Beiträge von Saccard

    Zu Sankyo nichts neues. Ich habe auch keine Ahnung wie die zahlen ausfallen werden, man darf nicht vergessen, daß bei Sega die Überraschung durch die Amusement Parks und auf Corporate Level kam und nur zum Teil durch Pachinko/Pachislot.


    Ich denke aber, daß im ersten Halbjahr Pachinka deutlich schlechter laufen wird als Pachislot. Pachislot Maschinen MÜSSEN erneuert werden, Pachinko Maschinen kann ich auch drei Jahre stehen lassen wenn ich lustig bin (natürlich spielt dann keiner mehr dran). Fazit: Pachislot bis zur Kapazitätsgrenze, dann mal wieder gar nichts und Pachinko erst an Mitte des Jahres Normalisierung. Es hängt also viel von Sankyos Prognose ab.


    Sanyo Bussan ist im übrigen nicht börsennotiert, da hast du keine Chance..


    Mal sehen, 18 mio Stück ist absoluter Ausverkauf, das wäre in etwa so als ob 200 mio JNJ Aktien an einem Tag gehandelt würden, also das 10 fache von einem Spitzenumsatz. Hab heute aber keinen größeren Posten gekauft. 2.5% Dividendenrendite ist auch nicht schlecht.


    Eigentlich wäre es auch gar nicht so dramatisch, wenn Sammy nur 35 Mrd. verdient. Wenn die ihren Umsatz wirklich so stark steigern könnten und durch finanzielle Hilfen und Preissenkungen eben weniger Gewinn machen.. dann wäre eben die Konkurrenz weg vom Fenster und Pachislot wäre gerettet.


    Nicht zuletzt darum geht es ja: Wenn Sega Sammy jetzt nicht dafür sorgt, daß die alten Pachislot Geräte erneuert werden, könnte auch Pachislot als Markt in Gefahr sein.


    Im übrigen kann man mit Pachislot sehr wohl Geld verdienen, da die Maschinen in bestimmten Mustern auszahlen. Z.B. wird ab einer bestimmten Anzahl von turns garantiert ein kleiner Jackpot ausgezahlt usw. Auch gibt es bestimmte Aktionstage der parlors wo dann die Maschinen auf höheren Zahlungsleveln stehen. Level 6 als höchster Level hat m.W. früher im Schnitt 125% der Einsätze ausgezahlt. Auch das Stoppen der Räder ist nicht zufällig, sondern wird wirklich durch die tasten beeinflußt. Pachislot ist also nicht nur eine Umverteilung von den Spielern zu den Parlors (10% der Einsätze), sondern auch von Gelegenheitsspielern zu "Profis". Und ob sich solche "Profis" in Zukunft halteten lassen werden???


    Gruß
    S.

    Andvari, derzeit kaufe ich keine Minen, ich liquidiere derzeit alle meine Positionen und konzentriere mal wieder. Was die letzten Jahre abging war einfach zu viel und m.E. ist die Gefahr, daß es bald richtig knallt sehr hoch. Vor allem das Hochpushen von Zyklikern (Caterpillar, Komatsu, Kawasaki Heavy Industries, Daimler) auf z.T. KGVs von 20 ist Wahnsinn (normal ist ca. 7-10 am top der Konjunktur). Wenn sich solche Werte bei KGV7-10 normalerweise in der nächsten Schwächeperiode halbieren, was wird dann bei KGV 20 passieren?


    Ich behalte nur eine einzige Aktie: Johnson & Johnson. Satellitenpositionen wie MMM, ENR, PFE sind schon rausgeflogen.


    Ansonsten gibt es nur zwei Anlageformen: Yen und domestische jap. Firmen, nämlich Pachinko und Pachislot. Dieses Jahr kracht es so richtig in der Industrie was aber gleichzeitig die Chance für Hersteller wie Sega Sammy ist mit dem eisernen Kehrbesen die Konkurrenz wegzufegen indem man Preise senkt. Es wird sich entscheiden, wer zukünftig in dieser Industrie den Ton angeben wird. Vereinigt man Pachinko und Pachislot so sind die Player Sega Sammy mit ca. 17%, Sanyo mit ca. 13% und Sankyo mit ca. 13%. Sega Sammy ist der größte Hersteller und ist zudem in andere Geschäftsbereiche diversifiziert. Sankyo ist Nr. 2 in Pachinko und wegen Pachislot auf gleicher Augenhöhe mit Sanyo. Sicher ist, daß Sega Sammy seien Position deutlich ausbauen wird auf über 40% Marktanteil im Pachislot Geschäft. Unsicher ist aber, ob Pachislot in Zukunft weiterhin so stark bleibt oder ob es wegen der neuen Regulierungen nicht in Popularität einbüßt. D.h. Sega Sammy kämpft über den Preis auch um Erhalt von Pachislot als Markt. Gelingt es, den Markt abzusichern, so wird m.E. Pachislot in Zukunft populärer werden können als Pachinko was automatisch Sega Sammy zur Nr. 1 und Sankyo zur Nr. 2 machen wird. Ansonsten wird wohl Sanyo zur Nr. 1. Es wird hier um viel gespielt, wer nun wirklich Sieger werden wird ist hauptsächlich Glück. Ob der Sieger aber Sieger bleibt ist kein Glück. Bei den irrsinnig hohen Kapitalrenditen und Margen vom Umsatz vor Steuern von 30-40% sind diese Geschäfte einfach Perlen, unglaublich wie die verschleudert werden. Das neue geschäftsjahr wird bei Sankyo schlecht verlaufen, zumindest die Prognose. Aber selbst mit 200 Yen Gewinn wäre das KGV unter 9. Geht es nun tief genug runter beabsichtige ich Sankyo zu meinem größten Depotposten zu machen.


    Interessant ist das ganze wegen der irrsinnigen Unterbewertung des Yen, die noch einmal zusätzlich eine Verdoppelung ermöglicht. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch einmal in die andere Richtung übertrieben?


    Warren Buffett kauft jedenfalsl nur noch eine Währung. Damit handelt es sich mit Sicherheit um den Yen. Und Warren Buffett spekuliert nur auf eine Yen-Aufwertung gegenüber US$, nicht gegenüber dem teureren Euro.


    Die Chancen in Japan sind einfach so gut geworden, daß der Goldbereich keine Alternative mehr ist. Einzelne Minen mögen billig sein, Rückenwind durch einen unterbewerteten Goldpreis haben sie nicht mehr.


    Mal sehen wie es mit Sega Sammy weitergeht nachdem heute kaum gehandelt wurde wegen limit down. Vielleicht sind wir schon morgen bei 2095 Yen, so langsam kommen also die sehr guten Kaufkurse.


    Gruß
    S.

    Limit Down natürlich. Sega Sammy jetzt mit bereinigtem KGV von 9.6, Sega herausgerechnet 6.


    Sankyo degegen KGV 4.7 ausgehend von der Prognose, die natürlich auch nochmal unterboten werden könnte.


    Bei 4700 Yen Aktienkurs und über 3000 Yen in Cash und Anleihen werden langsam auch Aktienrückkäufe interessant.


    Aber erst mal sehen wie es bei Sega Sammy weitergeht. Erstmal noch über den 2480 aus November geschlossen wobei heute der Umsatz viel zu niedrig ist, weil eben zuwenig Kauforders vorhanden waren, d.h. morgen erstmal weiter runter.


    Gruß
    S.

    Die Lösung ist simpel.


    Gold 0% Realrendite.
    Anleihen knapp 2% Realrendite.
    Aktien 6% Realrendite.


    Kapitalbindedauer
    Gold: 0 (=cash)
    10-jährige Anleihen: knapp 8 Jahre
    Aktien: 23.5 Jahre


    Ab und zu treten ein paar "Sonderereignisse" ein, die unvorhersehbar ist. In der 3fachen Zeit ist die Wahrscheinlichkeit auch 3x so hoch.


    Und jetzt überlegen wir mal, wieviele Sonderereignisse haben wir in Deutschland in 100 Jahren gesehen? Wobei jedes einzelne Aktien wertlos gemacht hat oder das Potential hatte.
    1. Hyperinflation 1923, 2. Krieg, 3. Sozialismus inder DDR, 4. Enteignung in der Nazizeit etc.


    Also treten solche Ereignisse ca. alle 25 Jahre auf und somit haben Aktien langfristig die gleiche Rendite wie Anleihen und Gold: 0%.


    Die USA hatten einfach Glück in den letzten 100 Jahren. In Rußland und China lief es schlechter als in Deutschland. Zu dumm, daß die Empiriker nur auf die USA schauen, survivorship bias heißt das ganze.


    Fazit: es ist egal was man kauft, Hauptsache es ist unterbewertet! Nur die Bewegung von Unterbewertung zu fairem Wert ist eine Rendite die man langfristig realisieren kann.


    Gruß
    S.

    Schablonski,


    achte nicht darauf was jeder absolut erhält sondern was jeder relativ erhält.


    Der Nicht-Sparer erhält bei Arbeitslosigkeit am Ende hartz iv, der Sparer gar nichts. Sprich bestimmte soziale Gruppen werden hier vom Staat bevorzugt.


    Das Bürgergeld ist etwas komplett anderes, da es JEDER erhält. D.h. jetzige Hartz IV Empfänger erhalten relativ zu anderen Personen 0,- D.h. der Sparer erhält soviel wie der Nicht-Sparer usw., sprich trotz Arbeitslosigkeit wäre eine gewisse Selbstgestaltung und Eigenverantwortung möglich.


    Es ist natürlich klar, daß am Ende statt der freiwilligen zusätzlichen Arbeit für 300,- Euro bei sagen wir boshafterweise mal bei DM lieber gar nichts gemacht wird, was aber auch ein Vorteil ist, da es schlicht nicht genug Arbeit für jeden gibt. Interessante Arbeit, die soziales Prestige verspricht und Spaß macht wird dann tendenziell im Preis sinken, schlechte Arbeit wird für die Arbeitgeber teurer.


    Im Prinzip ist das Bürgergeld natürlich eine verkleidete Inflationslösung. Aber neben den Vermögen der Reichen werden auch die Sozialleistungsansprüche der Armen weginflationiert.


    Im Endeffekt wäre das Bürgergeld die beste Lösung für den Mittelstand. Der kleine Selbständige mit eigenem Haus und eigenem Geschäft. Und gerade die lehnen so etwas ab.


    Na egal, mir erscheint das ganze insofern nicht durchdacht als natürlich das Bürgergeld an sich sehr wohl die bessere Lösung wäre und auch finanzierbar ist (wäre wahrscheinlich sogar billiger als jetzige Sozialleistungen + Bürokratenapparaturen). Nur: Die Grenzen müßte man natürlich dichtmachen, sonst kommt jeder nach Deutschland.


    Gruß
    S.

    Heute neue Zahlen (4Q) und Projektion 2008 von Sega Sammy.


    Die Zahlen haben die Projektion weit verfehlt, 46 Mrd. statt 60 Mrd. Gewinn. Seltsamerweise ist die Differenz zur Projektion bei Sega (9 Mrd.) und auf Holding Ebene (4.5 Mrd.) verloren gegangen. Aber auch Pachinko und Pachislot haben im 4 Quartal kaum noch Gewinn gebracht (knapp 40% weniger Umsatz in Einheiten als in den ersten 9 Monaten).


    Die Zahlen habe ich durchgerechnet, kommt so auch nach Bereinigung (Capex, Depreciation usw.) hin. Je Aktie 184 Yen Gewinn. Investiertes Kapital 890 Yen, also Rendite von nur 20% (ein wirklich weit unterdurchschnittliches Jahr). Net cash liegt nun bei 745 nachdem ich einige Posten nicht mehr inkludiere (ca. 80 Yen Differenz) und Sega Sammy umfangreiche Investitionen tätigt (neues Land gekauft, Sanrio = "Hello Kitty" Aktienkauf).


    Sehr interessant wird es bei der Projektion 2008. Man geht von 26% Umsatzwachstum aus, erwartet aber einen weiteren Einbruch des Gewinns um 20%. Wenn es so käme, wäre es wohl das Aus für diverse Pachislot Konkurrenten, zumindest dort nur Verluste.


    Wir erinnern uns: Ab Juli tritt Reg 5 bei Pachislot in Kraft, d.h. ALLE Pachislot geräte müssen ausgetauscht werden außer den vorher schon aufgestellten Reg 5 Geräten, was aber niemand macht, da die alten Geräte höhere Jackpots haben. Somit war klar, warum der vorgezogene Boom bei den alten Geräten im letzten Jahr kam und warum der Absatz der neuen Geräte so schlecht läuft. Auch wie es weitergeht ist klar: bis Juli weiterhin Flaute. Auch bei Pachinko, die Parlors müssen sparen. Im Juli dann die große Umstellung bei Pachislot, die erstmal die finanziellen Reserven der Parlors verschlingt. Also wird bei Pachinko gespart, denn die werden ja alle 9 Monate ausgetauscht, müssen aber nicht ausgetauscht werden. D.h. Flaute einige Monate nach der Umstellung bei Pachislot und langsame Normalisierung bei Pachinko.


    Umgerechnet auf Pachinko/Pachislot beträgt das Umsatzplus (und nur dort wird es ja stattfinden) ca. 60%. Bei einer Normalisierung von Pachinko (derzeit nur irgendwas bei 3% Marktanteil wobei die Produktionskapazität für 7-8% sprechen würde) kann Sammy den Umsatz sogar noch weiter erhöhen. Nach knapp 30% Marktanteil bei 45% Anteil an den Produktionskapazitäten ist auch klar, daß eine hohe Konzentration von Bestellungen in einem kurzen Zeitraum fast schon automatisch 50% Umsatzplus in Einheiten für Sammy bedeutet. Durch die finanzielle Belastung der Parlors wird aber auch Sammy großzügig mit "innovativen" Finanzierungsangeboten sein müssen = weniger Gewinn als möglich wäre.


    So ist auch die vorsichtige Projektion zu sehen, noch ist nicht absehbar wie es sich entwickeln wird, da 1.5 Monate praktisch gar nichts gelaufen ist. D.h. weiterhin vorsichtiges agieren bei Sammy.


    Zugleich könnte sich auch eine Kaufchance bei Sankyo auftun: min. das 1 Quartal dürfte ganz mies werden und auch für das 4. Quartal (Zahlen noch nicht draußen) waren die Prognosen relativ hoch verglichen mit Sammys Pachinko Performance.


    DCF-Wert von Sega Sammy ist jedenfalls selbst mit den schlechtesten Annahmen (184 Yen bereinigter Gewinn, 21% Kapitalrendite, 7% Abzinsrate, 2.5% Inflation + Realwachstum, nur 10% Wachstum) bei 5000 Yen wozu noch 745 Yen cash addiert werden müssen. Nullwachstum relativ zur Wirtschaft (auf Basis "depressed level" earnings) hieße 3600 Yen wert (wieder ohne die 745 Yen cash). Margin of safety ist also immer noch intakt.


    Kurzfristig könnte es natürlich aufgrund der negativen Überraschung abwärts gehen.


    Interessant auch die Kapitalrenditen der einzelnen Bereiche. Sammy weist für einzelne Sparten leider nur die Assets aus, so daß wir nicht ganz mit ROIC vergleichen können. Aber 70 Mrd. Yen Vorsteuergewinn mit 120 Mrd. assets ist nun wirklich nicht schlecht, auch wenn Sammy inzwischen 43.5% Steuern bezahlt. Findet nun das zukünfte Wachstum weiterhin bei Pachinko/Pachislot statt, so haben wir mit unseren 21% Kapitalrendite im Durchschnitt der gesamten Gesellschaft einen zu niedrigen Wert ermittelt. Auch Segas Arcademaschinen könnten im übrigen eine kleine Perle sein mit natürlich viel geringerer Kapitalrendite. Insbesondere im Hinblick auf Netzwerktechnologien und zukünftiger Herstellung von Maschinen für den Casinobereich. Segas Amusement Halls oder wie man den Bereich nennen will ist natürlich Schrott, aber Schrott der erst die feste Marktposition der Arcademaschinen und z.T. Sammys Maschinen sichert (ähnlich wie Merkur Spielotheken / Gauselmann in Deutschland).


    Vom Gewinn her ist m.E. dieses Jahr alles drin. Von 0 bis 80 Mrd. Yen netto.


    Gruß
    S.

    Eigentlich sind das doch alles Horrorzahlen wenn man es sich mal überlegt. In den guten alten Tagen haben wir von $150 cash costs gesprochen. Vorbei vorbei.


    Ich wäre schon froh wenn es noch normale Goldminen gäbe. Selbst mit hedges. Sie sind rar geworden. Ich meine solche Gesellschaften wie früher Homestake oder Normandy. Heute alles weg. Wenn ich von einem schwachen A$ ausgehe.. kann ich trotzdem nicht investieren. Barrick mit den 2bn Megaprojekten ist auch nicht das wahre genausowenig wie Gold Fields mit zig Jahrzehnten Abbauzeit (Duration). 1mio ozs in einer 3-Jahre Mine sind eben viel mehr wert als 1 mio ozs in eienr 10-Jahre Mine. Klar daß die gesellschaften imemr ihre "Qualität" betonen, aber in 10 Jahren kann viel Unheil zuschlagen, in 3 Jahren eben weniger als 1/3. Abbauen und Geld auszahlen..


    Iamgold gefällt mir heute als Prototyp einer Goldmine noch am besten, dahinter kommt Semafo. Aber alles mit hohen cash costs. Agnico Eagle, die Mexikaner, alle seniors sind nur noch Bastarde, die in andere Bereiche gegangen sind. Basismetalle, Untertage, zu hoher Silberanteil sind alles Dinge die mir nicht schmecken. Wie werden sich solche Gesellschaften in einer Rezession verhalten?


    Gruß
    S.

    Es wäre ja so einfach: Bürgergeld.


    Bürgergeld ist die Kürzung von Hartz IV, da es jeder erhält. Ich kann es beim besten Willen nicht verstehen, warum gerade mittelständische Schichten so dagegen eingestellt sind, würde ihnen doch am meisten Nutzen.


    Wie sieht es denn de facto aus in Deutschland? Hartz IV? Gibt es nur für gewisse Kreise, die gar nichts haben. De Facto haben wir hier gar kein Sozialsystem mehr, denn wer sich sagen wir mal ein kleines Heim erarbeitet hat, kann es bei chronischer Krankheit vergessen. Krankheit, Schwerbehindertensatz, Krankengeld. Irgendwann ist Schluß mit Krankengeld, die Firma nimmt einen nicht mehr weil man krank ist, da man aber noch mehr als 3h arbeiten kann keine Rente. Wegen des Häuschens kein Hartz IV und somit auch keine Krankenversicherung mehr. Wie lange hält so ein Häuschen vor, wenn man pro Monat 0,- Einnahmen hat und bei 30% Schwerbehinderung sich auch noch selbst versichern muß? De facto haben wir in hier ein negatives Sozialsystem: die Nachteile (Steuern) des Sozialsystems müssen getragen werden, Vorteile gibt es nicht.


    Immerhin werden damit die nachrückenden Generationen keine Probleme haben, die können sich bei Nettogehältern auf Hartz IV Niveau bei Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleistern ohnehin kein Häuschen mehr zusammensparen. Und somit wird der Sozialstaat sowieso zusammenbrechen wenn mit der nächsten Arbeitsgeneration die teuren Gehälter in Masse in Rente gehen und durch eine kleinere Generation mit weniger Erwerbstätigenanteil und geringeren Gehältern ersetzt wird. Über 100% können die Steuern eben nicht steigen.


    Gruß
    S.

    Verloren haben sie mit Sicherheit nichts, denn sie mußten ja öffnen. Sonst wäre Japan heute ein zweites Korea. Aber selbst das ist ja nicht mehr so schlimm nachdem Korea (und Taiwan) als einzige "Emerging Markets" den Aufstieg geschafft haben.
    Alle Alternativen wären für Japan schlechter ausgefallen.


    Japan hat heute 140 Jahre der Stabilität vorzuweisen, Deutschland gerade mal 58. Offiziell hat es ja keinen Bruch gegeben nach 45.


    Warten wir es ab, langfristig ist Japan das Land, das die meiste Stabilität verspricht. Ganz simpel: langfristig stabile Länder waren immer geographisch abgeschlossen. Schweden, Italien, Großbritannien, USA, Australien, Japan. In jedem anderen Land ziehen über kurz oder lang die Horden umher. Australien wird in Zukunft mit großen Umweltproblemen zu kämpfen haben, was über kurz oder lang die Währung krachen läßt. Italien hat den Schlendrian, aber dennoch eine gewisse Stabilität, was man auch daran sieht, daß nach dem Zweiten Weltkrieg keine Währungsreform erfolgte (die ach so tolle Mark hat inklusive aller Währungsreformen langfristig die höchste Inflationsrate im 20. Jhd). Verbleiben Japan, Großbritannien, USA und Schweden. Von diesen Ländern ist Japan das einzige, in dem keine demographische Zeitbombe tickt. Demographische Zeitbombe = unterschiedliches Bevölkerungswachstum verschiedener ethnischen Minderheiten. Beispiel für bereits hochgegangene demographische Bomben: Libanon, Bosnien, Kosovo, Palästinensergebiete (vermutl. irgendwann auch Israel mit Isrealis vs. Orthodoxe), Südafrika (man kennt das Land schon gar nicht mehr ohne die angeblich schwarze Mehrheit, das sah früher anders aus).


    In Deutschland verschließt man sich den Realitäten. 20% mit Migrationshintergrund ist nichts neues, hat es immer gegeben. Neu sind aber die orientalischen Minderheiten mit einer min. Verdreifachung je Generation (Ehefrau aus Heimatland importiert, drei Kinder). Es ist absehbar, daß in einigen Jahrzehnten diese Bevölkerungsteile die Mehrheit stellen werden. Wer aber glaubt, wirtschaftliche, politische und institutionelle Macht mit der Mehrheit der Bevölkerung ungeteilt lassen zu können, beschwört einen Bürgerkrieg herauf (wieviele Bundeskanzler, Präsidenten, Verfassungsrichter, Konzernchefs türkischer Abstammung hat es denn bislang gegeben?).


    Die USA haben immerhin den Vorteil/Nachteil?, christlich bleiben zu können.


    Gruß
    S.

    1820 ist vor 1867 und somit ein ganz anderer Staat, eine ganz andere Kultur. Der Shogun hat lange abgedankt und Japan ist auf die Idee gekommen, daß alles japanische minderwertig war und man schleunigst zum Westen aufschließen mußte. Eine Fähigkeit zur Introspektion, die wohl kein anderes Volk hat und die keine andere Nation gerettet hat.


    Immer wenn Nationen an ihren Traditionen stur festhalten, ist über kurz oder lang das Ende vorherzusehen.


    Bei Takefuji bleibt der erwartete Kurssturz aus, was eigentlich schon erstaunt in anbetracht der überraschenden Reserveausweitungen, andererseits aber darauf schließen läßt, daß wohl ausländische institutionelle Investoren hier heftig engagiert sind. Nach dem Wegfall des margin of safety nicht mehr nach meinem Geschmack und somit habe ich mich ohne Probleme von meinen japanischen Positionen trennen können.


    Sega Sammy und Sankyo sind viel billiger, wobei Sankyo nur Quartalsberichte auf Englisch veröffentlicht und Sega Sammy bereits wieder etwas zugelegt hat.


    Außerhalb Japans sind die Alternativen zu Takefuji begrenzt wenn man die Währungsrelationen einbezieht, vielleicht wäre Pfizer die beste Alternative dank der auch nicht schlechten Dividendenrendite.


    Gruß
    S.

    Ein kleines Spielchen mit Geldmengen.


    November 2000.. der 1 Euro = 89 Yen


    Geldmenge Euro-Zone: 4210,8 Mrd. (M2)
    Geldmenge Japan: 628384 Mrd. (M2+CDs)
    M2/(M2+CDs) = 0.84


    Man rechne: 628384 / 4210,8 * 0.84 = 125


    Yen also massiv überbewertet (nachdem er vorher massiv unterbewertet war).


    6.33 Jahre später im März 2007
    Geldmenge Euro-Zone: 6811,1 Mrd. (M2) +7.9% jährlich !!
    Geldmenge Japan: 717916 Mrd (M2+CDs) +2.1% jährlich
    717916 / 6811,1 * 0.84 = 89 fairer Wechselkurs (kommt von den Preisniveaus hin)


    Wäre der Yen gegenüber Euro so überbewertet wie 2000, der Wechselkurs würde bei 63 (!!) liegen.


    Nur mal um es deutlich zu machen, wir sprechen hier von einer Aufwertung von 84% bis auf fair value bzw. 160% bei einer Überbewertung.


    Und hier wird gestritten ob Gold 500 oder 700 wert ist. Der Yen ist derzeit viel interessanter als Gold.


    Wenn ich nun verschiedene Hebel der Unterbewertung kombiniere, unterbewertete japanische Aktien und Währungsaufwertung.. dann ist eine Sankyo z.B. wert: 8750 Yen nach DCF bei 6.5% Wachstum kurzfristig und 3% langfristig, für einen Wert mit ROIC 50% ist KGV 24 günstig. + 3050 Yen cash. 11800 Yen und somit bei 88 Yen/Euro 134,- Euro. Kostet derzeit 32 Euro, margin of safety mit Währungen somit 76%. Selbst wenn eine Yen-Aufwertung zu einem globalen Absaugen von Liquidität führen würde, der Sektor ist rein domestisch und Pachinko boomt während Rezessionen.


    Gruß
    S.

    $35 war damals überteuert wegen der Aufwertung von Gold/Abwertung vom Dollar. Lieber 20 Dollar nehmen und weit vor 1929 als Basis nehmen, besser noch vor 1913 (FED Gründung).


    Gold steigt auch nicht mit der Geldmenge sondern weniger, da ja Gold ebenfalls weniger wert wird durch die Goldproduktion.


    Es ist so: Wir haben eine Geldmengensteigerung und einen Produktivitätsfortschritt. Dann haben wir einen Goldvorrat und eine Goldförderung. Der Wert des kompletten Goldvorrats steigt mit der Geldmenge. Goldförderung entspricht dem Produktivitätsfortschritt. Kein Wunder, es wird immer alles Gold abgebaut was rentabel ist. Wenn dann über neue Techniken andere Abbaumethoden oder andere Explorationsmethoden verfügbar sind, wird eben das nun rentable Gold abgebaut usw.


    Für mich ist Goldförderung / weltweiter Goldvorrat der beste Indikator für den realen Produktivitätsfortschritt.


    Gruß
    S.

    Viel simpler:


    (irgendein fester Wert) * (1+Geldmengenwachstum) / (1+Goldproduktion in % vom überirdischen Goldvorrat)


    Also derzeit für USA und von mir als fair value geschätzten $500:
    $500 * 1.12 / 1.018


    Für Eurozone halt wenn man konservativ rechnet
    Euro 450 * 1.11 / 1.018


    Somit faire Werte der ncähsten Jahre in Euro
    2006 450
    2007 490
    2008 535
    2009 583
    2010 635
    2011 692
    2012 755


    Da in der Vergangenheit der Goldpreis z.T. 50% unterbewertet war, kann er auch mal 100% über fair value liegen, also z.B. 2009 bei 1160 Euro liegen. Solche Preisbewegungen werden aber nicht von Dauer sein.


    Gruß
    S.

    Warum? Sagen wir mal 10 Jahre 10% Inflation. Jetzt haben wir ein KGV von 18. In 10 Jahren werden sich die Gewinne also um die üblichen jährlichen 6% + 10% Inflation vermehren, also das 4.65-fache. Zu dumm nur daß bei 10% Inflation das faire KGV 7 ist und nicht mehr 16 wie jetzt (DCF-berechnet ergibt KGV 7 bei 10% Inflation die gleiche reale Rendite wie KGV16 bei 2.8% Inflation).


    Die Gewinne werden also um 365% zulegen, die urse relativ zum Gewinn aber um 61% fallen. Heißt also daß die Kurse sich ver1.8-fachen. Entspricht einer jährlichen Rendite von 6.1% vor Inflation. Nach Inflation ca. -3.5% pro Jahr.


    Das Szenraio hatten wir in den 70ern im übrigen schon mal ungefähr so. 1982 waren Aktien eben nicht billig, sondern fair bewertet. Allein die fallende Inflation hat dann den Bullenmarkt eingeleitet. 1974 waren Aktien wirklich günstig relativ zur Inflation, 1982 eben nicht. Daher haben Aktien 1974 ja auch Anleihen geschlagen, 1982 bis heute eben nicht wenn man zero-coupons und strips als Maßstab nimmt.


    Gruß
    S.

    Gogh hat nicht ganz unrecht, bei den Explorern ist 'ne Menge zu holen, es ist nur nicht mein Gebiet. Wer sich da auskennt..


    Mittel- bis langfristig bin ich für die majors absolut positiv, weil die als einzige noch Minen bauen können. Explorer werden in Zukunft die Milliardenbeträge niocht mehr zustande bringen.


    Bis dahin wird aber noch etwas Zeit verstreichen und bisher waren die Minen immer ein Gebiet wo die small caps dominiert haben. Eines Tages wird mit Sicherheit ein Superfund kommen, einer der ein ganz neues Gebiet eröffnen wird. Mit einem kleinen Wert, der sich dann verzehnfachen oder verhundertfachen wird.


    Australien war für sowas schon immer ganz gut, vor allem wurde da bisher noch nicht tief gebohrt. Geologisch unglaubliches Potential.


    Gruß
    S.

    Menschen verrichten Arbeit - diese Leistungserbringung scheinst Du irgendwie vergessen zu haben....


    Zu dumm nur, daß diese Menschen auch leben müssen und diese Leistungserbringung für sich beanspruchen.


    1.8% reale Rendite. In 2000 Jahren 31.1 Billionen wenn man 1 cent angelegt hätte. Die Wirtschaft wächst langfristig so stark, ja, aber die höhere Bevölkerungzahl nimmt dir auch mehr von deinem Anteil am gesamten Wohlstand ab.


    Wie kommst Du darauf? Aktien steigen ebenso in Folge von Geldmengenwachstum, wie andere Gueter auch. Ein Grossteil der aktuellen Aktienmarktstaeke ist auf Inflation zurueckzufuehren.


    Nö, Aktien sind Motoren. Da passiert etwas. Etwas herein, etwas heraus. Steigt die Inflation, so steigen auch die Kapitalkosten. Eine Gesellschaft kann ja auch liquidiert werden und das Kapital zurückzahlen. Wenn nun die Inflation über die Kapitalrendite steigt, dann wird auch der Zinssatz über die Kapitalrendite steigen, also sind die Kapitalkosten höher als die Rendite und die Gesellschaft erwirtschaftet keinen Mehrwert auf das eingesetzte Kapital. Also wird sie kein Kapital mehr erhalten. Wachstum wiederum ist nur noch aus dem Gewinn möglich und selbst wenn der komplette Gewinn in Wachstum reinvestiert würde, wäre ja höchstens ein Mithalten mit der Inflation möglich.


    Bleibt die Frage zu klären ob die Kapitalrenditen nicht auch einfach mit der Infaltion steigen. Ich behaupte nein. Gibt es einen Staat mit 30% Inflation und 45% Kapitalrendite. Wo alles so ist wie bei uns nur mit 30% Inflation oben drauf gesattelt? Nein.


    Gruß
    S.

    "Kursverluste auszusitzen ist sicherlich eine vernuenftige Langfriststrategie"


    Humbug, es gibt keine Kursverluste.


    Kursverlust = Einstandskurs - aktueller Kurs. Aber warum sollte ich einen Anker zum Einstandskurs werfen?? Dieser Kurs ist für mich doch vollkommen egal. Dann aber sind auch Kursverluste egal.


    Wert - Preis ist wichtig. Oder besser Preis/Wert. Unter 60% kaufen, zwischen 60% und 90% halten und zwischen 90 und 120% verkaufen können, über 120% verkaufen müssen.


    Lest mal in meinem Smalltalk Thread in Börse und Wirtschaft alles zu Takefuji. Berechnet hatte ich den Wert mit ca. 10500 Yen ohne den ganzen Schlamassel mit der Zinsbegrenzung. Klar, daß diese Begrenzung den Wert geschmälert hatte, ca. 3000-4000 Yen hatte ich gedacht, also fairer Kurs so ca. 6500 bis 7500. Zu gut 4000 Yen hatte ich gekauft. 57% vom "fair value", zwischen durch war der Kurs bei über 5000, gut 70% vom fair value, verkaufen ging also nicht. Heute hat Takefuji eine neue Karte aufgedeckt, Schaden größer als vermutet, neuer fairer Wert ca. 4500. 4100/4500 = 91%, verkaufen ging also. Nach den Neuigkeiten war Takefuji plötzlich mein teuerster Wert und ich habe Sankyo, Sega Sammy, Johnson & Johnson und Pfizer als billigere Alternativen. Also raus damit und einige Pfizer (fast so hohe Dividendenrendite) gekauft. Den Rest halte ich vor, da bei Sankyo und Sega Sammy am 11. neue Pokerkarten aufgedeckt werden (Jahresbericht und Prognose GJ 2008).


    Wenn ich beim Pokern bessere Karten bekomme und plötzlich ein gutes Blatt habe, erhöhe ich doch auch. Wenn ich ein schlechtes Blatt habe steige ich doch aus und werfe dem schlechten Geld nicht noch gutes hinterher. Ich pokere doch nicht mit der Absicht, meinen Einsatz wieder heraus zu haben, sondern will das beste aus jedem Blatt machen.


    Vielleicht liegt das ganze ja auch an mir, vielleicht bin ich schon so zynisch und emotional behindert, daß ich keine Angst vor Kursverlusten habe.


    Vielleicht ist es auch meine Sichtweise.. wo andere 0 Wachstum bei Pfizer sehen, sehe ich 12% organisches Wachstum und dann den Lipitor Wegfall in 2010. In der Summe natürlich 0 Wachstum, aber Pfizer wird weiterwachsen, Lipitor ist ein Warner-Lambert Medikament, diese Übernahme hat Pfizer ruiniert. So gesehen ist Pfizer ca. $50 pro Aktie wert. Und man lernt schonmal 'ne Menge für die Minen. Drugpipeline Dollars rein, Jahre warten, Drugs raus. 1 mrd. pro Stück Kosten. Wo soll da die Konkurrenz herkommen? 40% Kapitalrendite und trotzdem kaum Konkurrenz, weil dazu noch die Investitionen in die Drug Pipeline kommen, für einen Neueinsteiger wäre die Kapitalrendite unter Berücksichtigung der Forschungskosten ca. 20%.
    Das gleiche Modell werden wir in einigen Jahren bei den Minen sehen. Novagold und wie sie alle heißen, sie werden aussterben. Newmont und co. werden komplette Dominanz erhalten, wenn Minen zukünftig 2.4 Mrd. im Bau kosten wie bei Barrick. Viel Angebot durch die Explorer, wenige Nachfrager, eigentlich nur 3. Achtet mal auf Novagold und ob sie die Finanzierung für Galore Creek schaffen (und wenn sie es schaffen was passieren wird).


    Gruß
    S.

    Der Goldpreis ist gerade dabei den AUfwärtstrend seit Ende 2005 in Euro zu beenden wenn es jetzt nicht schnell ein Stückchen aufwärts geht. Sei es durch Goldstärke oder durch Euroschwäche.


    In der Tat, langfristig kann man mit Gold nichts gewinnen, es steigt nur mit der allgemeinen Inflation. Also nichts zum Vermögen vermehren sondern zum Vermögen schützen.


    Tatsache ist, daß Inflation für den Aktienmarkt das gefährlichste Szenario überhaupt ist. In den letzten 50 Jahren lag die Kapitalrendite im Dow bei 14.9%, wenn nun die Inflation DAUERHAFT auf 14.9% und höher steigt sind Aktien wertlos. Beispiel: Türkei. Schaut mal wer dort so im ISE ist.. Exporter vor allem und in den Absatzmärkten ist die Inflation ja kein Problem gewesen. Natürlich haben Aktien dann noch eine Art Optionswert bei hoehr Inflation.


    Auch von den immer wieder genannten Renditen darf man sich nicht blenden lassen. Langfristig hat ALLES Rendite 0, weil immer irgendwelche Sonderereignisse kommen. In Rußland meinetwegen die Revolution, die USA hat eben per Zufall (oder wegen geographischer Lage?) überlebt, daher gab es auch die 6% Realrendite von Aktien.


    Anleihen: Realrendite 2%, Duration 7.9 Jahre
    Aktien: Realrendite 6%, Duration 23.5 Jahre
    6/2 = 3, 23.5/7.9 = 2.97, das ist kein Zufall.


    3-fache Zeit, 3fache Angriffsfläche für die "Sonderereignisse". Ob ihr Aktien kauft oder Goldmünzen am Leibe tragt, es ist langfristig egal.


    ABER, kaufe ich eine Aktie 50% unter Wert und steigt sie innerhalb von 10 Jahren auf den fairen wert, so habe ich 7.2% verdient. Inklusive aller Sonderereignisse. Die Duration ist nur noch die Hälfte, also wird man im Durchschnitt von den 6% auch nach den Sonderereignissen 3% mitnehmen. Macht dann ca. 10%, die man wirklich verdient. Value Investing heißt das ganze und es ist egal ob man es mit Aktien, Gold, Minen oder sonstwas macht. Ich bin derzeit kein großer Fan von Gold, ich sehe Gold bei $500 bei fair value. Man kann nun aber beim besten Willen nicht abstreiten, daß Gold in Euro nicht überteuert ist und das 11% M3 Wachstum eigentlich schon den Weg zu 9% Inflation geebnet hat (womit faire Aktienkgvs so im Bereich von 7 liegen würden!), vor allem MÜSSEN Unternehmensgewinne jetzt mit 10% wachsen, sonst gibt es nur die Möglichkeiten, daß die Kapitalrenditen drastisch gesunken sind oder daß das Geld in schwarzen Löchern verschwindet. Dann wäre die Duration bei Aktien bei über 40 Jahren und somit mit Sicherheit dem Inflationsrisiko gerade wegen der Rentenkrise ausgesetzt.


    Meine Strategie ist derzeit physisches Gold, Blue Chips in den USA (Johnson & Johnson, Pfizer, aber auch Home Depot, MMM, evtl. WMT), dann einige Perlen in Japan. Japan ist der beste Markt z.Z., geringstes Inflationsrisiko und Aktien werden nicht zur Altersabsicherugn gehalten.


    Deutsche Aktien sind dagegen Schrott. Entweder geringe Kapitalrenditen (Siemens, Daimler, VW) und/oder hohe Verschuldung (Daimler, VW). Finanzwerte und Versicehrungen sind ohnehin Müll (Deutsche Bank, Allianz, MüRü und wie sie alle heißen). Nassim Taleb beschreibt in seinem neuen Buch "Black Swan" wie die amerikanischen Banken 1982 durch Ausfälle in Südamerika mehr verloren haben als sie in einem kompletten Jahrhundert verdient hatten.


    Aber auch vor Inflation in den Entwicklungsländern sollte man nicht die Augen verschließen, noch viel wahrwscheinlicher als Infaltion bei uns. D.h. all die tollen Absatzmärkte brechen dann bei 15% Inflation für unsere Firmen weg. Der alte Fuchs Warren Buffett scheint ähnlich zu denken, hohe Kapitalrendite und niedriges, stabiles Wachstum lautet die Zauberformel für den besten Inflationsschutz. Coca Cola ist genau so eine Firma, wahrscheinlich die beste weltweit. Derzeit leicht überteuert, aber Coca Cola liegt selten überhaupt am fair value. Würde Coca Cola beim halben Preis liegen, könnte man beherzt alles in diesen Wert investieren.


    Auch Anleihen sind derzeit nicht so schlecht. Anleihen haben eine Duration von 8 Jahren bei 10 Jahren Laufzeit. D.h. unabhängig vom Markt habe ich mein Geld nach 8 Jahren zurück. Würde jetzt die Inflation sprungartig auf 10% steigen, so würde man pro jahr real 5.5% verlieren. Nach 8 Jahren hätte man immerhin noch 64% und könnte davon z.B. Gold kaufen (was ja real nicht teurer wäre als heute). Bei Aktien dagegen.. maximal KGV 6.5 an wert und somit min. 64% Verlust. [edit] Anleihen zahlen das Kapital zurück, Aktien nicht! Einzelinvestoren können verkaufen, niemals aber können alle ihre Aktien verkaufen. Somit bleibt als Kapitalstrom nur die Dividende und die ist lachhaft niedrig z.Z.[edit ende]


    Tja, Anleihen sind eben nicht unsicherer als Aktien bei einer Inflation.


    Gruß
    S.

    Übernahme wäre deswegen schlecht, weil dann ja der faire Wert nie mehr erreicht würde. Also z.B. wenn es auf 3000 Yen runter gehen soltle und dann eine Übernahem bei 3500 käme wäre man so ziemlich in den Hintern gekniffen. Bei über 50% Auslandsinvestoren ist die Gefahr sogar relativ groß.


    Yen Kurs ist kein Argument, es gibt anderes in Japan. Wer 98 in Erinnerung hat, weiß daß sich der Yen aktuell mehr verdoppeln kann (sagen wir in den nächsten 2 Jahren). Sollte es in die andere Richtung gehen, Überbewertung, ist auch eine Verdreifachung, dann mit Sicht auf vielleicht 5 Jahre.


    Alternativ kann es nur zur Hyperinflation in Japan kommen, unwahrscheinlich, oder die Japaner sprengen mit Billigexporten die Weltwirtschaft. 25% Preisnachlass können die auf ihre Exportprodukte wie Autos noch locker geben.


    Eigentlich sehe ich das ganze wie den Goldmarkt 1999-2001. Gold massiv unterbewertet, für carry trades genutzt, darauf aufbauend billige Minen kaufen. Nun ist der Yen das neue Gold und die Minen sind unterbewertete domestische japanische Firmen, die von einer Rezession wenig hart getroffen werden.


    Nach CPI Zahlen war Gold 1980 $200 wert, heute $500. Über 20% Schwankungsbreite reden wir nicht. Eine Blase wie der Anstieg auf 800 (heute also $2000+) wäre die Ausnahme und ist eher unwahrscheinlich. Andererseits gäbe es bei 15% Inflation keine Alternative zu Gold. Aktien sind dann wertlos (Inflation höher als Kapitalrendite, d.h. nicht mal Wachstum mit der Inflation ist möglich). Auch interessant die niedrigen Dividenden bei Aktien, die momentan ein Wachstum von 10% generieren müßten. Wenn dieses Wachstum ausbleibt.. egal ob durch Fehlinvestitionen oder schwarze Löcher, ist die Duration mit einem Mal von ca. 24 Jahren auf 40-50 Jahre angewachsen. Wie soll etwas, dessen Duration bis nach 2050 geht, vor einer Rentenkrise im Jahre 2030 Schutz bieten? Deswegen mag ich heute auch die Minen nicht mehr, 2001 gab es noch haufenweise die billigen Dividendenzahler, heute ist nichts mehr mit Dividenden. Also lieber Gold als Minen. Interessant sind höchstens die Südafrikaner und Australier, aber Australier gibt es ja nicht mehr. Trotzdem wird sich der Rand nicht ewig unter 10 halten können (bei der Inflation), sollte also schon bald wieder über 10 gehen und dann jährlich 10% verlieren, dann wäre eine Gold Fields auch mal wieder was.


    Gruß
    S.