mit einem gewissen Restrisiko. Das ist bei nicht fertigen Projekten sowieso immer vorhanden. Trotzdem wohl noch besser als in einen Major zu investieren, wo kein Risiko besteht sondern Sicherheit auf operative Verluste, wenn der Goldpreis nicht steigt. AEM kostet 6.4 Mrd., operativ wird PVG besser dastehen, also eine gewisse Prämie aufweisen. Dann noch per Dreisatz auf 40% runter (geringere Produktion) und als Zielzone verbleiben 2.8 Mrd.


    Finanzierung sollte zu jetzigen Kursen drin sein: noch etwas Anstieg beim Kurs abwarten, dann mit Abschlag von vielleicht 25% zu $7 100 mio neue Aktien ausgeben... vielleicht fällt RQ auch etwas besseres ein. Jedenfalls liegt dann das Ziel bei ca. $14. + weiteres Explorationspotential. Wenn die Finanzierung in trockenen Tüchern ist und geologisch alles klappt, werden die $7 auch bei $1000 Goldpreis nicht mehr unterschritten.


    Schade daß Brent Cook kein Update zu Pretium bringt.


    Gruß
    S.

    Gut und schön, aber wie hilft das mir? Mir fehlen immer noch Aktien, die ich wegen Colossus abgestoßen hatte. ca. 80% sind zurückgekauft, für den Rest fehlt das Kapital. Insgesamt war der abgestoßene Teil nur ein ganz kleiner einstelliger Prozentanteil an meiner gesamten SIbanyeposition. Hoffentlich macht Sibanye noch bis Mitte März etwas Pause oder hält sich zurück. Obwohl es auch positiv ist, wenn selbst die Longs beten, der Kurs möge vorerst nicht steigen.


    Fundamental ist dein Kursziel drin, da geht relativ zu anderen (Newmont, Agnico Eagle) auch noch mehr.


    Die nächsten Termine sind:
    20.02. = Ergebnispräsentation + Div. Ankündigung
    Ende Februar / Anfang März = Div. Stichtag
    1/3 März bis Mitte März Auszahlung der Dividende
    Ende März Auszahlung der Dividende falls man ADRs hält
    1. Quartal: neuer LoM Plan, d.h. Reserven werden neu ausgewiesen.


    Da die beadline earnings bei ca. 3.55 Rand liegen und Sibanye wohl am oberen Ende auszahlen möchte (35%), ist grob gesagt mit um die 80 Randcent (entspricht gut 5 Eurocent) zu rechnen. Falls man Kapital für die Zukäufe sparen möchte wird es eben weniger, falls eine grpße Überraschung kommt gibt es eine Sonderdividende.


    Gruß
    S.

    @ Edel Man


    Wie siehst du eigentlich a) den merkwürdigen Kursverlauf gestern und heute (sieht etwas schwach aus) und b) den Kauf von Marigold durch SSRI? Hätten die nicht eher in Pretium investieren sollen? Für das Geld hätte man die halbe Mine schon errichten können.


    Gruß
    S.

    Wie auch immer, wir erleben jetzt im Goldsektor Tage der Wahrheit.


    Barrick zahlt nur noch 20 cent Dividende. Mit 1.x% Dividendenrendite kaufen? Eher nicht.


    Gold Fields versagt abermals bei South Deep, dafür haben sie bei den zugekauften Barrick Minen die Kosten in vernünftige Regionen gebracht. Gefällt mir von den "großen" Werten am besten.


    Agnico hat trotz Basismetall-Nebenproduktion $670 cash costs. All-in sustaining ca. $950. Das ist schlechter als Sibanye. Jahresproduktion ca. 1 mio Unzen. Sibanye hat ca. 70% mehr. Während Sibanye dicke Gewinne macht, macht Agnico sogar Verluste (jaja, die all-in sustaining costs... doch nicht so realitisch wie immer behauptet). Ohne Sondereffekte quasi +/- 0. Mit den jüngsten Zukäufen hat Sibanye auch deutlich mehr Reserven als Agnico. Ich denke mal auch in Zukunft sind die 3.5 g/t bei Agnico ein Problem und Rohstoffe werden in Zukunft eher schlechter performen als Gold. Warum 6.4 Mrd. für 1 mio ozs ausgeben, wenn ich 70% höhere Produktion, mehr Reserven und niedrigere Kosten pro Unze für 1.5 Mrd kaufen kann? Über Faktor 7 teurer als Sibanye.


    Kinross steht ganz mies da. Hohe Kosten. Reserven brechen um 1/3 weg. 60 mio ozs waren es, eine Mine mit 6.5 mio ozs verkauft, dazu depletion. Die verbliebenen ca. 50 mio ozs sind dann durch niedrigere Goldpreise bei der Reserveberechnung auf 40 mio ozs gefallen. Interessante Fakten: Bei open-pit Minen geht bei Produktion von z.B. 1 mio ozs bis zu 1.5 mio ozs an Reserven verloren, wenn der recovery grade niedrig ist. Bei heap leaching ist er teilweise sehr niedrig. Und die Anpassung des Goldpreises zur Reservenberechnung von $1200/oz auf $1100/oz hat zu einem 20% Rückgang der Reserven geführt.


    Newmont berechnet die Reserven mit $1300/oz statt vorher $1400/oz. Wie niedrig sind die Reserven wohl bei $1100/oz? 20% niedriger wohl erst recht.


    Vor diesem Hintergrund bleibe ich weiterhin bei Sibanye. Die majors sind jedenfalls keine Alternative.


    Müßte ich derzeit zukaufen, es wären keine Goldminen. Heiwa in Japan hat ein KGV von 7.7 und sehr viel Land in Form von Golfplätzen. Sankyo ein KGV von 15 und höher, dafür mehr cash als market cap. Auch Tesco könnte man bei einem weiteren Rücksetzer kaufen. Alles Werte mit ca. 4% Dividendenrendite. Das Philip Morris Unesco-Weltkulturerbe-Zigaretten-Kloster Kutná Hora ( vorne http://www.kytice-svetla.ic.cz…D%20kl%C3%A1%C5%A1ter.JPG, hinten http://www.flickr.com/photos/luluwanders/5522395686/) zahlt gar 8% Dividende mit einem hohen KGV von 12-13 (dafür aber keine Schulden wie die anderen Tabakwerte).


    Gruß
    S.

    Mir unverständlich wie man hier VOLL überzeugt sein kann.


    Ich greife nochmal das letzte Geschreibsel von Glenn Chan auf. Er hat PVG Betrug vorgeworfen (und später halb zurückgenommen) und ist short, also klar negativ eingestellt. Aber er führt gute Argumente an.


    http://glennchan.wordpress.com…stimate-filed-feb-3-2014/


    Hier seine "Übersetzung" von Strathconas Aussagen, finde ich sehr gut auf den Punkt gebracht:


    Only a very small part of the deposit contains gold.
    The overall volume is much smaller than originally thought.
    The veins of gold and silver are incredibly rich.
    If Pretium can find enough of those veins, then the VOK deposit has excellent chances of turning into a mine.
    The veins are less than a meter in width and difficult to find. The original drilling didn’t quite pick up on the Cleopatra vein as the drilling was largely parallel to the Cleopatra vein.


    Auf diesem Bild kann man gut erkennen, woher fast das gesamte Gold des bulk sample stammt:
    http://glennchan.files.wordpre…m-where-the-gold-is-2.png


    Der Rest... Schrott. Gut, zwei crosscuts waren nach dem alten Resource Model marginal, sind jetzt nach dem neuen ohnehin waste:
    http://glennchan.files.wordpre…o-actual-mill-results.png
    Das Resource Model ist aber nicht soweit weg von den tatsächlichen Resultaten. Pluspunkt für PVG. Leider hapert es vor allem in den Bereichen, wo die hohen Erzgrade auftreten.


    Interessant auch sein Hinweis, daß Dr. Dominy (DER Experte weltweit für diese Art von deposit, arbeitet für Snowden) nirgends auftaucht.


    Das wichtigste aber sind die sample tower Resultate. Ja, in einigen Bereichen geben sie die Realität sehr schlecht wieder. Im großen und ganzen stimmen sie aber. Bei einem sample tower interessieren 20, 30% Abweichung nicht so sehr. Es kommt ja darauf an, Material zu schrumpfen, um es zu einem Labor schicken zu können. Da Pretium eine Mill zur Verfügung hat sind die sample tower Resultate - noch einmal: nicht so abweichend wie Pretium uns glauben machen wollte - eigentlich irrelevant. ABER: Wenn ich dem bulk sample Programm eines vorwerfen kann, dann daß evtl. der bulk sample Bereich nicht das komplette deposit widerspiegelt. Sample tower Resultate aber gibt es nicht nur vom bulk sample Bereich. Und diese anderen Resultate hat Pretium eben nicht veröffentlicht. Ein klares Warnsignal.


    Dann kam gestern wieder eine sehr gute Präsentation, wo vernünftige Fakten präsentiert wurden. Sehr gute Bilder von den bulk sample Bereichen, hochaufgelöst und mit vielen Informationen. Eine Erklärung wie MIK im Detail angewendet wurde.


    Dem Markt scheint es zu gefallen, es kann aber noch keine klare Aussage getroffen werden, da gestern zum Handelsende hin wieder abverkauft wurde.


    Fazit: meine Negativität scheint übertrieben gewesen zu sein, trotzdem besteht ein erhebliches Risiko, ich würde daher den maximalen Depotanteil nicht über 10-15% setzen. Vielleicht auch 20%. Geht es in den nächsten Tagen kursmäßig bergab, würde ich ein mentales stop loss ausgelöst sehen.


    Gruß
    S.