Beiträge von Saccard

    Und genau diese Leute sind das Problem. Nicht die Hart-IV-ler die aus Faulheit zuhause sitzen. Die Leute, die für 300 Euro ein Praktikum machen und nebenbei ihre Ersparnisse aufbrauchen.


    Realistisch gerechnet braucht heute ein Akademiker alleine 1000 Euro netto mehr als ein normaler Arbeitnehmer, um seine Investition, das Studium, wieder hereinzuholen. Er hat in diesen Jahren nichts verdient. Die Investitionen des Staats mal nicht mitgerechnet (die holt der Staat über prozentual höhere Steuern auf das Lebensarbeitseinkommen des Akademikers wieder rein).


    Wenn jemand mit Studienabschluß für 300 Euro ein Praktikum macht, dann ist das nichts anderes als wenn ein normaler Arbeitnehmer für -700 Euro arbeiten gehen würde. Ein Unternehmen darf so nicht handeln, da das dumping ist. beim Arbeitnehmer wird genau das gefordert.


    Am besten wäre wohl ein kapitalistisches Gesellschaftsmodell mit zwei kleinen Änderungen: Grundsicherung FÜR JEDEN, damit auch keine "Wettbewerbsverzerrung" wie durch Hartz-IV wo bestimmte Personen unterstützt werden (kein Vermögen, nie gearbeitet) und bestimmte eben nicht (55 Jahre arbeitslos mit Haus und kleinen Erpsarnissen). Dazu Begrenzung der Einkommen auf meinetwegen das 500-fache des Durchschnitts und des Vermögens auf 200 mio.


    Den Vorwurf des Sozialismus muß sich so ein Modell nicht gefallen lassen, wir wollen nämlich nicht vergessen, daß sich im Kapitalismus Vermögen konzentriert. Am Ende steht immer ein Scheitern des Systems, wo dann durch Katastrophen das konzentrierte Kapital wieder verteilt wird. Daher auch boom-bust Zyklen im Kapitalismus. Ohne boom-bust kein Kapitalismus. Begrenzt man nun die Konzentration, so kann man diese boom-bust Katastrophen kontinuierlich verteilen und somit z.T. verhindern.


    Kleines Problem: Begrenzung der Vermögen führt ja leider nicht dazu, daß das zuviel erworbene Kapital einzelner wieder an die vielen kleinen Geldgeber zurückgezahlt wird, das schnappt sich der Staat und so wächst eben der Staat im Vergleich mit der Privatwirtschaft, so daß hier wieder eine Konzentration nicht mehr zwischen den Akteuren des Kapitalismus sondern zwischen Privatwirtschaft und Staat.


    Fazit: So ein modell ist nur möglich, wenn
    -der Staat keine wirtschaftlichen Aufgaben wahrnimmt (kein öffentlicher Dienst, keine öffentliche Müllabfuhr usw.)
    -die Verwaltungskosten in Bezug auf das BIP fixiert werden, kein wachsender Staat abgesehen von Sozialleistungen
    -Begrenzung von Vermögen und Einkommen immer nur relativ zu Durchschnitten. Niemals dürfen solche Limits herabgesetzt werden, eine Verankerung quasi als unveränderbarer Teil in einer Verfassung


    Derzeit krankt unser Staat genau wegen den o.g. Punkten. Konzentration der Vermögen in der Hand weniger Milliardäre. Wachstum von Staat gegenüber Privatwirtschaft. Statt Umverteilung von Reich zu Arm wie es wünschenswert wäre Umverteilung von produktiv zu unproduktiv und von jung zu alt über Renten oder Löhne (niedrige Löhne für die jungen und tariflich abgesicherte höhere Löhne für die alten).


    Den Unterschied zwischen Hartz-IV und Grundsicherung sieht man im übrigen sehr gut in ländlichen Gebieten. 300 Euro je ha..


    Gruß
    S.

    Vorsicht Leute, S&P500 Doppeltop sieht noch wahrscheinlicher aus als gestern.


    Noch zu früh zu sagen ob es so kommt, aber ich denke jetzt sollte sehr bald entweder der Goldpreis wieder steigen oder der Euro unter 1.30 fallen.


    Schon komisch, daß der Euro IMMER stabiler bleibt als Gold. Das kann nur heißen hinter den Kulissen verkaufen die Europäer Gold ohne Ende. Logisch: wer am schlechtesten dasteht, muß am meisten Gold verkaufen. Wer am meisten Gold verkauft, dessen Währung steigt am meisten gegenüber Gold udn somit gegenüber anderen Währungen. Ist das Gold aber erstmal weg.. sind es nur noch wenige Jahre zu argentinischen Szenarien mit dann der schwächsten Währung.


    Spanien hat noch 13 Mrd. Reserven und steht weit schlechter da als die USA. Wenn es dort kracht ist vorgesehen, daß alle Euro-Zentralbanken aushelfen. Die Zinsen nicht beeinflussen können, aber am Ende zahlen dürfen. Ob die Budnesbank dafür ihre Goldreserven herausrücken muß?


    Gruß
    S.

    Dann investiere doch in Japan, die können ihre Steuern um 60% erhöhen und haben erst dann die Staatsquote wie wir.


    Erbschaftssteuer sehe ich nicht negativ, kann man doch umgehen durch vorzeitiges verschenken. In den USA stirbt kaum jemand mit Vermögen, Warren Buffett ist die Regel und nicht die Ausnahme. In Japan gibt es Erbschaftssteuern bis zu 70%. M.E. ist die Erbschaftssteuer noch die gerechteste Steuer. Warum soll jemand einfach Glück haben und reich geboren werden und der andere nicht?


    Dann wiederum muß man sich die Frage stellen wer Vermögen am besten nutzen kann, zum Wohle aller. Der genetische Abkömmling eines Erfolgreichen oder eine zufällige Person. Durch Glück gewonnenes Vermögen verschwindet wieder in der nächsten oder übernächsten Generation. Anderes Vermögen nicht.


    Und wenn du die Steuern auf Aktiengewinne zu hoch findest, in Japan läuft es so:


    a) Du investierst und hast 50% Gewinn, dann verkaufts du. Du wählst die Option, 1% des Verkaufswertes zu bezahlen. 1% von 150% sind 1.5% auf 100%, gerechnet nur auf den 50% Gewinnanteil sind das 3%.
    b) Du investierst und hast 50% Verlust. Du wählst eine ander Option der Versteuerung und "versteuerst" 26% des Verlustes/Gewinns. D.h. von den 50% Verlust kannst du 26% steuerlich auf deine anderen Einkünfte geltend machen.


    In der Summe zahlst du auf Aktiengewinne nicht nur keine Steuern, du sparst sogar noch Steuern auf deine übrigen Einnahmen.


    Gruß
    S.

    Wenn ich aufgrund der Segmentinformationen und den 20% ROIC in diesem zugegebenermaßen schlechten Jahr zurückrechne, dann komme ich für Sammy auf ROIC von 60%. Im letzten Jahr waren es 80%. Sankyo hat zwar "nur" 40-50%, dafür darf man aber nicht vergessen daß der "corporate overhead" oder wie man es nennen will da mit drin ist, bei Sammy nur zu einem Bruchteil, da er dort auf 4 Unternehmensbereiche aufgeteilt ist.


    Kommt es nun zu einer Baisse an den Börsen so dürfte der Yen relativ stark zulegen. D.h. japanische Aktien wären vor der Baisse geschützt. Für Exporteure mag das gar nicht gelten, für domestische Werte um so mehr. Wenn diese domestischen Werte dann noch in einem Geschäft arbeiten, wo es in Rezessionen eher besser läuft und dazu durch die hohen Kapitalrenditen inflationsgeschützt sind, kann man sicheigentlich nicht mehr wünschen.


    So pervers es klingt, mir wäre ein Szenario Börsencrash + starker Yen am liebsten. Dann wüßte man daß man auf dem richtigen Weg ist und könnte ggf. Sega Sammy oder auch Sankyo auf die 2 bis 3 fache Größe aufstocken.


    Gruß
    S.

    Ob Hype oder nicht Hype, Aktien sind zu teuer.


    M.E. sind sie nur leicht überteuert, es kommt aber darauf an welche Aktie man genau ansieht.


    Anfang 2000 war das KGV 60 für die 50 größten Werte im S&P500 und 20 für die 50 kleinsten. Heute ist es 20 für die 50 größten und 30 für die 50 kleinsten.


    Also sind Aktien nur 1/3 so teuer wie 2000 oder 1.5 mal so teuer je nachdem was man sich ansieht.


    Vor allem die Manie für die kleinen oder zyklischen Aktien wird den Leuten dieses Mal das Genick brechen. Wieso soll Siemens oder Daimler höher bewertet sein als Henkel oder Beiersdorf?


    M.E. wird sich der typische Wert dritteln während die Indizes vielleicht 25% abgeben. D.h. KGVs von 15 bei den großen Werten und 10 bei den kleinen basierend auf Rekordgewinnen (die dann natürlich auch sinken werden). Die USA werder outperformen, da mehr large cap (large caps = Werte über 95 Mrd. sind selten hierzulande).


    Das wichtigste aber sind die Währungen. Der Euro wird m.E. gegenüber Yen in den nächsten 3 Jahren 60% an Wert verlieren, was kümmert es einen da ob die Aktien ein paar Prozentchen mehr oder weniger fallen könnten?


    Und den Hype haben wir zumindest in China und Indien, vielleicht sind wir ja einfach zu verarmt, zu proletarisiert für noch einen Börsenhype? Wieviele Vermögen kann man innerhalb einer Generation verlieren? Ist es nicht Hype genug, daß die Leute trotz ihrer verluste nach 2000 weiterhin brav jeden Monat in ihre Fonds einzahlen?


    Yen jedenfalls im Plus und Dax 0.5% im Minus. D.h. S&P500 heute wohl auch im Minus. Dax und S&P500 Doppeltop über 7 Jahre - wenn es denn so kommt - das wird nicht eben mal in 7 weiteren Jahren korrigiert, das geht viel länger. Bewertunsmäßig sind wir so billig, daß Aktienmärkte nicht 7-10 Jahre stagnieren können ohne wegbrechende Gewinne. D.h. statt Korrektur einer zu hohen Bewertung wie 2000 mit anschließender Rezession würde ich mich auf eine potentielle Weltwirtschaftsdepression einstellen.


    Gruß
    S.

    S&P 500 im close 1,522.28


    März 2000 waren es 1527.64


    D.h. lachhafte 0.35% zu einem neuen ATH.


    ABER wenn es dreht, dann haben wir ein 7-jähriges Doppeltop.


    Der Dax ist auch nahe den alten Hochs, m.E. aber nicht so aussagekräftig wegen Indexgewichtungen, Veränderungen und Euro vs. Dollar Anstieg.


    Fehlendes S&P 500 ATH ist die letzte Bastion, die die Bären noch haben und sie könnte halten.


    Ob bleibt die Frage. Wichtig ist das für das Timing. Wenn wir ein Top gesehen haben, dann ist es JETZT. Ein Datum an das man sich noch Jahrzehnte erinnern könnte. Wenn es höher geht, dann haben wir mit Sicherheit in nächster Zeit kein top. Also sehr gutes timing für Shortpositionen.


    Und ist es Zufall, daß SKI genau diese Woche als wichtig markiert hat??? Ich denke nein.


    Euro-shorts, Yen-longs und Aktienmarkt shorts, das könnte sich lohnen.


    Gruß
    S.

    Im SPiegel stand etwas von deutschen Gastarbeitern in Indien. 10h am Tag, 600 Euro im Monat. Unterkunft 6 Personen in 3 Zimmer Wohnung. Ausgehen mit Inderinnen wäre ein Skandal usw.


    Der Chef einer dortigen Firma meinte, man würde 80% des Lebenseinkommen zwischen 45 und 55 erzielen und sollte das ganze als Karrierechance sehen, Indien im Lebenslauf usw.


    Würde mich gar nicht wundern, wenn aus solchen Auswanderern, die nur 1 oder 2 Jahre dort bleiben wollen, gezwungenermaßen Dauergäste werden ohne jede Bindung in ihre ehemalige Heimat. Und in einigen Jahren wird man dann statt Indien lieber ein schwarzes Loch im Lebenslauf haben wollen.


    Bei dem Aufschwung (relativ zu Italien 30% Lohnsenkung in den letzten Jahren) brauchen wir keine Depression mehr.


    Gruß
    S.

    Aber selbst die 470 wären bitter, wenn man mit dem Dax vergleicht.


    Von 6150 auf 7730, dann Euro von 1.29 auf 1.35


    D.h. der HUI würde heute bei ca. 530 stehen wenn er sich 1:1 mit dem Dax in US$ gerechnet bewegt hätte.


    Naja, ich sehe es sowieso so, daß alles was momentan steigt Schrott ist. Habe es selber bei meinen Aktien erlebt. KGV 20 im Konsumentenbereich.. für einen guten Wert immer noch billig. für den betreffenden Wert wäre KGV 25-30 fair gewesen, wenn man von 14% Wachstum ausgeht, was nur erreicht werden könnte wenn eine Teilsparte mit 30% wächst. Möglich, aber sehr unsicher. Dann hat die Bude noch 1/3 der market cap an Schulden, dann ist man schon bei KGV 26-27. Also unter optimistischsten Annahmen fair value. Muß man nicht kaufen. Wenn man dann sieht, daß man erwiesene Qualität für KGVs von 12-15 kaufen kann (Pfizer oder JNJ). Interessant ist dann noch, daß in einem Quartal der Gewinn um 33% steigt und der Wert dann 10%. 33%.. wenn 40-50% des Umsatzes im Weihnachtsquartal gemacht werden und die übrigen Quartale eher weniger interessieren und wenn unter Einbeziehung von Sonderinflüssen im Vorjahresquartal der Gewinn sogar leicht gesunken ist.. finde ich 10% Kursplus aufgrund einer solchen Meldung eher übertrieben.


    Und so ist es überall. Zyklisch? Emerging Markets? Small cap? Dann immer her damit.


    Und das ach so gelobte Indien hat auch riesige Handelsbilanzdefizite. Irgendwie ist alles schizophren geworden.


    Ohne BRIC-Blase hätten wir die Goldblase gesehen und schon längst Kurse über 1000-1500 gesehen. So müssen wir warten bis die nächste Sau durch's Dorf getrieben wird.


    Gruß
    S.

    Genau, noch sprechen wir von Konsolidierungsphase.


    M.E. ist die Frage jedenfalls nur noch woher der Crash kommt. Spanien könnte es sein, aber vielleicht auch Osteuropa. USA Immoblase gut und schön, nur in Osteuropa laufen die Kredite zum Teil zu 70% in Schweizer Franken. Wenn dann deren Währungen erstmal das Rutschen anfangen gibt es kein Halten mehr, nichts was man machen könnte, die Immopreise fallen und die Schulden wachsen sogar noch.


    Gruß
    S.

    Nicht beim Gold, bei den Minen.


    Er könnte recht haben. Er hatte ja auch bisher recht, das Top war im Mai letzten Jahres. So eine lange Schwächephase ist selten gewesen in diesem Bullenmarkt.


    Meine Überlegung ist, daß Gold natürlich viel weniger stark fallen würde und daß dann vermutlich ein stärkerer Dollar (Kaufkraftparität 1.10, bei überschießen kann es auch darunter gehen) die Verluste durch Währungsgewinne wieder ausgleichen würde, vielleicht sogar mehr als ausgleichen würde.


    Gold jedenfalls 490/560 = -12.5%
    Dax 7730/6150 = +26.7%


    Für mich sieht das alles nach top aus. China Spekulationsblase der dortigen Kleinanleger, Dax sehr hoch wegen Zyklikern und Banken, Small Cap Blase wohin man schaut (alles unter 95 Mrd. ist eher small cap statt large cap), Yen auf Rekordtief (70% Korrelation EUR/JPY zu Dax und co.)
    Und es ist wieder mal Mai.


    Und man hört noch die Bären. Aber im Gegensatz zum letzten Jahr wo es noch hieß das ist erst der Anfang wollen jetzt alle in den Markt rein.


    Was liegt also näher als ein klassischer Wirtschafts-/Börsencrash. Mit allem drum und dran. Emerging Markets, Basismetalle und Rohstoffe würden neben den small caps und Zyklikern am schwersten getroffen genau wie der Euro. In solch einem Fall würde ich einen erstmal fallenden Goldpreis mit Eindeckung sämtlicher Shortpositionen der Commercials am Ende sehen. Das wäre dann das Signal, daß sich die Hausse beim Gold fortsetzen wird.


    Bisher war jedenfalls jedes Top beim Gold nach 1 Jahr überboten. Daß das jetzt nicht so ist, weist darauf hin daß dieses mal etwas anders ist.


    Gruß
    S.

    Nein, -100% natürlich.


    Wenn deine Aktien bei dem entsprechenden "Sonderereignis" nach 20-30 Jahren wertlos werden, hast du ja Dividenden kassiert und deinen Einsatz wieder herausgeholt. Wenn natürlich die Dividenden bei 2% liegen wie jetzt ist es einfach Pech.


    Gruß
    S.

    Schaut mal bei sharelynx, ich schaue dort regelmäßig vorbei und habe irgendwie erst jetzt seine COT-Charts bemerkt, langfristige COT-Charts.


    Gold specs nahe 20 Jahres Hoch. Ich weiß aber nicht wie gut die COT-Charts dort als Indikator getaugt haben. Dow extrem short die commercials, ich glaube aber daß dieser Indikator versagt, er war in der Vergangenheit nicht gut. S&P war gut (commercials 1995 extrem long, ab Mitte 2000 extrem short, 2003 so long wie noch nie seit 2000 und seitdem leicht bärisch).


    Interessant sind aber die COT-Zahlen für Währungen: Beim Yen sind die Spekulanten so short wie seit 20 Jahren nicht und beim Euro so long wie seit Bestehen der Währung. Die Konsequenzen für EUR/Yen sind klar..


    Auch beim Nikkei sind die Commercials nicht so negativ wie für den S&P z.B.


    Wenn es diese Woche bei den Minen nichts wird, rechnet Jeff Kern jedenfalls mit neuen Tiefs, also min. 1/3 Verlust.


    Ich bin gegenüber dem Goldsektor weiterhin extrem skeptisch eingestellt, m.E. hat der Bullenmarkt erst dann wieder eine Chance auf einen weiteren Anstieg (sagen wir 50% höher), wenn die commercials ihre Shortpositionen nahe 0 bringen.


    Gruß
    S.

    Ich sehe es genau umgekehrt: Sankyo jetzt im Vergleich zu Sega Sammy höher bewertet.


    M.E. ist die Projektion 2008 sehr ambitioniert. Pachislot Geräte müssen, Pachinko Geräte können ausgetauscht werden. D.h. bei Geldmangel wird bei den verkauften Geräten Pachislot gegenüber Pachinko zulegen können, vor allem in Anbetracht dessen daß im Verhältnis zum Bestand die Verkaufszahlen von Pachinko Maschinen deutlich höher liegen, da sind gut und gerne alleine 20% Reduktionspotential um auf das Level von Pachislot zu kommen.


    Ich gehe dabei von einem am Ende des Jahres gleichbleibenden Bestand an installierten geräten aus, die Gefahr ist natürlich daß sich der Markt komplett zugunsten von Pachinko verlagert.


    Unfair wäer es die Projektionen 2008 zu vergleichen, da Sankyo von einem normalen Jahr ausgeht und Sega Sammy von einem sehr schlechten. Eher sollte man 2005/2006 vergleichen. Sankyo zu Sammy (ohne Sega) Gewinn würde ich dann auf 500:200 beziffern. Sega Sammy hat das Damoklesschwert schwächelnder Pachislot Markt, Sankyo den Nr.1 Konkurrenten Sanyo. Für Sega würde ich nach wie vor 900 Yen ansetzen. Auch die Kapitalrendite bei Sammy ist etwas besser als bei Sankyo.


    Bei 5300 Yen Kurs und 2922 Yen cash wären 500 Yen Gewinn KGV 4.8
    Übertragen auf Sammy hieße das 200 Yen * 4.8 + 900 Sega + 745 cash = ca. 2600. D.h. Sammy gibt es ca. 15% günstiger, dafür muß man wieder Sega statt mehr cash kaufen.


    Ich bin derzeit mit beiden ganz glücklich.


    Gruß
    S.

    Sankyo zahlen sind draußen, 365 Yen und somit innerhalb der Erwartungen.


    Projektion für 2008 sind 410 Yen pro Aktie.


    Net cash: 2922 Yen


    Bei 4600 Yen Kurs also KGV 4.6 2007 und KGV 4.1 für 2008


    Gruß
    S.

    Ich denke das Problem ist immer noch nicht so ganz klar geworden.


    Also nochmal, nehmen wir mal drei Anlageformen:
    1. Gold
    2. Anleihe, 10 Jahre Laufzeit
    3. Aktie eines Unternehmens mit 10% Kapitalrendite auf's eingesetzte Kapital.


    Die Inflation lag immer bei 2%, nun steigt sie plötzlich auf 15% und bleibt dort dauerhaft.


    Gold? Steigt pro Jahr 15%, real kein Verlust.


    Anleihe? Verkaufen kann man an andere Anleger, aber alle verkaufen können nicht. Kursspielereien sind also Unsinn, es bleibt nur der fundamentale Wert und der ist durch die Zahlungsströme, Zinsen und Kapital, festgelegt. Duration knapp 8 Jahre. 1.15^8 = 3, der Wert hat sich real gedrittelt. Allerdings hat der Anleihebesitzer auch Zinsen erhalten, 1.04^8 = 1.37. 3 geteilt durch 1.37 ist 2.2, 100/2.2 = 45% realer restwert inklusive Zinsen, die investiert der Anleihebesitzer nun in Gold und macht real nun keine weiteren Verluste mehr.


    Aber was ist mit dem Aktienbesitzer? Verkaufen können alle Aktienbesitzer ihre Aktien nicht, also müssen sie ebenfalls auf die Fundamentaldaten bauen (= unabhängig von der Börse ihre Dividenden und ihr Kapital aus der Gesellschaft ziehen).
    Was ist ein Unternehmen wert? Das eingesetzte Kapital Plus der Mehrwert den das Unternehmen generieren kann. 4% Zinsen, 10% Kapitalrendite, da war der Mehrwert. Das KGV war 16, das 1.6-fache des eingesetzten Kapitals hat der Aktionär also an der Börse für die Aktie bezahlt.
    Jetzt bei 15% Inflation sidn die Zinsen plötzlich bei 17% (meinetwegen auch etwas niedriger, macht keinen Unterschied). 17% ist aber mehr als 10%. Kapitalrenditen steigen nicht mit der Inflation, sonst müßten ja z.B. alle Unternehmen in in Simbabwe riesige Gewinne abwerfen. Es ist auch logisch, daß Kapitalrenditen nicht steigen: sie steigen zwar schon mit der Inflation, aber nicht für alle Unternehmen sondern für die ÜBERLEBENDEN Unternehmen. D.h. über kurz oder lang machen die schlechten Unternehmen dicht und die guten verbleiben. Im Extremfall bleiben nur Exporteure, die von einer domestischen Inflation nicht betroffen sind, und Schwarzmarkthandel in alternativer Währung, auch nicht von Inflation betroffen. Für die restliche Wirtschaft ist einfach keine Planbarkeit mehr gegeben.
    Was ist eine Firma mit 0 Mehrwert wert? Das eingesetzte Kapital. Aber auch das können wir nicht ansetzen, da es ja EINGESETZTES Kapital ist. Vorher war das Unternehmen rentabel, nun müssen wir von einer Liquidation ausgehen. Gebäude, Maschinen usw. sind aber spezifisch und nur für das Unternehmen selbst von entsprechendem Wert gewesen, bei einem Verkauf bringen Maschinen oft nur noch Schrottwert. Gerade in solch einer Situation wenn auch ähnliche Unternehmen aufgrund der Inflation mit den Maschinen nichts mehr anfangen können und ihre eigenen loswerden wollen. Selbst 50% Erlös des eingesetzten Kapitals sind sehr optimistisch.
    160% eingesetzt, 50% herausbekommen, der Aktionär macht also auf 100% umgerechnet einen Verlust von ca. 70% und steht damit deutlich schlechter da als der Anleihebesitzer.


    Es ist keine Besonderheit gewesen, daß der Dow 1982 ein KGV von 6-7 hatte oder daß Daimler 1923 nur wenige Automobile wert war. Das war einfach der faire Wert unter der Annahme, daß die Inflation weitergeht. Sie ging nicht weiter, aber das hätte passieren können. Klar daß in solchen Phasen Gold überbewertet wird (lieber 50% zu teuer kaufen und dann keine Realverluste mehr machen..) und daß Unternehmen nochmal psychologisch eine tiefere Bewertung erhalten, diese Effekte sind aber geringer als man denkt.


    In einer Hyperinflation ist das Risiko also wie folgt verteilt:
    1. Gold mit 0 Risiko
    2. Anleihen (je nach Laufzeit aber auch schlechter, siehe 30-jährige)
    3. Aktien (je nach Kapitalrendite und je nachdem woraus der Buchwert besteht, aus Maschinen oder aus cash)


    Gruß
    S.

    Jetzt ist Gold unter 490 Euro, das Dreieck wurde nach unten aufgelöst.


    Jeff Kern ist auch sehr bärisch (321gold.com). Er geht davon aus


    a) 92-96 Index kauf Signal würde neuen true bull einläuten, innerhalb dieser und nächster Woche möglich bei ca. 340 HUI und höher, unwahrscheinlich


    b) UserX crasht jetzt einige Monate, wahrscheinlich


    Ich weiß nicht ob es so kommt, jedenfalls sind die Minen schon eine Weile nicht mehr gestiegen.


    HUI 400 bei Dax 6150 und Euro 1.28, relativ zum Dax müßte der HUI heute bei 515 stehen!


    Richtig krachen werden die zykliker wie Daimler & co, im Schnitt erwarte ich 80% Verlust (nach einer verfünffachung nicht übertrieben). Wenn sich die Gewinne zehnteln ist das KGV trotzdem bei 40 statt jetzt 20.


    Eines ist klar: nie und nimmer werden die Minen alleine fallen.


    Gruß
    S.

    1923 waren Aktien ein sehr sehr gutes Geschäft.


    1 Mark: abgewertet 1:1 Billion


    Es blieb real also 1/1Billionstel der Kaufkraft.


    Aktien dagegen haben real nur 93% verloren. Daimler war immerhin noch mehrere Fahrzeuge aus eigener Produktion wert.


    Und das ganze nur, weil es eine Hyperinflation mit zu niedrigen Zinsen war. Wenn die Zinsen hoch sind in Relation zur Inflation wie Anfang der 80er hat man mit cash weniger Verlust als mit Aktien.


    Gruß
    S.

    Und der Markt ist sowieso behämmert. Bei 66 mrd. Gewinn 5000 Yen, bei 35 mrd. 2250 Yen. 2650 Yen wäre über simplen Dreisatz herleitbar. Nur: die 66 mrd. waren ein Rekordgewinn. Die 35 mrd. könnten sehr rasch verdoppelt werden.


    Ich weiß auch nicht was die "Anleger" erwartet hatten bei der Reg 5 Einführung. Sollen sie jetzt 70 Mrd. Gewinn prognostizieren? Eigentlich ist doch gar nicht absehbar was genau passieren wird. Im November bereits Ausverkauf mit fast 100% free float Umsatz, dann gestern fast 10% des free float an einem Tag ist schon sehr extrem.


    Die Leute sollen lieber ihre IGTs ohne Cash und für KGV30 kaufen, da sind sie besser aufgehoben. Wenn man schon 60 oder 70% Marktanteil hat kann man ja auch so gut weiterwachsen.


    Gruß
    S.

    Dateianhänge gehen heute scheinbar mal wieder nicht, bei Bigcharts gibst du ein:


    JP:7964


    Erstmal siehst du gar nichts, da Sega ja nicht mehr gehandelt wurde die letzten 3 Jahre. Wenn du 10 Jahre als zeitraum einstellst siehst du aber die Chartdaten. Noch länger geht auch, 93 waren sie mal bei 10000 Yen (die Zeiten sind vorbei - Konsole Genesis/Mega Drive, so könnte es Nintendo auch ergehen).


    Bei Sankyo kommt es wirklich auf die Zahlen an, ich habe von denen auch nur 500 Stück als Satellitenposition. Ob sie auf 4100 gehen? Keine Ahnung, ich würde nicht darauf und nicht dagegen wetten.


    Ich gehe davon aus, daß in den nächsten Jahren Pachislot und Pachinko tendenziell schrumpfen werden. Pachislot nur wegen Reg 5, geringere Jackpots, so wie Sammy das handelt werden sie aber den Markt stabilisieren. Zudem sind die Preise für Pachislot Maschinen weniger stark gestiegen.


    Pachinko dagegen hat zuletzt höhere Preise je Gerät und mehr verkaufte Geräte pro installiertem Gerät gesehen, weil die Parlors versucht haben neue Kunden anzulocken. Das wird nicht ewig so bleiben.


    Was passiert nun bei schrumpfenden Märkten? Simpel: die schwachen Anbieter machen zuerst dicht. Die Produktionskapazität dieser Anbieter verschwindet ins Nirvana. Das ganze Geschäft ist ein Geschäft mit wenigen Hit-Produkten, d.h. mal hat man Pech und mal Glück. Fakt ist eben, daß der Marktführer mit der größten Produktionskapazität beie einem Hit auch liefern kann, ein kleiner Anbieter kann das nicht. Somit wird sich á la long der Marktanteil an der Produktionskapazität orientieren. Da aber immer die kleinen Anbieter wegen ihrer Nachteile wegfallen, steigt á la long die relative Produktionskapazität der Marktführer ohne daß sie neue Fabriken eröffnen. Über kurz oder lang wird das m.E. zu einer Monopolisierung führen genauso wie in Australien (Aristocrat) und Las Vegas (IGT).


    Sammy ist eben mit großem Abstand die Nr. 1 im Pachislot Sektor. Sankyo nur Nr. 2 bei Pachinko. Sanyo Bussan ist größter Pachinko Hersteller, stellt aber keine Pachislot Geräte her. Insgesamt liegen sie mit Sankyo gleichauf. Wie es aussieht wird also Sammy zur Nr. 1 wenn sie den Pachinko Markt in den Griff kriegen. Sankyo kann 9000 Pachinko Geräte pro Tag herstellen, Sammy 3000. Durch Ginza zusätzliche 600-1000. D.h. wenn Sankyo 18% Marktanteil bei Pachinko hat, kann Sammy 8% erwarten ohen weitere Produktionskapazität. Ich bin da ein bischen skeptisch. Weiterer Vorteil von Sammy sind die Synergien mit Sega. Schau dir Merkur Spielotheken und Gauselmann in Deutschland an. Die Ketten sorgen dafür, daß Gauselmann Nr. 1 bei den Geräteherstellern ist. Dadurch müssen dann wieder auch andere Spielotheken diese Geräte kaufen.


    Rechnen wir mal ein bischen.
    Die Prognosen für Sega sind 9.2 Mrd für Amusement Machines, 4.4 Mrd. für Consumer (=Spielesoftware). Die Amusement Center sollen einen Verlust bringen (bei höherem Umsatz). 12 Mrd. war die Prognose für letztes jahr, davor hat der Sektor 9 Mrd. verdient.
    12+9.2+4.4 = 25.6 Mrd. 40% Steuern ab und auf die Aktie umgerechnet sind das 61 Yen. Bei Sega ist noch viel Potential, ohne dieses Potential würde ich sie mit 900 Yen ansetzen, mit dem Potential eben auch weit mehr. Wenn es in Japan wieder mal richtig brummt eines Tages werden die Amusement Center zu Goldgruben. Ich denke Sega ist mehr wert als die besagten 1125 Yen pro Aktie, vielleicht auch weit mehr.
    Für Sammy sind 202 mrd. Umsatz geplant. Das könnte konservativ sein, da implizit immer noch ein Marktanteil von unter 40% bei Pachislot ist. Es besteht also die Chance, daß Sammy sogar noch mehr Umsatz macht und dann 2008 wieder etwas auf 300 Mrd. zurückfällt. Mit den alten Margen von 2006 würde das 113 Mrd. operativem Gewinn entsprechen. 2005 war sogar ein noch besseres Jahr. 8.5 mrd. Ausgaben auf corporate level abziehen und wieder 40% Steuern und wir haben 62.5 Mrd. Nettogewinn für Sammy (248 Yen pro Aktie).


    Dann sähe es für 2008 so aus:
    Aktie 2250 Yen
    900 Yen Sega mit 61 Yen Gewinn = KGV 15
    750 Yen cash
    600 Yen Sammy mit 248 Yen Gewinn = KGV 2.4


    Leider muß man Sega und cash mitkaufen.. und im schlimmsten Fall kann der Wert Sammys auch unter 0 fallen, was eben bei Aktien ohne Cash-hort nicht geschehen kann.


    Bei den Margen die Sammy hat sollten wir eher über KGV 24 sprechen. Der Haken ist natürlich wirklich Sammys Position im Markt. Wenn sie langfristig Marktführer werden (50%), sind sie deutlich über 10000 Yen wert. Andererseits gibt es das Beispiel Aruze, die früher Pachislot Marktführer waren und heute praktisch verschwunden sind (sie werden aber mit den Reg 5 Maschinen ein comeback versuchen).


    Die Perspektive für mich ist, daß Sammy allein domestisch operiert. D.h. Unterbewertung und Währung kommen zusammen (bei nicht domestischen Firmen wird bei starkem Yen der Export einbrechen). Der Yen kann sich gegenüber Euro verdoppeln und wäre dann nur leicht überbewertet. Im rosigsten Szenario - Sammy Marktführer mit 50% in 10 Jahren, Sega wie gehabt, Cash 750 Yen, fairer Kurs Euro/Yen 88) wäre fast eine Verzehnfachung drin, das kann man bei den Goldminen m.E. nicht mehr sagen. Auch halte ich Euro/Yen 88 für viel wahrscheinlicher als Goldpreise von über $2000, da das eine fair value ist und das andere eher eine Übertreibung.


    Gruß
    S.

    Neo,


    Sankyo bringt Freitag die Zahlen heraus.


    Mal zum Vergleich:
    Sankyo 3000 Yen cash, 360 Yen Gewinn
    Sega Sammy 745 Yen cash + Sega, Gewinn 148 Yen Sammy, 25 Sega.


    Bei 4600 Yen hat Sankyo ein bereinigtes KGV von 4.44


    Bei Sega Sammy ist der Wert von Sega unklar. Sagen wir mal sie müßten min. genauso billig sein. Also 148 * 4.44 = 657 Yen, dazu 745 cash. Bei 2250 Kurs hieße das 848 Yen für Sega (KGV 34, allerdings mit gewinn vom letzten Jahr KGV 17). Für andere Spielefirmen wie EA werden solche KGVs gezahlt, was m.E übertrieben ist. Aber nun gut, interessant wird es, wenn wir zurückrechnen. Sega hatte knapp 190 mio Aktien ausstehend bevor sie übernommen wurden. Sammy hat 252 mio Aktien (exklusive treasury stock), 848 * 252 / 190 = 1125 Yen


    Und jetzt schauen wir mal auf den Sega Kurs (JP:7964 bei bigcharts, 10 Jahreschart). zwischen 99 und 2003 durchschnittlicher Kurs ca. 2000 Yen. Sega scheint sehr zyklisch zu sein, trotzdem sind die 1125 historisch sehr günstig und wurden nur 2003 unterboten und 2000 (Probleme bei Dreamcast Absatz).


    Würde man Sega für 1125 Yen kaufen?
    Ist Sammys Position besser als Sankyos?
    Hat man bei Sammy einen Sprachvorteil gegenüber Sankyo?


    Ich würde alle drei Fragen mit Ja beantworten und daher doch eher Sega Sammy gegenüber Sankyo bevorzugen.


    Zudem die Synergien: Pachinko in den Amusement Centers, Sega als Herausgeber von Pachislot und Pachinko Simulationen für Heimkonsolen. Das bringt bei Sega keinen Gewinn, aber einen Wettbewerbsvorteil in Pachinko/Pachislot Geschäft.


    Übrigens ist die Präsentation draußen, Sammy baut bessre Elektronik und größere Displays ein sowie bietet Finanzierungskonzepte wie ich es schon beschrieben hatte. Daher eben weniger Gewinn, für 2008 ist dann eine Gewinnverdoppelung zu erwarten, wenn es mit Pachinko klappt und die Pachislot Absätze gehalten werden könnten wären es bis zu 90 Mrd. Nettogewinn, realistisch sind wohl knapp 70. Vor allem müssen alle Displays neu gekauft werden (bislang recycled), was dann im nächsten Jahr nicht mehr der Fall ist.


    Gruß
    S.