Gold Fields Far South East Projekt. Da gibt es Schwierigkeiten mit der Lizenz.
Nun ja, Gold Fields ist aber auch auf eine langfristige Lizenz angewiesen. Sehr langfristig.
Gruß
S.
25. Februar 2026, 22:18
Gold Fields Far South East Projekt. Da gibt es Schwierigkeiten mit der Lizenz.
Nun ja, Gold Fields ist aber auch auf eine langfristige Lizenz angewiesen. Sehr langfristig.
Gruß
S.
Die Medusa Mining wurden ja schonmal empfohlen, haben mir nicht so zugesagt. Billig sind sie, wenn auch nicht so billig. Dafür daß die keine vernünftigen Reserven ausweisen können (narrow vein, d.h. mehr Gold im Boden als ausgewiesen werden kann, da Geologie zu komplex) wiederum wahrscheinlich günstig. Ich glaube wenn es nicht die Philippinen wären würde ich zuschlagen.
Der Rest ist wie immer interessant, aber nicht mein Metier.
Ich kann dir aber mit Sicherheit sagen, daß diese Auswahl in Kombination eine sehr sehr gute Diversifikation darstellt, da alle drei Unternehmen vollkommen unterschiedlich sind.
Gruß
S.
Also Neo, da erwarte ich einen interessanten Artikel und stoße auf einen, den ich schon gelesen hatte. Ziemlich unausgewogen, du kannst davon ausgehen, daß eine Mine, die in der Anfangsphase des Goldabbaus in Südafrika schließen mußte, geologische Probleme hatte.
Auch ist die Darstellung, daß man die Schwarzen quasi als Sklaven hat schuften lassen totaler Unsinn. Gerade in der Anfangsphase waren die meisten Arbeiter eher Weiße. Es gab ja etwas zu verdienen und entsprechend viele Einwanderer. Johannesburg hatte damals eine lokale drei Säulen Wirtschaft: 1/3 Saloons, 1/3 Wettstuben und 1/3 Bordelle.
Die Bevölkerung um 1900 war nicht von den Schwarzen dominiert, im gesamten Land vielleicht hälftig aufgeteilt mit gerade im Norden eher höherem Anteil an Weißen.
Auch nehmen die Erzgrade nicht ab. So ein Reef muß man sich vorstellen wie eine 30-90cm dicke Platte mit 10, 20 oder 30 km Länge und Breite. Nur daß so ein Reef nun einmal leider mit 30 Grad Gefälle im Gestein liegt, es also immer tiefer hinab geht. Damit längere Anfahrtswege, schwererer Abtransport, mehr zu entfernendes Gestein ohne Goldgehalt. Im Reef selber liegen die Erzgrade eher bei 30 als bei 20 g/t.
Es ist nun einmal so, daß die überzogenen Löhne, mit denen man ja immerhin zwei Familien oder 9 Personen ernähren kann, 90 bis 95% des geschaffenen Werts an Arbeiter und Staat verteilt hat. Wenn das so bleiben soll, dann gibt es eben gar nichts mehr, dann fallen 10% der Ausfuhren Südafrikas auch noch weg (bzw. 20 wenn man Platin und ein paar weitere Rohstoffe hinzuzählt). Bei 40 Bewerbungen pro Stelle und gleichzeitig 100% Lohnerhöhungsforderung bei 25% Arbeitslosigkeit hat sich die Frage erübrigt, ob die Gewerkschaften überhaupt noch Kontakt zur Realität haben. Man macht einfach die Minen für sämtliche eigenen Probleme verantwortlich. Probleme wie der Versuch, mehrere Familien zu haben, in die Abhängigkeit von loan shark geraten zu sein oder über dubiose contract brokers arbeiten zu gehen. Hier würde sich keiner beschweren, wenn er als ungelernter Arbeiter bei freier Kost und Logis ein mehrfaches des landesüblichen Gehalts zur Verfügung hätte.
M.E. geht das Problem auch nicht darauf zurück, daß die Löhne zu niedrig sind. Vielmehr lebt in den Minen ein bischen Rassismus weiter, denn machen wir uns nichts vor: unskilled vs. skilled labour, das ist nichts anderes als Schwarze vs Weiße. Manche der Schwarzen können nicht einmal Lesen. Gemäß der Natur ist aber unter 140000 Arbeitern ein hohe Zahl von überdurchschnittlich intelligenten oder leistungsfähigen Arbeitern. Und diesen Schwarzen versperrt man den Weg, im Unternehmen Karriere zu machen. Es ist diese Aussichtslosigkeit, diese Perspektive für immer und ewig z.B. rock driller zu bleiben, was viele so wütend macht. Dazu das migrant labour System mit teilweise 12 Monaten Präsenzpflicht.
Meine Ansicht, daß der Goldpreis historisch zu teuer ist dürftest du kennen. Aber was ist derzeit historisch nicht zu teuer? Der Staat hat heute viel mehr Möglichkeiten, Nicht-Linearitäten zu schaffen. Die Große Depression ging gerade mal bis ca. 1940 bevor die Phase der realen Negativzinsen begann. Im Endeffekt hatte man historisch betrachtet ein Inflationsproblem für die nächsten 40 Jahre. Auf 1, 2 oder 5 Jahressicht bin ich eher negativ gestimmt, kann aber auf diese negative Sicht nicht setzen, da es keine wirklichen Alternativen gibt und Nicht-Linearitäten drohen. Auf 20 Jahressicht werden wir aber mit absoluter Sicherheit in einem komplett anderen Wirtschaftssystem leben, ein Unterschied wie z.B. USA 1934 vs 1954. Politisch werden alte Institutionen abgerissen und neue geschaffen, wir werden es erleben.
Die Minen werden jedenfalls ihr eigenen Ding machen, da gibt es neben dem Goldpreis noch so manche andere Stellschraube, die die Entwicklung beeinflußt.
Gruß
S.
Hallo zusammen,
Neo link funktioniert leider nicht mehr, warum ging es in dem Artikel denn?
Ich will hier ja keine Lorbeeren einheimsen, ich denke wir wissen alle, daß die Lage in Südafrika nicht die rosigste ist, andererseits aber gibt es Potential unabhängig vom Goldpreis, wo sonst kann man so etwas heute noch sagen?
Z.B. die von mir auch hoch geschätzten Barrick haben sich schlechter entwickelt als Sibanye. Ich denke wo auch noch Potential liegt, ist Pretium. Natürlich mit ganz anderer Ausgangslage durch die unsichere Finanzierung.
Wichtig ist, daß man sich bezüglich Südafrika nicht verrückt machen läßt. Wenn gestreikt wird - wovon ich ausgehe - trifft es alle. Und den Rand erwischt es dann wohl auch. Ich wäre jedenfalls sehr vorsichtig was vermeintlich sichere Aktienkursbewegungen bei Streiks oder keinen Streiks nach oben oder unten angeht. Ich halte min. die nächsten 3 Monate was immer auch passieren mag.
Gruß,
S.
Ja, 1/3 der Rand Refinery gehört Sibanye. Die Prägung von Krügerrands wurde m.W. aber verkauft, d.h. die Rand Refinery stellt nur noch die Barren zur Verfügung.
Gruß
S.
In Rand, in was denn sonst?
Gruß
S.
Die Termine sind:
3.7. mining pact signing (alle haben unterschrieben bis auf AMCU)
8.7. briefing der chamber of mines zum Zustand des Minensektors
11.7. Forderung der Gewerkschaften
15.7. Antwort der chamber of mines
Driefontein ist AMCU, Kloof und Beatrix NUM. Zumindest Driefontein wird wohl bestreikt werden.
Die 1000 Stellen die in Glencors Chrom Mine wegen des illegalen Streiks freigeworden waren (AMCU fordert Wiedereinstellung) wurden neu ausgeschrieben, man erhielt 40000 Bewerbungen. Soviel dazu wie "schlecht" es den Minenarbeitern geht. Wie man unter solchen Bedingungen überhaupt Gehaltserhöhungen durchsetzen kann ist mir ein Rätsel. Normalerweise sollte über Gehaltssenkungen verhandelt werden.
M.E. kann die Situation nur durch Nullrunden gerettet werden und dadurch, daß man den Arbeitern durch Abschaffung der Vermittler (kassieren Gehaltsprovisionen) und Kredithaie zu mehr Nettolohn verhilft.
8+2 Wochen und 6 Tage Woche wären auch Optionen. Derzeit müssen die Arbeiter 12 Monate vor Ort bleiben bis sie zurück zu ihren Familien können. 2 Wochen Urlaub nach 8 Wochen Arbeit wäre für die ein Segen. Die 6 Tage Woche würde ca. 20% der 35% theoretisch möglichen Produktionssteigerung bringen. Allein das würde bei über 5000 quasi nutzlos angestellten bei Sibanye für 15-20% Kostensenkung führen.
Was davon vor Ort die Zweitfamilien und "mine wives" (es handelt sich hier trotz des Begriffs nicht um Frauen) halten ist eine andere Frage.
Gruß
S.
Kurzupdate:
Zum Quartalsende habe ich meine Yen Position aufgelöst, nun also Sibanye "all in".
Es werden noch einige Transaktionen folgen, um meine auf mehrere Depots aufgeteilte Sibanye Position zu konsolidieren.
Nach wie vor ist der Yen extrem unterbewertet, ich habe aber einfach nicht mehr den Willen mich mit den Verrücktheiten der Japaner zu beschäftigen. Nicht-Linearitäten werden wohl folgen und die Unterbewertung so oder so auflösen.
Gruß
S.
Wie will man denn sonst die Forderungen der Gewerkschaften in einen vernünftigen Rahmen zurückbringen? Vernünftiger Rahmen bedeutet für mich im Angesicht der Goldpreise mehrere Jahre Nullrunden oder vielleicht Lohnsenkungen.
Auf cash Basis liegen die Kosten für Sibanye bei vielleicht $900. Also 1.3 Mrd. Davon sind 55% Lohnkosten, die wegfallen. Also 600 mio an Kosten. Ventilation abschalten und man kommt vielleicht auf 400 mio. 100 mio werden sich durch die Goldproduktion von stock piles einnehmen lassen, also 300 mio Kapitalbedarf pro Jahr. Die ersten 3 Monate übersteht SIbanye sowieso. Wenn die Banken mitspielen auch länger.
Ob es sich Südafrika leisten kann, daß 140000 Stellen wegfallen, die ca. das Dreifache des sonst üblichen einbringen?
Ich halte ohne stop loss. Der Kurs muß nicht zwangsläufig runtergehen, da ist vieles eingepreist.
Gruß
S.
Nein, müssen nicht. Es wird wahrscheinlich sinken, aber in einem Szenario wo z.B. der A$ 1/3 oder 50% verliert. Wo 10-jährige Anleihen 20-30% sinken. Wo die Angst vor PLeiten und Ausfällen grassiert.
Was möchte man denn in einer Deflation sonst tun? Das stabilste ist Geld an sich, aber leider leider kann man in Geld selbst nicht investieren:
-Guthaben = Schulden der Banken = bedroht
-Anleihen = Staatsschulden
Wirkliches Geld ist nur Bargeld, für uns kleine Leute also machbar. Wer 100 mio hat, wird nicht in Bargeld gehen können, bleiben nur Anleihen, Aktien und Gold/Minen.
Ich gehe davon aus, daß die Minen aufgrund noch stärker fallender Rohstoffe und Rohstoff-Währungen besser als Gold sein könnten. Minen sind das beste "legale" Investment. Bargeld und Gold haben immer das Problem, daß potentiell von Steuerhinterziehung ausgegangen wird. Statt Goldverbot also in Zukunft vielleicht nur noch Gold verkauft werden kann, wenn ein Kaufbeleg vorhanden ist. Für den Rest müßte dann z.B. auf den kompletten Betrag Abgeltungssteuer entrichtet werden.
Wie gesagt, orakeln bringt uns nicht so viel, lieber die Anlagen, die man hat so sicher wie möglich machen und nicht so sehr auf den Kurs schauen.
Wer Angst vor fallenden Kursen hat, weil er den Betrag X in den nächsten Monaten benötigt, hat sowieso etwas falsch gemacht.
Gruß
S.
Originale gibt es ja nicht mehr...
Ich denke mit den heutigen News ist klar, daß die Sibanye Minen so oder so geschlossen werden müssen.
NUM 60% Gehaltsforderung
AMCU 150% Gehaltsforderung für entry-level, 100% für Rest
Und das wo man schon jetzt 12500 Rand Gehalt + 4500 bis 6000 Rand "living allowance" bezahlt. Manufacturing jobs zahlen 4000 Rand, civil engineering Einstiegsgehälter liegen bei 4500 Rand, nur mal so als Vergleich.
Die Minen müssen vorerst geschlossen werden, sonst kommt keine Vernunft mehr in das Land. Forderungen, die die Gehälter von teilweise ungelernten Arbeitskräften über das Niveau von mitteleuropäischen Arbeitern heben sind nur noch absurd. Da man sich ca. 1 Mrd. Verlust pro Jahr nicht leisten kann, werden wohl 36000 Leute eben gar keinen Job mehr haben.
Gruß
S.
Hallo Neo,
das Problem ist bei der DB daß locker auch ein Verdoppler drin ist. Solche Werte sind einfach undurchschaubar, daher halte ich mich davon fern. Investieren und shorten klappt eben nicht.
Ich wechsele jetzt meine verbliebenen Yen in Sibanye. Hauptsächlich nehme ich derzeit aber Umdisponierungen abseits der Börse vor: Vor gut 10 Jahren bin ich wegen der damals unschlagbaren Konditionen im internationalen Handel zur Direktanlage.at Bank gewechselt. Meine Gewinne (Gold Fields, Avocet, Sega Sammy etc.) waren wegen >1 Jahr steuerfrei, so daß ich beträchtliche Verluste steuerlich geltend machen konnte. Diese Verlustvorträge waren Ende 2012 aufgebraucht, der Nintendo Gewinn Anfang 2013 hätte schon Steuern gekostet, was aber durch die Verluste im Goldsektor (GFI, ABX) wieder ausgeglichen wurde. Bevor ich jetzt umständlich hunderte von Transaktionen hin und her über 3 Währungskosten weiterhin in der Steuererklärung angebe (die letzte hatte einen halben Aktenordner an Ausdrucken im Volumen), nehme ich lieber den bequemen Weg der Abgeltungssteuer.
Man sollte eines nicht vergessen: Nicht mehr Inflation oder Deflation ist die Frage, sondern nur noch die Gefahr hoher Zinsen. Wenn es wieder runter geht wie in 20008 dann jetzt auch mit den Anleihen. Wenn stattdessen die Inflation kommt werden eben Anleihen stärker als Aktien fallen. Auf jeden Fall sind 4-5% Renditen im Bereich des möglichen. Da möchte ich mal sehen wie das Finanzsystem das übersteht. Sämtliche Aktien an Auslandsbörsen sind im übrigen kein Depotbesitz sondern nur ein Anspruch gegen die Bank. Ob so etwas im Fall der Fälle so sicher ist wie in Deutschland liegende Positionen? Daher werde ich auch meine Sibanye ADR gegen Originalaktien tauschen.
In Österreich sind 15% der Immobilien in Yen finanziert, fast jeder hat variable Zinsen. In Deutschland hat fast jeder fixe Zinsen. So gesehen werden wir hier viel mehr Stabilität haben als im Ausland. 50% Verlust oder 100% Gewinn ist gar nichts gegen die grundsätzliche Sicherheit von Anlagen. Ich denke auch daß Gold eine der wenigen Anlagen überhaupt ist, die hohe Zinsen verkraften können.
Gruß
S.
Hallo,
was eigentlich käme ist doch klar: 2009-2013 war nur die Zwischenerholung, Deflation geht weiter.
1. Gold runter
2. Anleihen rauf
3. Aktien halbiert
Ich denke aber, daß die Besonderheit in der nächsten Phase der Abwärtsbewegung sein wird, daß der Markt nun davon ausgeht, daß die Notenbanken früher oder später doch wieder per QE den Crash bremsen müssen. Resultat dann:
1. Gold stabiler als erwartet, trotzdem sinkend
2. Anleihen runter (Damoklesschwert QE)
3. Aktien halbiert
Beim letzten Crash sind Anleihen gestiegen. Ob unser Finanzsystem Aktien- UND Anleihencrash gleichzeitig übersteht?
Eigentlich ist alles was jetzt kommt nur eine Zuspitzung auf Extremszenarien, die Mittelwege wurden durch die bisherigen Marktinterventionen erschöpft. Deflation mit -3 bis -10% pro Jahr das eine und Inflation mit >10% Zinssätzen das andere Szenario.
Ich denke das Endgame mit Nicht-Linearitäten steht uns unmittelbar bevor. Gold hat nun eine erneute Schwäche (immer noch zu viele Inflationsgläubige drin), ist aber für beide Extremszenarien dieses ultimativen binary bet wohl die beste Wahl.
Ich bin am Yen Positionsabbau, auch wenn er in den nächsten Wochen noch steigen sollte. Nicht-Linearitäten, nicht mehr einschätzbar.
Gruß
S.
Hallo Neo,
in der Tat ist es zuletzt nicht mehr ganz so schlecht gelaufen.
Trotzdem möchte ich nochmal darauf hinweisen, was ich eigentlich erreichen möchte. Ordnen wir also die aktuelle Lage ein.
[Blockierte Grafik: http://www.sharelynx.com/chartstemp/free/chartstock1CRU.php?ticker=GFI]
Ein langfristiger Gold Fields Chart. 2001 stammten 87% der Gold Fields Produktion aus den heutigen Sibanye Minen. 87% der damals ausstehenden Aktien entsprach 398 mio Stück. Sibanye hat heute 732 mio Aktien oder 183 mio ADRs ausstehend, also 46% der ausstehenden Aktien wie Gold Fields 2001. Bei genau den gleichen Minen, nur eben ca. 20 mio abgebaute Unzen und damit weniegr Reserven. Der Schlußkurs von $3.61 je Sibanye ADR entspricht damit $1.66 je Gold Fields Aktie in 2001. Ohne ten-bagger gehe ich aus Sibanye nicht heraus.
Zudem habe ich in den letzten nochmal den Gold-Markt der 70er mit dem der 30er verglichen:
30er Jahre
-kein Goldpreisanstieg
-Goldverbot und anschließend staatliche Aufwertung von $20 auf $35 (also eher eine Dollar-Abwertung)
-Minen sind ca. 500% gestiegen
70er Jahre
-Goldpreisanstieg nicht aufgrund von Marktkräften, sondern durch staatliche Fixierung auf zu niedrigem Niveau, nach Freigabe Anstieg auf $100
-dann Goldpreisanstieg von $100 auf $800
-Minen hatten Peak 1974, dann sind sie schlechter als Gold gelaufen
-1980 haben sich die Minen nochmal gegenüber dem 1974er Hoch verdoppelt, das allerdings erst nachdem der Goldpreisanstieg im Januar 1980 schon durch war
Mir scheint das darauf hinzudeuten, daß in einem Deflationsszenario die Minen besser performen (Gold > Rohstoffe), in einem Inflationsszenario dagegen die Minen vom Goldpreis abgehängt werden (Rohstoffe > Gold). Die Minen sind ja nur Unternehmen, die am Spread zwischen Gold und Rohstoffen verdienen. Die Goldbullen könnten also derzeit den letzten Krieg führen und sich zu sehr an den 70ern orientieren, die meisten scheinen ja sehr hohe Goldgewichtungen und niedrige Minengewichtungen zu haben.
Klar, daß in einem Deflationsszenario die Rohstoffwährungen A$, C$ und Rand das Potential zur Halbierung gegenüber dem US$ haben. Vor diesem Hintergrund sehe ich auch das Kostenproblem der Minen und das Gewinnpotential selbst bei Goldpreisen unter $1000. Auch dürfte der Goldpreis in der Deflation schwächeln, aber eben weniger schwächeln als angenommen. In einem Deflationsszenario sehe ich auch Länder wie Norwegen (Öl, hohe Anlagen in Finanzsektor), Schweiz (starker Bankensektor) und die Ölproduzenten schwach. Weltweit könnten die Börsen 40-60% abstürzen, vielleicht sogar schon bis 2015.
Der Yen ist m.E. Kaufkraftmäßig erheblich mehr wert. Unter Bretton Woods war die Anbindung zum Dollar 360 Yen und 4 Mark, also 90 Yen je Mark. Und damit war mit Sicherheit der Yen stärker unterbewertet als die Mark. In den letzten 25 Jahren betrug die Inflationsdifferenz zwischen Deutschland und Japan ca. 3%, also müßte sich der Yen verdoppelt haben auf unter 45 Yen je mark oder 90 Yen je Euro. Auch sprechen die COT Zahlen (Commercials) die eine gewisse Ähnlichkeit zu 2007 aufweisen für einen stärkeren Yen.
Hier zum US$:
[Blockierte Grafik: http://www.sharelynx.com/chartstemp/free/cots/cots4cncnrjy.php]
Ich denke, der Yen könnte 40% zum $ aufwerten. Wenn wir die Deflationskrise sehen. Alleine das staatliche Rentensystem Japans hält knapp 300 Mrd. US$ in ausländischen Anleihen und Aktien (nur 60% sind in jap. Anleihen investiert). Carry Trades des westlichen Finanzsektors und Auslandsanlagen der privaten japanischen Anleger dürften die Yen Short-Positionierung in den niedrigen bis mittleren Billionen Euro Bereich bringen. trotzdem sehe ich beim Yen nichtlineare Entwicklungen aufziehen, so daß ein Yen Anstieg auc hder letzte Anstieg sein dürfte. D.h. alles umschichten in andere Werte, d.h. bis 2015 Minen und ab Ende 2014/Anfang 2015 dann auch wieder Aktien.
Ein Goldverbot sehe ich positiv: denn ein Verbot wird nicht ohne Grund kommen. Wenn es kommt, dann nur um etwas mit dem Gold, das die Zentralbanken besitzen, anstellen zu können. Z.B. eine Neuvbewertung zu einem höheren Kurs und dann Abrechnung mit Ostasien in Gold. Klar daß in so einem Szenario die Minen von windigen Zockerpapieren zu quasi utilities mutieren, die dröge und langweilig über Jahre und Jahrzehnte ihre staatlich garantierten Gewinne abspulen und per Dividende an die Aktionäre auszahlen werden.
Gruß
S.
Nicht alles ist Gold was glänzt und so auch diese "33.2g/t" über 17.5m.
Für das betreffende Bohrloch werden keine detaillierten Angaben gemacht außer 988g/t und 117.5g/t über jeweils einen halben Meter. Nun ja, man kann sehr leicht nachrechnen, daß der Rest des Bohrlochs gerade mal 1.65g/t hat, die 33.2g/t sind damit die beiden 0.5m langen hochgradigen Stellen auf 17.5m dilutiert.
In der Praxis kann man nur Bulk abbauen, erhält also die 33.2 g/t über gewaltige 17.5m, dazu noch etwas waste etc.
988g/t sind schön, wenn man an das Erz selektiv herankäme.
Bleibt abzuwarten ob wirklich eine Übernahme kommt. Das scheint mir mehr eine Mine á la Norseman zu werden. Die Reservenzahlen würde ich mit Vorsicht genießen. Diese Art von Minen hat die Angewohnheit, viel mehr Gold zu produzieren als man in ursprünglichen Schätzungen mal angeommen hatte. M.E. würde eine Übernahme gar keinen Sinn machen:
- von den Majors kennt sich keiner wirklich gut mit narrow vein Minen aus.
- es dürften ERHEBLICHE bislang unentdeckte Reserven vorhanden sein, Pretium müßte zwangsläufig weit unter Wert verkaufen.
Ein ganz klarer langfristiger Kauf, wird den Aktionären viel Freude machen wenn erstmal produziert wird. Wenn das Management uns etwas gönnen möchte werden sie dicke Dividenden deklarieren. Ich denke nicht, daß der Aktienkurs hoch genug laufen wird, denn das Explorationspotential is hier so gewaltig, daß bei dem zwangsläufig entstehenden hohen Gewinn auch ein saftiges KGV im 20er oder 30er Bereich angebracht wäre.
Gruß
S.
RR, ?Godfather? der Börseninformationsbriefe, wird immer kritischer. Insoweit interessant, als dieser weit über 80 jährige völlig frei und unabhängig seine Einschätzung verbreitet -- bzw. publizieren kann.
Richard Russell ist natürlich eine Legende. Man sollte wissen, daß er früher zur Bomberbesatzung gehört hat und die Überlebensrate dort war nicht gerade hoch.
Andererseits, ein Mensch der schon alles gesehen hat, der wirklich die Welt versteht, muß deutlich älter als 89 Jahre sein, er muß alle Phasen der Wirtschaft schon einmal erlebt haben und darf dabei im hohen Alter auch noch nicht senil sein. Also extrem selten, es gibt aber solche Personen. Der rest muß sich damit begnügen, den eigenen Wissens- und Erfahrungsstand durch Bücher und Demut aufzubessern.
Russel hat z.B. weder die Große Depression (1932 war er
noch den 20er Jahre Boom miterlebt. Man stelle sich einmal vor wieviel mehr er sonst noch berichten könnte.
Aus den o.g. Gründen bin ich immer skeptisch gegenüber den Einschätzungen der meisten Koryphäen, deutliches Warnzeichen ist immer das Heranziehen der 70er Jahre als Vergleich. Was wir gerade erleben ähnelt viel mehr den 30er Jahren oder vielleicht den 1850ern in den USA.
Gruß
S.
Daß es auch anders geht zeigt Südafrika da der Rand schon etwas gefallen ist.
Die Minen dort haben inzwischen durch die Bank cash costs von deutlich unter $1000 inkl. maintenance capex, mit overhead dürften die Kosten so um die $1100 liegen. D.h. bei $1200 werden sich die KGVs ca. verdreifachen. Andererseits dürfte auch der Rand noch stärker fallen. Wer also jetzt günstig Südafrikaner kauft, hat gute Chancen selbst bei Goldpreis $1200 noch ein KGV von unter 10 zu haben. Wohlgemerkt in einem Markt wo dann der typische amerikanische Major ein KGV von 20 bis 40 haben wird und viele Verluste schreiben werden.
Gruß
S.
Diese Clowns wissen doch gar nicht wovon sie reden. Ich gehe ja auch von einem steigenden US$ aus, aber eben nur in einem Szenario der Wirtschafts- und Schuldenkrise wo US$ eben Mangelware sind. Wenn jeder in einer Deflation seine Schulden zurückzahlen möchte, steigt die $ Nachfrage. Insbesondere gilt das auch für China, wo ja viele Unternehmen davon leben Flitterkram an die dummen Amis zu verkaufen und erhebliche US$ Schulden haben.
Wenn es so weitergeht wie in den letzten Jahren, wird der US$ stärker kollabieren als der Euro, gar keine Frage, denn die Amerikaner leben auf größtem Fuß.
Wirtschaftswachstum, relative Verschuldung (je nachdem wie man rechnet - ob brutto oder netto - haben die EU oder die USA mehr Staatsschulden) etc. sind m.E. vollkommen unwichtig. Ich möchte auch einmal in Erinenrung rufen, daß es ja Staatschulden in % des BIP sind. Man konzentriert sich sehr leicht immer auf die % Angabe. Viel interessanter wird in der Krise aber sein wie sich der Zähler, das BIP, entwickelt.
Z.B.:
Anteil Konsum am BIP Deutschland 2012 = 57,6%
USA 72%
Als Faustregel kann man sagen, daß Konsumausgaben als Anteil vom BIP in der Krise auf 60% fallen, im Boom auf 70% steigen.
Wenn die Amerikaner 60% vernünftig ausgeben und 12% vom BIP nur für Flitterkram vergeudet werden, werden diese Ausgaben in der Krise ganz schnell wegbrechen. Damit schrumpft das BIP 12%, die Verschuldungsquote am BIP in % steigt um 13,6% ohne daß auch nur ein weiterer Cent Staatsschulden gemacht wurde.
Gruß
S.
Ob es auch daran liegt? Mal sehen was die Mrs. Watanabes daraus machen. Im Rand dürften viele Carry Trade Positionen sein.
Gruß
S.
Der Rand jetzt schon über 9.80...
Und der ANC meldet sich zu Wort:
Susan Shabangu
"I have directed my officials to urgently explore all available avenues and develop a rescue plan,"
"particular focus on both supply and demand-side interventions,"
Keine Ahnung was die planen, aber es scheint gegen AMCU zu gehen.
Fundamental entwickelt sich Sibanye besser als gedacht. Der Kurs... naja.
Gruß
S.