Beiträge von Saccard

    Nope, genau das Gegenteil. Orlandini ist Dauerbulle.


    Gold bei knapp 680, mehr als ich erwartet hätte. Andererseits sollte man nicht vergessen, daß ausgesuchte Minen mal eben 40% vom Juni-Tief gemacht haben. HUI 27%+, also muß Gold da auch was abliefern.. und die Minen eilen dem Gold ja voraus.


    Interessant vor allem Silber: Nur +22% vom Juni-Tief und damit weniger als Gold.


    Fazit: der "Inflations"/Liquiditäts-Bullenmarkt bei den Edelmetallen ist vorbei.
    Schade die Angriffe auf den Libanon. Nun muß man entscheiden: steigt das Gold nur wegen Libanon/Öl oder wegen einer drohenden Wirtschaftskrise mit Deflationserscheinungen.


    Fahrplan für einen Aktienmarktcrash wäre ja üblicherweise Ende August/Anfang September. Basismetalle und Öl dürften den Aktien nach unten folgen, ebenso wie Silber. Beim Gold bin ich mir da nicht so sicher. Wenn es aber weiter steigt, dann aus anderen Gründen und somit ein neuer Bullenmarkt.


    Erstmal jedenfalls ist Gold massiv überkauft (RSI), der HUI kann eine SKS hinlegen wenn es nicht deutlich über 350 geht und die negative Divergenz Minen/Gold ist auch wieder verdächtig. Also ein guter Verkaufszeitpunkt für Gold, jedenfalls mit Sicht auf 2 Monate.


    Öl legt einen klassischen Evening Doji Star hin, muß aber noch nach unten bestätigt werden, und OIH legt eine SKS hin (ebenfalls noch zu bestätigen).


    Wer's unbedingt probieren will soll abwarten bis der HUI noch etwas weiter steigt und die SKS kaputt macht. Auf die paar Prozent kommt es nach 40% plus verpassten Prozenten auch nicht mehr an.


    Schließlich droht ja laufend Friedensgefahr aus dem Libanon (ja, der Goldmarkt ist schon pervers).


    Ich habe derzeit keine Goldpositionen.


    Gruß
    S.


    P.S.: Nach dem Zeitraum August/September wäre ein anderer Bullenmarkt beim Gold - dann eben mit dem Hintergrund Rezession/Deflation - mit gleichzeitig stark sinkenden Ölpreisen sehr gut für die Minen.

    Daß sich ein Staat per Inflation sanieren läßt ist purer Irrglaube. In den 70ern war das noch möglich. Ja, die Schulden kann man weginflationieren..


    Nur haben wir heute das Problem, daß die Staatsquote viel zu hoch ist. Wenn man jetzt die Schulden per Inflation drittelt, dann haben Staat und Konsumenten jeweils nur noch 1/3 Schulden. Die Gläubiger sind sowieso die Narren (aber nur wenn die Zinsen nicht auch steigen).


    Das Problem ist nur, daß die Löhne zwar steigen werden, aber eben nicht ganz so stark wie die Inflation. Starke Inflation heißt real gerechnet immer Deflation, d.h. vom (nicht-inflationierten) Ausland her gesehen wird alles immer billiger. Die Stellung des Staates wird also noch stärker als bisher.


    Durch die höheren Einkommen steigen die Steuern sogar über proportion. Dann zahlt jeder 42% Spitzensteuer + Reichensteuer. D.h. real gesehen geht es den Leuten nicht nur schlechter, sie zahlen auch real gesehen mehr Steuern.


    Alles bisher kein Problem, der Staat wird eben etwas stärker. Doch im Gegensatz zu früher wo Staatsquoten von 10% üblich waren sind wir bereits bei 60% angekommen. Die Abgabenbelastung eines durchschnittlich verdienenden Menschen beträgt 76% vom Brutto-Bruttolohn (Bruttolohn + alles was der Arbeitsgeber sonst noch so bezahlt). Steuern, Renten-/KK-Beiträge, Mehrwertsteuer usw.
    Gebühren für Führerschein, Personalausweis, Reisepass, Baugenehmigungen usw. sind da noch nicht drin.


    Egal was für tricks und Kniffe angewendet werden, die Staatsquote wird niemals auf über 100% steigen.. Wir haben vor ca. 5 bis 10 Jahren die Schwelle zur Planwirtschaft überschritten und werden weiter in diese Richtung gehen bis es zum großen Knall kommt: Ende der Wirtschaft wie wir sie kennen.


    Die moderne Wirtschaft ist auf Arbeitsteilung aufgebaut. Der Elektriker macht nur Elektroinstallationen, der Bäcker nur seine Brötchen. Beide sind Experten und arbeiten weit besser als wenn jeder alles machen würde. Der wirtschaftliche Mehrwert ist so groß, daß selbst der Staat mit seinen Steuern nicht stört.
    Wenn aber die Steuern so hoch werden, daß es sich nicht mehr lohnt, daß der Bäcker eben selbst seine Elektroinstallationen durchführt (wo es eben geht) oder in Nachbarschaftshilfe, dann bricht das Wirtschaftsgefüge zusammen.
    5-10h arbeiten um von einem anderen Handwerker 1h Arbeit geleistet zu bekommen, da ist es in der Tat einfacher selber Tausendsassa zu spielen und alles selber zu machen.
    Computer, Auto, kleinere Elektroarbeiten - macht sowieso schon längst jeder selber. Selber Brot backen, Hühner halten, Gemüse im Garten anbauen, Dach selber decken, mit Holz heizen, das ist relativ neu und wird wohl erst der Anfang sein. Nachbarschaftshilfe ist auch selbstverständlich auf dem Land (und da unentgeltlich nichtmal Schwarzarbeit).


    In Zukunft werden also die Leute die überhaupt noch etwas können ihr Ding selbst in Netzwerken und Tauschringen durchführen und mit der offiziellen Wirtschaft geht's bergab.. egal ob Inflation, Deflation oder sonstwas.


    Gruß
    S.

    "5,5 Prozent abzüglich 30 Prozent Steuern macht 3,85 Prozent.


    Abzüglich 4,5 Prozent angenommene Geldentwertung macht -0,65 Prozent Nachsteuer-Rendite."


    Das ist doch gut, immerhin kein signifikanter Verlust. Und wir alle wissen, daß 4.5% Inflation langfristiger Durchschnitt sind. Aktuell sind es ja offiziell 2%. Das sind zwar eigentlich gefälschte Zahlen, aber man muß schon zugeben, daß man wenn man will sehr sehr günstig leben kann. Vor kurzem erst z.B. ein Fernseher (51 cm) von Funai bei Rewe für 90 Euro. Das sind 176 DM, Mitte der 90er hat so ein Fernseher locker das doppelte gekostet. Und Beispiele gibt es ohne Ende.


    Die Leute fühlen die Inflation nur, tatsächlich gibt es bei den Konsumentenpreisen in D keien Inflation, seit Jahren zahlt man z.B. immer die gleichen 39 cent für Toast, die gleichen 49 cent für Milch usw.


    Verglichen mit Immobilien machen Anleihen auf jeden fall Sinn, denn dort ist es ja genauso mit der Steuer. Gekauft für 200000 Euro, 9 Jahre gehalten und dann für 297000 verkauft (nach Inflation +-0). 30% Steuer von 97000 Veräußerungsgewinn macht 29000, unterm Strich bringt das eine Rendite von -1,14% pro Jahr. Die Mietrendite ist ca. 4% wovon aber auch Reparaturen (sagen wir mal 2.5%) und Steuern/Abgaben abgezogen werden müssen.


    Wie heißt es doch so schön: In einem Bärenmarkt ist derjenige der Gewinner, der am wenigsten verliert.


    Gruß
    S.

    Ging mir genauso, nur eben viel viel früher verkauft, dafür aber genau an den lows gekauft.


    M.E. werden die lows nicht nur getestet, sondern unterboten.


    Gold ist unterbewertet und hat die Chance auf einen richtigen Bullenmarkt verdient. Leider verstellen die fake-Bullenmärkte beim Euro und bei den Basismetallen unserem geliebten Schatz diese Chance.


    Inzwischen hat Deutschland ein 4.1% Haushaltsdefizit verglichen mit 2.7% in den USA. An den Währungsmärkten will man das nicht zur Kenntnis nehmen.. bis man eines Tages gewaltig überrascht wird. Man stelle sich z.B. nur mal eine Hillary Clinton als Präsidentin mit Haushaltsüberschüssen vor. Aufgrund des Platzens der Immo-Bubble konsumieren die Amerikaner viel weniger und das Handelsbilanzdefizit ist ebenfalls halbiert bei stärkerem US$. Aus dem Irak ist die USA inzwischen abgezogen.. So könnte es in 3 Jahren schon aussehen. Wenn dann noch in Deutschland die große Koalition auseinanderbricht..


    Man sollte auch berücksichtigen, daß in den USA eine Immo-Bubble Konsens ist. Bei uns nicht. Trotzdem ist das durchschnittliche deutsche Haus immer noch teurer als in den USA. Bei uns waren die Preise einfach schon vorher so hoch (seit Anfang der 90er). Und Spanien wurde in den letzten Jahren von einer schlimmeren Immo-Baublase heimgesucht als in Ostdeutschland. Auch in Italien ist nicht alles rosig. Während ich mich auf einer schwedischen Immo-Seite umgesehen habe sind mir Angebote aus Italien aufgefallen. Es ist einigermaßen günstig, aber so leben wollte ich nicht dachte ich noch als ich gesehen habe daß die Preise nicht in SKR (1:9 Wechselkurs) sondern in Euro ausgezeichnet waren. Für irgendwelche schrottigen baufälligen Ruinen aus Natursteinen hohe 5-stellige bis teilweise sechsstellige Beträge.


    Richard Russell wird auch dieses mal recht behalten. Nie vergessen, 6 Monate bis ein Jahr wegbleiben hat er gemeint. Weder long gehen noch shorten. Bis dahin dürften sich die Wechselkurse der Währungen, Aktienmärkte und Basismetallpreise normalisiert haben und Gold kann den Bullenmarkt von einer niedrigeren Basis aus fortsetzen.


    Es kommt was großes und ich stelle mich den Märkten jedenfalls nicht in den Weg.


    Gruß
    S.

    So wenig ist das doch gar nicht.. für 10-jährige KfW Anleihen 5.5% Rendite.


    Der Witz ist ja, daß die Goldbullen mit ihrem Goldstandard der doch ach so toll ist sich ins eigene Fleisch schneiden.


    Natürlich ist der Goldstandard das beste monetäre System überhaupt. Nur eben geht dann auch kein Sozialstaat. Also reine Utopie heutzutage.


    Das wirklich Paradoxe aber ist: Was würde passieren, wenn wirklich ein Goldstandard eingeführt würde? Sagen wir mal $2500/oz und feste Koppelung.


    1. Spekulation und Geldmengenwachstum gehen weiter wie bisher, nur etwas gezügelter. Geldmengenausweitung = Kreditexpansion, auch unter dem Goldstandard gab es die typischen boom-bust Zyklen


    2. Gold würde ca. 300% zulegen, die Minen aber würden ihre Optionsprämie verlieren, sie sind derzeit (=die letzten 20 Jahre) um den Faktor 2 bis 3 zu teuer wenn man sie rein fundamental analysiert. Ergo ca. 50 - 100% Gewinn, mehr nicht.


    3. 30-jährige Staatsanleihen wären an Gold gekoppelt und würden die Inflationsgefahr einbüßen. Die Renditen würden von derzeit 5.3% auf 0.5 bis 1% sinken, eben der übliche Zins unter einem Goldstandard, mit der Leihrate von Gold vergleichbar, die ja zur Zeit sogar noch viel tiefer liegt.
    1.048^30 = 4.08 = +308%


    Fazit: Bei Wiedereinführung eines Goldstandards würden langfristige Anleihen mehr zulegen als Gold selbst. Minen wären dann eine der schlechtesten Anlagemöglichkeiten.
    Natürlich ist auch das alles Traumtänzerei, da wohl viele Schuldner dann pleite gehen würden.


    Im großen und ganzen ist unser Geldsystem also gar nicht schlecht.
    - die Sozialsysteme sind nominell "sicher"
    - Gelddruckerei findet nicht statt, schließlich Geld = Schulden und ohne Schuldner kein Geld
    - "moderate" Inflation von ca. 4.5% pro Jahr bedeutet, daß wir quasi schon ein Freigeldsystem haben! Geld ist nicht hortbar und wer es nicht an Firmen/Investoren verleiht, verliert pro Jahr 4.5%. Der reale Zins ist dabei sogar unter 1%, also nichts mit Zinswucher
    - Jedem steht es frei, sein Vermögen mit Gold zu sichern oder gar zu vermehren (unter Goldstandard nicht möglich)


    Gruß
    S.

    Nicht immer alles glauben was Öko-Spinner behaupten.. nach deren Meinung dürfte ja sowieso gar kein Zyanid verwendet werden und gar kein Gold abgebaut werden.


    Barrick ist gar keine so schlechte Firma, relativ gutes Management. Nur die Hedges stören etwas.


    Man sollte nicht vergessen, daß uns Barrick die US$730 Goldpreis durch Rückkauf einiger Hedges beschert hat!


    Gruß
    S.

    Das Kursziel der von mir erwähnten möglichen SKS Formation ist jetzt erreicht, deswegen Vorsicht walten lassen. Kursziel wäre auf jeden Fall deutlich unter 200 im HUI falls es jetzt runter geht (was ich erwarte, da Gold/Minen sich leider sehr synchron mit den Aktienmärkten verhalten).


    Bestätigt wird das ganze erst bei unterbieten von 280 im HUI, als Prognostikator also einigermaßen kokolores.


    Es besteht aber auch die Chance, daß eine inverse kleinere SKS im Bereich von 310 gebildet wird. Deswegen ist das 310er Level ein gutes (Nach-)kauf Niveau. Wenn's hält geht's mit hoher Wahrscheinlichkeit nach oben, bis 280 sind es nur 10% abwärts bevor man Verluste begrenzen sollte.


    Auch bei den Währungen tut sich was. Euro/US$ das alte Spiel, immer noch keine wirkliche Entscheidung (auch wenn die commercials inzwischen mega-short im Euro sind).


    Allerdings sind Euro/Yen Kurse von 147 inzwischen wirklich etwas abgekoppelt von der Realität. Wenn das so weitergeht fragt man sich ob und wie Europa jemals wieder Handelsbilanzüberschüsse generieren will? Genügend Defizit hat Europa jetzt schon und Japan ist nach wie vor Exportwirtschaftsraum Nr. 1 der Welt. Da ein Großteil der Produktion ja bereits im Ausland stattfindet (Toyota in Frankreich, Türkei, USA z.B.) steht Japan de facto sogar noch stärker da. Rechnet man US-Auslandsschulden (3 Billionen) mit den japanischen Auslandsvermögen (4 billionen) gegen, so ist die USA samt Protektorat nach wie vor Nettogläubiger der Welt. Ob man dort wirklich an einem schwachen Dollar interessiert ist?


    Vor Anlagen in Euro kann ich daher nur warnen, da wir als Ansäßige im Euro-Raum automatisch Euro-long sind, würde ich nur in US$ oder Yen-Anlagen investieren (emerging markets sind ja auch nicht so das wahre). Dax und co. also meiden, dann lieber Gold.


    Wenn man sich die Preisgestaltung diverser Produkte ansieht, fällt einem auf, daß noch immer mit einem US$/Euro Umtauschverhältnis von unter 1.00 gerechnet wird. Z.B. BMW Z4 implizierter Eurokurs 1.00. Harley Davidson Sportster implizierter Kurs 0.87, zu japanischen Produktpreisen schreibe ich hier nichts außer daß man in Japan Kfz billiger neu kaufen kann als in Deutschland das gleiche Modell als 2-4 Jahre altes Gebrauchtfahrzeug kostet.


    Oder ist es wirklich so und die Deutschen lassen sich einfach nur am besten abzocken?


    Gruß
    S.

    Übrigens waren meine beiden Werte, Gold Fields und Gammon, nicht schlecht.


    Gold Fields konnte man in Frankfurt umgerechnet zu $16.09 kaufen (ich hab's z.B. gemacht). Heute $22.35, 13 Tage später. Das sind 38.9% in 13 Tagen wenn man jetzt verkaufen würde (ich habe schon früher verkauft).


    Gruß
    S.

    Heute wieder ALLES abgeladen. Es verbleiben nur Glücksspielaktien (Spielautomaten, Pachinko und Pachislot Geräte), Tabakwerte und Anleihen.


    Daneben habe ich noch einen kleinen Bestand VZ/MSFT/MRK/PFE/BRK-B als Versuchslabor.. in der Hoffnung, daß diese Werte kräftig abgeben werden und gute Kaufchancen bieten werden (-30 bis -50%).


    Wieder mal enttäuschend die Offenbarung der wahren Natur des derzeitigen Goldbooms, nämlich einfach im Tandem mit Euro-Bubble, US-Aktien, EMs, Silber, Öl, Basismetalle.


    Wir wissen doch alle, daß zumindest die EMs (KGV 70-80 in Indien.. diesmal ist es anders) und Aktien generell in der Blase stecken. Eine Blase, die früher oder später platzen wird. Und dann gehen auch Gold und Silber mit runter genauso wie sie jetzt mit hochgehen.


    Man könnte jetzt sagen: Gold ist trotz des Aktienbullenmarktes gestiegen. Nein, leider nicht. Gold könnte zwar so brilliant die Zuklunft voraussehen, daß schon eine Rezession und deflationäre Tendenzen gewittert werden, dann aber dürfte Silber nicht so gut laufen. Fazit: 08/15 Hausse bei den Metallen mit hoher Korrelation zu den anderen Märkten/Blasen.


    Öl übrigens schon 6 Tage in Folge im Plus, negative Divergenzen bei zahlreichen Indikatoren und keine neuen Hochs. M.E. ein böses Omen.


    Daß mich keiner falsch versteht, kurzfristig sehe ich niedrigere Goldpreise.. aber mittelfristig? Japan ist uns weit voraus. Was will man dort jetzt machen? Früher oder später muß es dort zur Hyperinflation kommen, unter 0 senken kann man die Zinsen dieses Mal nicht.


    Erschreckend: nach 17 Jahren und ca. 60% Kursverlust sind die Aktien dort keineswegs billig, im Gegensatz zur geläufigen Meinung. Stattdessen viele viele Zombiewerte. JVC.. Alps.. usw. Man hat einfach von der Substanz gelebt, nichts anderes. Und Buchwerte sind wowieso lachhaft. Goodwill, intangible assets, manipulierte/falsche Bewertungen..


    In den USA ist das ähnlich. Alleine schon Abschreibung von Immobilien. Meist 30 Jahre linear. Sagen wir mal wir benötigen diese Immobilie zur Produktion. Nach 30 Jahren ist sie Schrott. Dummerweise wird nur der Anschaffungswert abgeschrieben, durch die Inflation kostet nun aber diese Immobilie neu erworben das 3.7-fache. Streng genommen hätte man 30 Jahre lang 1/8 des Anschaffungpreises abschreiben müssen und entsprechende Rücklagen für einen Neuerwerb bilden müssen. Diese höheren Abschreibungen haben aber viel niedrigere Gewinne zur Folge! Fazit: die Gewinne der Unternehmen sind künstlich hoch bei gleichzeitigem Verfall der Produktionsanlagen. Bei vielen Firmen wird es früher oder später einen kräftigen Knall geben. Irgendwann bricht die marode Infrastruktur nämlich einfach zusammen.


    Gruß
    S.


    P.S.:
    Warum kostet die Deutsche Telekom eigentlich 114 Mrd. wenn man für 75 Mrd. NTT oder für 134 Mrd. Verizon bekommen kann. Japan hat immerhin 126 mio Einwohner und die USA nun bald schon fast 300. Deutsche Aktien sind immer noch besonders teuer wenn man mal den Verschuldungsgrad berücksichtigt.. Genauso wie das Ammenmärchen, daß GM nur 15 Mrd. market cap hätte. Ja, ohne Anleihen. Mit den Anleihen sind es 273 Mrd. Bei 200 Mrd. Umsatz..
    Ein Blick nach Japan zeigt uns, daß es dort genügend große Zombie-Firmen mit market cap / Umsatz Verhältnissen von 0.5 bis 0.2 gibt. Wenn nun GM nur 100 Mrd. wert sein sollte.. sind allein schon die Anleihen zuviel. Deutsche Telekom, genau das gleiche. In's Verhältnis gesetzt sind selbst mit bestem Willen nur 50 Mrd. US$ drin.. was einen Aktienwert von 0 ergibt, da ja schon entsprechend hohe Anleiheschulden ausstehen.

    Wer's glaubt wird selig.


    Mal wieder absoluter Unsinn den Swanepoel da verzapft. Hin- und herverschieben von assets bringt keinen wirtschaftlichen Nutzen.


    Gold Fields sollte sich mit Barrick zusammensetzen.


    Barrick kauft dann Western Areas 50% Anteil an South Deep und verkauft 100% von South Deep weiter an Gold Fields. Gold Fields kann ja schon mal einen Teil mit Western Areas Aktien bezahlen.


    Meinetwegen soll Harmony dann ihre "guten" Minen in Western Areas reinstecken, wird dann eben nur 1 mio ozs Produzent.


    Das wäre sinnvoll. Von Kloof aus wird dann abgebaut. Sind ja nur 30 Jahre die man spart um an die Erze zu kommen.


    Gold Fields wäre dann vor einer Anglo Übernahme einigermaßen sicher, hätte 4 mio ozs Produktion in SA + 1.5 mio ozs im Rest der Welt.


    Barrick wäre South Deep los, glaubt jemand ernsthaft South Deep wäre in der Hand von Barrick jemals soviel wert wie bei Gold Fields? Bei Barrick befürchtet jeder das SA politische Risiko, Gold Fields ist ohnehin SA producer. Eventuell wäre sogar ein swap möglich, South Deep gegen internationale Minen.. Cerro Corona bietet sich z.B. an oder auch Arctic Platinum, Tarkwa wird Gold Fields wohl auf jeden fall behalten wollen.


    Gruß
    S.

    Ich habe kräftig ausgemistet, wenn Werte wie Gammon in 1 1/2 Tagen 20% machen, wie soll man da vernünftige Positionen aufbauen können? Also wieder raus damit.


    Auch bei den "Value"-Werten habe ich aufgeräumt.. da hat z.B. eine DLX ein KGV von 7.5, aber leider falsch gerechnet.


    Man muß die Zinszahlungen der Firmen mit der typischen Steuerquote (sagen wir mal 37%) versteuern und zu den Nettogewinnen hinzuzählen. Das wäre der Gewinn ohne Schulden. Die Schulden werden jetzt zum market cap gerechnet. Und schwupps sind die KGVs viel höher..


    Daimler z.B. KGV 22!! Für einen Zykliker am top. Da fällt einem nichts mehr zu ein.


    Insbesondere für deutsche Firmen bin ich bärisch eingestellt. In den USA zahlen die Unternehmen wenigstens Steuern, 30%, 40% effektive Steuerquote kommen dort vor. In Deutschland gibt es dagegen nicht wenige Gesellschaften, die 10% Steuern bezahlen (Henkel z.B. vor einiger Zeit).


    Ab jetzt nur noch value investing und scheiß was auf den Goldpreis. Mag ja sein, daß es noch ein paar unterbewertete Minen gibt.. man möge den Blick auf Australien richten.


    Gruß
    S.

    "Gerade bei Doory, die hätten bei diesen Goldpreisen schon längst viel stärker steigen müssen!"


    Warum eigentlich? Hätten sie nicht bei diesen Verlusten schon viel weiter fallen müssen? Ist der Goldpreis wirklich wichtig? Wenn eine Firma wenig Gewinn macht.. ist sie wenig wert.


    Streng genommen dürfte man sowas wie DRDGold nur als zyklisches Rohstoffunternehmen sehen, KGVs von 6-10 am market top wären dann angebracht.


    Seht euch doch mal OLN an, Olin Corporation und vor allem als Hersteller von Winchester-Munition und Lizenzgeber der gleichnamigen Waffen (kommen aus Japan, Belgien und Portugal) ein Begriff: Extrem zyklisch, Haupteinkommen Kupferprodukte und Chlor-Alkali Industrie, Div.-Rednite 4.7%, KGV irgendwo bei 10. Sowas ist ein schlechter Kauf!


    DRDGold hätte schon vor Jahren die Tore schließen müssen. Wer dem Goldmarkt durch unrentable Überproduktion schadet, gehört dafür bestraft.


    Gruß
    S.

    Wahrscheinlich wird irgendwann im hintersten Stollen der NW-Operations Kebbles private Gemäldesammlung und seine sonstigen Schätze (es fehlt ja so einiges..) entdeckt. Spätestens dann wird sich MWW in den Hintern beißen.. wenn er es noch kann, schließlich hat er ja anscheinend an seinem Gebiß ganz schön gespart (nichtmal das wirft Drooy ab).


    Gruß
    S.

    Ich bin kein Elliott-Experte..


    Trotzdem sehe ich das nicht so. Es ist ja noch nichtmal klar ob es jetzt eine ABC (nicht deine, sondern kurzfristig vollendet) ist sondern ein fünfteiliger Impuls (relativ schnell nochmal -15-20% in 2-4 Wochen).


    Ich sehe mir daher den HUI-Chart an..
    Wichtige tops (so auch "realtime" von mir gefühlt) 2002, 2003 und 2006. Das 2004er top war ja unter den alten Hochs für die meistens Minen.


    Das 2002er top hat 1 Jahr, das 2003er top 2 Jahre gedauert bis es überboten wurde. Also sehr wohl wichtige tops, die man nicht einfach in untergeordnete Wellen wegschieben darf.


    Das low in 2005 war tiefer als 2004. Also ging die aktuelle Welle von April 2005 (pi mal Daumen) bis Mai 2006, 13 Monate.


    Das top 2003 erfolgte Nov./Dezember. Angefangen hat es zwar erst richtig mit dem Irak Krieg, aber es waren immer höhere Hochs als Mitte und Ende 2002. Nach dem Juni/Julitief 2002 war auch die Panik weg (jedenfalls gab's da bei mir keinen Ouzo mehr zum Frühstück), also würde ich Welle 3 von Juni 2002 bis November/Dezember 2003 rechnen, 17 Monate.


    Allerdings Dezember 2000 bis Mai 2002 auch ca. 17 Monate. Welle 3 soll ja die längste sein..


    Wenn 2006 das Ende von Welle 3 gewesen wäre und selbst wenn man von April 2004 an den Beginn rechnen würde, so wären das 23 Monate. Welle 1 aber wäre dann von Dezember 2000 bis November 2003 gelaufen. 35 Monate. Welle 3 ist aber länger als Welle 1.


    Nun könnte man auch sagen: Es war Welle 3 und sie ist noch gar nicht vorbei? Nein, denn der Einbruch ist zu stark, Welle 3 ist ja gerade durch Stärke, geringe Volatilität und lange Dauer geprägt. Z.B. Dax 1997, das ist das typische Welle 3 Verhalten.


    Vielleicht könnte man aber auch 2000 bis 2006 als ABC Korrektur eines Downtrends zählen? Nach Prechter vielleicht.. glaube ich aber nicht, da wir zum ersten Mal seit 1980 neue Hochs gesehen haben.


    Fazit: Elliot Wellen hin und her, das ganze muß sich so ungefähr mit der Psychologie der Märkte decken. Und bei den Rohstoffen waren das mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr sehr wichtige tops, die Jahre halten werden.


    Gruß
    S.

    "If the low of Wave TWO is in the region of $545, possible targets for the peak of the strong Wave THREE to follow could be of the order of $1,542 or possibly even as high as $2,496.00."


    Also nochmal nachdenken.. Welle 1 dauert von 2001 bis 2006, 5 Jahre. Welle 2 dauert dann 1.5 Monate. Welle 3 dann zuende in 2-3 Jahren?


    M.E. totaler Unsinn. Die Preisziele sind so ungefähr vernünftig. Welle 2 bis 450 oder gar im Extremfall 370 (selbst dann wäre der Goldbulle noch nicht kaputt), Zeitdauer je nach Tief 1 bis 2 Jahre.


    Welle 3 ist die längste Welle, wird also mindestens 5 Jahre dauern. Ich denke 7 bis 8 Jahre sind realistisch. Das besondere an Welle 3 ist, daß wir weit weniger und kleinere Korrekturen sehen werden als in Welle 1 (wobei wir uns jetzt nicht in einer Korrektur sondern in einem Mini-Bärenmarkt = Welle 2 befinden).


    Kursziel dann ca. $2000 in ca. 8 Jahren, macht also ca. 17% pro Jahr.


    Gruß
    S.

    So ein Quatsch..


    Mir ist genau das Gegenteil passiert. Ich habe Münzen immer in Papier eingewickelt, kommen keine Kratzer dran.


    Beim Verkauf einiger Münzen meinte der erfahrene Herr: ungewöhnliche Aufbewahrungmethode. Ausgepackt und - klimper klimper - einfach auf einen Stapel geschmissen.


    Gewisse Banken "prüfen" ja auch die Münzen. Dieser Herr einer kleinen Klitsche (Geldwechsler) machte das mal eben schnell im Hinterzimmer (Maße + Gewicht müssen stimmen). Ankaufkurse dazu noch besser als bei der "anderen Bank".


    Fakt ist: Goldmünzen (zum. Krügerr.) sind Millionenstücke, Kratzer sind scheißegal. Wiegt mal nach, die haben meist so 0.5% MEHR Gewicht. Logisch, es muß ja garantiert werden, daß auch abgegriffene Stücke noch min. 1 oz Gewicht haben.


    All der ganze Quatsch kommt nur zustande weil keiner mehr Ahnung von Gold hat!!


    Gruß
    S.

    Jeff Kern meldet sich auch mal wieder zu Wort:


    The gold stocks meandered sideways that next week and I sold everything. I had missed calling the top but was selling the first rebound at USERX 15.36, 15.40, and 15.24 that week after writing the article. The bearish run (or the "death run" as I call it) had occurred but prices had risen nicely in the 2 days prior to that Special Report and I sold for safety. In fact, when prices fell through the short-term 16-20 day SKI index on 6/06/06 (did the 6-6-6 date cause it? smile), breaking through to the downside, I initiated short positions in gold futures.


    I strongly believe that a massive and lengthy Wave 3 rise lies in front of us, but it's all a question of timing. Wave 3 might commence in about 2 weeks or in 2 years depending upon when the death run is negated.


    Hoffen wir mal, daß Phase 2 / wave 3 nicht zu lange auf sich warten lassen wird.


    Gruß
    S.

    Macht mich sehr nachdenklich, vielleicht ist der Goldbulle ja doch vorerst vorbei?


    Ende 1974 war der Goldpreis bei $200. Ende 1978 war er ebenfalls bei $200. 4 Jahre (Mitte 1978 wurden $200 auch erreicht, nach 3 1/2 Jahren).


    Der langfristige Goldbullenmarkt geht weiter. Nur was mittelfristig passiert weiß kein Mensch und daß die Spekulatoren trotz fallender Kurse mehr Gold kaufen (also bullisher werden) macht in punkto Contrarian Analyse sehr sehr nachdenklich!


    Auf jeden Fall steht damit fest, daß dies keine gewöhnliche Korrektur wie eine der zahlreichen von 2001 bis heute ist.


    Dan Norcini:
    "Imagine my surprise then to learn from today?s release of the COT report that the commercial category went even one step further than I had come to expect from them. Their normal pattern has been to sell with steady determination but only into rising prices as they attempt to cap the price rise and resist the upward progress of the metal. Once the fund buying has abated or stalled, they then launch a counterattack of heavy offers which overpower the bidders in the market. This has the intended effect of causing a quick retreat by the locals who front run their offers and proceed to knock the market down into the sell-stops below which are then automatically touched off turning speculators into sellers. The process then feeds on itself producing an avalanche of selling which trips all the short term technical oscillators and has the black boxes lighting up the computerized platforms with even more speculator sell orders which soon turns into a veritable blood letting.


    The cartel of commercials then use this forced speculator selling to buy back or cover the short positions they had built up over the course of the price rise congratulating themselves for having fleeced the momentum based trading funds who chased the market higher. We have seen this pattern repeat itself going all the way back to 2001.


    What is quite extraordinary about today?s report was that it detailed something which I have not seen during the course of this entire bull market since 2001, namely, increasing short sales by the commercial category in the midst of a falling market ? not just a falling market, but a precipitously falling market at that. This is a startling new development.


    What is even more remarkable is that the big trading funds, instead of dumping their longs into the lap of the waiting commercial cartel, actually appear to have been buying on the way down! This also is a FIRST! In other words, we have seen in one week a COMPLETE REVERSAL of the norm of the last 5 years in the gold market. As a matter of fact what I had been expecting to see was a REDUCTION in the net short position of the commercial category and a reduction in the net long position of the trading funds. I assumed that the gold cartel would dupe the trading funds into establishing a huge number of new short positions even as that same category sharply cut the number of long positions. I also assumed that the same thing would happen among the small spec category.


    What actually happened was the exact opposite except for the small specs who ditched more shorts than they did longs! The big trading funds INCREASED their net long position as the market fell ? something they have not done throughout the history of this past bull market. Instead of piling on a ton of new shorts, the trading funds added only a bit more than 700 new shorts and almost 4,000 new longs into the price weakness. Could it be that this category is finally wising up and actually learning to beat the cartel at its own game? We will have to see but the fact that this has occurred at all is nothing short of astonishing."


    Auch interessant:
    http://www.321gold.com/editorials/maund/maund061906.html


    Sieht für mich eher bärisch aus als bullisch. Auch Maunds Aussage, daß Gold keinesfalls so überkauft gewesen wäre wie 1980.


    Bravo. Das hat auch niemand erwartet. Denn wäre es so gewesen, dann hätte man sich ja gleich auf die nächsten 20 Jahre Bärenmarkt einstellen können. Das bleibt uns somit erspart. Ob der Bullenmarkt sofort weiter geht, ob es 6-12 Monate dauert oder ob es sogar 3 Jahre Durststrecke geben könnte, darüber kann man mit solchen Vergleichen keine Aussage treffen.


    Gruß
    S.