Beiträge von Saccard

    Kaufrausch


    zur Zeit lohnt sich auch ein Ofen sehr, wenn man das Holz selber macht.


    Solar ist nur was für die "Grünen", die "konservativ" angehauchten können wohl etwas besser rechnen und kaufen mehr Dinge wie Pelletsheizung oder Holzheizung (kostet ca. 20000 Euro). Das ist aber der gleiche Unsinn, wer weiß schon wo der Ölpreis 2007 steht? Langfristig geht uns das Öl aus, aber das heißt nicht daß $35/barrel nicht mehr möglich wären. Uns da sieht es mit der Rentabilität schon anders aus. Pellets ist noch schlimmer, weil man dann kein normales Holz verfeuern kann sondern auf die Pellets angewiesen ist, deren Preis eine merkwürdige Korrelation mit dem Ölpreis vermuten läßt.


    Dann lieber ein ganz normaler Ofen im Wohnzimmer mit selbst gemachtem Holz beheizt.


    Gruß
    S.


    ---
    Das hatte ich in einem anderen Thread geschrieben:
    " da muss der Preis noch um den Faktor 10 fallen und der Wirkungsgrad mindestens um den Faktor 3 steigen."


    Was für ein KGV hat denn so eine Solaranlage?


    Im Fernsehen lief vor ein paar Tagen etwas über eine Familie, die das komplette Dach mit Solarzellen bestückt hat (genau das Dach bestand aus Solarzellen). Kosten 110000 Euro, wegen Eigenregie beim Bau und ein paar Kniffen nur 60000.
    Liefert 10000 bis 12000 kWh pro Jahr.


    Strompreise in der Herstellung sind für Erzeuger ca. 2 cent im Kohlekraftwerk. Ein guter Marktpreis für Verbraucher ist 10 cent (Yellostrom), dort liegt auch ca. die Einspeisevergütung für Windstrom.


    Nun haben wir 3 Investorgruppen, die in Solaranlagen investieren.


    1. Gruppe: kommerzielle Erzeuger
    Diese dürften wohl auch für 60000 so eine Anlage auf die Beine stellen können. Zugrundeliegender Strompreis 2 cent.
    60000 / (12000 * 0,02) = KGV 250


    2. Gruppe: Verbraucher als Substitution für selbst verbrauchten Strom
    Kosten liegen bei 110000 "fertig montiert" sozusagen (Tante Erna kann sowas leider nicht selbst), Kosten des eingesparten Stroms 10 cent (meistens eher etwas teurer, dafür braucht man aber auch Nachts Strom aus dem öffentl. Netz usw.)
    110000 / (12000*0,10) = KGV 92


    3. Gruppe: Deutsche bezuschußte Verbraucher
    Das gleiche wie bei 2., nur wird weiterhin der Strom aus dem öffentl. Netz verbraucht, der Solarstrom wird für 54 cent eingespeist.
    110000 / (12000*0,54) = KGV 17


    Bei allen Rechnungen übrigens nicht die Berücksichtigung von Reparaturen, Wartungsarbeiten. Und so eine Anlage hält ja auch nicht ewig, KGV 250 wenn sie nur 10 bis 20 Jahre hält??


    Fakten:
    - Solaranlagen müssen um 95% billiger werden, um rentabel zu arbeiten (KGV 12.5)
    - lohnt sich im Moment nur aufgrund der Einspeisevergütung halbwegs
    - selbst die Besitzer von Solaranlagen verbrauchen keinen Solarstrom, da es günstiger ist den Solarstrom für 54 cent einzuspeisen und dann selbst Netzstrom für 10 cent zu verbrauchen


    Fazit
    Größerer Humbug als der neue Markt!! Bringt nichts außer einer Art Sondersteuer auf den Netzstrom. Die Leute mit den Anlagen werden solange gut über die Runden kommen bis die Hyperinflation einsetzt.
    Die Einspeisevergütung bleibt so, ist festgeschrieben. Wird über Inflation entwertet, was aber kein Problem ist, da ja auch der Kredit entwertet wird. Nur leider steigen in Inflationszeiten die Zinsen, und die können dann nicht mehr bedient werden.


    Übrigens gibt es ja im Umweltbereich für Privatleute ganz andere Investitionsmöglichkeiten, teilweise mit KGV von 1 bis 2 wenn man sich z.B. Euro2 Umrüstsätze oder Diesel-Katalysatoren ansieht.


    Gruß
    S.

    " da muss der Preis noch um den Faktor 10 fallen und der Wirkungsgrad mindestens um den Faktor 3 steigen."


    Was für ein KGV hat denn so eine Solaranlage?


    Im Fernsehen lief vor ein paar Tagen etwas über eine Familie, die das komplette Dach mit Solarzellen bestückt hat (genau das Dach bestand aus Solarzellen). Kosten 110000 Euro, wegen Eigenregie beim Bau und ein paar Kniffen nur 60000.
    Liefert 10000 bis 12000 kWh pro Jahr.


    Strompreise in der Herstellung sind für Erzeuger ca. 2 cent im Kohlekraftwerk. Ein guter Marktpreis für Verbraucher ist 10 cent (Yellostrom), dort liegt auch ca. die Einspeisevergütung für Windstrom.


    Nun haben wir 3 Investorgruppen, die in Solaranlagen investieren.


    1. Gruppe: kommerzielle Erzeuger
    Diese dürften wohl auch für 60000 so eine Anlage auf die Beine stellen können. Zugrundeliegender Strompreis 2 cent.
    60000 / (12000 * 0,02) = KGV 250


    2. Gruppe: Verbraucher als Substitution für selbst verbrauchten Strom
    Kosten liegen bei 110000 "fertig montiert" sozusagen (Tante Erna kann sowas leider nicht selbst), Kosten des eingesparten Stroms 10 cent (meistens eher etwas teurer, dafür braucht man aber auch Nachts Strom aus dem öffentl. Netz usw.)
    110000 / (12000*0,10) = KGV 92


    3. Gruppe: Deutsche bezuschußte Verbraucher
    Das gleiche wie bei 2., nur wird weiterhin der Strom aus dem öffentl. Netz verbraucht, der Solarstrom wird für 54 cent eingespeist.
    110000 / (12000*0,54) = KGV 17


    Bei allen Rechnungen übrigens nicht die Berücksichtigung von Reparaturen, Wartungsarbeiten. Und so eine Anlage hält ja auch nicht ewig, KGV 250 wenn sie nur 10 bis 20 Jahre hält??


    Fakten:
    - Solaranlagen müssen um 95% billiger werden, um rentabel zu arbeiten (KGV 12.5)
    - lohnt sich im Moment nur aufgrund der Einspeisevergütung halbwegs
    - selbst die Besitzer von Solaranlagen verbrauchen keinen Solarstrom, da es günstiger ist den Solarstrom für 54 cent einzuspeisen und dann selbst Netzstrom für 10 cent zu verbrauchen


    Fazit
    Größerer Humbug als der neue Markt!! Bringt nichts außer einer Art Sondersteuer auf den Netzstrom. Die Leute mit den Anlagen werden solange gut über die Runden kommen bis die Hyperinflation einsetzt.
    Die Einspeisevergütung bleibt so, ist festgeschrieben. Wird über Inflation entwertet, was aber kein Problem ist, da ja auch der Kredit entwertet wird. Nur leider steigen in Inflationszeiten die Zinsen, und die können dann nicht mehr bedient werden.


    Übrigens gibt es ja im Umweltbereich für Privatleute ganz andere Investitionsmöglichkeiten, teilweise mit KGV von 1 bis 2 wenn man sich z.B. Euro2 Umrüstsätze oder Diesel-Katalysatoren ansieht.


    Gruß
    S.

    Aus dem Elliotwellenforum ,gefunden von uluwatu:


    "ist mir langsam schnuppe was die Aktien machen .


    Hab noch nie glück mit meinen Aktien gehabt!
    Im Aktiencrash 2000 habe ich mein ganzes vermögen(90%) verloren(neueinsteiger).


    Fast 4 Jahre ging es dann bergauf mit dem Markt und ich hatte keine Kohle um einzusteigen.


    Jetzt bin ich seit 2 Monaten wieder dabei, weil ich geld gespart habe, und das gleiche Spiel geht von vorne los.


    Das nenne ich unglückliche Fügung."


    Daß es solche Leute noch gibt?? Wahrscheinlich gerade Solarworld gekauft.


    Gruß
    S.

    Was würde denn passieren, wenn die US-Konsumenten den ganzen unnötigen Plunder nicht mehr kaufen würden? Die Chinesen würden nur noch die Hälfte exportieren. Die Importe nac hChina aber würden weit weniger sinken. Luxusgüter aus Europa für die Neureichen. Anlagen zur Fertigung, Aufbau der Infrastruktur. China hat Defizite im Handel mit seinen Nachbarn. Das Resultat wäre ein Defizit für China und somit einen unter Druck kommenden Yuan, die asiatischen Währungsreserven werden eines Tages dazu dienen müssen die Währungen gegenüber US$ zu verteidigen.
    Was werden wohl die reichen Chinesen bei Problemen im Land oder bei Inflation machen? Sie werden vieles in den USA anlegen.
    Zudem sind da noch die notleidenden Kredite. Asiatische Firmen arbeiten nicht nach dem Prinzip von Ertrag und Gewinn. Es geht NUR um Marktanteil. Wer mehr Marktanteil hat gewinnt, weil er von der Regierung gerettet wird. Wer weniger Marktanteil hat geht sowieso unter. So war es in Japan und so wird es in China sein. Schulden werden traditionell nicht zurückgezahlt sondern über Aufnahme neuer Schulden bedient.


    Für mich ist es keine Frage, daß bei der nächsten Rezession, die jetzt durch die invertierte Zinskurve angezeigt wird, es sowohl in den USA als auch China besonders stark krachen wird.


    Gruß
    S.

    "Diese Tage sind nicht einfach.."


    Meine Güte, es sind 200 Gammon Aktien. geplant hatte ich eigentlich schon bei 15 eine ähnlich große Position wie bei Minefinders aufzubauen, so ca. 25000 Stück waren es da.


    Finanziell kann man sich das eigentlich sparen, ob man nun die 200 Aktien hat oder nicht. Aber mental, da macht es einen Unterschied. Wenn man gar keine Minen hat, fällt es schwer objektiv zu bleiben.


    Nachdem es heute schon wieder so stark nach oben gedreht hat, habe ich mir weitere Käufe verkniffen.
    Der 5. HUI down day kommt bestimmt wenn es ein intermediate bottom ist.


    Irgendwie sieht das ganze mehr nach Schnäppchenkäufern aus als nach Kapitulation der Goldbullen.
    Vielleicht ist das Problem der Minen, daß es kaum langfristige Anleger gibt. Lektionen der letzten 20 Jahre:
    1. Mit Trading macht man gute Gewinne bei den Minen
    2. Beim kleinsten Gegenwindchen wird verkauft
    Alle Goldbriefchenschreiberlinge handeln wohl nach diesem Motto. Bei HUI 350-400 waren viele raus aus dem Markt. Jetzt geht es runter und einer kauft, 10% weiter runter und per stop-loss wieder raus, der nächste kauft usw., die Minen werden also quasi nach unten durchgereicht.
    Die Mehrheit der "Käufer weil es billiger geworden ist" lagen seit 500 Goldpreis falsch. Solche Käufer betrachte ich als schwache Hände.


    Andererseits sind die Schreiberlinge schon wieder mit 0% exponiert laut Mark Hulbert (wir wissen aber auch, daß deren Leser meistens Gold-Dauerbullen sind, zudem liegt die Mehrheit nur an den Wndepunkten falsch und die Gold-Schreiberlinge sind weniger als Contrarian Signal zu gebrauchen als die Aktienbriefschreiber).


    Murenbeeld enttäuscht mit seiner Einschätzung US$ sei zu teuer wegen dem Handelsbilanzdefizit. In 2005 wurde der US$ stärker und das Defizit ist gefallen. Seit mehreren Jahren fällt der US$ und die Defizite beim Handel sind gestiegen, nicht gefallen.
    Die Logik Währungsnotierungen wären von Handelsbilanzen abhängig ist absoluter Schwachsinn, für irgendwelche 3. Welt Länder, die nur von Export leben, mag das gelten. Das Handelsbilanzdefizit der USA wird erst dann fallen wenn die US-Konsumenten ihren Konsum reduzieren, drastisch reduzieren, sprich Rezession und Aktienbaisse.


    Gruß
    S.

    "Alle Börsen stürzen und anstatt das Gold steigt, weil das in solchen Situationen üblich ist, fällt es!"
    -Gold ist 3 Jahre zusammen mit den Aktienmärkten gestiegen..


    "EM werden niedergeprügelt und alle nehmen das als gegeben hin"
    -EM bubble.. Rand bei 6 wirklich fair bewertet? KGVs von 80 in Indien fair?


    "Was ich nicht verstehe, ist daß der Dollar, gerade in dieser Situation gegen alle Währungen steigt!"
    -US$ ist zu billig geworden, alle Welt ist schon im US$ short. BMW Z4 z.B. in den USA das gleiche in US$ wie in D in Euro, Kurs 1:1 und nicht 1:1.265 wäre fair.


    "Alle Börsen fallen! Das heißt, daß es einen enormen Liquiditäts-Überschuß geben müßte"
    -Wenn 1000 Aktien 100 US$ pro Stück "kosten", aber am nächsten Tag nur 1 für 50 US$ verkauft wird und sonst keine weiteren Käufer da sind, steht der Kurs 50% niedriger. 50000 Verlusten stehen nur 50 US$ tatsächlich verkauftes Volumen gegenüber. Buchgewinne und -verluste.


    "Was machen die Leute mit den Geldern aus den Papierverkäufen? Sie investieren nicht in EM, nicht in andere Rohstoffe, womöglich kaufen sie US-Treasury-Bonds."
    -Was auch logisch ist nach 50% Kursverlust seit 2003 für Anleihen gerechnet in Euro.. der Dax hat 240% in US$ gerechnet zugelegt in der Zeit, Dax vs. US-Anleihen Verhältnis hat sich versechsfacht in den letzten 3 Jahren. Fair??


    "Zarkawi hat man erwischt. Und was passiert? Öl fällt! Als ob der Affenarsch so wichtig gewesen wäre."
    -Er war es, für die Ölspekulation. Der Preis ist inzwischen mehr von der Spekulation abhängig als von den fundamentals nachdem die Lager voll sind. Langfristig geht uns das öl aus, in 30 Jahren nur noch die Hälfte an Produktion. Das heißt nicht, daß der Ölpreis 2007 nicht auf 35 US$ fallen könnte.


    "EZB erhöht die Zinsen. Was passiert? Der Euro verliert gleich 1% innerhalb einer Stunde gegenüber dem noch wertloseren Dollar. Der Euro müßte auf das hin steigen!"
    -Und, war eben schon eingepreist? Jahrelang haben die Amis die Zinsen erhöht, keiner hat sich über den fallenden US$ beschwert. Euro ist fundamental vs. US$ zu teuer, egal wie die Zinsen stehen.
    Ist der US$ wirklich noch wertloser bei 8% M3 Wachstum statt 7%? Bei 1.9% core rate statt 1.4%?


    FAZIT: Bubble in den Commodities ist vorbei, Kupfer z.B. wird sich min. halbieren. So war es in den letzten hundert Jahren immer nachdem Kupfer sich in 5 Jahren mehr als verdoppelt hatte. In den letzten 5 Jahren hat es sich versechsfacht.
    Endlich einmal wird Gold zeigen wer der König ist.


    -Öl besser als Gold?
    -Indische Aktien besser als Gold?
    -Solarworld besser als Gold?
    -Kupfer, Zink besser als Gold?


    Das alles war falsch in den letzten Jahren. Nun wird es endlich korrigiert.


    Gruß
    S.

    Meine schönen 200 GRS Aktien schon so stark im Minus seit gestern ?(


    Tja, ich verbuch's als Honorar für eine Therapiesitzung: "Wie fühlt man sich bei Goldaktien-Kursverlusten".


    Es wird nun richtig spannend.
    Aktienmarkt: Entweder Crash wie 87 oder falls nicht ein 6 Monate -30/-50% Bärenmarkt wie 73/74.
    HUI:
    FCX/HUI deutet auf kurzfristige Tiefs hin mit Kursziel HUI 350. Andererseits sehen Charts wie der von Gammon nach $8 oder $7 Kursziel in 1 bis 2 Monaten aus.


    Ich kaufe heute nochmal vorsichtig kurz vor 22h nach. 5 tage runter bei gammon. Erst 4 beim HUI wenn ich mich nicht täusche. Morgen also nochmal runter wenn's ein Tief werden soll (kann auch intraday-reversal werden mit kaum Verlusten). 6,7,8 down-days sind genauso möglich, aber eben auch viel unwahrscheinlicher


    Bei 8 down-days setze ich 50000 ein und spekuliere auf eine kurzfristige Wende. Mehr gibt's erst im Herbst.
    Mein Risiko liegt in schwächerem US$ und höheren Anleiherenditen, für mich ist daher jede einzelne Goldminenaktie eine Verringerung meines Risikos.


    Gruß
    S.

    Von Novagold halte ich gar nichts. Zu viel Kupfer. Und wieviele hundert Millionen brauchen sie für Galore Creek und Donlin?? Viel Spaß beim fund raising.


    Schade um die Minefinders. Die Minen haben den Goldpreis sowieso schon underperformt. Gammon hat die Minen underperformt und Minefinders wurde nicht übernommen.


    Normalerweise hätte Gammon bei 22.50 liegen müssen im top und für Minefinders ein Angebot von 0.55 Gammon Aktien vorlegen müssen, das wären dann über 12 US$ pro MFN Aktie gewesen.


    Erreichen wir so auch, aber es dauert wesentlich länger.


    Gruß
    S.

    Nun hat sich leider die Chance für Minefinders zerschlagen.


    Der Erfolg der Anlage war nichts anderes als daß wir weniger verloren haben als andere.


    Dolores ist wegen höheren Kosten und weniger Reserven ca. 60% von Ocampo wert. Mit den Mexgold assets sogar nur weniger als die Hälfte.


    7.80 * 51 mio Aktien = $400 mio (ca. 100 mio cash davon)


    11.20 * 109 mio Aktien = $1220 mio


    Aufwärtspotential für Minefinders: ca. 50%
    -fallender Goldpreis bevorzugt Gammon wegen cash costs
    -Management von Gammon besser (kann besser verkaufen)
    -volle Produktion erst März 2008, bei Gammon September
    -100 mio cash stützen den Kurs kurzfristig, werden aber in einem guten halben Jahr aufgebraucht sein ohne daß dann Produktion vorzuweisen ist
    -Übernahmephantasie verschwunden, Gammon kann jetzt nicht kaufen und ein anderer wird eher Gammon übernehmen


    Kurz gesagt: MFN sieht vom Timing her übel aus, jetzt sind wohl gute Verkaufschancen gegenüber Gammon. 1/3 Abschlag sind zuwenig für 1.5 Jahre warten. Im September kann man MFN wahrscheinlich viel billiger kaufen wenn der hohe Cashbestand abgebaut ist. Übernahme durch Glamis natürlich jederzeit trotzdem möglich.


    Weiß der Teufel warum Gammon nicht MFN übernommen hat!! Wahrscheinlich weil das Management selber genug Mexgold Aktien hatte. 0.47 Gammon für 70 mio Mexgold, macht 33 mio Gammon Aktien. Als der Kurs bei 15 stand hätten die für 33 mio Aktien US$9.70 pro Minefinders Aktie bieten können, 2.8 mio oz Reserven statt 1 mio. Schade.


    Gruß
    S.

    Eldorado,


    gestern hab ich mir einige Gammon Lake gekauft, jetzt kommt die Produktion langsam auf Touren und die cash costs sollten am Ende sehr niedrig sein. KGV von 15 oder was in der Richtung ist durchaus drin, wo gibt's das sonst bei den Minen.


    Ich habe mir dann gleich auch gedacht: Warum nicht absichern mit shorts auf HUI oder besser einzelne Minen? Was wäre mit Freeport.


    Wenn man sich mal den Freeport Chart ansieht könnte eien SKS Formation entstehen mit Kursziel ca. 30. Nur fehlt vorher noch die rechte Schulter.


    Deswegen werde ich auch alle möglichen Absicherungen sein lassen. Bin schon genug "short" durch meine US-Bonds.


    Ich denke daher, daß es wohl bald unter die 310 im HUI gehen wird. Aber wir könnten schon gleich bei 290 wieder stoppen und ein richtiges retracement reinlegen. Das bisherige retracement war nur kurzfristig und sehr schwach. Kursziel nach den 290 dann 350 in wenigen Wochen.


    Würde auch gut mit den Zinsen zusammenpassen, ich denke daß wir im Juni wahrscheinlich keine Zinserhöhung sehen werden (dafür muß es jetzt brutal runtergehen). Das wäre dann aber wohl positiv für alle Märkte und würde einen etwas schwächeren US$ bedeuten. Zwar nur kurzfristig.


    Kurz gesagt: unter 300 wird bei den Minen gekauft, sogar richtig deutlich.


    Gruß
    S.

    Marc Faber:


    "There are two observations I should like to make regarding this remarkable
    figure. Since 1900, there has never been a three years period during which
    copper rose at an annual compound rate of close to 70%!"


    "..if not impossible for stock and also commodity markets
    to reach new highs for the next six months or so."


    "Therefore, my advice is to sell
    rallies in stocks and commodities and take a holiday until next October."


    "However, for the short term, I believe
    that the out-performance of equities compared to bonds, since 2003, has
    ended and that bonds will now rebound over the next three months (see
    figure 5). I may add that bond bullish sentiment reach recently extremely
    low levels while commercial had record long bond positions – a powerful
    contrary indictor,.."


    ---


    Bin ich jetzt Marc Faber Seelenverwandter??


    Genau die gleiche Sichtweise wie ich.


    Gruß
    S.

    Eldorado,


    ich werde so ein Depot wie 2003-2006 nie wieder fahren. Zu wenig diversifiziert, immer ca. 100% investiert, am Ende auch etwas auf margin.


    Hab ich jetzt gut investiert oder nur Glück gehabt? Es hat jedenfalls geklappt.


    In Zukunft werde ich viel mehr auf Sicherheit achten. Graham empfiehlt ja 50:50 zwischen Aktien und Bonds zu mischen. Das hat seinen Grund. Wer genug in Bonds hat WIRD den Mut haben alle Kursbewegungen auszusitzen. Ggf. kann er sogar am Tief nachkaufen.


    Wenn man seine Strategie erweitert auf Anleihen, Aktien und Gold fährt man mit einem mix eigentlich gatnz gut.


    Anleihen: in der Deflation gut
    Aktien: bei stabilen Preisen bis leichter Inflation gut
    Gold: bei Inflation gut, aber auch bei Deflation wenn sogar die Anleiheschuldner pleitegehen können


    Manchmal weiß man einfach, daß bei den Minen ein low kommt. Bei Avocet z.B. bei 69p in 2005, bei DRDGold bei 65 cent (auch wenn's dann temporär auf 33 cent runterging). DANN muß man nachkaufen, alles was der Laden hergibt. Nicht weil es nur mal 10% runter geht.


    Fundamental betrachtet sind die meisten Minen jedenfalls sehr sehr teuer im Moment. Nicht bei Goldpreis 700, aber bei Goldpreis 500 schon. Und diejenigen mit Basismetallproduktion, selbst Goldcorp. Gold wird sich mit hoher wahrscheinlichkeit viel besser entwickeln als Basismetalle, spricht wenn Gold auf 500 gehen würde, dann wären die Basismetalle höchstens noch bei 50% der jetzigen Kurse.
    Andererseits, es gibt welche die unter meinem berechneten "Buchwert" liegen. Gammon Lake z.B., bei jetzigen Preisen kann man MFN nun beim besten Willen nicht mehr präferieren. Irgendwann innerhalb des nächsten Jahres komtm heraus wie hoch die Produktionskosten bei Gammon wirklich sind. Am Anfang sehr teuer, doch wenn das heap leaching richtig auf Touren kommt sind wir bei $150/oz.
    (440-150)*5.2 / 98 mio Aktien = $15.40 "Buchwert", allerdings ohne Berücksichtigung der Schulden (sind dann 1 bis 2 Dollar weniger).
    Wenn man jetzt kauft hat man also die gewissheit, daß Gammon irgendwann höher gehen wird als der jetzige Kurs. Selbst bei Goldpreisen von unter $500.


    Meine US$-Anleihen gefallen mir im Moment auch sehr gut, diesen Monat kommen noch 3500 Euro nach Steuern Zinsen rein. Wird alles reinvestiert in Minen/Aktien.


    Ja, ich habe nämlich auch Aktien gekauft. Voraussetzung: Dividendenrendite über der Rendite 10-jähriger Anleihen. Aber nur 2% meines Portfolios. Erstmal. Ein Kautabak und Weinhersteller mit 5.2% Dividendenrendite und eine amerikanische Scheckdruckerei mit 7.5% Dividendenrendite (seit Oktober 50% gefallen, weil die Gewinne um 30% zurückgegangen sind, da weniger mit Schecks bezahlt wird). Die EInnahmen der Gesellschaften müssen hauptsächlich in US$ erfolgen und krisensicher sein, also Nahrungsmittel, Brauereien, Tabak usw.


    Währungsspekulationen mache ich im Moment nicht gegen den US$, Minenbesitzer sollten sowieso eher auf steigenden US$ spekulieren, da sie über die Minen ja schon short sind.


    Wenn dann alle Welt in den 30-jährigen US-Anleihen ist, dann bricht die Inflation aus.


    Gruß
    S.

    "Keine Ahnung wie du rechnest, nicht mal konservativ/extrem siehst du 440/560 USD.
    Gold unter 600 USD kann ich mir einfach nicht vorstellen."



    Kein Mensch weiß wohin die Preise gehen. Man kann nur konservativ rechnen und muß dann eben durch alle Tiefen halten. Werte mit hohem Hebel werden so natürlich ausgeschlossen.


    Beispiel Gold Fields.
    Lange Abbaudauer, politisches Risiko. Min. 35% Abzug daher.
    Cash costs $350. Davon 1/3 außerhalb Südafrikas. 50% in Südafrika abhängig vom Rand. Langfristig muß man mit einem Rand von 9 rechnen, macht schonmal $40. Ca. 15% von den gesamten cash costs kann man nochmal wegen sinkendem Ölpreis abziehen. Macht cash costs von $260 langfristig.
    (440-260)*65 mio ozs *2/3 /495 mio Aktien = $16 Buchwert pro Aktie. Noch ist Gold Fields nicht da. Andere sind es aber schon.


    Gruß
    S.

    Hm, heute habe ich so gedacht: vielleicht sind wir einfach 10 Jahre zu früh dran? Vielleicht kommt alles so wie in Japan. Bärenmarkt bei Aktien aber weiterhin Bullenmarkt bei den Anleihen?


    In den 70ern hatten wir Bärenmarkt bei Aktien (inflationsbereinigt) UND Anleihen. heute ist das nicht so. Nach einem 35-jährigen Bärenmarkt (1946-81), warum soll da der Anleihebulle nicht noch 10 Jahre nach dem Aktientop weiterlaufen. Oder 15 so wie in Japan. Aber die Amis sind so effizient und schnell, da geht das schneller. 1% Rendite in 2 bis 3 Jahren?


    Eigentlich will ich gar keine Goldminen mehr. Also was macht man? Man kauft Goldminen. Was man nicht will kriegt man immer am billigsten.


    Wir rechnen konservativ: Preisziel beim XAU 95, Gold 560/440.


    Welche Goldwerte haben heute einen Buchwert über der market cap? Was ist der Buchwert einer Mine? Eine Mine ist Schrott, will keiner haben. Das Gold, das ist das wichtige. Also ist der Buchwert einfach der Erlös aus dem Goldabbei.
    (Goldpreisannahme - cash costs) * Reserven - Verbindlichkeiten


    Verbindlichkeiten = Hedging + Schulden.


    Doch halt. Welchen Unterschied machen KGVs? niedriges KGV = kurzes Reserveleben, hohes KGV = hohes Reserveleben bei gleichem Buchwert. KGVs sind also scheißegal bis auf die Abbaudauer der Minen. Ist die Abbaudauer auch egal? Was die cash costs betrifft, ja! Gold ist inflationssicheres Geld, also tendenziell bleibt die Gewinnmarge prozentual konstant. Der Unterschied ist das politische Risiko.


    Also:
    (Goldpreisannahme - cash costs) * Reserven*PRisikodiscount - Verbindlichkeiten


    Es gibt Werte, die schon jetzt unter einem so berechneten Buchwert notieren!!


    Ab morgen wird limitiert gekauft.


    Gruß
    S.

    Die HUI Entwicklung ist inzwischen ein Scherz. Wo ist der US$ denn bitte stärker geworden? Noch kein bischen.. und derweil saust der Yen gegen Euro in neue Tiefen. Wie das wohl für die deutsche Exportwirtschaft endet?


    Ach, ich vergaß. Größter Exporteur der Welt ist sowieso schon Japan. Die EU hat ja ein Defizit. Es soll Leute geben, die die deutschen Tributzahlungen an die europäischen Nachbarn als Exporte mißverstehen.


    Gruß
    S.

    Gogh,


    da Newmont aber eben die Gebiete hat haben sie es bisher auch immer geschafft die Reserven zu ersetzen.


    Habe ich 20 km² und 120000 ozs Produktion und 1 drill rig oder 7 mio ozs Produktion, 1200 km² und 60 drill rigs, es kommt auf's gleiche hinaus. Wenn ich jetzt aber nicht 1200 km² sondern 10000 km² habe und viel bessere Geologen usw. dann stehe ich mit 7 mio ozs Produktion besser da als mit den 120000 ozs.
    Und Newmont hat ja keine 10000 km² sondern noch viel mehr Gebiete.


    Semafo schlägt beim direkten Vergleich endlich mal meinen bisherigen Benchmark Avocet, mit SIcherheit geringeres polit. Risiko als in Tadschikistan. Bessere Börse. Ehrlicheres Management. Mehr Reserven nach international anerkannten Standards, alles open pit Mining, keine Verschleierung von minority interests.


    Vor allem kann Semafo von einem niedrigeren Ölpreis (sollte er mal kommen) profitieren. Avocet bezieht subventionierten Diesel in Indonesien dessen Preise angehoben werden, egal wie der Ölpreis steht. Malaysia und Indonesien sind mehr oder weniger stark US$ abhängig, bei stärkerem US$ werden dort die Kosten steigen. Und ohne die wunderbar niedrigen Kosten der malaysischen Kontraktoren wäre Penjom vielleicht gar nicht rentabel. Weiß der Geier warum Avocet da jetzt eine eigene Flotte einsetzen will.


    Interessant übrigens jetzt auch DRDGold, der Chart ist verdächtig stark. Wenn die es mal geschickt anstellen würden: Emperor verscheuern und in Südafrika bei crashendem Rand wieder ordentlich im Plus liegen. Was mag diesmal dazwischen kommen? Und bekommen wir jetzt endlich die 2002 versprochene Dividende?


    Gruß,
    S.

    Neues Hoch beim Euro nur ein intraday-high, das Rennen ist somit wieder offen. Eigentlich fast schon zu erwarten gewesen.


    Eldo,
    schön zu hören daß du mental auf Verluste eingestellt bist. Das ist das wichtigste, man muß immer auf schlimmeres vorbereitet sein als wirklich kommen wird. M.E. sind die ganzen Kursziele sowieso nonsense. 260 im HUI ist interessant weil wir seit 2003 gebraucht haben um drüber zu kommen, dürfte als extrem starker support reichen, es wird wohl nicht drunter gehen.


    Danach wäre dann ca. 170 als als Tief zu sehen, also ca. die lows vom letzten Jahr. ABER NUR IN EINEM US$-BULLENMARKT! Bei einem Eur/US$ Stand von 1.05 statt 1.29 wäre sowas realistisch, also für uns in Euroland umgerechnet 210 im HUI. Das wären 37% im worst-case Fall.


    Was macht man mit margin? Einfach ein Sicherheitslevel setzen, meinetwegen 10%, damit man nicht immer handeln muß. Dann rechtzeitig vor margin call abverkaufen und wenn die Kurse wieder steigen rechtzeitig wieder kaufen. Steuerfreiheit geht verloren, Transaktionskosten, höhere Einkaus- als Verkaufspreise. Aber trotzdem kann man dann selbst mit margin relativ sicher durch den Keller fahren. Man hat dann 10 bis 20% weniger als wenn man eine Position ohne margin gehabt hätte. Hatte 2002 eine Menge Gold Fields auf margin.. das war ja damals auch ganz nett mit -5% Tag für Tag.. für Tag.


    Aber bevor ich zuviel über andere schreibe: auch ich bin mental auf Verluste vorbereitet, schwächerer US$, höhere Renditen, höhere Goldminenkurse. Nicht bangemachen lassen, lieber das Leben genießen. Von all dem Geld können wir uns keine weiteren Jahre kaufen und die Zeit die wir vor dem PC beim Analysieren verbringen soll vor allem Spaß machen.


    M.E. sehen wir historische Kursentwicklungen in 2006/07!! Fast schon besser als die WM.


    Gruß
    S.