Beiträge von Saccard

    "Es ist auch möglich , dass die DAX-Kandidaten noch mal eine ganze Weile zulegen, weil die Geschäfte im Moment glänzend laufen."


    Das stimmt schon, nur da ist auch das Problem. Ich gehe von 10% Verzinsung auf Kapital aus. Wenn man 6% relativ sicher mit Anleihen hat, sollten Aktien min. 10% bringen. Langfristig.


    Nun ist das Problem, daß die Firmen auf den Buchwert 18% verdienen. KGVs liegen so bei 15-25. Selbst Allianz als Finanzzykliker hat ein KGV von 15.


    Rechnen wir mal mit meiner proprietären DCF Analyse durch. 10% Renditeerwartung, 18% ROE, 6% dauerhafter Gewinnanstieg (4.5% Inflation + 1.6% Produktivitätsverbesserung = ca 6%).
    Ergebnis: faires KGV 21.5


    Jetzt aber ein anderes Szenario mit 11% ROE und sonst gleichen Variablen. Faires KGV nun nur noch 12.3!


    Das Problem ist, daß die Wirtschaft kapitalistisch arbeitet. Solange ROE höher liegt als die Renditeerwartung, können ohne Probleme neue Firmen mit genügend Kapital zu 10% ausgestattet werden und dann 18% auf dieses kapital verdienen. Das führt zu Konkurrenz und sinkenden Margen und geht solange weiter bis ROE bei 10-11% liegt. In JEDER 20 Jahresperiode seit 1900 (1900-1920, 1901-1921, 1902-1922 usw.) lag ROE bei 11%.


    Was wird passieren? ROE wird von 18% auf 11% sinken während der Buchwert mit 6% weiterwachsen wird. Also 7-8 Jahre 0 Wachstum, dann wieder 6%.


    Somit hat der Dax ein faires KGV von 11.7, 30-40% unter dem jetzigen Niveau.


    Aber jetzt kommt das spannende. Mal angenommen, die Inflation würde um 5% anziehen. Dann würden sich alle Kennzahlen erhöhen, dauerhaftes Wachstum 11%, kurzfristig 5%, ROE 16% usw. Renditeerwartung 15%. Dann wäre das faire KGV nur noch bei 7.85.


    Inflation ist nur gut für Werte, die dauerhaft hohes ROE aufweisen. Coca Cola z.B., die erhöhen einfach die Preise mit der Inflation, müssen aber wenig in Anlagen stecken. Daimler und co. dagegen müssen höhere Löhne, höhere Kosten für automatisierte Anlagen usw. tragen, so daß sie Verlierer der Inflation sind. Plötzlich würde sogar manuelle Fertigung wieder attraktiv, da die hohen Zinskosten der automatisierten Anlagen höher sind als die Arbeitskosten. Selbst bei 15% Lohnsteigerung pro Jahr. Da Arbeiter rentabler sind als Maschinen steigen die Löhne also extrem stark, heizen die Inflation an und machen Anlagen noch unrentabler und Arbeitnehmer noch gefragter. Wenn also eine Lohn-/Preisspirale erstmal in Gang kommt, wird die Inflation nicht mehr zu stoppen sein.


    Gruß
    S.


    [edit]
    P.S.: Dax 300000 bei KGV 3.5, 30% Inflation und Goldpreis 100000 Euro wären dann die Hausnummern für 2030.
    [edit2]
    Und das wäre beides besser als vermietete Immobilien. Die Preisgrenze für Mieterhöhungen liegt bei 6%. Gehen wir mal von 5 Euro Kaltmiete und 800 Euro pro qm Preis aus (Norddeutschland). Die Miete würde dann bei 6% Steigerung 2030 bei ca. 20 Euro je qm liegen. Die Immobilie ist jetzt über 20 Jahre älter und Aktien haben ein KGV von unter 4. Sagen wir KGV 4. Das wären dann ca. 1000 Euro. D.h. Immoblienpreise würden in etwa so bleiben wie heute während Gold 100000 Euro je Unze kostet. Für wenige Unzen ein Haus kaufen wird also wohl möglich sein. Ein Haus, daß natürlich total heruntergekommen sein wird. Auch wird der Immobilienmarkt und Mietwohnungsmarkt zusammenbrechen, d.h. Altmieter wohnen billigst, Neumieter werden nichts oder kaum etwas finden.
    Geil so eine Inflation!

    Bei WO vermehrt warnende Stimmen. Aber man ist investiert und will noch auf 7200 warten. Die Bären dagegen erwarten kurzfristig auch noch höhere Kurse, dann aber soll es krachen. Auch liest man immer wieder von etwas von einer Korrektur.


    Ich behaupte: Jetzt ist der Zeitpunkt für fallende Kurse gekommen. Keine Korrektur, sondern ein Crash.


    Das spannende ist was eigentlich nach dem Crash kommen soll. Längerer Bärenmarkt (Deflationsszenario) oder wieder langsamere Aufwärtsbewegung (Inflationszenario). Die eigentlich Frage ist also, kaufe ich Gold oder Anleihen?


    Gruß
    S.

    Die Zeit für den Crash ist nun gekommen, Jahresraten der STeigerungen seit Juni von 75%.. das kann nicht so weitergehen. Vor allem aber werden dieses Mal zwei Theorien entzaubert.


    1. "Value" Investing
    2. Contrarian Investing


    Value Investing funktioniert immer, klar. Aber es besteht nicht darin, Zykliker wie Daimler, Thyssen, Deutsche Bank, MAN usw. zu niedrigen KGVs zu kaufen. Eine bittere Erfahrung was es heißt, Zykliker mit KGV 10 zu kaufen und dann die Kurse sich halbieren oder dritteln sehen mit gleichzeitigem Ansteigen der KGVs. 2000 hat man gelernt was die "new economy" ist, heute lernt man eben wieder was die "old economy" ist.


    Contrarian Investing ist an sich Humbug. Wenn die Lemminge die Klippe hinunterstürzen, sollte man ihnen nicht hinterherspringen. Aber man sollte auch nicht egegnteilig handeln und die Flucht ins Landesinnere ergreifen. Unabhängigkeit von den Lemmingen ist gefragt, also das was die "Contrarians" eben nicht praktizieren.
    So wie es immer geschrieben wird, kommen sich Hinz und Kunz aus dem Finanzbereich vor wie eine Elite (=wir sind die klugen) und verweisen darauf, daß die breite Masse nicht in Aktien investiert ist (=die dummen). In Wirklichkeit halten immer noch wesentlich mehr Prozent der Bevölkerung Aktien und -fonds als jemals vor 1999. Das Problem ist auch, daß es ab und an eine Art "inflection point" gibt, wo breite Bevölkerungsschichten für die Aktienanlage mobilisiert werden können. 1999 war das der Fall. 1998 hatten wir aber auch schon eine Blase, die eben durch Überspringen aus der dem Finanzbereich affinen Bevölkerung auf die Gesamtbevölkerung erweitert werden konnte. Hätte das nicht geklappt, wäre 1998 schon das top gewesen. Dieses Mal ist so ein Überspringen m.E. ausgeschlossen, da die Phantasie fehlt. Die breite Masse merkt einfach, daß es ihnen schlecht geht nach Jahren der Lohnzurückhaltung, Arbeitslosigkeit usw. Fondssparpläne und Alterssicherung laufen natürlich auch bei dieser Bevölkerungsgruppe weiter. Das Potential für weitere Kursanstiege ist aber ausgeschöpft, da die dem Finanzsektor affinen Personenkreise bereits investiert sind. Und nicht zuletzt ist eben JEDER Contrarian. Was ja eigentlich nicht sein kann. Interessant jedenfalls, daß die Sentimentmehrheit in der Vergangenheit eben nicht falsch, sondern richtig gelegen hat. Am top im Mai war die Mehrheit bärisch (Cognitrend). Sie hatte Recht. Im Juni war sie bullisch, wieder recht gehabt. Im weiteren Verlauf sehe ich daher eine bärische Stimmung, danach fallende Kurse, woraufhin Contrarians noch mehr kaufen werden. Bei weiter fallenden Kursen dann wieder bullisches Sentiment, woraufhin die Kurse aber einfach weiter fallen werden. Dieser Kurssturz wird also die breite Masse, die Contrarians und die Fundamentalisten (niedrige KGVs) mitreißen. Mal wieder.


    Gruß
    S.

    Patrone,
    ich kenne das noch von Audi 100, bekanntermaßen 5 Zylinder Diesel (hatte von den alten VW-Dieseln 4, 5 und 6 Zylinder in verschiedensten Fahrzeugen).


    Das spaßigste beim Audi ist, daß man zum Tausch der Wasserpumpe den Zahnriemen wechseln muß (gut wird sowieso fällig), dazu aber muß die Riemenscheibe ab. Das geht wiederum nur, wenn man die Zentralschraube der Kurbelwelle löst: 500 Nm. Ich verwende dazu einen ca. 80 cm langen 3/4" Schlüssel mit 26er oder 27er Nuß (keine Ahnung welche Größe das nochmal war). Nach etwas drauf rumspringen löst sich die Schraube dann. Wenn man Pech hat, war vorher jemand dran, der statt Korrosionsschutzmittel (logisch, mit Rost geht es schwerer ab) Loctite verwendet hat, was dann u.U. gar nicht mehr zu lösen ist. Zum Lösen der Schraube braucht man natürlich noch einen Gegenhalter, der die Riemenscheibe fixiert. Alles Spezialwerkzeug eben. Die 4 Zylinder haben mit 180 Nm festgezogene Dehnschrauben, also wieder ganz anders.


    Die 6-Zylinder (im Volvo z.B.) sind am schlimmsten. Keine Ahnung warum da. z.B. die Kurbelwelle weniger Lager hat als beim 5 Zylinder. Oder warum Öl nur ganz vorne am Zylinderkopf hochgefördert wird und dann den ganzen langen Kopf entlangfließen darf.


    Am Ende hatte mein Volvo 340000 gelaufen, nie was dran außer Spurstangenköpfe und Traggelenke. Aber eben der 2. VW Motor drin und der eben schon mit 220000 gelaufen. Verschleiß wie nach 500000 (Kolben kippelten schon). Beim Audi 100 waren es nach 360000 und 2. Motor 2 oder 3 gerissene Kolben, mehrfach gerissener Kopf usw, also totaler Brei.


    Keine Ahnung warum die KFZ-Steuer umweltfreundlich sein soll. Wenn die Volvos statt diesem VW-Schrott die hauseigenen Penta-Motörchen eingebaut hätten, würden die auch halten. Verbrauch als Diesel so 6 bis 6.5l, als Benziner knapp 9. Kann locker 30 Jahre so rollen, da wegen Verzinkung keine Durchrostung droht.
    In der Praxis lohnen sich die Dinger nicht mehr wegen der hohen Steuer. Also kommt z.B. ein neuer Audi daher mit nun dank wesentlich mehr Leistung 8-9l Verbrauch als Diesel. Der alte Volvo geht weg sonstwohin wo er noch gefahren wird. Neue Autos belasten die Umwelt also gleich dreifach. 1. Produktion. 2. Mehrverbrauch (durch mehr Leistung/Luxus). 3. Discountpreise für gebrauchte Exportfahrzeuge, somit doppelter Betrieb des neuen und alten Fahrzeugs.


    Aber immer noch besser als fliegen. 1 km fliegen = 1km Autofahren. D.h. wer nach Australien fliegt kann ebensogut z.B. eine Motoradreise um die Welt machen.


    Gruß
    S.

    Ist wirklich eien Crux mit den noblen Gefährten. Entfernter Bekannter von mir fährt Fiat als Dienstwagen. 49 Euro zahlt er dafür, für gut 100 hätte er VW bekommen. Richtig so, nach 1 Jahr kommt sowieso der nächste. Autos werden mehr und mehr zu Wegwerfartikeln.


    Das dreisteste sind doch die Preise. Wenn es 30-40% günstiger ist wie im Ausland, fällt der Kauf schon leichter.


    Auf die deutschen Diesel-Platzer hat doch sowieso keiner mehr Lust. Insbesondere VW fällt da negativ auf, zwischen 100 und 200t km ist der Motorschaden bei den Dieseln sehr häufig, mehr als 300 schafft eigentlich keiner. Alles die Kleinigkeiten. Gerissene Kühlwasserschläuche (Kopf SOFORT verzogen), defekte Spannrollen, Zahnriemen, Nockenwellen und und und.


    Da lob ich mir 700er Volvos, die Benzinermotoren halten gut und gerne 1 - 2 mio km, alles wunderbar logisch aufgebaut, einfachst zu reparieren. Dank Verzinkung hält sowas ca. 30 Jahre. Jedenfalls in Dänemark, Schweden und Norwegen.


    Jedenfalls besser als ein Fox für fast 10000 ohne ZV. Bin neulich zum ersten mal VW Lupo gefahren. Früher hieß es nostalgisch: mit dem Käfer ging es auch. Heute denke ich: der Käfer war besser als das hier.


    Für Autos gebe ich kein Geld mehr aus.


    Gruß
    S.

    Die "verrückten" Steuern sind doch schon längst da. Was heißt denn CO2 abhängige KFZ-Steuer??


    Daß in Zukunft Benziner genauso teuer bzw. teurer werden als Diesel.


    Beispiel: Alter VW Passat, Verbrauch 5l, Drittelmix vielleicht 6l, 150g CO2 pro km. Entspricht einem Benziner mit 7l Verbrauch, also so Golf Klasse. Der 1.3l Benzin-Golf und vergleichbare wird also demnächst ca. 320 Euronen Steuern kosten.


    Wegen mehr sonstigen Schadstoffen vielleicht auch etwas mehr beim Diesel.


    Vielleicht macht man es auch, um wegen des überbewerteten Euros des deutschen Automarkt zu schützen, da Japaner weniger Diesel verkaufen.


    Gruß
    S.

    Ich meine 5% wenn wir schon 5% Inflation hätte, die natürlich nur bei stärkerer Binnennachfrage möglich wären.


    Macht euch mal um Japans Staatsschulden keine Sorgen, bei stärkerer Wirtschaft ist das ohne Probleme zu finanzieren. Höhere Steuereinnahmen, Steuererhöhungen. Ihr glaubt gar nicht wie gering die Steuern in Japan sind.


    http://www.jetro.go.jp/en/inve…/laws/section3/page7.html


    Steuersätze in Yen und Euro (Kaufkraftparität 85)
    unter 3.3 mio Yen / 39000 Euro = 10%
    unter 9 mio Yen / 106000 Euro = 20%
    unter 18 mio / 212000 Euro = 30%
    über 18 mio / 212000 Euro = 37%


    Kommt mir jetzt nicht mit aktuellen Wechselkursen, in Japan ist das Leben *viel* billiger als hier, obwohl ja immer behauptet wird das Leben in Tokio sei so teuer, was einzig und allein an den hohen Mieten (ca. 30 Euro nach aktuellem Wechselkurs pro qm) liegt. In allen anderen Großstädten zahlt man auch nur 6-8 Euro.
    Es zählt was man sich vom Einkommen kaufen kann. Z.B. gibt es eine Einheitsrente in Japan für Personen, die nicht in das normale Rentensystem eingezahlt haben (da sind die Beitragssätze übrigens ebenfalls viel niedriger als bei uns - trotz schlechterer Demographie). Diese Rente beträgt 65000 Yen pro Monat was nach Wechselkurs 414 Euro und nach Kaufkraft 764 Euro entspricht. Von 414 Euro kann man nicht leben, von 764 schon.


    Beispiele:
    a) 100000 Euro Einkommen pro Jahr. Einkommensteuer damit effektiv 16.1%
    b) 250000 Euro Einkommen pro Jahr. Steuer effektiv 25.3%


    Ab wann zahlt man nochmal Spitzensteuersatz + Solidaritätszuschlag + Reichensteuer in Deutschland?


    Jedenfalls wäre nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Japan eine Gefahr für die Weltwirtschaft.


    Gruß
    S.


    [P.S.: Abgeltungssteuer für Aktiengewinne 10%...

    Mesodor, ich glaube wir nähern uns in Yen dem Ende der Goldhausse, vorerst jedenfalls. 88% bei 0% Inflation wohlgemerkt. Und das perverse ist, daß 5% Inflation im Yen und somit ca. 5% Zinssatz dort per Auflösung der carry trades einen wesentlich stärkeren Yen hervorrufen würde und für Gold auch in US$ negativ wäre. Mehr als halbieren würde sich der Goldpreis dann gerade wegen der Inflation, natürlich nur in Yen gerechnet. Perverse Welt eben.


    Gruß
    S.

    Carry Trade Crash. Eigentlich recht naiv von mir zu denken, da könnte eine gewisse Meute kalte Füsse bekommen und Yen Schulden zurückzahlen (mit superstarkem Yen - so wie 1998 z.B. 10%+ an einem Tag, mit crashenden Aktienmärkten).


    Mal angenommen es würde sich eine Panik bei den Yen-Shortpositionen abzeichnen.. Ich würde meine Yen Positionen dann ja auflösen, mir aber andere billige Geldquellen suchen. Sprich. Refinanzierung.


    Was aber kommt an die günstigen ca. 1% Zinsen im Yen heran? Schweizer Franken, ja, aber zu klein. Und natürlich Gold mit lachhaft niedrigen lease rates.


    Natürlich würden die lease rates steigen. Aber ohne Gold-Shorts gibt es einen Systemkollaps. Den hätte es vermutlich schon 2000 gegeben, ist aber durch 7 Jahre billig Finanzierung per Tokio-Kredit eben kunstvoll vermieden worden. Und wer weiß ob nicht sogar das PPT nicht nur über besagte 30-50 Mrd. verfügt, sondern sich über politische Billigkredite aus Japan in viel viel höherem Umfang finanziert? Das würde auch die fast schon absolute Macht des PPT, die scheinbar unbegrenzten Mittel erklären.


    Kurz gesagt, Goldverleihungen größeren Ausmaßes seitens der Notenbanken würden dann eben erfolgen, Absinken des Goldpreises zurück auf $400 oder sonstwas. Dann wären die Tresore wirklich leer und alle Joker ausgereizt.


    Nur ein Szenario solange der Yen schwach bleibt. Die BOJ wird wohl nur die Zinsen erhöhen, wenn es nicht anders geht, sprich Inflation in Japan zum Problem wird.


    In 2 Jahren hat der Yen-Goldpreis jetzt 88% zugelegt, das ist der derzeit vielleicht wichtigste Kurs.


    Gruß
    S.

    Eldorado, hoffen wir wirklich mal das beste.


    Zieh aus dem Spektakel einfach die richtige Lehre und steuere friedlichere Gefilde an sobald es geht. Kanada, Australien und selbst Ecken der USA locken. Europa ist auch nicht unbedingt zu verachten, je nach Land.


    Gruß
    S.

    Der Crash kommt mit Sicherheit. Jedenfalls der Börsencrash.


    Im Dax sind KGVs von 30-50 schon wieder gang und gäbe.


    Beispiel Siemens, Kurs + Verschuldung / Gewinn = 50.


    Thyssenkrupp z.B. 31 auf Basis der Gewinne von 2003-2005 (2001-2006 ist ungefähr gleich hoch im Schnitt). Zykliker sind keine stetig wachsenden Unternehmen.. deswegen auch die niedrigen KGVs am TOP bei den Zyklikern. KGV 10 für einen Zykliker ist extremst teuer. Nicht nur teuer. Teuer ist KGV 6-8 am Top. Ein gutes Rezept, um schnell sein Kapital zu halbieren. Thyssenkrupp jetzt kaufen ist ein gutes Rezept, um sein Kapital zu dritteln.


    Im Jahr 2000 hat man Erfahrung mit überteuerten Tech-Aktien gemacht. heute ist eben die Lektion Investieren in Zykliker dran. Auch wenn man uns weißmachen will, daß Daimler, Thyssenkrupp, Deutsche Bank, Allianz, Commerzbank, MAN und wie sie alle heißen neue Coca Colas mit fairem KGV von 30 wären (Coca Cola ist ein KGV von 30 wirklich wert, ein Zykliker im Vergleich am top nur ca. KGV 3-4).


    Wenn der Dax jetzt bei 7000 mit KGV 15-20 billig ist.. ist er dann bei 3500 mit einem KGV 50-100 teuer? Wird es dann heißen, daß der faire Wert 1400 ist genau so wie jetzt die 10000 im Dax durch die Gegend geistern?


    Wir werden sehen. 1000 Tage mit keinem größeren Tagesverlust als 2% im S&P500. Das gab es seit 1928 nicht mehr.


    Gruß
    S.

    Jetzt wird es langsam ernst für den Dax:


    Partystimmung unter den deutschen Privatanlegern: Im Januar rechneten 70,7 Prozent mit einem Aufwärtstrend beim deutschen Aktienindex Dax im nächsten halben Jahr – so viel wie seit März 2002 nicht. Das zeigt die aktuelle Investor-Confidence-Studie von JP Morgan Asset Management.
    Gegenüber Dezember ist die Zahl der Börsenoptimisten um 4,9 Prozentpunkte gestiegen. Gleichzeitig hat der Anteil der Skeptiker leicht auf 8,7 Prozent zugelegt – ein Plus von 0,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat.


    „Nachdem es viele Anstöße gebraucht hat, das Vertrauen der Privatanleger in ANZEIGE

    die Aktienmärkte wiederzugewinnen, scheint nun fast eine Börseneuphorie ausgebrochen zu sein“, kommentiert Jean Guido Servais das Ergebnis der Umfrage.


    Gruß
    S.

    Jedenfalls waren die damals mit ihren 7x57 Dingern nicht schlecht ausgerüstet, selbst heute eigentlich das Optimum.


    Schon traurig was so alles passiert und vergessen wird. Selbst heute glauben ja einige, daß 1941 die Sowjetunion "brutal überfallen" wurde. Komisch, daß dieses "überfallene" sowjetische Gebiet direkt an der deutsch-sowj. Grenze noch wenige Monate vorher polnisch war. Oder der sowjetische Krieg gegen Finnland 1940 was ja auch irgendwie vor 1941 war.


    "Simo Häyhä was called into action during the Winter War with his service under the 6th Company of JR 34 on the Kollaa River. The Finnish stand at Kollaa is often referred to as "The miracle of Kollaa," as the Finnish action here was most heroic. The Finnish forces in the region were under the command of Major General Uiluo Tuompo and they faced the 9th and 14th Soviet Armies. At one point the Finns at Kollaa were facing 12 divisions, some 160,000 men. The Red Army losses in this arena were staggering as the brave Finns took their toll on the communist invaders. There have been those that called the Finnish defense of this key region "fanatical", and it was in the Kollaa area were the famous battle of "Killer Hill" took place with 32 Finns battling 4,000 Soviet soldiers. These were the hunting grounds of Simo Häyhä and it should be noted that even against massive odds the Kollaa positions were still in Finnish hands at the end of the war (March 1940). Mr. Häyhä was credited with over 500 kills in his service during the Winter War with his service cut short as he was wounded on 3-6-40 by a Soviet sniper. Simo was shot in the face with what turned out to be an exploding bullet and he was taken out of action due to these wounds."


    Gruß
    S.

    "Die Weißen"?? Wollen wir mal nicht vergessen, daß es unter den Weißen auch einige moderne Stämme französisch-holländischer Prägung gab, die nicht per Pseudo-Sklaverei Populationswachstum indigener Völker forcierten.


    Spätestens ab 1902 war dann Schluß damit.


    Ab den 50ern trat dann genau das Gegenteil ein und das Land hätte eine britische Regierung wohl besser vertragen.


    Vielleicht wird Südafrika ja in 50 Jahren durch den Islam rekolonisiert?


    Egal, alle Handlungen führen ins nichts.


    Gruß
    S.

    Der markt scheint wirklich ein Markt der Profis zu sein. Deswegen gibt es auch keine Aktieneuphorie in der breiten Masse. Der Funke springt einfach nicht von den "Profis" zu den Laien über. Die Bevölkerungsteile die noch investiert sind (im übrigen immer noch mehr als alles vor 1999), setzen vorwiegend auf Fonds. Pensionskassen setzen auf Hedgefonds usw., alles in allem eine unglaubliche Konzentration der Anlageentscheidungen bei wenigen Individuen. Im Zweifelsfall geht es da sehr schnell.


    Eldorados Vorschlag mit den Bonds möchte ich nicht aufgreifen. Wer weiß wie lange es mit den Zinserhöhungen noch weitergeht? EU mit 6.5% Lohnforderungen und 9.7% Geldmengenwachstum? USA mit ausbleibendem Immocrash und Wirtschaftswunderwelt? Aktienmärkte überall auf ATH. Da könnte es am Ende auch nur eine Pause zwischen den Zinserhöhungen gewesen sein.


    Gruß
    S.

    Frank Veneroso mal wieder sehr bärisch ("coming nuclear winter in base metals"), erklärt aber die Lage von Gold sehr gut. Das wäre m.E. ein sehr gutes Beispiel wie ein deflationäres Szenario ablaufen würde.


    Gruß
    S.


    "From what I can tell, the base metals and silver are as “scarce as dirt.” There is no limit to the availability of ore bodies of these metals which can be developed profitably at prices well below prevailing levels. But gold really does appear to be scarce. Over the last decade of low gold prices mine supply fell- in contrast to the supply of base metals and white metals which rose at trend rates. And even that stagnant level of gold mine supply was possible only because the gold miners high graded. Now, at higher prices even though new projects are being brought on, aggregate gold supply growth is restrained because of the need by miners to back off from their prior high grading practices. As an example, witness the projected halving of production at the great Yanachocha Mine.


    And then there is the official sector whose activities are so important to the gold market. The official sector continues to sell physical gold which restrains the gold price. In addition, there has been huge investment and speculative flows into gold derivatives along with such flows into all other metal derivatives. Somehow someone must take the other side in these derivative contracts. In base metals, it is consumers with inventory to hedge and miners and refiners with future production to hedge. But that does not happen in gold. Gold miners hedged in the past to a great degree when miners of other metals barely hedged at all. But now, having experienced losses on those misplaced hedging bets, gold miners, under pressure from share holders, have been reducing their hedges.


    If so, who has taken the short side of the investment and speculative longs in gold derivatives in recent years? By process of elimination, I believe it must be, in some way or other, the official sector.


    Therefore, I conclude that the price of gold has gone up in percentage terms by less than other metals because it has been restrained by physical and forward sales by the official sector. There are now very large outstanding long positions in gold derivatives by the pensions and the endowments and the private client bankers and the hedge funds. All those investors and speculators will eventually exit the entire metal sector in “revulsion”. Some of these investors and speculators might discriminate; they might regard gold differently than other metals and hold it while they sell the others. But such discriminating investors and speculators will surely be in the minority.


    Pensions and endowments have just entered the metal sector for the first time. This sector has never been regarded as a respectable asset class by these investors. It suffers from relative liquidity, high cyclicality, a lack of transparency, poor regulation, and a long history of manipulation. When “revulsion” towards this sector finally occurs these staid institutions will make the same kind of big picture allocation they made when they entered this space in recent years: they will exit simply by reversing those past allocations, by cleaning house of commodities and metal baskets and commodity hedge funds. Gold will not go unscathed.


    The same will be true for the hedge funds that have herded into all the metals by way of derivatives. Yes, some will see that gold has different dynamics than the base metals and the white metals. But most of them, caught in the redemption dynamics of “revulsion”, will have no choice but to sell across the board to meet redemptions.


    So the odds are that, when the metals liquidation comes, it will adversely impact gold. It is possible that gold will escape such contagion. It is possible to envision a U.S. recession where the Fed panics, the base metals fall, while the gold rises because the dollar crashes. But given the institutional structure and behavior behind the financial inflows into metals in recent years, one has to assume this favorable outcome has a lesser probability, at least initially.


    But once the correction in all the metals is well underway, the odds favor an eventual sharp divergence between gold and the other metals. The odds are that, in a price decline in gold, official sector selling will turn to buying as physical liquidations abate, forward short sales are taken in, and some central banks looking to buy will step in."

    Sein "positives" Szenario scheint eingetreten zu sein. Ich schreibe es mal so, wegen folgendem Kommentar.


    "The XXing Out provides a 78% probability that a 92-96 index buy signal will lose money."


    Er spielt also nur auf kurzfristige Entwicklungen an. Immer noch kein "true bull", obwohl wir den ja vor 2005 oder wan er auftrat auch nicht hatten und damit gut leben konnten. Ich sehe diese ganzen Marktvorhersagen immer als so eine Art Hobby an, genau liegt damit sowieso keiner.


    Mir persönlich kämen längere Schwächephasen bei den Minen gar nicht so ungelegen. Der Markt 2000-2002 gefiel mir immer noch am besten. Jede Menge billige Sachen, Angst vor weiter fallenden Goldpreisen war unbegründet, jede Menge Übernahmen.


    Zeit um z.B. Newmont zu kaufen ist es m.E. jetzt nicht. Auch keine Explorer. Die wirklichen Perlen, nämlich voll finanzierte unterbewertete Minen in Betrieb oder mit baldiger Produktion, das kann man eigentlich immer kaufen. Minefinders hat es doch vorgemacht. Wenn's schlecht läuft bis 2009 wäre z.B. Agincourt oder bessere die neue Muttergesellschaft sehr interessant.


    Gruß
    S.

    Alles lachhaft, deutsche Banken verdienen den Namen Bank nicht.


    Hab mal in Hamburg bei Euro-Change 7 KRs verkauft. Der freundliche Herr hat sie mal gerade im Hiterzimmer auf Echtheit getestet. Ich meine wie schwer kann es sein?? Wiegen, Größe muß stimmen und sie sind echt. Dann noch mal auf den Tresen kullern lassen und auf das Geräusch achten. Reisebank z.B. nimmt 30 Euro "Transportkosten" zur Zentrale oder wo immer die die Dinger "testen".


    edit: hatte leider meinen Ausweis vergessen und wegen der 3000 Euro Grenze gefragt, daß dann eben nur 6 Münzen möglich wären.. 7 hat er aber auch problemlos gemacht. Das ist Service.


    Gruß
    S.

    Erstmal Fehlerkorrektur, G7 Treffen natürlich erst nächstes WE.


    Jetzt zu einigen Fehleinschätzungen hier. Ich denke ganz wichtig ist, daß man wenigstens Prozentrechnung beherrscht, um Risiken und Chancen korrekt gegeneinander abzuschätzen. Das Gegenteil von -70% sind natürlich +233%. Am besten von dem Prozentquatsch nicht ablenken lassen und einfach mit richtigen Zahlen rechnen. 100% = 1, 50% = 0.50 usw. +233% sind dann z.B. 100%+233% = 333% bzw. 3.33


    -70% * +233% = 0.30 * 3.33 = 1 = 100%


    Mit stop loss ist das auch so eine Sache. Die inen sagen stop loss, wenn es 50% runter geht muß man erstmal wieder 100% Plus machen. Die anderen sagen genau das Gegenteil. Nie mit Verlust verkaufen, eher nachkaufen. Abhängig ist das ganze nicht von Gewinn/verlust, sondern vom Wissen um den inneren Wert einer Gesellschaft. Wenn ich ihn kenne und derKurs deutlich drunter notiert.. nicht verkaufen sondern nachkaufen. Wenn ich ihn nicht kenne dagegen mit stop loss arbeiten. Ist schon in "The ABC of Stock Speculation" oder so ähnlich von einem gewissen Herrn Nelson beschrieben (erschienen 1902). Stop loss ermöglicht es einem, Aktien von ungewissem Wert zu kaufen.


    Auch auf Anleihen sollte man nicht verzichten. Anleihen haben eine kürzere Duration als Aktien und BEIDE sind von Zinsen betroffen, höhere Zinsen heißt niedrigere Kurse für Anleihen und Aktien. Wobei Aktien wesentlich stärker leiden, da die Duration wesentlich länger ist (15-60 Jahre). Über Käufer von 30-jährigen Anleihen wird ja immer gewitzelt. Natürlic hsteigen bei Aktien dann wieder die Gewinne bei Inflation. trotzdem, in Japan ist jetzt das Aktientop 18 Jahre entfernt während der Bullenmarkt in Bonds noch immer läuft. Ob er vorüber ist?? Keine Ahnung. Vermutlich schon, aber nicht zwingend. Bei 0.8% Geldmengenausweitung und 1.6% Produktivitätssteigerung liegt die Inflation in Japan derzeit mal wieder bei -0.8%, d.h. real habe ich bei 10-jährigen weit über 2% während man bei europäischen Anleihen auf ca. -4% kommt wenn die Geldmengenausweitung so bleibt.


    Bei einem Crash werden Anleihen nicht im Wert sinken sondern steigen. Jedenfalls bei einem deflationären Crash. In den 30er sind Anleihen abgestürzt, weil es UNTERNEHMENS-Anleihen waren. selbst die sind zunächst gestiegen. Staatsanleihen sind etwas ganz anderes. Ich würde sagen seit dem Ende des Goldstandards haben Unternehmensanleihen ihre Berechtigung als Investitionsobjekt verloren.


    Erstmal sind Währungen ohnehin interessanter. Langsam geht es Airbus ja richtig dreckig, vor allem dank des Euros. Nicht mehr lange und es knallt an dieser Front gewaltig (natürlich nicht zu gunsten des Euros). So 1:1 gegenüber US$ ist realistisch. Und vor allem den Yen wird man sich in Europa immer weniger gefallen lassen wollen. Aber werden die Japaner wirklich die Zinsen erhöhen, von Europa befohlen? Ich glaueb kaum. Eher wieder kleiner Aufwärtscrash beim Yen zum / nach G/ Treffen mit späterem noch tieferem Absinken. Europa hat wenig Devisenreserven, vielleicht kommt man auf die Idee, in Yen zu investieren, um die Kurse entsprechend zu beeinflussen, das wäre dann wirklich das Ende der Carry Trades.


    Über kurz oder lang kann Gold nur steigen, in Europa haben wir ja den großen Vorteil einees überbewerteten Euros, so daß Gold selbst wenn es in $ abstürzt, in Euro konstant bleiben sollte. Jede zentralbank wird im eigenen Land umso mächtiger je weniger wert die Währung und je mehr wert somit die Fremdwährungsreserven sind.


    Gruß
    S.