Beiträge von Saccard

    Aber die Zinsen sind doc schon gestiegen, die FED hat keine Kontrolle mehr über den Bondmarkt. Die Renditen 10 jähriger haben sich verdoppelt. Die FED kann den Markt nur weiter kontrollieren um den Preis des Verlustes ihrer Glaubwürdigkeit und die Schaffung einer nicht mehr eindämmbaren Geldbasis, die jetzt schon für 2000-3000% Geldmengenwachstum gut ist. Noch ist die Geldbasis wieder eindämmbar, da die FED ja noch die Anleihen hält, die verkauft werden könnten, und vor allem da der Kurs dieser Anleihen noch vernünftig ist. Ein Anleihecrash führt dazu, daß die FED nichts mehr hat, um das Geld wieder einzusammeln. Wenn es nicht gar schon zu spät ist und Verkäufe der FED gerade diesen Cras auslösen würden.


    M.E. wird sich das Endgame über einen kollabierenden Bondmarkt in Japan abspielen. Sagen wir 4% für 10-jährige.


    Für Japan kein Problem, erstmal. Man kann sich durchwurschteln, vielleicht 3-6 Monate. Wenn dann die Refinanzierungen (Japan hat traditionell sehr kurzfristige Laufzeiten) anstehen, wird es zusammenbrechen. Vielleicht muß man dann eine Hyperinflation auslösen, keine Ahnung. Zunächst aber werden freie Kreditierungskapazitäten der Banken auch noch genutzt, sprich alles was nicht irgendwie fix ist und als Kredit an Ausländer verliehen ist, wird gekündigt.


    D.h. der Yen wird dann diese 3-6 Monate über der Schlucht schweben bevor der Absturz einsetzt. D.h. aber der Yen-Carrytrade bricht zusammen, US-Anleihen und vor allem Aktienmärkte crashen. Es kommt m.E. nur auf diese Carrytrades an. Gold dürfte da i.M. sehr "sauber" sein.


    Tja und dann? Hat man erstmal ein Deflationsszenario. Was durch die dann kommenden Hyperinflationsmaßnahmen abgelöst oder überlagert wird.


    Kann man das timen? Nein.
    Soll ich hochverschuldete Unternehmen kaufen? Nein. Defla. Crash vorher droht zumindest.
    Soll ich net-cash Werte kaufen? Nein, wird in der Inflation wertlos.


    Goldminen sind so herrlich schön, egal was die Weltwirtschaft macht, man produziert erstmal. Hätte es auf Zypern eine Mine gegeben, es wäre das solventeste Unternehmen hinter dem eisernen ATM- und Abhebelimit-Vorhang gewesen.


    Kauflisten habe ich natürlich schon neben den Minen, nur für den Fall. Accordia Golf in Japan mit schönen Grundstücken. Analog Chip Hersteller aus den USA. etc.


    Auch der Euro ist ja ein Problem: denn wir haben den DEUTSCHEN Euro. D.h. bei einem Zerfall haben wir plötzlich wieder eine eigene Währung. Wer also möchte eine Wette darauf abschließen, was der Wechselkurs der dann gültigen Währung gegenüber dem US$ oder Yen in 5-7 Jahren sein wird?


    M.E. ist es verrückt sich da irgendwie festlegen zu wollen. Neutralpositionen sind Gold und Goldminen.


    Gruß
    S.

    Hallo valueman,


    ja oberflächlich stimmt das. Aber ist QE selbst nicht auch nur heiße Luft?
    Denn: QE erhöht ja nicht die Geldmenge, sondern die Geldbasis. Und das wirkt nicht inflationär. Aber genau diese Geldbasis kann durch den Privatsektor durch Kreditvergabe in ein Vielfaches als Geldmenge umgesetzt werden. Da sind längst 2000-3000% Inflation gespeichert. Richard Koo liefert da immer ganz gute Hintergründe, auch wenn ich nicht unbedingt zu den gleichen Schlüssen komme.


    Ich persönlich hüte mich jedenfalls davor, eine Region schlechter als die andere anzusehen. Die USA stehen in einigen Bereichen glänzend da. Die Wirtschaft ist nämlich viel größer und bietet noch Nischen für so manchen Querdenker. Jedenfalls kommen die wichtigsten Kritiker des Fiat-Systems eben auch aus den USA. Ich glaube nicht, daß Europa einen Ron Paul hervorbringen könnte.


    Und vergessen wir auch nicht, daß in Japan nun die absoluten Flaschen am Werke sind. Lesetip hier übrigens "Japan, The System That Soured", gegenwärtige Produktivität der japanischen Firmen im Bereich des food processing liegt bei 40% von US-Firmen.


    Das Problem das Bernanke nun hat: Eine Andeutung vom QE Ende wird in einen Crash münden. Denn Bernanke hat die FED nun zur Notre Dame (wer nicht französisch kann: Die Kirche wo der Buckelige gehaust hat) erklärt. Die Wirtschaft wird nun nicht mehr durch reale Handlungen der FED gesteuert, sondern nur noch durch Bernankes pawlowsche Glocken.


    Ich traue mir keine Einschätzung mehr zu, meine neutrale Position sind Goldminen. Ich denke durch traden führt man sich nur selber an der Nase herum.


    Gruß
    S.

    Weil der Kurs nach Kapitalerhöhungen fast immer sinkt durch den Verwässerungseffekt der höheren Anzahl ausstehender Aktien.


    Pretium benötigt noch eine Menge Kapital, professionell durchgeführte Kapitalerhöhungen zu Kursen, die für die Altaktionäre nicht so ungünstig sind, sind ein gutes Indiz, daß man dem Management vertrauen kann.


    Gruß
    S.

    Die Kapitalerhöhung hat den Kurs etwas zurückgebracht. M.E. keine schlechte Sache, es ist klar daß das Geld nicht reichen wird, also noch so manche Kapitalerhöhunh folgen wird. Das aber häufig und in kleinem Rahmen. Kaum Verwässerung, jedenfalls bei letzten KE, vernünftige Kurse und keine "units" 1 Aktie + 1 Option wie früher üblich. Also wieder Kaufkurse.


    Gruß
    S.

    Hier nochmal die limits für Dividenden:


    1. Hj headline earnings 98 mio
    25% Quote = 11 cent je ADR Aktie


    1.+2. Hj ca. 200 mio headline earnings
    35% Quote = 32 cent je Aktie, abzüglich 11 cent = 21 cent je Aktie


    Die interim Dividende könnte jederzeit verkündet werden, September ist die Zeit dafür. Es sei denn man entscheidet sich gegen die Zahlung einer interim Dividende mit eben höherer Jahresdividende.


    Obige Rechnung ist ohne den Gewinn der Cooke Minen.


    Gold Fields wird m.E. eine Strafe aufgebrummt bekommen. Vor allem aber wurden dann mal die ANC Leute auf internationaler Bühne bloßgestellt was weitere BEE Undinge vermeiden helfen wird.


    Gruß
    S.

    $10-$11


    Ergebnisse stehen erstmal nicht an. Da Sibanye auch keinen "Namen" hat - der Mensch ist Gewohnheitstier - dürften Kurssteigerungen von Dividenden abhängen. Derzeit wird die Dividendenrendite so um die 8% liegen, headline earnings ca. $200 mio pro Jahr. Netto cashflow $400 mio, d.h. im nächsten Jahr vielleicht auch das doppelte an Dividende.


    Bis Jahrenende wird Sibanye aller voraussicht nach schuldenfrei sein, spielt m.E. aber keine Rolle. Sollen die Banken die Kredite kündigen? Sibanye ist größter Förderer mit ca. 35% der südafrikanischen Minenproduktion, dann wären auch Anglogold und Harmony betroffen.


    Auch wenn der Streik offiziell vorbei ist, wir werden von AMCU mit Sicherheit noch hören.


    Viel mehr interessiert mich Gold Fields: Die SEC prüft den South Deep BEE deal. Die interne Studie seitens GFI wurde unter Verschluß gehalten. Im Wesentlichen Bestechung, da 9% als BEE Deal an ausgesuchte ANC Mitglieder und Systemprofiteure ging. Das könnte richtig Staub aufwirbeln.


    Gruß
    S.

    Wage agreement applicable to all employees


    Johannesburg, 10 September 2013: Following the conclusion of a collective wage agreement by gold producers represented by the Chamber of Mines in wage negotiations (AngloGold Ashanti, Gold Fields, Harmony Gold, Pan African Resources, Rand Uranium, Sibanye Gold and Village Main Reef) and the NUM, UASA and Solidarity, the producers have advised that the collective wage agreement will be applicable to all employees employed in the Category 4 to 8, Miners & Artisans, and Officials’ units. The agreement is effective from 1 July 2013.


    The NUM, UASA and Solidarity collectively represent around 72% of employees in the gold companies represented by the Chamber of Mines.


    D.h. die Minen machen ernst. AMCU darf demnach gar nicht mehr streiken (in den Minen wo NUM die Mehrheit stellt dürfen sie ohnehin nicht streiken).


    Wenn AMCU streikt, werden die streikenden Werker wohl entlassen. Juristisch ist diese Position z.T. umstritten. Die Frage ist, ob sich AMCU das gefallen läßt. Man darf auch nicht vergessen, daß Solidarity Lonmin in Grund und Boden streiken will wegen AMCU. Solidarity ist ja traditionell eng mit der NUM verbandelt.


    Und auch ein gutes Zitat von MiningMX kann man hier anbringen:


    In fact, during the Nineties, GFSA’s Kloof and Driefontein were like crown jewels; Rolls Royce-powered cash flow machines. Reuters reported in 1983 that Kloof yielded ‘only’ half an ounce from a tonne of ore, but that is equal to 14.2g/t.


    These days, the pickings are a bit thinner – Kloof’s grade is 7.5 to 8g/t - but the mines are nonetheless cash generative still. The pedigree of the resource makes them so: Driefontein alone has produced 100 million ounces of gold over its life.


    Gruß
    S.

    Hat wohl auch mit der AMCU vs NUM Rivalität zu tun.


    Für das nächste Jahr sind die Erhöhungen an die Inflationsrate geknüpft.


    Neal Froneman hat aldo doch recht gehabt mit seiner Ankündigung, der Streik würde nicht lange dauern.


    Ein Rätsel immer noch warum man bei Harmony 15% fordert und bessere Leistungen bei der Gesundheitsvorsorge.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo, der Streik ist doch schon seit Donnerstag Abend vorbei?


    Das letzte Angebot war ja 6.5% + 1% gain share (min.)
    Also 7.5% garantiert und bei den jetzigen Kursen der Minen wären es wohl 8.5-9.5% Gehaltssteigerung gewesen.


    Das wollte man nicht und hat gestreikt. Resultat: 8% Erhöhung für die untersten Kategorien, 7.5% für den Rest.


    Driefontein lief ja auch während des Streiks wegen der Mehrheit von AMCU. In den restlichen Minen muß AMCU den Abschluss annehmen. Interessant auch, daß AMCU in Driefontein 65% der Arbeiter stellt und es dort trotz des NUM Streiks nicht zu Produktionsausfällen kam.


    Also AMCU wird nun noch einen kleineren zweiten Streik hinlegen können, mal sehen.


    Der NUM Streik geht nur bei Harmony weiter. Mal sehen was sich da tut. Vielleicht verkaufen sie ja mal Joel. Ich finde es schon interessant, daß Harmony unglaublich hoch gehandelt wird. Sibanye steht in jedem Punkt besser da: niedrigere Kosten, höhere Produktion etc. etc., trotzdem wird Harmony doppelt so hoch bewertet, beim KGV sogar noch teurer.


    Gruß
    S.

    Nein, es gibt kein Gehalt. Aber niemand muß hungern, kostenlose Verpflegung und Unterkunft gibt es weiterhin.


    Die Legalität der Streiks (diverse Bescheinigungen, daß ein Konflikt vorliegt, 48h im voraus anmelden etc.) spielt eine Rolle bei Entlassungen, legal streikende Werker können nicht entlassen werden.


    Gruß
    S.

    Weil sie sich jetzt nur noch aussuchen können, wer denn streiken soll. Solidarität möchte Lonmin in Grund und Boden streiken. Lonmin wird Solidarität wieder anerkennen müssen, doch wird AMCU stillhalten? Wahrscheinlich schon. Aber wenn Solidarity anerkannt wird, dann wird auch NUM streiken, um wieder anerkannt zu werden. Lonmin hat also ein schönes Pulverfaß aufgemacht.


    Vor allem aber stolpert Lonmin von einem Problem zum nächsten. Das Ende von Lonmin meint natürlich nicht die Pleite, sondern eine Übernahme.


    Gruß
    S.

    http://www.bdlive.co.za/nation…bring-lonmin-to-its-knees


    Bei den Streiks geht es um Mehr als nur Gehalt. Nachdem AMCU nun die Mehrheitsgewerkschaft bei Lonmin ist, hat das Management von Lonmin auch einen Vertrag mit AMCU geschlossen, sie als Mehrheitsgewerkschaft anerkannt und allen anderen Gewerkschaften ihre Vertretungsrechte bei Lonmin abgesprochen.


    Solidarity wird nun Lonmin bestreiken. Eine kleine Gewerkschaft, die aber in fast allen Minen Südafrikas die Schlüsselpositionen besetzt und alles zum Stillstand bringen kann.


    Jedenfalls werden die AMCU Mitglieder nicht arbeiten können, wenn Solidarity streikt.


    Gruß
    S.

    Schwer zu sagen, es hat sich ja herausgestellt, daß die südafrikanischen Minen jedes Jahr über 300 mio zum Nettogewinn beigetragen hatten. Die sind nun weg. Der Rest war immer defizitär und wurde aus Südafrika quersubventioniert.


    Sibanye hat von Gold Fields ein schweres Erbe erhalten, alles mit zu vielen Wasserköpfen überbaut.


    Aber überlegen wir uns mal was Gold Fields hat:


    1. South Deep
    gute Mine, die vor allem durch die Mechanisierbarkeit profitabel ist, Produktion aber unter Erwartungen für die nächsten Jahre. Hauptreserven.
    2. Tarkwa
    Steckenpferd Open-Pit Mine, der Fund war zurückblickend reines Glück. Wird auch nicht ewig betrieben werden können
    3. Damang: ehemalige Schrottmine von Ranger Minerals um 2001 herum übernommen, sehr gute Bohrergebnisse. Nachbarmine von Tarkwa
    4. Australien: WMC Minen (St. Ives etc.)
    Derzeit haben alle Australier wegen des starken A$ massive Probleme. Die Minen wurden auch vor ca. 10 Jahren von WMC gekauft, hat man nie wirklich in den Griff bekommen
    5. Australien: Barrick Minen
    500000 ozs Produktion für lau gekauft, kostenseitig gilt das gleiche wie für 4., dürfte Potential haben, da Barrick in Australien auch kein gutes Händchen hatte. Ist Gold Fields in der Lage das Potential zu heben?
    6. Far South East
    Game Changer auf den Philippinen, wird aber mehrere Mrd. kosten. Lizenzprobleme
    7. Arctic Platinum
    Wird nie etwas. Dieses Platin + PGM Projekt sucht einen Käufer.
    8. der Rest (Südamerika)
    naja. überall politische Probleme


    Fazit: Bislang war Gold Fields nicht in der Lage das Potential auszuschöpfen. Ich habe mein Vertrauen in dieses Unternehmen verloren, das wohl vor allem an ineffizientem mittlerem Management kränkelt.


    Man sieht ja auch, daß der Südafrika Fluch fortbesteht: 2/3 der Reserven immer noch dort dank South Deep. Was möchte Gold Fields eigentlich noch dort? M.E. ist dieses Unternehmen in Australien viel besser aufgehoben. Dann würde ein wirkliches rerating stattfinden, aber nur wenn sie South Deep loslassen.


    M.E. ein klarer Übernahmekandidat. IAG oder NEM sollte die internationalen Assets übernehmen, South Deep könnten sie an Anglogold verkaufen.


    Da derzeit Übernahmen gegenüber den Aktionären so schlecht aussehen wird sich kurzfristig keiner daran wagen. Trotzdem m.E. ein Kauf, da Gold Fields zwar ineffizient ist, die market cap im Vergleich zur Produktion aber bei nur der Hälfte von z.B. Newmont liegt. D.h. B-Ware zum Discount. Und die Probleme sind ja nicht unlösbar.


    Vor allem darf man eines nicht vergessen: Eine Schuldenbude ist Gold Fields sicherlich nicht, Newmont und Barrick haben ja erschreckende Schuldenstände angehäuft.


    Gruß
    S.

    Keine Einigung, entweder NUM verkündet morgen den Streik oder die Minen kommen ihnen zuvor. Im Gegensatz zur Automobilindustrie, wo 60 mio $ pro Tag verloren gehen aber das meiste für das Inland produziert wird, geht das komplette Gold in den Export. Das könnte einen Rand Kollaps auslösen, von dem es wohl auch keine Erholung mehr geben würde.


    Die Minenarbeiter verdienen selbst beim jetzigen Einstiegsgehalt mehr als ein Lehrer in Südafrika. Seit 2000 haben sich die Löhne in $ gerechnet mehr als vervierfacht, in Rand verdreifacht, inflationsbereinigt um 53% gesteigert. Gleichzeitig ist die Produktivität um 42% gefallen.


    Die Minenarbeiter gehören zu den 15% der besten verdienenden in Südafrika. 3 Gehaltserhöhungen > 10% in 18 Monaten


    Gruß
    S.

    Interessanter Artikel auf MiningMX.


    NUM hatte ja bis vor kurzem 310000 Mitglieder, jetzt noch angeblich 270000. NUM ist neben dem Minensektor auch im Energiesektor aktiv. Es gibt auch Überschneidungen mit NUMSA. Nun sind wohl viele Mitglieder entweder ganz ausgetreten, zu NUMSA gewechselt oder (Platin und Gold) zu AMCU. Tatsächlich dürften es nur noch gut 150000 Mitglieder sein.


    Falls NUM wirklich streikt (erinnern wir uns: im Energiesektor streiken sie schon, dort sind keine Mitglieder abgehauen), dann wird offensichtlich wie schwach die Gewerkschaft im Goldsektor ist. NUM wird also in jedem Fall einen Streik vermeiden wollen. Forderungen: 8000 Rand für die Einstiegskategorien, 15% Lohnerhöhung für den Rest. Angebot der Chamber of Mines: 6% + 1% Performancebonus. So weit ist das nicht entfernt. Wenn NUM das Gesicht waren kann (z.B. Gehalt berechnet inklusive Leistungen neben dem Gehalt liegt schon jetzt über 8000 Rand. Oder man erhöht auf 8000 Rand aber über 3 Jahre verteilt), werden sie einem 8-9% Abschluss zustimmen.


    Solidarity verhandelt noch. Sie hatten 10% gefordert und sind bereit deutlich runter zu gehen, der Abschluss muß nur über der Inflationsrate liegen. Ein Abschluss ist im Bereich 7-8% hier sehr wahrscheinlich.


    Die Frage ist nun was NUM bei einem Abschluss unternimmt. Sie werden nicht streiken wollen und sich dem Solidarity Abschluss anschließen.


    Und AMCU? Die warten einfach ab bis NUM abgeschlossen hat und verhandeln dann ein um 1-2% besseres Ergebnis.


    Theoretisch ist es möglich, daß die Chamber of Mines den NUM-Abschluss den AMCU Mitgliedern aufzwingt. Würden die streiken, wäre das illegal und man könnte sie alle entlassen. Die Rechtslage dafür ist aber teilweise umstritten und zudem würde so ein Vorgehen massive Gewalt bedeuten. Macht man es nicht, dann bedeutet das aufgrund eines höheren AMCU-Abschluss in Zukunft wohl das Ende der zentralen Verhandlungen im Goldsektor.


    Gruß
    S.

    Ein bischen habe ich noch, aber nicht nennenswert. Mal sehen ob es runter geht, bezweifele ich derzeit noch etwas, schließlich wurde viel vorweggenommen.


    Der Streik startet nächsten Montag, NUMSA streikt schon seit letzter Woche und NUM ab heute im Energiesektor (wo übrigens nur R3000 statt R8000 gefordert werden, soviel als kleiner Vergleich).


    Fest steht, daß die NUM einen kleinen Dachschaden hat. DIe CHamber of Mines als Ausbeuterorganisation zu bezeichnen, das Management als "kriminelle Barone". 60% Forderung als "ersten Schritt in die richtige Richtung". Dann noch darüber lästern, daß die Firmen doch lieber einstellen sollten statt Entlassungen zu planen, an den Pranger gestellt werden Anglogold, Gold Fields, Harmony, SIbanye und Blyvoor Liquidation. Wie bizarr soll es noch werden? Soll jetzt Blyvoor Liquidation Gehaltsverdoppelungen und Masseneinstellungen vornehmen?


    Hier das ganze Pamphlet
    NUM Memorandum


    Gruß
    S.

    Nun ist das passiert, woit ich aufgrund des niedrigen Aktienkurses gar nicht mehr gerechnet hatte: Übernahme durch Ausgabe von Aktien. Sibanye gibt 20% neue Aktien aus und kauft damit von Gold One die West Rand assets.


    Normalerweise negativ, aber in diesem Fall macht es Sinn:


    1. Produktion
    20% der Sibanye Produktion entsprechen ca. 250-300000 ozs. 260000 ozs werden eingekauft. Nicht zu teuer.
    2. Reserven
    Auch hier von der Bewertung her auf Sibanye Niveau. Aber von den Resourcen her und damit den tatsächlichen Reserven, die irgenwann einmal abgebaut werden können, steht Sibanye besser da. Damit eine Verschlechterung. Aber: Gold One hat arbeitet auf 1000m Tiefe statt 3500. Zudem auch eine gewisse Diversifizierung
    3. Surface retreatment
    Wird ohnehin nur per JV möglich sein, ohne Gold One ginge es nicht. Man erhält jede Menge know how. 300000 ozs neue Produktion in den nächsten Jahren werden damit möglich.
    4. Uran
    Reserven mehr als verdreifacht quasi als kostenlose dreingabe.
    5. Market cap
    eben 20% höher. Gewinn und FCF pro Aktie bleiben ca. gleich


    Fazit:
    Im Wesentlichen vergrößert sich Sibanye auf eine Art, die die Kennzahlen pro Aktie unverändert läßt. Die neue Größe bringt Diversifizierung, sorgt dafür daß Sibanye von z.B. Anglogold weniger leicht geschluckt werden kann. Als Dreingabe gibt es know how und viel viel Uran.


    Kleiner Hammer: FCF der übernommenen Assets liegt bei 1 Rand pro Sibanye Aktie, die derzeit bei gut 10 Rand notieren. D.h. price/fcf liegt bei ca. 10-15 (bei einem normalen Unternehmen im nicht-Goldbreich entspricht das einem KGV von 8-12) ohne die Sibanye assets. Bei einer vernünftigen Bewertung wäre der jetzige Kurs also schon durch die neuen Gold One assets abgedeckt, Driefontein, Kloof und Beatrix quasi kostenlos.


    Gruß
    S.