Beiträge von Saccard

    Das mit den Anleihen schreibst du schon seit Mai, bisher habe ich damit knapp 7 Prozent gemacht. Der HUI hat immerhin verloren. So ganz falsch also nicht. Nur in cash halten ist nichts für mich.


    Mal sehen was der Dollar in naher Zukunft macht, wenn es nur einen Zipfel weiter runter geht werde ich schonmal 10% der Anleihen wieder rausschmeissen und in andere US$-assets stecken, sagen wir mal 10% von den 10% in US-Aktien und 90% von den 10% in einige Minen.


    Nebenbei habe ich den HUI 3 mal getraded, 2 mal short und 1 mal long, alle 3 mal mit großem Erfolg, auch wenn ich mich nicht traue mit größeren Positionen short zu gehen. Ist mehr was mentales.


    In Euro gerechnet bin ich dieses jahr immer noch 109% im Plus, ich denke mal da kann mir der HUI ruhig etwas davon rennen. Wenn er auf 420 steigt.. who cares. Ich kaufe dann trotzdem zu höheren Preisen. Sind auch "nur" 35%.
    Und wenn ich was gutes sehe kann ich auch nicht widerstehen. Agincourt gefallen mir z.B. sehr gut, hatte ja der Patrone empfohlen. Wenn die keine hedges hätten und Martabe 100%ig finanziert hätten, wäre da schon längst ein sechsstelliger Betrag drin. So aber gibt es erstmal nur eine Gedankenstütze. Die können sich auch locker halbieren, siehe Minefinders in 2005.


    Ab jetzt jedenfalls nur noch Anleiheverkäufe und Minenkäufe!


    Und vergiß mir die GFI nicht, langfristig vielleicht trotz SA einer der besten Werte, wenn die richtig Gewinn machen zahlen die auch Dividende. NEM, GFI, MFN, GRS, AGC, so stelle ich mir ungefähr mein neues Portfolio vor.

    Faber hat aber auch US-Anleihen für die nächsten Monate empfohlen, im Mai. Langfristig ist es klar, habe auch nicht vor die über 2007 hinaus zu halten.


    Das mit den babyboomern hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mal nach Alterklassen eingeteilt 35-54, 55-64, 64-85, danach tot. Jahrgänge 46-64, Annahme das alle 19 Jahrgänge etwa gleich groß sind.


    Jetzt kann man einen Investitionsindex damit erstellen. 35-54 +0.5 pro Jahrgang, 55-64 +1.5 pro Jahrgang und 64-85 -1 pro Jahrgang.
    Unter 35-jährige konsumieren so viel, daß man da wohl ebenfalls -1 ansetzen kann, aber tendenziell etwas weniger, vielleicht 0.5, die Frage ist auch wo diese Altergruppe beginnen soll, sagen wir bei 15. Da 15-jährige nicht arbeiten und es damals viele Hippies gab, sagen wir mal -0.8.
    Dann wäre der Investitionsindex seit Mitte der 60 Jahre von 0 auf -15 in 1980 gefallen. Sehr interessant, da es ja einen Bärenmarkt genau in dem Zeitraum gab. Wirtschaftich war die Zeit dagegen gut, da ja die Konsumenten da waren (typischerweise 15-34 jährig). Inflation ist auch klar, viel Nachfrage wenig Arbeiter.


    Dann Anstieg von 1980 -15 auf 9.5 im Jahre 1999. 1992 war der Wechsel von - ins +. 2000 dann zum ersten mal eine Stagnation, wieder nur 9.5 (der Crash 2000 scheint nicht demographisch verursacht worden zu sein, jedenfalls nicht wenn man nur die US-Demographie anschaut). Ab 2001 dann wieder Anstieg, aber wesentlich stärker als 1980-2000. Dieser Anstieg scheint vor allem in die Immos geflossen zu sein.
    Aktuell liegt der Index bei 15.5 (von 9.5 in 2000 kommend) und steigt bis 2010 auf 19.5 an. Die Frage ist jetzt wieviel von der Entwicklung bis 2010 schon im vorweggenommen wurde. Tatsache ist jedenfalls, daß die Nachfrage nach Investments zunimmt. Vielleicht könnten es auch nur Anleihen sein, da ältere Leute gerne Anleihen kaufen. Das letzte Tief von 1980 (-15) fiel ja mit einem Inflationshoch zusammen. 2010 als das Hoch der Babyboomer-Investmentbedarfs könnte also mit einem Inflationstief zusammenhängen. Jedenfalls wird 2010 ein Richtungswechsel werden, bis dahin würde ich sehr aufpassen. Gold, Aktien, Anleihen, Immos sowohl long als auch short werden sich wohl eher unabhängig von der Demographie nach kurzfristigen Gegebenheiten ändern.


    2010-2020 kracht der Index von 19,5 auf -10 ab! Für Investments sehe ich da schwarz. Inflation wird steigen. Für Anleihen wird es bitter.


    2020 bis 2030 dann sinkt der Index von -10 auf -19 ab mit einem Plateau 2029, 2030, 2031. Da wird wohl das Inflationshoch liegen.


    Dann steigt es wieder von 2030 bis 2049, aber nur sehr langsam. Von -19 auf 0.


    Fazit von dem ganzen: Bis 2010 Vorsicht. Aktienshorts sind von der Bewertung her drin, mittelfristig bis 2010 dürfte es aber eher seitwärts gehen, Kurseinbrüche dürften eher von kurzer Dauer sein.
    Ich gehe davon aus, daß die Rezession 2007 die FED zu Zinssenkungen zwingen wird bis nahe 0 und daß Haus- und Aktienblase im wesentlichen seitwärts gehen werden. Anleihen dürften den höheren Investmentbedarf aufnehmen. Für Gold sieht es nicht so positiv aus, aber auch nicht negativ. Die Entwicklung dürfte eher deflationär sein, die Goldbugs sind aber irgendwo auch Babyboomer und werden sich wohl kaum von ihrem Gold trennen. Ich gehe aber nicht von $1000 oder höher bis 2010 aus. Am wahrscheinlichsten ist ein Test der alten Hochs von 850 - 900 in 2009.


    2030 dann wird das entgültige Hoch nach der Inflation erreicht.


    Sagen wir mal $850 in 1980. 3% Inflation bis 2010. Anstieg von 5 auf 15% Inflation 2010-2020, Anstieg von 15% Inflation 2020 bis 20%. Alles eher konservativ geschätzt. Durchschnittsinflation für die 10er Jahre 10% und für die 20er jahre 15%.
    macht dann insgesamt eine Inflation von 950% 2010 bis 2030. $10000 bis $20000 werden wir dann also schon noch sehen.
    Ja, auch Aktien sollten wegen der Inflation dann steigen. Man darf aber nicht vergessen, daß sich der Investitionsbedarf der Babyboomer in eine Liquidierungsnotwendigkeit von Investments verwandeln wird. Aktien dürften damit nach 2010 weit weniger stark steigen als die Inflation und inflationsbereinigt 70-80% ihres Wertes verlieren. Schließlich heißt höhere Inflation höhere Zinsen (damit höhere Steuerlast) und höhere Zinsen heißen niedrigere KGVs.


    Das war dann also der Effekt, den die Babyboomer-Generation auf unsere Wirtschaft gehabt hat.


    Gute Goldinvestments nicht verkaufen und langfristig investiert bleiben lautet da die Devise. Ausgewählte Aktien (Hörgeräte, Brillen, Hüftgelenke, Herzklappen, Schmerzmittel, Tier- und Fischfutter, Rollstühle, Zahnersatz, Rheumadecken) könnten sich langfristig auch gut entwickeln.


    Gruß
    S.

    Bevor ich die Dax-Shorts eindecke..


    Interessant sind bei den Aktienmärkten drei Dinge.
    1. S&P500 wird kein neues Hoch erreichen, 1300 vs. 1550
    2. Dow ist nur gut 200 Pkt von einem neuen ATH entfernt
    3. Dax ist in US$ gerechnet wieder bei ca. 7400, Hoch aus dem jahre 2000 liegt bei ca. 6400


    Was passiert wenn der Dow ein neues ATH macht? Wäre das ein neues High oder nicht? Ich würde sagen nein, denn der S&P500 hat dann kein neues Hoch gemacht, der Dow ist ohnehin sehr leicht manipulierbar. Die diversen kleinen Nebenwerte haben natürlich schon längst neue ATHs gemacht.
    Wenn der Dax allerdigns auf 6400 ginge, wäre das schon bedenklicher.
    Interessant ist das Dow Szenario des falschen Eindrucks eines neuen ATHs insofern als daß Ben Bernanke dann mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zinsen erhöhen würde. Natürlich am 20. nicht ganz so wahrscheinlich da der US$ z.Z. relativ fest ist. Trotzdem wäre es ganz schön zu sehen wie so eine Zinserhöhung bei den Goldilock-Economisten ankäme.
    Naja, zum Glück habe ich 90% meiner Kohle in Anleihen und habe somit sehr viele Optionen offen. 6.5% in 4 Monaten gemacht durch Währungsgewinne vor allem. Und Aktien sind so teuer, daß Anleihen selbst bei 2 Jahren mit 13% Inflation besser sind.


    Vor kurzem habe ich einen interessanten Artikel gelesen über die Demographie in den USA. Dort wurde nicht einfach platt behauptet, die Leute würden xx jahre älter. Solche Aussagen sind purer nonsense, daraus kann man keine Schlüsse ziehen. Nein, es wurden 5 Altersgruppen untersucht. Die "Silent Generation" aus der grossen Depression ist sehr klein und das sind die jetzigen Rentner. Die Babyboomer (46-64 geboren) dagegen sind jetzt 42-60. Die Altersgruppe 55-64 investiert sehr viel (die 35-54 jährigen aber auch) und kauft consumer durable goods (Boote, Autos, Harleys usw.). Investiert wird mental eigentlich mehr von den 35-54 jährigen wegen deren Kindern. Da problem ist nur, daß diese Personen relativ wenig Geld haben (für Extras wie consumer durable goods fehlt das Geld). Mit 55-64 gönnt man sich schon eher was, es wird aber auch vor allem viel investiert weil in diesem Alter viel geerbt wird. Kaum aber daß man in Rente geht ist es aus mit dem Sparen und Investieren.
    Schluß der Studie war, daß bis 2011 die Unternehmen im Bereich Investieren (Allianz und co) und consumer durable goods (Harley, Polaris, Brunswick) sich sehr gut entwickeln würden. Der S&P sollte zwischen 850 und 1500 schwanken.


    In der Praxis ist es so gekommen. Nur wieder etwas anders. Investiert wurde in Immobilien und die Investitionen der nächsten Jahre wurden über Kredite schon vorverlegt. Wegen der Schulden sind consumer durable goods auch nicht mehr so finanzierbar.


    "In der Folge der Midlife-Crisis der Baby-Boomer konnte Harley 2005 genau 20 Jahre aufeinander folgender Rekordgewinne verbuchen. ..."


    "I have been following HDI for years. It seems to be more of a Baby Boomer movement. Will the younger generations step in and keep Harley going? "


    Polaris Gewinne 2004 105 Mio., 2005 143 Mio., 1. HJ 2006 31 Mio, Aussicht für's Gesamtjahr ca. 95 Mio., -33%.
    Bei Brunswick sieht es auch düster aus.
    Harley ist eine Falle m.E.


    BC und PII fallen schon seit Anfang 2005.


    Daneben haben wir noch die Dow Theory non-confirmation und die invertierte Zinskurve.


    Also nur negatives für die Aktienmärkte.


    Bei der Hausblase könnte man einen kleinen twist erwarten, es werden wohl vor allem die vererbten Häuser verkauft und nicht die eigenen.


    Gruß
    S.

    Die Märkte sind irrational geworden.


    HUI runter, Öl runter, Aktien rauf. Jahrelang ist alles parallel gelaufen. Langsam bekomme ich Probleme mit meinen Dax shorts. Habe daher HUI Calls und Öl Calls dazu gekauft.
    Wenn der Dax über 6000 geht, kann Öl locker auf über 70 gehen, HUI über 340. Außerdem wären beides gute kurzfristige Spekulationen auf einen rebound unabhängig von den Aktienmärkten.


    Irgendwas stimmt da auch nicht mehr. Fast muß man sagen alles was steigt sollte verkauft werden da es Schrott ist. Habe mein Depot um 3 Werte ausgemistet, mit niedrigsten Wachstumsraten und höchstem KGV und auch niedriger Gewinnqualität. Die Dinger sind am besten gelaufen.. short-covering oder sind die "Anleger" einfach nur so idiotisch? Wenn die so weitermachen schaffen sie es noch und Heli-Ben erhöht doch noch die Zinsen am 20.


    "Das Lager der optimistischen "Bullen" vergrößerte sich der cognitrend-Umfrage zufolge im Vergleich zur vergangenen Woche um 19 Prozentpunkte auf 59 Prozent. 26 Prozent der Anleger äußerten sich pessimistisch für den DAX - ein Minus von 10 Punkten. "


    Sentiment ist also auch so bullish wie nie zuvor.


    Eigentlich heute ein guter Tag für Dax-shorts. Ich hab meine bei 5850 gekauft.. im Mai. Über 6000 wechsele ich in höhere Basis, die Steuerfreiheit für 2007 wäre damit dahin.


    Gestern Abend habe ich noch The ABC of Stock Speculation gelesen. 1907 wurde einem doch glatt der Ratschlag erteilt, daß man im Schnitt mehr als 50% der zeit short sein sollte. Hätte sich auch gelohnt. Der Aktienmarkt ist sowieso nur reine Spekulation auf Inflation, ohne Inflation steigt da langfristig gar nichts. Zum Kotzen wenn man sehen muß wie die Zombie-Firmen mit 2 oder 5% Umsatzrendite sich halten oder gar steigen. Fehlallokation von Kapital.


    Irgendwann wird der Goldpreis über dem Dow stehen, soviel steht fest.


    Gruß
    S.

    Hehe, eine Erkenntnis schonmal gewonnen:


    Wenn der US-Konsument nicht mehr kann, bricht das Handelsbilanzdefizit ein. Das hängt nämlich NICHT vom Stand des US$ ab. Der US$ könnte auf 30 fallen und trotzdem würde noch aus China importiert. Handelsbilanzdefizit ist also nur ein Spiegelbild der amerikanischen verschwendungssucht.


    Dann würden aber auch die Chinesischen Exportüberschüsse in die USA wegfallen. Diese aber braucht China um die Defizite zu den Asien-Ländern zu decken.


    Sprich: Rezession in USA heißt riesiges Handelsbilanzdefizit für China.


    Gruß
    S.

    Danke Eldorado!


    Faber ist ein genialer Mensch, der kennt alle Nuancen.


    "Als in den USA die Industrialisierung begann, gehörten Eisenbahn-Gesellschaften und Kanalbauer zu den Pionieren", so Faber. Diese Gesellschaften gingen pleite, ausländische Investoren verloren viel Geld. "Wer selbst als Unternehmer in die USA zog, konnte dagegen viel Geld verdienen", weiß der Fondsmanager. "Wir sehen uns in Hong Kong."


    Das ist es was ich an China kritisiere! Anlagemöglichkeiten aus dem Ausland heraus sind doch etwas begrenzt. Und Crashs wird es dort auch genug geben, wieder und wieder, aber eben auf dem Weg nach oben.


    Er hat auch mal gesagt, daß wer 1929 in Aktien investiert hatte, langfristig doch gewinn gemacht hat (dividendenbereinigt weit vor 1954 +/-0).


    Tommorow's Gold hast du gelesen? kann ich nur empfehlen, befaßt sich vor allem mit Zyklen, mit Gold praktisch gar nicht. Man lernt jedenfalls viel.


    Jetzt schaue ich mir mal die Charts an.


    Gruß
    S.

    Wenn's etwas höher als 340 geht können auch wieder Kaufsignale generiert werden. Gehe ich persönlich zwar nicht von aus, möglich wär's.


    Öl würde ich shorten und dafür in den Aktien long gehen, die Ölaktien preisen nämlich in ihrer weisen voraussicht niedrigere Ölpreise schon ein. Öl-Short / Exxon long z.B. sollte Gewinne bringen.


    Im Gegensatz zu den Goldminen sind Ölaktien übrigens langfristig sehr wohl ein gutes Geschäft, auch wenn der Ölpreis nicht steigt.


    Tech ist natürlich Unsinn, kann man nicht vorhersagen. Und Drugs würde ich nicht kaufen. Pfizer gibt 8 Mrd. für Forschung aus.. MUSS 8 Mrd. für Forschung ausgeben. Ohne Forschung keine neuen Medikamente, keine neuen Patente und Schwupps sind die Gewinne weg. Die alten Medikamente werden durch Generika aus Indien oder Israel ersetzt. Der Glaxo-Smithkline CEO meinte ja, in wenigen Jahren gäbe es nur noch eine handvoll Pharma Riesen.
    Kauf in dem Bereich Johnson und Johnson, die wissen was sie machen und setzen nicht nur auf Pharma sondern auf Prothesen, Herzschrittmacher usw.


    Peak Oil, Peak Gold und Peak Drugs, neue bahnbrechende Medikamente werden m.E. nicht entdeckt werden und Tuberkulose ist schon in 15% aller Fälle unheilbar. Die Lebenserwartung dürfte in den nächsten Jahrzehnten sinken, nicht steigen.

    Lieber Goldbaron, weil einfach alles so teuer ist. 1946 als alles angefangen hat und der Bond-Bulle zuende gegangen ist lag das KGV im S&P bei ca. 10 ausgehend von sehr schwachen Gewinnen. Jetzt haben wir Rekordgewinne und ein KGV von 18. Damals wäre das KGV basierend auf Rekordgewinnen vielleicht 4-5 gewesen. Langjähriger Durchschnitt ist ein KGV von 9 bezogen auf Rekordgewinne. D.h. strenggenommen wären Aktien nicht einmal ein Kauf wenn sich der Dow halbieren sollte.


    Die Rekordgewinne kommen natürlich daher, daß die Arbeitskosten so niedrig wie nie zuvor sind dank der Globalisierung. Plastikteil billig in Asien für Euro 2,50 herstellen lassen, nach Deutschland importieren, Bosch draufdrucken, für Euro 92,50 dann als Scheinwerferreinigungsanlage verkaufen. So läuft es heute, ob hier oder in den USA.
    Hab ich schon erwähnt das Deutschland Eportweltmeister ist? Während Indonesien nur lächerliche Euro 2,50 exportiert hat, wurde in Deutschland durch harte Arbeit, präzises Können und langjährige Erfahrung ein Wert von 90 Euro geschaffen.
    So wird es nicht immer bleiben.


    Gruß
    S.

    Eldorado, hab mir eben nochmal SKI angeschaut. Am 22. und auch am 25./26. wäre es möglich, daß SKI ein triple sell generiert. Wäre zwar sehr bärisch, aber dafür muß der USERX um 7.5% steigen. Der HUI sollte zwischen 336 und ca. 340 stehen. Da würde ich Gewinne mitnehmen.


    Wenn's einen September-Crash gibt (auf alle Märkte bezogen), dann erst an/nach diesem Wochenende.
    Wenn Gold/Minen steigen, könnte auch Öl bis dahin steigen, was wiederum heißen könnte die normalen Aktienmärkte sacken bis dahin langsam um wenige Prozent ab bevor es richtig runter geht.


    Gruß
    S.

    Gogh hat mit den Silberminen nicht ganz unrecht. M.E. Schrott. Warum nicht wechseln in MFN oder GRS, riesige Silbernebenproduktion. Oder Agincourt (aber die werden es schaffen das Silber doch noch komplett für $7 zu hedgen wie ich die Australier kenne, auch wenn es nur 5s auf 7$ fällt).


    Ansonsten weißt du ja was du tust. Nichts ist in Stein gemeisselt und ich fasse mir lieber an die eigene Nase wenn es um Vorsicht geht. Ob es wirklich zu einem größeren Einbruch an den Aktienmärkten kommt? Da bin ich mir gar nicht mehr so sicher, demographisch wäre logischer ein langer Bärenmarkt wo es bis 2020 einfach seitwärts geht. Das wäre das bitterste überhaupt, viel schlimemr als ein kurzer Crash. Rezession 2007 wird wohl kommen. Die Immo-Bubble könnte evtl. mit niedrigen Zinsen gerettet werden, würde dann auch noch Jahrzehnte dauern (Japaner zahlen noch 50 Jahre für ihre Kredite aus den 90ern..).
    Also lasse ich von Shorts in größerem Stil lieber die Finger.


    LuckyFriday,
    Tech-Blase war nur zu durchsichtig damals. Davon sind wir nun wirklich noch meilenweit entfernt im Goldsektor. Rohstoffe erinnern etwas, aber auch nur etwas an die Tech-Blase. Einzelne Explorer ohne Substanz auch. Aber die zählen sowieso nicht, da es sich meist um die gleichen Betrüger handelt, die schwimmen auf jeder Modewelle mit.
    EW kannst du sowieso in die Tonne treten. Welle 1, 3, 5 = Phase 1,2,3 eines Bullenmarktes. 2 und 4 eben Konsolidierungen zwischen den Phasen, wir wären also in Welle 2. Welle 1 hat demnach von 2000 bis 2006 gedauert. Wie willst du sowas denn jetzt timen? Du kannst mit so etwas nicht entscheiden wie die Kurse in einem halben Jahr aussehen werden.


    Schnäppchen gibt es noch einige im Goldsektor. Das meiste kann man aber nicht empfehlen, da einfach zu wenig Umsatz da ist und man in marktengen Werten nicht so einfach wieder aussteigen kann. Bukagold in Australien hatte ich mir bei 15 cent z.B. mal angesehen.. market cap irgendwo im 1-stelligen Millionenbereich glaube ich. MFN ode AGC würde ich von den größeren Werten halten.


    Gruß
    S.

    So dramatisch sieht es ja nicht aus. 25% weniger im HUI, 25% weniger beim Goldpreis würde dein Depot 16-17% runterziehen. Der rest würde in einem solchen Szenario natürlich trotzdem noch fallen.


    Verluste sind kein Argument, man kann imemr verkaufen.
    Solar, Uran und diverses eignen sich doch zur cash Beschaffung.
    Das wären schonmal über 20%.


    Ich würde 1/2 Solar, uran und sonstiges verkaufen. Das wären schonmal 10% cash.


    Öl/Gas würde ich mir für eine kleine Rally aufheben. Wenn's deutlich nach oben geht würde ich sogar alles aus dem Sektor verkaufen. Das wären dann 20%. Wenn diverses, uran und solar noch genügend steigt würde ich da evtl. auch alles rausschmeissen. Könnte man sich aber auch als Reserve halten zum tauschen in Goldwerte.


    Minen jetzt nicht verkaufen wenn du nur 50% Anteil hast. Gold würde ich jetzt auch nicht verkaufen. Bei einer kleinen recovery rally (HUI 340) würde ich dann aber illiquide Explorer und totes Kapital (sowas wie IMA) langsam verkaufen und etwas vom Gold vielleicht (du meinst mit physisch die ETFs nehme ich an). Sagen wir mal 1/10 bis 1/5 der Minen und 1/4 vom physischen Gold.


    Insgesamt wäre das dann wenn du 1/2 von div., uran und solar behälst und wenn eine kleine Öl-/Goldrecoveryrally kommt schon ca. 30%.


    Ansonsten würde ich noch Umschichtungen bei den Minen vornehmen.


    Z.B. GRS in MFN tauschen oder Agincourt kaufen oder sonstwas. Also in Minen, wo du zum gleichen Betrag mehr Unzen bekommst.


    Mußt du natürlich selber wissen, Ratschläge erteilen ist immer etwas ungünstig. Gold-Bärenmärkte oder Deflationsszenarien sind ja nicht in Stein gemeisselt.
    Ich persönlich habe heute meine gesamten Shortpositionen (Kupfer, Mdax) rausgeschmissen, nur Dax-shorts verbleiben egal wie hoch es geht, meinetwegen auch bis 8000 (Scheine natürlich rechtzeitig tauschen). Von dem cash werde ich mir noch einige JNJ kaufen. Dann müßten die shorts in etwa durch Wachstumsaktien gedeckt sein.


    Gruß
    S.

    Eldorado, nicht verzagen.


    "JPM und Goldman Aktien die schauen weiter hin gut aus aber die kaufe ich niemals."
    Du weißt schon ,daß sämtliche Gewinne aus den AMRs der Immo-Bubble schon heute gebucht werden, so als ob die Kreditnehmer bis zum Ende der Laufzeit ohne jeden Ausfall durchzahlen würden.. Bankaktien sind die Falle überhaupt am jetzigen Markt.


    "Oil/Gas/Uran/Alternativ Energie/Sonstiges, alles ebenso voll gehaemmert von der Mafia."
    Habe ich dir doch vorgeschlagen da auszumisten. Irgendwie korreliert das ganze zu sehr mit Gold. Diversifizieren entweder Anleihen oder Wachstumsaktien. Beides auch nicht so prickelnd längerfristig.


    "Am meisten stinkts mir das ich nicht fluessig bin bei den Sonderangebot und das Depot wieder ausmisten kann und solide wie GG oder SLW BHP TLM PNP.TO PBW z.B mehr zu kaufen als Blue Chip oder ganz einfach physisch Gold udn ab in die Schublade."
    Verkaufen kann man immer.. denke da an den Solarkram. Aber m.E. ist es noch zu früh für Käufe.


    "Bei 500 USD ist der Bulle so gut wie tot,"
    Auch das nicht, unter 450 kann man mal drüber nachdenken. Meine Güte, der Goldpreis lag doch erst letztes Jahr bei 450.


    Überleg dir mal, ob du $450 Goldpreis / HUI 220 zumindest vom leverage her durchhalten kannst und dann nichts verkaufen mußt. Das falscheste wäre jetzt in Panik zu verfallen. Ich würde schrittweise notwendigste Liquidität aufbauen, unabhängig von den Kursen. Und vor allem im nicht-Gold Bereich aufräumen. Größere Verkäufe im Goldbereich würde ich erst tätigen, wenn es nochmal eine Gegenbewegung im HUI bis sagen wir mal 330/340 oder drüber gibt.


    Immerhin sind wir jetzt von über 360 im HUI auf 310 gefallen. Ob's da noch so schnell nach unten gehen muß? Denk dran, daß die Minen machen was sie wollen und dem Goldpreis voraus sind. D.h. die Dinger drehen vor dem Goldpreis.


    Agincourt jedenfalls immer noch nicht gefallen. Die Dinger gefallen mir mehr und mehr. Kann natürlich auch sein, daß die erst zum Ende hin einen kräftigen Abtaucher machen. Shorts wären trotzdem Unsinn als Absicherung und deswegen sind meine HUI-Shorts (ABN Zertifikat mit Basis 493) gestern rausgeflogen.


    Gruß
    S.

    Mal sehen ob SKI wirklich was taugt.


    Der blaue Trend wurde durchbrochen (92-96 tage Index). Bullenmarkt seit 2005 mit +100% im USERX vorbei.


    Aktuell steht der USERX bei 14.85, über dem 35-39 Tage Index. Wetten es gibt eine Gegenbewegung?


    Mitte September bis Ende September wird es dann ganz kritisch. Die blaue Linie wird wohl nicht mehr überschritten, wir fallen wohl auch unter die Grüne Linie (35-39 Tage), was ein zweites, kleineres Sell liefern würde.
    Gleichzeitig aber dürfte der Index über die rote Linie steigen, den 16-20 Tage Index. Der fungiert als Kontraindikator, d.h. wenn er überschritten wird ist es ein Verkaufssignal. Das wäre dann ein triple sell. Triple buy aus 2005 war ja nicht zu verachten..


    Ich habe heute jedenfalls meine HUI-shorts (Hedge für Agincourt) verkauft. gekauft Bei 360 im HUI. Wenn sich Agincourt gut hält könnte ich in Zukunft vielleicht auf hedges verzichten, Kupfer short habe ich ja auch noch. Da läuft übrigens auch ein Dreieck bis Ende September aus wonach es sehr tief runter gehen könnte im Kupferpreis.


    Gruß
    S.

    Aber nur kurzfristig. Irgendwo kommt die nächste Krise, der nächste Einbruch beim Goldpreis oder das nächste Problem mit Schacht xyz. Längerfristig lohnen sich niedrigere Kosten immer. Hat doch das Beispiel Goldcorp gezeigt. Nach Hebel usw. müßten ja DRDGold, Apollo Gold und wie sie nicht alle heißen die top Performer gewesen sein.


    Aber wenn du auf sowas wie DRDGold 2001/02 spekulierst.. könnte was werden.


    Gruß
    S.

    "Wenn man die Kursbewegungen der Comex für sich nimmt in der Zeit VOR der Hausse,vor 2001 etwa 20 Jahre,hätte der Goldpreis -200 $/Oz betragen.!!!!!!"


    Das hat einen anderen Grund, alles ganz normale Marktbewegungen.


    Bei den Aktienmärkten ist es ähnlich, ich glaube wenn man jeden morgen zum Eröffnungskurs gekauft und am Abend zum Schlußkurs verkauft hätte, wäre sogar die Performance über 10 Jahre und über 15 Jahre negativ. In der Summe fallen Märkte also immer.


    Die Bewegungen, die Märkte in der Summe steigen lassen, erfolgen wohl immer über Nacht, d.h. tendenziell ist der Eröffnungskurs immer über dem Eröffnungskurs von gestern.


    War wohl nix mit Traden und Schließen von Positionen am Tagesende, um "kein Risiko einzugehen".


    Gruß
    S.

    Western Areas Kurs müßte bei 73 liegen wenn man das Barrick Angebot überträgt, leider aber ca. 20 Hedge-Schulden pro Aktie.


    Was ist eigentlich, wenn der Goldpreis einbricht? Sagen wir mal wirklich $100 tiefer. Dann wäre das Hedge-Book je wesentlich weniger in den roten Zahlen. Gleichzeitig würde der GFI Kurs fallen.


    Und Barrick ist auch mehr an einem schwachen GFI Kurs interessiert. Ca. 400 mio kriegen die doch in Aktien. Warum soll ich mir die Aktien ans Bein binden und dann billiger abverkaufen? Ich würde die Aktien schon im voraus leerverkaufen. Da habe ich einen höheren Verkaufskurs. Aufgrund des gedrückten Kurses erhalte ich dann mehr GFI Aktien und covere einfach meine Shortposition. Den Überbestand an Aktien kann man dann kostenlos halten oder auch verkaufen. Ob Barrick sowas macht? Dürfen wohl nicht. Anreiz über 3 Ecken ist jedenfalls da.


    Für GFI bin ich gar nicht so positiv gestimmt.


    Harmony ist sowieso Käse, was haben die überhaupt noch an guten assets?


    Gruß
    S.

    Zu kurz geschaut. Die stellen ja nicht nur Brillengläser her (nebenbei die besten, Kunststoff-Gleitsicht was Zeiss ja gar nicht anbietet, beste Vergütung, bruchsicherste Stoffe, kratzfesteste Stoffe). Die stellen auch viel für IT-Firmen her. Glasscheiben für Festplatten (iPod), Glas für IC-Litographie, Glas für LCDs, Objektive für Digitalkameras.
    Ich glaube 50000 Glassorten können die herstellen, 110 werden davon aktuell produziert.
    Die USA verwendet in ihrem Atomprogramm bestimmtes Glas. Geliefert wird das nur von Schott und von Hoya.


    KGV 24 nicht ganz billig, davon muß allerdings noch cash abgezogen werden, dann biste bei ca. 22, hab leider keine Daten hier. Wenn die 4 Jahre weiter so wachsen hast du in 4 Jahren ein KGV von 9.6, ich denke mal die werden bald noch etwas stolpern, hoffentlich, dann kann man ihnen ja wieder etwas aufhelfen.
    Wie gesagt, es ist was längerfristiges und du lebst nur von den Gewinnsteigerungen die sie hinlegen, also vielleicht 23% im Jahr + Bewertungsänderung. Steigt das KGV machst du noch mehr, sinkt es, so machst du weniger. Realistisch ist wohl ein kleiner Stolperer in einem Jahr, so daß du in 3 Jahren auf ein KGV von 13 kommst. Am Markt dürfte auch ein KGV von 13 in einem Bärenmarkt für einen exzellenten Wert gezahlt werden. D.h. man kommt +/-0 raus aber in einem Markt wo andere Firmen eben 30-70% market cap und Gewinn verlieren.
    Ich habe von denen auch nur eine Initialposition, die zudem mit Nikkei shorts gegengewichtet ist.
    M.E. eine der drei besten Firmen in Japan. Wenn du 10, 20, 30 Jahre eine Aktie halten willst, dann nur sowas wie Hoya.


    Gruß
    S.

    Ich laß mich davon nicht unterkriegen. Hätte ich mehr auf den Dow geachtet, hätte man das Hoch im HUI erkennen können und bei über 230 verkaufen können, dann hätte man 210/215 im Schnitt erreichen können.


    Das Problem mit dem Verkaufen stellt sich bald sowieso nicht mehr. Ab 2008 fällt ja die Spekufrist in D und ich denke man sollte ab jetzt viel langfristiger agieren, sprich: nie mehr verkaufen.


    Daher mische ich meinen Minen auch "normale" Aktien bei.


    Bei den Minen sind Australien und Südafrika interessant, weil dort keine Quellensteuer anfällt. In UK ja auch nicht falls sich nichts geändert hat.
    Langfristig ist etwas Diversifizierung schon nicht schlecht.


    Aktien an sich haben den Vorteil, daß sie praktisch inflationssicher sind. Jedenfalls die passenden Werte. Sowas wie Hoya aus Japan. Ich gehe von 23% Wachstum aus. Wachstum berechne ich so: 5 Jahre Gewinnsteigerung in Prozent, 10 Jahre Gewinnsteigerung in %, 10 Jahre Dividendensteigerung in % und 5 Jahre Dividendensteigerung in %. Davon das Minimum. Und dann addiere ich die Dividendenrendite (man könnte ja die Dividende reinvestieren). Hoya hat die Dividende in den letzten 10 Jahren um über 30% pro Jahr gesteigert, den Gewinn aber nicht.
    Die Dauer wie lange ich Wachstum in die Zukunft prophezeien kann, ermittele ich mit ROIC. Als Marktwert setze ich market cap - cash bzw. + Schulden an.
    Sehr interessant was dabei herauskommt.. Längerfristig sollte man so sein Vermögen in gute Aktien umschichten und einen soliden Strom aus Dividenden erhalten. Aktuell ca. 10%.
    Gute Werte sind z.B. AVP (14%, die Avon Tanten kommen immer vorbei), JNJ (17%), GGG und RAVN (je 17.5%) und Hoya (23%). Sega-Sammy gehört vielleicht auch dazu (17%, schlechte Datenlage).


    Wenn die Goldhausse irgendwann vorbei ist, werde ich wohl nie wieder auf Makro-Ebene investieren. Du siehst ja wie schwer das ist. Nur noch spezielle Aktieninvestments und Dividenden kassieren.


    Aber so wie ich die langfristige Zukunft einschätze wird mein Vermögen die nächsten Tausend Jahre in der Form von vergrabenen Goldmünzen das zweite Mittelalter überdauern. Soviel zu den Technikgläubigen. Jedenfalls würde der potentielle Finder ein reicher Mann sein :]

    Ach so, zu meinen Verkäufen. Ich hab das hier in den Unterlagen mit Valuta 19.5. stehen.. jedenfalls war es der besagte Tag. Bevor ich die ersten hunderttausend reingestellt hatte (noch vor Eröffnung) war der bid Kurs noch bei 203p, Als dann alles durch war zwischenzeitlich nur noch bei 154p. Soll ich Tage warten bis alles durch ist? Nene, kurz und schmerzlos. Hätte man natürlich auch besser machen können. Aber so ist das halt mit größeren Positionen. Ich denke 10p im Schnitt hätte ich mehr rausholen können.


    Denkt dran, bei den Minen kann man eigentlich die Prozentangaben gleich weglassen. Nicht 10%, 20%, -5%, -10%.


    2x, 3x, 5x, 10x, 1/2, 1/3, 1/5, 1/10


    Ob man da zu 220, 200 oder 180 verkauft ist dann doch relativ egal.


    Gruß
    S.

    Absoluter Müll hat sich auf den Artikel bezogen, nicht auf die Aktie.


    Nur inzwischen muß man Avocet ganz anders bewerten. bakan ist hochinteressant geworden, Hatu ebenfalls. Ob das in Tadschikistan nochmal was wird? Nach Oxus und Newmont enteignungen in Kirgisien und Usbekistan kein so toller Standort mehr.


    ich sehe es so: Avocet kann Jilau ohne Probleme weiter abbauen mit den anderen Minen Taror und Chore in der Hinterhand. Sobald aber eine von beiden finanziert und entwickelt wird ist Schluß, DANN werden die Tadschiken zuschlagen. Selber kriegen sie's nicht auf die Reihe und Jilau mit 0.8-1.1g/t Gold ist nicht so toll als daß sich eine Enteignung lohnen würde.


    CFO Schwindeleien, Rücktritt des CEO und Hedges tun ihr übriges.


    Man darf nicht vergessen, daß Taror und Chore 2 mio ozs Gold enthalten und daß die mögliche Enteignung sich erst zur Jahresmitte abgezeichnet haben. Damals war alles steuerfrei, einen Neukauf müßte ich min. 1 Jahr halten. Im Prinzip war mir ab Januar klar, daß Minefinders das bessere Investment sein würde - so ist es auch gekommen.


    Ohne Jilau Turnaround hat man nur ca. 1 mio ozs in Reserven, die 360000 ozs hedges kann man ja bei Jilau aufschlagen. Bei 123 mio Aktien und 150p Kurs sind das $350/oz, Minefinders kostet gerade mal die Hälfte.


    Bei höheren Goldpreisen wäre die Avocet klar besser als Minefinders, da dann 1 mio ozs aus Jilau mitzuzurechnen wären. Dummerweise kommen dann die hedges ins Spiel.
    Taror/Chore ist was auf längere Sicht. Nur wären 2 mio ozs bei $3000 Goldpreis $6 Mrd., glaubt ihr wirklich Tadschikistan wird dann nicht enteignen?


    Goldminen sind erstaunlich einfach zu analysieren. Ihr braucht nur Anzahl der Aktien fully diluted, Preis, Reserven, Produktionskosten, Finanzierungskosten, Dilution (Südafrika empowerment z.B., Minderheitenanteile), Goldpreis und schon könnt ihr losrechnen. ich rechne von den Gewinnen immer noch 30% Steuern ab. Wenn dann genug discount herauskommt.. wird gekauft (margin of safety).


    Sagen wir's mal so. Wenn der Goldpreis auf $470 fällt und eine Minefinders auf $5-$6 oder Gammon Lake auf $6, dann wären das sehr sehr gute Investments mit ca. 40% discount. Aktuell hat Minefinders auch schon knapp 40% discount bei $590 Goldpreis.
    Wenn Agincourt aber die Finanzierung hinbekommt und der Goldpreis auf $470 fällt, der Silberpreis auf $7.50 (und dort dauerhaft gehegt wird), dann wäre der Discount 53% ohne daß die Aktie gefallen ist..


    Die Minen können noch so stark fallen, Newmont oder Goldfields (selbst bei $10) bleiben so lala Investments. Agincourt und zu einem geringeren Grad Minefinders und zu einem noch geringeren Grad Gammon Lake werden dann die Performer werden.


    Sagen wir mal ich kaufe Agincourt jetzt. Und Minefinders zu $5 wo sie vielleicht mal hinfallen könnten.Dann wären die MFN bei $3000 Gold $106/Aktie wert, die Agincourt $29.50, macht also das 21-fache und das 26-fache. Ich habe also mehr Performance bei Eliminierung des Timing-Problems. Makroökonomische Vorhersagen sind ja immer etwas schwer zu treffen.. Warren Buffett geht genauso vor, er kauft einfach die besten Aktien, die am niedrigsten bewertet sind.


    Bei Avocet stimmen einfach die Zahlen nicht mehr. Wenn ich das optimistischste Szenario annehme.. mit allen Reserven + Taror/Chore, 25% Anteil von Tadschikistan und $100 mio Kosten für die beiden Minen, komme ich nur auf GBP22.84. Bei $470 Goldpreis wäre Avocet wegen der hohen Produktionskosten und er Finanzierung sogar nur noch 67p pro Aktie wert. Ohne die Projekte in Tadschikistan immerhin 87p, da die Produktionskosten in Malaysia und in Indonesien viel niedriger sind und man die Finanzierung einspart. Wenn man auf solchen Niveaus kauft, wäre das natürlich langfristig in etwa so gut wie Minefinders oder Agincourt - nur mit dem erhöhten Risiko der Enteignung. Über GBP1.00 aber denke ich gar nicht an neue Investitionen in Avocet.


    Gruß
    S.