Java - ist das nicht dieser komische Schrott, der imemr so langsam läuft?? Die Java-Wunderdoktoren können reden soviel sie wollen, wenn es auf Geschwindigkeit ankommt gibt es nur C. Nichtmal unbedingt C++, jeder Funktionsaufruf kostet Geld. Faktor 5 bis 10 schneller als Java. Für einige Sachen ist Java ja ganz brauchbar, mir gefällt der Hype darum aber nicht. Unter C kann ich schnell mal einen Assembler-Teil einbinden. Trotz aller Unkenrufe, ich denke wenn es wirklich daran geht, daß PCs nicht mehr schneller werden, werden ALLE Tricks genutzt werden, um Geschwindigkeit hinzubekommen. Intel plant ja schon 4v cores auf einem Chip. Das heißt aber auch, daß mehr Strom gezogen wird. Ich denke neben den Hardware-Dingen (PowerPC Architektur statt x86, übrigens selbst Zilogs Z80 hat mehr Register als ein heutiger Intel, AMD64 ist ja auch ganz nett mit den zusätzlichen Registern und alle 64bit, was man damit alles machen kann bei Bildverarbeitung z.B.) wird vor allem die Software besser werden müssen.
-bessere Algorithmen
-eher C++ statt Java (schonmal Faktor 5 gewonnen)
-eher C statt C++ auf low level Ebene (vielleicht Faktor 1,5-2)
-die wirklich wichtigen Routinen in Assembler, Faktor 3-4 gegenüber C
Das tolle daran ist, daß man immer noch objektorientiert arbeitet auf höherem level, auf niedrem Level braucht man das eh nicht und Assembler wird programmiert zusammen mit gleichwertigem C-Code, dann kann man immer noch mal schnell auf andere Architekturen portieren.
Insgesamt Faktor 20 gegenüber Java.
Jetzt zu den Aktien.
1. Aktien vs. Anleihen
Im Prinzip ist eine Aktie nichts anderes als eine Anleihe. jedes Jahr wird ein Gewinn erzielt. Das ist sozusagen die Rendite. Im Gegensatz zu Anleihen ist der gewinn nicht konstant sondern kann in der regel gesteigert werden, d.h. man ist viel weniger von Inflation bedroht. Allerdings wird am Ende der "Laufzeit" bei Anleihen das Kapital wieder ausgezahlt. Die meisten Firmen gehen einfach pleite, bzw. der Wert besteht ja gerade in dem Geschäftsmodell. Beispiel UST. In 20 oder 30 Jahren wird der rauchfreie Tabakmarkt wohl nicht mehr so groß sein. Buchwerte hat UST nicht. Ein KGV von 20 enspricht bei Aktien also ca. einem Zinssatz von 5% bei Anleihen.
2. Value vs. Growth
Wird immer als Gegensatz gesehen, tatsächlich besteht aber kein Zusammenhang. Value heißt für mich, daß ein Wert an der Börse billiger ist als der abdiskontierte zukünftige cash-flow des Unternehmens. Growth heißt, daß ein Unternehmen den Gewinn immer weiter steigern kann. Ein Wert mit KGV 30 kann sehr wohl ein Value-Wert sein.
Beispiel Berkshire-Hathaway. Früher war das ein Textilwert, der weit unter Buchwert notierte. Ein typischer Value-Wert. Das Problem war, daß die laufenden Geschäfte nur Verluste generiert haben. Hätte man nun diesen Wert gekauft, so hätte man weit unter Wert gekauft - in der theorie. Tatsächlich aber kam man ja nicht an das geld heran und die Firma hätte langsam die Substanz aufgezehrt. Langfristig wäre irgendein growth-Wert mit Kurs/Buchwert Verhältnis 5 und unter abdiskontiertem cash flow notierend weit besser gewesen. Natürlich hat Warren Buffett Berkshire gekauft und daraus einen Erfolg gemacht. Er hat sein Kapital schnell vermehrt durch Kauf unter Wert und es dann nicht mehr in den Textilbereich gesteckt. Wer nicht die komplette Firma kauft, kann das nicht!
3. Dividenden
Eine Firma kann Gewinne thesaurieren, per Dividende oder per Aktienrückkauf auszahlen. Dividenden sind dabei steuerlich betrachtet am schlechtesten. Werden Gewinne thesauriert gibt es aber einen Sondereffekt: Zinseszinseffekt. Macht eine Gesellschaft 10% Gewinn auf's Eigenkapital, so kann es diesen Gewinn reinvestieren. D.h. im nächsten Jahr macht die Firma 10% mehr Gewinn ohne daß das Management etwas besonderes geleistet hätte! Viele "Wachstumswerte2 sind also gar keine.
4. Stock-options
geben dem Management nur einen Anreiz: hoher Aktienkurs. Jeder einzelne cent ausgezahlter Dividende ist Gift für diese Manager, da verloren für Kurssteigerungen. Lieber werden Aktien zurückgekauft oder der Gewinn reinvestiert. Mit fatalen Folgen wie unrentable Diversifizierung in Geschäftsbereiche, wo das Management keine Kompetenz hat.
5. Wettbewerbsvorteile (moat)
Jede Firma, noch so profitabel, wird irgendwann Konkurrenz bekommen und die Gewinne sinken. Bestimmte Wettbewerbsvorteile können das verhindern.
-niedrige Kosten durch economics of scale: Intel kann auf lange Sicht immer AMDs Preise unterbieten, da die Entwicklungskosten auf mehr Chips umgelegt werden können
-Netzwerkeffekt: Microsoft, die meisten Programme (Spiele z.B.) laufen nur unter Windows. Weil jeder Windows einsetzt, muß man zu Windows kompatibel sein.
-Markenname: Coca-Cola, Pepsi, Harley-Davidson, Bud usw., Preissteigerungen lassen sich eher durchsetzen
6. Vorhersagbarkeit
Coca-Cola wird auch in 20 Jahren noch Marktführer sein. In der Technologiebranche kann man dagegen Vorhersagen kaum treffen. Ich bezweifele, daß Firmen wie Dell, Intel, AMD oder Nvidia in 20 Jahren überhaupt noch eine große Rolle spielen werden.
Zur Bewertung eines Unternehmens gehört also viel mehr als KGVs und Umsatzrendite. Besonders Phil Fishers "Common Stocks and Uncommon Profits" kann ich empfehlen (darauf bin ich oben gar nicht eingegangen). Die Artikel von Warren Buffett sind auch nicht schlecht, alles common sense. Die annual letters to Berkshire stockholders kann man sich mal herunterladen, da steht auch eine Menge drin.
Gruß
S.