Beiträge von Saccard

    Hallo Edel Man,


    was hälst du zu folgender These der Marktbewegung mal ohne Verschwörungstheorie:


    Wie wir wissen wurden seit 2008 mehrere Billionen über die Notenbankprogramme an die Banken ausgegeben. Der Privatsektor in den USA hat seitdem deutlich Schulden getilgt, mehrere % vom BIP.
    Das heißt doch nichts anderes als daß die Banken selbst mit den Rettungsbillionen in den Märkten sind und agieren. Daher wurde der Aktienmarkt kontinuierlich immer irrsinniger. Denn: Der kleine Aktionär macht sich Gedanken, der geschicktere hat mit der Zeit mehr Geld als der dauernd falsch liegende. Unterinander erfolgt keine Abstimmung was als Resultat hat, daß dem Gesetzt der Vernunft der Vielen folgend die Aktienmärkte sehr genau bewertet sind und sehr gut die Wirtschaftsentwicklung widerspiegeln.
    Im Gegensatz dazu der Markt ab 2003: Der Markt wird nun von irgendwelchen 26-35 jährigen Bankfuzzis beherrscht, die in der Summe ihre Billionen verschieben mit dem Ziel irgendwie Geld für die Banken zu machen. Man kennt sich, ein relativ kleiner Zirkel, Ideen gehen schnell rum. Statt der Vielen haben wir hier eine LeBon'sche Masse im klassischen Sinn, die nunmal sehr schlecht die Märkte bewegt, so daß die reale Situation nicht mehr angebildet wird. Fallen die Kurse zu stark, sind die Banken existenziell bedroht und verlangen oder führen selbst eine Markterholung herbei.


    Das ist m.E. der Grund für
    -irrsinnig hohe Ölpreise
    -irrsinnig hohe Aktienmärkte
    -irrsinnig hoher Eurokurs
    -irrsinnig schwacher Yen Kurs
    -irrsinnig hohe Emerging Market Währungskurse
    Denn das sind odch die assets die die Banken haben: Im US$ tendenziell short, im Yen carryfinanziert, hohe Europositionen, Aktien sowieso und EM Währungen wegen der vermeintlich hohen Zinsen (an die Inflation denkt von denen keiner).


    M.E: kann das nur im Crash enden. Ein 1-Tages Crash von 30-50% ist m.E: sogar das wahrscheinlichste. Und sage da keiner das wäre nicht möglich, man kann so einen Crash evtl. nur durch auch mehrmonatige Marktschließungen verhindern was auf's gleiche hinausläuft.


    Daher: short alles was die Banken haben, long alles was die Banken hassen oder worin sie verschuldet sind.


    Gruß
    S.

    Hallo liebe Gemüsefreunde,


    letzte Woche war ich im Aldi, Gewürzgurken runtergesetzt auf 49 cent, 5 cent weniger als erwartet. Allerdings hat sich die Technik der Gewürzgurken erheblich verschlechtert, die alte langjährige Unterstützungszone im Bereich von 59 cent wurde deutlich nach unten durchbrochen. Es gibt nun keinen Support mehr, erst der alte Widerstand bei 19 Pfennig aus der Vorwendezeit dürfte halten.


    Im Ernst: Wenn es billiger wird macht es weniger Sinn zu kaufen? Ich kenne die Zukunft nicht, aber es ist absurd daß der Goldpreis 30% verliert wegen ausbleibender Inflation und der Yen 30% wegen einsetzender Hyperinflation. Beides nahezu zeitgleich.


    Wenn es weiter bergab geht, Schicksal. Ich nehme mein Schicksal an.


    Gruß
    S.

    Tja so ein Pech, den Aussies werden die hedges nichts nützen. Der Aussie Dollar steht ja klassischerweise bei 1:2 zum US$, jedenfalls nicht bei 1:1.


    Fällt der Aussie Dollar, steigt der Goldpreis. Und Kosten.


    Gruß
    S.

    Bankrott?
    Alleine der Randverfall heute hat Sibanye 23 cent Gewinn je ADR Aktie gebracht ($4.64 Schlußkurs). 59 cent wurden durch den Goldpreisverfall abgezogen, imemr noch $1.22 je Aktie Gewinn wenn alles so bleibt. Bei $1100 je Aktie arbeitet man immer noch kostendeckend. Da der Rand weiterfällt bei $1100 Goldpreis, wird auch da der Gewinn noch über 0 liegen.


    Ebenso hat Barrick so nedrige Kosten, daß $1100 Goldpreis kein Problem für sie sind.


    Der Yen hat auch gut zugelegt heute. Also alles halb so wild.


    Passt mal auf, daß der Crash nicht über die Standardaktien-Flanke das Depot angreift.


    Gruß
    S.

    Hallo an die unerschrockenen.


    Ich habe heute wie angekündigt Lonmin und Gold Fields verkauft und auf die Positionen Yen Cash und Barrick aufgeteilt.


    Barrick KGV derzeit unter 5 (normalisierter gewinn der Vorjahre)


    Sibanye KGV 2.33


    Nun interessieren uns die KGVs von vorgestern gar nicht mehr. Ein Lichtblick des heutigen Tages ist, daß der Rand wieder etwas gefallen ist. Mein Spreadsheet für Sibanye Gold zeigt bei $1382 Goldpreis, Rand 9.14 pro US$ und angenommenen 6% Kostensteigerungen in Südafrika einen Nettogewinn je Aktie (ADR) von $1.33 an. Bei den 25% Dividende di Sibanye ausschütten möchte ergibt sich mit heutigem Kurs ($4.64 je ADR) folgende Daten:
    Sibanye KGV 213: 3.5
    Sibanye Dividendenrendite für 2013: 7.1%


    Ich werde noch ähnliche Rechnungen für Barrick erstellen, nur soviel vorab: Barrick hat sehr niedrige Cash Costs, kann also die Goldschwäche weit besser wegstecken als andere und ist vom KGV sehr niedrig. Die Dividende von $0.80 je Aktie dürfte wegen der Unzufriedenheit der Aktionäre und der geringen Ausschüttungsquote so erhalten bleiben, so daß sich hier eine Dividendenrendite von 3.9% ergibt.


    Warum habe ich nun Newmont abgestoßen. Sie sind wesentlich teurer als Barrick und vor allem ist die Dividende an den Goldpreis gekoppelt. Die vorher vernünftige Dividendenrendite von 4% dürfte nun unter der von Barrick liegen.


    Ebenso Gold Fields: Von $800 mio Gewinn sind ja $364 mio bei Sibanye angefallen. Südafrika war also in der Vergangenheit trotz aller Unkenrufe die cash cow, die Dividendenzahlungen ermöglicht hatte. Bei $440 Gewinn liegen wir KGV mäßig auf Basis vor dem Crash auf ca. 10, die Dividende beim alten Goldpreis dürfte noch so bei 10 bis 14 cent liegen und könnte nun bei diesem niedrigen Goldpreis noch geringer ausfallen, also in den Bereich von 2-2.5% sinken. Gleichzeitig sind die cash costs - verglichen mit anderen internationalen Unternehmen wie Barrick - nicht so günstig.


    Auch bei Lonmin ist keine signifikante Dividende zu erwarten.


    Daher mein Depot nun wie folgt:
    1. Sibanye
    2. Yen Cash
    3. Barrick


    Logisch ist, daß der Goldpreis nicht wegen Deflation 30% fallen kann während der Yen 30% wegen Inflation fällt. Also muß eine Seite des Depots zugewinnen. Kurzfristig gehe ich von einer Gegenbewegung beim Yen aus, vielleicht Richtung 120. Vielleicht per SKS 120/125/100 eine Auflösung, ich peile 120 für Umschichtungen in Goldpositionen an, werde dann weitersehen ob es mit dem Yen noch etwas werden kann.


    Man muß inzwischen ganz klar sagen, daß wir vor einem Crash stehen. Wer denkt der Goldpreis würde alleine fallen, sitzt einem gewaltigen Irrtum auf. Dies ist der Anfang vom Ende vom ganzen Spekulationsgebäude. Sehr bald werden sich auch Risse im jap. Anleihemarkt und im jap. Aktienmarkt auftun, die in einem globalen Crash münden könnten. Die Volatilität wird von nun an gigantisch sein.


    Fest steht für mich, daß bei einem möglichen Crash, der sehr schnell gehen kann, ja auch >30% am Tag, Gold und Yen erstmal nicht mitfallen werden. Denn sie sind ja schon sehr stark abverkauft und geshortet. Mental ist es einfacher Gewinne mitzunehmen als Verluste zu realisieren, daher werden bei einem globalen Crash kurzfristig Shorts von Yen und Gold geschlossen und stabilisieren diese Märkte in einem gewissen Grad.


    Gruß
    S.

    Hallo an die unerschrockenen.


    Ich habe heute wie angekündigt Lonmin und Gold Fields verkauft und auf die Positionen Yen Cash und Barrick aufgeteilt.


    Barrick KGV derzeit unter 5 (normalisierter gewinn der Vorjahre)


    Sibanye KGV 2.33


    Nun interessieren uns die KGVs von vorgestern gar nicht mehr. Ein Lichtblick des heutigen Tages ist, daß der Rand wieder etwas gefallen ist. Mein Spreadsheet für Sibanye Gold zeigt bei $1382 Goldpreis, Rand 9.14 pro US$ und angenommenen 6% Kostensteigerungen in Südafrika einen Nettogewinn je Aktie (ADR) von $1.33 an. Bei den 25% Dividende di Sibanye ausschütten möchte ergibt sich mit heutigem Kurs ($4.64 je ADR) folgende Daten:
    Sibanye KGV 213: 3.5
    Sibanye Dividendenrendite für 2013: 7.1%


    Ich werde noch ähnliche Rechnungen für Barrick erstellen, nur soviel vorab: Barrick hat sehr niedrige Cash Costs, kann also die Goldschwäche weit besser wegstecken als andere und ist vom KGV sehr niedrig. Die Dividende von $0.80 je Aktie dürfte wegen der Unzufriedenheit der Aktionäre und der geringen Ausschüttungsquote so erhalten bleiben, so daß sich hier eine Dividendenrendite von 3.9% ergibt.


    Warum habe ich nun Newmont abgestoßen. Sie sind wesentlich teurer als Barrick und vor allem ist die Dividende an den Goldpreis gekoppelt. Die vorher vernünftige Dividendenrendite von 4% dürfte nun unter der von Barrick liegen.


    Ebenso Gold Fields: Von $800 mio Gewinn sind ja $364 mio bei Sibanye angefallen. Südafrika war also in der Vergangenheit trotz aller Unkenrufe die cash cow, die Dividendenzahlungen ermöglicht hatte. Bei $440 Gewinn liegen wir KGV mäßig auf Basis vor dem Crash auf ca. 10, die Dividende beim alten Goldpreis dürfte noch so bei 10 bis 14 cent liegen und könnte nun bei diesem niedrigen Goldpreis noch geringer ausfallen, also in den Bereich von 2-2.5% sinken. Gleichzeitig sind die cash costs - verglichen mit anderen internationalen Unternehmen wie Barrick - nicht so günstig.


    Auch bei Lonmin ist keine signifikante Dividende zu erwarten.


    Daher mein Depot nun wie folgt:
    1. Sibanye
    2. Yen Cash
    3. Barrick


    Logisch ist, daß der Goldpreis nicht wegen Deflation 30% fallen kann während der Yen 30% wegen Inflation fällt. Also muß eine Seite des Depots zugewinnen. Kurzfristig gehe ich von einer Gegenbewegung beim Yen aus, vielleicht Richtung 120. Vielleicht per SKS 120/125/100 eine Auflösung, ich peile 120 für Umschichtungen in Goldpositionen an, werde dann weitersehen ob es mit dem Yen noch etwas werden kann.


    Man muß inzwischen ganz klar sagen, daß wir vor einem Crash stehen. Wer denkt der Goldpreis würde alleine fallen, sitzt einem gewaltigen Irrtum auf. Dies ist der Anfang vom Ende vom ganzen Spekulationsgebäude. Sehr bald werden sich auch Risse im jap. Anleihemarkt und im jap. Aktienmarkt auftun, die in einem globalen Crash münden könnten. Die Volatilität wird von nun an gigantisch sein.


    Fest steht für mich, daß bei einem möglichen Crash, der sehr schnell gehen kann, ja auch >30% am Tag, Gold und Yen erstmal nicht mitfallen werden. Denn sie sind ja schon sehr stark abverkauft und geshortet. Mental ist es einfacher Gewinne mitzunehmen als Verluste zu realisieren, daher werden bei einem globalen Crash kurzfristig Shorts von Yen und Gold geschlossen und stabilisieren diese Märkte in einem gewissen Grad.


    Gruß
    S.

    Und noch etwas. Meine einzige Macro-Überzeugung ist, daß wir Deflation sehen werden.


    In der Deflation wird der Yen steigen (unbeliebteste Anlage derzeit). Gold würde normalerweise eher fallen wie in 2008.


    Der Unterschied zu 2008 ist aber, daß man die Verschuldungsmöglichkeiten der Staatshaushalte ausgeschöpft hat. 10% Deflation = 10% weniger BIP = automatisch +10% Verschuldung der Staaten in % vom BIP ohne das auch nur ein Yen, ein $ oder ein Euro ausgegeben wurde.


    Wenn 2008 sich wiederholt, dann gibt es nichts mehr, gar nichts mehr was dagegen gemacht werden kann. QE ist ja nur deswegen überhaupt möglich, weil die Staaten noch Anleihen ausgeben. Wenn keiner mehr an die Solvenz der Staaten glaubt (also USA, Japan und D so wie Slowenien, Griechenland, Zypern enden), soll denn da QE noch etwas bringen, wenn die einzige Option ist, daß per QE 100% der neuen Verschuldung aufgekauft wird? Das ist keine überzeugende, glaubhafte Option.


    Der Deflationscrash 2013 wird unmittelbar die Kreditwürdigkeit der Staaten zerstören und das ist der Grund, das nicht-lineare Ereignis, warum Gold beim nächsten Crash nicht -34% resultieren wird.


    Gruß
    S.

    den komplexen Markt dort kannst Du sicher besser analysieren als unsereins


    Eben nicht. Es steht nur fest, daß von Japan Ereignissen fast die komplette Weltwirtschaft der letzten 10-15 Jahre beeinflußt wurde. Es gibt einfach zuviele Nicht-Linearitäten, zuviele wenns und abers, zuviele Annahmen, die man treffen muß.


    Ich weiß nur eins:
    Minen relativ zu Gold auf multi-Dekadentief.
    Barrick PE unter 6
    Sibanye PE unter 3 (durch gesunkenen Goldpreis wird jetzt wohl doch in 2013 weniger Gewinn als in 2012 anfallen...)
    Minen NUR abhängig vom Goldpreis, nicht wen der Wirtschaft
    Sentiment von extrem schlecht auf extremst schlecht gefallen


    Warren Buffett hat nie Macro-Wetten gemacht.


    Der einzige Schluß kann doch nur sein, alles auf Minen zu setzen. Ein einzelnes Unternehmen kann man analysieren, braucht keine Annahmen zu machen. Die Minen haben soviel margin of safety (normales KGV 20-40), daß da die anderen Unsicherheiten drin enthalten sind.


    Deswegen bleibe ich meinem Plan treu: Yen Cash weg, Platinminen weg, Finger weg von Gold. Alles in Minen.
    Physisches Gold hat ja die Eigenschaft, im Krisenfall überhaupt noch einen Wert zu haben. Also dient es als Alternativ-Cash, Krisenfall Reserve. So etwas ist kein Investment, wird also real mittelfristig und langfristig ohnehin keine Rendite bringen. Ob Gold bis 2016/17/18 über die Krise hinweghilft ist wieder eine Macro-Wette.


    Wir rätseln hier ja über sinnvolle Yen-Wechselkurse von 50-250, also +100% oder -50%. Langfristig ist das ein Klacks. Bei den Minen sprechen wir von 2 oder 3% Dividende auch in schlechtesten Zeiten (Barrick z.B.) und im guten Fall eines nicht kollabierenden Goldpreises von 500-600%. Nur das ist wichtig. Ich glaube nicht an Charttechnik. Mein Plan ist es keinen Plan zu haben.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel Man,


    das interessanteste was ich die letzten Tagen gefunden habe ist eine aufgezeigte Korrelation von JGB implied volatility und Gold Preis.


    [Blockierte Grafik: http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user3303/imageroot/2013/04/20130412_PMs4.jpg]


    Und hier längerfristig:
    [Blockierte Grafik: http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2013/03/20130407_JPY2_0.jpg]


    Wie man sieht auf 10 Jahreshoch, in der Vergangenheit wurden wichtige Hochs und Tiefs bei Yen Kurs, Gold und Aktienmärkten bestimmt.


    Vielleicht ein Lichtblick daß der Goldpreis zu dieser Zeit zeitlich einen Tiefpunkt gefunden hat. Es könnte aber auch bedeuten, daß es vom Kurs her kurzfristig nochmal tiefer geht.


    Mich hat das ganze aber noch zu einem anderen Gedanken geführt: JGB Crash


    Nun zu den Anleihen. QE bedeutet, daß die BOJ Anleihen kauft. Dadurch wird netto NICHT mehr Geld geschaffen, das Haushaltsdefizit selber sorgt für die höhere Geldmenge. Monetary base erhöht sich natürlich. QE ist nun 70% der Neuverschuldung inkl. Rollover alter Anleihen. Nun ist die spannende Frage: Warte ich ab bis die Anleihen abgelaufen sind oder verkaufe ich meine Anleihen, bevor die Kurse fallen, denn die BOJ kann niemals den ganzen Anleihemarkt beeinflussen/kaufen. Kann es also sein, daß QE mit Kauf von 15% der Anleihen und Erwecken von Inflationserwartungen von 3%, die zu 30% Kurssturz der restlichen 85% der Anleihen führen, in der Summe negativ wirkt?


    Und es würde kein Geld von Anleihen irgendwohin fließen. Die Kurse ergeben sich ja durch die letzte Transaktion, also einen verschwindend geringen Bruchteil des Gesamtvolumens. Der Wert fällt einfach durch Faktenänderung weg, ähnlich wie ein Haus, das über Nacht abgebrannt ist, auch nur noch einen Bruchteil wert ist ohne daß es verkauft wurde.


    M.E. stehen wir jetzt - angezeigt durch die ersten volatility Spalten - vor einem JGB Crash. Das würde natürlich gleich wieder in die Deflation führen. Das eigentliche Problem sind nicht die Inflationserwartungen, sondern die Volatilität, die sich durch die Inflationserwartungen ergeben hat.


    Deflation ist nicht-linear, am Ende wenn sie zu stark ist geht es nur noch um Gelderhalt und die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Durch QE hätte Japan diese Kreditwürdigkeit zerstört, wenn es zu einem JGB Crash käme. Etwas Zirkelschluss an dieser Stelle, aber so läuft die Wirtschaft.


    Da aber Anleihen in Japan quasi wie cash behandelt wurden, fehlen dann plötzlich Billionen, die Geschäftsbanken sind auch alle pleite. Die Japaner werden ihre Auslandsvermögen anzapfen und Geld zurückholen. Die geschrumpfte Geldmenge führt zu einem steigendem Yen.
    Der Nikkei wird ebenfalls crashen. Aktien sind in Japan sehr teuer. Sie waren vor allem deswegen billig, weil die Buchwerte sehr hoch sind. Das sind sie weil viel unnötiges Kapital gebunkert wurde. Durch den 50% Anstieg im Nikkei hat sich das operative Geschäft der Unternehmen in der Bewertung mehr als verdoppelt in nicht einmal einem halben Jahr. Ein JGB Crash würde zu Buchwertverlusten bei den Unternehmen führen, ein wieder steigender Yen würde das Exportgeschäft vernichten, die Verluste aus den Yen Shorts der internationalen Anleger würden zu weiterem Verkaufsdruck führen.


    Nach 20 Jahren erfolgreicher Politik in Japan, nur gleichbleibender Geldmenge wäre das das Ende. Die immer weltweit höchste Verschuldung des Privatsektors vom BIP - neben Großbritannien, würde dann nach über 20 Jahren durch erstmaliges deutlichstes Schrumpfen der Geldmenge aufgelöst. Nicht Inflation, nicht die milde Deflation der stagnierenden Geldmenge, sondern echte Deflation dürfte nun anstehen. Spannend wird sein wie es mit QE weitergeht. Der Staat würde dann 100% der Neuverschuldung, sämtliche Rollovers und die weggebrochenen Steuereinahmen per QE finanzieren, immer noch zuwenig um die Deflation auszugleichen. Erst wenn nach 5-10 Jahren die Rollovers durch wären, wären die Anleihen zu 100% ausgelöst, erst dann wäre im Privatsektor der Deflationsfaktor wegbrechende Staatsanleihekurse wieder ausgeglichen. Aber dann dürfte sich durch einen ostasiatischen Krieg auch schon die Hyperinflation anbahnen.


    Wie wird sich Gold hier verhalten? Kurzfristig vermutlich weiter abstürzend aber weniger stark als wir es alle erwarten. Die Minen haben schon vieles davon vorweggenommen, das darf man nicht vergessen. Mittelfristig führt nichts an Gold vorbei.


    Ich denke aber, daß die Minen - die ja komplett unabhängig von der Weltwirtschaft sind - DAS Investment überhaupt sein werden. Selbst wenn der Goldpreis unter 1100 fällt, kann Barrick z.B. immer noch 2-3% Dividende zahlen.


    Ein JGB Crash hätte QE weltweit entzaubert.


    Gruß
    S.

    Depotupdate nach den gestrigen Verkäufen von Hecla zu 4.09 und Newmont zu 38.95 und Umschichtung in die verbliebenen Positionen


    1. Sibanye (KGV 2.6)
    2. Yen Cash
    3. Gold Fields
    4. Lonmin
    5. Barrick (KGV 5.5)


    Haltet mich für verrückt, aber weitere Abschusspositionen sind Lonmin und Goild Fields, Nachkaufposition ist Barrick. Lonmin ist ähnlich billig wie Sibanye auf Reservenbasis, allerdings ein Platinwert. In der Deflation läuft Platin schlechter als Gold. Andererseits ist Gold historisch relativ zu Platin vermutlich etwas überbewertet. Auf jeden Fall hat Lonmin bei der Bewertung relativ viel weniger Produktion, viel weniger Gewinn.


    Barrick hat derzeit ein KGV von 5.5 ohne Pascua Lama, wo ja die Produktionskosten nochmal deutlich niedriger liegen werden wenn es denn mal etwas werden sollte. Cortez Trend wird ebenfalls beherrscht und die Story die McEwen immer für Cortez gesponnen hat trifft quasi auf Barrick zu. Erzgrade teilweise 15 g/t.
    Die zweite Besonderheit bei Barrick ist, daß sie nicht nur ein sehr niedriges KGV haben, sondern auch sehr niedrige Kosten. Überschlagsmäßig dürfte sich die Marge bei einem Goldpreis von $1070/oz vierteln, so daß sich dann ein KGV von 22 ergäbe. Der S&P 500 hat ein KGV10 von über 20.


    Gold Fields ist derzeit der attraktivste Übernahmekandidat, hat selber aber das Problem, daß durch die nun fehlenden cash cows in Südafrika der Gewinn sehr mager ausfallen wird. KGV mäßig sieht es nicht so toll aus, die kurzfristige Abhängigkeit von Ghana ist auch nicht berrauschend. Wahrscheinlich immer noch der beste Major mittelfristig, denn Damang hat sehr gute Bohrergebnisse geliefert, Arctic Platinum ist in der Pipeline, Far South East, derzeit auf Eis wegen Lizenzproblemen, Ressourcen alleine dort 43 mio ozs, und South Deep gibt es quasi geschenkt. South Deep kommt langsam auf Produktion und wird gute Gewinne abwerfen.
    Das Problem bei Gold Fields ist derzeit einfach, daß das Umfeld keine Übernahmen zuläßt, die Dividende erheblich schmaler ausfallen wird, da nun Sibanye die Gewinne abwirft die bei GFI fehlen und Far South Deep erstmal auf Eis liegt.


    Tendenzielle Umschichtung also von Yen Cash, Lonmin und Gold Fields in Barrick. Bei Verkauf African Barrick durch Barrick werde ich dort eine neue Position eröffnen.


    Gruß
    S.

    Depotupdate nach den gestrigen Verkäufen von Hecla zu 4.09 und Newmont zu 38.95 und Umschichtung in die verbliebenen Positionen


    1. Sibanye (KGV 2.6)
    2. Yen Cash
    3. Gold Fields
    4. Lonmin
    5. Barrick (KGV 5.5)


    Haltet mich für verrückt, aber weitere Abschusspositionen sind Lonmin und Goild Fields, Nachkaufposition ist Barrick. Lonmin ist ähnlich billig wie Sibanye auf Reservenbasis, allerdings ein Platinwert. In der Deflation läuft Platin schlechter als Gold. Andererseits ist Gold historisch relativ zu Platin vermutlich etwas überbewertet. Auf jeden Fall hat Lonmin bei der Bewertung relativ viel weniger Produktion, viel weniger Gewinn.


    Barrick hat derzeit ein KGV von 5.5 ohne Pascua Lama, wo ja die Produktionskosten nochmal deutlich niedriger liegen werden wenn es denn mal etwas werden sollte. Cortez Trend wird ebenfalls beherrscht und die Story die McEwen immer für Cortez gesponnen hat trifft quasi auf Barrick zu. Erzgrade teilweise 15 g/t.
    Die zweite Besonderheit bei Barrick ist, daß sie nicht nur ein sehr niedriges KGV haben, sondern auch sehr niedrige Kosten. Überschlagsmäßig dürfte sich die Marge bei einem Goldpreis von $1070/oz vierteln, so daß sich dann ein KGV von 22 ergäbe. Der S&P 500 hat ein KGV10 von über 20.


    Gold Fields ist derzeit der attraktivste Übernahmekandidat, hat selber aber das Problem, daß durch die nun fehlenden cash cows in Südafrika der Gewinn sehr mager ausfallen wird. KGV mäßig sieht es nicht so toll aus, die kurzfristige Abhängigkeit von Ghana ist auch nicht berrauschend. Wahrscheinlich immer noch der beste Major mittelfristig, denn Damang hat sehr gute Bohrergebnisse geliefert, Arctic Platinum ist in der Pipeline, Far South East, derzeit auf Eis wegen Lizenzproblemen, Ressourcen alleine dort 43 mio ozs, und South Deep gibt es quasi geschenkt. South Deep kommt langsam auf Produktion und wird gute Gewinne abwerfen.
    Das Problem bei Gold Fields ist derzeit einfach, daß das Umfeld keine Übernahmen zuläßt, die Dividende erheblich schmaler ausfallen wird, da nun Sibanye die Gewinne abwirft die bei GFI fehlen und Far South Deep erstmal auf Eis liegt.


    Tendenzielle Umschichtung also von Yen Cash, Lonmin und Gold Fields in Barrick. Bei Verkauf African Barrick durch Barrick werde ich dort eine neue Position eröffnen.


    Gruß
    S.

    Zwyss, das denke ich schon, ein Tag zufälliger Bewegung in gleiche Richtung macht noch keine Korrelation.


    Fakt ist, daß die Minen 2011 im "Crash" gestiegen statt gefallen sind. Fakt ist daß sie seitdem nach unten gingen, Aktien nach oben. Fakt ist daß sie seit November, dem Beginn der Obama/Abe Fake Rally, gefallen sind. Also stark negativ korrelieren.


    So etwas wie den Minicrash 2011 betrachte ich als Fenster der Wahrheit. Damals sind nur Gold und Yen gestiegen.


    Gruß
    S.

    Man nehme es mit Demut, im nachhinein war es ja so vorhersehbar, daß die Unterstützung fällt. In Wirklichkeit sind kurzfristige Bewegungen einfach nicht absehbar. Der Yen hat z.B. in zwei Tagen 6% verloren, mehr als der Goldabsturz jetzt. Die Volatilität nimmt eben zu, wenn überall nur noch getrickst wird.


    Wer meine Beiträge der letzten Tage gelesen hat, weiß ja daß ich auf einen weiteren Anstieg aufgrund von Deflation baue. Aus meinen Beiträgen spricht aber auch eine gewisse Skepsis. Ich halte selber NUR Minen und die sind in den letzten Wochen dem Goldpreis nach Unten weit vorausgeeilt. Heute halten sie sich gut, sind nicht gehebelt stärker gefallen als der Goldpreis. Die Minen brauchen kurzfristig keinen Anstieg des Goldpreises, sie werden alleine steigen oder fallen, der Goldpreis zieht nach.


    Ich halte meine Minen. Allerdings auch nicht ganz ohne mentalem stop-loss.


    Gruß
    S.

    Das ist aber ganz schön Panik die du hier verbreitest, zwyss.


    Ich nehm's positiv: Geldminen nur 1:1 mit Gold mitgefallen.


    Wochenverlust bei mir im kleinen sechsstelligen Bereich, zu Zeiten von Fukushima war das der Tagesverlust. Ich habe damals mehrere Tage durchgestanden.


    Gruß
    S.

    Und das obwohl seit Oktober/November fast alle ökonomischen Meldungen durch die Bank negativer als erwartet waren. Mit Ausreißern wie Arbeitslosenzahlen, wo dann aber unterschiede von wenigen Tausend als positiv herausgestellt werden.


    Ich fürchte es wird noch vor September in einem Crash enden.


    Gruß
    S.

    Hallo Edel Man,


    vorweg: Finger weg von Randgold. Ich lese hier gerade ein Buch wie damals die Kebble Geschichte abgelaufen ist. Bristow ist ein spin doctor. Morila mußte wegen finanzieller Probleme anteilig an Anglogold abgestoßen werden, Anglogold hat komplett entwickelt.


    Tanzania ist risikoreicher wegen des Islam, ich bin da trotzdem scharf drauf. Wegen African Barrick. 25% market cap in net cash. Gute Minen, langes Reserveleben. Kostenproblem. Barrick hat ja nun Probleme mit Pasqua Lama, benötigt also Geld. Sie werden ihren verbleibenden Anteil vielleicht abstoßen und dann kaufen wir.


    SIbanye plant ebenfalls Übertage-Durchwurschtelung der alten Abraumhalden. 65 Millionen Pfund Uran möchte man ebenfalls aus den Abraumhalden gewinnen. Südafrikas Minen sind ja fast alle eigentlich kombinierte Gold-/Uranminen. DIe jetzt zu schließende Beatrix No. 4 Mine, früher Oryx war ursprünglich von Gencor als Uranmine Beisa entwickelt worden.


    Auch wegen politischem Risiko habe ich Hecla abgestoßen, USA und Quebec. Die USA sehe ich mit viel Sorge, das wird immer totalitärer. Wie du weißt mag ich ja Barrick. Sie ind besser und billiger als Newmont, haben im Carlin Trend m.E. die besseren assets und haben im Cortez Trend eben ganz einfach die Grundstücke. Per Exploration kommt da noch einiges. Die hohen Erzgrade bei der Exploration einiger Majors wie z.B. bei Damang/Gold Fields und Cortez Trend/Barrick geben Hoffnung, daß vielleicht doch einmal wieder ein größerer Fund kommt.


    Gruß
    S.

    Hallo zwyss,


    klingt wie die Beschreibung meines Deflationsszenarios.


    Ich denke allerdings nicht daß Japan schon das QE Geld gesehen hat, das bischen was die bislang gemacht haben verpufft doch im Anleihemarkt. Die wirkliche Bombe kommt ja noch.
    Japaner halten keine Aktien (7% des Vermögens). Es sind schlicht die Ausländer die gekauft haben. Das sieht man auch gut daran, daß die kleinen Werte und Werte der 2. Reihe viel weniger gestiegen sind, die klassischen Exportwerte sind vor allem auch deshalb gestiegen, weil jeder westliche Investor sieht namentlich kennt. Gleichzeitig wurde per Yen short 1:1 währungsgesichert. Die Yen short Position ist auf Rekordhoch.


    Ich denke wir sehen bald den nächsten 40-60% Crash im S&P 500 und Japan fällt genauso mit. Neue Tiefs sehe ich genauso. Ehemalige Werte von mir wie Sega Sammy, 2008 im Tief unter dem damaligen netto-cash von 786 Yen pro Aktie, sind unglaublich teuer geworden. Über 2000 Yen Kurs und netto cash vielleicht noch 400 (Grundstückskäufe in Südkorea). KGV so 15 bis 20 ohne netto-cash Bereinigung und auch nur für das folgende Jahr.


    Ich denke wir sehen noch einmal Kurse von 100-110 im Euro/Yen. Danach muß man weitersehen, entweder Yen Exitus oder oder Euro/Yen unter 75.


    Wir jammern hier über 100% geplante monetary base Expansion (nicht direkt inflationswirksam) während die Euro Zone 2000-2008 alleine die tatsächliche Geldmenge um 130% erhöht hat. In Japan ist die Geldmenge in der Zeit nahezu konstant geblieben.


    15-20% Strompreiserhöhungen werden mit Sicherheit die Rache der japanischen Hausfrau heraufbeschwören. Wahrscheinlich werden sie im Sommer ohne Klimaanlage im Dunkeln sitzen, um zu knausern. Japan hat gewaltiges Potential, der Privatsektor ist wenig verschuldet, niedrige Preise etc. Wenn aber strukturelle Reformen, Dividendenerhöhungen, Ausschüttungen überflüssigen Kapitals ausbleiben, dann wird es nichts. Smartjapanesestocks.com hatte mal über Dividenden berichtet, von seinen 10 betrachteten Werten wollte nur ein Unternehmen erhöhen, mehrere sogar die Dividende senken.


    Ich bleibe dabei, Gold befindet sich gerade in einem Paradigmenwechsel aus welchem Grund es überhaupt steigt. 196x-1974 = Gold steigt wegen vorher festgelegter Unterbewertung bei 35 $/oz. Dann 40% Verlust als das faire Niveau sccheinbar gefunden war. 1976-1980 dann Anstieg wegen Stagflation.


    Paradigma Nr. 1 war bei uns die Inflation (falsch, betrachtet man die Rohstoffinflation aber sehr wohl wahr). Paradigma Nr. 2 muß nun noch gefunden werden. QE, Hyperinflation (=monetäre Verschleierung der Deflation), Ausfall des Finanzsystems, Prisoner dilemma der Notenbanken untereinander (wer veranstaltet wieviel QE, wer kauft zuerst Gold) sind einige Gründe.


    China kann z.B. niemals die Währungsreserven abstoßen, das würde den Wechselkurs zerstören. Ein Umtausch der Währungsreserven in Gold ist aber schön neutral für den eigenen Wechselkurs.


    Gruß
    S.

    Bewertung von Barrick derzeit 20% höher als Newmont bezogen auf market cap. Dafür 40% mehr Reserven, 50% mehr Produktion, 100% mehr operating income (recurring).


    Daher Verkauf Hecla und Newmont heute, Nachkauf Sibanye, Gold Fields, Barrick und Yen cash.


    Hecla ist als Goldmine nicht so billig, wer von sinkendem Gold : Silber ratio ausgeht bleibt bitte drin.


    Gruß
    S.