Beiträge von Saccard

    Ach gogh, Primary Metals. Eine Avocet Abspaltung. Mein größter Fehler überhaupt, jemals, war daß ich die nicht gekauft habe damals ganz am low, ganz zu Beginn. Avocet hat's geschafft, genau am Tief den Wolfram Krempel abzustoßen.


    Peter Lynch sagt doch immer so schön, daß gute Aktien zu noch besseren Aktien führen.


    Bei DRDGold geht es ums Überleben. Die brauchen noch viel mehr Cash. Ich würde erstmal fällige Kapitalerhöhungen abwarten, der Börsenkurs könnte sich dann da irgendwo einpendeln.


    Kurse von $3 halte ich für realistisch. Ausgabe von neuen Aktien, Verwässerung der jetzigen Aktionäre auf ca. 30 cent Kurs und anschließender reverse split 10:1


    Gruß
    S.

    Kalter Kaffee. Kam schon gestern raus und ist nur ein Artikel einer zeitschrift. Hätte könnte wäre wenn, zufällig daß das einen Tag vor Optionsverfall rauskommt?


    Der Kurs ist vorbörslich ein paar Prozentchen im Plus.


    Eigentlich müßten einem zwei Dinge zu denken geben
    a) Wieso sollen Newmonts reserven so wichtig sein, wo doch Barrick bei den Reserven die weltweite Nr. 1 ist (bezogen auf Qualität der Minen und Lebensdauer)
    b) Wieso bist du der erste der hier etwas drüber schreibt? Traurig für das Forum.


    Gruß
    S.

    Ausfallrisiko = 0 bei Staatsanleihen. Emerging Market Bonds und Unternehmensanleihen meidet man natürlich.


    1997 hat Thailand die Asienkrise ausgelöst. Evtl. könnte Ungarn heute eine Osteuropakrise auslösen, was sehr spannend wäre da Osteuropa zum Großteil in der EU ist und Währungsturbulenzen vorprogrammiert sind. Verschuldung in Ungarn ist weit größer als in den USA und man hat Schulden zum Großteil in Euro aufgenommen.


    Man sollte auch von weiter steigenden Zinsen bei nichtstaatlichen Krediten ausgehen. Egal wie die Leitzinsen sich verhalten, wenn die Spreads steigen werden die tatsächlichen Zinsen am Ende höher sein.


    Gruß
    S.

    gutso


    Du setzt eben auf Unternehmen die explorieren und damit ihr Geld verdienen. Oder einfach auf bereits bekannten Reserven sitzen. Das wäre eine Alternative zu meiner Strategie. Nur der Mittelweg, d.h. die gesellschaften, die die $400 mio Minen gerade bauen, darf man nicht kaufen.


    Exploration hängt dann von viel Fachwissen ab, ich traue mir das eher nicht zu. Eben ein sehr persönlicher Grund dort nicht zu kaufen.


    Jetzt wo ich das alles so erklärt habe müßte man am Beispiel der Novagold Minen mal sehen was da passiert. Die Finanzierung dürfte sehr schwer sein. ich weiß auch nicht warum sich Barrick und Novagold nicht auf die Übernahme von Donlin durch Barrick geeinigt haben, dann würde jeder weiter das machen was er am besten kann.


    Gruß
    S.

    Aktien müssen nicht zwingend fallen, ich habe meine meinung diesbezüglich grundlegend geändert.


    Schaut mal unter http://www.valueline.com nach dem langfristigen 100 jährigen Dow Chart mit Buchwerten, Gewinnen, Dividenden usw.


    Gewinn auf Buchwert war im Schnitt 13.4%. 2005 (aktuellere Zahlen haben sie noch nicht) 16.5%. Im Jahr 2000 ca. 33%. 1929 22%.


    Hohe Gewinne auf den Buchwert sind nicht dauerhaft. Blase. Das war 1929 und 2000 der Fall. Nach 2000 wurden kaum Dividenden gezahlt und somit vor allem der Buchwert der Gesellschaften aufgebaut, so daß wir heute eine geringere Rendite haben.


    Aktuellen Buchwert schätze ich auf ca. 3800 und aktueller Gewinn bei KGV 22 und 12000 Dow ist 545, macht ROE von 14.4%


    Es spricht also einiges dafür, daß die aktuellen Gewinne nicht so weit ab von der historischen Norm liegen wie es scheint und es nun normal weitergeht. Sprich 5-10% pro Jahr.


    Erkauft wurde das ganze natürlich mit 7 Jahren Dividendensperre und Hortung zur Aufpolsterung der Buchwerte.


    Eine Jahrhundertrezession würde ROE von 7% (1982) oder unter 5% bis 0% (Anfang 30er) bedeuten, das wird wohl erst mit dem richtigen Einsetzen der Pensionskrise ab ca. 2010/15 der Fall sein.


    Die Immoblase würde ich nicht so ernst nehmen, denn in Euro gerechnet sind die Preise ja gar nicht gestiegen.


    Gruß
    S.

    gutso


    Da siehst du's, selbst im Bullenmarkt schlechte Performance. Goldminen sind und bleiben ein schlechtes Geschäft, langfristig ein Rezept für Underperformance.


    Woran liegt das?


    Minen sind Kapitalintensiv, realistisch gerechnet machen die Minen keinen Gewinn. Abbaukosten von vielleicht $350 + $100 Kapitalkosten + $100 Explorationskosten, wo bleibt da eine Gewinnspanne. Die seniors haben gewaltige Kostensteigerungen hinnehmen müssen, denn abgesehen von den höheren cash costs können sie dank des Bullenmarktes keine billigen juniors mehr kaufen! Ein großer Unterschied.


    In der vergangenheit haben die meisten hier natürlich besser abgeschnitten als mit Newmont & co, was einfach an der Vorgehensweise liegt.


    Wer mich seit einigen Jahren kennt, weiß daß ich Minen mag, die produzieren, lange Lebensdauer haben und eher nicht Untertage arbeiten. Keine Schulden und voll finanziert. DANN sind Minen ein gutes Geschäft. Was zählt sind Goldpreis und cash costs in einem solchen Modell. Die Gewinne sind jedoch nur möglich gewesen, weil zuvor bereits jemand anders die Finanzierung und den Bau der Minen bezahlt hat. Über den gesamen Lebenszyklus sind Minen ein schlechtes Geschäft. Jüngstes Beispiel Minefinders, Ewigkeiten schlecht gelaufen dann aber gute Performance nachdem alles finanziert war.


    So seltsam es klingt, ein kräftiger Einbruch beim Goldpreis wäre das beste was den Minen passieren könnte. Dann könnte wieder etwas Konsolidierung einsetzen. Auch würde ein Goldpreiseinbruch vermutlich mit noch stärkerem Einbruch in den Emerging Markets einhergehen, so daß unter Währungsaspekten die Margen einiger Minen sogar steigen könnten. Wenn es Gold Fields 2002 bei $330 Goldpreis besser ging als heute, warum soll es denen dann nicht auch bei meinetwegen $450 Goldpreis besser gehen als heute?


    Anglogold, Newmont, Barrick, Gold Fields, die haben alle Unsummen in neue Projekte gesteckt und ich denke daß da einige positive Überraschungen auf uns warten.


    Auch Werte wie USGold bleiben ganz unabhängig vom Goldpreis interessant, auch wenn der Explorationskram nicht mein Ding ist.


    Im übrigen ist Mandela Jahrgang 1918.. nach seinem Tod wird sich wohl so einiges in Südafrika ändern. Auch sollte man nicht stumpf nach Schwarz und Weiß unterscheiden, das Potential für Zwist zwischen den schwarzen Bewegungen ist auch da, so daß evtl. Enteignungsbefürchtungen nicht gerechtfertigt sind. bei einem Streit holt man sich nämlich gerne Hilfe von außen.


    Neue Tiefstkurse beim Rand unter 13 gegenüber dem US$ kann ich mir vorstellen.


    Gruß
    S.

    Jeff Kern schreibt mal wieder. Wie erwartet hat sein 221 Tage Index verkauft. Liest sich sehr bärisch.


    1. In May 2006, USERX provided the "death run" starting at the high (the sell point was 5 trading days after the high). Such death runs have marked all of the very major highs since 1974. I've described this in prior Special Reports archived on 321gold. The bottom has always been formed via a "life run". The life run pattern has not occurred, as yet. It may be different this time, but that's what has happened in the big picture from 1974-2007.


    2. SKI bull markets are marked by a 92-96 index buy signal. The 2005-2006 bull market phase, for this master SKI index, ended in early September 2006. The 92-96 index had initiated the bull market phase in August 2005 at USERX 8.09 and ended it with an 84% gain (as previously reported).


    3. The gold stocks had a chance at a new 92-96 index bull market in the November to early December 2006 period. The 92-96 index gave a new buy signal on 11/28/06 at USERX 16.17. I was skeptical that the signal was correct due to #1 above. Although prices rose immediately after that signal, the new bull was stopped out by mid-December. The point is that a failed true bull signal is historically bearish.


    4. The 221 index has now sold in early March 2007.


    Zumindest sollte ein neues Upleg auf sich warten lassen. D.h. wir hätten nach Mai 2006 das Top für mehrere Jahre gesehen. Die Aktienmärkte haben aber neue Hochs gemacht. Das könnte auch bedeuten, daß wir wieder merh Ungleichgewichte in den Märkten sehen, sprich Gelder fließen von Rohstoffen/Edelmetallen/Emerging Markets/Immobilien in Aktienmärkte. Wer weiß, vielleicht geht es da erst richtig los? Ich halte die Aktienmärkte für teuer. Sie sind aber nicht verrückt teuer und wenn wir schon bei KGV 18 sind, warum dann nicht auch 25?? Hieße immerhin Dow 17000-18000.
    Aktienkgvs sind nicht teuer, nur die mehrjährigen Durchschnitte sind teuer. D.h. die Frage ob Abschwung oder nicht wird sich nur an den Unternehmensgewinnen festmachen lassen. Die einzige gefährdung die ich da sehe sind höhere Löhne. Höhere Löhne würden sich negativ auf die Gewinne auswirken, aber zu vermehrten Aktienkäufen der Arbeitnehmerschaft führen. Die Inflation würde trotzdem nicht so richtig anlaufen, da die Konsumbereitschaft kaum zu steigern ist und Aktienkäufe sowie Immobilienkredite neue schwarze Löcher für die Lohnempfänger sein werden. Die erste Zinssenkung der FED sollte man als erstes sicheres Zeichen einer Rezession ansehen.


    Gruß
    S.

    DRDGold geht nie pleite. Eher werden die noch mehr Aktien ausgeben. DRDGold-Aktien werden selbst zum Beispiel einer Hyperinflation.


    Der Aktienkurs fällt stärker als die Menge der ausgegebenen Aktien ansteigt. Real gesehen also Deflation, fallender Gesamtwert der Gesellschaft.


    Da Ende kommt wohl erst dann wenn die Anzahl der genehmigten Aktien erreicht ist und alles liquide Vermögen aufgebraucht ist.


    Gruß
    S.

    Ich sehe das nicht so, daß Goldförderung gesamtwirtschaftlich nicht sinnvoll ist.


    Man denke nur daran was die Menscheit so alles geleistet hat. Kathedralen, Pyramiden usw., das war alles auch nicht gesamtwirtschaftlich sinnvoll. Nur ist von den Gesamtresourcen so wenig in diese Großprojekte geflossen, daß eine Art Leuchtturmeffekt wichtiger ist.


    Genauso ist es mit der Goldförderung. Sie ist das Paradepferd der Weltwirtschaft, scheinbar sinnlos, demonstriert aber was die Wirtschaft alles leisten kann. Je mehr Gold gefördert wurde, desto schwieriger wird es einen festen Prozentteil zu fördern, eben wegen der Menge und der fehlenden leicht auszubeutenden Minen. Rechnen wir mal 133000t Bestand und 2500t Minenproduktion, so behaupte ich daß die resultierenden 1.88% eine sehr gute Appromixation der weltweiten realen Produktivitätssteigerung sind.


    Gruß
    S.

    Mahendra ist wirklich interessant, hat ja schön lange gewartet mit dem Update damit seine erfolgreiche Crash-Ansage (gut, er hat es seit Anfang 2006 prophezeit) bleibenden Eindruck hinterläßt.


    Crash im Aktienmarkt dürfte m.E. nicht weitergehen, Sentimentindikatoren sprechen dagegen. Wichtig ist beim Sentiment, daß man die richtigen Daten hat. http://www.aaii.com liefert zum Beispiel extrem gute Sentimentdaten, aktuell 35% Bullen vs. 45% Bären. Auch ist der Yen-Kurs wieder über 118, d.h. selbst mit schwächelnder Wall-Street dürfte es Montag deutlicher bergauf gehen im Nikkei.


    Nein, die negative Überraschung wird von anderer Seite kommen. Z.B. ein deutlich erstarkender US$, so daß natürlich europäische Aktien und Shortpositionen gleichermaßen verlieren. Ich kann mir auch einen Währungscrash des Euro mit relativ rasch 10-15% Verlust, evtl. innerhalb von Tagen vorstellen. Der Euro ist - die Größe der Währungsmärkte berücksichtigend - die stärkste Währung der Welt. Nur warum soll der Euro so stark sein, gegen Yen, Yuan, C$, A$, SFR u.a.?? Europa steht wirtschaftlich deutlich schlechter da als alle diese Regionen, hat dazu noch Zwistpotential und somit Gefahr eines vollkommenen Scheiterns des Euros. Zum US$ ist der faire Kurs (Kaufkraftparität) bei ca. 1$. Unter Berücksichtigung der Umstände Demographie, Steuerlast, Wohlstand der Bevölkerung soltle der US$ eigentlich mit geringer Prämie, d.h. bei 0.85 notieren. Die Risiken größeres US- als Europa-Handelsbilanzdefizit und drohender kompletter Eurozerfall heben sich dagegen wohl auf. Eigentlich erinnert alles an frühere Spekulationen gegen den Franc als dann überraschenderweise diverse Fluchtwährungen abwerteten und der Franc entgegen aller Erwartungen stabil blieb.


    Gruß
    S.

    1923 war Silber z.B. eien sehr schlechte Investition, da schlecht transportierbar. Überhaupt fällt mir eigentlich keine Krise ein wo Gold und Silber sinnvoll gewesen wären. Wie soll das funktionieren? Will man dann mit 1oz Krügerrands bezahlen? Wie soll man Wechselgeld zurück erhalten? Am besten niemand sieht die Goldmünzen in der Krise. Während der krise kann man Gold und Silber nur für Transaktionen unter gut situierten und verständigen Personen benutzen.


    Aber nur für den Fall der Fälle habe ich auch 1/20 oz Stücke gesammelt wenn es sie mal gab. Ich bezweifele aber, daß man mit dem Flitter in einer Krise 10 - 20 Brote kaufen kann so wie jetzt.


    Goldpreisverfall in einer Hyperinflation natürlich nur real. Wer soll einem die Dinger dann abkaufen und mit was? Und wer will WÄHREND einer Hyperinflation verkaufen??


    Gruß
    S.

    Dann mal viel Spaß mit der 100% Sicherheit. Ich habe alle Shortpositionen im Aktienmarkt geschlossen. Das Warten kann sehr lange dauern..


    Heute ist mir klar geworden, daß wir das Wort Crash immer ganz falsch verstehen. Jeder denkt sofort an 1987 mit 20% Minus an einem Tag.


    Das wichtigste an solchen "Crashs" ist aber, daß sie jedes Mal vollkommen neu sind, ohne vergleichbaren Fall in der Geschichte. Inzwischen kann ich mir jede Menge "Crashs" vorstellen:


    1. Zusammenbruch der breiten Märkte aber Anstieg des Leitindex.
    2. Schließen der Märkte für mehrere Jahre.
    3. Enteignung.
    4. Hyperinflation und dadurch Kaufkraftverlust, selbst Gold kann dann fallen.
    5. Kontraktpartner gehen pleite (teilweise werden Zetifikate von Tochterfirmen-GmbHs emittiert.. 50000 und dann ist Schluß).


    Das Risiko kann also von allen Seiten kommen während wir hier nur auf das Risiko Kursrückgang schielen wenn wir von Crash sprechen.


    Gruß
    S.

    Natürlich erfreulich für Eldorado, viel wichtiger aber: Alles richtig gemacht! Nun sind auch die juristischen Konsequenzen abgehakt. 4000 Euro sind ein kleiner Preis für den Erhalt des Lebens.


    Gruß
    S.

    Warum soll ich mir überhaupt irgendwas kaufen was im Crash Sicherheit bietet? Crashs sind mir vollkommen egal. Im Crash verliert man nichts, der innere Wert von Anlagen bleibt ja unberührt. Auf lange Sicht kommt es nur darauf an, höchster Abschlag zum inneren Wert und innerer Wert steigend = höchster Gewinn. Je schneller die Unterbewertung aufgelöst wird, desto mehr prozentualer Gewinn. Kaufe ich über innerem Wert, so besteht die gefahr von permanentem Verlust des Kapitals. Die einzige Gefahr die wirklich zählt. Ein Crash ohne anschließenden Bärenmarkt interessiert mich nicht. Das Beispiel 1987 lehr doch, daß es besser war den Crash mitgemacht zu haben als draußen zu sein. Wer drin war hat 20% verloren, danach aber weiterhin dick Gewinn gemacht. Wer draußen war blieb auch länger draußen und hat langfristig weniger verdient.


    Gruß
    S.

    KGVs zwischen Goldminen und Rohstoffwerten kann man m.E. nicht vergleichen. Rohstoffwerte sind klassische Zykliker, d.h. KGV 100 am Konjunkturtief ist billig, KGV 6 am Konjunkturhoch ist teuer. Am Konjunkturhoch für Zykliker KGV 10 zahlen ist wie Coca Cola zu KGV 30-35 kaufen.
    In einer Konjunkturschwäche wird sich der Goldpreis viel besser entwickeln als Rohstoffe, die Abbaukosten sogar fallen. Daher sind dort höhere KGVs schon angebracht. Nur eben nicht so hoch wie zur Zeit.


    Alle Aktien in einen Topf werfen würde ich jedenfalls nicht. Crashgefahr ist m.E. erstmal gebannt, da wir ja jetzt schon etwas unten sind. Einen plötzlichen Einbruch den alle erwarten? Vorhersagen kann man einfach nicht machen und deswegen sollte man sich auf die fundamentals konzentrieren.


    Gruß
    S.

    Was die Leute sich so zusammenreimen.. "There has been the complete lack of interest let alone speculation in the junior and exploration companies", was kauft man hier wohl? Welches Board ist bei WO das aktivste?


    Ja, alle Minen zusammen kosten vielleicht weniger als 200 Mrd. Größenordnungsmäßig sind sie nicht mehr wert, ausgehend von 3.5xUmsatz als Bewertung und 1.6% Goldproduktion pro Jahr bezogen auf die bisher produzierte Goldmenge sind die Minen ca. 5-6% des gesamten Goldbestandes weltweit wert. 133000t*32500oz/t*$650/oz*5%= $140 Mrd.


    Ich sehe schon das Risiko einer Spekulationsblase bei den Minen. Wann habt ihr zuletzt etwas von KGV gelesen hier im Forum z.B.? Ist es nicht so, daß nur noch eine Story herumgereicht wird, immer mehr Werte die gar nicht produzieren? Man liest nur Goldpreis, Goldpreis, Goldpreis. Der muß uns retten. Wenn der Goldpreis auch nur wenig schwächelt, sagen wir mal $450-500 was ja kein Weltuntergang wäre, wird es krachen.


    Laut Shillers CPI-Daten ist Gold derzeit gut $500 wert. D.h. bis jetzt waren alle Kursgewinne garantiert. Weitere Kursgewinne sind wahrscheinlich, aber eben nicht mehr garantiert, so daß ich mich weigere blind alles zu kaufen. Wenige ausgewählte Werte mit interessanten fundamentals, mehr nicht.


    Was man heute liest sind die verbitterten Ergüsse irgendwelcher Goldbugs, die meinen der jetzige Bullenmarkt müsse 20 Jahre wo sie einfach falsch gelegen haben wettmachen. Das wird nicht passieren.


    Eine Wiederholung dre 70er ist ausgeschlossen. Damals war Gold $90 wert, notierte aber nur bei $35 wegen der $-Bindung. Am Ende war Gold $250 wert, notierte aber bei $850. Der wirkliche Zuwachs abgesehen von den Sondereinflüssen fixierter Preis und anschließende Blase (wobei die Blase durch den 3x so stark gestiegenen Preis wegen der vorherigen Fixierung entstanden sein könnte) war nur 180%. Wir haben in 2006 schon 190% Preisanstieg gesehen.


    M.E. war es das mit dem Goldpreisanstieg. Solange es keine Inflation gibt. Und die haben wir derzeit mit Sicherheit nicht, jedenfalls keine Lohninflation. Wenn da die Schleusentore geöffnet werden, halte ich jeden Goldpreis für möglich außer vielleicht die $2000 die immer genannt werden.


    Die meisten Preiskalkulationen scheinen mir immer nach dem Motto erstellt zu werden: Um wie viel müßte der Goldpreis steigen, damit man seit 1980 richtig liegt und mit Gold inflationsbereinigt Geld verdient bzw. den Dow geschlagen hat.


    Bleibt also nur die Allokation eines großen Teils des Vermögens im Edelmetallsektor mit Werten, die im jetzigen Umfeld Sinn machen und nicht erst bei irgendwelchen utopischen Preisen.


    Gruß
    S.

    So schnell wird's nicht gehen.


    Wenn aus defensiven Gründen aus der breiten Masse der Aktien in die Dow-Zugpferde (=alt, erprobt, zuverlässig) konzentriert wird, dann wird das im Rohstoffsektor wohl auch so sein. Also Geld raus aus Zink, Kupfer, Blei u.a. und rein ins Gold.


    Gruß
    S.